Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:100

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rwd
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Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:100

#1

Beitrag von rwd » So 13. Okt 2013, 14:45

Hallo Stummis!

Vor einiger Zeit hatte ich in dem Beitrag Alte 4-achsige Märklin Wagen kurz verbunden die Verbindung von alten, 4achsigen Märklin-Personenwagen statt mit der Drehpunktkupplung 7205 mit meinen Adaptern und starren Deichseln vorgestellt.
Bei der Verwendung von bauartgleichen Wagen klappt das auch wunderbar, nur wenn z.B. in einem IC die Wagen TEE-Wagen (4096-4099) und D-Zug-Wagen (4091, 4092) miteinander verbunden, so klappt das mit den Deichsel nicht, da der Abstand des Drehpunktes für die Adateraufnahme nicht gleich weit vom Wagenende entfernt ist.

Bild

Um das Problem zu lösen hätte ich für jede mögliche Wagenreihung einen individuellen Adapter drucken lassen müssen. Dazu kommt dann noch, dass die Eurofima-Wagen (Großraumwagen) 4147, die Länderbahnwagen aus Bayern (4136 etc.) und Silberlinge (4158) nochmals andere Abstände erfordern. Kurz gesagt, die Lösung mit den starren Deichseln ist "suboptimal".

Jetzt habe ich mir Hakenkupplungen drucken lassen, die von der Länge her individuell an die unterschiedlichen Wagen angepasst sind.
Für die unterschiedlichen Wagengruppen sind die Kupplungen also unterschiedlich lang.

Bild

An jedem Wagenende sitzt eine Kupplung im Adapter, die im gekuppelten Zustand die Hälfte der Verbindungslänge für genau diesen Wagentyp hat. Die Kupplung ist so konstruiert, dass die Typen für die unterschiedlichen Wagen zueinander kompatibel sind.

Bild

Durch den einfachen Haken als Kupplung lassen sich die Wagen nur durch "Einheben" in die andere Kupplung miteinander verbinden, aber auch auf eben diese Weise wieder voneinander Trennen.

Bild

Im unbearbeiteten Zustand, so wie die Teile von Fabberhouse nach dem Entstützen geliefert werden, braucht es noch eine Pinzette um die Kupplungen miteinander zu verbinden oder wieder zu trennen. Aufgrund des schichtweisen Drucks "verzahnt" die Kupplung und bietet einen sehr sicheren Halt, auch bei unsauber verlegten Gleisen. Für Züge die nicht getrennt werden sollen ist das sehr gut, hat aber den Nachteil, dass die Wagen nicht einfach so aus dem Zugverband entnommen werden können.
Durch Glätten der Schichtung an der Kupplungsseite, die dem Haken gegenüber ist, kann ganz nach eigenem Belieben der "Rastgrad" der Kupplungen verändert werden. Durch die Materialstärke im Bereich des Kupplungshakens mit 2,3 mm ist aber auch bei geringer Rastung der Kupplung ein Betrieb ohne häufige Zugtrennungen möglich. Nur grobe Schnitzer in der Gleislage werden dann mit Zugtrennung quittiert.
Ein Entkuppeln mit Vorentkuppler ist natürlich nicht möglich, also für Züge mit Kurswagen ist die Kupplung nicht geeignet.

Ein weiteres Problem, dass sich bei den Personenwagen mit LüP 27 cm zeigte, waren die Trittstufen für die Einstiege am Wagenende. Da in meinem Bekanntenkreis mir kein Modellbahner alte Wagen im Maßstab 1:100 geben konnte und ich meine eigenen TEE-Wagen (4095-4099) vor ein paar Jahren über ebay verkauft hatte um mir die Roco 1:87 Wagen zuzulegen, habe ich mir einige Wagen über ebay für Testzwecke angeschafft. Meine ersten Testobjekte waren zwei Silberlinge (4158 und 4159), die als Mitteleinstiegswagen am Wagenende nur Rangiertritte haben.
Anders sah es dann bei den D-Zug-, TEE- und TEN-Wagen aus. Bei diesen Wagen ist am Wagenende eine komplette Trittstufe für den Zustieg angebracht.

Mein alter Adapter stößt nun bei R1-Gleisen im Gegenbogen von unten gegen die Trittstufe und bringt den Wagenaufbau zum Kippeln. Das sieht während der Fahrt ziemlich unschön aus.

Bild

Also habe ich den Adapter speziell für die Personenwagen mit LüP 27 cm nochmals überarbeitet. Auf den beiden folgenden Bildern ist jeweils links die neue Version der alten, rechts liegenden Version gegenüber gestellt.

Bild

Bild

Bei der neuen Konstruktion ist zum einen die Materialstärke auf der Oberseite des Schachtes um einen halben Millimeter reduziert worden und zum zweiten sind die Seitenwände des Schachtes im vorderen, oberen Bereich verjüngt worden.

Bild

Durch diese beiden Maßnahmen kann jetzt der Adapter unter der Trittstufe im erforderlichen Maß wegtauchen.

Bild

Bild

So sieht jetzt dann die Kupplung von oben am offenen Wagenende aus.

Bild

Und so sehen jetzt die Wagen in bunt gewürfelter Reihung aus.

Bild

TEN- und D-Zug-Wagen

Bild

TEE- und IC-/D-Zug Wagen im Vordergrund (4096 + 4091) und
TEN- und Eurofima-Wagen im Hintergrund (4152 + 4147)

Auch so wenig sinnvolle Wagenverbindungen von Silberling und TEE-Wagen sind nach Belieben möglich.

Das Entnehmen der einzelnen Wagen aus dem Zugverband klappt nach dem Glätten der Kupplungen am besten auf der geraden Strecke, wenn die Kupplungen entlastet sind und nicht durch die Kurve leicht gegeneinander "verzahnen".

Natürlich habe ich auch noch Kupplungen für die bayrischen 4-achser gedruckt. inzwischen sind auch die langen Faltenbälge bei mir eingetroffen.
Die Wagen sehen jetzt so aus:

Bild

Gegenüber dem original Zustand von Märklin noch mit der Relex-Drehpunktkupplung ist das ein optisch wesentlich geschlosseneres Zugbild.

Soweit für heute. Hier kommt jetzt die Sonne raus und die Natur lockt mit klarer Herbstluft.

Allen Lesern mein herzlicher Dank für das Interesse und die besten Wünsche für ein schönes Restwochenende.
Rudolf
Zuletzt geändert von rwd am Sa 16. Nov 2013, 10:50, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#2

Beitrag von rayman » So 13. Okt 2013, 14:52

Hallo Rudolf!
Hast Dir ja eine gewaltige Menge Arbeit mit dem System gemacht. Was mich etwas verwirrt: Wieso hast Du nicht einfach Kadee- Kupplungen verwendet?
Grüße Ray.
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Railion

Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#3

Beitrag von Railion » So 13. Okt 2013, 15:04

Moijen

Kadeekupplungen in Normschächten, besonders bei KK Kinematiken, sind so ziemlich das Blödsinnigste überhaupt.
Ich hatte an den Märklin US Güterwagen die Kadees.. auweia.. die Kinematik wurde nicht ausgelenkt und wenn wurde der Abstand riesig und blieb auf gerader Strecke.
Warum?: 3!! Drehpunkte: Kinematik, Kadeekupplung zw NEM Schat und Kopf und im Kopf selber ( die Kupplung kuppelt nicht formschlüssig!)

Daher dürften sich ähnliche Probleme bei obigen Konstellationen auftun.
Kadeekupplungen eignen sich nur fest montiert an den Kopfseiten von US oder ähnlichen pufferlosen Fahrzeugen.


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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#4

Beitrag von digilox1 » So 13. Okt 2013, 15:20

Hallo,
Warum?: 3!! Drehpunkte: Kinematik, Kadeekupplung zw NEM Schaft und Kopf und im Kopf selber ( die Kupplung kuppelt nicht formschlüssig!)
Die Anzahl der Drehpunkte ist nicht so wichtig. Wichtig ist die Zentrierfunktion durch die Zugkraft.
Es gibt genügend Beispiele von langen US-Güterwagenmodellen mit drei Drehpunkten:

http://www.youtube.com/watch?v=bwoC9MDdg_E

Siehe bei 2.16.

[Es handelt sich dabei nicht um eine Kurzkupplungskulisse, sondern um eine Erweiterung der seitlichen Auslenkbarkeit um einen weiter zurückliegenden Drehpunkt und damit um einen grösseren Radius.
Da die Fahrzeuge keine seitlichen Puffer haben, reicht dies.]

Die NEM-Kadees bauen sehr hoch. Die ganze Arbeit, die Rudolf sich mit der Überarbeitung gemacht hat - nicht zuletzt die vertikale Verschlankung, damit der Adapter unter dem Trittbrett durchgleiten kann - würde zunichte gemacht, weil der Kadeekopf vorzeitig an den Puffern anschlägt.

Gruss,
Manfred


Railion

Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#5

Beitrag von Railion » So 13. Okt 2013, 15:39

Moijen

Nochmal: Mit Kinematik hast du 3! Drehpunkte pro Seite im Kupplungsstrang. Absolut unbrauchbar.
Der Wagen in dem Video hat nur einen Drehpunkt (am Fahrzeug selber) und eben das Spiel im Kopf (wenn gekuppelt)
Das funktioniert. Aber eben nur da.

(keine! Feder ist so stark, das sie bei Ensatz von Kadees im KK Strang diesen wieder gradeziehen kann. Das _geht_ nicht. )

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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#6

Beitrag von rayman » So 13. Okt 2013, 15:41

Die Formschlüssigkeit ergibt Sinn. Die hat man jedoch auch bei den Roco Kurzkupplungen. Durch die konnte ich den Abstand der sonst mit einer Kuppelstange fest gekuppelten Waggons meines Acelas von 3 auf 1mm verringern.
Grüße Ray.
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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#7

Beitrag von digilox1 » So 13. Okt 2013, 16:03

Nochmal: Mit Kinematik hast du 3! Drehpunkte pro Seite im Kupplungsstrang. Absolut unbrauchbar.
Nochmal: Dass es mit KKK nicht geht, ist sonnenklar, da die zwei Drehpunkte Kopf/Schaft und die (nicht formschlüssige) Verbindung Kopf/Kopf den Schaft über den dritten (oder über den dritten und vierten) aus der Mitte ziehen, sobald die an der Kupplung ziehende Kraft grösser ist als die Rückstellkraft der Zentrierfeder.

Das Problem bei der Kulisse ist die zurückgesetzte Position der Mitellage; sind die seitlichen Endlagen gegenüber der Mittellage zurückgesetzt, spielt die Anzahl der Drehpunkte keine Rolle mehr, sonst liesse sich die Konstruktion der Walthers Auto Racks aus dem Video und andere nicht auf diese Weise realisieren.

Gruss,
Manfred

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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#8

Beitrag von rwd » So 13. Okt 2013, 17:51

Hallo Ray und alle anderen!

Da ich ausschliesslich 1:87 Wagen (außer beim ICE - mobile Vision) mit Kurzkupplungskulisse habe, brauche ich diese ganzen Kupplungen nicht.
Aus dem Forum und dem Kreis der Käufer über ebay war aber mehrfach die Frage nach einer Möglichkeit gekommen, die alten 1:100 Wagen und bayrischen Personenwagen kürzer zu kuppeln. Mit meinen Adaptern ließen sich bei Verwendung von handelsüblichen Kupplungen nur etwa 2 mm einsparen
Also habe ich mir über ebay "Testwagen" besorgt und die oben beschriebenen Kupplungen konstruiert. Das Ergebnis habe ich nun dokumentiert.

Bei der Konstruktion ging es mir darum, die Wagen untereinander mit einem möglichst kurzen, gleichmäßigen Abstand zu kuppeln. Herausgekommen ist dabei ein Abstand von etwa 3 mm. Das ist der Mindestabstand, damit die Wagen berührungslos durch den Radius R1 im direkten Gegenbogen kommen.
An die Kadee-Kupplungen habe ich dabei überhaupt nicht gedacht. Aber allgemein war mir klar, mit käuflichen Kupplungen muß der Adapter an jeden einzelnen Wagentyp angepasst werden und mehr als einen Millimeter kürzer war unter Beibehaltung eines kompletten Schachts nicht möglich.

Mit den neuen Kupplungen erziele ich jetzt einheitlich, egal in welcher Wagenreihenfolge, einen Kuppelabstand in der Geraden von ca. 3 mm gegenüber den original Abständen mit der Märklin Drehpunktkupplung 7205 von 5,5 mm (4091<->4092), 8 mm (4091<->4096) oder gar 11 mm bei den reinen TEE-/TEN-Wagen (4096<->4096; 4150<->4152) untereinander gekuppelt. Bei der Relexkupplung war der Abstand beim gezogenen Zug sogar noch um etwa 1,5 mm größer.

Also ich bin mit der gefundenen Lösung zufrieden und hoffe die Interessenten mit den älteren Wagen auch.

Und dann habe ich eben auch noch erfreut festgestellt, dass die Kupplung für die D-Zug-Wagen 4091 etc. geeignet ist, die Verbiundung von Wagen mit Kulisse und Wagen mit meiner Kupplung herzustellen. Getestet habe ich das mit dem Wagen 4096 auf der einen und folgen Wagen mit Kulisse als Gegenpart:
1. Märklin Speisewagen aus 43919 (Pop-Farben; 27,0 cm)
2. Roco Mitteleinstiegswagen 44749 (Steuerwagen in o/b; 30,3 cm)
3. Heris Liegewagen 11029 (Pop-Farben; 30,3 cm)
4. Lima Aussichtswagen 309404K (Rheingoldwagen, 30,3 cm)

Eine Kulisse einzubauen, wie schon im ersten Beitragsfaden zu dem Thema vorgeschlagen, hat den Nachteil, dass die Wagen nicht wieder "rückbaubar" sind. Jetzt lassen sich die Wagen einfach wieder in den original Zustand zurückversetzen. Außerdem hätte eine Kulisse die Befestigungsschraube für das Wagengehäuse am Wagenboden ganz oder teilweise verdeckt und damit die Demontage des Wagenkorpus zum Einbau und Wartung einer Beleuchtung behindert.

Da ich die Wagen, wie gesagt, nur zu Testzwecken erworben habe, werde ich die Wagen nach diesen Tests in den kommenden Wochen wohl noch vor Weihnachten wieder verkaufen. Also wenn jemand hier an den Wagen mit (oder auch nur an) den Kupplungen und Adaptern Intresse hat, dann kann er sich gerne schon bei mir melden.

Ach ja, die Popwagen 4091/4092/4093 und 4094 hatten noch andere Kupplungen, die nicht gegen die Kupplung 7205 zu tauschen waren, da bei den Wagen die Gegendruckpunkte für die Federn der Kupplung fehlen oder die Kupplungen noch völlig anders befestigt waren. An diesen Wagen habe ich die Kupplungen/Adapter nicht getestet.

Mit freundlichen Grüßen
Rudolf
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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#9

Beitrag von Railion » So 13. Okt 2013, 18:08

Moijen

Die ersten 27cm Wagen hatten Drehgestelle mit Blechrahmen und einer Blech Kupplungsaufnahme.
In diese war eine Lok!Kunststoffkupplung eingebogen (in Blechlaschen eingefaltet)

Das Auf und Zubiegen selbiger ist gefährlich, das Blech kann brechen.
Ähnlichen Scheiss hat Märklin beim 515 und bei den ersten 216ern verbaut (Blechbügel von unten; oben mit 2 Laschen zugebogen... 2 mal öffnen, und die Laschen brechen ab.)

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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#10

Beitrag von rwd » So 13. Okt 2013, 18:44

Hallo Railion!

Zwischen diesen unsäglichen Blechkonstruktionen und der Kupplung wie 7205 hat es aber wohl noch eine Kupplung gegeben, die der 7205 recht ähnlich ist. Dabei handelt es sich anscheinend auch um eine Drehpunktkupplung mit Federn zum zentrieren. Diese Federn sind aber deutlich länger als bei der 7205 und laufen auch aufeinander zu und federn gegen einen Steg in der Mitte der Deichsel, also nicht wie die 7205, die sich durch zwei Zapfen ausserhalb der Federn zentriert.

Übrigens scheint der Steg in der Deichselmitte bei der Umkonstruion der Drehgestelle für die 7205 erhalten geblieben zu sein, wenn auch ohne Funktion. So sieht es zumindest auf dem ersten Bild in meinem obigen Beitrag aus.

Mit freudlichen Grüßen
Rudolf
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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#11

Beitrag von Railion » So 13. Okt 2013, 19:05

Moijen..

Ok, diese Zwischenvariante hatte ich dann doch nicht :wink: .

Ansonsten hatte ich mal 1:100 sowie auch Blechwagen (Silberlinge; DSG Schlafwagen).
Damals halt...

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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#12

Beitrag von rwd » Sa 31. Mai 2014, 09:59

Hallo zusammen!

Inzwischen habe ich mir von der ersten und zweiten Variante der 1:100 Wagen auch ein paar Testexemplare zugelegt.

Bild

So sieht der Wagen der zweiten Variante von unten aus. Deutlich sind die längeren
Federn an der Kupplung zu sehen. Diese drücken innen gegen den langen Steg am
Drehgestell. Für diese Kupplungen habe ich jetzt eine Variante meiner Adapter
drucken lassen.

Bild

Die Federn laufen nach hinten zusammen und stützen sich ebenfalls an dem Steg ab.
Hier ist als Beispiel eine Fleischmann-Profi-Kupplung in den Schacht eingesetzt.

Bild

Mit den original Kupplungen ergibt sich bei den Wagen ein Abstand von etwa 14 mm ...
Bild

... mit meinen Adaptern und der Kupplung 7203 bleiben immernoch 10 mm übrig ...

Bild

... bei Verwendung meiner eigenen Kupplungen reduziert sichder Abstand dann
auf nur noch 3 - 4 mm.

Bild

Das reicht aus, um sicher durch alle Kurvenkombinationen im R1 zu kommen.

Bild

Bild

Bild

Und durch die spezielle, flache Druckart gibt es auch mit den Trittstufen keine Probleme.

Bild

Jetzt bleiben nur noch die Wagen der ersten Variante mit den Kupplungen im
"Blechkasten". Dort ist eine Kupplung ähnlich der Lokkupplung aus 7205 eingesetzt.
Da wollte ich meine Adapter von der V36 testen, aber beim Aufbiegen des Bleches
ist gleich ein Stück vom Blech abgebrochen. Ausserdem zeigte sich, dass die Adapter
der V36 nicht passen werden, so dass ich weitere Versuche auf dem Gebiet nicht unter-
nehem werde.

Gibt es für diese Wagen eigentlich Ersatz-Drehgestelle?
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#13

Beitrag von Railion » Sa 31. Mai 2014, 10:13

Moijen

Hab ichs nicht gesagt? Wie war das nochmal? Die DG waren ein Metallkörper mit Kunststoff Seitenwangen und: mittels Sprengring am Drehzapfen befestigt!?

Dann haste ein Problem. Das Alternativdrehgestell ist oben in Deiner Fotoreihe (mit der langen Kupplung). Und es ist aus Kunststoff mit Klipszapfen. Passt nicht.

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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#14

Beitrag von rwd » Sa 31. Mai 2014, 20:30

Hallo Railion!

Na ja, so groß ist das Problem zum Glück erstmal nicht.
Auf der original Seite sieht das Drehgestell so aus

Bild

und auf der defekten Seite habe ich mir erstmal mit Plastikstreifen und Klebeband geholfen.

Bild

In den Plastikstreifen habe ich ein passendes Loch gebohrt, dann die Kupplung wieder in das noch vorhandene Metall U eingelegt und das Plastik obendrauf mit Klebeband gesichert.
So geht es zumindest für den Moment.
Die Wagen hatte ich mir nur für Testzwecke für neue Adapter günstig in der Bucht geangelt und dort werden sie auch wieder, mit Hinweis auf die kaputte Kupplungshalterung, landen.
Etwas Schwund ist halt immer. Es wäre doch langweilig, wenn alles auf Anhieb klappt.

Vielleicht lasse ich aber auch beim nächten mal einen "Käfig" für die Kupplung mitdrucken. Dann haben andere mit dem gleichen Problem die Chance ihren Wagen zu reaktivieren, mal sehn.
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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Re: Individuelle Kupplungen für die Märklin Personenwagen 1:

#15

Beitrag von rwd » So 20. Jul 2014, 21:21

Hallo zusammen!

Nachdem mir ja bei dem Wagen mit der Kupplung im Blechkasten eine Lasche abgebrochen war, hatte ich zuerst provisorisch mit Klebeband repariert.

Inzwischen habe ich mir einen "Ersatzkasten" drucken lassen und montiert.

So sieht der Kasten alleine aus, einmal von oben und einmal von der Seite.

Bild

Bild

Zur Vorbereitung muß auch der Rest vom Metallkasten entfernt werden, so dass nur noch die Bodenplatte stehen bleibt. Das geschieht am besten, wenn das Drehgestell ausgebaut ist. Es ist mit einem Sprengring gesichert. Ich weiss jetzt auch, warum das Ding "Sprengring" heißt. Ich mußte erstmal eine ganze Weile suchen, bis ich das Teil wieder gefunden habe.

Bild

In den Kasten kann dann die Kupplung eingelegt werden, natürlich geht auch die Lokkupplung aus der Packung 7205, da die ja die gleichen Abmessungen hat wie die hier wieder verwendete Relex-Kupplung.

Bild

Dann wird dieses Konstukt von oben her (der Wagen liegt ja zur Zeit über Kopf) über die vorbereitete Stelle gedrückt. Ersteinmal einseitig und dann auf der zweiten Seite.
In montiertem Zustand sieht die Wagenunterseite dann so aus.

Bild

Da der neue gedruckte Kasten nicht größer ist als der alte Blechkasten gibt es auch bei ausgelenkten Drehgestellen kein Problem.

Bild

Bei dieser ersten Version habe ich die Bodenplatte noch eine Schicht zu dick drucken lassen, weshalb ich die Bodenplatte noch etwas flacher gefeilt habe. Diese Fielspuren kann man auf dem Bild mit der schon eingelegten Kupplung sehen. Ausserdem habe ich die Kanten zum halten an der alten Bodenplatte vom Winkel her noch etwas steiler gemacht, damit der Kasten beim Überstülpen nicht zu weit aufgebogen werden muß.

Dann habe ich noch versucht, einen NEM-Schacht einzubauen, aber Aufgrund der Druckerauflösung von 1,016 mm in x- und y-Richtung ist zu wenig Platz für wirksame Federn.

Davon habe ich jetzt keine Bilder mehr gemacht, weil das nicht mehr realisierbar ist, zumindest nicht mit dem Drucker bei fabberhouse, wo ich meine Teile drucken lasse. Das einzige, was eventuell noch machbar ist, wäre, wie bei den ersten Kupplungen für die V200 (#3021), ganze Kupplungen drucken zu lassen und dann den Kupplungsbügel und die Vorentkupplungslasche von der Roco UK einzusetzen. Das wäre glatt nochmal eine Idee.

Für heute reicht es aber erstmal wieder.
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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