Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

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Ralf Büker
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Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#1

Beitrag von Ralf Büker »

Hallo Stummis,
hoffentlich könnt ihr helfen. Das Problem ist folgendes:
Ich habe nun in 12x vierachsige Märklin wie 3021, 3049, 3151 usw. mit dem alten AC Motor den Tams Decoder LD-W-32.2 eingebaut.
Dieser Decoder wurde gewählt = weils preisgünstig sein soll und die Loks keine top Fahreigensschaften haben müssen.

Es gab nie Probleme, alles nach Tams Anleitung eingebaut, getestet, liefen.

Aber bei drei 3-Achsern = 3000, 3074/DHG 500 und der Primex 3194 bin ich absolut ratlos:

= Alles genauso wie bei den Vierachasern eingebaut, aber die "Kisten" laufen einfach nicht. Bei halber bis dreiviertel aufgedrehten Fahrstufen mit einer Mobile Station 60652 stottern sich die Loks einige Zentimenter etwas voran, bleiben stehen, fahren nach Anschwung widerwillig weiter, bleiben dann wieder stehen usw.
Mit voll aufgedrehten Fahrstufen fahren die Loks täsächlich, aber sehr langsam und widerwillig ruckelnt ihre Runden.

Mit einem Märlin Trafo 6631 fahren die Loks mit dem eingebauten Decoder astrein und ganz normal und auch recht schnell so wie es sein muss.
Die Radsätze und der Schleifer sind pikobello sauber, mit einem Glasfaserpinsel gereinigt/fettfrei...

Gruß
Ralf


SAH
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#2

Beitrag von SAH »

Guten Abend Ralf,

welche Einstellungen haben die Dekoder für vmin, vmid und vmax?
Oftmals ist vmin zu klein.

Fahre die Modelle erst analog ein, bevor Du cv2,5 und 6 änderst.
Cv3 und 4 sollten vorerst 0 sein.

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
Stephan-Alexander Heyn
www.sheyn.de/Modellbahn/index.php


Jochen53
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#3

Beitrag von Jochen53 »

Hallo Ralf,

die DHG 500 (36501) beispielsweise hat ein Masseproblem, dadurch bleibt sie beim kleinsten Kontaktproblem z.B. an Weichen, stehen bzw. "stottert" Nur die mittlere Achse hat Massekontakt, der wird über eine kleine Feder auf die Welle gebildet. Die beiden anderen Achsen haben keine elektrisch leitende Verbindung zum Chassis. Meine DHG 500 (36501) hat allerdings einen ganz einfachen Märklin Decoder und einen DC-Motor mit Schneckengetriebe.
Hier kann sicher jemand etwas dazu sagen, ob ein Stütz-Elko hier helfen könnte, Anschlüsse dafür hat der Decoder jedenfalls.

Viele Grüße, Jochen.


jogi
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#4

Beitrag von jogi »

Hallo , Jogi hier

So etwas könnte helfen, da die Lager keine gute Strom Übertragung machen.

Bild


viel Erfolg
Bastelnde Grüße Jogi ;
Elektronische Bauteile kennen 3 Zustände:Ein-Aus-Kaputt".
K-Gleise,DCC mit IB .CS2 nur Test Mfx freie Zone.MoBa MÄ seit 1954.
Jogis Bahn
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Ralf Büker
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#5

Beitrag von Ralf Büker »

Vielen Dank für die Antworten.
Das mit dem Masseproblem erklärt das natürlich und eventuell.
Allerdings:
Mit einem normalen Trafo laufen die "Gurken" ja astrein, nur mit dem Decoder nicht. Und das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Ich werde das mit dem Massestreifen auf jeden Fall versuchen und berichten.

Stephan, dir auch vielen Dank.
Warum schlägst du das vor, hattest du auch schon Dreiachser die sooo schlecht liefen?

Deine Werte = sind das die Originalwerte, oder selber ausgetestete?

Wie passt das dazu, das der "gleiche" Decoder umgebaut in eine vierachsige Lok astrein funzt ?

Gruß
Ralf


Railwolf
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#6

Beitrag von Railwolf »

Hallo Ralf,

CV2 ist die Mindestgeschwindigkeit. Wenn die zu gering eingestellt ist, fährt die Lok nicht an.
CV3 und 4 sind Anfahr- und Bremsverzögerung. Je höher der Wert, desto langsamer rollt die Lok an oder aus.
Wenn CV3 und 4 auf 0 stehen, dann hängt die Lok am Regler wie analog, und braust auch nach einer kleinen Stromunterbrechung sofort mit der eingestellten Geschwindigkeit weiter, statt erst mal wieder von 0 hochzudrehen.

Speziell die V60 hat sich mir als schlechter Stromabnehmer eingeprägt. Ich hab zwar ein ab Werk digitales Modell, das sehr ordentlich läuft, aber die alte V60 (Märklin 3064) läuft auch analog nicht besonders. Hänge ich drei Wagen mit Metallkupplung hinten dran, dann geht es viel besser. Falls du diese alten Schätzchen noch hast, probier das mal. Die vergrößern nämlich die Massebasis nicht unerheblich.
Allen Dreiachsern ist gemein, daß sie kein gefedertes Fahrwerk haben und bei der kleinsten Gleisunebenheit nur noch drei Räder auf der Schiene haben. Wenn davon zwei Haftreifen tragen, ist es mit der Stromabnahme schlecht bestellt. Die Drehgestell-Loks und auch die 3049 und 3151 mit ihren gefederten Vor- und Nachlaufachsen haben dieses Problem nicht.

Noch eins kommt hinzu, und ich weiß nicht, wie du deine Loks vor dem Umbau gereinigt hast.
Die Vierachser nehmen den Strom von der Schiene über Laufachsen auf. Bei der 3021 Achsen, die in einem Blechgestell laufen, ebenso bei der E41, E03 oder E94. Diese Lager sind recht einfach sauber zu halten, dann gibt es auch guten Kontakt.
Bei den Dreiachsern sind es Treibachsen, die auf ganzer Länge im Chassis stecken. In dieser Röhre können sich mit der Zeit allerlei Dinge ablagern, die wir da nicht haben wollen. Staub und Öl bilden eine Pampe, die sich da absetzt und dann die Stromabnahme verschlechtert.
Im Analogbetrieb fällt das nicht so sehr auf; bis da die Lämpchen ausgehen, muß schon einiges passieren. Aber der Decoder verkraftet auch kleine Unterbrechungen nur sehr schlecht, und dann wundern wir uns, daß es hakt.
Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺

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Ralf Büker
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#7

Beitrag von Ralf Büker »

Vielen Dank Wolf.
Dann werde ich zunächst Mal das Masseproblem versuchen zu beseitigen.
Ansonsten stehen meine Decoder alle auf Teams Standartwerten.

Gruß
Ralf

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Ralf Büker
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#8

Beitrag von Ralf Büker »

Vielen Dank Wolf.
Dann werde ich zunächst Mal das Masseproblem versuchen zu beseitigen.
Ansonsten stehen meine Decoder alle auf Tams Standartwerten.

Gruß
Ralf


JoWild
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#9

Beitrag von JoWild »

Hallo Ralf,
ich würde erst mal die Loks im Fahrwerksbereich richtig reinigen und dann sparsam neu schmieren. Genauso gehört der Motor gründlich gereinigt und die Kollektorspalten von öligem Kohleschlamm befreit. Das ganze klingt eher nach Ansprechen der Überstromsicherung weil der Motor verdreckt ist und das Getriebe schwergängig. Analog mit Trafo fällt das nicht sofort auf.
Eine Märklin-3000er hat dann wohl eine rechtkurze Massebasis, aber sie läuft dann normal einwandfrei. Bei mir laufen mit dem Tams LD-W-32 und -32-2 eine 3000, eine alte grüne CE800/3001, zwei 3029, eine 3064 und eine 3065, um nur kurze 3-achser zu nennen. Ich habe keine Kontaktprobleme.
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn
Joachim


lokopa66
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#10

Beitrag von lokopa66 »

Hallo Jochen,


zu der Thematik "mehr Masse" und "Elko" für Deine 36501 habe ich Dir in dem anderen Thread geantwortet https://stummiforum.de/viewtopic.php?f= ... 4#p2094983

VG,
Rainer

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Railstefan
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#11

Beitrag von Railstefan »

Hallo Ralf,

hast du Kroko-Klemmen?
Wenn ja, so verbinde einfach mal eine Schiene mit einem Metallteil der (offenen) Lok - Rahmen oder Puffer oder Schraube Motorschild etc.
Wie fährt die Lok dann digital?
- Besser? Dann musst du an der Masseversorgung was tun
- genau so schlecht wie ohne das Kabel? Dann ist es eine andere Ursache...
Was macht die Beleuchtung? Flackert die entsprechend dem Stottern des Motors?

Wenn du selber von analog auf digital umgebaut hast, könnte es sein, dass dir eine Massefeder verloren gegangen ist, denn bei manchen Modellen fixiert der mechanische Umschalter eine solche auf einer der Achsen.

Viel Erfolg
Railstefan
Unser Modellbahnverein: http://www.MEC-Erkrath.de
Meine Straßenbahn-Anlage mit DC-Car-System hier im Forum: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=172&t=155557

Ebenfalls im Klub bekennender Marzibahner :redzwinker:

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Ralf Büker
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#12

Beitrag von Ralf Büker »

Hallo Railstefan,
auch dir vielen Dank für die Tipps.

Ich habe bereits einiges versucht. Die deutlichste Verbesserung brachte mir schon einmal die Umstellung von 480 auf 60 Hz Motoransteuerung.
Tip-top gereinigte Radreifen, ein gereinigter Motor, frische Bürsten und ein frischer Schleifer brachten auch etwas. Aber so wirklich zufrieden bin
ich noch nicht.
Werde mich melden, wenn es soweit ist.
Hat eventuell jemand mal weitere Decoderparameter für eine vernünftige Laufkultur getestet/eingestellt und wenn, mit welchen Werten ?

Gruß
ralf


SAH
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Re: Märklin 3-Achser Loks und Problem mit Tams Decoder LD-W-32.2

#13

Beitrag von SAH »

Guten Abend Ralf,

beim LD-W32.2 Dekoder kann man nicht mit Lastregelparametern herumspielen, daher bleibt nur mit den CV2,5, 29 übrig.
Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, das Modell erst einzufahren, damit ein Betriebswarmer Zustand erreicht ist und das Getriebe gleichmäßig abgeschmiert ist.
Als erstes stellst Du mit CV5 die Höchstgeschwindigkeit nach Deinen Vorstellungen ein. Dabei ist zu empfehlen, eine Toleranz von 40% einzuplanen für Steigungen und schwergängige Züge. Als nächstes Änderst Du in Einerschritten CV2, bis das Modell mit FS1/14 (bzw. 28, je nach von Dir gewähltem Modus) sicher Anfährt. Unter Umständen kann es erforderlich sein, mit CV4 und CV65 einen Anfahrkick zu benutzen. Zum Schluss ist Bit 4 der CV29 (Kennlinie gerade oder nicht) deinen Vorstellungen anzupassen. Fertig.
Die SM-Version ist dann das Programmieren der freien Kennlinie CV66 bis CV95.

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
Stephan-Alexander Heyn
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