Hallo, ich erarbeite mir gerade eine Liste wo ich alle meine Modellbahnloks mit geschichtlichem Hintergrund niederschreibe. Leider finde ich zu der Baureihe 44 nichts außer das sie eine enorme Zugkraft hatte und deshalb "Jumbo" genannt wurde. Weiß jemand zur Baureihe 44 näheres? Mit Google habe ich schon die letzten zwei Tage das Internet durchsucht, jedoch nichts gefunden.
Zitat von stephan0812 im Beitrag #1Leider finde ich zu der Baureihe 44 nichts...... Mit Google habe ich schon die letzten zwei Tage das Internet durchsucht, jedoch nichts gefunden.
Hallo, was ich genau suche ist ein Grund was die Baureihe 44 in geschichtlicher und/oder technischer Sicht einzigartig macht. Die Aussage "hatte eine enorme Zugkraft" hilft mir nicht weiter. Z.B. habe ich die E116, die als einzigste deutsche E-Lok einen Schweizer BBC-Einzelantrieb, auch Buchli-Antreb genannt, verbaut bekam.
Und natürlich habe ich die Seiten bei wiki und alle anderen gefunden und durchgelesen. Darum schrieb ich ja im ersten Beitrag
Zitat von stephan0812 im Beitrag #1Mit Google habe ich schon die letzten zwei Tage das Internet durchsucht, jedoch nichts gefunden.
Ich suche immer erst selbst bevor ich in einem Forum einen Beitrag schreibe.
Auch die Forumsuche habe ich benutzt, bevor ich das Thema eröffnet habe.
Zitat von stephan0812 im Beitrag #7Die Aussage "hatte eine enorme Zugkraft" hilft mir nicht weiter. Z.B. habe ich die E116, die als einzigste deutsche E-Lok einen Schweizer BBC-Einzelantrieb, auch Buchli-Antreb genannt, verbaut bekam.
bei der BR E 116: https://de.m.wikipedia.org/wiki/DR-Baureihe_E_16 Dauerleistung: E 16 01–10: 2020 kW E 16 11–17: 2400 kW E 16 18–21: 2660 kW Anfahrzugkraft: E 16 01–10: 145 kN E 16 11–21: 200 kN
vielleicht konnten die 16 18 bis 16 21 sogar 220 kN aufbringen.
Tatsächlich konnte die BR44 im besten Fall aloso gut eineinhalb mal soviel ziehen wie eine E 116. Eine BR45 brachte es auf 420 kN Die Elektrische Doppellok MTAB IORE bringt es auf 2x700 kN, ist aber auch 75 Jahre jünger.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
Das antiquarisch erhältliche Buch von Peter Konzelmann "Die Baureihe 44" (EK-Verlag) ist m.E. immer noch hervorragend. Meinem Exemplar sieht man die Jahre und den Gebrauch an...
Zitat von stephan0812 im Beitrag #1Hallo, ich erarbeite mir gerade eine Liste wo ich alle meine Modellbahnloks mit geschichtlichem Hintergrund niederschreibe. Leider finde ich zu der Baureihe 44 nichts außer das sie eine enorme Zugkraft hatte und deshalb "Jumbo" genannt wurde. Weiß jemand zur Baureihe 44 näheres? Mit Google habe ich schon die letzten zwei Tage das Internet durchsucht, jedoch nichts gefunden.
Vielleicht können Sie mit dem unten stehenden Link etwas tun? Enthält viele Informationen zu allen gebauten Lokomotiven.
Zitat von stephan0812 im Beitrag #7Hallo, was ich genau suche ist ein Grund was die Baureihe 44 in geschichtlicher und/oder technischer Sicht einzigartig macht. Die Aussage "hatte eine enorme Zugkraft" hilft mir nicht weiter. Z.B. habe ich die E116, die als einzigste deutsche E-Lok einen Schweizer BBC-Einzelantrieb, auch Buchli-Antreb genannt, verbaut bekam. .
Hallo
So was gibt es nicht für die Br44 abgesehen von der Leistung. Die Br44 war ein stinknormaler E-Kuppler wie die Br 42, 50 oder 52 es auch waren, nur mit mehr Rostfläche, grössere Zylinder und Brennkammer, die mehr Leistung und Gewicht bringen.
Zitat von supermoee im Beitrag #12 ...So was gibt es nicht für die Br44 abgesehen von der Leistung. Die Br44 war ein stinknormaler E-Kuppler wie die Br 42, 50 oder 52 es auch waren, nur mit mehr Rostfläche, grössere Zylinder und Brennkammer, die mehr Leistung und Gewicht bringen.
so ein stinknormaler E-Kuppler wie die von dir aufgezählten Baureihen war die BR 44 eben nicht. Ihre Konstruktion als Dreizylinderheißdampflok mit einfacher Dehnung war etwas für richtig schwere Züge in schwierigem Gelände. Die von dir aufgezählten Güterdampfer sind durch die Bank Zweizylinderheißdampfloks, bei denen der Drehmomentverlauf durch den 90°-Versatz der Treibstangenbolzen wesentlich unruhiger verlief. Zudem war bei der BR 44 die Achslast fünf Tonnen höher als bei den BR 50/52 (Nebenstreckeneignung) und fast 2 Tonnen höher als bei der BR 42 (Einsatz auf noch nicht ausgebauten Hauptstrecken).
Was da nun an der BR 44 sooo außergewöhnlich bzw. "unique" sein soll, kann ich leider auch nicht erkennen. Die größte deutsche Güterzuglok ist sie schließlich auch nicht, weil es ja noch die BR 45 (Achsfolge 1' E 1') gab, die auch über ein Dreizylindertriebwerk verfügte. Allerdings war die BR 44 bei ihren Personalen wegen ihrer Leistungsfähigkeit sehr beliebt.
Vielleicht bringen diese Zeilen ja etwas Licht ins Dunkel?
mfg acecat
Ich muss wohl irgendwie kaputt sein. Nie funktioniere ich so, wie andere es gern hätten.
Interessant an der BR 44 ist vielleicht noch das sie anfangs garnicht von der Reichsbahn favorisiert wurde nach den Vergleichsfahrten mit ihrer Zweizylinderkonkurrentin der BR 43. Erst das heraufsetzen der Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h und die größere Laufruhe brachten sie dann in die bessere Position gegenüber ihrer ebenfalls leistungsstarken Konkurrentin.
Liebe Grüße, André
>Kleine DR Anlage in H0 / Epoche 3 und 4 / Rollmaterial von Brawa,Fleischmann,Gützold,Npe,Piko,Roco, Rivarossi,Sachsenmodelle und Technomodell<
>6VD 18/15-1 SRW und 12KVD 18/21 = Power Made in GDR<
Interessant an der BR 44 ist vielleicht noch das sie anfangs garnicht von der Reichsbahn favorisiert wurde nach den Vergleichsfahrten mit ihrer Zweizylinderkonkurrentin der BR 43.
Liebe Grüße, André
Jo
die BR 44 war de erste große Güterzuglok der DRG mit 20t Achsfahrmasse man war sich schlicht nicht sicher, ob man die gewaltige Leistung mit einem 2-Zylinder Triebwerk umsetzen könnte
Zitat von Ulf325 im Beitrag #17die BR 44 war de erste große Güterzuglok der DRG mit 20t Achsfahrmasse man war sich schlicht nicht sicher, ob man die gewaltige Leistung mit einem 2-Zylinder Triebwerk umsetzen könnte
Hallo!
aus Wiki: Dem ist entgegenzuhalten, dass 43 013 versuchsweise mit 5000 t – also mehr als der Doppelten in der Schlepplasttafel angegebenen Masse – belastet wurde und diese klaglos bewältigte. Damit ist 43 013 deutsche Rekordhalterin, nie zuvor oder danach wurden jemals einer einzelnen deutschen Dampflok solche Zuglasten angehängt (Lok Magazin 8/2004). Siehe: Baureihe 43. Die schweren Zweizylinder-Güterzugloks, Verlag Dirk Endisch 2008
die ganze Entwicklungsgeschichte Zweizylinder-/Mehrzylinderloks wäre ein abendfüllendes Thema. Da hat letztlich die preußische Sparsamkeit bei der Wartung (Zweizylinderloks) gegenüber den süddeutschen Sparsamkeit beim Verbrauch (Mehrzylinderloks). Daher durfte ja die BR02 nicht besser sein als die BR01, genauso wie die BR44 ursprünglich nicht besser sein durfte als die BR43. Als sich dann allerdings im tägliche Leben zeigte, dass die Kurbelzapfen bei schweren Zügen zum Warmlaufen neigten und auch die Anfahrvorgänge bei einer Dreizylinderlok einfacher waren als bei der Zweizylinder-BR43, wurde die BR43 aufgegeben und stattdessen die BR44 in größerer Stückzahl beschafft. Dass dies allerdings noch immer nicht der Durchbruch der Dreizylindergüterzuglok in Deutschland war, sieht man spätestens bei der BR42 (Kriegslok), bei der dann die gleichen Probleme wie bei der BR42 auftraten.
Den Rest wie gesagt bei einer schönen Flasche Wein alternativ mehreren Gläsern Wasser in einem Abendgespräch, oder halt in den entsprechenden Baureihenbüchern vom ek, transpress, Endisch etc.
Zitat von silz_essen im Beitrag #19Dass dies allerdings noch immer nicht der Durchbruch der Dreizylindergüterzuglok in Deutschland war, sieht man spätestens bei der BR42 (Kriegslok), bei der dann die gleichen Probleme wie bei der BR42 auftraten.
Hallo Martin,
da ist dir sicher ein Schreibfehler unterlaufen. Du meinst doch bestimmt einmal die BR 52.
Dass man im Krieg die einfachere 2-Zylinder Variante gewählt hat erscheint mir logisch. Die BR 42 ( Kriegslok Nr. 2 ) war ja nichts groß anderes, als ein auf 1800PS "gedrosselter" Kessel der BR 44 auf dem Fahrwerk einer BR 52 ( Kriegslok Nr. 1 ).
Moin, interessant an der Baureihe 44 (später 044 Kohle 043 Öl) war das sie den schweren Güterverkehr auf nicht elektrifiziertes Strecken so dominierte, und das sie gar nicht so einfach durch Diesellloks abgelöst werden konnte weil v160 (216/ 218) aber auch v200 (221) die Zugkraft der 44 nicht schafften. Oft musste eine 44er mit Doppeltraktion Diesel ersetzt werden. Deshalb hielten sich die 44er bis zum Ende der Dampftraktion. Mit freundlichen Grüßen Horst
nein, ich meine die Baureihe 42. Die Baureihe 52 war ja letztlich eine vereinfachte BR50. Mit rund 15-16t Achsdruck gehört sie zu den leichteren Güterzugloks (Fünfkupplern). Da waren die Kolbendrücke und die Größe der Kurbelzapfen noch ganz gut beherrschbar. Die BR42 sollte aber ursprünglich für 18t Achsdruck ausgelegt werden mit, wie es in den ersten Ausschussniederschriften heißt: "einem BR44 Kessel auf dem BR50(BR52) Fahrwerk". Das hat sich dann im Laufe der Entwicklungsgeschichte stark relativiert und die BR42 wurde eine eigenständige Lok. ... aber mit ähnlichen Problemen bei den Kurbelzapfen wie die BR44. ... plus den noch viel größeren Problemen für den Heizer mit dem waagerechten Rost. In diesem Fall empfehle ich ein eingehendes Studium des Buches "Kriegslokomotiven" von Gottwaldt. Aber jetzt schweifen wir endgültig von der BR44 ab.
Zitat von DR POWER im Beitrag #14Interessant an der BR 44 ist vielleicht noch das sie anfangs garnicht von der Reichsbahn favorisiert wurde nach den Vergleichsfahrten mit ihrer Zweizylinderkonkurrentin der BR 43. Erst das heraufsetzen der Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h und die größere Laufruhe brachten sie dann in die bessere Position gegenüber ihrer ebenfalls leistungsstarken Konkurrentin.
Bei höheren Zughakenlasten war, soweit ich mich erinnere, die BR 44 auch günstiger im Verbrauch als die BR 43.
Zitat von silz_essen im Beitrag #19Dass dies allerdings noch immer nicht der Durchbruch der Dreizylindergüterzuglok in Deutschland war, sieht man spätestens bei der BR42 (Kriegslok), bei der dann die gleichen Probleme wie bei der BR42 auftraten.
Hallo Martin,
da ist dir sicher ein Schreibfehler unterlaufen. Du meinst doch bestimmt einmal die BR 52.
Dass man im Krieg die einfachere 2-Zylinder Variante gewählt hat erscheint mir logisch. Die BR 42 ( Kriegslok Nr. 2 ) war ja nichts groß anderes, als ein auf 1800PS "gedrosselter" Kessel der BR 44 auf dem Fahrwerk einer BR 52 ( Kriegslok Nr. 1 ).
Gruß Roland
Da wo ich's fett gesetzt habe, müßte "BR 43" stehen. Die BR 52 hat hier nichts verloren. Die BR 44 war immerhin als "Übergangs-Kriegslok" noch in großen Zahlen produziert... eine Vereinfachung zur kompletten "Kriegslok" war wohl nicht möglich. Zu bedenken ist auch, daß die Kriegsloks wie Waffen auf Verschleiß gebaut wurden, für eine recht kurze Nutzungsdauer - Friedensloks sollen normalerweise deutlich länger als fünf bis zehn Jahre brauchbar sein...
Hallo Stephan Besorge dir: "25 Jahre IDeutsche Einheitslokomotive" Zusammengestellt von Hanns Stockklausner, Bearbeitet und gestaltet von Werner Wolter Weinstötter, Miba Verlag 1950. da findest du m.E. am kürzesten gefasst, was du über die Deutschen Einheitslokomotiven wissen willst. Auch Informativ ist: "Deutsche Reichsbahn - Gesellschaft Die Einheitslokomotiven der Deufschen Reichsbahn Wagner/Witte: Die Bauart Meckel : Die Vereinheitlichung 1930"
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim
Dass man im Krieg die einfachere 2-Zylinder Variante gewählt hat erscheint mir logisch. Die BR 42 ( Kriegslok Nr. 2 ) war ja nichts groß anderes, als ein auf 1800PS "gedrosselter" Kessel der BR 44 auf dem Fahrwerk einer BR 52 ( Kriegslok Nr. 1 ).
Gruß Roland
Hallo Roland, da solltest du dich doch vielleicht etwas genauer Informieren. das Fahrwerk der BR52 mit einem Blechrahmen ohne Achslagerstellkeile diente nicht als Vorlage sondern der Barrenrahmen der BR50 mit Achslagerstellkeilen, allerdings in der Bearbeitung deutlich "vereinfacht". Auch mit der Kesselbauart wurde experimentiert.
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim