Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

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Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#1

Beitrag von loba55 » Mo 11. Feb 2013, 08:16

Hallo zusammen,

wie aus verschiedenen Beiträgen zu entnehmen, ist die beste Möglichkeit die Diode direkt unter dem Gleis (C-Gleis) die jeweils gegeneinander isolierten Schienenstücke zu verbinden. Die Methode hat aber aus meiner Sicht den Nachteil, daß ich bei Störungen im Schattenbahnhof extrem schlecht oder garnicht an das betreffende Gleis komme.

Deshalb die Frage: Kann ich die Diode auch zusammen mit der Rückmeldeleitung vom Gleis direkt in den betreffenden Anschluß im s88 Modul (LDT) stecken bzw. festschrauben? Ist da noch etwas zu beachten?

Gruß
Michael


HJürgen
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#2

Beitrag von HJürgen » Mo 11. Feb 2013, 08:18

Hallo Michael,

wo die Diode eingebaut wird ist eigentlich egal. Wichtig ist der richtige Einbau und ein ordentlicher Kabelquerschnitt für das Versorgungskabel.

Gruß
Jürgen
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#3

Beitrag von loba55 » Mo 11. Feb 2013, 08:23

Hallo Jürgen,

danke für die schnelle Antwort.

Wie groß sollte dann der Kabelquerschnitt bei der Rückmeldeleitung sein?

Gruß
Michael


HJürgen
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#4

Beitrag von HJürgen » Mo 11. Feb 2013, 08:49

Hallo Michael,

ich verwende hier 0,5mm².
Das hält auch dem 5A Kurzschlußstrom eines Boosters stand.
Die Diode sollte das auch abkönnen !

Jürgen
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#5

Beitrag von teddych » Do 4. Jul 2013, 13:04

Hallo Michael

Wenn die Diode am Gleis eingebaut wird (was ich überall mache), dann kannst du auch ganz dünne Kabel nehmen.

Wenn die Diode am Rückmeldemodul eingebaut wird solltest du darauf achten, dass die Zuleitungen von der Masse zur Diode und von der Diode zum Gleis einen Kurzschluss aushalten.

Gruss
Teddy
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#6

Beitrag von loba55 » Sa 6. Jul 2013, 12:58

Hallo Teddy,

ich verwende BY 550 - 200 Dioden und 0,5mm² Leitungsquerschnitte wie Jürgen.

Gruß
Michael

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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#7

Beitrag von bellejt » Sa 6. Jul 2013, 13:13

Groetjes,Salutations,Greetings,
Johnny

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DiegoGarcia
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#8

Beitrag von DiegoGarcia » Sa 6. Jul 2013, 17:16

bellejt hat geschrieben:http://forum.3rail.nl/index.php?topic=3993.0 reaktion #24
Halo Johnny,
danke für den genialen Link mit dem Einlöten der Dioden in das Rückmeldergehäuse selbst! Nils Gullhav hatte seinerzeit (2004) noch 1 A-Dioden verwendet.

Da mein Booster auf 2 A begrenzt ist, habe ich geglaubt, es reichen bei mir Dioden 1N5400 (bis 3A, 50V), Conrad 162361-62. Muß ich jetzt stärkere Dioden bis 5A, 200V nachrüsten?

Viele Grüße
Diego
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HJürgen
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#9

Beitrag von HJürgen » So 7. Jul 2013, 10:00

DiegoGarcia hat geschrieben:
bellejt hat geschrieben:http://forum.3rail.nl/index.php?topic=3993.0 reaktion #24
Da mein Booster auf 2 A begrenzt ist, habe ich geglaubt, es reichen bei mir Dioden 1N5400 (bis 3A, 50V), Conrad 162361-62. Muß ich jetzt stärkere Dioden bis 5A, 200V nachrüsten?

Viele Grüße
Diego
Hallo Diego,

wenn du bei deinen 2A Boostern bleibst reicht das. Im Zuge von möglichen Aufrüstungen sind aber 5A bestimmt kein Fehler. Ich selbst habe 10A Dioden mal im Abverkauf für kleines Geld erworben. Übrigens setze ich die Dioden schon immer direkt in die Eingangsklemme der Rückmeldemodule ein. Das spart Kabel, ist übersichtlicher und ist gut zugänglich. Im Falle des Falles auch problemlos auszuwechseln.

Gruß
Jürgen
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DiegoGarcia
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#10

Beitrag von DiegoGarcia » So 7. Jul 2013, 11:53

Hallo Jürgen,
vielen Dank und viele Grüsse,

Diego
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Martin Lutz
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#11

Beitrag von Martin Lutz » Mo 8. Jul 2013, 11:21

HJürgen hat geschrieben: wenn du bei deinen 2A Boostern bleibst reicht das. Im Zuge von möglichen Aufrüstungen sind aber 5A bestimmt kein Fehler. Ich selbst habe 10A Dioden mal im Abverkauf für kleines Geld erworben. Übrigens setze ich die Dioden schon immer direkt in die Eingangsklemme der Rückmeldemodule ein. Das spart Kabel, ist übersichtlicher und ist gut zugänglich. Im Falle des Falles auch problemlos auszuwechseln.

Gruß
Jürgen
Dann sollte aber das Rückmeldekabel, das vom Modul zum Gleis führt, ebenfalls für diesen Strom ausgelegt sein! Sonst wird das nix. Denn der Strom, der im Kurzschlussfall durch diese Diode gejagt wird, muss dann auch durch diese Leitung vom Gleis zur Diode fliessen. :wink:


Martin Lutz
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#12

Beitrag von Martin Lutz » Mo 8. Jul 2013, 11:24

HJürgen hat geschrieben:Hallo Michael,

ich verwende hier 0,5mm².
Das hält auch dem 5A Kurzschlußstrom eines Boosters stand.
Die Diode sollte das auch abkönnen !

Jürgen
Sicher tut er das. Aber schaltet dann der Booster auch ab?


JaM
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#13

Beitrag von JaM » So 14. Jul 2013, 11:06

Hallo zusammen,

man sollte nicht vergessen, dass über das Kabel und die Diode nicht nur im Kurzschlussfall ein sehr hoher Strom fließt, sondern dass auch jederzeit der halbe Motorstrom fließen kann (wenn der Kontakt zur anderen Schiene unterbrochen ist)! Der Strom für die Besetztmeldung fließt gerade NICHT durch die Diode!

Der Diodentrick hilft dem Fahrzeug besseren Kontakt zum Schienenpotential zu haben. Er hilft nicht der Elektronik zur Erkennung eines belegten Gleises.

Daher sind eigentlich lange Kabel in der Zuleitung der Dioden nicht so optimal ...

Vielleicht als Idee: An der Zuleitung zum isolierten Meldeabschnitt direkt unter der Anlage die Diode anbringen und den anderen Anschluss auf dem kürzesten Weg mit dem Schienenpotential verbinden, am besten mit der entsprechenden Ader der Versorgungsringleitung.

Schöne Grüße,
JaM

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Peter BR44
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#14

Beitrag von Peter BR44 » Fr 14. Nov 2014, 19:43

Hallo zusammen,

da ich weder Elektriker noch Elektroniker bin, wende ich mich hier an die Experten im Forum.

Suche für den Diodentrick die passenden Dioden für meine C-Gleise.
Die Dioden sollen bzw. werden direkt unters Gleisbett an die Schienenverbinder verbaut.

Das Versorgungssystem besteht aus CS-2 60214 und Booster 60174.
Diese werden durch die Trafos 60052 gespeist.
Die Trafos weisen folgende Leistungsmerkmale auf:
Primärspannung: 230 Volt, 50/60 Hz
Sekundärspannung: 16 Volt
Ausgangsstrom: 3,75 A
Ausgangsleistung: 60 VA

Hoffe, ihr könnt mir hier die richtige Empfehlung für den Kauf der Dioden geben.
Viele Grüße Peter

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Peter BR44
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#15

Beitrag von Peter BR44 » So 16. Nov 2014, 09:47

Hallo zusammen,

da ich leider noch keine Antwort auf meine o. g. Frage habe,
Frage ich mal anders.
Welcher Typ Dioden ist für den Diodentrick besser geeignet:

a) BY550-1000 =Nennstrom 5A - Spitzensperrspannung 50-1000 V
b) P600B =Nennstrom 6A - Spitzensperrspannung 100 V
c) 1NXXXX =Nennstrom >5A - Spitzensperrspannung >50 V
Viele Grüße Peter

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Gunter
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#16

Beitrag von Gunter » So 16. Nov 2014, 10:26

Hallo Peter,

ich habe den Typ BY 550 50 eingebaut. max 5A, max. 50V
Bisher keine Probleme.

Grüße aus der Lausitz
Gunter
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#17

Beitrag von Rio » Mo 17. Nov 2014, 01:58

Hallo Peter,

von den genannten Dioden nehme die , die gerade zur Verfügung steht.

Beim Diodentrick braucht die Diode nur Motorstrom vertragen, und das normalerweise auch nicht sehr lange. Kurze Überlast vertragen alle Dioden und wenn Du einen mit Nennstrom >2 Amp nimmst, ist alles OK. Kurzschlussstrom? Wie lange dauert es denn, bis der Trafo abschaltet? Bruchteile von Sekunden. Wie viel Amp. Max? Vielleicht 6 Amp? Dann kannst Du nach dem Datenblatt googeln und dort nachlesen, welches die absolute maximale Stromstäke ist, die die Diode verträgt. Wie wahrscheinlich ist so ein max Strom?

Und wenn die Diode nun wirklich mal durchbrennt? Dann passiert auch kein weiterer Schaden, ausser dass man sie ersetzen muss.

Also, bau ein, was Du hast. Wenn die Diode schwarz und dick ist, ist gut.

Ist meine persönliche Meinung. Ich fahre/handle so seit 1953 und habe noch kein Haus angezündet. Als ehemaliger Versicherer unterscheide ich immer zwischen maximalen MÖGLICHEN und WAHRSCHEINLICHEN Schäden. Massgeblich ist für mich immer die Wahrscheinlichkeit, nicht die Möglichkeit.

Auch wenn viele Stummi-Kollegen da ganz anderer Meinung sind. Die haben auch Recht, aber jeder so wie er mag.

Viele Grüsse,

Klaus

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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#18

Beitrag von Peter BR44 » So 23. Nov 2014, 09:07

Hallo Gunter, Hallo Klaus,

da ja anscheinend nicht viele den Diodentrick anwenden
und auch die Experten zurückhalten um eine Empfehlung
auszusprechen, werde ich auf Gunters Vorschlag hin,
Die von Ihm vorgeschlagenen Dioden besorgen.
Danke Euch beiden für die Hinweise und Erfahrungen.
Viele Grüße Peter

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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#19

Beitrag von Martin Lutz » Mo 24. Nov 2014, 07:29

Peter BR44 hat geschrieben:Hallo Gunter, Hallo Klaus,

da ja anscheinend nicht viele den Diodentrick anwenden
und auch die Experten zurückhalten um eine Empfehlung
auszusprechen, ...
Ganz so einfach ist das nicht.
Platziert man die Diode weit entfernt vom Gleis und es passiert auf dem Gleis ein Kurzschluss mit der Rückmeldeleitung, fliesst eine Halbwelle des Kurzschlussstrom durch die Diode. Wenn hier also nur ein dünnes Kabel (zB. 0.14mm2 oder so) kann es passieren, dass der speisende Booster/Zentrale nicht schnell genug abschaltet (Dauerthema hier im Forum) und die Diode verheizt wird (je nach Diodentyp). Also auch hier immer darauf schauen, dass die Kurzschlussabschaltung möglichst schnell vonstatten geht.

Besser die Diode direkt am Gleis (unter der Anlageplatte aber direkt am Anschluss der Rückmeldeleitung). Wenn man das so macht, kann man dann ein dünnes Kabel verwenden vom Rückmeldegleis zum Rückmeldemodul. Und zur Wahl der Diode: sicher keine 1N4148. Die brennt beim ersten Kurzschluss bereits ab. Je nachdem wie viel Strom der Booster liefern kann. Kurzzeitig hohe Belastung durch die Kurzschlüsse, die es praktisch bei jeder Entgleisung gibt. Ganz besonders auf dem PuKo Gleis.

Da gibt's unzählige Diodentypen auf dem Markt. Conrad wird sicher weiterhelfen bei der Suche.

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Peter BR44
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#20

Beitrag von Peter BR44 » Di 25. Nov 2014, 17:21

Guten Abend Martin,

Die Dioden wollt ich direkt unters Gleisbett verlöten.
So wie hier auf dem Photo zu sehen ist.
Booster sind Märklins 60174 mit Trafo 60052.
Die Rückmeldekabel vom Gleis zum S-88-Opto-Decoder,
besitzen bzw. haben einen Querschnitt von 0,25 qmm.
Viele Grüße Peter

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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#21

Beitrag von dreileiter-fan » Di 25. Nov 2014, 18:16

Hallo.

DiodenTRICK, gibt es dafür auch einen Schaltplan?


Liebe Grüße, Bianca


Martin Lutz
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#22

Beitrag von Martin Lutz » Di 25. Nov 2014, 18:44

Peter BR44 hat geschrieben:Guten Abend Martin,

Die Dioden wollt ich direkt unters Gleisbett verlöten.
So wie hier auf dem Photo zu sehen ist.
Booster sind Märklins 60174 mit Trafo 60052.
Die Rückmeldekabel vom Gleis zum S-88-Opto-Decoder,
besitzen bzw. haben einen Querschnitt von 0,25 qmm.
Ich würde das nicht so machen. Zu beachten ist, dass diese Diode 1N400x zwar durchaus eine robuste Diode ist. Doch aufgepasst bei einem Kurzschluss, wenn der Schleifer oder Radsätze Mittelleiter und Rückmeldeleitung berühren (Bei Märklin geschieht die bei fast jeder Entgleisung) und die Diode dann den ganzen Kurzschlussstrom abkriegt. Sie hält zwar einen Dauerstrom von 1A aus. Doch für nur eine 50Hz Sinushalbwelle einen Stossstrom von 27A. Zwar wird nicht 27A erreicht bei normalen Modellbahntrafos. Doch glaube ich kaum, dass die Abschaltzeit so kurz ist wie eine Halbwelle lang. Siehe auch das Datenblatt http://www.distrelec.ch/Web/Downloads/_ ... tion%2Fpdf

Dumm wenn du das Gleisstück eingeschottert hast in der die Diode eingebaut ist und die Diode dann wegen einer Entgleisung abraucht. Dann reisst du das Gleisstück aus der Anlage mit allen Folgen an die angrenzende Landschaft. Also erreichbar unter die Platte mit der Diode. :wink: Vielleicht auch eine etwas stärkere Diode verwenden. :wink:

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Peter BR44
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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#23

Beitrag von Peter BR44 » Di 25. Nov 2014, 19:26

Guten Abend Martin,

hatte/habe vorgehabt auf den Vorschlag von Gunter einzugehen
und mir Dioden vom Typ BY 550-50 mit max 5A, max. 50V
zukaufen.

Danke, auf jeden Fall für den Tipp mit dem abrauchen einer Diode!
Daran hatte ich noch gar nicht gedacht.
Werde sie zugänglich, direkt unter die Gleistrasse verbauen.
Viele Grüße Peter

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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#24

Beitrag von Peter BR44 » Di 25. Nov 2014, 19:31

dreileiter-fan hat geschrieben:Hallo.

DiodenTRICK, gibt es dafür auch einen Schaltplan?


Liebe Grüße, Bianca
Hallo Bianca,

guckst Du hier.
Werde aber später noch einen erstellen sobald ich das Ganze
auf meiner Testanlage ausgiebig getestet habe.
Allerdings wird dies einer in Verbindung mit meinen verbauten Kompneneten..
Viele Grüße Peter

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Re: Diodentrick, Anschluß der Diode direkt an s88 Baustein

#25

Beitrag von dreileiter-fan » Di 25. Nov 2014, 20:53

Hallo.

Jep, danke.


Bianca

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