im EK-Buch über "die Triebwagen der Reichsbahnbauart" von Heinz R. Kurz (Auflage 1988) habe ich diesen interessanten Umbau gesehen, in der Neuauflage des Buches von 2013 wieder. Nur fehlt hier leider das große Foto. Damals gab es weder den Triebwagen noch den Generatorwagen. Mittlerweile hat Brawa beim VT Abhilfe geschaffen. Der Triebwagen (44716, ist bis auf Teile der Beschriftung identisch mit 44700) ist nun bei mir angekommen, fehlt "nur" noch der Generatorwagen. Die Reichsbahn hatte vor, 36 Triebwagen auf Flüssiggas umzurüsten, bis 1943 tat sich da aber nichts. Ein(?) Triebwagen, der 137 350 erhielt einen Schwelkoksgenerator auf einem Wagen, der zwischen dem VT und dem VS kam. Mein Triebwagen hat die Nummer 137 349...
Zum Generatorwagen: Außer den beiden Fotos habe ich keinerlei Informationen. Ich habe keine Ahnung, was die Basis des Wagens ist, ich vermute ein Drehgestell von (?). Falls ich es wüßte, wäre die Frage, ob es dies als Modell gäbe. Und wenn, ob es dies als Ersatzteil gäbe. Oder müßte man ein komplettes Modell kaufen? - Zuviele ungeklärte Fragen. Ich vermute, man hat damals das erstbeste Fahrgestell, was zum Umbau taugte, genommen. Und so werde ich das auch handhaben, als Fahrgestell werde ich das nehmen, was in meinem Fundus ist. Zuerst wollte ich ein Fahrgestell des ET 85 nehmen, aber das Material von Roco lässt sich überhaupt nicht kleben. Ich werde nicht sklavisch den 137 350 nachbauen, was angesichts der Dokumentenlage auch illusorisch wäre, sondern baue mir meinen ähnlichen Wagen.
Zitat von Rollnitz im Beitrag #1Ich werde nicht sklavisch den 137 350 nachbauen, was angesichts der Dokumentenlage auch illusorisch wäre, sondern baue mir meinen ähnlichen Wagen ,,,
Moin Roland,
ich liebe es frei zu denken und zu bauen ...
Herzliche Grüße aus dem "Aw Bonn" am Rand der Bundesstadt Bonn Wolfgang _______________________________
ich bin noch am Rätseln. Wenn ich mich nicht vermessen habe, beträgt der Achsstand des Generatorwagens ca. 4,2m! Diesen Achsstand hat kaum ein Schnellzugwagen oder auch nicht ein Tender. Es könnte natürlich auch ein Neubau gewesen sein, oder irgendein spezielles Fahrwerk, muß ja noch nicht mal deutsch sein...
Beim Suchen bin ich auf ein Fahrwerk der Trix E 44 gestoßen, da würden die Maße passen...
meinen ersten Versuch mit einem E44-Drehgestell habe ich in die Tonne getreten. Das Problem bei vielen Drehgestellen ist der nicht klebbare Kunststoff...
Ich habe nun ein übriges Drehgestell vom ET 85 genommen, hat zwar nur 3m Achsstand, aber meine angenommen 4,2m sind ein Denkfehler! Auf dem Foto 4,2cm, ähnliche Größe wie der dazugelegte Triebwagen aber x 87= ca. 3,5m. (Und das allles nur ungefähr/geschätzt!) ... Resteverwertung... Aber auch dieses Drehgestell lässt sich kaum verkleben, die neuen Teilen sitzen auf Press und per Schraube...
Dafür taucht ein neues Problem auf. Auf dem Foto erkennt man, daß die Gaszuführung in den Triebwagen per Schlauch in das Dach geht (quasi "Spitzenlicht"). Und vermutlich hat man den Triebwagen gedreht, damit der Motor näher an diesem Anschluß liegt? Bei der ersten Probefahrt habe ich das so gehalten, Triebwagen, Motor hinten, dann Generatorwagen und Beiwagen. Wenn man diese Konstellation fährt, kommt das Licht durcheinander. Denn die richtige Zusammenstellung, mit dem Motor voran ergibt auch, daß vorne und hinten am Zug das Licht weiß oder rot leuchtet. Das Modell des Triebwagens leuchtet an seinem Ende gar nicht, der Beiwagen hat dort gar keine Lampen! Und wenn man den Triebwagen dreht, leuchtet er vorne eben nicht... Eine Änderung an der Platine vorzunehmen ist für mich nicht möglich, viel zu kompliziert. Die Platine ändern und/oder den Triebwagen komplatt neu verkabeln schließe ich angesichts der Brawa-Filigrankonstruktion aus. Da geht danach im Zweifelsfalle gar kein Licht mehr... Dies wäre auch eine Möglichkeit: Verdunkelung und ohne Licht fahren. Aber das liegt mir nicht, ich fahre auch gerne "tagsüber" mit Licht. Oder ich vergesse das Thema, vielleicht wurde der Triebwagen auch gar nicht gedreht und die Gaszufuhr zum Motor verlief unter dem Dach...
ZitatOder ich vergesse das Thema, vielleicht wurde der Triebwagen auch gar nicht gedreht und die Gaszufuhr zum Motor verlief unter dem Dach...
In geheimen Hobbykellerarchiven wurde jüngst ein Hinweis darauf gefunden, dass beim 349 der Motorwagen nicht gedreht wurde, um zu testen, wie es sich mit dem Transport des Gases über längere Distanz verhält.
Also: dein Plan passt!
Ich glaub, das kommt auch noch auf meine ToDo Liste
Viele Grüße Sascha
We're all stories in the end. Just make it a good one.
fast hätte ich vergessen, den Rohbau zu fotografieren, bevor alles in ein schönes Schwarz getaucht wird...
Der gesamte Aubau ist selbst gestrickt. Manche Details erschließen sich einem beim Bau, andere bleiben mir, selbst nach einem "Studium" in einem Buch über Holzvergaser, eher rätselhaft. Aber es muß ja nur so aussehen und nicht wie in echt funktionieren...
nun ist das Werk fertig. Die Farbgebung war nicht sehr aufregend... Zusätzlich habe ich die Dächer des Triebwagenzuges "abgedunkelt" in grauoliv RAL 6006.
Der Fahrtest verlief auch bestens, der bewegliche Schlauch behindert das Kurvenfahren nicht. Das Erscheinungsbild ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber er ist nicht mein einziger "Holzvergaser".