Neuheiten 2021

Diskussionen zu den veröffentlichten Neuheiten finden sich im Forum Allgemeines (da sie in der Regel spurgrößenübergreifend sind), bzw. werden dahin verschoben. Bitte schaut zunächst hier nach, bevor ihr einen neuen Thread aufmacht, ob ihr dort nicht schon eine Diskussion zur Neuheitenveröffentlichung Eures Herstellers findet. Es macht keinen Sinn mehrere Threads zum gleichen Thema in zig Unterforen zu führen.

Die Diskussionsthreads zu den bereits veröffentlichten Neuheiten 2021 der am häufigsten diskutierten Hersteller:

GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

Bereich für alle Themen rund um Schmalspur- und Feldbahnen aller Modellbahnhersteller und Spuren.
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Kupzinger
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GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#1

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

in letzter Zeit habe ich mich etwas durch die Maßstäbe treiben lassen, um als alter N-Bahner mit LGB-Kindheit nach häufigeren Zwischenspielen in T, Holzeisenbahn und Tests in 0e aktuell eine Begeisterungsphase in GN15 zu durchleben.Sehr gerne berichte ich davon hier im Forum, weil sich hier trefflichst die eine oder andere technische Frage klären lässt - das würde mich jedenfalls sehr freuen!

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Erste Experimente in GN15 habe ich in einem anderen Unterforum schon vorgestellt (viewtopic.php?f=47&t=181028&p=2125560#p2125137) . Nun ist die Experimentierphase beendet (na ja, gewagte Behauptung), also wird es Zeit für einen neuen Thread. (Ok, vielleicht eher weil ich glaube dass das Thema besser hier hin passt, aber auch Zeit für eine Zwischenbilanz ist.)


Das Konzept: Eine Feldbahn in 1:22,5 auf H0-Spurweite (= GN15), die einerseits Transportaufgaben im Kinderzimmer meiner Tochter (6) übernehmen kann, und andererseits mir erlaubt meine Träume bezüglich Messing-Modellbau, Fahrzeugkonstruktion und mechanischen Schmankerl wie funktionierende Bremsen auszuleben. Seit Jahren überlege ich, mal ein komplettes Modellbahn-„System“ selbst zu bauen. Abgespeckt auf Feldbahn-Verhältnisse und GN15 erschien dies plötzlich realistisch. Schon allein aus Stabilitätsgründen (schonender Spieleinsatz), aber auch für eine optionale Outdoor-Tauglichkeit, weg von Pappe und Papier, hin zu Messing, Holz und Kunststoff.



Die Ergebnisse der Experimentierphase sind unten zu sehen. Im Bereich Fahrzeugbau habe ich ein „Messing- Standardfahrgestell“ 12cm x 6cm entworfen, drei davon gebaut, eines mit funktionierender Handbremse. Dazu das Gehäuse einer Freelance Feldbahndiesellok. Gekuppelt wird das ganze über Trichterkupplungen, die auch den Einsatz von längeren Kuppelstangen für Drehschemelwagen ermöglichen (werden/würden).



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Im Bereich Gleisbau habe ich mich für ein sehr einfaches System mit Code 80 Profilen (die aus N-Flexgleisen entnommen wurden) entschieden. Das Gleis soll kostengünstig und mit wenig Aufwand herstellbar sein, ich plane ca. 12-20m mit 3-4 Weichen für den Parkettaufbau. Die Profile sind daher zunächst einfach aufgeklebt auf Schwellen ("geschweißte Feldbahnjoche"). Experimentiert habe ich mit geprägter Kupferblech-Bastelfolie, Holzschwellen, Pappschwellen und Forex. Eingesetzt wurde Zweikomponentenkleber, Forex hält am schlechtesten, Kupferblech-Bastelfolie am besten. Nachteil der geprägten Bleche: sie sind nicht trittfest, verformen sich leicht. Natürlich fehlt hier noch Farbe, die soll aus der Sprühdose kommen.

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Ein gestaltetes Betriebsdiorama ist auch geplant, hier können dann detaillierte Gleise eingebaut werden. Ein erster Entwurf sieht eine kleine Fahrzeughalle vor, um die herum mein ein wenig rangieren kann.

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Hier geht es in Kürze weiter.

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#2

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

zum Thema Messing-Chassis hier meine Erfahrungen aus der Sicht eines Messing-Modellbau-Neulings.
Auf Basis einer Zeichnung (siehe oben) habe ich die Messingprofile möglichst genau mit einer elektrischen Stichsäge und Metallsägeblatt abgelängt. Überstehendes Material wird abgefeilt, das kann schon mal etwas mühsam sein, wenn mehr als ein halber Millimeter falsch gesägt wurde …

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Dann habe ich 2 x 3 mm Messingstäbe verwendet, um die Achsen zu lagern. Diese habe ich vor der Chassismontage angelötet (beim ersten Wagen habe ich das hinterher gemacht – das war eine elende Korrigiererei). Zum Löten habe ich beim ersten Wagen folgendes gelernt, und hier jetzt erfolgreich umgesetzt: Erstens müssen die Oberflächen schön blank geschliffen werden (z.B. mit einem Gleisradierer), und die Lötspitze gut gesäubert werden (feuchter Schwamm). Dann etwas Lötzinn auf die Spitze aufnehmen (normales Elektroniklötzinn mit Flussmittelseele), und damit das Zielgebiet (erst beim kleineren der zusammenzulötenden Teile und dann beim größeren) erhitzen und verzinnen. Dann ggf. beim größeren Teil noch etwas Zinn drauf geben (sparsam), und mit der Rückseite der Spitze gleichzeitig die Unterseite des anzulötenden Teils wieder erhitzen. Nach einer Zeit beide Teile zusammenlegen, und mit der Löstspitze noch über alle Holkehlen streichen, bis das Zinn sich gut hineinlegt. Abkühlen lassen und wo nötig überflüssiges Zinn abfeilen. So geht’s ganz gut.

Vor dem Feilen:

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Nach dem Feilen:

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Nun geht’s an die Achslager. Meine Achsen sind von 00 Achsen von https://www.roxeymouldings.co.uk/ und haben Spitzenlagerung. Im Prototyp habe ich die ebenfalls spitzengelagerten Fleischmann Magic Train Achsen verwendet, aber den Ersatzteilmarkt solcher Achsen habe ich wohl aufgekauft (6 Stück) … musste also auf die Insel ausweichen, da sind es auch gleich die passenden Schwibenräder mit Löchern, und schöne niedrige Spurkränze. Normale H0 Achsen scheinen mir vom Durchmesser zu klein.

Um solche Achsen zu lagern, benötigt man entweder eine kegelförmige Bohrung im Lagermaterial, oder verwendet fertige Lagerbuchsen. In Lagerbuchsen, die ich mir mit meinen Achsen mitbestellt habe, laufen die Achsen meiner Erfahrung nach deutlich besser. Und man muss nur ein stupides Loch bohren…

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… und die Lagerbuchsen reinstecken (mit etwas Kleber fixieren empfiehlt sich).

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Jetzt kann man das Ganze schon mal auf kariertem Paper oder Millimeterpaper auslegen und nochmal prüfen, dass nichts (zu) schief ist.

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Dann habe ich mit der gleichen Technik wie oben beschrieben die Pufferbohlen an die Längsträger gelötet.

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Und so sehen die Chassis jetzt aus. Vorne gebremst (siehe viewtopic.php?f=47&t=181028&p=2125560#p2125560) und mit Fleischmann-Achsen, dahinter die „Brot und Butter“-Version. Die Dinger sind wirklich schön schwer, laufen extrem leicht, und machen sehr eisenbahnartige Geräusche, wenn sie aneinander krachen und dann nach den Gesetzten der Impulserhaltung wieder voneinander weg eilen…

Imitate der Vorbild-Achslagerung und –Federung werden dann noch später angebracht.

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#3

Beitrag von Claus60 »

Hi.
Günstige und gute Radsätze mit größeren Rädern gibt es auch von Hornby (ich hab meine für 0e bei Amazon gekauft) oder Bachmann.
Z.B. diese:
https://www.amazon.de/gp/product/B004648IAU/

Die sind ebenfalls spitzengelagert, laufen aber auch gut, wenn man einfache Messingröhrchen mit ca 1 mm Innendurchmesser (z.B. 2,0 / 1,1 mm Messingrohr) als Lager verwendet.

Eine ganz andere Frage noch... Sind die Trichter- Kupplungen nicht etwas zu sehr "Hitec" für eine Gn15 Bahn? In aller Regel werden beim Vorbild nur einfache Ketten als Kupplung verwendet. Das ist ja schon bei den deutlich größeren Feldbahnen (wäre dann 2f) zu fast 100% der Fall. Ich meine, das hält mich selbst ja auch nicht davon ab, meine Loren mit Kadee Kupplungen auszurüsten, damit ich sie mit den "normalen" Güterwagen und auch den Loks zusammenkuppeln kann. Aber ich fahre meine Loren ja auch auf einer maßstäblich doppelt so großen Spurweite obwohl beides 16,5 mm sind... Es soll also keinesfalls Kritik sein, einfach nur Neugierde...
Danke fürs Lesen, Claus

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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#4

Beitrag von Kupzinger »

Hallo Claus,

danke für den Tip mit dem Radsätzen! Sehr hilfreich für die Zukunft.
Öh, ja, die Trichterkupplungen sind sicherlich etwas zu High Tech. Aber ich steh drauf, drum mach ich das :) Es hat einen praktischen Hintergrund auch: ich plane noch Drehschemel-Loren. Und die muss ich auf Abstand halten, die Ladungssicherung wird da nicht ausreichen. Das werde ich mit Kuppelstangen machen, und die sind in Trichterkupplungen leichter zu verwenden als mit den einfachen Kettendingern.

Bilder vom Trichterkupplungsbau folgen.

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#5

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

heute etwas mehr zum Thema Kupplung. Mein ursprünglicher Impuls war, Federpuffer mit übergelegter Kupplung umzusetzen. Das ist durchaus auch bei Feldbahnen zum Einsatz gekommen, aber natürlich ist Federpuffer schon Luxus in Vorbild und Modell.

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Oben die Einzelteile, unten Entwurf und fertiger Federpuffer.

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Zwei Federpuffer habe ich gebaut und einer ausführlichen Praxiserprobung auf meiner kleinen Teststrecke unterzogen. Ja, funktioniert, aber die Federwirkung ist eher nur mechanischer Luxus. Um wirklich gefedert eng zu kuppeln, muss die Feder sehr lasch sein, sonst hebelt es die Wagen in engen Kurven raus. Dann treten aber wieder Reibungs- und Verkantungseffekte in den Vordergrund. Das Montieren (sprich Anlöten) des Federpuffers mit der Feder im Röhrchen ist auch eine elende Friemelei. Ich bin daher von dieser Lösung abgekommen.

Dann habe ich meine Materialschublade durchkramt, und in die Hand fiel mir ein Päckchen mit Messing-Beilagscheiben. Daraus müsste man doch eigentlich einen schönen Puffer machen können? Und das Loch in der Mitte? So ist die Idee mit der Trichterkupplung entstanden.

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Im Gegensatz zum Federpuffer hat diese Kupplung (neben Bolzen und Kuppelstange) nur zwei Komponenten und ist schnell gemacht – ein nicht unwesentlicher Vorteil. Rohr ablängen und quetschen, Loch rein bohren, Puffer biegen, etwas in Form fräsen, zusammenlösten, fertig.

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Kuppelstangen und Bolzen sind erst mal nur prototypisch, da werde ich mich noch mal dransetzen. Aber es funktioniert bestens. Man sollte in die Röhrchen noch etwas reinstecken, das verhindert, dass man die Kuppelstange weiter als bis zur Lochdeckung reinstecken kann, das erleichtert das Kuppeln (eben ein richtiger Trichter).

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#6

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

zwecks Gleisbau habe ich noch nach einer etwas stabileren Variante gesucht als die mit Kleber auf Schwellen befestigten Code-80-Profile. Das schaut zwar gut aus (finde ich), aber von den Maßen gehen die Profile stark Richtung S5 (für Handverschub-Loren), und die Schwellen gehen leider leicht ab habe ich festgestellt.

Also schwenke ich für das „Parkettbahning“ doch mal auf die schon an anderen Stellen häufiger praktizierte Variante „Code 100 Gleis mit ausgedünnten Schwellen“. Die verbleibenden Schwellen sind mit Sekundenkleber fixiert. Ist robuster und weniger Arbeit als die alte Variante. Auf dem geplanten Anlagensegment kommen dann aber eher wohl Holzschwellen und Schienennägel zum Einsatz.

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Liebe Grüße
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#7

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

jetzt geht’s an die farbliche Behandlung der Messingmodelle. Ich habe mich da etwas eingelesen, so ganz trivial ist die Sache ja nicht. Besonders empfehlenswert ist (zu weitaus mehr Theman als nur Lackierung von Messingmodellen) die Seite www.themt.de. Zum Thema Lackieren findet man hier einige wesentliche Informationen: https://www.themt.de/mt-0410-vrns-49.html. Da wird auch ein Mattlack empfohlen, den ich mir noch besorgen möchte.

Meine Schlussfolgerung nach Literaturrecherche ist:

1. Oberflächen anrauen
2. Modell fettfrei machen
3. In drei Schichten arbeiten: Grundierung – Farbe – Klarlack

Ich habe mir im Baumarkt eine Metall-Grundierung besorgt, die explizit auch für wasserbasierte Acrylfarben geeignet ist. Denn solche möchte ich verwenden. Dann ging es an die Bearbeitung der beiden ungebremsten Chassis (da kann nicht so viel kaputt gehen…) mit Sandpapier.

Hier liegen die frisch geschmirgelten Modelle im Wasserbad nach dem Seifenlaugenbad, bei dem Sie auch mit einer Zahnbürste bearbeitet wurden…

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… um dann über Nacht zu trocknen. Jetzt NICHT MEHR ANFASSEN :shock: Ist nicht so einfach, die Finger davon zu lassen :D

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Heute in der Home-Office-Mittagspause habe ich dann schnell mal mit einem kleinen Pinsel („small brushes leave small brushstrokes“ https://www.youtube.com/channel/UCgeQiJ ... ZQn0aRd1mg) die rostfarbene Grundierung aufgebracht. Ging schon mal ganz gut.

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Einige Kanten hätte ich ggf. noch besser anfasen können. Mal sehen, wie das nach der nächsten Schicht aussieht.

Liebe Grüße
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#8

Beitrag von Claus60 »

Hi.
Ein kleiner Tipp für die Schwellen beim "verwursteten" H0 Gleis. Statt die Schwellen einzeln aus Holz mit Code 100 Profilen zusammen zu nageln kann man sich auch sehr schnell einfache "Schwellen- Überzieher" aus dem 3D Drucker herstellen. Die Konstruktion ist super einfach (nur 2 Quader, ist eine 5 Minuten Sache selbst für blutige Anfänger) und in ausreichender Anzahl beim 3D Druck- Dienstleister bestellen, falls man keinen eigenen 3D Drucker hat (dafür reicht ein FDM Drucker, es muss kein Resin Drucker sein). Im Prinzip ist das nur ein Druckteil, welches die Abmessungen der Gn15 Schwellen hat, in denen eine Aussparung für die H0 Schwellen eingelassen wird. Nun klebt man die Druckteile einfach an die vorhandenen Schwellen und behandelt sie später farblich, das war's. Die Gn15 Schwellen werden etwas dicker als die H0 Schwellen konstruiert, so das sie unten geschlossen sind. Dadurch bleibt der Schwellen- Überzieher ein einziges Teil..

Der große Vorteil ist, das man die noch vorhandenen H0- Schwellen nicht entfernen muss und so auch keinerlei Probleme mit der Spurweite bekommt... Außerdem kann man das Gleis so tatsächlich auch "fliegend" aufbauen.

ich hatte sowas mal in OpenSCAD konstruiert, als ich noch vorhatte H0 Gleis für 0e zu verwenden. Seitdem aber GT nicht mehr produziert, sind H0 Gleise nicht mehr billiger als die Peco 0e Gleise (zumindest dann nicht, wenn man sie in England bestellt). Also bin ich auf Peco umgeschwenkt. Macht am wenigsten Arbeit. Deswegen habe ich das Projekt nicht weiter verfolgt und weiß im Moment auch nicht, ob ich die Datei noch irgendwo habe...
Danke fürs Lesen, Claus

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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#9

Beitrag von Kupzinger »

Hallo Claus,

danke für die gute Anregung. Habe ich auch schon überlegt, aber zumindest bei Shapeways wars recht teuer, auch wenn alle Teile an einem "Gußteil" hingen. Ich könnte mir aber überlegen, das mit dem Schneidplotter im Sandwich zu machen - mal sehen.
Wo würdest Du sowas drucken lassen? Spannender eigener Blog übrigens, werde mich da mal durchgraben :)

Viel Vergnügen beim Bahnbau
Kupzinger
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#10

Beitrag von Claus60 »

Hi.
Ich würde die selbst drucken, habe ich damals auch schon gemacht. Einen 3D Drucker kann man sich heute eigentlich immer leisten. Ein FDM Drucker ("Würstchenleger") bekommt man schon für unter 100€ und ein SLA (Resin) Drucker schon ab gut 200€ (229€ kostet der Elegoo Mars, den ich habe aktuell bei Amazon). Die erste Variante (FDM), die einen Kunststoff- Draht schmilzt und ihn ähnlich wie bei einer Heißklebepistole schichtweise aufeinander klebt, hat einen größeren Bauraum, ist dafür komplizierter zu benutzen und liefert deutlich grobere Ergebnisse. Bei den Schwellen ist das völlig egal, im Gegenteil, hier ist die gröbere Struktur eher von Vorteil. Resin Drucker verwenden ein flüssiges Harz, welches durch UV Licht aushärtet. Hier wird immer eine Schicht auf einmal belichtet. Dazu werden (noch) Smartphone Displays verwendet, die mit einer UV Lichtquelle durchleuchtet werden. Die Auflösung des Displays bestimmt die Feinheit der Bauteile (liegt bei den günstigen Druckern bei unter 0,05 mm), schränkt aber den Bauraum, also die maximale Größe der Teile ein. Resin Drucker liefern deutlich feinere Teile mit viel glatteren Oberflächen, können aber halt nicht so große Teile herstellen. Der Druck ist etwas teurer als mit FDM (nutzt man ein eher hochwertiges Filament, sind die Preise etwa gleichauf, also keine gravierenden Unterschiede), aber dafür ist die Bedienung nicht so kompliziert, auch wenn man natürlich immer noch einiges falsch machen kann...

Sonst gibt es inzwischen in jeder Stadt 3D Druck- Dienstleister und natürlich unzählige Online. Zur Not hilft Google da beim Suchen. Selbst hier in der norddeutschen Pampa habe ich gleich drei 3D Druck- Dienstleister im Umkreis von 10 Km. Shapeways waren nur mit die Ersten. Was Shapeways auszeichnet ist die Möglichkeit dort bereits konstruierte Modelle drucken zu lassen, ganz ohne eigene Arbeit beim Konstruieren...
Danke fürs Lesen, Claus

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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#11

Beitrag von Kupzinger »

Hallo Claus,

danke für die 3D-Druck-Tipps. Sehr hilfreich, werde ich mir anschauen. Derweil bin ich aber mal auf einem Metall-Tripp :D Aber sowas ändert sich schnell, wie die Erfahrung zeigt...



Hallo zusammen,

es geht weiter in Sachen Farbe. Zur Abwechslung habe ich entschieden, das etwas kompliziertere gebremste Fahrgestell mit der Sprühdose und nicht mit dem Pinsel zu grundieren.

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Zuerst wurde wieder entfettet und geschmirgelt. Mein Modell-Lösten-Erstlingswerk würde ich heute auch etwas anders machen - aber es hält. Dann ging es mit der Dose in den Garten.

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Das war dann sehr erbaulich. Natürlich ist der Farbauftrag im Vergleich zum Pinsel gleichmäßiger, das war klar. Aber auch auf Ecken und Kanten haftet die gesprühte Farbe deutlich besser als die gepinselte. Grundierung werde ich in Zukunft also sprühen :D

Nieten sind aus Leimtropfen gemacht, da könnte ich noch etwas sorgfältiger arbeiten (Größen und Position...). Aber es ist ja eine Feldbahn :?

Was ich zum Farbauftrag gelernt habe:
- Immer in dünnen Schichten
- Auf wagrechte Oberflächen sprühen, damit die Farbe nicht wegläuft und Nasen bildet
- Bewegliche Teile wie die Bremsanlage vertragen durchaus eine dünne Farbschicht und funktionieren dann noch

Wie gesagt, alles nur Grundierung, finale Farbe kommt noch.


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Oben im Vergleich die gepinselte Grundierung. Ist auch ok, schließlich soll das Ding verrostet dargestellt werden, beim Vorbild ist die Oberfäche auch alles andere als glatt.

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(Mariazellerbahn, 2019)

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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#12

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

nach dem eher handwerklich dominierten Schitt "Grundieren" wirds jetzt etwas kreativer - die Fahrgestelle bekommen ihre endgültige Farbe.
Ich habe mich für ein verwittertes Schwarz entschieden.

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Zunächst waren noch ein paar Achslager endgültig anzukleben. Da diese vorbildfreien GN15-Wagen sowieso keinen Finescale-Ansprüchen genügen können, sind die Achlagerblenden recht einfach gehalten. Die Federung besteht aus um eine Schraubenzieherspitze gewickelten Draht, das Achslager selbst ist die Spitze eines Dübels.

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Ich habe "Aqua Colors" in scharz, dunkelgrau und leberbraun im Einsatz gehabt. Gebrochenes Schwarz recht deckend aufgetragen (die Grundierung verträgt auch keine zu sehr verdünnten Farben, das haftet dann nicht). Dann mit verdünntem Braun lasiert und in hellgrau graniert. Die Puffer haben dann noch mal einen unverdünnten schwarzen "Fettfleck" bekommen.Das schaut doch schon schön staubig und verrostet aus.

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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#13

Beitrag von Lanz-Franz »

Hallo
Der Rahmen hat eine sehr schöne Farbe mit Alterungsspuren bekommen. :gfm:
Das Holz bekommt dann bestimmt auch noch Gebrauchsspuren.
Wie brings du die Leimtropfen für die Nieten auf? Aus der Tube mit dünner Düse oder im Transferverfahren mittels Stäbchen?
MfG Werner
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Schmalspur 1:87 : Die Birkenbahn http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=50&t=133452
Gartenbahn : http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... 3#p1578793
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#14

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,
inzwischen hatte ich Gelegenheit, weiter am O-Wagens, oder sollte ich besser schreiben, an der „O-Lore“ zu arbeiten. Liegt schön in der Hand, wenn man 1:160 und 1:300 gewohnt ist :) Die Seitenwände sind abklappbar und halten mit kleinen 1mm-Stabmagneten. Nicht ganz vorbildgetreu, aber sehr praktisch. Mit dem Grün der Bordwände bin ich noch nicht ganz zufrieden – ggf. bessere ich hier noch nach. Alterung des Bodens natürlich auch geplant. Die Bremsspindel ist derweil auch noch blank – da bin ich mir noch unschlüssig mit der Farbe. Die Wände haben sich beim Lackieren auch verzogen. Ich habe sie im montierten Zustand mit einem Pinsel nass gemacht, und dann in der Warmluft eines Haarföns dagegen gebogen und trocknen lassen. Das hat wunderbar funktioniert.

Einsatzfähig wäre das Teil jetzt. Aber es fehlt noch die geeignete Lok…

Unten eine kleine Fotostrecke.

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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#15

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

jetzt geht´s an die Diesellok. Außen Kunststoff, innen Messing. So der Plan.

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Ein Blick auf die Einzelteile des Antriebskonzepts zeigt mir mal wieder: komplizierter als gedacht ... der Antrieb beruht auf zwei Motorisierungssätzen für Automodelle. Die waren recht günstig zu bekommen, allerdings genügte die Untersetzung nicht. Also noch ein Zahnradpaar dazu - das löst auch das Problem, dass der Achsdurchmesser sonst nicht passt. Die Radsätze sind für Spur 0, und auf 16,5mm mit einer neuen Achse umgespurt.

Es wird einen Einzelachsenantrieb geben, und die vordere Achse ist - mitsamt Antrieb - pendelnd gelagert. Die ganze Sache soll dann von vier 1,2V AA Akkus versorgt werden, mit irgendeiner umgemodelten Fernsteuerung dazwischen.


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Die Hinterachse ist schon mal probeweise im Lagerblock, läuft ganz gut. Ich muss mir noch überlegen, ob ich das jetzt einfach fest zusammenlöte, oder mit Schrauben so gestalte, dass man die Achse wieder rausnehmen kann. Mal sehen.

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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#16

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

das Projekt stockte eine Weile mangels professionellem Equipments. Jetzt geht es wieder weiter.

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Ich habe mir ja diese Antriebssätze von "SOL Expert" besorgt (Untersetzung 1:35, No 96447), und um eine weitere Untersetzungsstufe ergänzt. Um die vernünftig zu montieren, braucht man Kleber, um die Zahnräder auf den Wellen zu halten. Ich hatte alles durchprobiert was ich in der Schublade hatte, kompletter Murks, ohne Loctite 648 gehts nicht vernünftig. Außerdem spricht die Bauanleitung von Kleberresten, die Schuld seien, dass die Achse nicht locker läuft, und dass man die alle restlos entfernen soll ... na ja, also eher sollte man mal nach der Flucht der beiden Achslager schauen. Das eine etwas aufgebohrt, dann lief es endlich.

Ich schätze, im Laufe der Woche sollte sich eine Montage des Fahrwerks der Lok dann endlich ausgehen.

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#17

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

heute habe ich den Durchbruch erreicht! Das Fahrwerk ist montiert, und die beiden Antriebseinheiten sind eingebaut.
Die ganze Konstruktion ist natürlich nicht besonders professionell umgesetzt, aber sie ist stabil und funktioniert. Die ganze unten gezeigte Antriebseinheit wird unter dem Gehäude des Modells verschwinden.

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Die beiden Motoren sind tatsächlich stark genug für die geplante Anwendung. Diesbezügliche Sorgen wurden bei ersten Tests zerstreut. Natürlich wird die Lok kein Kraftprotz werden, das muss sie aber auch nicht sein. Ich finde wichtig, dass bei Überlast die Räder durchdrehen und nicht der Motor blockiert wird (Überhitzung etc.), und das ist tatsächlich der Fall. Auch die Geschwindingkeit passt gut, die Untersetzung hätte ggf. sogar noch etwas größer sein können, aber es passt.

Jetzt geht's an die Steuerung, das wird auch noch mal ein Projekt für sich :)

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#18

Beitrag von franz_H0m »

Hallo,

:gfm: , sehr gut sogar.
Grüße, Franz

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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#19

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

kleines Update von den ersten Testfahrten.

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Zunächst mit Labornetzteil betrieben, fährt die Karosse bei 1,1 V im angenehmen Kriechgang an. Schwer beladene O-Wagen werden auch geschoben. Soweit alles gut! Habe gestern mal einen alten ATTiny DIL Microcontroller rausgekramt, der soll dann für die Steuerung zuständig sein. Leider habe ich keine passenden Transistoren für eine H-Brücke mehr in der Elektronik-Kiste gefunden, da muss wieder was bestellt werden... muss ich aber eh wegen der Fernsteuerungskomponenten.

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#20

Beitrag von md95129 »

Das sieht doch alles schon mal ganz gut und feldbahnmaessig aus :gfm: . Vielleicht noch ein Tip: Mit der Flamme kann man Loetverbindungen dieser Art besser als mit dem Kolben herstellen, da man beruehrungslos arbeiten kann. Wenn Du dann noch silberhaltiges Lot z.B. https://www.sonderlote.de/epages/621734 ... 12-0004%22(kein Silberlot - das ist fuer den Kesselbau) nimmst, halten die Teile sehr gut. Die Teile kann man mit Klammern aus alten Drahtkleiderbuegeln zusammenhalten und kleine Stueckchen Lot in die Ecken legen. Ich habe auf diese Weise das Gehaeuse meiner Zahnradlok aus 0,5mm Messing stumpf ohne Verstaerkungswinkel geloetet und es haelt bombenfest (https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... &start=125).
Regards
Henner, ex-Donkey Doktor der EDH Lumber

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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#21

Beitrag von EningerN »

Hallo Kupzinger,

:gfm: was meine Augen sehen. :)

Ich denke das Du hier eine sehr gute Zusammenstellung zwischen Motor und Getriebeabstufung gefunden hast.
Apropo Untersetzung ,
wie groß ist denn jetzt deine Gesamtuntersetzung?
herzlichst
Jörg

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Kupzinger
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#22

Beitrag von Kupzinger »

Hallo Henner und Jörg,

danke für die Kommentare! Ja, löten mit Flamme ist bestimmt besser. Habe aber aktuell keinen vernünftigen Arbeitsplatz für sowas. Wenn noch mehr Modelllötprojekte auftauchen, werde ich mir ggf. sowas einrichten.

Die Untersetzung ist in Summe ca. 1:120. 1:35 macht das erste Modul 0,2 Zahnrad mit der Motorschnecke, und dann habe ich nochmal Modul 0.4 Zahnräder dazugeben.

Wenn ich es nochmal baute, würde ich noch einen Tick mehr untersetzen und eher Modul 0,3 verwenden. Das läuft dann denke ich noch gleichmäßiger. Aber ich hatte noch die großen Modul 0,4 Zahnräder und war froh, ein passendes kleines für eine 1mm Achse gefunden zu haben.

Liebe Grüße
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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#23

Beitrag von Kupzinger »

Hallo zusammen,

ein wenig Zeit ist ins Land gestrichen seit dem letzten Update in diesem Projekt. Aber jetzt gibt es wieder etwas zu berichten!

Das oben diskutierte Antriebskonzept hat sich inzwischen als funktionsfähig herausgestellt. Allerdings sind die beiden für H0-Straßenfahrzeuge designten Antriebssätze etwas unterdimensioniert – nicht im Sinne der Kraft, aber im Sinne der Filigranität. Wer meine anderen Projekte kennt weiß, dass ich vor filigranen Dingen nicht zurückschrecke, aber hier geht es um 1:22,5, und da muss diese Friemelei eigentlich nicht sein. Na ja, das hat jedenfalls einiges an Zeit gekostet, auch weil ich eine Zeit lang einfach keine Lust mehr daran hatte.

Das zweite Thema war die Fernsteuerung. Nach langer Überlegung habe ich eine Kombination aus einer Standard-Fernbedienung und einer speziellen Anpassung gewählt. Basis ist ein Vier-Kanal-System (2,4 GHz) mit Servoempfänger, das günstig zu bekommen ist. Daran angeschlossen ist ein ATtiny2313 Mikrocontroller. Der Typ spielt keine große Rolle, er sollte aber mindestens 8 I/Os haben und PWM-Signale generieren können. Dieser Controller misst die Länge der Servo-Signale und interpretiert sie „eisenbahnmäßig“. Ein Kanal bestimmt die Fahrtrichtung, einer sendet Licht-Befehle (an/aus für die aktuell gewählte Fahrtrichtung), und ein Kanal wird für Beschleunigung/Bremsen verwendet. Alles jeweils relativ zur Mittelstellung auf der Fernbedienung.

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Nach dem Controller kommt dann noch eine integrierte Transistor-H-Brücke (L293D), welche dann schließlich die Motoren ansteuert. Die Software im Controller kann ich bei Interesse gerne hier einstellen, ist recht übersichtlich. Kosten der Lösung liegen bei ca 45 EUR für die Fernsteuerung nebst Empfänger, ca 4 EUR für den Controller und 4 EUR für die H-Brücke. Im Vergleich zu den wenigen kommerziellen Lokomotiv-Funkempfänger finde ich das sehr günstig, und vor allem kann ich das Verhalten im Detail selbst bestimmen. Zum Beispiel das Bremsen und Beschleunigen aus der Neutralstellung des Hebels heraus, oder das Auslaufen der Lok wenn keine Beschleunigung bzw. Bremsung anliegt.

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Jetzt habe ich noch zwei Loklampen aus LEDs und Teilen von Bananenbuchsen gebaut, dann war es Zeit für einen Funktionstest.


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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#24

Beitrag von EningerN »

Hallo Kupzinger,

ist schon eine tolle Sache,wenn man seine Lokomotiven mit einer Funke bewegen kann.Zumal das ja sehr geschmeidig vonstatten geht.

:gfm: :gfm:

...kleine Anmerkung am Rande...bitte achte darauf erst die Funke einzuschalten und dann den Empfänger
herzlichst
Jörg

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Re: GN15 Fahrzeuge für Anlage und Tochter-Vater-Einsatz

#25

Beitrag von B-B »

Hallo Kupzinger,

könntest du bitte die Software im Controller online stellen? Interessiert mich sehr.

Grüße
Bernd
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