Wagenbeleuchtung flackert

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Pottkeeker
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Wagenbeleuchtung flackert

#1

Beitrag von Pottkeeker » Mi 17. Apr 2019, 16:20

moin moin liebe gemeinde,

meine modellbahn HO ist auf die Epochen III und IV ausgelegt.
die verwendeten personenwagen bieten nicht den Umbau auf NEM kupplungen ( und somit stromführende ) an.
derzeit verwende ich für jeden wagen den stromschleifer und standardbeleuchtung.
die stromaufnahme ist beträchtlich und das flackern lässtig.

nun plane ich den umbau auf led beleuchtung.

was muss ich beachten und welche bauteile wären nötig?

gruss
uwe
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BR71
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#2

Beitrag von BR71 » Mi 17. Apr 2019, 16:58

Hallo,
fährst du analog oder digital? Welche Spannung liegt am Gleis an? Wie viele LED möchtest du pro Wagen einbauen? Für kleinere PW genügen praktisch 4 Stück, ca. alle 3....4cm eine.
LED: Conrad Bestell-Nr.: 819967 - 62, Baugröße 0805, ist sehr klein, lässt sich aber gut löten mit nem kleinen Lötkolben,
Kondensator 16V/2200µF, geht auch mit 1000µF oder 470µF, je kleiner der Kondi, umso mehr flackert das Licht.
Widerstand : Da muß ich deine Fahrspannung kennen, oder du rechnest es selbst aus. Bei 5....6mA leuchten die LED ausreichend! Je höher der Strom desto mehr "flackert" das Licht! 5mA sind ein guter Kompromiss.
Für Analog-Spannung nimmst du eine kleine Graez-Brücke, da kann man den Wagen egal wie auf´s Gleis stellen, es klappt immer. Bei Digital-Spannung reicht eine einfache Diode, die Rechteck-Spannung wird damit folgerichtig polarisiert und es ist egal wie rum der Wagen auf dem Gleis steht.

Schreib noch mal was zu den og. Fragen, da kann ich noch ein wenig präziesere Angaben machen.

Gruß Claus


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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#3

Beitrag von Pottkeeker » Mi 17. Apr 2019, 18:04

hallo claus,
sorry ja, ich hätte im vorwege meine anlage beschreiben sollen.
ich fahre digital , märklin , c-gleis mit der cs3 zentrale.
ich habe mir im vorwege eine rolle led - streifen gekauft, die man zuschneiden kann. eine länge reicht in der regel für einen personen d-zug wagen von 24cm länge. längere fahre ich nicht und kürzere kann ich halt zuschneiden.
die stromversorgung könnte über ein kleines modul ( findet man bei modellbau schnöwitz) realisieren.
allerdings verstehe ich nicht ganz wie und wo der elko angeschlossenen werden muss.

auf der gleichspannungsseite? wäre logisch . allerdings ohne widerstand , direkt an + und - ?

gruss
uwe

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UlrichRöcher
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#4

Beitrag von UlrichRöcher » Mi 17. Apr 2019, 20:08

Hallo Uwe,

die Sache ist gar nicht so kompliziert - mit Deiner Rolle-LED-Streifen warst Du schon auf dem richtigen Dampfer. Einen Schaltplan, wie die angeschlossen werden müssen, gibt es hier auch im Forum - ich fand aber nach etwas Sucherei das, was ich gesucht habe, hier. Wenn der LED-Streifen nach diesem Schaltprinzip angeschlossen wird, bekommst Du eine ziemlich flackerfreie Beleuchtung. Ich würde aber noch weitergehen: Wenn Deine Wagen keine Kurzkupplungskulissen haben, würde ich sie darauf umbauen (z.B. mit Adaptern vom Forenmitglied rwd oder wenn die Wagen sogar eine echte Kurzkupplung haben sollen, mit Adaptern von Symoba). Dann verwendet man stromführende Kurzkupplungen (z.B. Märklin 72020/72021) und versorgt die Wagen nur noch von einer Quelle. Optimal ist es sogar, die Wagen von der Lok aus mit Strom zu versorgen. Dazu baut man in die Lok ein ESU-Minitaturrelais, das man von einer AUX-Funktion des Decoders schalten kann und welches den Strom vom Schleifer direkt zur Kupplung leitet. Auf keinen Fall direkt den AUX an die stromführende Kurzkupplung anschließen - das ist für den Decoder zu riskant!

Viel Erfolg
Ulrich
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#5

Beitrag von Pottkeeker » Mi 17. Apr 2019, 20:24

danke ulrich,

das ist mein problem.
meine personenwagen , gepäckwagen usw. sind noch aus älterer zeit und möchte diese auch nicht misse.
diese sind aus blech und kupplung/achsen sind eine einheit.
daher ist nach meinem jetziger kenntnisstand ein umbau auf nemschacht und dann stromführende kupplung nicht möglich.

gruss
uwe

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UlrichRöcher
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#6

Beitrag von UlrichRöcher » Mi 17. Apr 2019, 21:13

Hallo Uwe,
Pottkeeker hat geschrieben:
Mi 17. Apr 2019, 20:24
meine personenwagen , gepäckwagen usw. sind noch aus älterer zeit und möchte diese auch nicht misse.
diese sind aus blech und kupplung/achsen sind eine einheit.
daher ist nach meinem jetziger kenntnisstand ein umbau auf nemschacht und dann stromführende kupplung nicht möglich.
da würde ich Dir aber widersprechen. Gerade für die Symoba-Kupplung braucht man nur einen ebenen Wagenboden, der sich bei einem Blechwagen denkbar gut erreichen lässt. Du musst die kompletten Relex-Kupplungen mit allem, was dazu gehört, entfernen, abknipsen, abschleifen. Dann klebt man eine Symoba 111-Kulisse unter den Wagenboden (Lehre 102 benutzen!) und rüstet die Kulisse mit einem Schacht 110 oder auch 103 zu einer Kurzkupplung um. Der umgebaute Wagen entspricht dann einem normalen modernen Kurzkupplungsfahrzeug. Sag' nicht, es ginge nicht - ich habe einige meiner noch vorhandenen älteren Wagen so umgebaut. Schleifer unter jedem Wagen ist die schlechteste denkbare Lösung.

Viele Grüße
Ulrich
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#7

Beitrag von hansi057 » Mi 17. Apr 2019, 21:15

Hallo Uwe
Suche mal nach rwd Adapter hier im Forum.
Der stellt 3D Umrüstadapter für 24 cm Wagen her.
Freundliche Grüße
Hansi

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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#8

Beitrag von moppe » Mi 17. Apr 2019, 22:38

Hallo Uwe,

LED streifen sind billig, und passt vielleicht bis ihren Wagen.

Ich nutzen selber Tams WIB und ESU 50700/702 oder 50708.
Sie sind alle einfachen zu einbauen und hab bereits „fläckerschütz“.
Ich empfehlen ihn die ESU Licht zu probieren.....


Klaus
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#9

Beitrag von Pottkeeker » Do 18. Apr 2019, 14:05

Hallo Ulrich,
Hallo Gemeinde,

die Empfehlung von Ulrich hört sich gut an. Das möchte ich mit meinem Zug bestehend aus der KLV 1231 und drei Wagons ausprobieren.

Die KLV 1231 habe ich in einem Märklin Seminar aufwendig mit einem mfx Sounddecoder und neuem Motor ausgerüstet und kann über eine stromführende Kupplung die drei Wagons steuern. Die stromführende Kupplung müßte noch eingbaut werden, da ein NEM Schacht vorhanden ist ( glaube ich zumindest ) sollte das möglich sein, dennoch bräuchte ich Hilfe dafür.

Die Wagons könnte dann nach der Empfehlung von Ulrich gebaut werden, allerdings habe ich dazu keinen Plan und bräuchte hier ebenfalls Hilfe.

Anbei Foto's der Lof und Wagons.

Im Vorwege sage ich schnmal Danke für Eure Hilfestellung.

Gruß
Uwe
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#10

Beitrag von Erich Müller » Do 18. Apr 2019, 18:00

Hallo Uwe,

ganz ehrlich - bei diesen Wägelchen würde ich mir diese Arbeit nicht machen. Prüfe lieber, ob die Achsen guten Kontakt haben, denn das ist bei den Wagen eher das Problem als der Schleifer.
Woher nimmst du eigentlich die Bezeichnung
Pottkeeker hat geschrieben:
Do 18. Apr 2019, 14:05
KLV 1231
:?:

Das ist eine württembergische T5 mit der Loknummer 1231. Aber KLV sehe ich da nicht.
Freundliche Grüße
Erich

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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#11

Beitrag von Pottkeeker » Do 18. Apr 2019, 18:26

danke für deine nachricht erich,

ob ich nun die richtige typenbezeichnung gewählt habe oder nicht , ist für mich drittrangig. bei mir heißt die so.
ich versuche hier eine elektronische lösung zu finden, die zum einen led beleuchtung ermöglicht ohne schleifer und zum anderen , eine abschaltung der beleuchtung über den lok-decoder ermöglicht.
herausforderungen macht den modellbau doch spannend oder?

gruss
uwe

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UlrichRöcher
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#12

Beitrag von UlrichRöcher » Do 18. Apr 2019, 20:44

Hallo Uwe,

ich möchte den Faden hier weiter fortsetzen und nicht per PN oder Mail. Innenbeleuchtung ist ein häufig wiederkehrendes Thema im Forum, da macht es Sinn, das öffentlich zu diskutieren.

Also: Prima, dass Du die Bilder eingestellt hast. Jetzt weiß man jedenfalls, wovon man redet.

Zur Lok: Das ist aus meiner Sicht ein kleines Problem, insbesondere da die Lok schon NEM-Schächte hat. Da werden die Kurzkupplungen abgezogen und dafür stromführende Kupplungen (z.B. Märklin 72020) eingesteckt. Du musst in der Lok Platz für das Relais haben. Es ist nicht groß, braucht aber trotzdem etwas. Das Relais wird folgendermaßen angeschlossen (bitte Schema auf der ESU-Seite beachten): Die eine Seite der Spule an Aux1 oder Aux2 des Decoders (wahrscheinlich ist bei Dir noch Aux1 (braun/rot) frei), die andere Seite an den Funktionsrückleiter des Decoders (Orange). Die beiden Kontakte oben und unten am Relais kommen zwischen Schleifer und stromführenden Kupplungen. Die Sache klingt vielleicht schwieriger als sie ist - einfach das Schema beachten, dass ESU zum Anschluss eines Rauchgenerators zeigt. Wenn das Relais funktioniert, klickt es leise, wenn Aux1 eingeschaltet wird und auf der Kupplung liegt dann Mittelleiterpotential. Da Du einen Sounddecoder verwendet hast, musst Du dann noch Aux1 so mit der CS2 mappen, dass Du das Relais über eine Funktionstaste ansprechen kannst.

Die Wagen: Das dürfte dann doch deutlich schwieriger werden. Ich (und wohl nicht nur ich) hatte angenommen, dass das Blechwagen mit einem Metallboden seien. Es sind aber Kunststoffwagen mit einem Kunststoffgehäuse und Kunststoffboden. Das Problem ist hier, dass Du für die Symoba-Kulisse eine ebene Fläche zum Ankleben brauchst. Die müsstest Du also erst einmal schaffen. Das ist nicht leicht, vor allem dann nicht, wenn man keine Fräse (z.B. Proxxon MF70) hat. Desweiteren ist dummerweise das Gehäuse in der Gegend eingeklipst, wo die Kulisse angeklebt werden müsste. Ich komme daher zu dem Schluss, dass es hier wirklich günstiger sein könnte, RWD-Adapter zu verwenden. Kontaktiere doch mal Forenmitglied rwd und frage ihn nach NEM-Adaptern für diese Wagen. Ein Hinweis auf das Bild wird ihm helfen. Es kann sogar sein, dass es passende Adapter von Märklin selbst gibt - vielleicht kann da ein anderes Forenmitglied helfen.

Der elektrische Anschluss der Beleuchtung im Wagen ist relativ leicht. Ich habe dieses Prinzip damals nach dieser Anleitung gelernt. Es sind nur vier Bauteile, die vor den LED-Streifen gesetzt werden müssen, nämlich ein Gleichrichter, ein Widerstand 220 O, ein Elektrolytkondensator (je größer, desto länger leuchtet der Wagen nach - hier werden aber 100 uF/35V reichen - Polarität des Elkos beachten!!!) und ein Widerstand zur Helligkeitsregulierung der LEDs. Letzteren musst Du durch ausprobieren herausfinden. Ich würde mit 1000 O beginnen. Ist das Licht zu hell, muss der Widerstand größer sein. Ruhig hier in größeren Schritten vorangehen, also ein bis 2 KO auf einmal mehr testen. Diese Helligkeitswiderstände können auch in Reihe mit mehreren geschaltet werden. Und ganz hintendran kommt der Schnipsel von der LED-Rolle. Wenn die Schaltung fertig ist, muss sie möglichst unauffällig im Wagen versteckt werden (Toiletten sind da immer gut). Einer der beiden Anschlüsse des Lichts kommt an die stromführende Kupplung - mit dem anderen musst Du bei diesen Wagen etwas tricksen (Blechwagen wären hier einfacher): Löte zwei Litzen an den freien Anschluss, isoliere die Enden ab und schlinge diese locker (!!!) um die beiden Achsen. Diese Enden müssen so verlötet werden, dass sie sich nicht auflösen, aber sie dürfen das Rollverhalten der Achse auch nicht negativ beeinflussen. Das reicht für einen stabilen elektrischen Kontakt.

Das sollte es sein. Teste erst einmal mit einem Wagen, ob Du so klarkommst. Gegebenenfalls wieder fragen.

Viele Grüße und viel Glück
Ulrich
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#13

Beitrag von Erich Müller » Do 18. Apr 2019, 22:23

Hallo Ulrich,

die Wagen haben Achskontakt über das Blech, das in den Boden eingebaut ist und an dem die normale Innenbeleuchtung verschraubt ist (das Schräubchen ist auf den Fotos zu erkennen), und die metallenen Achslager. Dazu muss man also nicht großartig was erfinden. Ich muss bei Gelegenheit ausmessen, ob die Kupplungen Strom führen (dann aber Masse).

Aber: Die von Märklin vor zwei Generationen für diese Wägelchen erdachte Innenbeleuchtung erfordert ein Loch im Boden von der Größe zweier 1ct-Münzen. Wenn man nun diese Belwuchtungseinheit ausbaut und eine Beleuchtung unter die Decke hängt, scheint sie auf die Schwellen. Eine eventuell vorhandene Inneneinrichtung weist ebenfalls die Aussparung für die Lampe auf.
Und: diese Wagen haben heute eine Reihe von Jahren auf dem Buckel. Das Oberteil ist durch Klipse mit dem Unterteil verbunden, die beim Öffnen brechen können. Ich habe jedenfalls noch keinen Wagen dieser Bauart zerstörungsfrei öffnen können.

Mein Vorschlag wäre: LED-Glühbirnchen in die vorhandenen Fassungen einsetzen; das senkt den Stromverbrauch. Allerdings kann man sie dann nicht mehr im Analogbetrieb einsetzen: 25V≈ halten die Birnchen nicht aus.
Das Flackern kommt nicht vom Schleifer, sondern von den Rädern - und daran ändert eine Schleiferpotential führende Kupplung auch nichts.
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#14

Beitrag von Pottkeeker » Fr 19. Apr 2019, 09:11

Hallo Ulrich,
Hallo Erich,

ok, ich dachte mir in meinem jugendlichem Leichtsinn ^^, das ich mit der 1231 und den drei Wagen mal üben könnte, aber ich verstehe aus den Kommentaren, dass das vielleicht keine gute Idee war.

Nun denn, der zweite Versuch.
Eigentlich ist das auch meine Hauptidee(Wunsch) die Wagon's der Baureihe 40xx auf LED-Beleuchtung und stromführenden Kupplungen etc. umzubauen.

Anbei die Bilder dazu.

Als Lok habe ich mir die der Baureihe BR 85 ausgesucht, die hat aber eine Telexkupplung. Habe aber genügend Alternativen. Als 1. Alternative würde ich dann eine Diesellok der Baureihe V200 nehmen.

Gruß
Uwe
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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#15

Beitrag von Bimmer » Fr 19. Apr 2019, 09:28

Erich Müller hat geschrieben:
Do 18. Apr 2019, 22:23
.....Das Oberteil ist durch Klipse mit dem Unterteil verbunden, die beim Öffnen brechen können. Ich habe jedenfalls noch keinen Wagen dieser Bauart zerstörungsfrei öffnen können.....
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Vor dem öffnen die Metalllaschen mit kleinem Schraubendreher nach hinten biegen, danach gehts ganz leicht. Am besten gehts wenn man das Chassis und Waggonkasten gegenseitig verschiebt und gleichzeitig gegen die "Durchgangstür" Druck ausübt.
Ralph


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Re: Wagenbeleuchtung flackert

#16

Beitrag von Erich Müller » Fr 19. Apr 2019, 16:35

Hallo Uwe,

zur Umrüstung der Blechwagen auf KKK gibt es Threads hier im Forum.
Mit der Lok wird's komplizierter - warum setzt du nicht einen Funktionsdecoder in den Gepäckwagen ein, der das Licht im Zug steuert? Da ist auch viel mehr Platz für Relais und Pufferschaltung, als wenn du das in den kleinen Tenderloks unterbringen willst. Bei denen ist nun mal der Platz, den Relais und Motor nicht brauchen, möglichst vollständig durch Ballast ausgefüllt.

Wenn es nicht um die Schaltbarkeit der Beleuchtung ginge, wäre aber auch da mein Rat, LED-Birnchen von Schönwitz oder anderen Anbietern einzusetzen; die Lichtleitstäbe geben ein ziemlich gutes Licht in allen Anteilen, was mit LED-Strips gar nicht so einfach zu erreichen ist - eher schon wenn du frei verdrahtest wie Ronald 75 1117 in seinem Beleuchtungs-Thread.
Freundliche Grüße
Erich

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