LokPilot ESU Decoder

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LokPilot ESU Decoder

#1

Beitrag von Br 120 » Sa 22. Jan 2011, 14:03

Hallo, ich komme gerade aus einem Modellbahnladen, und habe mir einen ESU LokPilot Decoder gekauft, nun habe ich alles angeschlossen, außer das Licht. 1.Frage: Wie schließt man das Licht an?
2. Frage: Was habe ich falsch gemacht? Sobald ich die Lok auf das Gleis stelle, fährt sie ganz langsam Los.
und macht einen Konstanten Ton. !Kein Sounddecoder! Und wenn ich die Richtung Wechsle, macht sie so ein Geräusch wie eine Taurus beim Anfahren, nur von oben nach unten, und beim untersten Ton gibt sie Vollgas.
Kann mir irgendjemand helfen?

Arne

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sledge
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Re: LokPilot ESU Decoder

#2

Beitrag von sledge » Sa 22. Jan 2011, 14:37

Hallo Arne,werte Forenleser !

Um dir helfen zu können, solltest Du uns mehr Informationen zum Decoder, bzw. Lok und Antrieb geben!

1. Welchen Decoder hast Du gekauft ( Lopi 3 oder 4, mit Kabel oder 21mtc / Artikelnummer )?
2. In welche Lok hast du Ihn eingebaut ( Artikelnummer / Hersteller ) ?
3. Welcher Antrieb ist verbaut, bzw. hast Du eine Motorumrüstung vorgenommen?
4. Welche Anschlüsse ( evtl. Kabelfarben ) hast Du wo angeschlossen ?

In der Bedienungsanleitung von Lopi 3 und 4 ( S 13 -15 ) sind Anschlusspläne enthalten.

Gruß sledge
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Re: LokPilot ESU Decoder

#3

Beitrag von Br 120 » Sa 22. Jan 2011, 14:50

Hallo, es ist ein ESU Digitaldecoder, mit Kabeln, die Steckverbindunges habe ich abgelötet, weil meine Lok keine Schnittstelle hat.
Es ist die Märklin 34374, Br 101 ich habe leider diese Deltalok gekauft, weil ich das mit Delta und Digital nict wusste, mit der Digidalen Konstandbeleuchtung... Und der Decoder ist nur zur überbrückung, bis ich das Geld für einen Sounddecoder habe. Angeschloss habe ich wie folgt:
Märklin ESU
Motoranschl. rechts grün grau
Motoranschl. links blau orange
Gleichricher schwarz blau
Schleifer rot rot
Masse(Schiene) braun schwarz

Und Licht weiss ich ja nicht, weil in der Gebrauchsanleitung nur ein Kabel eingez. ist.

Arne

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Re: LokPilot ESU Decoder

#4

Beitrag von TEE2008 » Sa 22. Jan 2011, 15:01

Hallo,
hast du auch einen HAMO Magneten (ggf. einen Hochleistungsmotor) samt Motordrosseln verbaut und für die LED Lichtplatinen passende Widerstände verbaut?
Gruß

Tobias


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Re: LokPilot ESU Decoder

#5

Beitrag von Holger Piller » Sa 22. Jan 2011, 15:11

Nein, hat er nicht. Wenn ich das richtig sehe, hat er das Motorschild (Kabelfarbe Märklin schwarz) an blau, und die Feldspule an grau und orange angeschlossen.

@ Arne: das Delta-Modell hat einen Allstrommotor mit Feldspule, keinen Gleichstrommotor. Du musst erst den Motor umbauen!

Und schließ bitte die Beleuchtungseinheiten NICHT direkt an den Decoder an!!! Da müssen Vorwiderstände rein, die bei diesem Modell auf der Delta-Platine sind!

Gruß

Holger

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Re: LokPilot ESU Decoder

#6

Beitrag von Br 120 » Sa 22. Jan 2011, 15:14

Ok, dann werde ich die Hamo Magneten einbauen. Und ich schließe die Beleuchtungsplatinen doch an Wiederstände erst an, das haben mir jetzt schon 15 Leute gesagt. :evil: ...Ich meine: ich denke an die Wiederstände. :P

Arne

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Re: LokPilot ESU Decoder

#7

Beitrag von Michael K » Sa 22. Jan 2011, 16:18

Br 120 hat geschrieben:/.../ das haben mir jetzt schon 15 Leute gesagt. :evil: ...Ich meine: ich denke an die Wiederstände. :P
Die "15 Leute" meinen es sicher nur gut mit Dir und Deiner Lok, Arne. Du darfst aber gerne in Zukunft Deine eigenen Erahrungen machen (und dafür bezahlen...) nur frag dann hier nicht :!:

Und Du meinst sicher die Widerstände...
Viele Grüße
Michael

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DiegoGarcia
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Re: LokPilot ESU Decoder

#8

Beitrag von DiegoGarcia » Sa 22. Jan 2011, 17:22

Hallo Arne,

hier hattest Du geschrieben:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=56366
Br 120 hat geschrieben:…Die vorwiederstände vergess ich auch nicht, und wo ich schon gerade dabei bin, baue ich auch gleich einen 5-pol. Hochleistungsmotor ein.
Ich bin jetzt etwas verwirrt. Hast Du den 5*-HLA-Motor eingebaut? Oder ist noch der originale 3-pol-Wechselstrommotor drin?

Ciao
Diego
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DiegoGarcia
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Umbau Märklin DELTA auf LokPilot ESU Decoder

#9

Beitrag von DiegoGarcia » Sa 22. Jan 2011, 18:49

Hallo Arne,

mit diesen Bildern möchte ich Dir gerne helfen, um die Sache für alle Beteiligten hier etwas einfacher zu machen. An die alten Hasen im Forum:
- ja, die Lok auf den Bildern ist keine BR 101, sondern eine BR 211.
- nein, ich habe keine BR 101, die Lok dient als Beispiel.
- ich weiss, dass Arne keine ESU-Adapterplatine zur Hand hat.

Also, vom Prinzip her sieht eine DELTA-Lok aus dem Hause Märklin von innen etwa so wie diese BR 211 (mae3473) aus:

Bild

Motor ist ein 3-pol-Allstrommotor, mit drei Anschlüssen, Märklin Kabelfarben blau und grün an der Feldspule des Motors und Kabelfarbe schwarz zum Motorschild. In der scharzen Zuleitung ist die "UKW-Drossel" mit eingebaut. Diese drei Kabel gehen zum DELTA-Decoder.

Zusätzlich sind am Motorschild bei dieser Lok noch die beiden Lichtkabel zur hinteren Beleuchtung mit dem umgeknickten Kondensator fixiert. Diese beiden Kabel (gelb, braun auf diesem Foto (braun hier sollte eigentlich orange sein)) haben aber nichts mit dem Motor zu tun und sind mit ihm auch nicht verbunden. Außerdem findet man bei vielen Loks am Motorschild noch einen Masselötpunkt für das Märklin-braune Massekabel. Nur leider nicht in diesem Beispiel, aber evtl. bei Deiner BR 101.

Nun zum nächsten Bild:

Bild

Dies sind die Zutaten, die man zum Umbau auf Gleichstrommotor gebrauchen kann: in diesem Beispiel die Bauteile zum Umbau auf Märklin-5*-HLA-Motor (flacheres Motoschild, Magnetpolbügel, neue Bürsten, etwas Schrumpfschlauch, 2 Droseln à 1,9µH (Mikro-Henry), 5-poliger Anker). Außerdem ist auf dem Bild die mtc-Adapterplatine ESU 51968. Diese hat die gleichen Kabel dran wie Dein ESU LoPi. Die Adapterplatine ermöglicht komfortabel den Einbau von Decodern mit 21-poliger mtc-Schnittstelle und hat gleichzeitig Verstärkerschaltung drauf für AUX3 und AUX4 von ESU- oder Märklin-Logikpegeln (Anm. für die Experten: sie ist m.M.n. daher nicht für Trix-Decoder geeignet). Du hast einen Decoder mit 8 oder 9 angelöteten Kabeln. Denke Dir einfach, der Kabelbaum der Adapterplatine auf den folgenden Fotos ist der Kabelbaum Deines Decoders.

Man braucht natürlich nicht den kompletten Umbausatz des obigen Bildes. Man kann den originalen Allstrom-Motor auch mit einem sogenannten HAMO-Polbügel zum Gleichstrommotor umbauen (die alten Hasen nicken da mit dem Kopf: jaja, die gute alte HAMO-Zeit … HAMO war eine Zeit u.a. lang die Gleichstrom-Marke des Hauses Märklin, von daher der Begriff. Schon damals hatte Märklin den gleichen Motor auf diesem Wege zum Gleichstrommotor gemacht und so Gleichstromloks verkauft). Einen solchen HAMO-Polbügel bekommst Du bei ESU unter der Artikelnummer 51962 für den DCM-Motor Deiner DELTA-BR 101. Der HAMO-Polbügel ist preisgünstig, der ESU-LoPi kann so umgebaute Motoren perfekt ansteuern.

Also weiter gehts: zuserst wird alles ausgelötet und ausgebaut: der bisherige DELTA-Decoder, der alte Motor, die alte Beleuchtung. Bitte das rote Schleiferkabel an Schleifer-Adapterplatte lassen und stattdessen am DELTA-Decoder ablöten. Als Gedächtnisstütze ein kleines rotes Kabel an den DELTA-Decoder wieder anlöten.

Bild

Dann wird der Magnet-Polbügel eingesetzt:

Bild

Dann wird der Anker eingesetzt (hier der 5-Poler):

Bild

Dann wird das Motorschild wieder aufgeschraubt.

Bild

Ich habe hier in diesem Falle einen kleinen Lötstützpunkt aus etwas Kupferblech mit angeschraubt. Dort wird später dann das braune Massekabel des Decoders / der Adapterplatine angelötet.

Jetzt wird die Gängigkeit des Motors überprüft. Dreht er sich leicht? Dann können die Kohlebürsten eingesetzt werden.

Nun werden die beiden Drosseln angelötet am Motorschild:

Bild

Drosseln bekommt man auch im Elektronikbedarf, z.B. beim großen "C". Sie nennen sich dort "Induktivitäten in Widerstandsbauform" (Arne: dies sind keine Widerstände !), Werte zwischen 2,2µH und 3,3µH habe ich erfolgreich im Einsatz.

Solltest Du das alte Motorschild mit HAMO-Polbügel weiter verwenden, dann mußt Du evtl. vorhandene zusäzliche Kondensatoren vom Motorschild ablöten, nur der mittige Kondensator zwischen den beiden Motoranschlüssen darf bei Einbau eines ESU LoPi verbleiben.

Als weiteren Schritt bevorzuge ich den Einbau einer Drossel in die Schleiferzuleitung mit Werten zwischen 10µH und 22µH, hier als Beispiel das Märklin-Ersatzteil mae607478. Ist aber fakultativ (?).

Du kannst aber auf dem Bild schon sehen, dass ich die Kabelfarben zum Teil geändert habe an der Adapterplatine. Insofern ist das Bild für Dich zu verwirrend, überspringe es bitte.

Bild

Was für Dich wichtiger ist, ist nun der Anschluss der Kabel an den Motor, und dann an das Licht:

Bild

Auf dem obigen Bild sind die Anschlüsse an Masse, Schleifer und Motor bereits vorgenommen. Die Kabel zum Anschluß von Licht, Elektronik+ (U+) und AUX1 und AUX2 hängen lose nach unten.

ESU verwendet andere Kabelfarben als Märklin.
http://stayathome.ch/images/ESU_Lopi.gif
Auf dem obigen Bild ist Märklin-typisch das Massekabel "braun". An Deinem ESU LoPi ist das Massekabel ESU-schwarz.

Es wird jetzt also in der folgenden Reihenfolge gelötet:

1) ESU-schwarz = Masse = kommt an den Masselötpunkt, an dem vorher das Märklin-braune Decoderkabel angelötet war.

2) ESU-rot = Schleifer = kommt an den Schleiferlötpunkt, wo vorher das Märklin-rote Decoderkabel angelötet war, d.h. im Fall Deiner BR 101 am gemeinsamen Ausgang der Umschalterplatine für Ober-/Unterleitung.

3) ESU-orange = Motor rechts = kommt an den rechten Motoranschluß bzw. an die dort angeschlossene Drossel (entspräche Märklin-blau). Schrumpfschlachschutz empfehlenswert, wenn Drossel mit verwendet wurde.

4) ESU-grau = Motor links = kommt an den linken Motoranschluß bzw. an die dort angeschlossene Drossel (entspräche Märklin-grün). Schrumpfschlauch als Isolierung ist sehr empfehlenswert, wenn Drossel mit verwendet wurde.

Jetzt ist der Motor angeschlossen, Testfahrt nun schon möglich. Nun das Licht. Ich hoffe, Deine BR 101 hat isolierte Lampenhalter wie die BR 211 auf dem ersten Bild. Ansonsten gehts nicht weiter.

5) Die isolierten Lampenhalter von Märklin haben zwei Anschlüsse. An einem davon ist ein oranges (oder seltener, wie im Beispiel dieser BR 211, ein braunes) Kabel angelötet. Diese Kabel sind mit Elektronik+ (U+) des Decoders zu verbinden. In Falle ESU-Decoder: mit ESU-blau. Also beide Lampenanschlüsse durch Kabelverlängerung mit diesem ESU-blau-Kabel des Decoders verlöten. Auf Isolieren der Lötstellen achten (Schrumpfschlauch empfehlenswert).

6) + 7) Nun verbleibt ja noch je Lampe ein Anschluss. Dieser hat bei Märklin die Farbe grau für "Vorne" und gelb für "Hinten" (schlagt mich weich, wenn ich jetzt die Seiten verwechselt habe). Märklin-grau wird mit ESU-weiss verlötet für "Vorne" und Märklin-gelb wird mit ESU-gelb verlötet für "Hinten". Dabei empfiehlt es sich, da ja eh' schon gelötet werden muss, im Fall Deiner BR 101 dabei die Vorwiderstände (mindestens 1,2 Kiloohm) dazwischen zulöten.

8) Es bleiben dann noch zwei Kabel des ESU-LoPi ungenutzt: ESU-grün = AUX1; sowie ESU-violett = AUX2. Da kannst Du die roten Schlussleuchten anschließen. An Vorwiderstände denken.

Arne, ich hoffe, dass war jetzt nicht zuviel Text. Hoffentlich funzt jetzt alles.

Ciao
Diego
Zuletzt geändert von DiegoGarcia am Sa 22. Jan 2011, 19:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: LokPilot ESU Decoder

#10

Beitrag von sledge » Sa 22. Jan 2011, 19:16

Hallo Arne, werte Forenleser !

Mit dem hervorragend bebilderten Umbaubericht von Diego solltest Du zurecht kommen ( dass kann man nicht besser erklären ) !

Jedoch möchte ich Diego zum Thema Beleuchtung korrigieren, bzw. ergänzen.
Für einfache Beleuchtung ( Glühlampen ) ist die Beschreibung korrekt, jedoch ist in der 101er eine LED Beleuchtungseinheit mit ( bitte um Korrektur, wenn ich falsch liege ) 4 Anschlusskabeln pro LED - Einheit eingebaut.

gelb und grau = Beleuchtung weiss
orange = Rückleiter ( + )
braun/weiss = Schlussleuchten (vorne )
braun/gelb = Schlussleuchten ( hinten )

zum Anschluss an den Decoder werden das gelbe und graue Kabel verbunden und mit einem eingefügten Widerstand 1 KOhm / 0,25 W an das weisse oder gelbe Decoderkabel ( vorne / hinten) angelötet.
Orange wird mit blau ohne Widerstand verbunden.
Je nach Fahrtrichtung wird das braun/weiss mit dem grünen, bzw. braun/gelb mit dem lila Decoderkabel verbunden. Auch hier ist jeweils ein Widerstand 1 KOhm / 0,25 W einzufügen.

Gruß sledge
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Re: LokPilot ESU Decoder

#11

Beitrag von DiegoGarcia » Sa 22. Jan 2011, 19:33

sledge hat geschrieben:gelb und grau = Beleuchtung weiss
orange = Rückleiter ( + )
braun/weiss = Schlussleuchten (vorne )
braun/gelb = Schlussleuchten ( hinten )
Hallo sledge,

danke für Lob und Ergänzung. Darf ich mir eine ganz kleine Frage zu Deiner obigen Liste erlauben:

LED-Platinenkabel-grau: ist das immer Fahrlicht/Stirnlicht bei den Platinen oder wechselt das mit der Führerstandsseite?

Aber jetzt verstehe ich auch die Probleme von Arne: jede LED-Platine der BR 101 hat mindestens 3, wenn nicht sogar vier Lötpunkte? Und an jeder Platine ist ein graues und ein gelbes Kabel angelötet? Jetzt wird mir einiges klar...

Arne: Deine LED-Platinen haben Anschlüsse für
- gemeinsame Elektronik+ (U+), dort war vorher das Märklin-orange Kabel angelötet, dort muß jetzt ESU-blau angelötet werden.
- Stirnlicht: "Vorne" Lötpad wo vorher Märklin-grau dran war, da muss jetzt ESU-weiss hin. "Hinten" Lötpad wo vorher Märklin-grau (??????) dran war, da muss jetzt ESU-gelb hin.
- Schlusslicht: ist keine Schlusslichtabschaltung gewünscht, dann werden an den Lötpads genau die anderen Farben angelötet. Ist Schlusslichtabschaltung gewünscht, kann dort ESU-grün und ESU-violett angelötet werden für AUX1 / AUX2.

Aber ich glaube, da kann ich ohne Foto einer solchen Platine im Originalanschlusszustand nicht viel genaueres zu sagen. Ist das wie beim Taurus ?

Viel Erfolg beim Umbau!
Diego
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Re: LokPilot ESU Decoder

#12

Beitrag von sledge » Sa 22. Jan 2011, 20:13

Hallo Diego, werte Forenleser !

Die LED -Beleuchtungseinheit besteht bei weiss/ rot Ausleuchtung aus 5 Led's.

Die beiden roten Leds befinden sich auf einer Linie und werden mit einem Kabel angesteuert ( braun / weiss oder braun/gelb ). Die 3 weissen LED's sind in einer Art Dreiecksform angeordnet wobei die beiden unteren LED auf einer Linie liegen und mit grau angesteuert. Die obere LED wird über das gelbe Kabel angesteuert. Bei der anderen LED Beleuchtungseinheit ( FSt 2 ) ist die Kabelbelegung grau / gelb umgekehrt.

Gruß sledge
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Re: LokPilot ESU Decoder

#13

Beitrag von DiegoGarcia » Sa 22. Jan 2011, 20:25

Danke sledge, für die Infos!
@ Arne: es wird kompliziert. Die mittlere, obere LED der BR 101 von Märklin hat evtl. einen eigenen Anschluß (*Edit) und damit wohl auch einen eigenen Vorwiderstand nötig. Das wird nix ohne graphischen Schaltplan für Dich. Mal sehen, ob ich morgen dazu komme...

Ciao
Diego


http://forum.miniatur-wunderland.de/dig ... 24531.html

(*Edit): mittlerweile glaube ich das aber auch nicht für alle BR 101, siehe dieses Video, das zeigt dass bei den orange-gelben Stirnbeleuchtungen das mittlere Stinlicht bei Fernlicht-Zuschaltung nicht heller wird. Deine Delta-Version mae34374 hat ja gar kein Fernlicht... also wohl nur drei belegte Anschlüsse auf der Lichtplatine?
Zuletzt geändert von DiegoGarcia am Mo 24. Jan 2011, 19:47, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: LokPilot ESU Decoder

#14

Beitrag von Br 120 » Sa 22. Jan 2011, 20:29

Michael K hat geschrieben:
Br 120 hat geschrieben:/.../ das haben mir jetzt schon 15 Leute gesagt. :evil: ...Ich meine: ich denke an die Wiederstände. :P
Die "15 Leute" meinen es sicher nur gut mit Dir und Deiner Lok, Arne. Du darfst aber gerne in Zukunft Deine eigenen Erahrungen machen (und dafür bezahlen...) nur frag dann hier nicht :!:
EHLER
Und Du meinst sicher die Widerstände...
Das war ja nicht böse gemeint, ich meinte nur, dass ich es weiss :!:
Und danke Diego, bevor ich deinen Beitrag gelesen hatte, hatte ich aus meinem ICE 1(der ja sowiso noch nicht geht) den HLA ausgebaut, und in die Br 101 eingebaut. Aber es geht irgendwie immer noch nicht. Und vorhin hat sich auch irgendwie eine Lok angemeldet, obwohl es kein mfx-Decoder ist, und dann stand da ESU SERVICE ADR. FEHLER, der Adressfehler: weil ich eine Piko Br 185 auf Adr. 3 angemeldet habe, und der Decoder auch Adresse 3 hat.
Aber bei dem HLA ist ja kein Kabel: Rückleiter für Funktionen. Also es geht nicht, was ist denn jetzt wieder?

Arne

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Michael K
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Re: LokPilot ESU Decoder

#15

Beitrag von Michael K » Sa 22. Jan 2011, 20:47

Br 120 hat geschrieben:Das war ja nicht böse gemeint, ich meinte nur, dass ich es weiss :!:
Arne, der :evil: hat da nur etwas verwirrt... ;-)
Br 120 hat geschrieben:Aber bei dem HLA ist ja kein Kabel: Rückleiter für Funktionen. Also es geht nicht, was ist denn jetzt wieder?
Dein Elektromotor hat zwei Anschlüsse (blau und grün bei den Märklin-Farben) und die kommen an die ESU-Kabel orange und grau. Der Rückleiter für Funktionen (ESU-blau) ist nur für die Beleuchtung relevant - nicht für den Motor! Grundsätzlich also gelb bzw. weiß und blau (wieder ESU Farben) zur Beleuchtung. Hast Du eigentlich die Anleitung zur Hand :?:
Viele Grüße
Michael

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Re: LokPilot ESU Decoder

#16

Beitrag von Br 120 » Sa 22. Jan 2011, 20:52

Ja, hab ich.
Aber wieso geht die Lok jetzt schonwieder nicht? :cry: Ich werd noch :mad: :zahnlos: :baeh: :aetsch:

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Re: LokPilot ESU Decoder

#17

Beitrag von DiegoGarcia » Sa 22. Jan 2011, 21:06

Br 120 hat geschrieben:Ja, hab ich.
Aber wieso geht die Lok jetzt schonwieder nicht? :cry: Ich werd noch :mad: :zahnlos: :baeh: :aetsch:
Hallo Arne,

beim Umbau einer Märklin Lok von DELTA- oder analog-Allstrommotor auf Digital-Decoder und Gleichstrommotor gibt es generell vier Arbeitsschritte, die getrennt getestet werden müssen und können:
1) Einbau der neuen Mechanik / neuen Motor: Prüfen auf Leichtgängigkeit!
2) Anschluß des Decoders an Spannungsversorgung (Masse u. Schleifer) und an den Motor: erste Testfahrt! Vorher aber müssen die Bürsten im Motor eingesetzt sein.
3) Anschluß Licht: Prüfen auf korrekte Polung, Widerstandsgrößen, Dimmung, Funktions-Mapping (vorne / hinten-Vertauschung).
4) Sound-Anpassung.

Du hast Punkt 1) sicher? Und Du stehst jetzt an Punkt 2) und nix geht? Dann mach mal Nah-Foto und stell mal ein, z.B. http://www.bilder-hochladen.net
sonst wird es sehr schwer Dir via Forum zu helfen. Möglich ist aber auch, dass Du mittlerweile den Decoder geschrottet hast.

Ciao
Diego
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Re: LokPilot ESU Decoder

#18

Beitrag von Br 120 » So 23. Jan 2011, 08:23

Nein, ich habe auch die ges. Anleitung durchgelesen. Ich habe jetzt nur den Motor+Masse+Schleifer angeschlossen, weil ich für die Bel. noch keine Vorwiderstände habe... :oops: aber kann das sein dass der Motor wu wenig Strom bekommt, weil am HLA Widerstände sind, und am Allstrommotor nicht...und was ist eig. mit der ESU Service-meldung :?:

Arne

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Re: LokPilot ESU Decoder

#19

Beitrag von DiegoGarcia » So 23. Jan 2011, 12:52

Br 120 hat geschrieben:...Ich habe jetzt nur den Motor+Masse+Schleifer angeschlossen... aber kann das sein dass der Motor wu wenig Strom bekommt, weil am HLA Widerstände sind, und am Allstrommotor nicht...und was ist eig. mit der ESU Service-meldung?
Hallo Arne,

am HLA sind keine Widerstände angeschlossen, sondern Drosseln in Widerstandsbauform, die ihrerseits nur einen geringen Innenwiderstand haben.

Fazit
- Dein Motor dreht sich nicht.
- Dein Decoder (mfx-LoPi ?) gibt komische Fehlermeldung (an der MS1 / MS2 / CS1 / CS2 / ECoS ?)

Wir sind also bei Schritt 2). Frage ist nun: liegt's am Motor oder an den Kabeln oder am Decoder?

Also zurück zu Schritt 1):
- Bürsten ausbauen, dreht sich der Motor problemlos ? Wenn nein: mechanische Ursache abstellen. Wenn ja: Bürsten wieder einbauen und weiter bei dem folgenden:

-
2a) Hast Du eine Gleichstromquelle / Trafo ? Dann Decoder vom Motor ablöten und die beiden Motoranschlüsse an die Gleichstromquelle anschließen. Dreht sich der Motor, dann ist der Motor, die Bürsten und die Drosseln okay.
2b) Dann den Motor wieder am Decoder anschließen und Lok auf's Programmiergleis. Der Decoder sollte dann über Deine Digitalzentrale ansprechbar sein, z.B. per Reset des Decoders. Welche Zentrale (Produktnummer) und welchen Decoder (Produktnummer) hast Du?

Ich glaub ja eher, Du hast den Decoder ruiniert.

Für Licht bei der BR 101 habe ich hier noch was: http://www.raily74.de/baureihen/br101seum.htm

@sledge: schau mal auf die Bilder der Beleuchtungsplatine bei dem obigen Link. Ist zwar 'ne Trix BR 101, aber mit gelben LEDs. Die hat kein Fernlicht. Hat Arnes 101 Fernlicht? Verflixt, wer hat ein Foto vom originalen Anschluß von Arnes Lichtplatinen...

Ciao
Diego


Edit:

Code: Alles auswählen

http://medienpdb.maerklin.de/product_files/1/pdf/34374_betrieb.pdf
sagt, die mae34374 hat keine Fernscheinwerfer (im Gegensatz zur mae37374: sledge, hattest Du die mae37374 vor Augen ? Da braucht es ggf. für das Fernlicht tatsächlich eine eigene Anbindung des mittleren Spitzenlichts). Ich gehe mal davon aus, dass die Platine dann wie bei der Trix-Version aussieht... Wer kann da helfen?
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Re: LokPilot ESU Decoder

#20

Beitrag von DiegoGarcia » So 23. Jan 2011, 13:30

Hallo Arne,

Dank an den edlen Spender des Fotos der Platine. Hier werden Sie schnell geholfen!
hier mach ich mal weiter wegen der Beleuchtungsplatine Deiner mae34374, BR 101 DELTA. Die Explosionszeichnung sagt, es ist die Beleuchtungseinheit mae558890 verbaut.

Code: Alles auswählen

http://medienpdb.maerklin.de/product_files/1/pdf/34374_explo.pdf
Diese hat, im Gegensatz zur "digitalen" BR 101, kein Fernlicht. Also sollte sie drei Anschlüsse haben, ein Lötpad sollte frei sein (ungenutzt sein). Schau bitte mal auf dieses Bild, ob Deine Lok solche Platinen mit solchen Anschlüssen hat:

Bild

Dann kann ich Dir ein Anschluss-Schema malen.

Ciao
Diego
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Re: LokPilot ESU Decoder

#21

Beitrag von sledge » So 23. Jan 2011, 13:35

Hallo Diego, werte Forenleser !

Die Beleuchtungseinheiten die ich habe ( Ersatzteillager ), stammen von Trix E 50 ( 22150) und Märklin E 03 ( 39573 ). Es gibt hier so viele Varianten und Teilenummern, dass auch von der Verdrahtung und Funktionsausführung innerhalb der gleichen Baureihe Unterschiede bestehen können. Das von dir verlinkte Bild dürfte aber nicht der Original 101er entsprechen .

Das in deinem letzten Beitrag gezeigte Bild, entspricht der Variante, die ich meinte! An dem freien Lötpad ist bei meiner Ausführung das braun/weiss,bzw. braun/gelb Kabel für die Schlussleuchten angelötet.


Gruß sledge
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DiegoGarcia
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Re: LokPilot ESU Decoder

#22

Beitrag von DiegoGarcia » So 23. Jan 2011, 16:55

sledge hat geschrieben:Das in deinem letzten Beitrag gezeigte Bild, entspricht der Variante, die ich meinte! An dem freien Lötpad ist bei meiner Ausführung das braun/weiss,bzw. braun/gelb Kabel für die Schlussleuchten angelötet.
Hallo sledge,
danke für die Rückmeldung!

Hallo Arne,
bitte beachte den obigen Hinweis von sledge. Auf dem folgenden Schema müssen evtl. die Anschlüsse für R2 und R4 um ein Lötpad nach links verschoben werden:
Bild

Also hier das versprochene Schaltbild (3 Stunden Arbeit).
R1 = R3 = mindestens 1,2 Kiloohm,
R2 = R4 = mindestens 1,2 Kiloohm.
AUX1 ist hier angeschlossen an rote Schlussleuchten vorne,
AUX2 ist angeschlossen an rote Schlussleuchten hinten.
Damit sind die roten Schlussleuchten abschaltbar. Es muss dafür aber die Funktion des LoPi entsprechend gemappt werden. Wenn Du nur eine MS1 hast, geht das damit nicht. Willst Du rote Schlussleuchten permanent haben, dann führe das weisse Kabel auch an R4 und das gelbe Kabel an R2, wie auf dem folgenden Bild (dann bleiben AUX1 (ESU-grün) und AUX2 (ESU-violett) ungenutzt):
Bild

Wenn Du an die Beleuchtungsplatinen mit Fernlicht herankommen kannst, dann kannst Du evtl. statt abschaltbarer roter Schlussleuchten das Fernlicht schaltbar machen. Siehe diese Links:

http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=56379 - Umbau Märklin 101 auf warmweiße LEDs
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=22800 - Umbau der BR 152 mä 39350 auf weiße LEDs

Ciao
Diego
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