RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#1 von dieKatze ( gelöscht ) , 15.01.2006 12:52

Das Thema ist nicht als Provokation gedacht, mir fällt nur immer wieder die oft wiederholte Bemerkung auf daß Märklin "schon immer etwas teurer" gewesen wäre. Zuletzt im Thread "Märklin-Qualität".

Meiner Meinung nach stimmt das so nicht. Märklin war keineswegs immer etwas teurer sondern eigentlich absolut konkurrenzfähig. Zumindest bis in die achtziger Jahre. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und in den Eisenbahn-Magazin Testberichten der letzten vierzig Jahre die angegebenen zeitgenössischen Verkaufspreise zu vergleichen.

Aus jeder Dekade ein Beispiel:

Dezember 1964, Loks der Baureihe 01,

Fleischmann 1361 (01 182) Preis DM 49,50
Märklin 3048 (01 097) Preis DM 55,00
Trix 2204 (01 001) Preis DM 60,00


November 1975, Loks der Baureihe V200,

Fleischmann 4235 (221 131-6) DM 94,00
Märklin 3021 (V200 060) DM 82,00
Trix 52 2656 (221 137-3) DM123,00
(bei dem Trix-Preis könnte es sich allerdings um die e.m.s Variante handeln...)


Januar 1988, Loks der Baureihe 103,

Fleischmann 4376 (103 155) DM 215,00
Märklin 3357 (103 113) DM 215,00
Roco 43442 (103 120) DM 165,00


Februar 1994, Loks der Baureihe 143,

Märklin 3443 (243 897) DM 285,00
Roco 43680 (143 573) DM 199,75


Die Testberichte sind willkürlich gewählt, also die ersten besten die ich jeweils gefunden habe, die aktuellen Preise kann ja jeder im Netz vergleichen.



dieKatze

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#2 von Herr Maus ( gelöscht ) , 15.01.2006 13:28

Hallo Ralf,

das ist mir auch aufgefallen. Früher lag Märklin in der Tat preislich nahe bei der Konkurrenz. Und nur deshalb hat Tante M. wohl auch den recht hohen Marktanteil.

Dein Preisvergleich verdeutlicht dies. Er verdeutlicht aber auch, dass man die Preise auf einigermaßen gleichem Niveau halten kann, wenn man will. Die BR 143 wurde z.B. weder bei Roco noch bei Märklin nennenswert teurer.

Schauen wir uns mal die Preisentwicklung innerhalb Märklins in den letzten 10 Jahren an.
Ich habe immer die Ladenpreise laut Liste meines Händlers genommen, auch deshalb, weil es vor 10 Jahren noch keine (offizielle) Märklin-UVP gab.

1994:
Märklin 3342 (111 058 analog) DM 189,-
Märklin 3642 (111 05 DM 235,-
Märklin 3343 (151 021) DM 199,-
Märklin 3361 (151 107) DM 209,-

1998:
Märklin 37315 (111 15 DM 278,-
Märklin 3343 (151 021) DM 209,-
Märklin 33432 (151 083 delta) DM 249,-
Märklin 37431 (151 030) DM 309,-

2005:
Märklin 37317 (111 095) € 159,-
Märklin 39582 (151 Railion) € 284,-

Während es gelang, denn Preis für die BR 111 in den letzten Jahren auf einigermaßen gleichem Niveau zu halten, sind die Preise für die BR 151 ins Unermessliche katapultiert.
Und das, obwohl beide Loks in etwa gleich alt sind und im technischen Innenleben zunächst auch gleich waren.

Sollte die Preisentwicklung wirklich seine Ursache in dem ganzen technischen Firlefanz haben, den die aktuelle Railion 151 eingebaut hat, dann verzichte ich dankend darauf. Ich kann mir das aber nicht vorstellen, dass der Sinus-Motor und eine Soundplatine einen so großen Preisunterschied verursachen.

Selbst wenn die Modellbahnhersteller an die DB AG Lizenzen bezahlen müssten, und die Lizenz bei DB Regio schlicht und einfach günstiger zu bekommen ist als diejenige bei Railion - dann hätten auch bei den Mitbewerbern die Preise für Güterzugloks in aktueller Lackierung explodieren müssen. Und das sind sie eben nicht!
Also scheidet sogar diese These aus.

Märklin, uns kann man nicht für dumm verkaufen!

Grüße,
Andreas



Herr Maus

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#3 von 103 220-0 ( gelöscht ) , 15.01.2006 13:40

..



103 220-0

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#4 von KBS971 , 15.01.2006 13:49

Servus,
was man bei Märklin sicherlich schon immer gezahlt hat war der Name, denn Märklin hat einfach einen Namen unter der allgemeinen Bevölkerung wie kein anderer Modellbahn Hersteller.

Was sicherlich die Preise anhebt sind so ein unbrauchbarer Schnick Schnack wie Krach in den Loks. Der sowieso dermaßen unrealistisch ist das man ihn schon allein aus diesem Grund vergessen kann (es fehlen die Tiefen).
Ein großer Nachteil ist sicherlich auch preislich gesehn, das Märklin ab Werk Decoder einbaut, würde die in jede Lok eine Schnittstelle nach NEM 652 einbauen, könnten sich analog Bahner den teuren Decoder sparen und Digital Bahner sich selber einen günstigeren einbauen (der Märklin ist ja schweine teuer).
Inwischen ist Märklin bei den Fahrzeugen auch nicht mehr teurer als die andren (das war vor ein paar jahren so). Nur die Fahrzeuge sind unverschämt teuer,aber auch das nur weil es keine Konkurenz gibt, wie ich in einem andren Thread schon schrieb wäre es an der Zeit wenn ein anderer Hersteller 3-L Gleise auf den Markt bringen würde.

Was den Preis sicherlich auch in die Höhe treibt ist das unnötige Metallgehäuse. Plastik ist einfach billiger. Den Gewichtsverlust kann man durch Gewichte im Fahrzeug inneren ausgleichen.

Gruß
olli



KBS971  
KBS971
CityNightLine (CNL)
Beiträge: 1.588
Registriert am: 03.01.2006
Ort: württembergisches Allgäu
Gleise K/C -Gleis
Spurweite H0
Steuerung ECOS2
Stromart AC, Digital


RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#5 von AdMo ( gelöscht ) , 15.01.2006 13:56

1977 hatte ich mir als kleiner Bub die 221 von Fleischmann (4235) zusammengespart. Die kostete 110 Mark und das war auch der Preislistenpreis.

Was kostet die denn heute gemäß Fleischmann-Preisliste?

Michael



AdMo

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#6 von Marky ( gelöscht ) , 15.01.2006 14:15

Hallo Michael,

lt. UVP 163 Euronen ohne Decoder.

Gruß Markus



Marky

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#7 von AdMo ( gelöscht ) , 15.01.2006 14:28

Okay, thx, somit überschlagen 320 Mark, also 210 Mark Aufschlag in 29 Jahren.

Gehen wir von 2 Prozent Inflation aus dürfte die heute mit Zinseszins 195 Mark kosten, kostet also tatsächlich 125 Mark mehr als sie kosten "dürfte".

Somit hat Fleischmann in den letzten knapp 30 Jahren um die 64 % Teuerung draufgehauen, zumindest was die 221 angeht.

Habe ich was falsch gerechnet?

Michael



AdMo

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#8 von Thomas , 15.01.2006 14:36

Hallo Michael!

Die 2% Inflation habem wir erst seit etwa 4 Jahren!

Vorher war durch den "Erfolg" der Gewerkschaften die Inflation auch schon bei 4% - 7% in den 80iger und frühen 90iger Jahren gewesen!

Den Finanzspezialisten liegen bestimmt genaue Zahlen vor.



Thomas  
Thomas
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 250
Registriert am: 28.04.2005
Gleise C-Gleis
Spurweite H0
Steuerung CS 3 mit MS 2 oder IB
Stromart AC, Digital


RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#9 von Paul ( gelöscht ) , 15.01.2006 15:41

Tach zusammen.

Ich glaube, Ihr seht die Preisentwicklung etwas einäugig. Es sind ja nicht nur die Lokomotiven und Wagen an sich. Das Material zur Herstellung muss eingekauft werden, die Maschinen brauchen Energie zum Laufen, der Transport in die Geschäfte geht leider immer noch nicht per beamen, sondern per Spediteuren. Die allgemeine Preisentwicklung innerhalb einer Volkswirtschaft wie Lohn- und Sozialkosten, Investitionen in neue Maschinen und Produktionsabläufe usw. fließt in jedes Produkt am Markt, und damit auch in die Modelllokomotiven ein.

Wer von Euch trägt heute das gleiche Einkommen wie 1994 nach Hause?

Man muss die Zusammenhänge sehen.

Gruß
Paul



Paul

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#10 von Daxter ( gelöscht ) , 15.01.2006 15:56

Zitat von Paul

Wer von Euch trägt heute das gleiche Einkommen wie 1994 nach Hause?



Hallo Paul,

Bin Vater von einer 7 Köpfigen Familie.
Wenn sich die Preißentwicklung nach unseren (meiner Frau und mir) jetzigen Einkommen richten würde,
hätte ich wirklich kein Grund mehr über die (Horror)Preise zu meckern.

Ist nicht Böse gemeint, bitte verstehe mich nicht falsch.

Grüße
Dieter



Daxter

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#11 von Triebzug , 15.01.2006 16:24

Alle sprechen davon das Märklin teuer ist, was ist den aber mit Fleischmann und Roco. Ansonsten haben alle Modellbahnhersteller von Brawa bis Viessmann usw. eine Preissteigerung von ca. 100%(Euro vormals DM)
Beispiel:
Roco
blaue Mauritius BR 03.10) ca.379 Euro

Fleischmann
BR 76 analog 210 Euro
Digital ca. 330 Euro


mfg Triebzug


Löhne sind nicht gestiegen



Triebzug  
Triebzug
Regionalbahn (RB)
Beiträge: 44
Registriert am: 15.01.2006
Ort: Dortmund
Spurweite H0
Stromart AC, DC, Digital, Analog


RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#12 von AdMo ( gelöscht ) , 15.01.2006 17:04

Zitat von Paul
Man muss die Zusammenhänge sehen.


Naja, ob die 4235 von 2006 mit groß anderen Maschinen gebaut wird als die von 1977 wage ich aber zu bezweifeln.

Michael



AdMo

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#13 von Gast , 15.01.2006 17:17

Was eigentlich besonders interessant wäre sind die Preise von 2000-2004.

Ich vermute, dass da der große Treiber drin sitzt.

Ich habe einfach den Verdacht, dass da heftig dran gedreht wurde.

Ich kann nur sagen, dass ich in den 80er Jahren für meine 3146 (V36) um die 90,- DM bezahlt habe. jetzt kosten vergleichbare Modelle ca 160 Euro. Und wenn ich meinen Gehaltszettel vergleiche, dann ist da ungefähr das 2,5 fache drauf gegen damals. Ich habe mir nämlich die Mühe gemacht, da mal in alten Steuererklärungen nachzusehen.

Wolfgang




RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#14 von K-P ( gelöscht ) , 16.01.2006 00:47

Zitat von Wolfgang Prestel
Ich kann nur sagen, dass ich in den 80er Jahren für meine 3146 (V36) um die 90,- DM bezahlt habe. jetzt kosten vergleichbare Modelle ca 160 Euro. Und wenn ich meinen Gehaltszettel vergleiche, dann ist da ungefähr das 2,5 fache drauf gegen damals. Ich habe mir nämlich die Mühe gemacht, da mal in alten Steuererklärungen nachzusehen.


Hallo,

man kann heutige Modelle meistens nicht mehr mit den Ausführungen von 1980 vergleichen. Heute besitzt die V 36 von Märklin (37365) z. B. einen digitalen, 5-poligen Hochleistungsantrieb, der zweifelsohne teurer ist als der 3-polige Wechselstrommotor mit elektromagnetischem Umschalter in der 3146. Früher konnte Märklin noch alles selbst fertigen, heute müssen die Elektronikkomponenten zugekauft werden. Das Modell ist hinsichtlich der Beleuchtung überarbeitet worden und brünierte Räder und Kuppelstangen sind heute Standard - schon mal ein Arbeitsschritt mehr. Die Fertigung konnte in 25 Jahren kaum rationalisiert werden. Wenn Möglichkeiten genutzt wurden, dabei etwas zu optimieren, dann wurden die Modelle verbessert (z. B. die Bedruckung), aber günstiger herzustellen waren sie dadurch nicht.

Was die Modelleisenbahn heute so teuer erscheinen lässt, sind die allgemein gestiegenen Technik- und Detaillierungsstandards. Wenn man wie ich die meisten teuren Lok-Neuheiten der letzten 10 Jahre links liegen lassen konnte weil sie zum Glück nicht ins Sammelgebiet passten, dann ist das Hobby heute nicht wirklich teurer als damals.

Eines hat sich in den letzten Jahren jedoch entscheidend geändert: früher - fast 20 Jahre lang - habe ich treudoof die UVP bezahlt. Seit es aber durch das Internet viel bessere Informations- und Vergleichsmöglichkeiten gibt - und durch eBay auch noch ganz neue Einkaufsmöglichkeiten - gibt es viel mehr Gelegenheiten, Geld zu sparen. Muss ich aber auch, weil vor allem die Dinge teurer geworden sind, (Benzin, Mietnebenkosten) auf die ich nicht einfach mal so eben verzichten kann...

Freundliche Grüße

Klaus-Peter



K-P

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#15 von Franz Müller ( gelöscht ) , 16.01.2006 01:08

Zitat von Tim Nörgelkopf

Zitat von Wolfgang Prestel
Ich kann nur sagen, dass ich in den 80er Jahren für meine 3146 (V36) um die 90,- DM bezahlt habe. jetzt kosten vergleichbare Modelle ca 160 Euro. Und wenn ich meinen Gehaltszettel vergleiche, dann ist da ungefähr das 2,5 fache drauf gegen damals. Ich habe mir nämlich die Mühe gemacht, da mal in alten Steuererklärungen nachzusehen.


Hallo,

man kann heutige Modelle meistens nicht mehr mit den Ausführungen von 1980 vergleichen. Heute besitzt die V 36 von Märklin (37365) z. B. einen digitalen, 5-poligen Hochleistungsantrieb, der zweifelsohne teurer ist als der 3-polige Wechselstrommotor mit elektromagnetischem Umschalter in der 3146. Früher konnte Märklin noch alles selbst fertigen, heute müssen die Elektronikkomponenten zugekauft werden. Das Modell ist hinsichtlich der Beleuchtung überarbeitet worden und brünierte Räder und Kuppelstangen sind heute Standard - schon mal ein Arbeitsschritt mehr. Die Fertigung konnte in 25 Jahren kaum rationalisiert werden. Wenn Möglichkeiten genutzt wurden, dabei etwas zu optimieren, dann wurden die Modelle verbessert (z. B. die Bedruckung), aber günstiger herzustellen waren sie dadurch nicht.

Was die Modelleisenbahn heute so teuer erscheinen lässt, sind die allgemein gestiegenen Technik- und Detaillierungsstandards. Wenn man wie ich die meisten teuren Lok-Neuheiten der letzten 10 Jahre links liegen lassen konnte weil sie zum Glück nicht ins Sammelgebiet passten, dann ist das Hobby heute nicht wirklich teurer als damals.

Eines hat sich in den letzten Jahren jedoch entscheidend geändert: früher - fast 20 Jahre lang - habe ich treudoof die UVP bezahlt. Seit es aber durch das Internet viel bessere Informations- und Vergleichsmöglichkeiten gibt - und durch eBay auch noch ganz neue Einkaufsmöglichkeiten - gibt es viel mehr Gelegenheiten, Geld zu sparen. Muss ich aber auch, weil vor allem die Dinge teurer geworden sind, (Benzin, Mietnebenkosten) auf die ich nicht einfach mal so eben verzichten kann...

Freundliche Grüße

Klaus-Peter






Hallo Tim / Klaus Peter,

ich kann dir nur voll und ganz zustimmen !!!



Franz Müller

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#16 von Peterle ( gelöscht ) , 16.01.2006 12:30

Hallo zusammen,

hier auch noch meine Gedanken zu dem Thema.

Ob Märklin schon immer etwas teurer war als andere, kann ich nicht beurteilen, da ich erst seit drei oder vier Jahren andere wie Roco oder Fleischmann beobachte. Da muss ich sagen, dass es mich sehr überrascht hatte, dass die etwas aufwendigeren AC Modelle preislich den M* nicht wirklich nachstanden.

Zur allgemeinen Steigerungen hatte ich jedoch mal mit zwei "Referenzmodellen" eine Analyse gemacht, den Schienenbus 3016 und die BR 24 3003. Diese wurden über Jahrzehnte in nahezu unveränderter Ausführung hergestellt. Die Preissteigerung dieser Modelle hatte ich dann verglichen mit der allg. Inflationsrate und der Steigerung der Arbeitsentgelte bzw. Kaufkraft. Ergebnis war, dass diese Loks deutlich stärker gestiegen waren als die Inflationsrate, aber auch gegenüber der Kaufkraft. In dieser Kategorie allerdings nicht so stark. Problematisch ist jedoch, dass seit Beginn der 90er Jahre die Gehalts- oder Kaufkraftsteigerung nur sehr gering steigt und gegenüber der Moba-Preis-Steigerung zurückbleibt. Daher wahrscheinlich der subjektive Eindruck, dass die Moba-Preise teilweise zu Mondpreisen geworden sind.

Natürlich kommt noch hinzu, dass sich die technische Entwicklung gerade in den letzten Jahren große Fortschritte machte. Diese Neuerungen führen natürlich auch zu Preissteigerungen. Meines Erachtens nicht immer gerechtfertigt.

Leider kann ich das ganze jetzt nicht mit Zahlen belegen, da im Sommer vergangenen Jahres meine Festplatte abgeraucht ist, wo ich alles in einer Excel Datei gespeichert hatte. Als Quelle hatte ich seinerzeit das statistische Bundesamt und die IHK's bemüht. Insofern reproduzierbar, kostet aber Zeit.

Vielleicht hat sonst jemand belegbare Daten zu diesem Thema?

Viele Grüße
Peter



Peterle

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#17 von AdMo ( gelöscht ) , 16.01.2006 13:23

Zumindest schonmal die Inflation:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:PreiseDeutschland.png

Michael



AdMo

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#18 von Peterle ( gelöscht ) , 16.01.2006 22:04

Hallo,

hier gibt es noch mehr statistische Daten:
[url]http://www.vgrdl.de/Arbeitskreis_VGR/

Ich habe zum Vergleich mal den Schienenbus 3016 mit einer Steigerung von jährlich 4% aufgeführt. Start 1970 mit 16,- EUR, ist aber nur ne Annahme von mir. Meine Eltern hatten 1965 27,- DM dafür gegeben.
Im Jahr 2000 würde er nach dieser Rechnung bei etwa 50,- EUR liegen. Hat er das gekostet zum Schluß? Ich weiß es nicht genau, paßt aber, oder?

[/url]

Hoffe, das Bild ist zu sehen, ist mein erstes.

Fazit: Normale Artikel, also keine neu entwickelten, sind nicht übermäßig gestiegen.

Gruß
Peter



Peterle

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#19 von Silberling ( gelöscht ) , 16.01.2006 23:25

Ich sehe die Entwicklung auch so, daß Märklin immer ein gutes Stück teurer geworden ist, als es die Inflation vorgegeben hat. Am heutigen Markt sind Märklin-Produkte trotzdem allerdings kaum noch teurer als ihre Pendants von Roco oder Fleischmann; letztere haben m.E. seit ein paar Jahren noch mehr "zugelegt". Bei allen drei Marken zahlt man heute für eine moderne E-Lok aus einer neueren Form mit lastgeregeltem AC-Dekoder fast EUR 250,- Ladenpreis. Mit Geräuschelektronik und anderen Extras ist bei keiner Marke eine Grenze gesetzt. Man darf da natürlich auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, denn in einer analog-DC-Variante ist auch deutlich weniger drin.

Auch bei den Waggons hat sich die Preislage angeglichen. Hier ist Fleischmann sogar "führend", auch wenn es sich oft nicht um die allerbest detaillierten Wagen handelt. Auf einem noch anderen Blatt steht, wie die Modelle auf dem Gebrauchtmarkt bzw. dem Neumarkt bei eBay gehandelt werden. Hier gehen vergleichbare Roco-Modelle und erst recht Fleischmann inzwischen zu höheren Preisen weg als die Produkte aus Göppingen. Was wohl vor allem daran liegt, daß Märklin in viel höheren Stückzahlen verfügbar ist. Und was wiederum als ein Argument angesehen werden kann, daß Märklin ab Werk zu teuer angeboten wird, womit sich der Kreis dann doch schließt.



Silberling

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#20 von Hp2 ( gelöscht ) , 17.01.2006 00:00

Zitat von Peterle

Natürlich kommt noch hinzu, dass sich die technische Entwicklung gerade in den letzten Jahren große Fortschritte machte. Diese Neuerungen führen natürlich auch zu Preissteigerungen. Meines Erachtens nicht immer gerechtfertigt.




Hallo!

Technischer Fortschritt bedeutet nicht unbedingt Preissteigerung. Das Umschaltrelais war immer ein beachtlicher Kostenfaktor. Ich bin überzeugt, daß ein Motor aus 5pol Anker, permanent Feld und dazu der Pic Decoder in der Herstellung nicht teurer sind, als die Innereien einer klassischen Märklin Lok aber bessere Fahreigenschaften hat.

- der 5pol Anker ist etwas teurer
- die Feldspule wird durch einen billigeren Permanentmagnet ersetzt
- die Elektronik ist ganz sicher billiger als die Elektomechanik

Daß in Zukunft alle einen Decoder brauchen werden, führt zum Ausgleich eines Nachteils für Märklin.

Grüße

vom Schutzleiter



Hp2

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#21 von Peterle ( gelöscht ) , 17.01.2006 07:35

Hallo Schutzleiter,

deine Aussagen entsprechen voll meiner Meinung. Wenn eine technische Neuerung kam, schien sie immer teurer als "gefühlsmäßig" nötig. Anfang der 90er gab es mal eine Dampflok, weiß die Betriebsnumemr nicht mehr ops: , aber die Artikelnummer , 3304, 3504, 3604 und 3704. Also ein Modell in vier verschiedenen Ausführungen innerhalb eines Jahres! Der Preisunterschied zwischen billigster (3304) und teuerster (3704) Variante war 80,- DM, viel zu viel. Selbst die 3 polige digitale 3604 war teurer als die 5 polige analoge (3504). In der Herstellung war es sicher umgekehrt.

Sicher, die Entwicklungskosten müssen auch umgelegt werden, aber bei den Stückzahlen an Modellen dürften es doch nur paar Euronen je Modell sein.

Gruß
Peter



Peterle

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#22 von Altblechbahner ( gelöscht ) , 17.01.2006 09:54

Zitat von Silberling
Auch bei den Waggons hat sich die Preislage angeglichen. Hier ist Fleischmann sogar "führend", auch wenn es sich oft nicht um die allerbest detaillierten Wagen handelt.



Wie kommst Du denn zu *der* Aussage?
Das gilt höchstens noch für ein paar Altlasten, die schon 25 Jahre und länger im Programm sind. Die neueren FLeischmann-Waggons brauchen sich absolut nicht hinter den Modellen der Konkurrenz zu verstecken - ganz im Gegenteil.

Grüße vom Altblechbahner



Altblechbahner

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#23 von Silberling ( gelöscht ) , 17.01.2006 12:09

Zitat
Wie kommst Du denn zu *der* Aussage?
Das gilt höchstens noch für ein paar Altlasten, die schon 25 Jahre und länger im Programm sind. Die neueren FLeischmann-Waggons brauchen sich absolut nicht hinter den Modellen der Konkurrenz zu verstecken - ganz im Gegenteil.



Sorry, das Wort "oft" war mißverständlich. Ich meinte, daß die (in der Mehrzahl) gut detaillierten Fleischmann-Modelle auch die älteren Modelle im Preis mit "hochziehen".[/quote]



Silberling

RE: Märklin schon immer etwas teurer...

#24 von Altblechbahner ( gelöscht ) , 17.01.2006 12:11

Zitat von Silberling
Sorry, das Wort "oft" war mißverständlich. Ich meinte, daß die (in der Mehrzahl) gut detaillierten Fleischmann-Modelle auch die älteren Modelle im Preis mit "hochziehen".



OK, *das* ist allerdings leider wahr...

Grüße vom Altblechbahner

P.S. bei Piko finde ich die Preise beim "Normalprogramm" so richtig unverschämt



Altblechbahner

   


  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz