Neuheiten 2018

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Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (60946)

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pat79
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Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (60946)

#1

Beitrag von pat79 » So 11. Mär 2012, 13:21

Liebe Modellbahnfreunde,

in den vergangenen Tagen habe ich meine Märklin 290 ozeanblau-beige (37900) mit einem Märklin Sounddecoder mSD Diesel mit Schnittstelle (60946) und einem Pärchen Märklin NEM-Telexkupplungen (erhältlich unter der Ersatzteil-Nummer 117993) ausgerüstet.

Umbauziele waren:
1. Einbau des mSD Decoder
2. Umrüstung auf weiße Spitzenbeleuchtung
3. Erweiterung der Lichtfunktionen: Dreilicht-Spitzensignal und rote Rücklichter separat fahrtrichtungsabhängig schaltbar, Doppel-A-Licht im Rangiergang (LV, LH, AUX3, AUX4)
4. Einbau einer Telexkupplung, fahrtrichtungsabhängig schaltbar (AUX1, AUX2)

Der Umbau war nicht ganz einfach, aber dank einiger Hinweise, die ich hier im Forum entdeckt habe, hat es dann doch geklappt.

Da ich von der neuen Decoder-Generation von Märklin völlig begeistert bin und sich damit auch funktionsarme Modelle gut nachrüsten lassen, möchte ich meine Erfahrungen hier zur Anregung und Motivation für andere Umbauten festhalten.

Hinweise:
* Es empfiehlt sich der Einsatz einer Lötstation mit einer sehr dünnen Lötspitze. Eine Löttemperatur von 300° C ist dabei ausreichend.
* Die Programmierung der CV des Decoders wurde mit einer Mobile Station 2 mit Software Version 1.81 über das Lok-Protokoll DCC vorgenommen
* Aufgrund des beschränkten Einbauraumes empfiehlt sich die Verwendung dünner Kabel
* Nachmachen auf eigene Gefahr!


1. Einbau des mSD Decoders
Die 37900 war ursprünglich mit dem spannungsempfindlichen "Ruckel-Sinus" ausgeliefert worden und wurde deshalb von mir damals zur Korrektur des Problems an Märklin eingesandt. Die Hauptplatine wurde getauscht, der Motortreiber ist jetzt nicht mehr spannungsabhängig.
Märklin verwendet für die Spannungsversorgung dieser Platine mit +5V den AUX4-Ausgang des mfx-Decoders, der auf der 21-poligen Schnittstelle steckt (siehe diesen aufschlussreichen Beitrag). Damit ist die Normung der Schnittstelle wie hier gut erklärt auf dieser Platine hinfällig.
Abhilfe schafft vermutlich der Einsatz eines Decoders mit unverstärktem Ausgang AUX4. Für mein Umbauprojekt benötige ich jedoch alle vier verstärkten AUX-Anschlüsse des mSD Decoders, warten auf den vermutlich passenden Märklin SoundDecoder mSD-Spezial fällt somit aus, da dieser nicht über vier verstärkte Ausgäng verfügt.
Die pragmatische Lösung war die direkte Verbindung des Decoder-Pins +5V mit AUX4 auf der Hauptplatine. Hierzu habe ich Pin 12 (Vcc) mit Pin 4 (AUX4) über ein dünnes Kabel verbunden. Das Kabel habe ich direkt an die Füße des Schnittstellensteckers auf der Hauptplatine gelötet. Um aufgesteckte Decoder durch diese Maßnahme nicht zu beschädigen, habe ich den Stift an Pin 4 mit einem dünnen Seitenschneider abgezwickt und den verbleibenden Stumpf mit Klebeband isoliert.
Ein nach diesem Eingriff durchgeführter kurzer Fahrtest der Lokomotive mit dem ursprünglich verbauten Decoder bestätigte, dass alles wie erhofft funktioniert und der mSD Decoder eingesteckt werden kann.
Als nächstes sind folgende CV des mSD Decoder zu programmieren:
- CV 52 auf Wert 1, um die Motorregelung für den Softdrive Sinus zu aktivieren
- CV 56 auf Wert 0, um den Regelung des Decoders zu deaktivieren (die Regelung des Sinus-Motors wird vom Motortreiber übernommen)
Nun kann die Lok mit dem mSD Decoder gefahren werden.

Dem mSD Decoder sind zwei unterschiedliche Lautsprecher beigepackt. In der 290 empfiehlt sich der Einsatz des länglichen Lautsprechers.
Das schwarze Kunststoffteil in der Lokomotive, auf dem die Hauptplatine eingeklipst ist, hat bereits zwei Formungen über dem schleiferlosen Drehgestell für den Einbau von runden Lautsprechern. Die beiligenden Lautsprecher passen jedoch beide nicht hinein. Deshalb habe ich die Wände dieser beiden Formungen mit dem Seitenschneider entfernt, so dass nur noch der oben liegende Boden übrig bleibt. Auf diesen lässt sich dann perfekt die Unterseite des länglichen Lautsprecher mit zwei Tropfen Sekundenkleber fixieren. Der Lautsprecher selbst wirkt dann in Richtung Drehgestell.

Der Stecker des Lautsprechers wurde abgetrennt, die beiden Anschlusskabel etwas verlängert und an die Füße von Pin 9 und 10 des Schnittstellensteckers gelötet.

2. Umrüstung auf weiße Spitzenbeleuchtung
Die je Seite drei serienmäßig verbauten gelben Leuchtdioden des Spitzensignals sitzen:
* auf der Hauptplatine (für oberes Licht)
* in der linken und rechten Beleuchtungseinheit an der Rangierbühne

Als Ersatz habe ich kaltweiße Leuchtdioden der SMD-Bauform 0603 mit einer Helligkeit von 180mcd und einem Abstrahlwinkel von 140° verwendet. Diese sind (noch) deutlich preiswerter als warm- oder goldweiße LEDs. Da weiße LEDs deutlich heller leuchten als die ursprünglich verbauten gelben LED, habe ich in der Zuleitung des Spitzensignals zwischen Hauptplatine und Rangierbühne jeweils einen Widerstand von 6 kOhm verbaut.
Die beiden Leuchtdioden auf der Hauptplatine lassen sich leicht ablöten und ersetzen.
Schwieriger ist es bei den beiden Dioden an der Rangierbühne. Das möchte ich nicht nochmal machen müssen.
Hier gibt es dazu einen bebilderten Beitrag aus diesem Forum.

Um die kaltweiße Farbtemperatur der LEDs in warmweiß umzuwandeln behelfe ich mir wie hier in diesem Forum vorgestellt mit einem orangen Filzstift vom Typ Edding 3000 und färbe damit die LEDs ein. Das klappt hervorragend. Wenn das Licht zu orange wird, hilft ein in Spiritus getränktes Wattestäbchen, um etwas von der orangen Farbe wieder zu entfernen.

Hinweis: Die korrekte Einbaurichtung der Leuchtdioden ist zu beachten, da diese bauelementbedingt nur bei richtiger Einbaurichtung arbeiten.

3. Erweiterung der Lichtfunktionen
Im Auslieferungszustand sind das fahrtrichtungsabhängige Dreilicht-Spitzensignal und die zwei roten Rücklichter am anderen Ende der Lok fest miteinander verdrahtet, d.h sie können nur gemeinsam geschaltet werden.
Um die Rücklichter separat schalten zu können, habe ich deren Anschlusskabel auf der Hauptplatine abgelötet. Beide Leitungen habe ich verlängert und jeweils mit einem Vorwiderstand von 1 kOhm versehen. Der Einbau eines Vorwiderstandes ist erforderlich, da der auf der Hauptplatine vorhanden Vorwiederstand nicht mehr verwendet wird. Bei Betrieb ohne Vorwiderstand sind die Leuchtdioden innerhalb weniger Sekunden zerstört.
Eine Leitung der Rücklichter habe ich an den Fuß von Pin 13 (AUX3) am Schnittstellenstecker gelötet. Die andere Leitung habe ich an ihrem Ende mit reichlich Lötzinn verzinnt, in die freie AUX4-Buchse des Decoders gesteckt (der Pin des Schnittstellensteckers it ja abgezwickt und wir können nun ein Kabel von oben in die Schnittstellenbuchse des Decoders stecken) und mit Klebeband fixiert und isoliert.

Die fahrtrichtungsabhängigen Rücklichter sollen mit Funktion F1 schaltbar sein. Deshalb sind die CVs für das Function-Mapping von F1 wie folgt zu belegen:
* CV 262 auf Wert 32 (nur AUX4 an bei Vorwärtsfahrt)
* CV 362 auf Wert 16 (nur AUX3 an bei Vorwärtsfahrt)
* CVs 263, 264, 265, 363, 364 und 365 auf Wert 0 setzen, damit keine AUXe/Sounds ausgelöst werden.
Die Werte von CV 262 und CV 362 sind ggf. zu tauschen, wenn die Rücklichter andersherum an AUX3 und AUX4 angeschlossen wurden.

Wem die roten Rückleuchten zu hell leuchten, kann diese über die CV 125 (AUX3) und CV 128 (AUX4) dimmen. Dazu sind lediglich die standardmäßig gesetzten Werte von 255 in den beiden CV zu reduizieren. Ich habe beobachtet, dass ein wirklicher Dimmeffekt bei Leuchtdioden erst mit niederigen zweistelligen oder gar einstelligen Werten feststellbar ist.

Für das Doppel-A-Licht im Rangiergang auf Funktion F4 sind die beiden CV 277 (vorwärts) und CV 377 (rückwärts) auf den Wert 3 zu setzen, um die Ausgänge LV und LR zu aktivieren.

4. Einbau einer Telexkupplung
Die verbauten Kurzkupplungen werden aus dem Normschacht gezogen und durch die Telexkupplungen ersetzt. Die dünnen Anschlussleitungen habe ich durch die Aussparungen für die Drehgestelle ins Innere der Lokomotive geführt. Die Anschlüssse der am dem Decoder abgewendeten Lokende verbauten Telexkupplung sind zu verlängern, damit sie bis zum Decoder reichen.
Die grauen Kabel habe ich als Rückleiter definiert und deshalb mit Pin 16 auf der Hauptplatine verbunden (von diesem ging erfreulicherweise eine Leitung ab, die auf einem größeren unbelegten Lötpad endete. Dort ließen sich die beiden grauen Leitungen einfach anlöten).
Die schwarzen Kabel habe ich jeweils am Fuß von Pin 14 und 15 angelötet.

Danach muss der Decoder programmiert werden, um die Telexkupplung korrekt anzusteuern. Da ich hierfür keine Dokumentation gefunden habe, bin ich durch Ausprobieren auf folgende Konfiguration gestoßen, die nach meiner bisherigen Erfahrung passt (Hypothesen basierend auf Beobachtung):
* Modus - CV 118 (AUX1), CV 121 (AUX2) auf Wert 15: In diesem Modus scheint anfangs für einen kurzen Moment volle Betriebsspannung auf dem Ausgang zu liegen, um die Telexkupplung zu aktivieren. Da danach eine geringere Spannung auszureichen scheint, um die Telexkupplung geöffnet zu halten, fällt die Spannung danach (gemäß Einstellung Dimmer) auf eine geringere Haltepsannung ab
* Dimmer - CV 119 (AUX1), CV 122 (AUX2) auf Wert 125: Mit diesem Wert scheint die Haltespannung für einen sicheren Betrieb der Telexkupplung ausreichend
* Periode - CV 120 (AUX1), CV 123 (AUX2) auf Wert 80: Nach meinen Beobachtungen schaltet der Ausgang im Modus 15 nach der im Perioden-CV definierten Dauuer automatisch ab. Somit wird eine Überhitzung der Magnetspule und somit eine Schädigung der Telexkupplung vermieden. Für die Dauer scheint folgende Formel zu gelten: Dauer Ausgang aktiv = Wert CV Periode * 50 ms


Ganz zum Schluss wird alles wieder zusammengebaut, wobei das Aufsetzen des Gehäuses im Bereich des Führerhauses aufgrund der vielen (zusätzlichen) Kabel etwas Geduld und Geschick verlangt.

Wenn die Lok dann aber ihre ersten Runden dreht und mit Sound und Telexkupplung Rangiermanöver durchführt, sind die Mühen des Umbaus schnell vergessen!
Viele Grüße
Patrick
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Jörg L.
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#2

Beitrag von Jörg L. » So 11. Mär 2012, 15:08

pat79 hat geschrieben:….Märklin verwendet für die Spannungsversorgung dieser Platine mit +5V den AUX4-Ausgang des mfx-Decoders, der auf der 21-poligen Schnittstelle steckt (siehe diesen aufschlussreichen Beitrag). Damit ist die Normung der Schnittstelle wie hier gut erklärt auf dieser Platine hinfällig.
Abhilfe schafft vermutlich der Einsatz eines Decoders mit unverstärktem Ausgang AUX4. Für mein Umbauprojekt benötige ich jedoch alle vier verstärkten AUX-Anschlüsse des mSD Decoders, warten auf den vermutlich passenden Märklin SoundDecoder mSD-Spezial fällt somit aus, da dieser nicht über vier verstärkte Ausgäng verfügt.
Die pragmatische Lösung war die direkte Verbindung des Decoder-Pins +5V mit AUX4 auf der Hauptplatine. Hierzu habe ich Pin 12 (Vcc) mit Pin 4 (AUX4) über ein dünnes Kabel verbunden. Das Kabel habe ich direkt an die Füße des Schnittstellensteckers auf der Hauptplatine gelötet. Um aufgesteckte Decoder durch diese Maßnahme nicht zu beschädigen, habe ich den Stift an Pin 4 mit einem dünnen Seitenschneider abgezwickt und den verbleibenden Stumpf mit Klebeband isoliert.
Ein nach diesem Eingriff durchgeführter kurzer Fahrtest der Lokomotive mit dem ursprünglich verbauten Decoder bestätigte, dass alles wie erhofft funktioniert und der mSD Decoder eingesteckt werden kann.…..
Ruhr-Sider hat geschrieben:
head like a hole hat geschrieben:.... ich finde es etwas Kurios, nach so vielen Debatten und ähnlichem, den Angaben von ESU ..., das es scheinbar unbekannt ist, das alle kleinen Sinus Motoren einen aktivierten AUX4 Ausgang benötigen.

Ja, auch der kompakte hatte schon die AUX4-Geschichte, scheint wohl untergegangen zu sein. ....
...und finde es etwas kurios, dass es sehrwohl K-Sinus mfx-Maschinen gibt, die eben keine AUX4-Dauerfunktion brauchen und die sich ganz nebenbei auch noch auf dem ESU-Lokprogrammer ganz normal auslesen lassen - z.B. BR 290 37900.

Wenn hier Chaos veranstaltet wird, dann ist die Quelle wohl in Göppingen zu suchen. Dort hat man es bis heute - meines Wissens nach - nicht für notwendig erachtet, zu diesen Themen [Lokprogrammer, AUX4) auch nur die kleinste Kleinigkeit "aus dem Sack" zulassen.
Hallo Patrick,

war dies wirklich notwendig, siehe hier (klick mich) :?:
Meine 37900 benötigt auch kein AUX4, dies gilt wohl nicht durchgängig für alle V90/V290.

Das mit der Umrüstung der Pufferbohle auf (warm)weißes Licht ist auch nicht ganz ohne, die original LEDs sind in der Bauform 0402 ausgeführt (klick mich).
Viele Grüße Jörg

- Märklin Insider - Epoche IV/V/VI, CSinus- bzw. Faulhaberantriebe
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#3

Beitrag von pat79 » So 11. Mär 2012, 18:07

Hallo Jörg,

ja, der AUX4-Umbau war nötig.

Ich habe AUX4 mit dem standardmäßig verbauten Decoder gemessen und er lag auf +5V. Die Lok ließ sich mit dem mSD auch keinen Milimeter bewegen, Aktivieren dessen (verstärkten) AUX4 hat auch nix gebracht, da der deutlich zu viel Spannung herausgelassen hat. Erst das direkte Verbinden des AUX4-Steckers auf der Hauptplatine mit +5V führte dazu, dass die Lok mit dem mSD fahren konnte.

Vielleicht wäre es ja mit der ursprünglich verbauten Hauptplatine mit dem spannungsempfindlichen Motortreiber ("Ruckel-Sinus") ohne +5V an AUX4 gegegangen.

Du hast Recht, die SMD-Leuchtdioden des Spitzensignals sind in Bauform 0402 ausgeführt. Da ich aber nur 0603er LEDs vorrätig hatte, habe ich diese verbaut - gepasst haben sie auch (gerade noch).
Viele Grüße
Patrick
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DiegoGarcia
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#4

Beitrag von DiegoGarcia » So 11. Mär 2012, 19:06

Hallo Patrick, hallo Jörg,

zunächst mal Danke für Deinen umfassenden, aus meiner Sicht spektakulären Umbaubericht! Super!
pat79 hat geschrieben:Vielleicht wäre es ja mit der ursprünglich verbauten Hauptplatine mit dem spannungsempfindlichen Motortreiber ("Ruckel-Sinus") ohne +5V an AUX4 gegegangen.
damit hast Du recht: die Nutzung von AUX4 ist nicht bei allen mae37900-Versionen erforderlich. Die erste Lieferserie mit Kompaktsinus und nicht-entruckelter Platine benötigt keine Unterstützung von AUX3/AUX4. Man muß also auf die Steuerplatine achten. Bei diesem Foto hier ist die allererste Platinenversion zu sehen (Kompaktsinus):

Bild

Meine mae37900 habe ich nun erneut umgebaut. Ich habe darauf einen Decoder gesteckt, der dem mSD-Special ähnlich ist (hat unverstärkte AUX3 und AUX4), er stammt aus einer anderen Sinus-BR218 aus 2011 (ihn hat mir dankenswerter Weise ein Forumskollege verkauft). Siehe Bild:

Bild

Umfassender Bericht auf: http://simpledigitallocomotive.npage.de ... 37900.html

Es zeigte sich, dass eine Nutzung von AUX3 oder AUX4 zur Spannungsversorgung der Treiberplatine beim KS-Modell der mae37900 gar nicht nötig ist. Ich hätte also jeden anderen mSD/mLD-Decoder nehmen können. Nur ruckeln bei niedriger FS tut das Teil immer noch.

Ciao
Diego
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#5

Beitrag von LLJ » So 25. Mär 2012, 00:39

Hallo.

Ein bisschen of topic:
Ich habe ein Trix SJ BR T44 mit sinus motor.
Ich habe probiert mit ein mSD dekoder zu umrusten aber das funktioniert nicht gut.
Ich habe CV 52 auf Wert 1.

Haben Ich etwas nicht tun?
Sind es möglich um dieses lok mit ein mSD dekoder zu umrusten?

/Lars


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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#6

Beitrag von Michael Knop » So 25. Mär 2012, 10:10

LLJ hat geschrieben:Hallo.

Ein bisschen of topic:
Ich habe ein Trix SJ BR T44 mit sinus motor.
Ich habe probiert mit ein mSD dekoder zu umrusten aber das funktioniert nicht gut.
Ich habe CV 52 auf Wert 1.

Haben Ich etwas nicht tun?
Sind es möglich um dieses lok mit ein mSD dekoder zu umrusten?

/Lars
Hi Lars,

bei der Märklin SJ T44 muß ein Dekoder mit unverstärkter und dauernd aktivierter Aux4 (z.b. Lopi 3, Loksound 3, jeweils Multiprotokoll oder mfx) eingebaut sein.


Ich denke aber, dass bei der Trix SJ T44 die Sache wieder etwas anders ist, und hier nicht die Motorausgänge des Dekoders benutzt werden, sondern die Motorplatine via SUSI-befehlen des Dekoders gesteuert wird. So war es jedenfalls bei den Trix Sinus E10nern.

Ich weiß jetzt aber nicht, ob die Märklin mSD SUSI kann, der Loksound 4 soll es können (aber auch ohne Gewissheit).



Viele Grüße nach Schweden, Michael

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DiegoGarcia
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#7

Beitrag von DiegoGarcia » So 25. Mär 2012, 10:54

LLJ hat geschrieben:... of topic:
- Trix SJ BR T44 mit sinus motor.
- mSD dekoder zu umrusten aber das funktioniert nicht gut.
- Ich habe CV 52 auf Wert 1.
Hallo Lars,
die Lastregelungsparameter müssen zusätzlich bei Sinus-Loks ausgeschaltet werden, z.B. beim mSD/mLD unter DCC via:
CV 53 = 0
CV 54 = 0
CV 55 = 0
CV 56 = 0
Das Setzen von
CV 52 = 1
ist soweit okay!
Haben Ich etwas nicht tun?
Setze die obigen Lastregelparameter alle auf 0.
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=67346 - Neue mSD Decoder: Liste der DCC CV Register (Okt. 2011)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=72024 - Märklin CV Liste für mLD und mSD ist online (Jan. 2012)
Ist es möglich, diese lok mit einem mSD-Dekoder umzurüsten?
Das hat noch keiner ausprobiert. Theoretisch ist es möglich. Folgendes zu beachten:
- einige Trix Sinus-Loks benötigen SUSI zum Ansteuern des Sinus-Motors,
- LoPi4-, mLD- und mSD-Deckoder können SUSI: siehe meinen Bericht
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=73667 - Märklin Decoder mLD 60942 und SUSI - so geht das! (+ mSD) (Feb. 2010)


Beim LoPi4 ist zu beachten, dass das SUSI-Protokoll erst aktiviert werden muß. Beim mLD/mSD-Dekoder ist zu beachten, dass Funktionen via SUSI über die Soundslots des Dekoders gemappt werden müssen (auch beim mLD).

Ich vermute mal, wenn Deine Trix-T44 schon läuft, dass Dein mSD-Dekoder die SUSI-Ansteuerung des Sinus-Motors bereits erfolgreich durchführt. Ist aber nur eine Vermutung. Deshalb die Frage: läuft die Lok schon?

Ciao
Diego
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD - rechteckiger Lautsprech

#8

Beitrag von DiegoGarcia » So 25. Mär 2012, 18:23

Hallo zusammen,

Patricks Vorschlag mit dem rechteckigen Lautsprecher vom mSD hat mir keine Ruhe gelassen. Er ist deutlich lauter. Allerdings muß die Halteplatte auch markant bearbeitet werden:

Bild
"Point of no return"

Bild
So sieht es von der Seite aus, wenn der Lautsprecher eingeklebt ist. Das Drehgestell hat genug Platz.

Ciao
Diego
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#9

Beitrag von LLJ » So 25. Mär 2012, 18:34

DiegoGarcia hat geschrieben: Ich vermute mal, wenn Deine Trix-T44 schon läuft, dass Dein mSD-Dekoder die SUSI-Ansteuerung des Sinus-Motors bereits erfolgreich durchführt. Ist aber nur eine Vermutung. Deshalb die Frage: läuft die Lok schon?

Ciao
Diego
Die Lok läuft, aber nur in max geschwindigkeit (vielleicht, weil ich nie eingestellt, dass die Feedback-CV: s auf 0?).

/Lars

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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#10

Beitrag von DiegoGarcia » So 25. Mär 2012, 19:34

LLJ hat geschrieben:Die Lok läuft, aber nur in max geschwindigkeit (vielleicht, weil ich nie eingestellt, dass die Feedback-CV: s auf 0?).
Hallo Lars,
maybe. Dann ändere bitte mal die 4 Motor-Regelparameter und berichte danach bitte wieder. Danke für die Infos.

Ciao
Diego
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#11

Beitrag von pat79 » Mo 26. Mär 2012, 16:56

Hallo Diego,

ja, so habe ich das mit dem Lautsprecher auch gemacht (ohne Dich damit zu sehr beunruhigen zu wollen :wink: ). Ich sehe schon, beim nächsten Umbau ist die Kamera mit dabei - ein Bild sagt mehr als tausend Worte!
Viele Grüße
Patrick
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#12

Beitrag von LLJ » Mi 28. Mär 2012, 18:27

@Diego:

Ich habe jetzt mit CV 53 zu CV56 =0 probiert. Kein Unterschied.

Muss Ich auch die AUX 3 und 4 nützen oder etwas kabeln löten?

/Lars

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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#13

Beitrag von DiegoGarcia » Mi 28. Mär 2012, 19:32

LLJ hat geschrieben:@Diego:

Ich habe jetzt mit CV 53 zu CV56 =0 probiert. Kein Unterschied.

Muss Ich auch die AUX 3 und 4 nützen oder etwas kabeln löten?

/Lars
Hallo Lars,

nicht löten. Die Lok sollte doch zumindest zu einem Trix-Decoder kompatibel sein. Bei den Trix-Decodern zum Nachrüsten sind AUX3 und AUX4 verstärkt, so wie bei Deinem mSD. Wenn Du AUX4 aktivierst in Stand und Fahrt (while standing and while driving, AUX4 always "ON"), kann ich nur hoffen, dass nichts kaputt geht. Versprechen kann ich Dir da nichts. Wenn es nicht klappt, dann mit AUX3 versuchen. Aber eigentlich glaube ich immer noch an SUSI.

Ich habe mir mal das Handbuch zu Deiner Lok herunterladen und dann nochmal überlegt, was ich alles so an Programmierproblemen mit Sinus-Loks gehabt habe:

Code: Alles auswählen

http://medienpdb.maerklin.de/product_files/2/pdf/22352_betrieb.pdf
Der originale Decoder zeigt eine Besonderheit auf bei den folgenden CVs:
- Minimum speed: höherer Wert (8).
- Maximum speed: 50% des theoretisch maximalen Wertes.

Also probiere mal folgendes:
Setze Mimimum speed = 17 (oder = 8 )
Setze Maximum speed = 127 (oder etwas weniger).

Vielleicht liegt da ja die Lösung. Die Sinustreiberplatinen brauchen evtl. eine etwas höhere Anfahrspannung. BTW: mit welcher Zentrale programmierst Du die Lok? Evtl. kann Deine Zentrale an der Sinustreiberplatine vorbei den Decoder nicht richtig programmieren? Programmiere den Decoder mal in einer Lok ohne Sinus-Motor.


AFAIK ist beim mLD/mSD SUSI immer an. Handbuch zur Lok habe ich durchgelsen, mein Post oben ist überarbeitet. Welche Zentrale nimmst Du, um den Decoder auszulesen und CVs zu schreiben? Lenz? Es kann sein, dass der Decoder nicht alle CV-Änderungen mitbekommt, weil die Sinus-Treiberplatine dazwischen liegt. Stecke mal den Decoder in eine andere Lok und prüfe mal nach, ob die CVs 52 bis 56 wirklich richtig gesetzt sind. Dann erhöhe mal CV2 = 8 und setze CV5 = 127.


Ciao
Diego
Zuletzt geändert von DiegoGarcia am Do 18. Apr 2013, 11:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#14

Beitrag von LLJ » Mi 28. Mär 2012, 19:44

Vielen dank für deine hilfe.
Sind SUSI immer aktiv order muss Ich etwas tun zu SUSI aktivieren?

Ich warten jetzt auf dienen durchlesen auf die handbuch.

/Lars


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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#15

Beitrag von Gunter » Mo 5. Aug 2013, 17:13

Hallo,

ich habe ebenfalls vor, meine o/ 290 083 umzubauen.
Der Bericht ist sehr gut nachzuvollziehen.

Eine Frage habe ich aber. Muß man den msD 60940 nehmen, oder geht auch der 60946.
Die Lok wurde 2008 bei Märklin umgerüstet und besitzt die aktuelle Platine.

Herzliche Grüße
Gunter
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#16

Beitrag von Gunter » Do 8. Aug 2013, 21:25

Hallo Experten,

ich habe heute den msD Spezialdekoder 60940 bekommen und eingebaut.
Anmeldung Sound usw. keine Probleme. Nur der Motor bewegt sich nicht.
Die CVs 53-56 auf 0 gestellt,Mototyp Sinus o. C93 bringt keine Änderung.
Gleiches geschieht bei einem msD 60946.
Platine getauscht bei Mä. Nummer ZI050709G

Nehme ich den Originaldekoder funktionierts.

Welche Motoreinstellungen muß ich vornehmen. CS2 aktuelle Software.

Grüße aus der Lausitz
Gunter
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Jörg L.
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Re: Märklin 290 ob (37900) mit msD Diesel Schnittstelle (609

#17

Beitrag von Jörg L. » Do 8. Aug 2013, 22:35

Hallo Gunter,

teste mal AUX4 bei Stand und in Fahrt auf "1-Signal" (vgl. den Eingangsbeitrag).
Viele Grüße Jörg

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Meine Lieblinge___Bild___mä39421...Re 4/4 I im 3er-Pack"

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