BR38 P8 37030 mit ESU Loksound 3.5 Detaillierte Beschreibung

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CR1970
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BR38 P8 37030 mit ESU Loksound 3.5 Detaillierte Beschreibung

#1

Beitrag von CR1970 » Fr 19. Mai 2006, 19:22

So, es ist geschafft! Der Umbau meiner Märklin 37030 BR 38 P8. Ich habe den vorhandenen Dekoder (701.228 mit Mäuseklavier) gegen den ESU Loksound 3.5 (zum

Zeitpunkt des Umbau das Neueste) getauscht. Einen herzlichen Dank möchte ich Christof Zirpel aussprechen, der mir die (etwas verwirrenden) Farben am Dekoder

für den Glockenankermotor mitgeteilt hat.
Für jeden, der es mir nachtun will, bitteschön:

So sah sie aus bevor ich bekonnen hatte. (Ich hoffte sie würde nach dem Umbau wieder so aussehen...)

Bild 61
Bild

Erst mal den Kohlenwagen mittels 2 Kreuzschlitzschrauben öffnen:

Bild 62
Bild

Zum Vorschein kommt der oben erwähnte Märklin-Dekoder. Aber was ist das da unten, ein Widerstand? Nach Nachfrage im Forum stellte sich heraus: das ist eine

Drossel (passend zum Frühling...Amsel, Drossel, ok ok, ich hör schon auf). Was immer es ist, es wird nicht mehr benötigt:

Bild 64
Bild

So, jetzt das Lokgehäuse abnehmen (der Motor sitzt im Kessel). Zwei kleinere, aber lange Schlitzschrauben hinten...

Bild 67
Bild

...eine etwas größere kurze vorne (vorher das Vorlaufdrehgestell mittels Bundschraube lösen):

Bild 68
Bild

Ja, das was ihr da rechts seht ist ein 50mm-Roco-Flüsterschleifer (auf die Original-Halteplatte geklemmt).
So, jetzt den "alten" Dekoder losschrauben und entlöten (Farben müsst ihr nicht notieren, das kommt weiter unten). Dann gehts den Haltestiften an den Kragen.

Der hintere ist aus Kunststoff und fällt dem Teppichmesser zum Opfer.

Bild 70
Bild

Weg ist er!

Bild 71
Bild

Jetzt den Kabelhalter abziehen (vorher die Kreuzschlitzschraube des Massesammelpunktes lösen) und den vorderen Stift, der aus Metall ist, wegdremeln:

Bild 72
Bild

So! Weg ist er:

Bild 74
Bild

Jetzt die nicht mehr benötigten Litzen ablöten (Lötpad 1, beim "+" = grün, 2=blau, 4=schwarz, 5=grau) und aus der Deichsel entfernen. Die mittlere, gelbe und

die unteren (rot und braun) dran lassen. Jetzt die Kabel des Loksounddekoders in die Kabelführung einfädeln und anlöten. Kabelführung (Deichsel) wieder

montieren. Die Kabel sollten jetzt so aussehen:

Bild 76
Bild

Das braune Kabel zum Massesammelpunkt im Kohlewagen führen, dort auch das schwarze des Dekoders mit anlöten. Das rote mit dem roten des Dekoders verbinden.

Das gelbe mit dem blauen des Dekoders verbinden und ein Stück blau für die hintere Lampe mit anlöten. Und schon kann eine erste Probefahrt vonstatten gehen:

Bild 77
Bild

Den Lautsprecher kann man derweil an den Puffer "kleben". Er ist sehr stark magnetisiert (Falls ihr eure Schrauben sucht: Sie kleben am Lautsprecher ;-) )
Jetzt den Kohleaufsatz abnehmen. Die Lautsprecherschallkapsel mit doppelseitigem Klebeband fixieren und mit etwas Heißkleber festlegen. Dekoder mit

Selbstklebeband fixieren, Kabel "aufräumen". Lok- und Kohlewagegehäuse montieren.
Den Lautsprecher in die Kapsel drücken (nicht auf die Membrane fassen!), den Kohleaufsatz auf den Kohlewagen stecken, fertig!

Bild 80
Bild

Jetzt noch die gewünschten CVs anpassen und einer ausgedehnten Fahrt der P8 mit Sound steht nichts mehr im Wege:

Bild 81
Bild

Zu guter letzt noch die Farben:

Platine Lok oben:
Die unteren Angaben sind in folgender Reihenfolge zu lesen:
Märklin - Funktion - ESU - Stift des NEM-Steckers

grau - Lichtzuführung vorne - weiß - 6
schwarz - Raucheinsatz - grün/F1 - 3
gelb - Licht Rückleitung - blau - 7
blau - Motor - orange - 1
grün - Motor - grau - 5

Platine Lok untere Lötpads
rot - Schleifer - rot - 8
braun - Masse - schwarz - 4

Das violette Kabel (F2) des Loksounddekoders ist nicht benutzt!

Sollte jemand den Bericht für seine Homepage nutzen wollen, jederzeit gerne, verbunden mit der Bitte um eine PN mit Link. Und natürlich unter Ausschluss

jeglicher Gewähr.
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Reinhard B.
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#2

Beitrag von Reinhard B. » Sa 20. Mai 2006, 09:04

toller Bericht, auch die Fotos - SUPER 8)

kleine Frage zu den Farben:

ich meine, dem ESU-Decoder-Plus(+) = BLAU entspricht bei Märklin doch sonst üblicherweise ORANGE

Du hattest GELB geschrieben, das ist aber soweit ich weiss normalerweise die rückwärtige Beleuchtung ...

(siehe auch die X-TRAIN Seiten ....)

ich kenne diesen Loktyp zwar nicht, aber wie erklärt sich das?
Gruss
Reinhard B.


Christof Zirpel
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#3

Beitrag von Christof Zirpel » Sa 20. Mai 2006, 12:29

Hallo Reinhard,
Reinhard B. hat geschrieben: ich kenne diesen Loktyp zwar nicht, aber wie erklärt sich das?
Durch die Inkonsekvenz von M*?

Ich kann dir leider keine bessere Erklärung geben - in meiner Lok waren die Farben so verbaut.
Grüsse aus Dänemark

Christof Zirpel

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#4

Beitrag von CR1970 » Sa 20. Mai 2006, 12:58

Wenigstens innerhalb einer BestNr ist man konsequent. Meine Lok war genauso wie ich es beschrieben habe, zumindest bis gestern ;-) Jetzt ist sie ESU-verkabelt :D

Auf allen Seiten, die ich besucht habe, u.a. x-train, ist immer vom HL-Antrieb die Rede und dessen Farbcode. Beim Glockenanker scheint "man" einen anderen gewählt zu haben. Deswegen auch der Thread in "Digital" mit meiner Irritation über die Farben. Gell, Bodo ;-) *Räusper*

Wen's interessiert, hier noch meine CV-Einstellungen:
CV01=38 (Wer hätte das gedacht?)
CV03=25 statt 8 Beschleunigung
CV05=25 statt 64 Höchstgeschw.
CV64=5 statt 7 Bremssoundschwelle
Alle anderen habe ich im Moment mal gelassen. Wenn ich auch mal einen Programer mein Eigen nenne, werde ich die anderen auch mal antasten.
Ach ja, ich fahre sie DCC, da lassen sich auch weitere 4 Geräusche schalten und ich habe 28 Fahrstufen :D
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#5

Beitrag von Marky » Sa 20. Mai 2006, 15:11

CR1970 hat geschrieben:
Wen's interessiert, hier noch meine CV-Einstellungen:
CV01=38 (Wer hätte das gedacht?)
CV03=25 statt 8 Beschleunigung
CV05=25 statt 64 Höchstgeschw.
CV64=5 statt 7 Bremssoundschwelle

Hallo CR,

wenn Du die sonstigen Werte auf Werkseinstellung gelassen hast, dürfte die Lok aber keinen zufriedenstellenden Rundlauf haben.

M.E. müssen unbedingt CV 54 und 55 angepaßt werden.Beide Werte so ca. 4-8 .


Gruß Markus

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#6

Beitrag von CR1970 » So 21. Mai 2006, 12:07

Ich finde, sie läuft gut, aber werde den Tipp dankend annehmen... :D
Außerdem werde ich vielleicht noch ein paar Löcher in den Boden Kohlewagens bohren. Der Sound kommt recht leise durch. Wenn sie alleine fährt kein Problem, aber wenn überall pufft und dieselt, dann hört man sie fast gar nicht...
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#7

Beitrag von CR1970 » So 21. Mai 2006, 21:00

Ist sie nicht schön? Jetzt hat sie noch rote Radreifen und Achsen bekommen. Jetzt fehlt noch die echte Kohle für den Tender...

Bild
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#8

Beitrag von Reinhard B. » Mo 22. Mai 2006, 08:15

zu den schönen Bildern möchte ich noch was wissen 8)

1. welche Kamera und welches Objektiv/Nahlinse hast Du genommen?

2. in welcher Auflösung wurde fotografiert?

3. auf welches Format (cm) bzw. Pixelanzahl hast Du dann die Bilder verkleinert?

---

besonders Punkt 2 und 3 hätte ich gerne gewusst.

Ich habe auch versucht, mal Umbauten schrittweise zu dokumentieren, aber da habe ich zur Zeit noch die "Riesen"-Original-JPG-Dateien und suche noch Tipps

Deine Bilder finde ich nämlich sowohl vom Bildausschnitt als auch von der Schärfe und Vergrösserung Klasse :wink:

Danke!
Gruss
Reinhard B.

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#9

Beitrag von CR1970 » Mo 22. Mai 2006, 09:12

zu 1. SONY DSC-F505V mit Macrofunktion. Ist in der Zwischenzeit (wie alles Elektronikmaterial) veraltet. Sie hat aber ein Carl-Zeiss-Objektiv. Das macht sich dann in solchen Bildern bemerkbar. Die Makrofunktion ist unschlagbar, da kannst du bis auf 1 cm (?) ran gehen.

zu 2. Ich habe die Fotos extra für das Forum geschossen und gleich mit nur einer 640x480er Auflösung gearbeitet. Das erspart die Nacharbeit.

zu 3. Nacharbeit im (Experten weghören, aber für solche Arbeiten gar nicht schlecht, zu mehr auch nicht) Microsoft Photo Editor: Ausgleichen - Gamma-Wert erhöht damit die dunklen Anteile etwas heller werden. Dann noch Scharfzeichnen (geringster Wert 1).

Ansonsten fotografiere ich mit einer 1856x1392er Auflösung, die ebenfalls im PhotoEditor "auf einen Rutsch" auf die richtige Größe gebracht werden.

Zum "Optimieren" von JPGs benutze ich den "Smartsaver" von Ulead http://www.ulead.de/ssp/runme.htm
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#10

Beitrag von Karsten » Mo 22. Mai 2006, 19:18

Hallo,

Hut ab sehr schöner Umbau.


Mfg Karsten
Zuletzt geändert von Karsten am Di 23. Mai 2006, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.
MFG Karsten

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#11

Beitrag von CR1970 » Mo 22. Mai 2006, 21:27

Markus Heinz hat geschrieben: M.E. müssen unbedingt CV 54 und 55 angepaßt werden.Beide Werte so ca. 4-8
Habe jetzt beide Werte auf 6 gestellt und ...

...sie singt kaum noch, läuft butterweich. Es ist nur noch das Tschtsch des Loksounds zu hören. Danke für diesen Tipp :D
Der ist jetzt noch etwas lauter zu hören (bilde ich mir zumindest ein ;-) ), habe ein Loch in den Tenderboden gebohrt, auah! :shock:
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#12

Beitrag von CR1970 » Do 25. Mai 2006, 12:21

Noch ein paar angepasste CV-Werte. BTW: Das Function-Mapping ist ne feine Sache (auch ohne Lokprogrammer zu verstehen):

Habe die Höchstegeschwindigkeit noch ein klein wenig erniedrigt: CV5=23
CV141=1 (Lichttaste= icht vorwärts, hatte vorher noch den Raucheinsatz mit geschaltet AUX)
CV144=2 (dto jedoch Licht rückwärts
d.h. zum jetzigen Zeitpunkt ist AUX1 (also der Dampfgenerator nicht schaltbar).

Ich habe den Sound von F4 jetzt auf F5 (IBOX=Lok+F1) gelegt:
CV173=3 und VC176=3, F5 war vorher Bremsenquitschen, das ich nicht mit der F-Taste schalten möchte.
Den Rauch habe ich jetzt auf F4 gelegt:
CV165=4 und 168=4 (jeweils vorwärts/rückwärts)

Klingt alles kompliziert, aber nach kurzem Loksound-Doku-Studium blickt man durch.
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