Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#1 von mikomue , 09.06.2023 22:32

Hallo zusammen,

ich möchte hier kurz meine Probleme mit zwei meiner Loks (beide DC) schildern und die Lösung dazu, die ich heute umgesetzt habe, nachdem ich mich schon einige Male über das Hängenbleiben am Berg geärgert hatte.

Sorgenkind Nr. 1 war die Piko BR120 Diesellok (DR, ex V200, Artikel-Nr. 52901), die ich seit einigen Wochen recht neu habe und die regelmäßig an meinen Steigungen ohne weiteres Vorankommen hängen bleibt, wo andere Loks mit dem gleichen Zug problemlos hinauf kommen. Zuerst hatte ich die Kardanwellen in Verdacht und dass dort die Kardankugeln auf der Welle durchrutschen. Aber auch ein Festkleben auf der Welle brachte keine Besserung. Heute habe ich dann mal ein paar Standversuche gemacht und festgestellt, dass die Lok trotz zweier Haftreifen sehr gut auf der Schiene rutscht und die Haftreifen recht wirkungslos zu sein scheinen. Eine Prüfung der Haftreifen zeigt aber, dass diese in einem sehr guten Zustand sind. Auch ein Tausch der Radsätze mit Haftreifen von innen nach außen brachte keine Fortschritte. Da bei der Lok jeweils nur die äußeren Radsätze je Drehgestell angetrieben sind, war meine Vermutung, dass ein Großteil des Gewichts auf der mittleren nicht angetriebenen Achse ruht. Ich habe deshalb die mittlere Achse mal ausgebaut und die Lok nur mit 4 Achsen fahren lassen und siehe da, die Zugkraft an Steigungen war um Welten besser. Damit das auch mit der mittleren Achse funktioniert, musste ich der mittleren Achse etwas mehr Spiel nach oben verschaffen. Dazu habe ich mit einem Skalpell die Lagerschale vorsichtig etwas ausgeschält. Nach 3 Versuchen hatte ich dann genug Material weggenommen, so dass die mittlere Achse nur noch wenig bis kein Gewicht der Lok aufnimmt und trotzdem sauber mit rollt. Die Lok rollt jetzt sicher über die Schienen wie bisher, die Zugkraft bringt sie dabei aber viel besser auf die Schiene.

Vom Erfolg der Maßnahme angespornt, habe ich mir auch gleich noch meine zweite 6-achsige Lok mit 4 angetriebenen Achsen vorgenommen, eine Mehano Class 77 (BR 266). Bei der war die Zugkraft nicht ganz so kritisch wie bei der Piko-Lok, aber auch die Lok blieb gerne mit etwas schwereren Zügen am Berg hängen. Die Konstruktion der Drehgestelle ist hier etwas besser als bei der Piko-Lok, immerhin ist die mittlere Achse je Drehgestell (ohne Antrieb) federnd gelagert, jedoch ist die Federkraft recht hoch, so dass ich hier ein ähnliches Problem wie bei der Piko-Lok vermutet habe. Nachdem ich die Drehgestell-Blenden dann endlich ab hatte, war die Lösung hier ganz einfach. Ich habe einfach die Federn um etwa zwei Windungen gekürzt, so dass die Andruckkraft der mittleren Achsen reduziert wird. Das hat schon ausgereicht, um auch dieser Lok eine deutlich bessere Zugkraft zu verleihen ohne dass das Fahrverhalten schlechter wird.

Für mich hat sich der Einsatz heute gelohnt, ich habe bei zwei Loks mit relativ einfachen Mitteln die Zugkraft deutlich erhöhen können. Trotzdem frage ich mich, warum das mache Hersteller ab Werk nicht gleich sinnvoll gelöst haben, entweder indem sie alle 6 Achsen antreiben (bei der Piko-Lok wäre das meiner Meinung nach sehr einfach möglich gewesen) oder indem die mittlere Achse möglichst kein Gewicht der Lok trägt. Andere Hersteller (z.B. Roco bei diversen Loks (z.B. 232, 220 DR, E94, BR155) oder auch Sudexpress bei der Eurodual) haben das deutlich besser gelöst.

Vielleicht helfen ja meine Erkenntnisse dem einen oder anderen bei gleichen oder ähnlichen Konstruktionen mit 6 Achsen.

Viele Grüße

Michael


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#2 von DR POWER , 10.06.2023 08:04

Hallo Michael

Piko hat es doch ab Werk so gelöst das die mittleren Achsen kaum Lokgewicht aufnehmen. Die Piko 6achser in meinem Bestand haben alle ausreichend Spiel nach oben und unten , so das die mittleren Achsen immer frei rollen. Dabei macht es keinen Unterschied ob es ältere Konstruktionen wie die 118/119 der DR sind, bei denen die mittlere Achse ganz frei rollt ohne Stromabnahmeschleifer, oder neuere Konstruktionen wie die 120 oder auch die 132 der DR bei denen die mittleren Achsen auch zur Stromabnahme genutzt werden.

Liebe Grüße, André


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#3 von mikomue , 10.06.2023 08:54

Hallo André,

Bei der aktuellem Konstruktion der BR120 (meine Lok ist die 220 Epoche V mit Artikelnummer 52901 aus der Produktion 2022/2023) sind alle Achsen auf der gleichen Höhe ohne Spiel nach oben oder unten fest gelagert. Das ist sicher für die Stromabnahme ideal, für die Tranktion aber hinderlich. Bei 4-achsigen Loks reichen ja auch die 4 Achsen für die Stromabnahme, so dass es es auch kein Problem ist, wenn die mittlere Achse nur mit minimaler Kraft auf der Schiene mit läuft, was für die Stromaufnahme nicht ganz das Opimum ist. Piko hat der Lok ja auch nur diagonal je einen Haftreifen spendiert, so dass pro Seite 5 Räder für den elektrischen Kontakt da sind, jedoch nur 1 Rad je Seite mit Haftreifen. Mehr Haftreifen würden aber auch nur bedingt helfen, weil das Gewicht ohne Modifikation halt hauptsächlich auf der mittleren Achse liegt. Zumindest bei meiner Lok aus der aktuellsten Produktion war das so, vielleicht war die Konstruktion ja bei älteren Modellen besser?

Da das meine einzige 6-achsige Lok von Piko ist (ich habe sonst nur einige Roco-Loks mit 6 Achsen und die Eurodual), habe ich keinen Vergleich zu anderen Piko-Modellen mit 6 Achsen.

Zeitweise hatte ich die 151 von Piko, da gab es kein Problem mit der Zugkraft. Die Lok habe ich aber mittlerweile wieder verkauft.

Viele Grüße
Michael


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#4 von tane , 10.06.2023 09:27

Zitat von mikomue im Beitrag #3
Hallo André,

Bei der aktuellem Konstruktion der BR120 (meine Lok ist die 220 Epoche V mit Artikelnummer 52901 aus der Produktion 2022/2023) sind alle Achsen auf der gleichen Höhe ohne Spiel nach oben oder unten fest gelagert. Das ist sicher für die Stromabnahme ideal, für die Tranktion aber hinderlich. ...

Nein, das ist auch für die Stromabnahme schlecht, weil die Gleise nie perfekt Plan liegen (bei Übergängen zu Steigungen eh nicht, aber auch sonst), so dass nur 3 Räder je Drehgestell guten Kontakt machen können.

Sowas ist einfach eine schlechte Konstruktion und Zeichen mangelnder Qualitätskontrolle in der Entwicklungsabteilung.


Viele Grüße Christoph


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#5 von Modellbahn-Fan , 10.06.2023 09:45

Zunächst einmal: Haftreifen sind bei vernünftiger Getriebe-Konstruktion überflüssig wie ein Kropf - sie verdrecken nur die Schienen. Die Amerikaner versehen ihre Loks überhaupt nicht mit Haftreifen - und es funktioniert genauso.

Mit dem Konstruktionsprinzip der Piko 6-Achser (mittlere Achse jedes Drehgestells nicht angetrieben) hatte ich selbst ohne Haftreifen nie irgendwelche Probleme - und ich habe mehrere derartiger Loks.

Ich würde daher die Problem-Ursache auf eine schlechte Anlagenplanung und/oder nicht an die Anlage angepasste Zuglängen schieben. Erfahrungsgemäß gibt es bei Steigungen über 3%, ggf. auch noch kombiniert mit engen Kurvenradien, derartige Probleme. Zumindest muss man in solchen Fällen die Zuglänge an die schwierigen Streckenverhältnisse anpasen.

Das bei der Taigatrommel angesprochene Problem (besonders viel Gewicht auf der mittleren Achse) hatte ich auch mal, bei Nohab von NMJ. Die zog fast nichts weg, obwohl da eigentlich sogar alle sechs Achsen angetrieben waren. Nach Ausbau der mittleren Achse war das Problem weg. Da man aus einem "normalen" Blickwinkel die Räder nicht wirklich sieht.habe ich es einfach dabei belassen. Auch diese Maschine ist ohne Haftreifen unterwegs.


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#6 von mikomue , 10.06.2023 10:18

Hallo Modellbahn-Fan,

Ich möchte hier keine Diskussion über das Für und Wider von Haftreifen lostreten. Da gibt es ganz verschiedene Meinungen dazu. Ich habe aus Platzgründen und nicht wegen Fehlplanung etwas größere Steigungen in meiner Anlage, und ca. 95% von meinen mehr als 50 Loks und Triebzügen bewältigen die Steigungen auch mit längeren Zügen ohne Probleme. Bei dir mag das ohne Haftreifen funktionieren, ich habe grundsätzlich keine Probleme mit Haftreifen aber ohne , auch nicht hinsichtlich Verschmutzung der Schienen (keine Ahnung wo der Mythos her kommt, vielleicht liegt das an der Qualität und Material der Schienen, ob es Verschmutzungsprobleme gibt) und ich betreibe das Hobby schon seit über 30 Jahren.

Ich will hier auch nicht über Piko her ziehen sondern eher eine Lösung anbieten für andere, die ähnliche Probleme haben. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man das im Fall dieser Lok besser ab Werk hätte lösen können. Ich haben aber auch jede Menge anderer Piko-Loks (alles 4-Achser oder Triebzüge), mit denen ich super zufrieden bin. Piko hat hier in den letzten Jahren / Jahrzehnten viel richtig gemacht aber das eine oder andere Detail ist doch verbesserungswürdig.

Viele Grüße
Michael


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#7 von DR POWER , 10.06.2023 11:16

Hallo zusammen

Hier wäre,bevor über schlechte Konstruktion oder mangelhafte Qualitätskontrolle in der Entwicklungsabteilung geschrieben wird,erstmal die Frage zu klären ob dies bei Michaels 120er ein Einzelfall und damit ein Gewährleistungsproblem ist.
Wie weiter oben schon geschrieben kenne ich keinen Piko 6achser der Expertreihe der konstruktiv feste Mittelachsen vorgesehen hat.Auch die Taigatrommelkonstruktion sieht für die mittleren Achsen ein Höhenspiel vor.Wenn das bei Michaels Maschine nicht der Fall war erklärt das natürlich die schlechte Zugkraft. Normalerweise zieht Piko's Trommel problemlos auch lange Züge und diese auch über Steigungen.

Liebe Grüße, André


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#8 von jo_ , 10.06.2023 12:40

Hallo André

Zitat von DR POWER im Beitrag #7

Hier wäre,bevor über schlechte Konstruktion oder mangelhafte Qualitätskontrolle in der Entwicklungsabteilung geschrieben wird,erstmal die Frage zu klären ob dies bei Michaels 120er ein Einzelfall und damit ein Gewährleistungsproblem ist.



Naja, wenn ich mir die Drehgestellkonstruktionen aller meiner Piko-Expert-Modelle mit der Konkurrenz von Roco, Märklin, Lima, Hornby, Walthers etc. vergleiche, wird recht schnell deutlich, dass Piko hier in der untersten Liga spielt. Diese Plastikgleitlager sind vergleichbar mit den Mittelmotormodellen von Lima aus den 90ern oder Roco aus den 70ern oder 80ern. Sobald es hier an Schmierung fehlt, frisst sich die Achse weiter in das Drehgestell ein. Bei solchen Konstruktionen muss sich Piko kritische Aussagen, in denen die Worte "Entwicklungsabteilung", "Konstruktion" und "Qualitätskontrolle" vorkommen, durchaus gefallen lassen.

Das Gute an der Konstruktion von Piko ist aber: Höhenunterschiede bei der Lagerung gleichen sich nach längerem Betrieb von selbst aus.

Gruß Jo


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#9 von DR POWER , 10.06.2023 14:25

Hallo Jo

Hier wurde die Konstruktionsabteilung kritisiert weil die mittleren Achsen bei Michaels Taigatrommel kein Höhenspiel haben. Konstruktiv vorgesehen ist dies aber.
Das es bei Michaels Maschine nicht vorhanden war ist eher ein Fertigungsproblem und wäre auch ein Fall für die Gewährleistung gewesen.
Die von Dir angesprochenen Plastikgleitlager machen bei dir genau welche Probleme? Oder sind das nur Mutmaßungen was passieren könnte?
Bis jetzt habe ich persönlich keinerlei Probleme mit dieser Konstruktion. Und meine Modelle fahren regelmäßig.

Liebe Grüße, André


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#10 von silmaril , 08.11.2023 17:53

Die Amerikaner versehen ihre Loks überhaupt nicht mit Haftreifen - und es funktioniert genauso.

da muss ich leider widersprechen. ich habe einige, wenn auch meistens ältere, modelle mit traction tires. im youtube channel von smt mainline wird auch ab und an davon gesprochen...

sil


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#11 von Frank Czogalla , 08.11.2023 19:07

Hallo Zusammen,

nun ich habe auch besagte Piko BR 120 DR für das AC System.
Artikelnummer 52807
Muß sagen, ich habe keinerlei Probleme damit!!!
Zugkraft und Fahrverhalten sind einfach Perfekt!

Modellbahnergrüße aus Ludwigsburg
Frank


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#12 von Duplex6-4-4-6 , 09.11.2023 02:35

Zitat von silmaril im Beitrag #10
Die Amerikaner versehen ihre Loks überhaupt nicht mit Haftreifen - und es funktioniert genauso.

da muss ich leider widersprechen. ich habe einige, wenn auch meistens ältere, modelle mit traction tires. im youtube channel von smt mainline wird auch ab und an davon gesprochen...

sil

Das sind sehr alte Modelle. Aktuell werden dort nur in Dampflokmodellen Haftreifen eingebaut. Die müssen mitunter im Solobetrieb sehr lange Personenzüge stemmen. Bei Dieselloks wären Haftreifen bei den gebräuchlichen Mehrfachtraktionen sogar hinderlich, da ein gewisser Schlupf da durchaus Sinn macht.
Im Übrigen tragen fast immer alle Achsen Gewicht. Konstruktionen wie bei uns, wo einzelne Achsen fast kein Gewicht tragen, damit möglichst viel Gewicht auf Haftreifenachsen liegt, gibt es praktisch nicht (große Ausnahme wie gesagt Dampfloks). Was die Stromabnahme angeht, hatte ich mit US-Modellen nie Probleme. Trotz simpler Fahrwerkskonstruktionen ist ohne Haftreifen natürlich auch die Laufruhe besser.
Aber die typische US-Anlage ist von den Steigungen her natürlich nicht mit der gebräuchlichen Märklin-Tischanlage vergleichbar. Und Mehrfachtraktionen fährt bei uns (leider) kaum jemand. Auch die Briten bauen Anlagen anders als wir und können daher auf Haftreifen verzichten.
Es gibt also kein falsch oder richtig, sondern nur eine andere Kultur beim Anlagenbau und Fahrbetrieb.
LG


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#13 von lokfan103 , 11.11.2023 17:40

Zitat von mikomue im Beitrag #1
Sorgenkind Nr. 1 war die Piko BR120 Diesellok (DR, ex V200, Artikel-Nr. 52901), die ich seit einigen Wochen recht neu habe und die regelmäßig an meinen Steigungen ohne weiteres Vorankommen hängen bleibt, wo andere Loks mit dem gleichen Zug problemlos hinauf kommen.


Hallo Michael,
das gleiche Problem trat bei meiner Piko lok in Erscheinung. Mittels einer Rundfeile habe ich das Lager der mittlere Achse auch etwas erweitern müssen. Danach zieht die Lok bedeutend besser, aber lange nicht so gut wie die gleiche Märklin Lok.

Was die Kunststofflager der Achsen angeht, naja es ist zugegeben schon eine sehr einfache und preiswerte Konstruktion, scheint sich aber auch über die Jahre zu bewehren, klagen hört man kaum. Schon eher bei den windig anmutenden Plastikgetrieben, vorallem dem viel zu schmalen Zahnrädern auf den Antriebsachsen.
Piko hat bei einigen Modellen das mit dem Achslagerproblem versucht abzustellen, als leztere bei der V100( Metall Drehgestell).


Gruß
Frank


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#14 von mikomue , 11.11.2023 21:37

Hallo Frank,

dann bin ich wohl doch nicht ganz allein mit dem Problem. Bei mir hat sich mittlerweile noch ein neuer Kandidat für eine Nachbesserung angefunden. Bei meiner Piko BR194 ist es auch nicht optimal, die quält sich etwas den Berg hoch, bleibt aber zumindest nicht komplett hängen. Da werde ich demnächst mal nachbessern müssen.

Grüße
Michael


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#15 von lokfan103 , 13.11.2023 07:59

Hallo Michael,

vorsicht dieses Fahrgestell besteht aus Metal! Kann ich nicht bestätigen,die mittlere Achse ist doch gefedert, sollte also eintauchen können.


Gruß
Frank


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#16 von Stahlblauberlin , 13.11.2023 10:49

Mich wundern die Zugkraftprobleme ein wenig, einen beachtlichen Teil der hier genannten Lokomotiven habe ich auch im Bestand und bei keiner gibt es Probleme mit der Zugkraft solange sich die Züge im Rahmen dessen bewegen was halbwegs vorbildlich und den Größenverhältnissen einer Modellbahnanlage angemessen ist. Die 120 DR von Piko zieht bei mir ohne weiteres 60 Achsen die 3% hoch, allerdings gibt es bei mir keine 360 (358)er Radien. Auf Anlagen die Züge mit mehr als 60 Achsen vertragen sollten 360/358er Radien und Steigungen von mehr als 3% auch nicht nötig sein.
Selbst eine ältere Fleischmann-151er zieht das problemlos, die hat nur zwei! angetriebene Achsen, wenn auch da alle Räder mit Gummi belegt sind. Zusätzlich ist sie auch noch relativ leicht und hat die gleiche lange Übersetzung wie die FLM 103er..


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#17 von mikomue , 13.11.2023 11:14

Das Problem ist, wenn die nicht angetriebene mittlere Achse bei 6-achsigen Loks im Verhältnis zu den anderen zwei Achsen zu viel Gewichtskraft aufnimmt. Da helfen dann auch Haftreifen auf den anderen Achsen wenig. Teilweise tritt das Problem auch nicht bei konstantem Gefälle sondern bei Wechsel der Steigung auf. 4-achsige Loks oder 6-achsige Loks mit 6 angetriebenen Achsen haben das Problem naturgemäß nicht, selbst wenn nur ein Drehgestell angetrieben ist.
Im aktuellen Fall (Piko BR194) lässt sich das aber leicht korrigieren. Die mittlere Achse ist, wie ich gerade herausgefunden habe, mit zwei sehr feinen Federdrähten gefedert, die mit bloßem Auge kaum sichtbar sind.
Man kann die Vorspannung leicht ändern und dann passt es hoffentlich auch mit der Kraftverteilung der Gewichtskraft.

Grüße
Michael


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#18 von mikomue , 13.11.2023 11:38

Nach kurzer Testfahrt: Eine minimale Korrektur an den Federn der mittleren Achsen bewirkt Wunder bei der BR194. Jetzt passt die Zugkraft.

Ich habe die BR194 von Piko erst vor Kurzem erworben und meine bisherige Roco BR194 ersetzt. Der Tausch erfolgte hauptsächlich wegen der wesentlich besseren Detailierung (weil neuere Konstruktion) der Piko-Lok und auch wegen der zusätzlichen digitalen Funktionen.

Die Roco BR194 war eine meiner stärksten Loks, die selbst mit dem Schienenreinigungswagen und einem langen Güterzug problemlos an jedem Berg angefahren und hochgekommen ist. Im Vergleich dazu war die Zugkraft von der Piko-Lok bisher eher enttäuschend, aber zum Glück war das ja mit ein paar wenigen Handgriffen erledigt.

Übrigens haben nicht pauschal alle 6-Achsigen Piko-Loks mit der mittleren Achse bei mir Probleme. Die BR151 ist da unauffällig.

Letztendlich will ich mit dem Beitrag denjenigen helfen, die auch Probleme mit der Zugkraft haben.

Wer keine Probleme hat, kann das ja gerne mitteilen aber an den Erkenntnissen anderer zweifeln braucht ihr nicht. Es hängt halt auch immer stark vom Anwendungsfall ab und gewisse Fertigungs- und Montagetoleranzen können da schon eine große Auswirkung haben. Im Gegensatz zu anderen Modellbahnern ist mir nicht nur die optische Perfektion sondern auch die technische Perfektion wichtig (über den einen oder anderen optischen Kompromiss kann ich z.B. hinwegsehen, solange die Lok technisch einwandfrei funktioniert).

Grüße
Michael


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#19 von Stahlblauberlin , 13.11.2023 12:09

Die Roco-Sechsachser sind durch die Bank über jeden Zweifel bei der Zugkraft erhaben, meine 232er zieht sich eher die Kupplungen aus den Schächten als stehen zu bleiben, die 194er ist da kaum anders drauf und selbst die konstruktiv steinalte 150er ist nicht aus der Ruhe zu bringen. Bei der Piko-120er ist mir als sie ganz frisch war aber beim ersten Begutachten aufgefallen das leichter Druck auf die mittlere Achse ein leichtes Knacken auslöste, als ob sich da ein feiner Grat o.ä. verabschiedet. Eventuell kommen die Probleme wirklich zu einem nennenswerten Teil von Fertigungs-/Montagefehlern.


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RE: Zugkraftprobleme bei 6-achsigen Loks mit nur 4 angetriebenen Achsen (z.B. Piko BR120 DR)

#20 von Guardian71 , 13.11.2023 12:43

Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #19
selbst die konstruktiv steinalte 150er ist nicht aus der Ruhe zu bringen.


Auch die neuere Konstruktion von 2014 kann sich sehen lassen und zieht was weg. Bei den 151ern haben wir in den letzten Jahren ja reichlich Auswahl bekommen.

Grundsätzlich gilt bei allen 6-achsigen Loks, dass ein Antrieb über die beiden Endachsen des Drehgestells völlig ausreicht - wenn die mittlere Achse ausreichend Platz zum einfedern hat und der Federdruck stimmt. Letzteres erfordert gern mal etwas Feintuning.


Beste Grüße,
Mark


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