Umbau einer Mä 3558 auf fx-Dekoder

Bereich für alle Themen rund um Umbauten, Neubauten, Alterungen und Verbesserungen von Modellen.
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seveny
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Umbau einer Mä 3558 auf fx-Dekoder

#1

Beitrag von seveny » Sa 24. Mai 2008, 10:42

Salut allerseits,

hatte gestern Besuch eines Bekannten, der zum ersten mal nach 10 Jahren seine BR 103 wieder fahren lassen wollte - doch da ging erstmal nix. Fehler war schnell gefunden, Umschalter Schleifer - Pantograf war lommelig.

Nun hat er digitales Blut geleckt und die fixe Idee, diese Lok zu digitalisieren und damit wieder "einzusteigen". :-)

Kann selber den Lötkolben erfolgreich schwingen, habe auch einiges an Werkzeug, aber keinen genauen Plan, wie so ein Umbau von statten gehen sollte.

Mir stellen sich folgende Fragen:
a) was ist in der Lok drin? Sah nach Platine und 5-poligem Mä-Motor aus. Kann man das wiederverwenden?
b) welcher Dekoder empfielht sich, bzw. welches Umbaukit? (soll später zumindest mit MS fahren können)
c) gäbe es Möglichkeiten, Sound reinzubringen?
d) wie aufwändig ist so ein Umbau genau

Gelesen habe ich bisher von LokPilot Digital-Set 3 (52632).

Reicht es sich so ein Set zu besorgen und dann mal loszuwursteln? Muß man Hand an die Metallteile der Lok anlegen (Fräsen, Bohren oder so?).

Dank+Gruß,
--sven


Ernst Seider
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#2

Beitrag von Ernst Seider » Sa 24. Mai 2008, 11:42

Hallo,

hier werden Decoder- Einbauseminare angeboten.
Jeder, der es sich nicht selbst zutraut, digitalisiert im Rahmen
des Workshops unter Anleitung seine mitgebrachte Lok selbst
und bekommt den Decoder optimal eingestellt.
www.eisenbahnfreunde99.de
Viele Grüße
Ernst Seider

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karhei
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#3

Beitrag von karhei » So 25. Mai 2008, 02:06

Hallo Sven,

kurz vorab, der Umbau einer Märklin 3558 BR103 mit dem ESU LokPilot Digital-Set 3 (52632) ist kein Problem. Alle erfordelichen Bauteile sind enthalten. Man benötigt evtl. 10 cm Schrumpfschlauch, 15 cm Kabel und Bindfaden.

Hier die Benanwortung deiner Fragen, soweit ich dies beurteilen kann.

a) Eine Märklin 3558 BR103 (orientrot mit weißem Lätzchen) hat einen 5-Stern-Anker. Seitens Märklin gibt es hiefür unterschiedliche offizielle Bezeichnungen: analoger HLA, 5-Stern, (*****), um mal die 3 zu nennen, die mir der Märklin-Support telefonisch nannte. Die kleine Platine (Lok-Elektronik mit Potis, Märklin 7180) muss ausgebaut werden und kann nicht mehr weiterverwendet werden. Dieses Schicksal trifft auch die Feldspule. Der Motor wird quasi von Wechsel- auf Gleichstrom umgebaut.

b) Das Set 52632 funktioniert mit allen Märklin Zentralen (Central Station, Mobile Station, Control Unit, Delta-Control). Der im Set enthaltene Decoder unterstützt nicht mfx, dafür DCC. Dieser Punkt ist Abwägungssache. Ich selbst fahre mit einer Control Unit, ergo ist Motorola II für mich im Moment das höchste der Gefühle. Die Programmierung des Decoders funktioniert mit der Control Unit ohne Probleme. Am Anfang muss man sowieso nur die Geschwindigkeit drosseln (z.B. CV5=19, CV6=9), weil unsere 103 nun jeden ICE bis zur ersten Kurve versägt!

c) Weiss ich nicht, nutze ich nicht.

d) Zeitbedarf max. 3 Stunden. Ich mache das auch noch nicht so lange. Nur Mut! Die Kabel sind bereits alle am Decoder angelötet, dies ist auch gut so, weil der Decoder geringfügig größer als eine Briefmarke ist. Im Auslieferungszustand ist ein 8 poliger Stecker nach NEM 652 gefügt. Man kann diesen mit einer Schere abschneiden und die Kabel direkt an Motor, Lämpchen, Schleifer und Lokmasse anlöten oder einen NEM-Schacht (z.B. Uhlenbrock Art.-Nr. 71621) einbauen (So hab's ich gemacht). In der Anleitung zum Decoder sind die Anschlussbelegungen beschrieben.

e) Es muss nichts spanend (bohren, fräsen, feilen) bearbeitet werden.


Siehe hierzu auch:

Märklin 3558 BR103 LokPliot 3
Umbau 35 Motor krokodil

Auf der Homepage von ESU ist der Umbau einer Dampflokomotive beschrieben (inkl. Fotos): HAMO Umbau

Ich habe irgendwo noch Aufnahmen vom Umbau, wenn ich sie finde, kann ich sie in den nächsten Tagen posten.

Gruß Karsten


karhei
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#4

Beitrag von karhei » So 25. Mai 2008, 13:29

Hallo Sven

anbei ein paar Umbaubilder:

Zustand vor dem Schlachten

Bild


Alles ablöten außer:

- Kabelverbindung Schleifer zum Umschalter für die Oberleitung
- Der Entstörkondensator auf dem Motorschild zwischen den Motoranschlüssen verbleibt. Die UKW-Drossel (Zuleitung Umschalter - Motor) ist zu entfernen.

Motor und Chasis zerlegt

Bild
(09.02.2009 karhei: Bild neu hochgeladen)

<alter>


Die nächsten Arbeitsschritte:

- Die nicht mehr benötigte Lok-Elektronik wird abgeschraubt
- Treibgestell ausbauen
- Bürstenpaar entfernen
- Motorschild abschrauben und Feldspule herausnehmen (wird nicht mehr gebraucht). Bei dieser Gelegenheit Getriebe und Anker reinigen, evtl. ölen. Insbesondere die Kollektorfläche reinigen, sowie die Zwischenspalte mit einer kleinen Nadel von Staub befreien.
- Permanentmagnet einsetzen und in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen.

Triebwerk montiert

Bild


Lötarbeiten:

Die Entstördrosseln werden an den beiden Motoranschlüssen angelötet. Die blanken Drahtstücke habe ich vorher mit Schrumpfschlauch isoliert. Das lange Kabel (besser 20 cm) ist für die Rückleitung der Beleuchtung erforderlich. Ich habe jeweils einen Pol der Lämpchen miteinander verbunden und dann von der vorderen Lampe auf die NEM-Buchse, d.h. man muss an der vorderen Lampe an einem Pol zwei Kabel anlöten. Durch die Verwendung der NEM-Buchse "bambelt" einem beim Löten nicht ständig der Decoder irgendwo im Weg rum und man kann die Kabellängen besser "abschätzen". Für mich als nicht so geübter Löt-Künstler ist dies ein klarer Vorteil. Ausserdem sollte man dann auch mal schnell den Decoder wechseln können, weil alles nur gesteckt ist.

Die folgende Farbzuordnung zwischen Dekoder (NEM 652), Buchse und Lokomotive habe ich mir selbst ausgetüftelt. Es kann sein, dass sie nicht ganz der NEM-Norm entspricht. Bei Einbau ohne Buchse einfach direkt verbinden.


Lokpilot 52610 -> Uhlenbrock Buchse 71621 -> Lokomotive

rot -> rot -> Schleifer
orange -> grün -> Entstördrossel, Motorschild rechts
blau -> schwarz -> Rückleitung Beleuchtung, nicht Masse!
gelb -> gelb -> Rücklicht
weiß -> dunkel grau -> Frontlicht
grün -> kein Anschluss / Belegung
hell grau -> blau -> Entstördrossel, Motorschild links
schwarz -> orange -> Lokmasse

lila -> von mir unbenutzt

Perspektive

Bild


Frontansicht mit Rückleitung (2 Kabel)

Bild


Vor dem ersten Probelauf zunächst alles mit einem Durchgangsprüfer testen, ob nicht irgendwo ein Kurzschluss besteht.

Dann kann man den Dekoder einkleben. Ich verende dazu Tesa Montageband (55733-00010) beidseitig klebend (5 m x 19 mm). Das gibt es z.B. bei Hornbach in der Sanitär oder Farben-Abteilung. Die NEM-Buchse habe ich ebenfalls in der Chasis eingeklebt. Den Trick mit den Binfäden zum Sammeln der Leitungen, habe ich von dieser echt genialen Seite: Litzen zusammenbinden. Kabelbinder sind zu klobig aus.

Dann wünsch ich mal viel Spass beim Umbau.

Gruß Karsten
Zuletzt geändert von karhei am Fr 27. Feb 2009, 19:16, insgesamt 1-mal geändert.

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#5

Beitrag von seveny » Mo 26. Mai 2008, 11:53

Hi Karsten,

vielen herzlichen Dank, da kann ich natürlich nicht widerstehen und werde das in die Tat umsetzen!

Wird aber etwas dauern. Ich melde mich dann wieder hier im "Fred".

--sven


Ferenc
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#6

Beitrag von Ferenc » Mo 26. Mai 2008, 19:10

Hi Sven,
schau mal hier: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... ellen.html
Gruß Ferenc

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#7

Beitrag von seveny » So 8. Jun 2008, 08:42

Servus Karsten,

wir haben gestern die Mä 3558 (BR 103) digitalisiert mit dem ESU-Kit 52632.

Was ein Spaß - ich hab Blut geleckt, nach gut einer Stunde waren wir durch und dat Teil läuft. Erstmal die Trommelkollektormotor-CVs genommen. Wir optimieren noch :-)

Da ich eine Affinität zu Kabelbindern habe - sieht doch gar nícht so schlecht aus, oder?

Hier die 5-teilige Bildergeschichte dazu.

Karsten: H E R Z L I C H EN D A N K von uns beiden - das war ein schönes Erfolgserlebnis!

--sven

<img src="http://lh4.ggpht.com/sven.dittmar/SEuK4 ... 558-01.JPG">
Vor dem Umbau.

<img src="http://lh5.ggpht.com/sven.dittmar/SEuK4 ... 558-02.JPG">
Permanentmagnet drin.

<img src="http://lh3.ggpht.com/sven.dittmar/SEuK5 ... 558-03.JPG">
Dekoder verkabelt, erstmal fliegender Testaufbau für erste Testfahrt.

<img src="http://lh3.ggpht.com/sven.dittmar/SEuK5 ... 558-04.JPG">
Alles fertig, Deckel wieder drauf.

<img src="http://lh6.ggpht.com/sven.dittmar/SEuK5 ... 558-05.JPG">
Fährt klasse!

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#8

Beitrag von seveny » So 8. Jun 2008, 12:08

ach eine frage noch: die lichter flackern irgendwie. woran liegt das? gepulster gleichstrom vermutlich, aber warum?

kann man da mit der ms im lopi 3 was einstellen an CVs?

--sven

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Udo Nitzsche
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#9

Beitrag von Udo Nitzsche » Mo 9. Jun 2008, 10:21

seveny2 hat geschrieben:ach eine frage noch: die lichter flackern irgendwie. woran liegt das? gepulster gleichstrom vermutlich, aber warum?
Wenn ich das auf den Bildern richtig erkennen kann, hast Du die Rückleitungen der Lampen direkt auf Lokmasse gelegt. Dann flackert es!

Du musst stattdessen den blauen Anschluss des Decoders nehmen, dann ist das Flackern weg.
Gruß aus Berlin
Udo

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#10

Beitrag von seveny » Mo 9. Jun 2008, 10:35

Hi Udo,

ah jetzt ja, danke!

Dann werde ich die Lok wieder ins Keller-BW zurückbeordern :-)

--sven


fs-hh
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#11

Beitrag von fs-hh » Mi 21. Jan 2009, 00:00

Hoffentlich liest das noch jemand.

Habe gerade versucht, meine 3558 mit dem LoPi-Digitalset umzubauen. Habe erst eine Schnittstellenbuchse eingebaut und dann den Decoder drangehängt. Der Lichtwechsel funktioniert nun auch, allerdings ertönt bei "Aufschalten" von Leistung nur ein leises Brummen, die Lichter dimmen etwas, aber passieren tut eigentlich nichts. Insbesondere bewegt sich die Lok nicht vorwärts.

Woran könnte das liegen? Vor dem Umbau konnte man das Triebgestell mit alten Feldmagnet per Hand so schieben, dass die Bewegung der Räder den Anker zum drehen brachte. Besonders schwergängig war das nicht. Nach Einbau des neuen Dauermagneten geht das nun nicht mehr. Die Räder sitzen relativ bombenfest. Ich habe das zunächst auf das nun ständig vorhandene Magnetfeld geschoben, welches einer Bewegung des Ankers nun einen gewissen Widerstand entgegen setzen könnte. Könnte hierin der Hase begraben liegen? Ich muss schon sagen, dass es ein bisschen eine Fummelei war, den Dauermagnet und den Anker zu positionieren und das ganze dann mit dem Motorschild zu verschrauben. Aber es gelang mir dann doch.

Habt Ihr irgendwelche Tipps?

Besten Dank in jedem Fall!

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wolfgang58
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#12

Beitrag von wolfgang58 » Mi 21. Jan 2009, 00:36

fs-hh hat geschrieben:Hoffentlich liest das noch jemand.

Habe gerade versucht, meine 3558 mit dem LoPi-Digitalset umzubauen. Habe erst eine Schnittstellenbuchse eingebaut und dann den Decoder drangehängt. Der Lichtwechsel funktioniert nun auch, allerdings ertönt bei "Aufschalten" von Leistung nur ein leises Brummen, die Lichter dimmen etwas, aber passieren tut eigentlich nichts. Insbesondere bewegt sich die Lok nicht vorwärts.

Woran könnte das liegen? Vor dem Umbau konnte man das Triebgestell mit alten Feldmagnet per Hand so schieben, dass die Bewegung der Räder den Anker zum drehen brachte. Besonders schwergängig war das nicht. Nach Einbau des neuen Dauermagneten geht das nun nicht mehr. Die Räder sitzen relativ bombenfest.
Ich habe das zunächst auf das nun ständig vorhandene Magnetfeld geschoben, welches einer Bewegung des Ankers nun einen gewissen Widerstand entgegen setzen könnte. Könnte hierin der Hase begraben liegen? Ich muss schon sagen, dass es ein bisschen eine Fummelei war, den Dauermagnet und den Anker zu positionieren und das ganze dann mit dem Motorschild zu verschrauben. Aber es gelang mir dann doch.

Habt Ihr irgendwelche Tipps?

Besten Dank in jedem Fall!
Hallo,
erst mal eine Gegenfrage,
womit hast Du denn umgebaut ?

Mit Mä-Umbausatz, Permanentmagnet, neuem Motorschild und neuem Rotor oder
nur Hamo-Magnet und Rotor beibehalten.

Im ersten Fall weichen die Maße der alten und neuen Einbauteile voneinander ab. Die neuen Teile können geringfügig dünner sein.
Bei manchen Loks blockiert dann eine Befestigungsschraube das dahinter befindliche Zahnrad und nichts dreht mehr.
Früher gab es bei manchen Umbausätzen entsprechend kürzere Schrauben. Ggfs. etwas kürzer schleifen.

Im zweiten Fall sind die Kollektorspalten des Rotors zugesifft oder zugesetzt. Bitte mit Zahnstocher vorsichtig reinigen.
Achslager nur geringfügig fetten und nicht ölen.

Auf keinen Fall weitere "Fahrversuche" unternehmen, da der Decoder durchbrennen kann.

Lok auch nicht mit Gewalt von Hand schieben.
Viele Grüße Wolfgang
Mä seit 1958; Ep.III; SX/DCC, Betriebsbahner auf Testanlagen mit 2+3 Leiter;
==> mfx-, sinus- und soundfreie Zone <==


Heinz Jahn
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#13

Beitrag von Heinz Jahn » Mi 21. Jan 2009, 08:09

Hallo, ich teste nach erfolgtem Motorumbau das Lokfahrgestell mit DC Analog Trafo
ohne Decoder, dadurch kann man leichter schon im Vorfeld evtl. Schwierigkeiten feststellen.
Eine Lok muß vor Decodereinbau gut laufen, dann hat man hinterher weniger Kummer.

Grüße Heinz


fs-hh
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#14

Beitrag von fs-hh » Mi 21. Jan 2009, 08:18

Ach so,

hätte ich sagen sollen: Habe auch das Digitalset 52632 von ESU genommen. Also nur den Magnetbügel 51962 von ESU. Mechanisch hat das schon irgendwie gepasst. Der alte Feldmagnet mit Spule rastete jedoch mit einem Zapfen im Gestell. Der neue liegt mehr auf und kann sich etwas verschieben, wenn man dann Anker und Motorschild einbaut.

Nachdem der Motor wohl blockiert hat, habe ich selbstverständlich *sofort* abgeschaltet.

Vielleicht sollte ich - mangels Gleichstromtrafo - es mal mit eine 9V-Batterie probieren? Dafür kriegt man jedenfalls diese Anschlussclips einigermaßen einfach.

Beste Grüße und vielen Dank!


Heinz Jahn
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#15

Beitrag von Heinz Jahn » Mi 21. Jan 2009, 08:24

Hallo FShh?

Ein Gleichrichter am Märklin Trafo geht auch.

Zum Testen auch mal die Schrauben am Motorschild lockern, der Magnet hat die gleichen
Zapfen, wie der originale, muss man die richtige Stelle finden, evtl. mal drehen.


Lidokork
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#16

Beitrag von Lidokork » Mi 21. Jan 2009, 08:49

Hallo fs-hh

ein 35er-Antrieb mit HAMO-Magnet sollte sich eigentlich mit mässigem Kraftaufwand drehen lassen, jedenfalls bremst der HAMO-Magnet deutlich weniger als der Permanentmagnet des HLA. Meine beiden Loks mit 35er-Antrieb + HAMO-Magnet lassen sich problemlos und ohne Gewalt auf den Schienen schieben, und die Räder drehen mit (es sind eine Re 460 und eine Ae 3/6'').

Wenn es bei Deiner Lok blockiert, scheint der Motor (d.h. Motorblock, Magnet, Rotor und Motorschild) nicht korrekt zusammengebaut zu sein. Auch möglich wäre, dass sich die Kohlebürsten verfangen. Ohne Kohlen sollte Dein Motor aber schon fast so leichtgängig mitdrehen wie ein Laufgestell.
fs-hh hat geschrieben:Mechanisch hat das schon irgendwie gepasst. Der alte Feldmagnet mit Spule rastete jedoch mit einem Zapfen im Gestell. Der neue liegt mehr auf und kann sich etwas verschieben, wenn man dann Anker und Motorschild einbaut.
Vielleicht hast Du auch den HAMO-Magnet um 180 Grad gedreht falsch aufgesetzt. Dann sind die Zapfen auf der falschen Seite, und der Motorschild liegt nicht ganz auf (bin aber nicht sicher, ob ich Deinen Text in diesem Punkt richtig verstanden habe).

Viele Grüsse

Peter


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#17

Beitrag von Joergel » Mi 21. Jan 2009, 09:47

ich hatte genau das gleiche problem mal mit einer 120er.

Da war - wie hier schon mal erwähnt - eine zu lange schraube schuld, wodurch das getriebe blockiert war, -> nur brummen, kein losfahren ...

vielleicht schaust du mal nach den Schrauben für das Motorschild, ob diese "zu" lang sind...

Viele Grüße
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#18

Beitrag von fs-hh » Mi 21. Jan 2009, 21:03

So,

vielen Dank für Eure Hinweise!

Der Polbügel hat definitiv keine Zapfen, die in den Löchern im Gestell einrasten könnten. Der Polbügel ist nur durch die rechte untere Schraube des Motorschilds arretierbar. Für das zweite Loch im Polbügel fehlt mir im Gestell ein Gewinde, so dass sich der Polbügel etwas verschieben kann. Nachdem ich ihn dann aber sehr vorsichtig ausgerichtet habe, dreht sich der Anker nach Zusammenbau auch mit den Bürsten (an denen lag es wohl auch nicht). Allerdings bleibt das Problem, dass sich bei Hin- und Herschieben des zusammengebauten Treibgestells der Polbügel u.U. verschiebt und es dann zum mechanischen Kontakt mit den Ankeroberflächen kommen kann. Optimal ist die Lösung nicht. Hatten die anderen, die diesen Umbau gemacht haben, ein ähnliches Problem?

Den Motor dermaßen mechanisch in Ordnung gebracht, habe ich dann einfach eine 9V-Batterie (mit Multimeter geprüft) über einen Kippschalter an die beiden Motoranschlüsse gelötet. Und jetzt kommt's: gar nichts passiert, nicht einmal das zuvor von mir beschriebene Brummen und Blockieren. Also habe ich dann doch nochmal den Decoder eingebaut und es damit getestet. Das Licht funktioniert nach wie vor, Richtungswechsel eingeschlossen. Aber auch mit dem Decoder passiert nun rein gar nichts. Nicht mal ein Brummeln.

Wo kann das Problem sein? Ich weiß keinen Rat. Die Kohlen sehen noch ganz gut aus, jedenfalls sind sie kaum abgenutzter (bis auf eine Rundung) als es die Ersatzbürsten, die hier auf dem Tisch liegen, sind.

Grüße
fs-hh


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#19

Beitrag von Lidokork » Mi 21. Jan 2009, 22:23

Hallo fs-hh

hat Dein Polbügel nicht auf jeder Seite (d.h. gegen den Motorblock und gegen den Motorschild) je 2 kleine Zapfen, die am Motorgestell in 2 Löcher reingehen. Die Zapfen sind bei meiner Ae 3/6'' zwar kleiner als die Löcher, aber mehr als etwa ein knapper halber Millimeter Spiel hat der von Hand an das Motorgestell gehaltene Polbügel nicht. Wenn das ganze dann noch mit den beiden Schrauben zusammengehalten wird, sollte sich der Polbügel eigentlich auch im Fahrbetrieb nicht mehr bewegen können. Irgendetwas scheint mir bei Deinem Motor noch nicht gut zu sein. Vielleicht kannst Du mal Bilder einstellen, das könnte bei der Fehlersuche helfen.

Viele Grüsse

Peter


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#20

Beitrag von fs-hh » Mi 21. Jan 2009, 23:04

Nein, wie ich schon schrieb, er hat keine Zapfen. Wenn man das Foto bei ESU (http://www.esu.eu/produkte/zubehoer/permanentmagnete/) anschaut, dann sieht man, dass der 51962 diese Zapfen nicht hat.

Aber wie es so häufig ist: Ich habe alles noch (!) einmal auseinander gebaut und dann wieder zusammengesetzt. Und schau an: Jetzt funktioniert es, auch mit Decoder. Vielen Dank für Eure Hilfe!

Eine Unstimmigkeit bleibt aber: Ich habe die CVs mit meiner Mobile Station auf die in der Betriebsanleitung des LoPi für den Trommelkollektormotor angegebenen Werte verändert und dann noch Vmax, Acc und Dec über die Mobile Station Menüfunktionen geändert. Komischerweise fährt er jetzt in eine Richtung schneller als in die andere. Und wenn man einmal voll aufdreht, nimmt der Decoder offensichtlich gar keine Befehle mehr an, sondern bleibt einfach voll aufgedreht, bis man die Stopptaste drückt. Nach Deaktivierung des Stopps geht dann alles wieder normal. Woran liegt das wohl? Hätte ich anstatt der Mobile Station Menüfunktionen für Vmax, Acc und Dec direkt die CVs ansteuern müssen?


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#21

Beitrag von Lidokork » Mi 21. Jan 2009, 23:55

Hallo fs-hh
fs-hh hat geschrieben:Eine Unstimmigkeit bleibt aber: Ich habe die CVs mit meiner Mobile Station auf die in der Betriebsanleitung des LoPi für den Trommelkollektormotor angegebenen Werte verändert und dann noch Vmax, Acc und Dec über die Mobile Station Menüfunktionen geändert. Komischerweise fährt er jetzt in eine Richtung schneller als in die andere. Und wenn man einmal voll aufdreht, nimmt der Decoder offensichtlich gar keine Befehle mehr an, sondern bleibt einfach voll aufgedreht, bis man die Stopptaste drückt. Nach Deaktivierung des Stopps geht dann alles wieder normal. Woran liegt das wohl? Hätte ich anstatt der Mobile Station Menüfunktionen für Vmax, Acc und Dec direkt die CVs ansteuern müssen?
Dein Motor ist nicht ein gewöhnlicher Trommelkollektormotor, auf den sich die CV-Werte der Anleitung beziehen. Du hast ja den 5-Pol-Anker eingebaut, und mit diesem Anker ist alles ein bisschen anders.

Wahrscheinlich fährt die Lok bei "voll aufgedrehtem" Regler sehr schnell, so dass der Schleifer-Puko-Kontakt nicht mehr genügt, um die digitalen Befehle zu übertragen. Versuche es mal mit diesen Einstellungen:

CV 2 = 01
CV 5 = 64
CV 6 = 32 oder Mittelgeschwindigkeit nach Bedarf
CV 49 = 01
CV 53 = für ersten Fahrtest = 12, danach gewünschte Höchstgeschwindigkeit
CV 54 = 14
CV 55 = 31

Viele Grüsse

Peter


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#22

Beitrag von jogi » Do 22. Jan 2009, 00:28

hallo , Jogi hier

Das Problem mit dem 5***** Anker und Hamo Magnet wurde hier schon mehrfach behandelt . Diese Konstelation bringt KEINE befriedigenden Fahreigenschaften .
Bastelnde Grüße Jogi ;
Elektronische Bauteile kennen 3 Zustände:Ein-Aus-Kaputt".
K-Gleise,DCC mit IB .CS2 nur Test Mfx freie Zone.MoBa MÄ seit 1954.
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#23

Beitrag von Ferenc » Do 22. Jan 2009, 17:56

Hi Peter,
CV 5 = 64 nicht etwas zu schnell :?: :?:

Ferenc

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#24

Beitrag von Marky » Do 22. Jan 2009, 19:49

Ferenc hat geschrieben:Hi Peter,
CV 5 = 64 nicht etwas zu schnell :?: :?:

Ferenc

Hi,


bin nicht der Peter, aber er hat in CV 53 ja den Wert 12 angegeben und dann ist die Lok bei CV 5=64 eben nicht zuschnell, weil die über CV 53 eingebremst wird :wink:


Gruß Markus
Loks und Wagen der Epochen I-III, meißt von Märklin, C-Gleis-Anlage ca. 16 qm
PC gesteuert mit TC Gold 8.0 F5, Tams-MC 1.4.8, Booster B5 von Gerd Boll
Lenz LS 150 WD, Tams S-88 Rückmelder


Ferenc
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Gleise: Märklin M-K-C Gleis
Wohnort: HDH
Alter: 53

#25

Beitrag von Ferenc » Do 22. Jan 2009, 20:24

Hallo,
und das ist die richtige Einstellstrategie ? Oder habe ich hier noch Bedarf an Info, was das einstellen Betrifft ? Was meinen andere dazu ?

Ferenc

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