Neuheiten 2019

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Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

Bereich für alle Themen rund um die Modellbahn-Elektronik und elektr. Umbauten für Analogbetrieb.
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ralfbayern
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Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#1

Beitrag von ralfbayern » Mo 24. Jan 2011, 17:25

liebe Modellbahnfreunde,

ich bin von Beruf kein Elektroniker, dennoch habe ich nach gründlichem Studium von Unterlagen bereits viele ESU Decoder in ältere Märklin Loks erfolgreich umgebaut. Wenn ich so weiter mache, bekomme ich Routine ;-)

Was ich für die Zukunft lernen möchte, ist beim Decodereinbau das elektrische Prüfen nach dem Verschalten aller Anschlüsse an den Decoder oder 8poligen NEM Stecker. In den Bedienungsanleitungen der Decoder wird stets gesagt, "messen Sie nach Anlöten die Kabel auf Kurzschlüsse durch" . Das habe ich bisher mangels "gewusst wie" nie gemacht.

Ich habe also hier ein normales digitales Multimeter. Dies enthält auch einen ganzen Block von Ohm Schaltmöglichkeiten ( 2k,20k,200k,2m,20m) , einer mit Summer (200). Wie gehe ich jetzt vor, um einen Kurzschluss mangels schlampiger Lötstelle zu finden?
danke für das Erklären

euer
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Rainer Lüssi
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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#2

Beitrag von Rainer Lüssi » Mo 24. Jan 2011, 17:59

Hallo

Messungen mit eingebautem Decoder sind immer (für den Laien) - sagen wir mal - problematisch.
Am einfachsten geht es, wenn Du eine Schnittstelle (8-pol, 21-pol) einbaust.

Dann kannst Du die Messung ohne Decoder aber nach dem löten der Litzen vornehmen.

Gemessen wird dabei mit der niedrigsten Ohm-Einstellung, bei deinem Messgerät also mit 2kOhm.
Empfehlenswert hierbei ist die Messung der beiden Motoranschlüsse (einzeln) gegen Masse (meist Lokgehäuse).
Auch die Lampen-"Rückleitungen" (ist Decoder Plus) gegen Masse ist zu messen. Und natürlich auch die Anschlüsse gegeneinander. Bei den Motoranschlüssen kannst Du dazu bei den Märklin eigenen Motoren die Kohlen herausnehmen.

Bei all diesen Messungen sollte das Messgerät "unendlich" anzeigen. Ein Kurzschluss wird je nach Messgerät mit einigen wenigen mOhm bis Ohm angezeigt.
Reine Kurzschlüsse erkennt das Gerät auch mit der Einstellung als "Piepser".

Gruss
Rainer
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Railstefan
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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#3

Beitrag von Railstefan » Di 25. Jan 2011, 11:00

Hallo Ralf,

ich kann mich Rainer nur anschließen.
zuerst alle Kabel, die nicht mehr benötigt werden raus aus der Lok und dann ALLE möglichen Kombinationen auf Durchgang überprüfen (hierzu idealerweise wenn möglich die Glühlampen ausbauen und beide Motorkohlen, wenn möglich).

Am einfachsten misst du alle Anschlüsse gegen den Metallrahmen.

Bei Märklin-Loks ist dies üblicherweise gleichzeitig die Schienenmasse und sie sollte keinerlei Verbindung zu den Motoranschlüssen und zu den Lampen haben. Bei den Lampen ist möglicherweise der alte Sockel einseitig mit dieser Masse verbunden, was im Digitalbetrieb zum Flackern der Glühbirnen führt, also besser alle Lampen beidseitig vom Rahmen trennen.

Bei anderen Lok-Herstellern gilt sinngemäss das Gleiche, nur das dort der Lokrahmen ggfs mit einem anderen Anschluss verbunden ist (Mittelleiter oder gemeinsame Masse der Lampen). Bei der ersten Variante gilt das Gleiche wie oben beschrieben und bei der anderen Variante kannst du den Rahmen direkt für den blauen Dekoderanschluss verwenden (nur wenn garantiert keine Verbindung zu Schienen oder Motor existiert).

Beim Messgerät solltest du mit dem Durchgangsprüfer (= Piepser) dies alles messen können. Er sollte niemals Krach machen, denn nur dann ist alles auch getrennt. Wenn du mit dem Ohmmeter misst, muss der angezeigte Widerstandswert in der niedrigsten einstellbaren Stufe gegen Unendlich gehen.

Weiter viel Erfolg
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CSinus
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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#4

Beitrag von CSinus » Sa 12. Jan 2019, 15:06

Hallo,
was für Mess-Möglichkeiten habe ich, wenn der Decoder bereits eingebaut ist (ohne Schnittstelle)?
Gruß Stefan
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SAH
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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#5

Beitrag von SAH » Sa 12. Jan 2019, 18:35

Guten Abend Rainer und Railstefan,

Euer Vorgehen in allen Ehren, doch zwischen einem Kurzschluss und einem versehentlich nicht unterbrochenen Motoranschluss kann man mit den genanntrn Geräten nicht unterscheiden, weil die Motoren mit 5 bis 30 Ohm als Kurzschluss quittiert werden.
Man kann da nur an die Aufmerksamkeit der Interessierten appellieren.

mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn
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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#6

Beitrag von SAH » Sa 12. Jan 2019, 18:41

Guten Abend Stefan,

CSinus hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 15:06
Hallo,
was für Mess-Möglichkeiten habe ich, wenn der Decoder bereits eingebaut ist (ohne Schnittstelle)?
das wird schwierig, weil man Dekoderinterna nicht kennt. Man könnte versuchen mit einem LCR-Meter die Anschlusswiderstände zu messen, wenn der Messstrom nicht zu groß für den Dekoder ist. Es bleibt dennoch das Risiko der Beeinflussung durch den Dekoder.

mit freundlichen Grüßen
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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#7

Beitrag von MSC » Sa 12. Jan 2019, 20:24

Hallo Stefan (c-Sinus),

Du misst einfach wie auch bei einem nicht eingebauten Decoder im kleinsten Ohmmessbereich. Du darfst allerdings keine Kohlen/bürsten im Motor eingesetzt haben, da die Motorwicklungen mit einem normalen Ohmmeter als Kurzschluss interpretiert werden kann und wenn du Glühlampen als Licht benutzt dürfen die auch nicht drin sein.
Aber um ganz sicher zu sein, kannst du Vergleichsmessungen an einem eingebautem baugleichem Decoder vornehmen der in einer Lok funktioniert.
Denn man kann auch in Schaltungen messen, muss dann aber wissen wie man die Werte interpretiert.
Ich habe bis jetzt noch nie beim Widerstandsmessen eine Schaltung zerstört aber nichts ist unmöglich.

Grundsätzlich gilt aber: wenn ich nicht weiß was ich mache und wie ich es machen soll, gehe ich zu jemanden der weiß wie es geht und lasse es mir zeigen.

Gruß
Michael

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CSinus
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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#8

Beitrag von CSinus » Mo 14. Jan 2019, 14:20

Hallo,

Danke für die Erläuterungen, jetzt ist mir die ganze Materie etwas klarer. Habe das nämlich schon selbst leidvoll erfahren. Nach Decodereinbau misst man durch und hat den Eindruck, dass etwas nicht stimmt. Aber durch den eingebauten Decoder werden die Werte verfälscht und man muss die Werte dann entsprechend interpretieren.

Beispiel: Durchgangsprüfer misst bei eingesteckter Glühbirne "leichten" Durchgang zwischen Lichtausgang und Masse, obwohl das Glühbirnchen über den Rückleiter angeschlossen ist. Mit angeschlossenem Decoder kann dieses Messergebnis auftauchen, aber trotzdem ist alles korrekt angeschlossen. Das muss man wissen, sonst nimmt man unnötiger Weise wieder alles auseinander :?
Gruß Stefan
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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#9

Beitrag von volkerS » Mo 14. Jan 2019, 16:15

Hallo Stefan,
Beispiel: Durchgangsprüfer misst bei eingesteckter Glühbirne "leichten" Durchgang zwischen Lichtausgang und Masse, obwohl das Glühbirnchen über den Rückleiter angeschlossen ist.
Das misst du auch ohne Glühbirne. Denn du misst da eine Reihenschaltung aus Schaltransistor und Dioden des Decoder-Gleichrichters. Gerade wenn Elektronik angeschlossen ist, kann ein Durchgangstest bzw. Widerstandsmessung falsche Ergebnisse anzeigen. Zur Sicherheit einfach die Messspitzen tauschen, wenn dann andere Messwerte angezeigt werden ist Elektronik im Spiel, dann muss man die Messung deuten können. Gleiche Messwerte bedeuten je nach dem was angezeigt wird gut oder schlecht.
Volker


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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#10

Beitrag von Martin Lutz » Mo 14. Jan 2019, 19:00

volkerS hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 16:15
Hallo Stefan,
Beispiel: Durchgangsprüfer misst bei eingesteckter Glühbirne "leichten" Durchgang zwischen Lichtausgang und Masse, obwohl das Glühbirnchen über den Rückleiter angeschlossen ist.
Das misst du auch ohne Glühbirne. Denn du misst da eine Reihenschaltung aus Schaltransistor und Dioden des Decoder-Gleichrichters. Gerade wenn Elektronik angeschlossen ist, kann ein Durchgangstest bzw. Widerstandsmessung falsche Ergebnisse anzeigen. Zur Sicherheit einfach die Messspitzen tauschen, wenn dann andere Messwerte angezeigt werden ist Elektronik im Spiel, dann muss man die Messung deuten können. Gleiche Messwerte bedeuten je nach dem was angezeigt wird gut oder schlecht.
Volker
Moderne Prüfsummer und auch die Prüfsummerfunktion eines Multimeters ist immer ertwas mit Vorsicht zu geniessen, da sie schon sehr hochohmige Verbindungen als Durchgang erkennen können (ist natürlich vom verwendeten Messinstrument abhäng). Messen mit angeschlossenem Decoder bewirkt, dass man die interne Elektronik mit misst. Da diese kaum sauber nachvollziehbare Messergebnisse liefert und in die eigentliche Messung "reinpfuscht" wirds für Laien sehr schwierig.

Eine Leitung durchmessen sollte einen Wert liefern, der gegen 0 Ohm geht. Eine Nicht-Verbindung (z.B. eng nebeneinanderliegende Löststellen, die nicht verbunden sein sollen) sollten einen sehr hohen Wert in die Anzeige zaubern. Idealerweise zeigt sie OL (Overload) oder ein Unendlich Zeichen (je nach Messgerät). Bei einem Zeigergerät bewegt sich bei Unterbruch der Zeiger gar nicht. Meist ist auch auf dem linken unteren Zeigeranschlag ein Unendlich Zeichen in der Ohmscala zu sehen) bei 0 Ohm (Durchgang) geht der Zeiger dann an den rechten Anschlag. Auf einem Zeigergerät ist die Ohmscala meist genau umgekehrt zu der Voltscala. Gegen links wird der Wert höher bis unendlich Ohm, gegen rechts wird der Wert kleiner bis 0 Ohm.

Die Anleitung des Messgeräts soll natürlich auch beachtet werden.


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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#11

Beitrag von klein.uhu » Mo 14. Jan 2019, 20:22

Einen Punkt finde ich noch wichtig:

Eine solche Messung auf Widerstand / Durchgang sollte nur an einer spannungslosen Schaltung erfolgen.

Sollte ich da falsch liegen, so begründet das bitte.

Gruß klein.uhu


Martin Lutz
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Re: Kurzschlussmessung mit Ohmmeter /Nachhilfe erwünscht

#12

Beitrag von Martin Lutz » Mo 14. Jan 2019, 21:48

klein.uhu hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 20:22
Einen Punkt finde ich noch wichtig:

Eine solche Messung auf Widerstand / Durchgang sollte nur an einer spannungslosen Schaltung erfolgen.
Ja, so ist es. Ein wichtiger Punkt. Sonst ist das Messgerät in Gefahr.

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