Märklin Drehscheibe 7186 - Automatik,Reedkontakte,Digital

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mecki
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Märklin Drehscheibe 7186 - Automatik,Reedkontakte,Digital

#1

Beitrag von mecki » Sa 16. Jan 2010, 20:02

Hallo zusammen,

nachdem ich schon eine Weile hier mitlese und fasziniert von den vielen Informationen bin, die hier zu finden sind, möchte ich Euch meinen aktuellen Umbau an der Drehscheibe 7186 vorstellen.

Da ich momentan die Anlage nur auf dem Boden aufbauen kann, war nur diese Drehscheibe für mich brauchbar. Außerdem gefällt mir die robuste Qualität.
Was mir nicht so gefällt, ist, dass man immer den Taster für den Entriegelungsmagneten drücken muss, wenn es mal über mehrere Gleisanschlüsse hinweg gehen soll. Diese Funktion auf einen Schalter zu legen, traue ich mich nicht, da ich nicht weiß, ob der Magnet für Dauer-Ein ausgelegt ist.
Jedenfalls habe ich nach einer anderen Lösung gesucht und ich denke, auch gefunden, denn es funktioniert im Probeaufbau sehr gut.

Zuerst einmal habe ich die Drehscheibe an einen alten Gleichstromtrafo 5599 von Trix angeschlossen. Abgehend vom Bahnausgang gibt es zwei antiparallel geschaltete Dioden, die auf je einen Motoranschluss gehen. Damit lässt sich die Drehscheibe schon mal sehr feinfühlig regeln und die Drehrichtung des Trafoknopfes passt zur Drehrichtung der Drehscheibe.
Dann hab ich noch hinter den Lichtausgang des Trix-Trafos einen Gleichrichter und Glättungskondensator gelegt. Mit der Stromversorgung steuere ich den Entriegelungsmagneten an. Der hat nun nicht mehr dieses schnarrende Geräusch, sondern nur noch ein erträgliches Klacken beim Anziehen.
Den Trix-Trafo habe ich einseitig auch an die Masse der Drehscheibe (bzw. das Gleisbett des Metallgleises) angeschlossen, damit der Strom "wieder zurückfindet" (Ground). Das stört sich nicht mit dem WS-Fahrtrafo oder der CU 6021 bei Digitalbetrieb.

Nun aber zum wichtigsten Teil des Umbaus, den ich testweise erst mal an zwei Gleisanschlüssen ausprobiert habe:

Gegenüberliegend von den beiden Gleisanschlüssen habe ich auf der Unterseite der DS je einen Reed-Kontakt platziert, mit Durchmesser 1,7 mm, er ragt also nicht über den unteren Rand der DS hinaus.

Bild

Unterhalb der Bühne habe ich auf jeder Seite einen Neodym-Magneten mit doppelseitigem Klebeband geklebt (er hält zwar auch so auf dem Blech, kann aber nun nicht mehr verrutschen). Genauer gesagt sind es zwei Pakete zu je zwei Magneten mit 10 x 7 x 3 mm, Feldlinien senkrecht zur Platte.
Bild

Die Frage war, ob das Magnetfeld durch den Blechboden durchgeht oder nicht. Ich dachte an sich, der Blechboden schirmt es ab.
Aber es funktioniert doch, die Neodym Magnete sind stark genug, sodass die Reedkontakte ansprechen.
Man hat sehr schnell raus, wie die Reedkontakte am Besten anzuordnen sind. Wichtig ist, dass der Magnet mehr über den Bereich gegen Ende des Reedkontaktes und den Draht streicht, also nicht über die Mitte.
Hier gibt es mehr Infos dazu:
http://www.modellbahnwelt.de/tipps-fur- ... te-richtig

Der Rest ist einfache Verdrahtung. Der Reed schaltet einen NPN-Transistor, dieser ein Klein-Relais, dieses den Entriegelungsmagneten (gegen den Abrissfunken habe ich einen Kondensator eingesetzt).

Der Reed spricht kurz vor Erreichen eines Gleisanschlusses an, der Magnet wird angezogen und die Drehscheibe läuft über den Anschluss hinweg. Der Reed schaltet wieder aus, damit auch der Magnet.
Zuerst hatte ich das mit einem Timer versucht. Dann bin ich aber nicht so flexibel mit der Drehgeschwindigkeit, das Relais fiel manchmal zu schnell wieder ab.
Dann habe ich gemerkt, dass der Reed über einen ausreichend langen Bereich ein ist, sodass die DS bei jeder Geschwindigkeit über den Anschluss kommt. Das Ganze funktioniert in beide Richtungen.

Will man den Vorgang unterbrechen, ist einfach ein Schalter nach dem Reed erforderlich, sodass der Magnet nicht angezogen wird.
Das kann man nun noch so anordnen, dass zu jedem Reed ein Schalter auf einem Kreis in einem Pult platziert wird.
Schalter nach innen würde dann ON bedeuten, d.h. der Magnet wird angezogen, die DS fährt weiter, Schalter nach außen Richtung Gleisanschluss bedeutet OFF, d.h. der Magnet wird nicht angezogen, die DS bleibt am Gleisanschluss stehen.
Stellt man also alle Schalter nach innen, dreht sich die DS ständig.

Der Neustart nach einem Halt folgt über einen Taster parallel geschaltet zum Klein-Relais, der direkt auf den Magneten wirkt.
Dazu noch ein Hauptschalter vor dem Klein-Relais für Automatik an/aus.

Zukunftsmusik für den Digitalbetrieb:
Außer dem einen, zentralen Klein-Relais schaltet jeder Reed auch einen Optokoppler, damit eine Meldung für den S88-Decoder generiert wird. Plus ein k84 Kontakt für Automatik Ein/Aus (oder K83 mit bistabilem Relais).
Damit könnte man z.B. via PC rechtzeitig vor dem nächsten Anschluss die Automatik ausschalten.
Andererseits werde ich noch lange und gerne die DS direkt bedienen.

Noch am Überlegen bin ich, ob es besser ist, je Gleisanschluss einen Reedkontakt zu setzen (gesamt also 10 Stück) und nur einen Magneten zu verwenden oder ob es besser ist, bei gegenüberliegenden Gleisanschlüssen nur einen Reedkontakt zu verwenden und dafür unter der Drehbühne zwei Magneten. Das muss ich noch ausprobieren. Preislich fällt es nicht ins Gewicht.

Weitere Infos und auch zwei Videos zur Funktion findet Ihr hier
http://www.modellbahnwelt.de/spur-h0/ru ... -automatik

Was mir besonders an der Lösung gefällt, ist, dass man an der Drehscheibe nichts bohren usw. muss. Alles ist ohne Defekte wieder rückbaubar.

Viele Grüße

mecki

PS: hoffe, das war nicht gleich zu lang fürs erste Mal.
Zuletzt geändert von mecki am So 24. Jan 2010, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
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MarcH

#2

Beitrag von MarcH » So 17. Jan 2010, 00:16

Hallo Mecki,

ausgezeichnete Arbeit. Es gibt sie doch noch die Fans der guten alten Tellermine. Auch ich bin einer und habe sie gerade wieder in Arbeit.
Im Gegensatz zu Deiner Version habe ich Hall-Sensoren verwendet, das bedeutet allerdings kleine Löcher im Blechboden, die werden später im Rahmen der Superung wieder geschlossen.
Alle Sensoren sind mit Rückmeldern verbunden und den alten Motor habe ich durch einen 5-Poler ersetzt. Den Magneten betreibe ich auch mit DC.
Auf diese Weise habe ich die DS mit der Steuerungssoftware im Vollautomatischen Betrieb im Einsatz, klappt ausgezeichnet. Die Programmierung war aufwändig (für jedes Gleis eine Fkt.) aber nicht schwierig.
Jetzt möchte ich einen Schritt weiter gehen. Es stört mich, dass ich keine Positionsrückmeldung der Loks auf der Bühne bekomme, dafür fehlen Schleifkontakte. Der Plan ist jetzt einen Lokdekoder einzusetzen und damit Motor und Magneten zu steuern. Damit fallen die drei Schleifkontakte frei und können für Belgtmelder genutzt werden.
Im ersten Schritt steht aber die Motorsteuerung und Entriegelung an. Mal schaun wie es klappt, ich werde berichten.

Gruß Marc


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mecki
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#3

Beitrag von mecki » Mo 18. Jan 2010, 03:46

Hallo Marc,

vielen Dank für das nette Kompliment :oops:

Ja, ich bin ein Fan der alten Tellermine. Die wird mich noch überleben. Bei meiner Fleischmann Drehscheibe aus Kunststoff bin ich mir da nicht so sicher.

Und es gibt so tolle Berichte hier
http://www.reichs-bahn.ch/drehscheibeneueb.html
und hier
http://www.stummiforum.de/htopic,35156,7186.html
wie man die DS optisch aufwerten kann. Die alten Märklin-Blechteile wecken eben viele Kindheitserinnerungen bei mir. Genauer gesagt, Erinnerungen an damals unerfüllbare Träume.

Die Hall-Sensoren wären mir ansich auch lieber, sind unempfindlicher und leichter einzurichten. Ich habe einen unter das Bodenblech gehalten, hat sich nichts getan. Also geht es doch nur mit Loch oder oben auf dem Boden der DS positioniert. Dann brauche ich wieder Löcher für die Zuleitungen.
Ich wollte aber unbedingt Löcher in der DS vermeiden, jedenfalls, solange ich nur eine habe.

Sprechen die Hall-Sensoren denn rechtzeitig vor dem Gleisanschluss an ? Wie groß sind die Löcher?
Ansich funktionieren die Sensoren gut bei seitlicher Annäherung, habe ich hier getestet (mit Video)
http://www.modellbahnwelt.de/tipps-fur- ... -tle-4905l

Hast Du bei jedem Gleisanschluss einen Sensor gesetzt, also auch bei gegenüberliegenden Anschlüssen?

In welches Programm hast Du denn die DS eingebunden? Kannst Du nun jede Position via SW vorwählen?

Das Positionsproblem bei der Bühne habe ich beim Handbetrieb ja nicht. Trotzdem habe ich mir auch schon darüber Gedanken gemacht. Ich dachte an eine Reflexlichtschranke in der Mitte, die auf die Schleifer reagiert. Kleine Loks mit Schleifer würden schön anhalten, aber die großen mit nach vorne oder hinten versetzten Schleifern .... ?

Da wäre ich sehr an Deiner Lösung interessiert.

Die Idee mit dem Decoder, um Leitungen / Kontaktbahnen frei zu bekommen, gefällt mir gut.
Die kleine Lösung wäre, zwei Dioden antiparallel an die Anschlüsse der Feldwicklungen zu setzen und dann mit einer Leitung und Umschaltung Plus/Minus, also wieder mit meinem alten Trix-Trafo, den Motor zu steuern (die Schaltung gab es mal in einem Moba-Buch).
Damit hätte man eine Leitung frei. Nur die hilft auch nicht viel, wenn man mehr als einen Melder auf der Bühne zur Positionserkennung braucht :roll:

Viele Grüße

Mecki
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MarcH

#4

Beitrag von MarcH » Mi 20. Jan 2010, 22:49

Hallo Mecki,

die DS-Steuerung ist hardwareseitig fertig und funktioniert ausgezeichnet. Steuern tue ich das ganze mit TrainController Gold. Die Drehscheibe beschleunigt beim Anfahren und fängt an langsamer zu werden, sobald der entsprechende Melder anspricht. Auch das hässliche Geräusch der Rutschkupplung tritt nicht mehr auf, weil die Bühne vor erreichen der Gleisposition soweit abgebremst wird, dass der Motor bei erreichen sofort steht.
Zusätzlich zu der Steuerung des Motors über den Lokdecoder wird er noch über den Schaltkontakt des Entriegelungsmagneten ein- und ausgeschaltet. Dazu steuert der Schaltkontakt ein Relais, das wiederum den Decoderausgang für den Motor einschaltet bzw. unterbricht.
Sprechen die Hall-Sensoren denn rechtzeitig vor dem Gleisanschluss an ? Wie groß sind die Löcher?
Die Sensoren sprechen ausreichend rechtzeitig an, so rechtzeitig, dass die Fahrgeschwindigkeit vor erreichen der Gleisposition wahrnehmbar reduziert werden kann. Die Ansprechschwelle ist abhängig davon, wie weit der Abstand der Sensoren vom Mottelpunkt ist. Die Löcher haben 4mm Durchmesser.
Ich wollte aber unbedingt Löcher in der DS vermeiden, jedenfalls, solange ich nur eine habe.
Leider ist meine DS optisch nicht im besten Zustand, sodass ich ohnehin größerere optische Maßnahmen ergreifen muss, daher stören mich die Löcher nicht besonders.
Hast Du bei jedem Gleisanschluss einen Sensor gesetzt, also auch bei gegenüberliegenden Anschlüssen?
Jeder Gleisanschluss hat seinen eigenen Sensor,nur damit ist eine eindeutige Bühnenpositionierung möglich. Das ist notwendig für die Steuerung mit TC, um Loks ggf. zu wenden, wenn sie rückwärts auf die Gleise fahren sollen.

Die Positionsproblematik der Loks auf der Bühne habe ich noch nicht realisiert. Meine Idee ist an beiden Seite der Bühne ein kurzes Gleisstück zu isolieren und über die freien Schleifringe die Besetzmeldung zu realisieren. Dazu wird es aber notwendig sein die Gleise zu trennen. Eine andere Möglichkeit wären Lichtschranken, die dann "getarnt werden müssen. Um keinen Platz auf der Bühne zu verschenken müssen die Belgtmelder so ausgewertet werden, dass entweder beide eingeschaltet oder beide ausgeschaltet sind, wenn die Lok anhält.

Den dritten Schleifkontakt nutze ich zur Auswertung des Schaltkontakts des Entriegelungsmagneten. Dazu habe ich einen Transistor in "open collector Schaltung" genutzt der über den Schleifring die Stellung des Schaltkontaktes meldet. Auf diese Weise wird der Software signalisiert, ob die Bühne dreht oder in Ruhe ist.

Ich denke, dass der Softwareanteil noch etwas Arbeit verschlingt bin aber guter Hoffnung auf ein ordentliches Erebnis.

Wenn die Grundsatzarbeit dann getan ist, plane ich schon auf einer Beleuchtung für das Steuerhaus, ein Blinklicht auf dem Dach und schaltbaren Signalen auf der Bühne. Alles über die Funktionen des Lokdecoders gesteuert.

Es gibt viel zu tun.

Gruß Marc


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Es geht also doch, die Drehscheibe 7186 digital zu steuern

#5

Beitrag von mecki » Sa 23. Jan 2010, 02:49

Hallo Marc, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Da hast Du ja eine ganz ausgefuchste Lösung hinbekommen! Ich kann mir gut vorstellen, dass das gut funktioniert inkl. langsamen Heranfahren an die Gleisanschlüsse.
Wäre ganz toll, wenn Du mal ein Video dazu machen würdest.
Die Ansprechschwelle ist abhängig davon, wie weit der Abstand der Sensoren vom Mittelpunkt ist.
Ja, da hast Du recht. Damit kann man den Zeitraum, in dem der Sensor anspricht und der Entriegelungsmagnet angezogen wird, gut einstellen. Bei mir sind die Reeds ungefähr 40 mm vom Rand und ich komme auf etwa 2 bis 3 Sekunden Schaltdauer.
Jeder Gleisanschluss hat seinen eigenen Sensor, nur damit ist eine eindeutige Bühnenpositionierung möglich. Das ist notwendig für die Steuerung mit TC, um Loks ggf. zu wenden, wenn sie rückwärts auf die Gleise fahren sollen.
Hast Du an jeder Seite einen Magneten unter der Drehbühne?
Da komme ich noch ins Grübeln. Wenn ich nur einen nehme, muss ich bei Gleisanschlüssen ohne Gegenseite auf der Gegenseite auch einen Reed setzen, sonst hält die Bühne bei der 180° Drehung in dieser Position nicht.
Wenn ich zwei nehme, ist das sicher im Digitalbetrieb komplizierter zu verknüpfen.
Muss ich bald mal ausprobieren.

Was mir ganz besonders an diesem Thread gefällt, ist, das Du hier aufzeigst, dass die Drehscheibe 7186 doch zu digitalisieren ist. Soweit bin ich noch nicht. Ich will sie auch weiterhin manuell steuern, aber eben mit Komfort (langsames Anfahren, Anschlüsse überspringen, leiser Entriegelungsmagnet).

Wenn ich im Netz zu diesem Thema suche, finde ich meist nur Aussagen wie "nöö, geht nicht, kauf Dir die neuere Drehscheibe 7286 und nimm dann nicht den Märklin-Decoder sondern den von Sven Brandt."
Dabei hat es die 7186 wegen ihrer Robustheit (und Preis) doch verdient, dass man sie auch im Digitalzeitalter beachtet.
Nur zwei Lösungen für die 7186, außer der Lösung mit dem k83 oder k84 habe ich gefunden, jeweils mit einem Spezialdecoder.
Leider gibt es keinerlei Erfahrungsberichte dazu.
Die Positionsproblematik der Loks auf der Bühne habe ich noch nicht realisiert.
So wie Du die anderen Themen angegangen bist, schaffst Du das auch noch!
Ich bin gespannt.

Viele Grüße

Mecki
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MarcH

#6

Beitrag von MarcH » Di 26. Jan 2010, 13:04

Hallo Mecki,
Wäre ganz toll, wenn Du mal ein Video dazu machen würdest.
Damit habe ich keinerlei Erfahrung, werde mal ausprobieren, wie es mit meiner kleinen Webcam klappt, kann aber noch ein paar Tage dauern, weil ich zur Zeit beruflich unterwegs bin und nur "theoretisch" an der MoBa arbeiten kann.
Hast Du an jeder Seite einen Magneten unter der Drehbühne?
Ich habe nur einen Magneten, aber halt für jede Position einen Sensor, das ist aus meiner Sicht die einfachste Anordnung für die Digitalisierung.

Für eine Belgtmeldung der Bühne werde ich wahrscheinlich Lichtschranken bauen, das hat den Vorteil, dass die Schienen nicht aufgetrennt und isoliert werden müssen. Außerdem habe ich einige ältere Loks, die aufgrund ihrer Haftreifen keine eindeutige Belgtmeldung abgeben.Mal löst das Rad mit Haftreifen aus und mal nicht. Diese Ungenauigkeit ist für die Bühnenpositionierung nicht zu gebrauchen.

Ich finde es auch schade, dass die 7186 im digitalen Zeitalter so wenig Beachtung findet. Es ist natürlich einfacher einen neue DS zu nutzen, aber gerade die Herausforderung etwas auszuprobieren ist das, was mich an der MoBa reizt.

Gruß Marc


MarcH

#7

Beitrag von MarcH » Mi 17. Feb 2010, 23:09

Hall Ihr,

es ist vollbracht. Ich habe zwei Lichtschranken installiert und die zwei verbliebenen Schleifringe für dir Rückmeldung genutzt, funktioniert ausgezeichnet.
Weiterhin habe ich das Häuschen beleuchtet und auch unter die rote Blinkleuchtenatrappe eine LED gebaut. Beides über den Lokdecoder gesteuert. Im Automatikbetrieb schaltet jetzt zuerst die Häuschenbeleuchtung ein (mit Neonleuchtenflackern), dann blitzt das Warnlicht und dann fängt die Drehscheibe an. Gefällt mir sehr gut.
Als nächstes plane ich dann noch Gleissperrsignale zu installieren.
Leider weiß ich nicht, wie ich mit meiner Webcam ein Video aufnehmen kann, sonst würde ich ein Video hier einstellen. Kennt jemand eine Freeware?

Gruß Marc


MarcH

#8

Beitrag von MarcH » Mo 1. Mär 2010, 22:12

Hallo Ihr
es ist geschafft. Ich habe meine DS 7186 fertig digitalisiert. Ihr könnt es Euch hier anschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=IRpgALHBPWQ

Gruß Marc


MarcH

#9

Beitrag von MarcH » Mo 1. Mär 2010, 22:12

Hallo Ihr
es ist geschafft. Ich habe meine DS 7186 fertig digitalisiert. Ihr könnt es Euch hier anschauen:

http://www.youtube.com/watch?v=IRpgALHBPWQ

Gruß Marc


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#10

Beitrag von mecki » Di 9. Mär 2010, 02:45

Hallo Marc,

tut mir leid, dass ich mich solange nicht gemeldet habe. Ich habe einen Krankheitsfall in der Familie, sodass ich kaum die Muse für das Forum hatte.

Ich gratuliere Dir zu diesem tollen Umbau! Das ist nun wirklich eine richtige Optimierung der Drehscheibe. Wer hätte das gedacht, dass das alles so gut funktioniert bei dem alten Schätzchen.

Das Video hast Du auch fein hinbekommen, habe es gleich mal bewertet. Das sanfte Anlaufen und Stoppen der Drehscheibe sowie die Lichter machen echt was her.
Nicht ganz klar ist mir, ob Du die Loks per Software oder per Hand auf die Bühne fahren lässt.
Ich finde es auch schade, dass die 7186 im digitalen Zeitalter so wenig Beachtung findet. Es ist natürlich einfacher einen neue DS zu nutzen, aber gerade die Herausforderung etwas auszuprobieren ist das, was mich an der MoBa reizt.
Das geht mir genauso. Einfach kaufen und anschließen ist für mich auch nicht so reizvoll. Die alten Märklinsachen sind auch gut geeignet, etwas daran rumzutüfteln.
Dadurch habe ich schon viel über Elektronik gelernt, was ich in meiner Ausbildung nicht so mitbekommen hatte.

Wenn ich nur mehr Zeit hätte, würde ich meine Lösung mit den Reedkontakten zur Positionierung bzw. Weiterschaltung noch zu Ende bringen. Ich werde aber sicher dann bis auf Weiteres mit der manuellen Bedienung zufrieden sein.

Könntest Du vielleicht ein/zwei Fotos von den Hallsensoren und den Lichtschranken hier reinstellen? Die Anordnung würde mich sehr interessieren.

Viele Grüße

Mecki

PS: noch ein kleiner Tip zum Video: gib ihm doch einen besseren Titel - irgendwas mit Märklin und Turntable 7186 - (bei der Videoübersicht auf Bearbeiten klicken), dann wird es besser gefunden.
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Re: Märklin Drehscheibe 7186 - Automatik,Reedkontakte,Digita

#11

Beitrag von Blechfahrer » Sa 12. Okt 2013, 12:34

hallo, bin ein analoger blechfahrer und erst seit gestern im forum, für meine erweiterung (damit ich mehr stellplätze für rollendes material habe) kommt eine zweite ds 7186 zum einsatz. mich interessiert nur die änderung mit trix trafo und klackmagnetsteuerung. also das was vor dem ersten bild erläutert ist. ich bin leider elektroniklaie und brauche bitte detaillierte hilfe, danke.
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Re: Märklin Drehscheibe 7186 - Automatik,Reedkontakte,Digita

#12

Beitrag von Bahnbastler » Mo 14. Okt 2013, 22:18

Hallo,

erst mal Willkommen im Forum...

Zum Thema Umbauten an der Drehscheibe 7186 kann ich dir die Seite http://www.reichs-bahn.ch empfehlen, hier gibt es sowohl eine Anleitung für die Verbesserung zum Entriegelungsmagnet als eine Bauanleitung für mehr Abgänge aus einem alten Maerklin Magazin.

Für den Gleichstrom-Umbau empfehle ich dir u. a. einen Blick in ein anderes Forum wo ich den Umbau meiner Drehscheibe auf Betrieb mit Gleichstrom und Gleichstrom als Fahrspannung beschrieben habe.
http://kleintischspielbahn.forumieren.n ... icht#14003

Solltest du darüber hinaus noch Fragen haben versuche ich dir gerne weiter zu helfen. Ich hoffe auch das war jetzt nicht ganz an deinen Fragen vorbei.

Gruß
Markus
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Re: Märklin Drehscheibe 7186 - Automatik,Reedkontakte,Digita

#13

Beitrag von mecki » Di 15. Okt 2013, 04:43

Hallo Markus,

einen tollen Umbau hast Du da hinbekommen. Ist doch toll, wie man selbst höchst ramponierte 7186 Drehscheiben wieder richten kann.

Deine Hinweise wg. Entriegelungsmagnet und Gleichstrom gehen in die Richtung, wie ich es gelöst habe. Bei mir ist es nur einfacher, weil ich in der Märklin-Welt bleibe und nicht wg. Trix Express was umbauen muss.
Ich kann also die beiden Dioden noch vor die Anschlüsse an der Drehscheibe legen, muss also nichts in der Drehscheibe umlöten.
Auch das mit dem Entriegelungsmagnet ist bei mir einfacher als in dem zitierten Artikel.

@Blechfahrer: Bitte hab noch etwas Geduld bis zum WE. Ich bin gerade dabei, einen Schaltplan zu zeichnen.

Viele Grüße
Mecki
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Re: Märklin Drehscheibe 7186 - Automatik,Reedkontakte,Digita

#14

Beitrag von Bahnbastler » Di 15. Okt 2013, 11:23

Hallo,

ein Umbau für Trix Express wäre vermutlich etwas einfacher als meiner. Ich habe dir Drehscheibe für den Betrieb mit Gleichstrom als Fahrspannung umgebaut damit meine Loks kein Umschaltrelais bzw. Decoder mehr brauchen. Durch die Fahrgeräte (Conrad) kam es dann zu einem Kurzschluss zur Masse der Drehbühne bzw. des Drehscheibenmotors. Deshalb habe ich das alles umgebaut dass ich mit den 3 Schleifringen alle Funktionen nutzen kann...

Gruß
Markus
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Re: Märklin Drehscheibe 7186 - Automatik,Reedkontakte,Digita

#15

Beitrag von mecki » So 20. Okt 2013, 02:03

Hallo Blechfahrer,

wie versprochen habe ich den Schaltplan zum Wochenende geschafft. Da das Thema etwas ausführlicher wurde, habe ich hier
viewtopic.php?f=27&t=99459
ein eigenes Thema dazu aufgemacht.
Du schriebst am Anfang, dass Du zwei Drehscheiben für die vielen Loks im Einsatz hast. Vielleicht ist dann dieser Thread für Dich auch interessant:
viewtopic.php?f=27&t=91640
Da beschreibe ich, wie man auf simple Art und Weise zu sechs zusätzlichen Gleisanschlüssen kommt.

Bitte berichte mal, ob Du die Schaltung nachgebaut hast und wie sie bei Dir funktioniert.

Viele Grüße

mecki
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