Spannung an AUX

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Volker Schön
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Spannung an AUX

#1

Beitrag von Volker Schön » Mi 26. Nov 2008, 20:28

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach Angaben, ob die Spannung am AUX-Ausgang(Spannung zwischen Decoder-+ und AUX) abhängig von der Eingangsspannung im Digitalbetrieb ist und wie hoch diese Spannung dann ist.
Der verwendete Decoder ist ein Loksound V3.5.

Ich weiß,dass man die AUX-Ausgänge dimmen kann, möchte aber gerne die ungedimmte Spannung wissen.


Viele Grüße

Volker

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DiegoGarcia
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Spannung an AUX bei ESU Decoder

#2

Beitrag von DiegoGarcia » Mi 26. Nov 2008, 21:01

Hi Volker,

vor ein paar Tagen gemessen:

Märklin mfx-Decoder (OEM ESU): 21,2 V auf AUX1 und AUX2 und 21,0 V auf FL0 und FL1, wenn Lok auf dem Programmiergleis der CS1.

CS1 zeigt im Menu als Spannung an: 21,4 V (schwankt zw. 21,3V und 21,7V)


Vielleicht kannst Du das ja auch gebrauchen.

Viele Grüße
Diego
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Lidokork
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#3

Beitrag von Lidokork » Do 27. Nov 2008, 15:46

Hallo Volker

ja, die Spannung der Funktionsausgänge ist abhängig von der Digitalspannung am Gleis.

An unserer ECOS mit 18-Volt-Netzteil haben die ungedimmten Funktionsausgänge der ESU-Decoder eine Spannung von 16,2 - 16,5 V (gemessen habe ich einen Loksound 3.0 sowie die Lopi V1-2-3 sowie Lopi Fx; die Ausgangsspannung ist bei all diesen Decodern praktisch identisch).

Viele Grüsse

Peter

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Ruhr-Sider
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#4

Beitrag von Ruhr-Sider » Do 27. Nov 2008, 18:14

Lidokork hat geschrieben:... ja, die Spannung der Funktionsausgänge ist abhängig von der Digitalspannung am Gleis.

An unserer ECOS mit 18-Volt-Netzteil haben die ungedimmten Funktionsausgänge der ESU-Decoder eine Spannung von 16,2 - 16,5 V (gemessen habe ich einen Loksound 3.0 sowie die Lopi V1-2-3 sowie Lopi Fx; die Ausgangsspannung ist bei all diesen Decodern praktisch identisch)....
Hallo Leute,

ich fasse es nicht, was redet/schreibt ihr hier für ein Un-/Halbwissen nieder.

AUX1 und AUX2
Es ist und bleibt so, dass die Ausgänge keine Spannung liefern, sondern im aktiven Zustand den Weg für den Strom zur Elektronikmasse [(-)-Pol des Decodergleichrichters] freigeben/durchschalten.

Wenn Ihr dann zwischen dem "orangen Kabel" [ (U+) des Gleichrichters] eine Last (Lampe,LED, etc.) hängt, wird diese aufleuchten. Da die Spannung U+ natürlich aus der digitalen Gleisspannung gewonnen wird, ist sie unstabilisiert und demnach von der Gesamtbelastung der Anlage abhängig. Wenn der Booster nicht stabilisiert ist, wird das Licht mit zunehmender Systembelastung dunkler werden. Ich nenne das mal Last-Flackern. Das hat nix mit dem Flackern zu tun, das man sieht, wenn man die Speisung über die Schienen bei der Lampe macht (da fehlt nämlich dann der neg. oder pos. Anteil der Gleisspannung. Das nenne ich mal Digital-Flackern.

AUX3 und AUX4
Diese Ausgänge verhalten sich anders :!:
Sie liefern im aktiven Zustand eine Spannung von ca. +5 V (TTL-Pegel). Diese ist aber kaum belastungsfähig. Somit benötigt man eine nachgeschaltete Verstärkerstufe, wenn man damit Lasten schalten will. Das geht dann dort wieder genau wie bei AUX1/2.

So und jetzt will ich zu dem Thema nix Falsches mehr Lesen. :wink:
Zuletzt geändert von Ruhr-Sider am Mo 9. Apr 2018, 00:31, insgesamt 1-mal geändert.
viele Grüße ... HGH
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#5

Beitrag von Marky » Do 27. Nov 2008, 18:26

Ruhr-Sider hat geschrieben:
....So und jetzt will ich zu dem Thema nix Falsches mehr Lesen. :wink:

Hi,

rot ist schwarz und Plus ist Minus.....stimmt doch gell ? :)


Gruß Markus
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#6

Beitrag von Lidokork » Fr 28. Nov 2008, 09:34

Hallo HGH

Die Fragestellung von Volker ist ja eigentlich korrekt ("Spannung zwischen Decoder-+ und AUX"), meine Antwort offensichtlich nicht. Besten Dank für Deine Präzisierungen.

Nun habe ich eine Frage zur "Belastbarkeit" der Logikpegelausgänge. Ich habe testweise mal einen BC 548 C über verschiedene Vorwiderstände angeschlossen. Dabei (aber das muss ich Dir ja eigentlich nicht erklären) verändern sich nebst der möglichen Stromlieferfähigkeit des BC 548 (Verzeihung, wenn ich hier als Elektronik-Laie nicht den genauen Fachausdruck treffe) auch Spannung und Strom des Schaltpegelausgangs.

Bis zu einem Vorwiderstand von 1,5 kΩ bleibt die Spannung bei ca. 4,9 V stabil. Bei 787 Ω sinkt die Spannung leicht auf 4,84 V, der Strom beträgt 5 mA. Mit einem Vorwiderstand von 470 Ω beträgt die Spannung noch 4,77 V bei 8,4 mA Ausgangsstrom.

Nun meine Frage: Welcher Mindest-Widerstand vor einem BC 548 C (oder auch BC 817-40) ist eigentlich notwendig, damit die Ausgangsstufe von AUX 3+4 bei Dauerbetrieb nicht gefährdet ist? Du als Elektronik-Profi kennst ja sicher die im Lopi verwendeten Bauteile und kannst diese Frage beantworten.

Besten Dank und viele Grüsse

Peter

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#7

Beitrag von Ruhr-Sider » Fr 28. Nov 2008, 16:51

Lidokork hat geschrieben:..... Bis zu einem Vorwiderstand von 1,5 kΩ bleibt die Spannung bei ca. 4,9 V stabil. Bei 787 Ω sinkt die Spannung leicht auf 4,84 V, der Strom beträgt 5 mA. Mit einem Vorwiderstand von 470 Ω beträgt die Spannung noch 4,77 V bei 8,4 mA Ausgangsstrom. ....
Hallo Peter,

bitte keine Werte unter ca. 3,3 ... 4,7 kOhm.
Die von dir genannten Widerstandswerte belasten den Ausgang so stark, dass ich das nicht für gut heissen kann.

Bei deinen 470 Ohm fließen da bereits

U(TTL)-U(BE) = U(R) 5V-0,7V = 4,3 V

I = U(R) / R = 4,3 V / 470 Ohm = 9,x mA.

Das kommt ziemlich mit deinen Messungen hin.
Meine Werte sind idealisiert (Annahme: Transitor ist voll duchgeschaltet).

Ich halte einen Ausgangsstrom am TTL-Ausgang von 1..2 mA noch für tolerierbar.

Bei einer angenommenen Stromverstärkung des Folge-Transistors von ca. 200, kannst Du damit also locker einen Strom von 200 .. 400 mA schalten.

Wenn das nicht ausreichen sollte. muss man einen Darlington-Transistornehmen, der hat einen Stromverstärkungsfaktor von ca. > 1000, aber dafür dann eine größere Durchlassspannung von ca. 1,4 V.

Alles klar?
viele Grüße ... HGH
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#8

Beitrag von Jens Wulf » Fr 28. Nov 2008, 22:38

Moin Moin

was fuer ein MikroController ist denn drauf? Etliche PIC uC koennen an I/O Ports (AUX3,4) naemlich bis zu 25mA (sink/source).

Hier (PDF) werden ein paar(!) LED direkt vom PIC (Typ 16F84) angesteuert, allerdings alles mit 5 Volt betrieben. Also Achtung: Nur im Rahmen der PIC eigenen Betriebsspannung, sprich 5 Volt. Wer Decoder+ verwendet, ist selber schuld! Der PIC wird das uebelnehmen! Sehr! Dauerhaft!

Ansonsten gilt was der Hersteller spezifiziert hat. Vielleicht halten die Leiterbahnen die den PIC versorgen garnicht soviel Strom aus, unwahrscheinlich, aber ...
Ausserdem koennten Puffer-Elkos bei Aussetzern erheblich schneller entladen, mit netten moeglichen Zusatzalzheimereffekten.
Und Kurzschluesse mit jeglichen Gleisanschlussen (bzw. Oberleitung usw.) bringt auch das schnelle Ende.

Also: es gibt schon Gruende einen Verstaerker zu nehmen, und so wenig wie moeglich Strom diesen AUX3,4 zu entnehmen. Die reine Strombelastbarkeit der I/O pins ist aber (PIC-typabhaengig) eher nicht der Grund, jedenfalls im Rahmen von LED-ueblichen Stroemen (10-15mA)
cheers/jw
(jens)


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#9

Beitrag von Lidokork » So 30. Nov 2008, 01:02

Hallo HGH
Ruhr-Sider hat geschrieben: Hallo Peter,

bitte keine Werte unter ca. 3,3 ... 4,7 kOhm.
Die von dir genannten Widerstandswerte belasten den Ausgang so stark, dass ich das nicht für gut heissen kann.

...

Alles klar?
Besten Dank für Deine Antwort. Ich kann aus meinen Messungen noch ergänzen, dass bei 4,7 kΩ am BC 548 C 0,92 mA fliessen, bei 3,5 kΩ sind es 1,18 mA, bei 2,2 kΩ 1,86 mA und bei 1,5 kΩ 2,66 mA. Bis jetzt habe ich keine Ausgangsverstärker mit einem Widerstand von unter 4,7 kΩ gebaut, aber manchmal wäre eine etwas höhere Aussteuerung des für Bastelarbeiten praktischen BC 548 C wünschbar.

Viele Grüsse

Peter

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#10

Beitrag von tron24 » So 30. Nov 2008, 10:29

Hallo Peter,

im laufe seines erlebens hat man gewisse "Daumenregeln" und rechnet nicht mehr so viel nach.

Ich halte mich an die "Daumenregel"
Kleintransistoren Basisstrom ~ 1mA
Basisspannung = Basiswiderstand 5V = 4K7, 12V = 12K, 15V = 15K, 20V = 20K.

BC547 (N) = 100mA
BC337 (N) = 800mA

lg tron24

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DiegoGarcia
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BC 548 B oder BC 548 C

#11

Beitrag von DiegoGarcia » Di 22. Dez 2009, 14:51

Ruhr-Sider hat geschrieben:...So und jetzt will ich zu dem Thema nix Falsches mehr Lesen...

...bitte keine Werte unter ca. 3,3 ... 4,7 kOhm.
Hallo HGH, hallo Peter,

Muß den Thread noch mal hervorholen. Habe dann doch noch eine Frage dazu. Ich habe die von Peter und HGH aufgezeigte Schaltung mit 47 kOhm nachgebaut. Mit einem BC548B Transistor. Noch keine Langzeiterfahrung, scheint aber ein Soundmodul DVM09 gut zu schalten.

Bild

Welcher Transistor ist eigentlich der geeignetere: BC 548 B oder BC 548 C ? Danke für jede Hilfe.

Ciao
Diego


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Re: BC 548 B oder BC 548 C

#12

Beitrag von Lidokork » Mi 23. Dez 2009, 00:52

Hallo Diego
DiegoGarcia hat geschrieben:Welcher Transistor ist eigentlich der geeignetere: BC 548 B oder BC 548 C ? Danke für jede Hilfe.
wenn es um die Verstärkung von AUX3 bzw. AUX4 des Lopi geht, dann gebe ich dem 548 C den Vorzug. Grundsätzlich sind das eigentlich fast die gleichen Transistoren; für die Anwendung beim Lopi wichtig ist die Stromverstärkung. Diese beträgt laut dem mir vorliegenden Datenblatt beim BC 548B 200 - 450, beim BC 548C 420 - 800. Die Zahl besagt, dass mit 1 mA der BC 548B einen Strom zwischen 200 und 450 mA, der BC 548C einen solchen zwischen 420 und 800 mA schalten kann. Das sind aber theoretische Werte, denn für beide gilt eine max. Spannung von 45 V (bei der digitalen MOBA kein Problem), ein Grenzwert beim Kollektorstrom von 100 mA sowie eine max. Leistung von 500 mW. Deshalb kann man bei beiden eigentlich "nur" 100 mA schalten, und in der Praxis sollte man die Dauer-Strombelastung auf etwa die Hälfte begrenzen, sonst kann das den Transistor überlasten.

Das hat mir mein Bauteile-Händler so erklärt. Da ich aber kein Elektroniker bin, habe ich möglicherweise nicht mehr alle Fachbegriffe korrekt verwendet. Sinngemäss sollte meine Info aber stimmen.

Aus eigener praktischer Erfahrung würde ich aber den BC 817-40 vorziehen. Dies ist ein smd-Transistor, der kleiner ist als der BC 548 und mit dem Du einen vollwertigen AUX erhälst (der BC 548C liefert über 4,7 kOhm "nur" etwa 50 mA). Nachteil dieses Transistors ist seine Kleinheit beim Löten und Befestigen (je nach Einbau-/Montageverhältnissen).

Ein Anschlussschema des BC 817-40 sowie einen Verkabelungsplan zum Nachbauen mit der ESU-mtc-Platine gibt es hier.

Viele Grüsse

Peter

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DiegoGarcia
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Re: BC 548 B oder BC 548 C

#13

Beitrag von DiegoGarcia » Mi 23. Dez 2009, 10:53

Lidokork hat geschrieben:Diese beträgt laut dem mir vorliegenden Datenblatt beim BC 548B 200 - 450, beim BC 548C 420 - 800. Die Zahl besagt, dass mit 1 mA der BC 548B einen Strom zwischen 200 und 450 mA, der BC 548C einen solchen zwischen 420 und 800 mA schalten kann. Das sind aber theoretische Werte, ... würde ich aber den BC 817-40 vorziehen. Dies ist ein smd-Transistor, ...
Hallo Peter,

vielen Dank für Deine Infos, da habe ich dann doch den falschen von den beiden Zwillingen bestellt. Macht nix, mit einem Soundmodul klappt es auch mit dem BC 548B, bis jetzt jedenfalls noch.

Den SMD-Transistor habe ich auch hier liegen, der soll heute dann mal zum Basteln herhalten. Danke auch für Deinen Link, den ich schon in meine Favoritenliste aufgenommen habe.

Frohe Weihnachtszeit
Diego


EDIT: mein Erstling in dieser Sache sah dann so aus:
Bild


Lidokork
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#14

Beitrag von Lidokork » Mi 23. Dez 2009, 21:46

Hallo Diego

schönes Erstlingswerk. Mein Erstling ist hier beschrieben, da habe ich dann festgestellt, dass der BC 548C den Strom begrenzt.
Nun noch ein Bild meiner neusten, "freihändig verlöteten" Variante:

Bild

Darauf ist ein Zimo MX630 abgebildet, bei welchem die AUX5+6 verstärkt sind. An den verstärkten Ausgängen ist jeweils noch ein 1 kOhm-Widerstand für die anzuschliessende LED angelötet. Damit stehen beim MX630 sogar 8 Funktionsausgänge zur Verfügung. Vor dem Einbau habe ich auch das selbstgebaute Verstärkermodul in Schrumpfschlauch "eingepackt".

Viele Grüsse

Peter


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#15

Beitrag von Hubert » Do 24. Dez 2009, 10:24

ESU bietet eine Adapterplatine mit verstärktem AUX3 und AUX4 an.

Gruß
Hubert

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AUX3 und AUX4 verstärken beim ESU Lopi3

#16

Beitrag von DiegoGarcia » Do 24. Dez 2009, 13:04

Hubert hat geschrieben:ESU bietet eine Adapterplatine mit verstärktem AUX3 und AUX4 an.
Hallo Peter, hallo Hubert,

vielen Dank für den Link aus 2007 (den ich noch nicht kannte) und das obige Foto.

Es ging mir ja erstmal um Basiswissen, um bestehende Platinen zu erweitern wie dort:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... -2009.html

bzw. um LoPis mit 8-pol Schnittstelle zu erweitern:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... -0-m4.html

Da hatte Peter ja auch schon was gepostet, was mich dann ermutigte, mal eigene Versuche anzustellen.

Hubert, nun mal zum aktuellen Preisvergleich:
ESU 51967 Adapterplatine 21-polige mtc-Schnittstelle kostet auf eBay 7,50€ + 4,90€ Versand
ESU 51968 21MTC-Adapterplatine 2 kostet auf eBay 12,95€ + 3,90€ Versand

Die große Platine kostet 4,45€ mehr, bietet dafür die Verstärkung, angelötet Kabel und etwas mehr Komfort. Dafür ist die 51967 etwas kleiner und paßt in ein paar Problemloks besser rein. Natürlich rechnet sich die Selbstbau-Verstärkung nicht für einen einzelnen Umbau, vor allem bei einer "Klein-Bestellung" beim großen C (5,95€ alleine die Versandkosten bzw. die Spritkosten), aber wenn ich bei C***** oder R******* eh' etwas bestellen will, dann ist die selbstgebaute Verstärkung schon attraktiv:
- 2x smd Transistor = 0,26€
- 2x smd Vorwiderstand = 0,20€

(da sieht man mal wieder, wofür das Forum gut ist: bei der Recherche für diesen Beitrag bin ich bei C auf den Artikel-Nr.: 475572 - 62, Hersteller-Artikel-Nr.: MCT 0603 (0,10 EUR) gestoßen, der bei mir im Business-Katalog nicht drin steht. Die Hochpräzisen smd-Widerstände in Bauform 0805 kosten dort 1,77€ pro Stück.) EDIT: (...und bei C: Artikel-Nr.: 428280 - 62 Hersteller-Artikel-Nr.: DCU 0805 Dickschicht-SMD-Widerstnd in Bauform 0805 kostet 0,06 EUR).

Frohe Weihnachten und vielen Dank für die Unterstützung
Diego
Zuletzt geändert von DiegoGarcia am Do 24. Dez 2009, 14:19, insgesamt 1-mal geändert.

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#17

Beitrag von fuesssteller » Do 24. Dez 2009, 13:28

hatte da nicht Reinhard mal was gebastelt mit einem
Treiber-Chip (SI9955A) mit Decoder Minus und Aux 3/4
damit die dann verstärkt sind :?:
Gruß Ralf

letztes Umbauprojekt

Roco E80 DC > AC Umbau
ESU Decoder > warmweise LEDs + rote Schlusslichter

Bild


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#18

Beitrag von Lidokork » Do 24. Dez 2009, 16:53

Hallo Hubert
Hubert hat geschrieben:ESU bietet eine Adapterplatine mit verstärktem AUX3 und AUX4 an.
Das ist richtig, allerdings gab es diese Platine noch nicht, als ich mit dem Verstärken der AUX3+4 bei ESU-Lopis begann. Und: für mich ist das Zusammenlöten dieser Ausgangsverstärker eine schöne Freizeitbeschäftigung, deshalb mache ich das wirklich gerne. Und wenn Du zwei/drei der "einfachen" ESU-Platinen damit ausgerüstet hast, dann gelingt Dir auch, solche Verstärker auf Lokplatinen einzubauen, die keinen Platz für eine zusätzliche ESU-Platine haben. Hier Bilder von zwei abgeänderten Lokplatinen:

Bild
Bild
Lima Re 4/4': 1. Bild = Bild der ergänzten Leiterbahn; 2. Bild = mit Erläuterungen und Leiterbahnen in DCC-Farben; 3. Bild = zusätzliche Trennstellen der Leiterbahnen.

Bild
Roco Krokodil

Beide Loks haben nun 6 verstärkte Ausgänge für ein getrennt schaltbares weisses Rücklicht ("Schweizer-Lichtwechsel 3+1") und ein rotes Schlusslicht (deshalb muss das weisse Rücklicht abschaltbar sein).

Nun wünsche ich allen eine schöne Festtagszeit

Viele Grüsse

Peter

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fahrtrichtungsabhängige Verstärkung eines unverstärkten AUX

#19

Beitrag von DiegoGarcia » Di 29. Dez 2009, 11:10

Hallo zusammen,

Es geht um die fahrtrichtungsabhängige Verstärkung eines unverstärkten Decoderausgangs, um z.B. wie hier bei der m37530 BR120 schwarz das Schlusslicht abschaltbar zu machen mit nur einer Funktion.

Dieses Thema möchte ich nochmals aufgreifen. Wenn ich einen unverstärkten Funktionsausgang (nenne ich jetzt mal AUX: bei Hobby-Loks AUX1 und bei ESU-Decodern AUX3 und AUX4; Vorraussetzung:die unverstärkten AUX-Ausgänge liefern einen positiven TTL-Pegel (siehe oben HGH's Anmerkung:
Ruhr-Sider hat geschrieben:AUX3 und AUX4
Diese Ausgänge verhalten sich anders :!:
Sie liefern im aktiven Zustand eine Spannung von ca. +5 V (TTL-Pegel). Diese Spannung ist aber kaum belastungsfähig.
bin ja lernfähig...)) eines Digitaldecoders mit einem Transistor verstärken kann unter Zuhilfenahme von Decoder-GND (-), dann müßte es doch genauso möglich sein, mit zwei Transistoren den Funktionsausgang fahrtrichtungsabhängig zu verstärken, wenn ich "Licht vorne (-)" und "Licht hinten (-)" zur Hilfe nehme.

Ich habe mal im Internet recherchiert und bin bei unserem Forenmitglied Hanno Brünninghaus fündig geworden: in 2001 hat Hanno dort mehrere Schaltungen veröffentlicht, dort mit Transistor BC 547. Hanno hat einen Transistor in die orange (+)-Leitung vor die Verbraucher (LEDs) gelegt, und zwei Schutzdioden mit eingebaut. Die Schaltung auf den Platinen-Schemata bei Reinhard sieht so ähnlich aus (auch zwei Schutzdioden):

http://maerklin.bruenninghaus.de/Bastel ... /BR151.htm
http://maerklin.bruenninghaus.de/Bastel ... /BR103.htm
Dieser Thread erklärt, warum der Transistor positive Spannung braucht und wofür die Pullup-Widerstände nötig sind (danke an Martin!):
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... r-216.html

Nun habe ich mir mal als Laie das so gedacht: wenn ich den Funktionsausgang sowieso verstärken muß, brauche ich mindestens einen Transistor. Kann der unverstärkte Funktionsausgang auch zwei Transistoren gleichzeitig schalten? Dann könnte man auf die Schutzdioden verzichten und müßte dann zwei Transistoren verwenden, jeweils in der Zuleitung (-), kommend vom Decoder Lichtausgang (Märklin gelb und grau). Bild:

EDIT: Bild entfernt wegen Fehler

ACHTUNG: Fehler in der Skizze oben: "AUX1" ist nicht "(-)", sondern "TTL +"!

Geht so was? Oder brauche ich drei Transistoren: einer zum Verstärken von AUX und zwei dann um die Funktion fahrtrichtungsabhängig zu machen (letztere müssen dann mit Pullup-Widerständen versehen werden) ? Hat das jemand schon mal gemacht und publiziert im Internet?


Ach ja: ein Nachteil hat das ganze: die Schaltung ist nur wirksam, wenn die Lichtfunktion im Decoder eingeschaltet ist (F0), d.h. es ist sinnvoll für zuschaltbares rotes Schlusslicht. Nicht geeignet z.B. für Wendezugloks.


Fragt sich
Diego

und Danke schon mal vorab für alle Kommentare…

EDIT: präzisiert am 03.01.2010

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DiegoGarcia
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unverstärkter AUX-Ausgang schaltet zwei Transistoren

#20

Beitrag von DiegoGarcia » Sa 9. Jan 2010, 18:55

Hallo zusammen,

mittlerweile habe ich das obige mal dann ausprobiert. Es geht. Die alte Zeichnung habe ich entfernt, weil doch zu viele Fehler drin sind. Hier die neue:

Bild

Ziel: der unverstärkte Funktionsausgang (hier: Hobby-Lok-Decoder, AUX1 = F1) mit TTL(+)-Pegel schaltet zwei Transistoren, die die Funktion dabei fahrtrichtungsabhängig verstärken.

Auf die Sperr-LEDs konnte ich dann doch nicht verzichten, weil andernfalls der von mir gewählte Transistor nicht richtig sperrte bzw. die roten Schlusslicht LEDs doch keine ausreichende Sperrfunktion aufwiesen. Weil hier schon sehr heftig über die Notwendigkeit von Sperr-Dioden diskutiert wurde: ich hab's ausprobiert, mit Sperr-Dioden (hier: die klobigen 1N4001) gibt es keine Probleme. Die Vorwiderstände müssen individuell ausgewählt werden, damit das rote Schlusslicht überhaupt leuchtet. Bei mir: 3 sunny-white LEDs mit 33kΩ und 2 rote LEDs mit 8kΩ:

Bild

So sieht das auf der Platine aus (wüst und unübersichtlich):

Bild

Beim nächsten Mal gibt es wieder kleinere Bauteile.

Ciao
Diego

EDIT 2010-01-10: Sperr-Diode auf Hinweis von Jens
Zuletzt geändert von DiegoGarcia am So 10. Jan 2010, 11:05, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: unverstärkter AUX-Ausgang schaltet zwei Transistoren

#21

Beitrag von Jens Wulf » Sa 9. Jan 2010, 21:39

Moin Moin Diego
DiegoGarcia hat geschrieben:Auf die Sperr-LEDs konnte ich dann doch nicht verzichten, weil andernfalls der von mir gewählte Transistor nicht richtig sperrte bzw. die roten Schlusslicht LEDs doch keine ausreichende Sperrfunktion aufwiesen. Weil hier schon sehr heftig über die Notwendigkeit von Sperr-LEDs diskutiert wurde: ich hab's ausprobiert, mit Sperr-LEDs (hier: die klobigen 1N4001) gibt es keine Probleme.
Ist ja auch eine ganz andere Schaltung. :wink:
Du schiebst den Arbeitspunkt der T ganz woanders hin (muss ja auch so sein, weil die Steuerpegel ja ganz andere sind), und es ist damit auch keine reine Kollektorschaltung mehr. (Bei Dir haengt die Last auf der Kollektorseite, das ist typisch fuer eine Emitterschaltung)
Bedenke auch den Hub: TTL-out HIGH ist gegenueber common(+) immer noch "sehr negativ", da beides Dekodermasse basiert, und kann ueber die BE Diode des T auf die Lichtausgaenge fliessen. Dieser Pegel "mittendrin" tritt bei der angesprochenen "216/Prieskorn" Schaltung nicht auf. Deren Kollektorschaltung waere auch empfindlich von diesem Pegel gestoert. Sie baut darauf das die Basis der T mit common(+) ueber den Basis-R gefuettert oder mit func(-) voll gesperrt wird. Der dort verwendete Dekoder ist ein 6090x und der hat keine TTL Ausgaenge. Mit TTL Ausgaengen ginge sie naemlich nicht.

Hinweis 1N400x sind keine LED, nur D. Gut koennte sein das die bei Ueberlastung kurz gluehen bevor sie uebern Jordan gehen, aber da geht eher was auf den Dekoder kaputt. :P

EDIT/Nachtrag: Ich hab noch mal nachgeschaut: Beim BC548(A/B/C) ist die BE Durchbruchsspannung (d.h. in Sperrrichtung) gerade mal 5V. Nennt sich "Emitter-Base Breakdown Voltage" im Datenblatt. Oder in anderen Worten, die Basis sollte allerhoechstens 5 Volt negativer als der Emitter sein. Deine Diodenpaare (D1,D2) sind also zum Schutz des T notwendig. (Bei der 216/Prieskorn Schaltung natuerlich nicht, da treten solche negative Spannungen ueber BE gar nicht auf.)
cheers/jw
(jens)

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DiegoGarcia
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Emitterschaltung

#22

Beitrag von DiegoGarcia » So 10. Jan 2010, 11:08

Hallo Jens,

danke für die Erläuterungen und die Fehlerhinweise. Jetzt verstehe ich auch als Laie, worauf ich zukünftig achten muß. Dann kann die Lok ja ohne schlechtes Gewissen in Dauerbetrieb gehen:

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Ciao
Diego


Jens Wulf
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#23

Beitrag von Jens Wulf » Mi 13. Jan 2010, 00:07

Moin Moin
Ich hab noch mal ueber D1/2 nachgedacht, und bin auf folgende Aufgabenteilung gekommen
- D1: macht die Arbeit (schuetzt T, und den uC auf dem decoder)
- D2: dient der Symmetrie (Schoenheitspreis)

sprich: I wette wenn Du die D2 ueberbrueckts, geht es immer noch :)
cheers/jw
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Reinhard
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#24

Beitrag von Reinhard » Mi 13. Jan 2010, 08:56

fuesssteller hat geschrieben:hatte da nicht Reinhard mal was gebastelt mit einem
Treiber-Chip (SI9955A) mit Decoder Minus und Aux 3/4
damit die dann verstärkt sind :?:
Moin Moin!

Ja schon, aber hier geht es gerade um kollektive Selbstbaulösungen und nicht um einen ESU2AUX34 ;)
VG
Reinhard

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