Bericht zum Besuch des Leeraner Miniaturlandes

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Roland
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Bericht zum Besuch des Leeraner Miniaturlandes

#1

Beitrag von Roland » Fr 4. Okt 2019, 17:45

Hallo zusammen,

heute war ich mit meiner Frau und meinem Sohn im Leeraner Miniaturland und möchte euch meine Eindrücke vom Besuch mitteilen. Ich kann soviel schon im Voraus sagen: Ich bin sehr enttäuscht vom Leeraner Miniaturlandes.

1) Zuerst besuchten wir die Anlage im Außenbereich. Es fuhr leider keiner der Züge. Die Gleise waren zum Teil schief und krumm verlegt, eine parallele Gleisverlegung ist auch was anderes. Die Abstellgleise waren lieblos irgendwie in der Landschaft verlegt ohne Bezug zum Rest. Viele Gleise waren getrennt oder es fehlten Gleisstücke.

2) Dann besuchten wir die Anlagen im Innenbereich. Hier setzte sich das Bild der Außenanlage leider fort. Vieles wirkt kaputt, ist krumm und schief oder einfach nicht stimmig. Außerdem war die Geräuschkulisse mehr als störend. Überall tönte es, schepperte es, klingelte es oder machte tuuuuut tuuuuut. Man konnte die einzelne Szene gar nicht wahrnehmen weil zu viele Störeinflüsse vorhanden sind. So ging es auch mit den extern steuerbaren Szenen der Anlage. Viele konnte ich gar nicht finden, obwohl ich die Aktion ausgelöst habe. Meist geht bei den extern steuerbaren Szenen nur ein Licht an oder es kam von irgendwo her ein Geräusch... Die Anlagen sind einfach optisch und akustisch überhäuft und zu voll gepackt.

3) Im Obergeschoss ist die Anlage des LOXX Berlin zu sehen. Hier hatte ich etwas Hoffnung, diese wurde aber leider nur teilweise erfüllt. Trotz großer Bahnanlage drehte ein verbastelter ICE einsam seine Runden. Das war's. Am Flugplatz stehen die Flugzeuge einfach nur so da (einige nach hinten gekippt und nur auf dem Hauptfahrwerk stehend oder gleich ganz ohne Räder). Sichtlich besser gefallen hat mir, dass es auf der Anlage nicht an jedem Eck einen Radau gab und man die Anlage auch mal in Ruhe betrachten konnte. Das war's dann aber auch schon.

4) Im Foyer war eine Kinder"anlage" aufgebaut. Es war ein Kreis (vermutlich waren die Gleise von der Außenanlage übrig - den Eindruck hatte man, denn der Kreis sah nach Resteverwertung aus), bei dem die Gleise einfach mit Kabelbindern zusammengehalten wurden. Die Kabel der Stromeinspeisung wurden einfach mit Spielteppichen verdeckt. Auf dem Kreis war nur eine Lok (die auch noch reichlich kaputt war) ohne Wagen. Dazu gab's ne Kiste Duplo-Lego zum Spielen.

Das ganze kostete 15 Euro Eintritt für Erwachsene. Für unseren Sohnemann war der Eintritt frei. Aber ich hätte mir die 30 Euro lieber gespart. Schade.


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Re: Bericht zum Besuch des Leeraner Miniaturlandes

#2

Beitrag von klein.uhu » Fr 4. Okt 2019, 22:41

Moin,

Wir waren auch mal dort und sind erst gar nicht rein. Da war nichts los.
Steht aber schon am Ortsschild: Leer :oops: :mrgreen:
| : | ~ analog

Gruß von Bild klein.uhu
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Re: Bericht zum Besuch des Leeraner Miniaturlandes

#3

Beitrag von Roland » Sa 5. Okt 2019, 17:53

Bei uns war einiges los. Man hat sich zwar noch nicht mit den Menschenmassen durch die Räume geschoben, aber es war schon gut gefüllt.


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Re: Bericht zum Besuch des Leeraner Miniaturlandes

#4

Beitrag von Dschowy » Mi 9. Okt 2019, 17:03

Vor ein paar Jahren war ich mal drin. Das Miniaturland sehe ich nicht als Modellbahn, es stellt eher die Region dar. Ich hätte mir auch mehr Züge gewünscht. Trotzdem hat es mir ganz gut gefallen, auch wenn ich nicht in restloser Begeisterung verfallen bin.
Ob dort etwas los ist oder nicht sagt ja nichts über die Anlage selber aus und wäre für mich auch kein Grund, nicht reinzugehen um mir selber ein Bild zu machen.
Als ich gelesen habe, daß ein Teil von Loxx nach Leer wandert, hat mich das neugierig gemacht. Aber ich habs dieses Jahr nicht geschafft, hinzufahren. Nächstes Jahr werde ich das nachholen, da ich in die Region ziehen werde.
Die Kritik kann ich schon irgendwo nachvollziehen. Aber vielleicht kann man sich damit auch an den Betreiber wenden, je nach Kommunikationsfreudigkeit.
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Peter


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Re: Bericht zum Besuch des Leeraner Miniaturlandes

#5

Beitrag von Quox » Mi 9. Okt 2019, 18:03

Ich kann das als Mobaner nachvollziehen.

Ich habe mir einige Videos in You tube angesehen und kein Verlangen da hin zu fahren.
Die Flächen sind zu groß, wie soll man Details in H0 da noch in der Mitte erkennen. Das ist auch bei Loxxs ein Problem. Die Details sind auch nicht auf Spitzen Niveau. Da sind ja einige Vereinsanlagen deutlich interessanter.
Ich denke wenn man mit Familie und Kinder da ist kann man einen netten Erlebnistag da verbringen.

So als Mobahner ( ohne große Begabung) erwarte ich zumindest das die da was anspruchsvolleres zaubern als ich mit meinen zwei linken Händen.
Ich vergleiche ja auch nicht alles mit Hamburg. Die Brandl Anlage im Odenwald hat mir gut gefallen.
Auch ein neues Konzept wie Porsche ist interessant zumal der auf Märklin und TC setzt was ich auch selber nutze.

Vielleicht liegt es aber auch am Thema. Die Norddeutsche Tiefebene ist ja nicht so spektakulär wie Rom und Italien. Und moderne Windmühlen sind für mich sowieso die Katastrophe in der Landschaft auch auf der Moba.
Die sollten sich mal Rat bei Leuten wie Bimm und Dustan97 holen. Selbst der Moba Junge bekommt da eine ordentliche Landschaft hin.

Habt Ihr einen Tipp welche Moba in BRD man sich aktuell anschauen muss?
Peter


MaxRichter
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Re: Bericht zum Besuch des Leeraner Miniaturlandes

#6

Beitrag von MaxRichter » Mi 9. Okt 2019, 19:12

Die Modellbundesbahn in Brakel!


Railwolf
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Re: Bericht zum Besuch des Leeraner Miniaturlandes

#7

Beitrag von Railwolf » Do 10. Okt 2019, 07:20

Hallo,

werft bitte einem Pinguin nicht vor, daß er nicht fliegen kann! (frei nach E. von Hirschhausen)

Das Ziel in Leer ist nicht, eine tolle Modelleisenbahn zu zeigen. Die gibt es in Brakel, in Fürth i.O. und woanders. In Leer geht es darum, Ostfriesland abzubilden. Und die Bahn ist das Accessoire, das sich bewegt. Das Publikum entdeckt das Rathaus von Leer, die Mühlen von Greetsiel und Ottos Leuchtturm, und "guck mal, da fährt ein Zug nach Norddeich". Wer Brakel toll findet, wird Leer nicht mögen, und wer sich an Leer erfreut, wird sich in Brakel langweilen.

Ich fühle mich dabei erinnert an die Deutschland-Anlage von Bernd Schmid.
Die hat der Nachbesitzer übrigens zu Schmids Bedauern mit Häuschen zugestellt.
Mit vielen Grüßen

Wolf

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K.Wagner
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Re: Bericht zum Besuch des Leeraner Miniaturlandes

#8

Beitrag von K.Wagner » Do 10. Okt 2019, 11:37

Hi,

zu meinem "Ausstellungshintergrund":
MiWuLa (mehrmals)
Schwarzwaldmodellbahn Hausach (mehrmals)
Gotthardbahn bei Steinsfeld (2x)
Merklingen (als es die noch gab) (3x)
Langenthal - jetzt MWO (1x)
MWO Fürth / Odw. (4x)
Verkehrsmuseum Nbg (unendlich.....bis 2000)
Deutsches Museum neue Anlage (2x)
Modellbahn Wiehe (2x)
Modellbundesbahn (Driburg) (2x)
MCM Mühlacker - EFP Dillweißenstein. (jährlich)
und Leer (ohne ex Loxx-Anlage, die war da noch "zerteilt").
(Ergänzung: Miniatur - Elbtal - 3x)

Alle Anlagen finde ich auf ihre Weise sehenswert - sie haben ja auch unterschiedliche Philosophien. Was mir aufgefallen ist - am Anfang sind die Anlagen top gepflegt, bei einigen gibt es dann nach 2-3 Jahren deutliche "Verschleißerscheinungen".
"Leuchtturm" waren / sind für mich MiWuLa, Modellbundesbahn und die Schwarzwaldmodellbahn.
Die feststehenden Clubanlagen sind hier natürlich auf demselben Niveau - aber hier wird ja wöchentlich gearbeitet, erweitert, detailliert und repariert.....also eigentlich laufen die außer Konkurrenz, da auch nicht kommerzielle Zwänge (Rendite des Anlage(n)vermögens) vorhanden sind...

Konkret zu Leer: Wir (mein Freund und ich) sind damals wegen des komprimierten Ostfrieslands als Modell rein - weniger wegen der Eisenbahn. Und da waren wir ganz angetan. Bei der Gestaltung der Bahnstrecken gibt es aber für uns Modellbahner wirklich deutliches Verbesserungspotential - mit aus unsrer Sicht auch relativ wenig Aufwand....
Gruß Klaus

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