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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#1 von Djian , 03.10.2016 18:27

Hallo Zusammen!

Sie ist ja momentan wieder in aller Munde, die "Villa im Tessin" von Faller. Pünktlich zum 70-jährigen Firmenjubiläum mit großer Feier wurde das Modell als "Faller-Klassiker" neu aufgelegt.
In meimen Bautagebuch habe ich den Aufbau ja bereits dokumentiert, aber da sich das Ganze insgesamt etwa 2 1/2 Jahre hinzog und ich ja nicht nur an diesem Gebäude am werkeln war, ist es wohl etwas unübersichtlich geworden. Beim Nachlesen habe ich festgestellt, das der Bau- oder besser Projektbeginn am 01.10.2013 war. Tja, Zufälle gibt's...

Etwas zu meinen Vorüberlegungen: dieses gebäude sollte, nein musste es sein. Das hatte ich von Anfang an so vor gehabt. Auf meiner Anlage befindet sich ein Wendesgment. Dieses konnte ich großzügig überbauen. Ich wollte die Villa als Solitär stehen haben, eingebettet in ein ländliches Ambiente, der Topografie meines Wohnortes entsprechend. Die schmale Straße, die am umgerechnet insgesamt 5000m² bemessenen Grundstück vorbeiführt, gibt es so in Sagau tatsächlich. Neben der Villa ist ein großzügiger Swimmingpool platziert. So gingen Landschaftbau und die Vollendung des Bausatzes parallel.

Ich wollte allerdings weder auf ein bereits gebautes Exemplar der Villa zurück greifen, noch einen der seltenen Bausätze nur einfach so zusammenbauen, sondern ihn mit den heutigen Möglichkeiten gestalten. Also hieß es erstmal nach einem Bausatz Ausschau halten. Bei den Preisen, die dafür aufgerufen wurden, bin ich zunächst einmal ganz gepflegt hinten übergeschlagen. In einigen Auktionen wurde die 100,-€-Marke geknackt. Ich wusste, ich musste tiefer in die Tasche greifen. Zu einem halbwegs vertretbaren, aber immer noch hohen Kurs wurde ich dann fündig und an besagtem 01.10.2013 lag der Bausatz bei mir auf dem Schreibtisch:



Sogar eine ungeöffnete Tube des alten Klebers lag dem Bausatz bei. Der kam allerdings hier nicht zum Einsatz.

Die positiven Reaktionen, die dieses Bild hier im Forum hervorgerufen haben, überraschten mich. Unser Heiko (Diaramus), einer der wohl begnadetsten Gebäudebauer hier im Forum bot spontan seine Unterstützung an und schickte mir auf 2 DIN-A4 Seiten seinen Überlegungen, wie er an den Bausatz herangehen würde. Diese haben mir gute Dienste gleistet. Ich muss dazu sagen, dass ich Häuser vorher nur äußerlich eingefarbt und dann zusammengeklebt habe. Für mich war jeder Schritt an diesem Gebäude komplettes Neuland. Ich hatte davor einen Heidenrespekt, denn wenn ich den versaute, gibt das richtig teuren Schrott.
Heiko seinerseits ist kurze Zeit darauf ebenfalls an einen Bausatz gekommen. So bastelten wir parallel. Jedes Gebäude hat seinen eigenen Stil erhalten. Wer Heikos Baubericht nicht kennt, hier ist er: http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=105032 Ich denke, wenn ihr das gegenüberstellt, seht ihr deutlich, dass Heiko der Meister ist und ich sein gelehriger Azubi

Nun fertigte ich mir eine grobe Szizze an, wie das Gesamtensemble dann mal aussehen könnte:



Auf den Landschaftbau werde ich hier allerdings nicht eingehen. Die Skizze soll lediglich verdeutlichen, worauf ich hinaus wollte. Und wenn ich meine Version mit der Lage mit der Originalvilla in Abri (CH) vergleich, habe es meine Preiserlein vergleichsweise gut. Das Original liegt in einem Tal und teilt sich dieses Mit der Gottharautobahn, Gotthardbahnstrecke und einem Regionalflughafen. Fand ich ganz schön ernüchternd

Zunächst machte ich mir über die Farbgebung des Hauses Gedanken. Um zu sehen, wie das wirkt, hatte ich an einer alten, günstig auf einer Börse mitgenommenen Villa geübt:



Darüber hinaus tat dieses Gebäude beim Landschaftbau gute Dienste als Designstudie und Platzhalter um die Gesamtwirkung abschätzen zu können.

Nachdem ich mir über die Farbgebung im Klaren war, wurde an den Spritzlingen lackiert:



Nun folgt die Montage der Außenwände des Untergeschosses. Es empfiehlt sich, die Teile zunächst lose zusammen zu stellen. Der Bausatz hat es in sich! Sehr anspruchsvoll und es gibt etliche, bei denen z.B. die Fenster falsch montiert wurden. Zudem lag dieses Bausatz ein knappes halbes Jahrhundert in einer Schachtel; einige Bauteile waren nicht mehr 100%ig gerade (da hat dann eine 4-wöchige Lagerung zwischen 2 fetten Kunstbildbänden Abhilfe schaffen können). Das wird bei der Neuauflage wohl weniger das Problem sein, aber was die Paßgenauigkeit angeht, wird man auch wohl dort improvisieren müssen...



Improvisation ist auch bei der Inneneinrichtung gefragt. Das Haus wirkt zwar sehr großzügig, da es jedoch nicht mastäblich HO ist, geht es im Inneren jedoch sehr beengt zu. Man sollte sich also fragen: welche Räume sind einsehbar. Was könnte dort rein und würde auch logisch sein? In den von der Frontansicht rechten Keller-/Untergeschossraum kommt eine Tischtennisplatte. Diese entstand im Selbstbau und liegt hier zur Probe schon mal locker auf.

Und weil meinen Preiserlein beim Spielen nicht kalt werden sollte und wir Stummis sowieso allen 'nen Knall haben und (mich eingeschlossen) auf solchen Wahnsinn stehen, gab's für den Raum noch einen Heizkörper...



...er entstand aus einen Stückchen Styrodur.

Hier mal der Raum mit der Platte vor der Montage der Seitenwand (2,2mm Styrodur). Sämtliche Außenwände habe ich mit diesem Material verstärkt. Zum Einnen, damit kein Licht durch den dünnen Kunststoff scheint und zum anderen, damit die Wände auch optisch einen stabileren Endruck machen.



Die Platte ist aus dem Karton, der immer bei den Bilderrahmen mitgeliefert wird, die Füße sind Heftkammern (für Tacker) und dem Netz diente ein altes Küchenhandtuch aus irischem Leinen als Grundlage. Der Raum wird mit einer LED beleuchtet. Insgesamt gibt es im Haus 4 Lichtquellen, alle sind separat schaltbar.

Nun zum linken Untergeschoss. Ursprünglich hatte ich vor, dort einen Heizungsraum zu installieren, doch dann hatte ich eine bessere Idee. Durch die Nähe zum großen Außenpool dachte ich an eine Sauna. Hier die erste Stellprobe anhand der ausgeschnittenen Grundfläche:



Sauna bedeutet Holz: als Grundlage dienten McDonalds Rührstäbchen. Für den Modellbahner ist es nie schlecht, bei einem Besuch eine Handvoll davon mitzunehmen.



Für die Sitzfläche mussten diese allerdings noch der Länge nach gedrittelt werden und über Eck auf Gehrung geschnitten. Ja, ich bin bekloppt

Natürlich bekommt die Sauna auch einen Ofen. Dieser ist wieder aus Styrodur, welches mit Schwarz und Bronze (Drybrush) eingefärbt wurde. Die Steine sind feiner Split von der Straße (man muss den Split schon ein wenig sortieren, also nur kleinste Steinchen nehmen ... und hoffen, dass einen keiner dabei sieht, wie man mit Pinzette und Joghurtschälchen über die Straße krabbelt, weil dann wird man weggeschlossen!



Man kann hier auch gut erkennen, wie eng es in dem Gebäude zugeht. Die Sauna ist nun wirklich nicht groß, doch der Platz beinahe komplett ausgefüllt. Man erkennt auch ganz gut, wo die LED für den Raum angebracht ist. Ich löte nicht selbst, sondern greife auf vorkonfektionierte Ware von Viessmann zurück. Um den Farbton zu ändern und die Sauna in ein gemütliches, eher rötliches Licht zu tauchen, habe ich etwas Transparentpapier vor der LED befestigt.



Aufgusseimer (Busch-Blumenpott) mit Kelle (Blumenbindedraht; es schaut ja nur das Ende heraus), ein frisch geduschter männlicher Saunierer (mit transparentem Glanzlack "eingduscht), der Ein Saunatuch (mit wasserfarbe eingefärte Lage eines Tempotaschentuchs) über den Arm gelgt hat, vervollständigen die Szene.

Hier jetzt mal der Zwischenstand. Das Gebäude sollte mit Grundplatte gebaut werden. Diese muss aber noch kräftig nachbehandelt werden. Zunächst wurde die Grasfläche mit aufgesiebter, bei 80 Grad im Backofen getrockneter Gartenerde grundiert. Anschließend kam der Kies für die Drainage ums Haus dran (ausgesiebte Katzenstreu) und anschließend wurde mit 2mm Gras mittels Grasmaster begrast. Dabei das Innenleben des Gebäudes gut abdecken!!!



Weiter geht es mit dem linken Obergeschoss. Das wird das Wohnzimmer. Dieser Gebäudeteil wurde nach dem losen Anpassen zusammen geklebt, aber noch nicht mit dem Untergeschoss fest verbunden:



Innenwände und Decke wurden umdie Höhen zu ermitteln lose aufgelegt.

Vorsicht Leute, jetzt treibt der Wahnsinn neue Blüten Ich wollte im Wohnzimmer einen Veloursteppich liegen haben, sandfarbene Vorwerk-Auslegeware quasi. Doch wie die herstellen?

Zunächst den Boden satt mit dem gewünschten Revellfarbton eingestrichen. (Ich habe deshalb Revellfarben verwendet, weil ich im weiteren Verlauf auch mit diesen, allerdings verdünnt arbeitete. Ich wolle damit vemeiden, dass der Verdünner andersgeartete Farben auflöst)...



...dann Fineturf drauf (hatte leider nur das grüne, das beigefarbene hätte mir den folgenden Arbeitsgang erspart) und das nach dem antrockenen im Gewünschten Farbton so lange getränkt und wieder trocknen lassen bis dieser erreicht war...



Dem Wahnsinn gerade komplett verfallen und da die Welt ja nobel zugrunde geht, bekommen die Wände Textiltapeten. Hierzu wurden die Seitenwände mit weißer Abtönfarbe eingestrichen, auf die ich einige Stücke meines ausgedienten Küchentuchs gestrichen (mit 'nem Pinsel einstrichen) habe. Trockenen lassen und mit einem Cuttermesser passend zuschneiden...



Ins Wohnzimmer sollte dann noch eine Stehlampe, wenn's geht beleuchtet. Ich entsann mich zweier Busch Gehwegleuchten, die sich als Fehlkauf erwiesen hatten. Sie hatten einen gelblichen Lichtfarbton und wirkten für die 70er Jahre zu modern. Daraus müsste doch was zu basteln sein. Aufgrund ihrer Höhe musste der Fuß der Lampe im Untegerschoss plaziert werden. Von der Höhe her kam es gut hin...



...aus einem Stückchen transparentem Schrumpfschlauch, der auf den Rotmarderhaarpinseln zu deren Schutz mitgeliefert wird, baute ich einen Lampenschirm, der mit Transparentpapier verkleidet wurde. Und dann ging es an den Zusammenbau. In diesem Zuge wurde auch das Ober- mit dem Untergeschoss verklebt:



Der Zusammenbau war eine ganz schöne Friemelei, da wurde meine Geduld auf eine harte Probe gestellt, bis das alles passte...

Nun konnte eingerichtet werden: Möbel, Pflanzen und Bilder kommen aus dem Busch Einrichtungsset 1141.



Die Stehlampe ist zwar ein ganz schön dicker Brummer, das fällt aber so, wie die Villa jetzt auf der Anlage steht beim reingucken nicht auf.

Nun kommt das rechte Obergeschoss. Das ist, so finde ich der komplizierteste Teil des Hauses, das sehr verwinkelt. Hier baute ich eine Küche ein. Meine Anlage spielt in den 70ern. Zu der Zeit war die Küche als Lebensraum noch nicht geboren. Wer etwas auf sich hielt, der hatte ein Esszimmer. In der Küche wurde lediglich nur zubereitet. Aber eine Einbauküche, das war das Maß der Dinge ... und bunte Kacheln...



Diese fertigte ich aus Glanzpapier aus dem Bastelbedarf.

Sieht dann so aus



Küchenmöbel Busch

Nun zur Beuchtung der Küche. Hier wollte ich eine indirekte Beleuchtung erzielen. Unter den Hängeschränken sind ja oftmals Leuchtstoffröhren angebracht, die, wenn die Deckenbeluchtung nicht zugeschaltet ist, ein eher diffuses Licht ergeben. Das wollte ich auch. Da ich es mit dem Löten von Mini-LEDs nicht so habe, kamen eigentlich nur Lichtleiter infrage. Hier meine Vorüberlegungen:



Als Lichtleiter habe ich die dicken Fenstereinsätze, welche zum Bausatz gehören, verwendet und passend zurecht geschnitten. Diese wurden dann unter die Hängeschränke geklebt. An der Hinterseite stehe sie etwas über. Sie werden durch die Wand gesteckt, zu einem dahinter liegendem mit Alufolie verkleideten Raum, in dem die LED ihren Platz findet. Apropos Fenster: für die habe ich die dünne fensterfolie von Auhagen verwendet. Ich denke jedoch, die brauht es nicht unbedingt. Ein Blatt Overheadfolie tut es sicher auch. Es würde mich nicht wundern, wenn die Auhagenfolie aus demselben Material ist.



Hier die Draufsicht:



Einblick in die Küche von Außen:



Zu guter Letzt wurden noch die Innenwände eingezogen. Auf der Rückseite des Gebäude, welchen man nur unter Verrenkungen einsehen kann habe ich bei den Hinteren Zimmern zur Vorsicht (falls mal doch wer gucken sollte) die Zimmer nur perspektivisch angedeutet. Als Kulisse nahm ich kleine Fotos aus Zimmern von Reiseprosekten (die sind ja manchmal so winzig - ja, die Zimmer auch, aber in diesem Fall die Fotos).



Tja, und das dürftet ihr kennen. So sieht die Villa eingebettet in meine MoBa-Landschaft aus:







Vielleicht hat ja der Eine oder andere von euch nun auch Apetit auf diesen Bausatz bekommen. Vielen wird er für die MoBa zu klein sein, aber jetzt, wo er wieder verfügbar ist, lassen sich die unterschiedlichsten Dioramen damit gestalten (ich verweise hier noch einmal auf Heiko's Interpretation des Themas). Bausätze sind definitiv genug vorhanden. Stefan 7 hat schon die Sorge, Faller hat sich verkalkuliert und die bleiben auf den Dingern sitzen.
Also, das war mein Version der Villa. Nun seit ihr dran und könnt das sicher noch um einiges besser. Es felhen noch beleuchtete Hausnummern, Außenlaternen und geätzte Klingelschilder Und die Geländer gehen sicher auch noch filigraner (das alles aber nicht mit meinen Händen).

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias

..und alles gute zu Fallers 70gstem...


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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#2 von att , 03.10.2016 20:17

Absoluter Wahnsinn. Toll gemacht.
Bewundere Dein Können

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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#3 von myfo , 03.10.2016 20:35

Hallo Matthias

MERCI für diese Beschreibung

Auch wenn bei uns die Faller-Villa einfach ned zur Anlage passt, hast du doch schöne Ideen geliefert, auf die wir sicher hier und da noch zurück greifen werden.

LG
Follet&Mylina


Neu was wäre wenn... Bannewitz! https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1...748807#p1748807


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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#4 von hubedi , 24.10.2016 07:11

Hallo Matthias,
boh ... Was hast Du Dir für eine Arbeit gemacht. Mein persönlicher Favorit ist der Velourteppich. Welche Abneigung hast Du aber nur gegen das Löten von LED ... das ist keine größere Kunst als das was Du hier gebastelt hast.

Eigentlich haben wir Mobahner schon 'nen kleinen Schuss ... Im positiven Sinne natürlich ... Manchmal denke ich bei meinen Fummeleien auch, das sieht hinterher kein Mensch und der einzige der die Feinheiten registriert ist der stolze Erbauer, der weiß, daß es da ist. Dann denke ich, gerade diese Kleinigkeiten machen die Anlage oder eine Szene lebensecht. Das Foto des Ergebnisses spricht jedenfalls für sich... tja, ganz unabhängig von solchen modell-philosophischen Betrachtungen ... einfach weitermachen und Spaß haben. Schön, dass Du uns daran teilhaben lässt

LG
Hubert


Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#5 von Tim sein Papa , 22.11.2016 22:14

Abend Matthias,
schön, dass Du uns nochmal an Deinem Villenbau so explizit hast teilnehmen lassen! Ich hab den Bericht mit Bildern nochmals genossen (inkl. die Erinnerung an das Gesicht der asiatischen Dealerin beim Figurenerwerb! )!

Und übrigens, Du bist nicht verrückt, das heißt verstrahlt, frag den Michael!


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(ich passe meine Baugeschwindigkeit meinem Umfeld an --> BER !!)

mein Projekt Seidenstadt 2.0: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=164465
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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#6 von kukuk , 22.02.2017 16:48

Hallo,

vielleicht kann mir hier ja jemand helfen: Auf der vorletzten Seite der Anleitung sind die Teile 62, 63 und 64. Es handelt sich um die 3 grauen Teile an dem Spritzling, an dem auch die beiden Dächer sind. Eine graue quadratische Platte, eine lange schmale Platte und ein kurze schmale Platte.
Weiß jemand, wo die hinkommen? Aus der Zeichnung werde ich an der Stelle nicht schlau, und auch beim Zusammensetzen der Teile kann ich keine Stelle finden, wo die Teile hinpassen würden.

Danke,
Thorsten


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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#7 von Djian , 23.02.2017 17:07

Moin Torsten,

ist schon 'ne Weile her, dass ich die Bude gebaut habe, aber die Teile habe ich definitiv verbaut, denn sie sind nicht mehr in der Packung (übrig geblieben ist bei mir nur das Panzerglas der Fenster.

Bei der 62 bin ich mir sehr sicher: die gehört auf den Boden vor das große Fenster (Wohnzimmer), quasi hinter dem Geländer liegend. So wie auf der alten Bauanleitung angedeutet, könnten 63 und 64 auf die Wandfläche recchts und links neben das große Fenster gehören. Leg es einfach mal "trocken" an und schau, ob das passt.

Ja, der Bausatz hat es in sich und die Bauanleitung ist in einigen Teilen keine große Hilfe, sondern eher ein großes Rätsel

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias


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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#8 von Chandler ( gelöscht ) , 20.06.2017 22:26

Die kleine Villa wurde super umgesetzt, mir gefallen die vielen Details und auch die Neugestaltung bzw Farbgebung der Aussenfassade!!!
Die Inneraumaufteilung und die Idee dafür überhaupt finde ich mehr als genial!
Man kommt richtig ins Modellbaufieber

Hat mal jemand überlegt-jetzt wo die Villa ja wieder als Neuauflage erhältlich ist- den Stil der 60er-Jahre mal komplett abzuändern???
Man kennt das ja von echten Häusern aus dieser Zeit: Diese werden heute günstig gekauft, regelrecht entkernt und neu gestaltet: Außenfassade gedämmt, neu gestrichen, Designertüren etc...
Ich überlege, eine Villa auf neu zu trimmen...äußerlich,was die Fassade angeht, aber auch mit der Technik wie z.B. Solarkollektoren auf dem Dach...
Also alter Kern, neue Technik...hat sowas schon mal jemand umgesetzt bzw denkt darüber nach? Die Villa im Tessin ist ja sehr populär und man kann bestimmt viele Ideen daran umsetzen,wenn man etwas Geschick hat!


Chandler

RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#9 von Djian , 25.06.2017 20:37

Moin Chandler,

gute Ideen hast du da, da komme ich schon ins Nachdenken. Jetzt wo es den Bausatz wieder gibt, könnte ich mir für 100 Euronen einfach mal 3 Stück an die Seite legen. Solarzellen auf einem begrünten Dach machen sich sicher sehr gut. Genausogut könnte man aber auch die Umbauarbeiten, sprich das Entkernen darstellen. Da tun sich wirklich Möglichkeiten über Möglichkeiten auf. Oder so ein Gebäude durch die Jahrzehnte zu begleiten; da braucht man dann allerdings 6 Bausätze).

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias


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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#10 von ThomasR , 25.06.2017 22:27

Also einfach super, was du da hingestellt hast.

Übrigens Villa im Tessin ist falsch, eigentlich müsste es Villa in Gütenbach heißen, auch Haus Faller.
Das ist nämlich das Modell des Wohnhauses der Familie Faller. Man kann es sehen, wenn man sich auf die andere Seite des Berges begibt und rüber guckt. Günstig ist der späte Herbst oder das frühe Frühjahr, wegen der dann nicht belaubten Bäume am Hang.


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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#11 von supermoee , 25.06.2017 22:50

Hallo Thomas,

Das Haus der Familie Faller entstand nach Vorbild einer Villa im Tessin, ist also selbst schon fast als Plagiat anzusehen.

Gruss

Stephan


MM freie Zone, während DCC sich bei der Steuerung von Loks immer breiter macht. Sonst mfx.


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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#12 von Chandler ( gelöscht ) , 27.06.2017 21:19

Hallo Matthias,

ja ganz genau!Es bietet sich ja förmlich an, diese Villa in verschiedenen Richtungen zu präsentieren!
Hier mal ein paar Ideen zur Villa im Tessin:

- Im Stil der 60er Jahre (also original)
- Hypermodern: Solarkollektoren auf dem Dach, Fassade wie gedämmt darstellen (Absatz des Putzes zum Kellergeschoss)
Designerlampen,moderne Haustür,anstelle des Balkongeländers Glaselemente, viel Edelstahl
- Als Landhaus mit Fensterläden aus Holz (gemütlich und urig)
- Als entkerntes Gebäude,was gerade saniert wird (Baustelle)
- Als verlassenes, schon seit Jahren leerstehendes Gebäude mit undichtem Dach, Salpeter am Sockel, zugewuchertes
Grundstück
- Die Villa im Stil der 60er Jahre, aber mit modernem Anbau ..also eine Erweiterung der "Wohnfläche" durch die neuen
"Besitzer"
- Die Terrasse zum Wintergarten umbauen...

- usw usw...
Das sind eben alles Ideen, die bei realen Häusern oft vorkommen. Ich lese gerne Zeitschriften zur Modernisierung, da stolpere ich immer wieder über solche Baumaßnahmen. Da kam ich auf die Idee,das auf die Villa zu übertragen?!

Ich habe mir vor 3 Jahren mal zum Spass eine Villa im Tessin gekauft, allerdings mit Fehlteilen.
Im Kellergeschoß habe ich dann spaßeshalber einen Heizungsraum untergebracht mit Rohre etc...
Aus dem Schornstein könnte man am Modell auch ein Edelstahlrohr rausgucken lassen,da die Heizung bereits modernisiert wurde
Ich habe mir jetzt kürzlich einen neuen Bausatz der Villa zugelegt (Dank der Neuauflage) und überlege jetzt, wie ich sie gestalte.
Sicherlich rümpft der ein oder andere die Nase,dass man die Villa vielleicht nicht original belässt, aber wäre doch schade,wenn wir alle den gleichen Geschmack hätten.
Die Villa bietet viel Potential, vielleicht denken ja noch mehr Leute an solche Varianten...

Viele Grüße
Alexander


Chandler

RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#13 von BRB 4 , 28.06.2017 17:45

Hallo Stummis

@ Alexander

du hast ja tolle Ideen für die Villa. Ich plane die Faller-Villa Tessin für Spur 0 zu bauen. Im Moment beschäftige ich mich mit der Grösse.
Umrechnen der Teile von 1:87 in 1:45. Bei der Garage habe ich bemerkt, dass sie zu klein wird, es hat zu wenig Platz für einen Mittelklassewagen oder gar einen SUV, was heute ja Standard ist. So baue ich die Villa nun im Massstab 1:40. Über die Ausführung, Farbe oder Materialien habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, aber mit deinen Vorschlägen findet sich sicher was. Zu erst baue ich die Wände aus Pape und schaue mal wie das Ganze wirkt.

freundliche Grüsse

Peter


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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#14 von Djian , 28.06.2017 19:24

Moin Peter,

ich denke mal, dass die Villa eher im TT-Maßstab, also 1:120 gehalten ist. Die Fallergebäude waren zu der Zeit allesamt nicht maßstäblich HO. Dafür spricht auch, dass viele der alten Gebäude in den späten Katalogen (so ab 1995) im TT-Programm zu finden waren.

@all:
Wer zu Modell und Vobild(ern) noch mehr in Erfahrung bringen möchte, hier mal einige links:

http://alte-modellbahnen.xobor.de/t27249...d-montiert.html

https://www.marklin-users.net/forum/yaf_...-real-life.aspx

https://forum.3rail.nl/index.php?topic=42544.0

https://www.nzz.ch/feuilleton/kunst_arch...derne-ld.117781

http://www.academia.edu/27651992/Trouvai...lberto_Guscetti

Viel Spaß damit!

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias


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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#15 von Chandler ( gelöscht ) , 28.06.2017 20:11

Hallo Peter,

freut mich,wenn du auch ein Interesse an der alten Villa hast!
Falls du noch keine Villa hast, aber planst,sie in einem anderen Maßstab zu bauen, empfehle ich dir eine günstige, leicht defekte im Internet zu holen, dann kannst du alles abmessen und entsprechend groß umsetzen.
Mir würde auch ein größerer Maßstab zusagen, dann kann man noch mehr Details berücksichtigen
In 1:18 würde mir die Villa auch sehr gefallen,man könnte dann ein richtig elektrisches Garagentor etc. einbauen, vielleicht den Garten mit echten Pflanzen (Bonsai) bepflanzen etc. , aber dazu muss man auch Platz haben. Mich persönlich reizt eigentlich nur die Villa,was Gebäude betrifft.
So Projekte kann man nicht von heut auf morgen umsetzen und bedarf eine gute Planung

Viele Grüße
Alexander


Chandler

RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#16 von BRB 4 , 29.06.2017 11:14

Hallo Matthias

danke für den Tipp: die Villa könnte im Massstab TT 1:120 sein. Hab mal das Garagentor von 1:120 auf 1:45 ungerechnet und siehe da, die Masse sind in der Norm. Jetzt passt auch ein grösserer Wagen rein. Danke nochmals.

@ Alexander

ich habe einen Bausatz der Neuauflage, so kann ich die einzelnen Teile genau messen und umrechnen, eine riesen Arbeit..........
aber anders ist es glaube ich nicht möglich. Und ich möchte so nahe wie möglich der Faller-Villa Tessin sein, eben "nur" grösser

freundliche Grüsse

Peter


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RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#17 von Chandler ( gelöscht ) , 02.07.2017 16:09

Hallo Peter,

baust du die kleine Villa dann überhaupt zusammen,oder dienst sie dir nur als Vorlage für die Villa im größeren Maßstab?

Viele Grüße
Alexander


Chandler

RE: Zur Neuauflage: Baubericht Faller B-271 - Villa im Tessin - Variante "Sagau"

#18 von BRB 4 , 03.07.2017 20:23

Hallo Alexander,

ich habe mir einen Villen-Bausatz gekauft um sie zu bauen (langjähriger Wunsch) und auf meine H0-Anlage zu stellen.
Anfangs Jahr habe ich mich entschlossen, eine neue Anlage in 0m (auch ein langjähriger Wunsch) zu bauen, nun muss ich sie natürlich in 1:45 haben.

Die H0-Anlage ist Geschichte, der Plan der neuen Anlage steht, die Bauarbeiten am Schattenbahnhof begonnen, doch im Moment
sind Bauferien und die Arbeiter sonnen sich am Meer.......

Ob ich die "kleine Villa" jemals baue, steht in den Sternen.......

freundliche Grüsse Peter


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