Pflastern oder Asphaltieren eines K-Gleises

Bereich für alle Themen rund um den Bau von Anlagen und Dioramen (Bauberichte bzw. Bautagebücher, handwerkliche Fragen, Techniken, etc.)
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catlighter
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Pflastern oder Asphaltieren eines K-Gleises

#1

Beitrag von catlighter » Mo 4. Jan 2010, 15:17

Darum geht es:
Bild

Ausgekoppelt aus meinem Anlagen-Baubericht "Neues aus Bad Grafen-Röthsitz" möchte ich hier mal detailliert beschreiben, welche Lösung ich für mich gefunden habe.

Mittelleiter-Gleis ist ja naturgemäß problematisch, wenn es darum geht den Schienenzwischenraum überfahrbar zu verfüllen. Ansätze findet man ja hier im Forum einige, entweder mittels eines dünnen Drahtes, Splintköpfen o.ä.
Umsetzen wollte ich das ähnlich, unter Beibehaltung meiner Faller-Dekoflex Kopfsteinpflaster aus styrodur-ähnlichem Material. Ursprünglich hatte ich feine Messing-Dekonägel ausgesucht, die Pukos zu ersetzen und war mit dem funktionalen Ergebnis ganz zufrieden. Einzig die Optik passte mir noch nicht. Meine Idee war dann die K-Gleis Schrauben von Märklin zu verwenden, die erstens als Senkkopf sich schön ins Pflaster versenken lassen, und zweitens bereits brüniert, nur wenig Auffälligkeit versprachen. Funktional ist es nicht anders als mit den Messingnägeln, optisch meiner Meinung nach um Längen besser. Außerdem lässt sich mit leichten Schraubendrehungen die Pukohöhe ideal variieren.

Meine Verfahrensweise:

Wir brauchen...

Bild
Ein paar Streifen Dekoflex, Entlötlitze, Gleisschrauben und transparente Kunststoff-Folie (diese hier stammt aus den Blisterverpackungen von Mininatur).

Bild
Da bei mir die Gleise schon gelegt und vor allem geschottert waren, musste der Schotter zuerst wieder weg. Danach wurden die Kunststoffschwellen herausgeflext. Das Gleis bleibt über den Blech-Pukoträger relativ stabil. Dann schlägt man noch die Pukos zur Seite um (die sind weich), damit genügend Platz zur Verfügung steht.

Bild
Die Kunststoffstreifen sollen als stabilisierender Träger dienen, damit die Schrauben in dem weichen Pflaster mehr Halt bekommen. Es wird in den Zwischenraum gelegt (Breite ca. 8 mm) und...


Bild
die möglichen Schraubenansatzpunkte markiert, die dann noch vorgebohrt werden müssen...


Bild
Danach klebt man mit Sekundenkleber die Entlötlitze an und achtet auf den schön mittigen Verlauf, damit sich später jede Schraube schön da hindurch winden muß. Außerdem habe ich zur Verbesserung der Kontaktsicherheit alle Durchtrittspunkte der Litze mit einem hochleitenden Kontaktfett bestrichen.
Bild


Bild
Der fertig mit lösemittelfreiem Alleskleber zusammengeklebte Streifen kurz vor dem Einbau...


Und so sieht es nach farblicher Vorbehandlung der Pflasterfugen aus:
Bild

Ich finde die neuen Pukos fallen im Gegensatz zu den Messingköpfen kaum noch auf! Das fertige Ergebnis ist dann im Anlagenthread beizeiten zu sehen.

Gruß Kai

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#2

Beitrag von Dwimbor » Mo 4. Jan 2010, 16:46

Wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf:
Ich glaube, die bessere Wirkung ist der Farbe geschuldet, nicht der Form. Stahlschrauben fallen durch die graue Färbung im grauen Pflaster naturgemäss einfach weniger auf als bräunliche Kupfernägel. Ich gehe mal davon aus, dass Du mit Stahlnägeln (statt -schrauben) die gleiche Verbesserung erzielt hättest. Umgekehrt heisst das, in Holzbohlen bist Du wohl mit Kupfer besser dran.

Aber sehr inspirierender Bericht.
Viele Grüsse, Michael

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#3

Beitrag von catlighter » Mo 4. Jan 2010, 16:52

Hallo Michael,

da hast Du farblich gesehen sicher recht, nur verbinde mal die Stahlnägel im hitzeempfindlichen Umfeld (Styrodur) mit der Kupferlitze :roll:
geht nicht!!

Der Vorteil den ich sehe ist der, das die Schrauben justierbar sind, das Ganze zudem noch festhalten und außerdem irgendwie aussehen wie Hydrantendeckel :o

Gruß Kai

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#4

Beitrag von Dwimbor » Mo 4. Jan 2010, 20:33

catlighter hat geschrieben:Hallo Michael,

da hast Du farblich gesehen sicher recht, nur verbinde mal die Stahlnägel im hitzeempfindlichen Umfeld (Styrodur) mit der Kupferlitze :roll:
geht nicht!!

Der Vorteil den ich sehe ist der, das die Schrauben justierbar sind, das Ganze zudem noch festhalten und außerdem irgendwie aussehen wie Hydrantendeckel :o

Gruß Kai
Ich weiss nicht, ob es zum Löten vielleicht Alternativen gibt. Rein optisch finde ich einen kleinen Nagelkopf unauffälliger, sieht aus wie ein dicker Pflasterstein.

Soll aber wie gesagt die Qualität Deiner Arbeit nicht schmälern.
Viele Grüsse, Michael

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#5

Beitrag von Lutzburger » Di 5. Jan 2010, 00:58

Hallo!
In der Ruhmeshalle gibts ein Bericht:Vegetationszonen + neue Pics + der Begrünung am BW ...Dort zeigt Ralf Büker wie er es gemacht hat...ach ja Seite 7 wars...

Gruß Lutz
DCC Anlage (Epoche III ) gesteuert mit der Ecos 2.

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#6

Beitrag von catlighter » Di 5. Jan 2010, 10:09

Hallo Lutz,

ich kenne diesen Bericht in- und auswendig und er inspiriert mich immer wieder aufs neue. Ich hoffe Ralf wird mir verzeihen, aber genau das war der Grund, es selber anders zu versuchen.
Seine Methode mit den Splintköpfen hat mich nämlich nicht überzeugt und ich bin der Meinung, das beides - Messingnägel oder Schrauben - unauffälliger wirkt.

Dwimbor (Michael) brachte jetzt noch die Idee mit den Drahtstiften...
könnte mir vorstellen das auch noch zu versuchen...

Gruß Kai

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#7

Beitrag von Dwimbor » Di 5. Jan 2010, 10:54

catlighter hat geschrieben:Hallo Lutz,

ich kenne diesen Bericht in- und auswendig und er inspiriert mich immer wieder aufs neue. Ich hoffe Ralf wird mir verzeihen, aber genau das war der Grund, es selber anders zu versuchen.
Seine Methode mit den Splintköpfen hat mich nämlich nicht überzeugt und ich bin der Meinung, das beides - Messingnägel oder Schrauben - unauffälliger wirkt.

Dwimbor (Michael) brachte jetzt noch die Idee mit den Drahtstiften...
könnte mir vorstellen das auch noch zu versuchen...

Gruß Kai
Ich denke einen (sehr) kleinen abgerundeten Kopf wird man sicher brauchen, sonst schleifen die Stifte eine Rille in den Schleifer.

Das Thema interessiert mich, weil das in Bälde auch auf mich zukommt, allerdings nur auf ca. 20-30 cm Länge.
Viele Grüsse, Michael

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#8

Beitrag von catlighter » Di 5. Jan 2010, 11:31

Hallo Michael,

den Kopf haben die Dinger, und das Material ist weicher als der Puko-"Stahl". Muß mal schauen, was da geht... :D

Gruß Kai

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#9

Beitrag von Ralf Büker » Di 5. Jan 2010, 17:31

Hallo Kai,
ich werde dir ganz bestimmt verzeihen, was wär denn das für eine Art wenn nicht ,--))
Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen und warte auf noch detailreichere Fotos der
eingebauten Schrauben von oben gesehen ...
(ich habe eine Schraubenmethode damals auf Grund der Schlitze in den Köpfen nicht angewand)
Willst du übrigens (auch) keine Rillenschienen einbauen ?
Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen beim Einsatz von Betonplatten zischen den Gleisen :roll:
Aber bei Pflastersteinen ? Die würden nach Belieben wegbrechen ...

MfG
Ralf.
Zuletzt geändert von Ralf Büker am Mo 18. Jan 2010, 22:40, insgesamt 1-mal geändert.


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.

#10

Beitrag von drsell » Di 5. Jan 2010, 22:21

Was ich bei einer Clubanlage auf einer Geraden gesehen habe:

Eine graue Metallplatte (Höhe Schienenprofil) zwischen den beiden Schienen. Auf der Unterseite der Platte eine gefräste Nut in Puko-Breite zur Aufnahme derselben. Damit ist einerseits die Metallplatte fixiert und andererseits eine tolle plane Stromaufnahmebasis. Es ist nur darauf zu achten, dass die Räder (Masse) nicht die Metallplatte (Strom) berühren können.
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#11

Beitrag von catlighter » Mi 6. Jan 2010, 15:55

Hallo Ralf,

hier mal vorab ein Pic
Bild

Das ist im Makro-Mode, Abstand 20 -30 cm aufgenommen. Die Kamera sieht besser als ich :shock:

So ganz zufrieden bin ich nicht. Man kann zwar schön die Höhe der einzelnen Schrauben einregulieren, aber wer weiß wie lange die Kontakt zur Kupferlitze haben :roll: (Oxidation o.ä.). Vielleicht doch die Lösung mit den Drahtstiften??? Morgen geh ich mal welche besorgen...

RILLENSCHIENEN WIE??? :D
Also ich hab kein schlechtes Gewissen! Mein Pflaster-Inlay ist an den Seiten mit einer Stahlrahmenkonstruktion eingefasst :lol: Sieht man nur nicht :roll:

@Bernd
Aber wie sieht das aus der Nähe aus?

Ich werde weiter berichten!
Gruß Kai


RobertM
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Re: ...

#12

Beitrag von RobertM » Mi 6. Jan 2010, 17:12

Ralf Büker hat geschrieben:...
Willst du übrigens (auch) keine Rillenschienen einbauen ?
...
Eine Art Pseudo-Rillenschiene läßt sich doch einfach mit einem Randstreifen (bei mir aus Kunststoff) imitieren. Da noch farblich unbehandelt ist er ganz gut zu erkennen.

Hier mein gerader im Bau befindlicher Bahnübergang:

Bild

Damit hängen die Kopfsteine nicht mehr in der Luft...

Robert

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Ralf Büker
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#13

Beitrag von Ralf Büker » Mi 6. Jan 2010, 17:38

Hallo Kai,
Mein Pflaster-Inlay ist an den Seiten mit einer Stahlrahmenkonstruktion eingefasst Sieht man nur nicht
cool gekontert 8)

Vielen Dank für das Foto, meine Meinung dazu verfestigt sich allerdings dadurch ...

Ich habe den 0,7mm Draht genommen und umgebogen, weil ich auch eine runde Anfahrfläche für den Schleifer wollte. Kupfer ist zudem sehr weich und super leitend.
Versuche mit Stiften führten damals hin und wieder sogar zum Quietschen durch den Schleifer, also das war es nicht ...
Auch bei mir war das eine absolute Makroaufnahme. Die umgebogenen Kupferdrähte werden übrigens nach einiger Zeit noch etwas dunkler und matter, man sieht sie dann deutlich weniger ...

Was meint ihr denn zu folgender Mittelleiteralternative:
(hoffentlich bist du mir nicht böse Kai, das ich dein Thema etwas ausweite?)
ich habe die Tage mit Jürgen Jorns von Jorns Zugbeleuchtung gesprochen, mich mit ihm über die Problematik unterhalten und gesagt, das ich gern einmal Versuche mit Riffelblech anstellen möchte.
Die Vorgeschichte dazu:
Als ich damals die Fleischmann AC Drehscheibe eingebaut habe, habe ich festgestellt, dass sich das Material sehr brauchbar altern lässt. Die Farbe läuft in die Vertiefungen und die Oberfläche wird wieder abgewischt/ abgeschmirgelt.
Bis auf die Tatsache, dass das Fleischmann Riffelblech aus Neusilber nach Betriebspausen bescheiden leitet und dann gereinigt werden muss, funzte das vom Feinsten.
Das es aber top leitende Riffelbleche und dann auch noch brüniert gibt wissen wir von der Märklin Drehscheibe
und wenn das dann noch passend zur Umgebung gealtert ist, ja das wäre es doch, man könnte es prima auch für Gütergleise nutzen und das habe ich Jürgen vorgetragen.
Kein Problem meinte dieser, das kann ich fräsen !!!
Ganz besonders einfach ist das dann zu fräsen, wenn man, wie in deinem Falle Kai, gerade Gleise hat. Dann braucht Jürgen nur die "Länge und Breite" und kann danach anfertigen.
Er sagte auch, er könne sogar den Verlauf im Bogen produzieren, man wäre das genial ...
Nur woher bekommt man das richtige Riffelblech ?
Riffelbleche aus Alu oder Messing in 30x20x0,5mm habe ich schon gefunden. Aber nichts fertiges in der Art von Märklin. Somit stellt sich die Frage nach dem brünieren. Geht das damit auch ?
Und vor allem, ist eine selbstgemachte Brünierung wirklich so gut wie die Märklin ?
Was meint ihr dazu? hat jemand eine Idee oder Lösung zur Brünierung?, oder weiß gar, wo man das gesuchte Material fertig brüniert bekommt?

MfG
Ralf.
Zuletzt geändert von Ralf Büker am Mi 6. Jan 2010, 21:41, insgesamt 8-mal geändert.

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#14

Beitrag von catlighter » Mi 6. Jan 2010, 21:04

Hallo Ralf

In meinem Entkuppler-Thread schrieb PNJetta
Aber auch Messig kann man Brünieren geeignetes mittel gibts von Krick oder Pariser Oxyd.
Mfg
lars
Aber ob's dann auch noch so gut leitet???

Gruß Kai


PNJetta
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#15

Beitrag von PNJetta » Fr 8. Jan 2010, 18:10

catlighter hat geschrieben:Hallo Ralf

In meinem Entkuppler-Thread schrieb PNJetta
Aber auch Messig kann man Brünieren geeignetes mittel gibts von Krick oder Pariser Oxyd.
Mfg
lars
Aber ob's dann auch noch so gut leitet???

Gruß Kai
Hallo Kai

allso ich hab bis Heute keine Kontaktprobleme. Da ich Metallbauer gelernt habe kenne ich mich mit dem brünieren aus. Bevor ich es vor 2 Jahren aus probiert habe, hatte ich erst meinen Berufschullehrer gefragt und anschließent mein Lehrmeister und beide haben gesagt das material ist nach dem Brünieren immer noch Leitfähig.
In meinem Buch steht drine:

Beim Brünieren werden Gegenstände aus Eisenwerkstoff in eine siedende, alkalisch - oxidierende Lösung eingetaucht. Während dieses Vorgangs entstehen auf den Oberflächen der Werkstücke schwarze Eisenoxidschichten. Der Schwarzton ist abhängig von der Werkstoffqualität, der Oberflächenbearbeitung und der Zusammensetzung des Brünierbades.
Unter Brünieren versteht man eine Oberflächenbeschichtung, die ein glattes, strukturloses schwarzes Aussehen hervorruft und in hohem Maße biege- und abriebfest ist. Die Siedetemperatur beim Brünieren liegt zwischen 133° und 144°C. Nach der DIN 50938 unterscheidet man zwischen Ein-, Zwei-, und Dreibadbrünieren.

Erwähnenswert ist, das beim Brünieren die Leitfähigkeit und die magnetischen Eigenschaften des Grundmaterials (Stahl, Eisen) nicht beeinträchtigt werden.


Was ich demnächst versuche ob auch das Brüniermittel von Balistol für Messing geeignet ist.

Mfg

Lars


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#16

Beitrag von PNJetta » Fr 8. Jan 2010, 18:17

Ach nochwas

ich finde die Idee von Kai mit den Nägeln sehr gut. Was man auch nehmen kann ist von Faller Car system den Stahldraht da dieser durch die Brünierung schwarz ist, ber die variante mit Nägel ist günstiger

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Harald
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#17

Beitrag von Harald » Fr 8. Jan 2010, 18:25

Hallo Ralf,
Nur woher bekommt man das richtige Riffelblech ?
Stelle diese Frage doch bitte in einem eigenen Thread .... :idea:

Hier geht die Frage unter, mich interessiert das Thema nämlich auch sehr ....... :wink:


Viele Grüße von

Harald

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Ralf Büker
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@ Harald

#18

Beitrag von Ralf Büker » Fr 8. Jan 2010, 21:06

Hallo Harald,
lass uns erst einmal abwarten was bei Lars seinem Versuch herauskommt.
Vielleicht ist das doch hier die richtige Platzierung.
Schließlich wollen wir alle das gleiche, nämliche eine möglichst vorbildnahe, absolut betriebssichere und dennoch unauffällige Integration eines Mittelleiters.
Und wenn hier alle ihr Wissen zur Verfügung stellen, dann kommt auch etwas dabei heraus, da bin ich sicher.

MfG
Ralf.

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#19

Beitrag von Harald » Fr 8. Jan 2010, 21:21

Hallo,

das habe ich gerade hier im Forum gefunden.....letztes Bild ....Riffelblech von Bavaria. Das sieht doch schon sehr gut aus..... :wink:

http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... enbau.html


Viele Grüße von

Harald

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#20

Beitrag von catlighter » So 10. Jan 2010, 11:10

Wie angekündigt nun ein weiterer Versuch:

Bild

Bild

Diesmal habe ich Stahlstifte ohne Kopf, genauer gesagt sogenannte Goldleistenstifte verwendet. Diese sind sehr dünn und etwas gehärtet. Bevor jetzt die ersten Befürchtungen laut werden, das könnte den Schleifer der Loks zerstören - nun diese sind

Erstens zum Verschleiß geboren,

Zweitens ist die Gesamtstrecke nur einige Zentimeter und

Drittens handelt es sich nicht um Durchfahrgleise, hier wird also nur wenig Betrieb stattfinden.

Das Schöne ist, man kann locker die doppelte Menge verwenden, so dass man in der Anzahl der Kontaktpunkte wieder auf die ursprüngliche Pukoanzahl kommt. Meine Versuche mit der Köf haben hier doch einen deutlichen Unterschied ergeben. Oftmals hapert es bei ihr aber auch an der schlechten Masseabnahme, insbesondere wenn noch Stäubchen der Pulverpigmente auf den Schienen liegen.

Ach ja, möglich wurde die Verwendung der Stahlstifte erst durch das spezielle Lot und Lötöl der Fa. Löttechnik24 (www.loettechnik24.de), welches sagenhaft funktioniert. :shock:

Eine weitere Möglichkeit wäre jetzt noch dickere Drahtstifte mit Kopf auszuprobieren und deren Kopf in der Form so zu schleifen, das er aussieht wie ein Pflasterstein :roll: Ich fürchte jedoch, das ist mir bei rd. 100 Kontaktpunkten zu aufwändig.

Gruß Kai


RobertM
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#21

Beitrag von RobertM » So 10. Jan 2010, 16:06

Hallo Kai,

ein bischen stört mich, dass die Stifte (oder vorher die Schrauben) nicht ganz gerade in einer Linie ausgerichtet sind.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Stifte besser in einer Linie sind, wenn du sie mit einer auf dem Gleis aufgelegten Schablone einschlägst.

Alternativ könntest du doch auch die Positionen der Nägel per Schablone vorbohren, dann eindrücken und sie dann unter der Anlage elektrisch miteinander verbinden.

Damit könnte man doch auch die Prozedure weglassen, in der die Schienen innen ausgeschnitten werden.

Wie ist deine Meinung dazu?

Ich bin bisher leider auch noch nicht auf ein passendes Ergebnis gekommen.

Robert

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#22

Beitrag von catlighter » So 10. Jan 2010, 16:46

Hallo Robert,
Damit könnte man doch auch die Prozedure weglassen, in der die Schienen innen ausgeschnitten werden.
Nein das ging mit der Schraubenlösung nicht, da die gesamte Konstruktion nach unten hin mehr Platz benötigte, als die Schwellen hergaben. Ich habe mich ja erst spät zum Pflastern entschieden!
ein bischen stört mich, dass die Stifte (oder vorher die Schrauben) nicht ganz gerade in einer Linie ausgerichtet sind.
Genau das ist eigentlich gewollt, da eine saubere Linie m.E. noch deutlicher auffällt. Camouflage - wenn Du das Auge ablenkst (man könnte den Effekt noch zusätzlich mit verschiedenen Farbtupfern in Pflasterfarbe verstärken) ist es nicht mehr in der Lage Umrisse sauber aufzulösen. Auf den Fotos klappt das nicht so gut, die Kamera ist irgendwie nicht zu besche...en :roll: Vorbohren empfiehlt sich jedoch, die Stifte sind sehr dünn und brechen leicht.

Es ist und bleibt ein Kompromiss! :wink: :cry:
Also doch 2-Leiter fahren :?: Nee nicht noch ein dritter Wechsel :!:

Gruß Kai


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#23

Beitrag von PNJetta » So 10. Jan 2010, 20:20

Also ich finde das des jeder nach geschmack machen kann, ob er nun eine vorrichtung bastelt oder die Nägel nach augenmaß reinschlägt. aber die Idee Nägel als mittelleiter zunutzen für gepflasterte wege ist nicht neu in dem Buch von Bernd Schmid wird die methode mit Messing-Nägel gezeigt.


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#24

Beitrag von K.Wagner » Mo 11. Jan 2010, 12:53

Hi,

ich habe nach der Methode Bernd Schmid lange mit den Nägeln experimentiert und bin dann bei folgender Lösung gelandet:
Wenn man den Draht noch brüniert wirds noch unauffälliger....
Im Einsatz seit ca. 5 Jahren, Arbeitsaufwand deutlich geringer als das Nageln und verlöten.
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Gruß Klaus

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#25

Beitrag von catlighter » Mo 11. Jan 2010, 13:15

Hallo Klaus,

auch eine interessante Lösung! Von oben sehr sehr unauffällig, aber wie siehts schräg von der Seite aus??

Gruß Kai

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