RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#1 von wulf43 , 16.02.2016 18:57

Liebe Forengemeinde,
auch ich möchte hier meine „ewige“ Baustelle vorstellen. Die Anfänge gehen zurück in die 80er und haben ihre Wurzeln noch weit früher in der Kindheit. Also wahrlich eine unendliche Geschichte. Aber allgemein gilt ja für unser Hobby: Nicht das Ziel ist wichtig, sondern der Weg. Auf diesem befinde ich mich noch immer. Auch war und ist die Zeit fürs Hobby begrenzt und nicht immer besteht die Lust, sich damit zu beschäftigen. Es gibt also noch viel zu tun.

Konzept
Eine verschlungene zweigleisige Hauptstrecke bildet die Basis. Die Ausfahrten B und E aus dem Bahnhof führen beide zur Einfahrt in den Schattenbahnhof, der unterhalb des Bahnhofs in Ebene 2 angeordnet ist. Der Schattenbahnhof wird nur aus einer Richtung angefahren. Die Ausfahrt aus ihm kann nach A oder F erfolgen. In den Hauptbahnhof kann dann also von links oder von rechts eingefahren werden. Damit ist gleichermaßen eine doppelte Wendeschleife realisiert. Diese Grundform ermöglicht einen abwechslungsreichen, flexiblen Betrieb. Die eingleisige Nebenstrecke mit Ziel eines kleinen Kopfbahnhofs beginnt bei der Ausfahrt G, die Zufahrt zum Bahnbetriebswerk bei C.


Anlagenschema

Der Hauptbahnhof
Der Hauptbahnhof umfasst 11 Durchgangsgleise und 9 Kopfgleise. Die Gleise 1 bis 6 und 8 dienen primär dem Personenzugbetrieb, 9 bis 12 dem Güterzugbetrieb und 7 der Lokbereitstellung. Die größte Länge zwischen den Weichen weist Gleis 5 mit ca. 3,0 m auf. Entsprechend lange Züge können also abgestellt werden. Von jedem Durchgangsgleis sind alle Strecken über Weichenstraßen erreichbar. Diverse Entkupplungsgleise erlauben Lokwechsel und einen abwechslungsreichen Rangierbetrieb.





Strecken und Schattenbahnhof
Die doppelgleisige Hauptstrecke, unterteilt in insgesamt 9 je ca. 3,5 bis 4m lange Blockabschnitte, verbindet den Hauptbahnhof mit dem Schattenbahnhof und führt über ein „abgehängtes“ Tal. Vorgesehen für den weiteren Ausbau sind ein Viadukt und eine Bogenbrücke. Beide befinden sich z.Zt. im Bau. Im sichtbaren Bereich sind Blocksignale jeweils mit Vorsignal angeordnet.


Krokodil über „abgehängten“ Tal


45 020 mit 18 Selbstentladewagen unterwegs

Die Nebenstrecke mit 3 Blockabschnitten wird über einen Bogen hinter dem Empfangsgebäude entlang geführt und überquert die Hauptstrecke mit einer 45 cm langen Kastenbrücke. Signalisiert ist sie mit Formsignalen.


64 250 auf der Kastenbrücke


Einfahrtsignal für die Nebenstrecke in den Hbf

Der Schattenbahnhof besitzt 8 Gleise, deren Länge zwischen 3,0 und 3,5 m variiert.


Blick in den Schattenbahnhof

Der Nebenbahnhof Nihendorf
Kopfbahnhof an eingleisiger Strecke. Ausgestattet mit Empfangsgebäude, Lagerschuppen, Verladeanlage mit Bockkran, Lokschuppen und kleinem BBW. Der Wandel „weg vom Dampf“ hat begonnen. Darauf weist die Dieseltanksäule hin. Der Ort „Nihendorf“ ist angedeutet: Wohnhäuser, Gasthaus und Fabrik. Die Ausgestaltung ist weitgehend abgeschlossen. Einige Details fehlen aber noch.


Empfangsgebäude Nihendorf


86 173 am Lokschuppen


323 530-6 an der Dieselsäule


Gestaltungsdetail


Wohnhaus


Gasthaus

Bockkran


Fabrik

Das Bahnbetriebswerk
Das BBW besitzt die klassischen Einrichtungen zur Versorgung von Dampfloks. Also Bekohlung, Entschlackung, Löschegrube, Besandung, Drehscheibe und Ringlokschuppen. Im Ausfahrgleis befinden sich noch eine Hilfsbekohlung und ein Wasserkran. Zur Versorgung von Dieselloks ist auch eine Tankanlage mit Öllager vorhanden. Die Entschlackungsanlage mit ihren beiden Sumpfgruben ist ein kompletter Eigenbau. Die Gebäude und technischen Anlagen sind mit LED-Beleuchtungen ausgestattet. Eine entsprechende Ansteuerung sorgt dafür, dass unterschiedliche Beleuchtungssituationen erzeugt werden können. So ist z.B. im Gebäude der Lokleitung das Licht für die einzelnen „Räume“ separat schaltbar.


Wasserturm, Drehscheibe, Lokschuppen, Lokleitung


Abendstimmung am Lokschuppen


Kran und Kohlebansen


80 030 mit eingeschalteter Fahrwerksbeleuchtung an der Hilfsbekohlung


Schlackensumpf

Stromversorgung und Steuerung
Eine Anlage dieser Größe erfordert mehrere verschiedene Fahrstromkreise. Darüber hinaus ist die Trennung zwischen Fahrstromversorgung (Central Unit 6021, 4 Booster) und Ansteuerung der Weichen, Signale, Fahrspannungsschalter und Drehscheibe im Hinblick auf die Computersteuerung zweckmäßig (Central Unit 6020, 2 Booster). Kurzschlüsse im Fahrbetrieb wirken sich dann nicht negativ auf die Schaltbefehle aus. Die Verbindung zum PC erfolgt für beide Bereiche über je eine eigene serielle Schnittstelle mit je einem Interface 6051. Auf dem PC laufen gleichzeitig zwei Programme, ein Server und ein Client, die miteinander Daten austauschen. Der Server empfängt ebenfalls über eine serielle Schnittstelle vom HSI-88 die Rückmeldedaten und legt diese in einem Puffer ab. Der Client ist das eigentliche Steuerungsprogramm. Tastatureingaben, Mausbefehle und Rückmeldedaten werden ausgewertet und in Instruktionen umgesetzt, die dann Lokomotiven, Weichen, Signale oder Fahrspannungsschalter ansteuern.


Hardware-Schema zur Anlagensteuerung

Die Software ist eine komplette Eigenentwicklung und wird nachfolgend näher beschrieben.

Die Steuerungssoftware
Für sichere Zugfahrten in oder durch einen Bahnhof mit 12 Gleisen oder für die Abläufe in einem Schattenbahnhof ist eine Überwachung der Weichenstellungen und der Gleisbelegung unumgänglich. Wie bereits angedeutet, habe ich dazu ein Softwaresystem mit Visual Basic 6 entwickelt, das folgende Hauptmerkmale aufweist:
- Zustandsanzeige für Gleisbelegung, Weichenstellung, Signalbild, Fahrstromschalter und eingestellte Fahrstraßen
- jeweils eigenes Bildschirmfenster für die verschiedenen Anlagebereiche
- Schaltfunktionen für Weichen, Signale und Fahrstromschalter mittels Mausklick
- Fahrstraßenwahl durch Start- und Zieleingabe mit Tastatur, Drag und Drop oder Doppelklick
- Fahrstraßenschaltung manuell oder automatisch
- Unterscheidung zwischen Zug-, Rangier- und Lokstraßen
- geschaltete Fahrstraßen sind verriegelt
- nicht freigebbare Fahrstraßen werden anhand einer Prioritätsliste verwaltet und automatisch geschaltet, wenn Freigabebedingungen vorliegen
- Zuordnung von Merkmalen für Loks nach Typ (Dampf, E, Diesel) und Zugklassen für die Bahnhofsein- und -ausfahrt . Davon abhängig ist die automatische Zugstraßenwahl für die Bahnhofseinfahrt. Ferner dürfen nicht alle Loks die Nebenstrecke oder das Bahnbetriebswerk befahren.
- Vorwahl kompletter Rangierabläufe
- Blockstreckensteuerung
- Verfolgung der Lokadresse
- Loksteuerung einschließlich Funktionstastenzuordnung
- Geschwindigkeitsanpassung für Loks
- Automatische Steuerung der Abläufe im Schattenbahnhof
Basis für die Software ist die Abbildung der Anlage durch die Grundelemente Gleisabschnitt, Weiche und Signal. Diesen Elementen werden durch Setzen entsprechender Bits in einem zugeordneten Byte Zustände zugewiesen, die einerseits der Bildschirmdarstellung dienen und die andererseits die Grundlage für die Steuersignale bilden.


Zustandstabelle


Gleisabschnitte im Nebenbahnhof.


Screenshot: Bildschirmdarstellung Nebenbahnhof

Für Zugbewegungen auf der Anlage müssen Fahrstraßen geschaltet sein. Definiert sind sie durch ihren Start- und Zielgleisabschnitt und eventuell notwendige Zwischenpunkte.
Drei Grundtypen werden unterschieden:
- Zugstraßen (gelb)
- Rangierstraßen (weiß)
- Lokstraßen (blau)

Zugstraßen stellen die Verbindung zwischen der Strecke und dem Bahnhof dar. Gestellt werden sie nur, wenn keine bestehende Fahrstraße verletzt wird und wenn jeder Gleisabschnitt der Fahrstraße frei ist. Erreicht der Zug den Zielgleisabschnitt wird die Lokadresse an diesen übertragen und die Straße wird gelöscht.
Rangierfahrten müssen auch in belegte Gleisabschnitte möglich sein. Zum Schalten von Rangierstraßen darf lediglich keine bestehende Fahrstraße verletzt werden. Eine Übertragung der Lokadresse erfolgt nicht. Das Löschen benötigt ein Mausklick oder eine Tastatureingabe. Falls ein umfangreicher Rangierablauf vorgewählt wurde (mehrere aufeinanderfolgende Rangierstraßen), löst das Löschen einer Straße automatisch das Stellen der folgenden aus.

Lokstraßen stellen die Verbindung mit dem Bahnbetriebswerk her. Sie können ebenfalls in belegte Gleisabschnitte führen. Bei Zielerreichung erfolgt das Löschen nachdem die Loknummer übertragen wurde.

Für alle Typen gilt: Kann eine Fahrstraße nicht geschaltet werden, wird sie in eine Warteliste entsprechend ihrem Prioritätswert einsortiert. Das Löschen einer Straße hat zur Folge, dass überprüft wird, ob für einen oder für mehrere Kandidaten der Warteliste das Schalten möglich ist, wenn ja, wird dies dann durchgeführt. Die, die weiterhin in der Warteliste verbleiben, werden aufgewertet und neu einsortiert. Damit wird vermieden, dass Straßen niederer Priorität immer in der Warteliste verbleiben. Das Schalten einer Fahrstraße bewirkt, dass alle an ihr beteiligten Weichen, Signale und Fahrstromschalter die notwendige Stellung einnehmen.


Geschaltete Fahrstraßen im Hauptbahnhof, Zugstr.: Einfahrt F-12, Rangierstr.: I-1, Lokstr.: 4-C

In besetzten Gleisabschnitten wird die Lokadresse angezeigt. Befinden sich lediglich Waggons in einem Abschnitt lautet die Anzeige „00“. Ein Doppelklick auf einen mit einer Lok belegten Gleisabschnitt eines Bahnhofgleises wählt die Ausfahrt-Zugstraße an.
Die Fahrstraßentabelle dient der Eingabe und zeigt alle angewählten Fahrstraßen mit Hinweisen über ihre Art und ihren Zustand.


Fahrstraßentabelle

Automatische Fahrstraßenwahl für einfahrende Züge
Fährt ein Zug in Richtung Haupt- oder Nebenbahnhof, so wird über einen Rückmeldekontakt eine Einfahrt- oder eine Durchgangszugstraße automatisch angewählt. In dem Merkmal Zugklasse der Lok ist hinterlegt, welche Gleise angefahren werden dürfen bzw. ob die Durchfahrtbedingung der Lok zugeordnet ist. Die einer Lok zugeordnete Zugklasse ist nicht starr, sondern kann jederzeit verändert werden.
Der Schattenbahnhof
Die Steuerung läuft automatisch ab. Fährt ein Zug von B oder E kommend in Richtung Schattenbahnhof, so wird durch einen Rückmeldekontakt signalisiert, dass eine Zugstraße geschaltet werden soll. Sofern ein freies Gleis vorhanden ist und nicht gerade ein anderer Zug einfährt, erfolgt dies. Anderenfalls wird die Anforderung in einem Eingangsspeicher abgelegt und die Fahrspannung im Signalabschnitt vor dem Schattenbahnhof bleibt ausgeschaltet. Der Zug hält. Erreicht ein Zug den Zielgleisabschnitt wird die Ausfahrt eines andern Zuges eingeleitet. Welcher Zug dies ist, hängt von einem vorgewählten Modus ab: Durchfahrt (D), serielle Wahl (Fifo), zufällige Wahl (Rnd) oder Programm. Letzteres kann durch entsprechende Eingaben in die Tabelle bestimmt werden. Für die Ausfahrrichtung (U oder V) gelten entsprechende Wahlmöglichkeiten. Hat ein Zug den SBhf vollständig verlassen, erfolgt eine Überprüfung, ob sich im Eingangsspeicher Anforderungen befinden, wenn ja, werden diese abgearbeitet. Eine Ausfahrt lässt sich auch direkt durch Abruf auslösen. Gleise können auch gesperrt sein (Button rot wie Gleis 6) und werden so beim automatischen Ablauf nicht berücksichtigt.


Steuerdaten des Schattenbahnhofs


Ein Zug mit Lok 43 fährt bei F in den Hauptbahnhof, ein anderer mit Lok 48 in den Schattenbahnhof.


Das Bahnbetriebswerk
Im Bahnbetriebswerk wird die Positionierung der Drehscheibe ebenfalls über die Fahrstraßenwahl vorgenommen. Eine Direktansprache über Buttons und Maus ist ebenso möglich. Führt eine Fahrstraße zur Drehscheibe, erfolgt die Drehung aus der aktuellen Stellung immer über den direkten (kleineren) Winkel. Für das Verlassen der Drehscheibe kann der kleinere oder der größere Winkel (Wenden der Lok) gewählt werden. Mit Kohle beheizte Dampfloks, die ins BBW einfahren, werden über Lokstraßen zur Behandlung auf die Gleise 4 oder 5 geleitet (hinterlegt im Lokprofil). Dieselloks oder ölbeheizte Dampfloks fahren auf Gleis 3. E-Loks haben keine Berechtigung für das BBW.


Bildschirmdarstellung des Bahnbetriebswerks

Loksteuerung
Loks lassen sich auch per Programm steuern. Piktogramme zeigen die Wirkung der Funktionstasten. Hinterlegt ist auch eine Geschwindigkeitsanpassung. Den einzelnen Loks ist eine Kennlinie zugeordnet, die auf den Decodertyp abgestimmt ist. Bei ungeregelten Antrieben erfolgt die Geschwindigkeitsanpassung per Software. Bei geregelten hingegen wird nur der neue Geschwindigkeitswert übermittelt. Sind Sonderfunktionen nur im Stillstand schaltbar, wird das berücksichtigt. Bei der 103 z. B. dürfen die Pantografen während der Fahrt nicht betätigt werden. f2 und f3 sind gesperrt, da die Lok fährt. Der Wendebutton bewirkt zunächst die Verzögerung (entsprechend Kennlinie) bis auf V=0, dann erst wird umgeschaltet. Bei Stopp mit linker Maustaste erfolgt Abbremsen entsprechend Kennlinie; mit rechter Schnellstopp.


Loksteuerung: 103 137-6

Der Kupplungswalzer: Auch hier spielt der Decodertyp eine Rolle. Bei Decodern, die den Ablauf beherrschen, wird lediglich die Funktion gestartet. Der Decoder übernimmt die Durchführung. Bei älteren Decodern (auch beim 6080) wird der Ablauf über eine Befehlsfolge durch die Software realisiert. Dabei wird unterschieden, ob die Lok einen Wagenverband gezogen oder geschoben hat. Davon abhängig ist, ob zu Beginn eine Fahrtrichtungsumkehr eingeleitet wird oder nicht. Die Auswahl erfolgt über die entsprechende Checkbox (entspricht Funktionstaste). Das Auslösen kann nur über das Bildschirmfenster erfolgen. Die Funktionstasten der 6021 haben in diesem Fall keine Wirkung.


Die Lok 260 417-1 hat noch den Decoder 6080. Funktion ein/aus steuert über den Decoder die Telex auf beiden Lokseiten an (Serienzustand). Die Checkboxen f1 (Zug) und f2 (Druck) hingegen rufen über die Software den „Kupplungswalzer“ auf.




Auf dem Bildschirm sind die geöffneten Fenster für den Hauptbahnhof sowie für den Schattenbahnhof und Strecken zu sehen. Alle anderen Anlagenbereiche können ebenso angewählt werden. Geschaltete Fahrstraßen werden immer in allen betroffenen Fenstern angezeigt. Der Zustand der gesamten Anlage ist so umfassend am Bildschirm erkennbar.
Die Software wird vervollständigt durch diverse Dienstprogramme wie Gleisbildeditor, Fahrstraßeneditor, Erfassung des Lokprofils sowie eine Systemanalyse zum Test aller Komponenten.
Insgesamt ist zu erahnen, dass es noch viel, viel zu tun gibt. Es ist nun mal eine unendliche Geschichte und damit noch lange nicht zu Ende.
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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#2 von wolf2612 , 16.02.2016 19:16

Hallo wulf43,

herzlich willkommen hier mit deiner Anlage. Da hast du ja ein gigantisches Projekt . Wie groß ist denn die Anlage? Ich habe nirgendwo eine Größe oder Abmessungen gefunden.
Gruß Wolfgang


Wolfgang
Baut wenn er kann, hat aber selten Zeit
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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#3 von SteBruBra ( gelöscht ) , 16.02.2016 19:21

Hallo Wulf,

ich bin schwer begeistert. Die Anlage gefällt mir sehr.

Freue mich auf weitere Daten, Details und Bilder!


SteBruBra

RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#4 von wulf43 , 16.02.2016 20:30

Hallo Wolfgang,
die Anlage befindet sich in einem Kellerraum mit mit den Maßen 5,20 x 4,30 m.
Hallo Stephan,
ich vereise für ein paar Tage, daher kann ich erst nächste Woche weiter Bilder einstellen.
Gruß wulf43


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#5 von Der Englander ( gelöscht ) , 16.02.2016 20:37

das Bild mit der 86 auf Schuppen ist sehr gut. wirklich schön Verwitterung.


Der Englander

RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#6 von Manu2090 , 16.02.2016 20:44

Hi Wolfgang

Oh so einen Kellerraum hätte ich auch gerne . Da hast du ja ordentlich Platz.
Der Hauptbahnhof ist ja auch schön großzügig geworden, da gibts bestimmt tollen Farbetrieb. Wie lang kannst du denn die Züge werden lassen?

Freue mich auf neue Bilder

Gruß Manu


www.Kleingedrucktes-h0.de


 
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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#7 von caseyjones , 16.02.2016 23:05

Mannomann! Gefällt mir, klares Konzept, konsequent umgesetzt. Eine schöne Bahn zum Fahren - ich will nicht "Spielbahn" sagen, weil das ja meist als beleidigend und abqualifizierend emopfunden wird (zu Unrecht, meine ich). "Arbeit"ist für uns alle hier ja was Anderes als Modellbahn . . .

"In nichts verwendet der Mensch soviel Scharfasinn wie in seinen Spielen" Gottfried-Wilh. Leibniz, Mathematiker und Universalgenie (dem kann ich nichts hinzufügen). Er meinte wohl Dein Steuerungsprogramm.

Zeigst Du uns noch einige Blicke auf deinen Bildschirm sowie die Steuerungs-Hardware? Du hast ja anscheinend kein Problem mit veralteter CU6021- Hardware und dem alten Interface, was als wenig leistungsfähig gilt. Was ist Dein PC - auch noch sowas altes wie 386er oder solche Sachen wie bei Gahler&Ringstmeier Anwendern?

Uli


 
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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#8 von roschi , 17.02.2016 08:19

Hallo Caseyjones,
beeindruckend gemacht .

LG Roschi


_____________________________________
Schaut auf mein Bauprojekt: viewtopic.php?f=64&t=86882

oder auch nicht.


 
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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#9 von Martin S. ( gelöscht ) , 17.02.2016 11:48

Hallo Wolfgang,

auch von mir herzlich willkommen.
Tolle und ausführliche Beschreibung einer interessanten Anlage. Ich bleibe dran

Schöne Grüße
Martin


Martin S.

RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#10 von caseyjones , 17.02.2016 23:47

Ay, Roschi -

wieso ich ?? Ich hab doch gar nix gemacht hier im Tröt, der 43-Wulfie wars! Ich leite Deine Begeisterung gerne freundlichst weiter, Uli


 
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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#11 von wulf43 , 22.02.2016 19:33

Hallo Stummis,
nun ein paar geforderte Antworten.

Zitat
Manu hat geschrieben:
Wie lang kannst du denn die Züge werden lassen?


Im Allgemeinen haben die Züge eine maximale Länge von 2,7 m. Sie können so noch im Gleis 5 des HBhfs abgestellt werden. Für derartig lange Züge haben alle Gleise im SBhf die notwendige Länge. Gelegentlich stelle ich aber mal Züge mit einer Länge bis zu 3,3 m zusammen. Diese können dann nur im äußeren Gleis des SBhfs abgestellt werden. Den HBhf müssen sie aber durchfahren.


Entwurfsskizze HBhf


Entwurfsskizze SBhf


Die 151 104-7 ist mit 21 Güterwagen unterwegs. Die Gesamtlänge beträgt 3,25 m


Das Einfahrsignal wird passiert


Bei der Durchfahrt durch HBhf


Das Bildschirmfoto zeigt die vorstehend beschriebene Anlagensituation

Zitat
Uli hat geschrieben:
Zeigst Du uns noch einige Blicke auf deinen Bildschirm sowie die Steuerungs-Hardware? Du hast ja anscheinend kein Problem mit veralteter CU6021- Hardware und dem alten Interface, was als wenig leistungsfähig gilt. Was ist Dein PC - auch noch sowas altes wie 386er oder solche Sachen wie bei Gahler&Ringstmeier Anwendern?




Die Steuerzentrale

Seit kurzem nutze ich einen ausrangierten Rechner mit Dual CPU unter WIN Xp. Der Austausch war notwendig, da der alte Pentium 3 einen Defekt hatte. Selbst der alte Rechner (WIN 9 war bzgl. seiner Leistung mehr als ausreichend. Es treten auch keinerlei Probleme mit den Übertragungsraten von HSI88 (9600 Bits/s) und Interface 6051 (2400 Bits/s) auf. Der Rechner musste allerdings mit einer seriellen Schnittstellenkarte (RS 232) erweitert werden. Notwendig sind 3 Schnittstellen (2-mal 6051, 1-mal HSI 88). Das HSI 88 gibt es aber auch für den USB-Bus.
Die Entkupplungsgleise werden nicht über den PC angesteuert, sondern analog mi 16V Wechselstrom über ein eigenes Stellpult.


Steuerpult für Entkupplungsgleise


Blick in die „Stromversorgung“

Zitat
Stephan Brüning hat geschrieben:
Freue mich auf weitere Daten, Details und Bilder!




Screenshot: Fenster für drei Anlagenbereiche, zwei Lokomotiven und Beleuchtungssteuerung


Screenshot: In jedem Fenster kann ein Bildschirmelement mit der rechten Maustaste angeklickt werden. Angezeigt werden dann der aktuelle Zustand und Informationsdaten des Elements.


Screenshot: Wie bereits erwähnt, können umfangreiche Rangierabläufe vorgewählt werden. Die erste Rangierstraße ist gestellt. Das Löschen bewirkt das Stellen der nächsten.
Gruß wulf43


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#12 von wulf43 , 24.02.2016 16:37

Hallo Stummis,
ein paar „kleine“ Szenen von der Anlage:


Begrüßung


Wartende


Der Kranführer


Materiallieferung


Der kurze Weg vom Bahnsteig zum Gasthof

Gruß wulf43


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#13 von Cyberrailer , 24.02.2016 21:30

Hallo "wulf"

Deine Anlagenbilder sind toll.
Da kommt ein wenig das nostalgische Märklin (K-Gleis) Gefühl in mir hoch

Mit 8 Jahren (um 1986) hatte ich beim Opa einer Schulkameradin das erste mal eine große Anlage mit K-Gleis auf dem Speicher bewundern dürfen.
Da hab ich mich jetzt direkt dran erinnern müssen.

Wer ist denn der Hersteller der Hauptsperrsignale ?
Die sehen klasse aus.

Gruß Mario


Schaut doch mal bei mir vorbei :

H0 Anlage Käsborn


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#14 von Heichtl , 24.02.2016 23:58

Hallo Wulf,

schöne Anlage

vor allem dein Erzzug!

Interessante Steuerung, die du uns da vorstellst.
Da du ja doch einige Booster/Stromkreise im Einsatz hast, würde ich gern wissen, wie du das bei einem Kurzschluß (z.B. Entgleisung) gelöst hast, damit nicht alles auf der kompletten Anlage zum stehen kommt.

Gruß
Matthias


M-Gleis. Es gibt viel Neues und Besseres, aber was kann Kindheitsträume ersetzen?
Vielleicht K-Gleis, iTrain4, Ecos2? => Heichtlingen


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#15 von wulf43 , 26.02.2016 19:05

Hallo Stummis,
Mario schrieb:

Zitat
Wer ist denn der Hersteller der Hauptsperrsignale ?



Die Gleissperrsignale hoch sind von Märklin(…). Allerdings fehlen noch zwei auf der linken Bahnhofsseite. Die will ich noch mal selber herstellen. Wann?
Insgesamt ist der HBF mit 18 Ausfahr-, 7 Gleissperr- (hoch), 11 Gleissperr- (nieder) und 4 Einfahrsignalen mit Vorsignal ausgestattet.
Für die Mehrzahl der Lichtsignale diente ein Bausatzes als Basis. Als Leuchtmittel wurden, anders als vom Hersteller vorgesehen, LEDs vom Typ SMD 0805 (Abmessung 1,25 * 2 mm) eingesetzt, die auf einer eigenständigen Platine (ich habe eine Bekannten, der Platinen ätzen kann) angeordnet sind. Für die Anschlussleitungen habe ich Kupferlackdraht verwendet. Die Anzeige der korrekten Signalbilder für Ein- und Ausfahrsignale (3 bzw. 4 Signalbilder) erfordert eine Steuerschaltung, die in TTL-Technik ausgeführt ist (TTL-Bausteine waren noch aus den 80ern genügend vorhanden. Diese wird über zwei Adressen eines k84-Schaltdecoders angesteuert. Die Schaltdecoder erhalten Befehle durch das Softwareprogramm. Signale, die nur zwei Zustände anzeigen können, werden direkt vom Schaltdecoder angesteuert. Es gibt heute aber modernere Digitalkomponenten zu Anzeige von Signalbildern, die keine k84-Schalter benötigen. Generell sind Fahrspannung und Signalbild unabhängig voneinander schaltbar. Das ist notwendig, damit Fahren gegen ein „rotes Signalbild“ möglich ist.






Signalbau

Matthias schrieb:

Zitat
Da du ja doch einige Booster/Stromkreise im Einsatz hast, würde ich gern wissen, wie du das bei einem Kurzschluß (z.B. Entgleisung) gelöst hast, damit nicht alles auf der kompletten Anlage zum stehen kommt.


Natürlich ist es so, dass bei einem Kurzschluss im Gleissystem die Zentrale die Stromversorgung abschaltet. Dadurch entstehen keine größeren Probleme. Grund dafür ist einerseits, dass, wie ich bereits oben ausgeführt habe, eine für die Fahrspannungsversorgung und für die Schaltfunktionen zwei voneinander unabhängige Systeme bestehen. Andererseits existieren 60 Fahrspannungsschalter (k84, die meisten im Eigenbau hergestellt) für diverse Gleisabschnitte. In meiner Software existiert ein Befehl, der alle 60 Fahrspannungsschalter auf null setzt. Ich möchte noch erwähnen, dass Entgleisungen ausgesprochen selten sind, da alle Fahrten über Fahrstraßen- und Blockstreckensteuerung abgewickelt werden. Fehlerhafte Weichenstellungen z. B. kommen praktisch nicht vor.
Gruß wulf43


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#16 von caseyjones , 03.03.2016 00:00

Danke Wulf, für die interessanten Einblicke!

Also kann man ja doch mit der alten seriellen Schnittstelle und XP-Rechner noch eine ganze Menge Betrieb machen! Schön, dass Du Du die alte 6021er Technik nicht zum Elektronik-Schrott gibst! Und dann noch TTL-Logik . . .

Wir brauchen anscheinend kein MFX-Plus.

Uli


 
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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#17 von Markus-in-Lummerland , 03.03.2016 19:06

Tolle Anlage, ich bin schwer beeindruckt!

Weiters gute Fahrt!
Markus


Gute Fahrt!
Markus

DB meets DR - Kurort Bad Lauendorf viewtopic.php?p=1921330


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#18 von wulf43 , 08.03.2016 19:54

Hallo Stummis,
auf der Anlage wird regelmäßig der Reinigungszug mit 212, Staubsauger, Nass- und Trockenreinigung eingesetzt. Bei dem umgebauten Tiefladewagen wird die Reinigungsflüssigkeit über Kapillarwirkung dem Filz zugeführt. Eventuelles Nachbauen und Nutzung einer Reinigungsflüssigkeit geschieht auf eigenes Risiko.


Reinigungszug. Auf dem Bild sind auch Vorbereitungen für den Bau des Viadukts zu sehen.


Zum Nassreiniger umgebauter Tiefladewagen

Gruß wulf43


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#19 von wurzel ( gelöscht ) , 08.03.2016 19:59

Servus Wulf,
tolle Anlage hast Du hier vorgestellt. Schöne Streckenführung und die selbstgemachte Steuerung , Klasse! Auch wenns nicht meine Spur ist, aber vor sowas ziehe ich gerne meinen Hut.
VG
Alex


wurzel

RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#20 von aircooledrolf , 08.03.2016 20:51

hallo wulf

leckofanni, die züge haben im allgemeinen ein max länge von 2,70m , es geht aber auch mal 3,30 m und dann schreibt er auch noch eien eigen steuerungssoftware , also ich muss schon sagen die lange zeit die du baust scheint sinnvoll genutzt , sehr interessant das ganze
weiter so .....

glück auf , Rolf


ROLFSBURG 1 : viewtopic.php?f=64&t=72184#p755445
ROLFSBURG 2 : viewtopic.php?f=64&t=144031

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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#21 von wulf43 , 15.03.2016 21:13

050 082-7 zur Behandlung im Bahnbetriebswerk


Unter dem Kohlebunker


Über der Schlackengrube


Am Wasserkran


An der Löschegrube


Am Besandungsturm


Auf der Drehscheibe

Gruß Wulf


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#22 von vinylfan , 15.03.2016 21:45

Hallo,

ne tolle Anlage.

Software selbst geschrieben, Hut ab. Super, erinnert mich von der Oberfläche an die Siemens Logo Oberfläche.

Zeig noch ein paar Bilder von der Anlage.


Grüße
Klaus


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#23 von wulf43 , 13.04.2016 18:46

Impressionen vom Nachtbetrieb auf der Anlage


Bahnbetriebswerk bei Nacht


Lokschuppen und Lokleitung


Der Wasserturm


BR 86 auf der Drehscheibe


Ausfahrt aus dem BBW mit eingeschalteter Fahrwerkbeleuchtung

Ein Umbaubericht von der BR 86 über Ausstattung mit Glockenankermotor, roten Schlusslichtern und Fahrwerkbeleuchtung siehe hier: http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=27...246337#p1242552


Der Kohlekran


Schienenbus nachts auf Strecke


BR 120 mit eingeschalteter Führerhausbeleuchtung

Umbauten mit LEDs:
http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=27...508339#p1508339


Personenzug mit 3-Achs-Umbauwagen fährt aus
Die Umbauwagen sind mit einer selbst konzipierten 4-poligen stromführenden Kurzkupplung ausgestattet. Der Wagenverband besitzt einen Fx-Decoder zum Schalten verschiedener Beleuchtungszustände. Siehe hier: http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=27...366929#p1366929


VT 601 verlässt Hauptbahnhof
Gruß
wulf43


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RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#24 von V100-Ralph ( gelöscht ) , 14.04.2016 21:22

Hallo Wulf,

das Bild vom Inter City VT601 ist ja mal absolut geil!
Das ist noch mein absoluter Traumzug, den ich unbedingt haben will.
Allerdings benötige ich diesen in der analogen Wechselstrom Version und das ist echt schwierig zu bekommen.

Schöne Grüße

Ralph


V100-Ralph

RE: Modellbahnprojekt „unendliche Geschichte“

#25 von wulf43 , 15.04.2016 12:14

Hallo Ralph,
meinen VT 601 einschließlich Ergänzungseinheit habe ich schon vor langer Zeit erworben. Mittlerweile ist er auf "Digital" umgebaut und mit diversen Beleuchtungselementen ausgerüstet. Ich weiß nicht, ob er noch von Roco angeboten wird. Deine Anlage ist aber auch stetig gewachsen. Früher hatte ich auch M-Gleise, die ich aber wegen der Computer-Steuerung und der damit notwendigen Rückmeldung aufgegeben habe.
Gruß
wulf43


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