ich habe o.g. Lokomotive geschenkt bekommen von einem älteren Eisenbahnfreund. Bei ihm stand sie nur im Regal und leider fährt sie nicht. Nimmt man das Gehäuse ab und dreht den Trafo auf, dann vibriert zwar der Umschalter bis das er bei voller Regleröffnung auch umschaltet, bewegen tut sie sich nicht. Geölt habe ich sie bereits und auch den Kolektor gangbar gemacht, hat leider nichts geholfen. Hat noch jemand einen Tip?
hast Du ein Multimetermessgerät? Dann kannst Du auch mal messen, ob Strom an den Kohlen/Bürsten ankommt. Nur ölen, hilft hier eher weniger. Dadurch könnte der Kollektor zusätzlich verölt werden. Alles auseinandernehmen und säubern, damit meine ich, dass mit einer Nadel jeder einzelne Zahn von den Ritzeln und Zahnrädern gereinigt wird. Anschließend die mit harzfreiem Öl (Nähmaschinenöl) die Lagerstellen wenig ölen. Wenn beim Einbau sich der Kollektor leicht drehen lässt, dann weiter zusammenbauen.
Beste Grüße aus dem Rheinland sendet
Michael
Hart in den Grundsätzen, flexibel in der Anwendung.
so ein Gerät habe ich leider nicht. Meine Schwierigkeit besteht eher darin, wie ich die Zahnräder ausgebaut bekomme. Den Kollektor habe ich schon draussen und gesäubert.
Verharzungen können sehr unterschiedlich sein. Es gibt Modelle, die man total zerlegen muss. Andere müssen nur die verharzte Ankerwelle und das Lager im Block gereinigt bekommen. SR24 kann helfen; besser man arbeitet einmal gründlich mit Zerlegen des Getriebes oder Motors oder beidem.
Man merkt ja, ob das Fahrwerk leicht rollt, wenn der Anker raus ist.
was heißt zerlegen des Getriebes.....die Bolzen ausschlagen, Zahnrad reinigen und Bolzen wieder einschlagen ?
Geht das dann mit den alten Bolzen oder muss man neue Verwenden ?
Noch eine Zusatzfrage: Wenn man ein Rad von einer Achse abzieht und das Rad wieder auf die selbe Achse aufpressen will....geht das ohne Probleme oder ist (sind) das Rad oder die Achse oder Rad und Achse nicht mehr zu gebrauchen ?
Die Bolzen kann man wiederverwerten. Bei Rädern geht es auch. Oder wie D. schreibt lange einweichen und dann regelmäßig fahren. Die Räder sitzen aber nicht ganz so stramm wie vorher. Radpresse ist von Vorteil. Ich denke aber mit etwas Glück ist es nur der Anker bei der 3170. Versuch macht kluch.
Die Zahnräder und Achsen bleiben drin. Es reicht, wenn man das mit SR24 durchspült. Ggf mit Sprühöl 88 von Kontakt Chemie leicht ölen.
Bolzen und Achsen ausdrücken ist nämlich sehr witzig: Selbige sind aus Stahl, der Block aber nur aus Zamack. Was wird sich eher verformen und was braucht man dann neu? Richtig... den Block!
ich habe o.g. Lokomotive geschenkt bekommen von einem älteren Eisenbahnfreund. Bei ihm stand sie nur im Regal und leider fährt sie nicht. Nimmt man das Gehäuse ab und dreht den Trafo auf, dann vibriert zwar der Umschalter bis das er bei voller Regleröffnung auch umschaltet, bewegen tut sie sich nicht. Geölt habe ich sie bereits und auch den Kolektor gangbar gemacht, hat leider nichts geholfen. Hat noch jemand einen Tip?
Danke und Gruß
Matthias
Hallo Matthias,
Was verstehst du unter "Kollektor gangbar gemacht"? Lassen sich die Räder bei ausgebautem Anker drehen?
Wenn so eine alte Lok nicht mehr fährt muss sie nicht gleich verharzt sein, es gibt auch andere Ursachen (bei dieser Lok könnte auch der Holzwurm drin sein )
Ansonsten hört sich deine Beschreibung für mich eher nach einem Defekt des Umschalters an. Ist die Feder im Umschalter drin? Wenn ja, hat sie evtl. zu viel oder zu wenig Spannung? Ich würde zunächst mal die Federspannung am Umschalter leicht erhöhen oder verringern und sehen, ob sich da was tut. Nimm einen kleinen Schraubenzieher und verbiege damit etwas den Federeinhängehaken - erst ein die eine, und wenn es nichts bringt, in die andere Richtung.
Und die Kabel überprüfen! Häufig ist der dünne Draht (eigentlich sind es zwei) von der Feldspule zu einer der Kohlebürsten abgebrochen. Das passiert bei der Demontage des Motorschildes sehr schnell.
Wenn die Feder des Umschaltrelais nicht richtig eingestellt ist, müßte die Lok wenigstens in eine Richtung fahren
Weitere Fehlermöglichkeiten: oxidierte Kontakte am Relais, verschmutze und oxidierte Schleiferfeder da, wo die Feder am Schleifschuh eingehängt ist.
Hast Du auch die Kohlen wieder eingesetzt und die Federn angelegt?
Gruß klein.uhu
| : | ~ analog
Gruß von klein.uhu Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. (Sokrates) Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Fantasie ist unbegrenzt. (Einstein)
Zitat von X2000Bei der Lok ist es zu 99,9% Verharzung. Wurde gekauft und nie benutzt.
Ich habe dem nicht widersprochen.
Zitat von swistrail ... Geölt habe ich sie bereits und auch den Kolektor gangbar gemacht, hat leider nichts geholfen. ...
Aber bei der Demontage des Kollektors kann auch der von mir genannte Kabelbruch eintreten. Und die Kohlen habe ich und auch andere schön gelegentlich mal vergessen.
Wegen Verharzung würde ich den Vorschlag von Dölerich Hirnfiedler abnehmen
Zitat von Dölerich HirnfiedlerHallo Matthias,
Die Zahnräder bleiben drin. So lange alles mit SR24 ausspülen bis sich alles leicht dreht. Danach wieder sparsam ölen.
und erst mal abwarten, was der Themenersteller als Ergebnis meldet.
Gruß klein.uhu
| : | ~ analog
Gruß von klein.uhu Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. (Sokrates) Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Fantasie ist unbegrenzt. (Einstein)
Oft sitzt der Anker fest. Kohlen raus, Motorschild runter, gucken was das Getriebe sagt. Wie meine Vorredner schon schrieben hilft das gute 24er.... Oder du legst die Lok in ein Ultraschallbad, aber nicht zu lange, sonst ist die Brünierung weg. Die Zahnräder kann man ganz gut (ist aber etwas Schweinerei) mit einer elektrisschen Zahnbürste reinigen
Räder austreiben würde ich bei dieser Lok unbedingt lassen.
vielen Dank für die umfangreiche Hilfe. Mit dem 24er habe ich die Zahnräder wieder ans rotieren gebracht. Zusätzlich hatte das goldene Bürstchen nicht genug Druck. Da habe ich ein wenig nachgeholfen und jetzt läuftsie.
Bei der Lok sitzen oft die kleinen Zahnräder zwischen den Rädern fest/ sind verharzt. Die kleinen Zahnräder sind auf Bolzen aufgepresst. Der ganze Bolzen dreht sich mit dem Zahnrad. Meiner Meinung nach hilft es hier nur die Bolzen mit den kleinen Zahnrädern auszuschlagen (leider müssen dazu auch die Räder abgezogen werden) und alles komplett zu reinigen. Dann die Bolzen etwas ölen und wieder einsetzen. Die kleinen Zahnräder sollten sich leicht mit der Hand drehen lassen.
Gruß Stefan _______________________________ Märklin H0 Analog- und Digitalbahner
Mal davon abgesehen das der Thread 9 1/2 Jahre alt ist
Mir ist noch keine Märklin Lok mit auf den Bolzen aufgepressten Zahnrädern untergekommen, bei meinen diversen älteren Loks sind die kleinen Zwischenzahnräder immer drehbar auf festen Bolzen. Aber auch das kann ordentlich verharzen. Und du hast auf jeden Fall recht, zum wirklich gut reinigen sollten die Räder runter.
Alexander aus dem südlichsten Allgäu Digital mit altem Blechgleis auf dem Boden TamsMC, Booster B4, alte Digitalkisten Bekennender ATF-Öl Anwender
Zitat von alexus im Beitrag #18 Mir ist noch keine Märklin Lok mit auf den Bolzen aufgepressten Zahnrädern untergekommen, bei meinen diversen älteren Loks sind die kleinen Zwischenzahnräder immer drehbar auf festen Bolzen. Aber auch das kann ordentlich verharzen. Und du hast auf jeden Fall recht, zum wirklich gut reinigen sollten die Räder runter.
Hallo,
Generell gibt es beides: Drehende Achsen und drehende Zahnräder. Bei manchen Modellen (z.B. 3048) auch in der laufenden Serie von drehenden Achsen auf feste Achsen geändert. 3030ff haben immer drehende Achsen.
Nein, auch im obigen Fall hat es gereicht, die Lok ohne Ausbau der Räder zu reinigen. Märklin-Räder sind zur einmaligen Montage bestimmt. Erfahrungsgemäß besitzt nur eine kleine Minderheit die Werkzeuge um Räder sachkundig ab- und taumelfrei und richtig ausgerichtet auch wieder aufzuziehen. Ja, ich habe schon genug Schrott gesehen, bei dem "Bastler" Räder ruiniert haben.
Danke für deine Info/Richtigstellung, war mir jetzt so nicht bekannt.
D. h. die Wellen laufen direkt im Zinkdruckgußrahmen? Oder wurden da dann auch Messing-Lagerhülsen eingesetzt?
Ich bin es halt gewohnt die Räder (natürlich mit entsprechendem Werkzeug) abzuziehen und wieder aufzupressen. Wobei du auch da recht hast, nicht immer halten die dann noch richtig und benötigen ein bisschen Unterstützung durch Loctite.
Wobei mir auch schon bei org. Märklin Achsen untergekommen sind die einen ganz schönen Seitenschlag (Achter) hatten.
Alexander aus dem südlichsten Allgäu Digital mit altem Blechgleis auf dem Boden TamsMC, Booster B4, alte Digitalkisten Bekennender ATF-Öl Anwender
D. h. die Wellen laufen direkt im Zinkdruckgußrahmen? Oder wurden da dann auch Messing-Lagerhülsen eingesetzt?
Hallo,
Normalerweise laufen die Achsen in Bronze-Buchsen. Diese wurden in der Herstellung als massiver Bolzen eingepresst und dann mit einem Vielfachbohrwerk zusammen mit den allen anderen Achslagern in einem einzigen Arbeitsgang ausgebohrt. Das garantiert die richtige Lage der Bohrungen zueinander. Lagerhülsen als Einzelteil für diese Verwendung gab es also nie.
Zitat von alexus im Beitrag #20Ich bin es halt gewohnt die Räder (natürlich mit entsprechendem Werkzeug) abzuziehen und wieder aufzupressen.
In 99,99% aller Fälle völlig unnötig, die Getriebe mit ein paar Tropfen SR24 oder Reinigungsbenzin einweichen, sobald sich was dreht ein bisschen durchdrehen, Reinigungsmittel abtupfen/ausblasen und das zwei-drei mal bis das was raus kommt so aussieht wie das was man draufgetropft hat.. Speziell wenn bei Dampfloks dann auch noch der Kurbelzapfenversatz dazu kommt handelt man sich mit dem Abziehen und wieder Aufpressen weit mehr Probleme ein als das man sie löst..