Nordhalben um 1954

Bereich zur Vorstellung der eigenen Module und Segmente.

Gewünscht sind insbesondere Fotos (bitte Größenbeschränkungen beachten!) und technische Infos.
Handwerkliche Fragen und Diskussionen rund um das Thema Module und Segmente im Allgemeinen sollte im Unterforum "Anlagenbau - Module / Segmente" erfolgen.

Bitte startet in diesem Bereich für jedes Modul / Segment einen eigenen Thread!
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Michael K.
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Nordhalben um 1954

#1

Beitrag von Michael K. » So 22. Jul 2018, 17:02

Guten Tag allerseits,

ich möchte mein eigentlich schon langjähriges Projekt hier mal kurz vorstellen und hier eine Art öffentliches Bautagebuch anlegen - schließlich wird das Gedächntnis nicht besser, und wenn ich wieder 5 Jahre Pause mache, muss ich bestimmt irgendwo nachlesen, wie ich mir das mal gedacht habe :fool:
Ich orientiere mich mal etwas freier am Planungsfragebogen:

1. Nordhalben, Spurweite 16,5mm, H0, Gleise im Selbstbau, Material von Bahnsinn und RST-Modellbau, digital (DCC), Steuerung/Betrieb per Handregler 1:1, also eine Person, ein Zug, Schwerpunkt Rangieren, Module nach Fremo87-Norm.

2. "Heimisches" Anlagenprofil:
In meiner bescheidenen Hütte stehen mir etwa 4,90 x 3,5 m zur Verfügung, die ich mehr oder weniger ausnutze.
Die Anlage wird L-förmig aus o.g. Modulen gebaut und auf ein Regal gestellt (Ivar), weils mit der Modultiefe von 50 cm harmoniert. Die Bahnhofssegmente nehmen mit dem Einfahrmodul (mit Fremo-Kopfprofil) eine Gesamtlänge von 3,6m ein, wobei der Bahnhof selbst auf Segmentkästen von 2,8 m unterkommt. Im Anschluß daran folgt ein 80 cm Anlagenteil mit F02-Profil, daran schließen nicht Fremo87-taugliche Kurvenmodule mit 1000 mm Radius an, die Kurve kommt so auf insgesamt 1,25 x 1,25 m, am Ende ist ein Fiddleyard mit 4 festen Gleisen und einer Tauschkasette von etwa 1,3 Metern.

3. Hintergrund
Die Bahnlinie, die zum Bahnhof führt, ist eine klassische Nebenbahn, die der eine oder andere vielleicht als Rodachtalbahn kennt und die von Kronach zum Endbahnhof Nordhalben führt; Die Vorbildstrecke hat zwar Steigungen und auch Gefälle, da es sich aber um Fremo-Module handelt, werden die nicht gebaut.
Der Bahnhof soll eine maßstäbliche Interpretation des Bahnhofes Nordhalben zu Beginn der 1950er Jahre werden, wobei der Fahrzeugeinsatz den Zeitraum von etwa 1950 bis Mitte der 1960er Jahre wiederspiegelt.
Interpretation deshalb, weil der Bahnhof zu der Zeit tatsächlich noch über bayrischen Oberbau, genauer bayrische X 1:8 Weichen verfügte. Ich verwende stattdessen den sogenannten Reichsbahnoberbau K und 190 1:7,5 Weichen, die auf den ersten Blick eine ähnliche Geometrie wie die X 1:8 Weichen haben (auf den zweiten Blick komme ich gleich...) . Reichsbahnweichen wurden in Nordhalben erst mit dem Rückbau des Bahnhofes eingebaut, bei dem Rückbau wurden u.a. alle Doppelweichen entfernt (die vor dem Lokschuppen wurde durch den Verein Rodachtalbahn später wieder eingebaut)
Der Vorbild-Bahnhof liegt im Tal unterhalb der Ortschaft Nordhalben, so dass hier nur spärliche bzw. ausschließlich Bahnbauten vorkommen: Da der Bahnhof zu Beginn auch über ein eigenes kleines Betriebswerk verfügte, stehen hier neben EG, Stückgutschuppen und Abort auch ein zweiständiger Lokschuppen und eine recht große Bekohlungsanlage, die um 1950 auch mit einem recht eigentümlichen Kran versehen war. Das Auffüllen der Wassertanks erfolgte über einen Pulsometer direkt im Lokschuppen.
Prägend sind die beiden großen Holzladeplätze, einer direkt am Bahnhof, ein zweiter angebunden über eine Weiche in der Schräge (o.g. Modul, dass nur auf Treffen zum Einsatz kommt.
Nordhalben ist 1900 in Betrieb gegangen und existiert bis heute, wenn auch jetzt als Inselbahn, die durch einen rührigen Museumsbahnverein am Leben erhalten wird. Der heutige Bahnhof sieht deutlich anders aus als der ursprünglich gebaute, auch hier hat die DB in den 1970ern reichlich rückgebaut, bis dann in den 1980ern die Stilllegung kam.

Auch in den Jahren vorher hat es offenbar Umbauten gegeben, die allerdings in keinem Gleisplan berücksichtigt wurden: Der ursprüngliche Gleisplan der K.Bay.St.EB gibt ebenso wie ein Plan der DB nicht die tatsächliche Weichenlage der 1. Doppeltweiche wieder, womit ich sozusagen zum 2. Blick bezüglich der ähnlichen Geometrie komme: Sowohl im Ursprungsplan wie auch in einer späteren DB-Fassung ist die Einfahrt-DW als rechts/links Weiche gezeichnet, auf alten Fotos kann man aber ab spätestens 1931 sehen, dass dort eine links/rechts Weiche verbaut ist, allerdings ohne den übrigen Oberbau bzw. die Lage der anderen Weichen zu ändern.
Hier liegt eine echte Tücke, vor allem im Bezug auf meine Interpretation: Bei der Geometrie der X 1:8 Weichen lässt sich die Weiche problemlos drehen, die übrigen Weichen sind davon nicht betroffen. Baut man allerdings die doch um einiges längere DW 190 1:7,5 mit dem Abzweig links/rechts ein, verschieben sich sämtliche andere Weichen im Einfahrtbereich deutlich, vor allem das Gleis an der Kopframpe wird stark verkürzt.
Zur Verdeutlichung habe ich hier eine Skizze angefertigt, die (von unten nach oben) 1. den ursprünglichen bayrischen Oberbau mit einer DW rechts/links, 2. den bayrischen Oberbau mit einer DW links/rechts, 3. den Oberbau mit einer DW 190 1:7,5 rechts/links und schließlich 4. den Einfahrtbereich mit einer DW 190 1:7,5 links/rechts zeigt:
Skizze Weichenvergleich.pdf
Anhand der Skizze kann man recht gut sehen, dass die Fassung mit der Reichsbahnweiche links/rechts die größten Verschiebungen im gesamten Arrangement ergibt. Daher habe ich mich entschieden (schließlich ist es ja eh eine Interpretation), dass beim fiktionalen Umbau auf Reichsbahnweichen der Ursprungsplan wiederhergestellt wurde. Für mein Empfinden wird so die Charakteristik des Einfahrbereiches am ehesten gewahrt, auch wenn die Einfahrweiche bezogen auf den echten Zustand zu der Zeit "falsch herum" liegt.

Der gesamte Gleisplan sieht daher jetzt so aus:
NHglp.pdf
Der Fahrzeugeinsatz wird Nebenbahntypisch sein; auf der Rodachtalbahn waren Loks der Baureihen 98.8 (erste und zweite Bauserie, hier der unvollendete Umbaubericht zu einer 98.8 der ersten Serie: viewtopic.php?f=27&t=49320&p=1820984#p1820984) und 98.11 (die leider bisher noch von keinem Hersteller berücksichtigt wurde, ich hoffe auf einen Bausatz) im Einsatz, später kamen dann VT 95 und V100.1 dazu, bei den Personenwagen liefen 2- und 3-achsige bayrische Wagen, Donnerbüchsen und 3-achsige Umbauwagen, der Güterverkehr wurde in erster Linie mit verschiedenen Rungenwagen, Drehschemelwagen, O-Wagen und Stückgutwagen bestritten. Für den späteren Fremo-Betrieb wird der Warenein- und Ausgang noch genauer bezeichnet, belegen lässt sich aber in jedem Fall, dass Schiefertafeln und Griffel, geklöppelte Spitze und Holz zu den "Nordhalbener Exportschlagern" gehörten.
Ausser den genannten Fahrzeugen werden noch Loks der Baureihe 64 in verschiedenen Varianten, BR 86, V80, VT98, ein Vorserien VT95 und eine 98.10 zum Einsatz kommen.

4. Derzeitiger Stand
Die Bahnhofssegmentkästen sind im Rohbau fertig, 2 der insgesamt 7 Weichen sind zu etwa 80% fertiggestellt; die restlichen 20% sind Feinarbeiten, die am Schluß gesammelt bei allen Weichen eingebaut werden, also solche Dinge wie Verschraubungen, Klammerspitzenverschlüsse und ähnliches. Über den Fortschritt werden ich immer mal wieder berichten....

Bis denn
Michael
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Re: Nordhalben um 1954

#2

Beitrag von JoachimW » Mo 23. Jul 2018, 07:54

:gfm:


Gruß
Joachim

P.S. Die bay. Weichen von Paul kamen nicht in Betracht?

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Re: Nordhalben um 1954

#3

Beitrag von Michael K. » Mo 23. Jul 2018, 10:28

Hallo Joachim,

das ist gerade durch die Zeichnungen ein wenig in die Betrachtung gerückt :wink:
Allerdings hatte ich vor Jahren, als ich damit angefangen hatte, mit Willy und Paul die Umsetzung mit den 1:7,5er Weichen recht intensiv besprochen und in Neuhaus dann einen Großeinkauf mit entssprechendem Material getätigt. Deshalb hadere ich gerade etwas mit dem Gedanken, dass wieder alles umzuwerfen und komplett von vorne zu beginnen.
Als Gedankenspiel ist das aber noch nicht ganz abgeschlossen :roll:

Bis denn
Michael
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Re: Nordhalben um 1954

#4

Beitrag von Michael K. » Di 24. Jul 2018, 09:59

Tag zusammen,

allzuviel zu sehen ist noch nicht; hier einmal die Modulgruppe zum Bahnhof:

Bild

....und die Lageproben der Weichen bszw. Weichenroste zur etwas abstrakten Erklärung oben am real existierenden Modul, einmal mit einer DW 190 1:7,5 links/rechts als Einfahrweiche:

Bild

...und einmal mit der Version, die auch im Gleisplan gezeichnet ist, also einer DW 190 1:7,5 rechts/links:

Bild

Fotografiert im Garten, leider ohne den Kunstlichtfilter auf Sonnenschein umzuschalten, deshalb der leichte Blaustich. Der Weichenbau wird sich vermutlich vorläufig etwas hinziehen, das ist einfach kein Wetter für die dunkle Bastelhöhle - und die Kleinteile sind definitiv gartenuntauglich :fool:

Bis denn
Michael

Edit: Bildlinks geändert
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Re: Nordhalben um 1954

#5

Beitrag von Michael K. » Mo 6. Aug 2018, 11:08

Hallo Zusammen,

ein bisschen ist es weitergegangen; vornehmlich wurde Holzbau betrieben bzw. die schönen glatten Modulflächen erst mal wieder mit Löchern für die zukünftige Stellmechanik versehen und damit auch die endgültige Position der Weichen festgelegt; aus 2mm Sperrholz entstanden die Trassenbretter für fast sämtliche Gleise im Bahnhof, die Weichenroste wurden aufgeklebt.
Ich habe mich dafür entschieden, innerhalb des Bahnhofes nur Holzschwellen zu verbauen, weil es mir vom Gesamteindruck her doch stimmiger erscheint als zwischen den Weichen Stahlschwellengleis zu legen; Stahlschwelle wird also nur im Einfahrbereich bis zur ersten Weiche liegen.
Hier ein kleiner Eindruck, was es am Ende werden soll:

Bild

Bild

Bild

Die Fotoqualität im schattigen Garten aus freier Hand ist ein bisschen fragwürding, allerdings möchte ich angesichts der allgemeinen Wetterlage im Moment auf meine "Bastelkammer in Südlage" verzichten, da riskiere ich lieber verlorene Rippenplatten auf der Wiese ;)
Derzeit ist der Plan, die Weichen in "Serienfertigung" anzugehen statt - wie bisher - jede Weiche einzeln zu bauen. Also habe ich zunächst für alle Weichen oben genannte Trassenbrettchen gesägt, Anpassungen für die jeweilige Lage vorgenommen und die Schwellenroste aufgeklebt. Die Brettchen haben auch sofort den Ausschnitt für die Stellmechanik bekommen, dabei verwende ich die Teile, die Michael Weinert mal vor Jahren angeboten hat, weil dort die korrekte Bewegung der Zungen bereits in der Mechanik eingebaut ist. Damit kann also der Klammerspitzenverschluss funktionslos bleiben, die Zungen bewegen sich dann trotzdem "richtig". Die Mechanik ist ausserdem recht klein, so dass man das bequem in ein schmales Brettchen einsägen kann:

Bild

Bild

Bei den ersten Weichen habe ich das natürlich vergessen - hier wurde mit einer Minibohrmaschine und einem 12 mm Kreissägeblatt nachträglich unter den Schwellen der entsprechende Ausschnitt gemacht.
Zwei der Einfachweichen haben eine leichte Verschachtelung - nachdem die Weichen dann auch mal mit den richtigen Absteckmaßen aufgezeichnet waren, hat sich diese Stelle doch erheblich entspannt. Zunächst bin ich davon ausgegangen, dass die Zunge der zweiten Weiche zwischen dem Herzstück und der letzten Doppelschwelle der ersten Weiche beginnt, aber nach der Korrektur hat sich dass sehr vereinfacht: Weichenende 1 liegt an Weichenanfang 2:

Bild

Etwas trickreich fand ich das Ausrichten der Bahnsinns-Schwellenroste: Bei den EW ist der Steg, der die einzelnen Schwellen verbindet, leider nicht identisch mit der Geraden oder dem Abzweig der Weiche, sondern knickt nach ungefähr 8,5 cm ab und verläuft dann mittig zwischen der Linie für den Abzweig und der Geraden. Zunächst habe ich versucht, einzelne Rippenplatten einzustecken und dann die Teile des Rostes mit einem Schienenprofil "aufzufädeln" und den Rost dann am Stück aufzukleben. Das hat letzten Endes auch funktioniert, führte aber zu etlichen Brüchen des Verbindungssteges und damit zum Aufkleben vieler einzelner Schwellen, weil sich das Schienenprofil eben nicht ganz leicht in die Rippenplatten einfädeln lässt und man einfach nicht genug Finger hat, um alle Schwellen beim Einfädeln zu fixieren.
Bei der zweiten EW habe ich es mir dann einfacher gemacht, ich habe schlicht eine Hilfslinie gezeichnet, auf der die Bohrungen des geraden Stranges liegen müssen, das scheint mir eine praktikablere Möglichkeit; die Hilfslinie ist nur undeutlich zu sehen, ungefähr 14 mm vom unteren Rand des Brettchens:

Bild

Weiter gehts dann beim Gleisbau mit dem Einkleben der Rippenplatten; das wird, wie oben schon erwähnt, diesmal in Serie in allen Weichen und Gleisen passieren. Damit ich die Trassen dann auch mal befestigen kann, muss als nächstes die Topographie mal in Angriff genommen werden: Der Verlauf der Rodach entlang der Gleise muss ebenso wie der kleine Bewässerungsgraben vor dem Erdwall noch aus den Modulkisten geschnitten bzw. gefräst werden, dann werden die Deckel eingeklebt und die Trasse kann zumindest teilweise schon mal fest aufgeklebt werden.

Bis denn
Michael
Zuletzt geändert von Michael K. am Mo 27. Aug 2018, 11:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nordhalben um 1954

#6

Beitrag von Michael K. » Mo 20. Aug 2018, 11:18

Tag auch,

nur ein Kurzupdate:
Die Holzarbeiten nähern sich dem Ende, die grobe Geländekontur ist geschnitten. Hilfreich waren dabei auch die Fotos von Thomas hier aus dem Forum, die er unter viewtopic.php?f=111&t=149382&hilit=nordhalben veröffentlicht hat.
Noch ist nocht viel zu sehen, aber langsam nähert sich der Bauzustand dem Gleisbau, die Trassenbretter sind verklebt, die Rodach ist ausgeschnitten, der Entwässerungsgraben eingefräst, die Holzladeplätze haben ihre Umrandung:

Bild

Die letzten 40 cm fehlen, die waren frisch gestrichen ;) Jetzt wird noch mal gespachtelt, geschliffen und alles lackiert, dann gehts mit dem Gleisbau los.

Bis denn
Michael
Zuletzt geändert von Michael K. am Mo 27. Aug 2018, 11:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nordhalben um 1954

#7

Beitrag von Flo_85 » Di 21. Aug 2018, 07:49

Guten Morgen,

es wäre toll wenn du die Bilder bei einem Hoster hochladen würdest bei dem man nicht registriert sein muss um die Bilder auch in größerer Ansicht sehen zu können. Danke!
Mfg aus Österreich, Flo

Mein Anlagen Tagebuch: viewtopic.php?f=15&t=148671

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Re: Nordhalben um 1954

#8

Beitrag von Michael K. » Di 21. Aug 2018, 08:49

Hi Flo,

Danke für den Hinweis, das war mir nicht klar! Dann muss ich mal Bilder verschieben....

Bis denn
Michael
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Re: Nordhalben um 1954

#9

Beitrag von Michael K. » So 26. Aug 2018, 19:07

Tag auch,

nur ein Bildtest; da es bei Picload nicht mit den Exif-Dateien klappt, ein Test mit Abload:
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild

Es ist etwas weitergegangen...

Bis denn
Michael
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Re: Nordhalben um 1954

#10

Beitrag von Flo_85 » Mo 27. Aug 2018, 08:46

Die Weichen gefallen mir, aber der Bahnhof wirkt sehr stark gestaucht und die Gleise sehr kurz, bleibt das so?
Mfg aus Österreich, Flo

Mein Anlagen Tagebuch: viewtopic.php?f=15&t=148671

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Re: Nordhalben um 1954

#11

Beitrag von Michael K. » Mo 27. Aug 2018, 09:57

Hi Flo,

das liegt an der Perspektive; tatsächlich sind die Weichen und die Gleislängen maßstäblich. Ich tausche mal Stück für Stück die Fotos am Anfang aus, da kann man das auf einigen besser sehen: Die Einfachweichen sind etwa 35 cm lang, die Doppelweichen um die 46 cm. Das mittlere Gleis hat zwischen den Weichen eine Länge von 109 cm, das ist aus dem Blickwinkel kaum zu erkennen. Der Bahnhof hat im Original etwa 240 m Länge, das macht insgesamt etwas mehr als 270cm in H0.
Hier mal ein Bild aus Googlemaps vom heutigen Zustand:
https://www.google.com/maps/search/bahn ... !1e3?hl=de

bis denn
Michael
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Re: Nordhalben um 1954

#12

Beitrag von Michael K. » Fr 28. Sep 2018, 14:36

Guten Tag zusammen,

an den Modulen ist es nur ein wenig am Gleisbau weitergegangen, die letzten 2 Wochen habe ich nur mit Treffenvorbereitungen verbracht, ein Modul und etliche Wagen mussten noch treffentauglich gemacht werden.
Dafür sind meine Bahnhofsgebäude von MBZ eingetroffen und zumindest am Abortgebäude musste ich dann doch mal üben, wie das mit dem gelaserten Karton so klappt. Ursprünglich hatte ich die Gebäude alle mal aus Gips hergestellt, die letzten 2 Umzüge hat aber nur der Güterschuppen überlebt, den ich auch so weiterhin verwenden werde.
Die größte Schwierigkeit habe ich bei der Farbgebung befürchtet, dass ich die neuen Gebäude nicht mehr so hinbekomme - die Farben von damals habe ich natürlich nicht mehr, die Mischungsverhältnisse nirgends aufgeschrieben; zudem war ich mir nicht sicher, ob ich die gleichen Techniken auf den Kartongebäuden anwenden konnte wie auf Gips.
Zunächst mal habe ich alle Teile mit dem Primer von MBZ vorbehandelt, um keine Probleme mit den zum Teil doch stark verdünnten Acrylfarben zu bekommen, Wasser und Karton mögen sich bekanntlich nicht so, dann wurden die Wände mit Uhu-Hart verklebt, an sich trivial, weil die Bausätze auch extrem passgenau sind. Dennoch gibt es ein paar Kleinigkeiten, die man beachten muss: So sind bspw. die Ecksteine zum Teil "durchgeschnitten", daducrh gab es stärkere Fugen als vermutet, auch, weil ich beim verkleben diese Stellen nicht sonderlich beachtet habe:

Bild

Bild

Die Wände wurden hier schon farblich vorbehandelt, bis auf das Holz, das entspricht der ursprünglichen Farbe der Wände; die Fugen der durchschnittenen Ecksteine habe ich mit einem Acrylspachtel aus dem Kunstbedarf geschlossen, aufgetragen mit Zahnstocher und Finger - mit einem Minispachtel ließ sich das deutlich schlechter verarbeiten. Auf der linken Seite sind die Fugen geschlossen, rechts noch nicht:

Bild

Nach der Spachtelaktion ging es ans bemalen; Zuerst wurden die Wände in grau gestrichen, die Ecksteine und Fenstereinfassungen in einem hellen beige-grau, dass dann als Washing auch für die Fugen zum Einsatz kam. Den Grauton des Mauerwerks habe ich im ersten Anlauf allerdings viel zu hell angesetzt, nach dem Washing hellte dass dann so stark auf, dass kaum mehr ein Unterschied zu den eigentlich viel helleren Ecksteinen, Fenster und Türeinfassungen zu sehen war. Also musste da mit einem sehr dunklen Grau noch mal im Drybrush-Verfahren nachgeholfen werden. Verglichen wurde zwischendurch immer wieder mit Fotos vom Original und mit dem bereits fertigen Güterschuppen. Nach einigen Farbkorrekturen passte es dann:

Bild

Bild

Bis denn
Michael

Edit: Manchmal hilft auch 10x aufs Foto gucken nicht - die Steine an den Ecken sind nicht in dem hellgrau, sondern haben die gleiche Farbe wie das restliche Mauerwerk. Beim GS ist es richtig.... :roll:
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Re: Nordhalben um 1954 - Tücken des Gleisbaus

#13

Beitrag von Michael K. » Mi 30. Jan 2019, 12:20

Guten Tag zusammen,

ein wenig sind die Gleisanlagen gewachsen, der Weichen- und Gleisbau geht in die nächste Runde. Das Einfahrtmodul wurde mit Stahlschwellengleis von RST bestückt, der Plan war, danach erst mal alle Gleise zwischen den Weichen zu verlegen und die Weichen schon mal Stück für Stück mit den einfachen Rippenplatten Rp16 dort zu bestücken, wo die dann auch hingehören.
Der Bau der Gleise mit eben diesen Rippenplatten auf Holzschwellenrosten erwies sich dann allerdings als etwas komplizierter als gedacht: Zuerst habe ich nach Schema F das Holzschwellenrost aus dem Rahmen genommen, Rippenplatten eingesetzt und dann versucht, das Code 70 Schienenprofil einzufädeln, wie das bei gewöhnlichen Flexgleisen eben auch ginge. Pustekuchen - die Rp16 sind leider weitgehend maßstäblich, das Code 70 Profil entspricht aber leider am Fuß so gar nicht dem S49-Vorbildprofil. Die Folge - nach gut 5 Stunden waren gut 50 cm fertig, mit etlichen Brüchen des Verbindungssteges in den Holzschwellen. Die beste Methode ist also eindeutig die im grünen Hp1 beschriebene - Gleisrost für Gleisrost vorgehen, die Roste auch erst im Rahmen lassen und das Profil immer nach 2-3 Rippenplatten nachfädeln, wie hier im Bild:

Bild


So ging´s deutlich besser, also wurden erst mal auf dem 1. Modul Gleise geklebt. Dummerweise kam mir dabei der Verdacht, dass in der Verbindung der Doppelweiche der Einfahrt und der ersten EW irgendwas nicht stimmen konnte. Also wurde die DW provisorisch bestückt und die Verbindung überprüft - und tatsächlich war die Zwischengerade keine Gerade, sondern wäre ein Gegenbogen geworden - hier etwas schlecht zu erkennen der leichte Knick in der Verbindung:

Bild

Bild

Zuerst hatte ich einen Fehler in den Schwellen nach der letzten Doppelschwelle im Abzweig vermutet, also wurden die entfernt; zwar war dort beim aufkleben tatsächlich ein Fehler entstanden, so dass das Gleis hier einen leichten Bogen hatte, allerdings war das noch nicht die komplette Lösung, in der Verbindung gab es immer noch eine deutliche Verschiebung:

Bild

Des Rätsels Lösung war schließlich die Position der Weichen. Um einen Parallelgleisabstand von 63,2 mm hinzubekommen und die Weichen mit einer Zwischengeraden zu verbinden, mussten die Weichen um gut 2 cm verschoben werden. Hier muss mir ein Fehler beim Anzeichnen der Absteckmaße unterlaufen sein, möglicherweise habe ich die Maße von 190 1:6,6 anstelle der 190 1:7,5 verwendet, der Fehler wiederholt sich jedenfalls in allen Verbindungen zwischen EW und DW, also müssen alle nachgearbeitet werden. Nach der Verschiebung passte es dann:

Bild

Bis denn
Michael
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Nordhalben um 1954 - Lokschuppen am Strom

#14

Beitrag von Michael K. » Fr 1. Feb 2019, 12:35

Tag zusammen,

in kleinen Schritten vorwärts, in diesem Fall mit kleinen Eisen. Der Lokschuppen in Nordhalben soll natürlich auch befahrbar werden, also ging es erstmal dort mit der Gleisverlegung weiter. Ursprünglich hatte ich ja Gipsgebäude geplant, die meisten Abgüsse haben aber die letzten Umzüge nicht überlebt, dann sind mir die hervorragend gemachten Laserbauten von MBZ vor die Augen und später nach einem Tausch (mit Zahlen bedrucktes Papier gegen ausgelaserten Karton) auch in die Finger gekommen.
Das Gleis im Schuppen muss natürlich auch in der Höhe und nach Einbau der Kleineisen oder Rippenplatten mit den Gleisanschlüssen aussen übereinstimmen; glücklicherweise ist der Kartonboden genau so dick wie die verwendeten Holzschwellen, so das beides mit der üblichen Unterlage von 2mm starken Sperrholzplatten passt.
Der Einbau der Rippenplatten im Karton hat aber auch einige Eigenheiten; zunächst wurde gebohrt, hier empfiehlt sich das Anzeichnen einer Mittellinie und einer Schablone für den Abstand, um auf die 16,5 mm zu kommen; in meinem Fall habe ich ein Stück Schwellenrost genommen und nochmals durch die Bohrlöcher gebohrt. Dann habe ich die Rippenplatten eingesetzt, mit einem Schienenprofil ausgerichtet und - beim ersten Profil - festgeklebt, was sich später als weniger schlau entpuppte: Nachdem nämlich das Kabel ans Schienenprofil angelötet war, liess es sich kaum wieder in die Kleineisen fädeln, weil zweichen Profil und Boden nicht genug Platz blieb. Entsprechend wurden einige der Kleineisen bei dem Versuch wieder aus dem Boden gehebelt, die ich dann nachträglich wieder in die Bohrungen gefummelt habe. Bei den übrigen 3 Schienen wurden also erst die Kleineisen aufgefädelt, dann das Kabel angelötet und die Kleineisen mit der Pinzette an den passenden Platz geschoben und das Profil aauf ganzer Länge eingedrückt, erst dann wurde geklebt:

Bild

Danach konnten die Untersuchungsgruben verklebt werden - die Ränder hätten sonst die Bohrlöcher der Kleineisen verdeckt und ich hätte von unten nicht mehr kleben können:

Bild

Ob das funktioniert, musste natürlich erst mal ausgiebig mit einer der beiden zukünftigen Bewohnerinnen, 98.10, geprüft werden:

Bild

Bild

Bild

Bei der Fotografiererei ist mir noch ein Fehler ins Auge gesprungen - die Fräsung des Entwässerungsgraben links neben dem Schuppen (dort, wo die 2 Schwellen etwas unmotiviert in der Gegend liegen) ist in dem Bereich zu weit von der Böschung entfernt und zu nah am Gleis, hier müsste noch ein ca. 16 x 5 cm großer Kohlebansen hin, der passt derzeit nicht. Also muss ich die Oberfräse noch mal ansetzen und hoffe, damit die Böschung nicht allzusehr zu schreddern.
Zum Schluss noch ein Bild des Kohlekrans, der mir etwas Kopfzerbrechen bereitet; leider existiert der Kran heute nicht mehr, entsprechend sind auch kaum Bilder zu bekommen. Dieses Foto habe ich aus dem Buch "Die Rodachtalbahn" abfotografiert, dennoch sind Details nur schwer auszumachen:

Bild
(Aus: Die Rodachtalbahn, Ralph Ellinger, Sammlung Wolfgang Clössner, S. 128)

Hier werde ich mal testbasteln müssen, um da etwas ähnliches hinzubekommen. Falls jemand über Fotos von einem solchen oder ähnlichen Kran verfügt, wäre ich sehr dankbar, jede Perspektive ist hilfreich.

Bis denn
Michael
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Re: Nordhalben um 1954

#15

Beitrag von Rheingold 1928 » Sa 2. Feb 2019, 09:45

Hallo Michael
ja das sieht doch schon mal super aus,der Lokschuppen,die Gleise usw.ich bin jedes mal gespannt wenn du neue Bilder zeigst und ich warte darauf wie es bei dir mit dem Weichenbau weiter geht,bei mir geht es heute ein wenig weiter.
Mal eine Frage:Wie willst du später deine Weichen stellen ,mit Servos oder mechanisch mit Zugstange vom Rand aus also ich tendiere zu mechanisch.
Gruß Thomas
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Re: Nordhalben um 1954

#16

Beitrag von Michael K. » Sa 2. Feb 2019, 10:54

Hallo Thomas,

Danke ;)
Die Frage mit den Stelleinrichtungen habe ich noch nicht so richtig für mich beantwortet, wenn ich ehrlich bin. Das hängt auch ein wenig mit der Polarisation zusammen: Für gewöhnlich polarisiere ich die Zungen ebenfalls, so das immer nur die befahrene Zunge Spannung hat. Das ist bei den Bahnsinnsweichen jetzt ohnehin etwas speziell, weil es da erst ab der Doppelschwelle vor dem Herzstück möglich ist, da Flügelschienen und Herzstück über das Futterstück elektrisch verbunden sind. Dafür wäre die einfachste Möglichkeit über Servos, weol ich da eine Elektronik mit 2 Umschaltern habe, mit der sich das einfach umsetzen lässt. Mechanisch wäre mir allerdings lieber, da denke ich gerade über eine Konstruktion nach, wie sich 2 Umschalter leicht zeitversetzt bedienen lassen. Eine Idee dafür habe ich, muss ich mal testen. Richtig toll wären allerdings geschlüsselte Weichen, aber in das Thema muss ich mich komplett einlesen ;)
Der Weichenbau wird noch einige Zeit dauern, die Weichen werden Stück für Stück mit Rippenplatten in Serie ausgestattet, also jede Plattenform wird auf allen Weichen eingebaut anstatt Weiche für Weiche zu bauen. Und wenn schon mal Gleise dazwischen liegen, motiviert das hoffentlich zusätzlich ;)

Bis denn
Michael
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Re: Nordhalben um 1954

#17

Beitrag von Buh » Sa 2. Feb 2019, 14:35

Moin,

Mechanische Verstellung lässt sich auch nachträglich noch " Verschlüsseln". Und über Stellstangen lassen sich auch Schalter sehr unterschiedlich betätigen.

Ich steuere meine Weichen jetzt seit 20 Jahren mechanisch, mit Servos würde ich nicht mehr anfangen...

Grüße
Buh
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Re: Nordhalben um 1954

#18

Beitrag von Michael K. » Sa 2. Feb 2019, 16:36

Hallo Buh,

so wollte ich auch weitgehend vorgehen, erst mal mechanisch, später mit Schlüsselwerk. Bei den ersten Testeinsätzen in Arrangements wird der Bahnhof sowieso erstmal mit Fdl (also mir :wink: ) betrieben, um Fehler zu finden. Das ist bei Fremo:87 immer etwas tückisch, selbst wenn im heimischen Betrieb alles läuft....

Bis denn
Michael
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Re: Nordhalben um 1954

#19

Beitrag von Expat » Sa 2. Feb 2019, 21:42

Hallo Michael,

Neben Thomas' also nochmals Nordhalben - ein Bahnhof der ja auch wirklich nur so zum Nachbau einlädt. Deine bislang schon gezeigte Details, der hohe Um-/Selbstbauanteil und das offensichtliche Vorbildstudium sind sehr vielversprechend. Es wird spannend zu sehen wie sich die beiden Nordhalben entwickeln werden.
Vielleicht - nein, hoffentlich - kann ich deinen Bahnhof dann auch bei einem Fremotreffen "live" erleben. Muß ich dann nur auch "hinfinden".

Gutes Gelingen weiterhin und beste GRüße

Uli
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Re: Nordhalben um 1954

#20

Beitrag von Michael K. » Mo 4. Feb 2019, 13:12

Hallo Zusammen,

@ Uli: Ich befürchte, dieses Jahr wird der noch nicht treffentauglich werden, aber ich halte Dich auf dem Laufenden :wink:

Dank der Modellbahner bei den Eisenbahnfreunden Rodachtalbahn gibt es weitere Details zur Bekohlung: Der Hauptträger des im Foto zu sehenden Krans besteht aus zwei Schienenprofilen, die fußseitig zusammen stehen. Das ist eindeutig belegbar mit einem Foto des Fundaments, das man mir zugeschickt hat und das ich gerne hier einstelle, sobald ich das ok. der Eisenbahnfreunde dazu habe.
Diese Woche bin ich leider etwas eingespannt und dann gehts erst mal in den Urlaub, es kann also etwas dauern mit Fortschritten.
Edit: Bild eingefügt mit freundlicher Genehmigung von Joachim Fischer von den Eisenbahnfreunden Rodachtalbahn:

Bild

Bis denn
Michael
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Re: Nordhalben um 1954

#21

Beitrag von Michael K. » Mi 6. Feb 2019, 20:14

Guten Tag Zusammen,

auch, wenn eigentlich Gleisbau angesagt ist - der Fehler mit dem Entwässerungsgraben will korrigiert werden, also muss mal eine Grundlage für den Kohlebansen her. Und wenn das Brettchen schon mal gesägt ist, wollte ich auch mal einen Versuch für den Kran starten. Die Maße habe ich aus dem Bild mit der Lok entnommen, wobei ich die Abmessungen meiner 98.10 mit der im Bild zu sehenden 98.11 gleichgesetzt habe. Für den Hauptträger habe ich noch rumliegende Code 83 Profile genommen, der Ausleger entstand aus 0,8 mm Rohr, das ebenfalls in einer Bastelkiste schlummerte.

Bild

Mit den Profilen bin ich noch nicht ganz zufrieden: Wenn ich die Abmessungen aus dem Foto zugrunde legen, dürfte der Hauptträger maximal 3 mm breit sein. Das entspräche bestenfalls Code 55 oder sogar Code 40 Profil; für die Gleise verwende ich Code 70. Vermutlich wurden Reste der real existierenden Schienen verbaut, da muss ich noch mal einen Versuch mit Code 70 machen und die optische Wirkung überprüfen.
Erstmal habe ich das Kran-Rudiment in die Bodenplatte des Kohlebansens eingelassen...

Bild

...und das dann noch mit Lok:

Bild

Gut, die Perspektive des Vorbildes habe ich nicht getroffen, aber zumindest der Eindruck kommt hin. Den Entwässerungsgraben muss ich noch mal verlegen, möglicherweise muss auch der Wall etwas kleiner werden.

Bis denn
Michael
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Re: Nordhalben um 1954

#22

Beitrag von Claus B » So 3. Mär 2019, 15:33

Hallo Michael,

wie ich Dir gestern versprochen habe werde ich mal ein paar Zeilen hier schreiben. Also, da Du ja meinen Thread kennst, so sehe ich hier einen Gleisbau der mir die Sprache verschlägt. Um ehrlich zu sein - so etwas bekomme ich nicht mehr hin. Da bei mir schon das 'Alterszittern' anfängt mache ich mir schon Gedanken wie lange meine motorischen Fähigkeiten selbst für die Art in der ich ich baue ausreichen. Ich bin auch in Deinen Lokumbauthread gegangen und auch dort war ich von den Bildern Deiner Arbeit begeistert. Hast Du bei der Lok auch das Getriebe geändert?
Hut ab, das was Du hier zeigst ist schon großes Kino. :gfm:
Ich bin gespannt wie es hier weitergeht und stelle mal den Fuß in die Tür um immer mal wieder herein zu schauen.

Weiterhin viel Spass am gemeinsamen Hobby
Glück auf und bis demnächst aus Essen Altenbeck Bild
Grüße aus dem Ennepe-Ruhr Kreis
Claus B

Mein aktuelles Projekt: Essen Altenbeck - Baubericht!
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Re: Nordhalben um 1954

#23

Beitrag von Michael K. » Di 5. Mär 2019, 10:52

Hallo Zusammen,

@Claus: Dankeschön! Der Gleisbau ist schon ein ziemlicher Schlauch, als ich im Oktober 2017 nach der 5jährigen Pause wieder angefangen habe, gehörte fluchen zum Tagesgeschäft und kurzfristig habe ich darüber nachgedacht, doch zu "Fine" zu wechseln :lol:
Mittlerweile geht's, wenn auch seeeehr langsam, Scharping-Gleisbau, sozusagen...

Ein kleines Update: Der Lokschuppen hat ein bisschen Farbe bekommen, leider haben sich die Kartonwände dabei deutlich verzogen, obwohl ich sie mit der empfohlenen Grundierung vorbehandelt habe. Den Boden des Lokschuppens habe ich auf 2mm Sperrholz geklebt, das mit 14 M3-Schrauben im Modul befestigt werden soll, damit das Ganze abnehmbar bleibt; auch der Boden hat sich leider etwas gewölbt, trotz mehrfacher Behandlung mit Bootslack. Hier muss ich vorläufig erst mal schauen, wie das wieder gerade zu bekommen ist, derzeit ist es erstmal plan auf der Modulplatte befestigt. Die Gleise zum Lokschuppen liegen und sind getestet, der nächste Schritt werden die Rampe und die Straße:

Bild

Bild

Die genaue Form der Rampe ist noch etwas unklar: Das Kopfstück ist aus Beton und weist rechts und links die kleinen "Höcker" auf, der Rest der Rampe hat die mutmaßlich nicht. Leider ist das Bildmaterial diesbezüglich sehr spärlich, wirklich zu sehen ist das Teil nur auf einem Foto vom Bau, also um 1901, im Buch "Die Rodachtalbahn", da scheint aber auch die Betonmauer zu fehlen oder ein anderes Profil zu haben. Zusätzlich wird die Rampe noch in der Schräge von der Straße geschnitten, die hier schon ganz leicht ansteigt. Also muss ich die Straße hier schon mal legen, um zu einer endgültigen Fassung zu kommen, vorläufig steht hier ein Styrodurdummie. Insgesamt kommt die Höhe einigermaßen hin, vielleicht 3-4 mm könnte das noch "tiefergelegt" werden, wenn ich die Ladefläche des Rms31 als Referenz nehme und noch die Dicke des später aufzutragenden Spachtels berücksichtige:

Bild

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Re: Nordhalben um 1954

#24

Beitrag von Michael K. » So 10. Mär 2019, 21:03

Hallo Zusammen,

am Wochenende gabs ein Fremo-Basteltreffen in der Nähe, an dem ich mich meinem "Angstgegner" widmen konnte - die Doppelwweichen nur mit Ausssenprofilen sind doch etwas mager, da wollte ich jetzt mal ran. Und was ist da besser als ein Wochenende, an dem die geballte Schwarmintelligenz in der Nähe ist :lol:
So sah diie Weiche am Donnerstag aus - die Rampe musste ich für den Eindruck auch noch etwas verfeinern:

Bild

Die Betonwand der Rampe ist einfach aus geprägtem und bemalten Styrodur entstanden.
Bei der Weiche habe ich zunächst mal alle Herzstücke geschliffen und die Futterstücke aufgesetzt, danach habe ich mich Stück für Stück vorgearbeitet:

Bild

Die kurz aufeinanderfolgenden Herzstücke haben noch eine besondere Tücke: Das vordere Herzstück, rechts im Bild, ist deutlich kürzer. Das ist mir est während des Bauens aufgefallen, deshalb sind die Flügelschienen wieder raus bzw. ist die einzelne Flügelschiene bereits in der korrekten Länge. Hier muss ich noch schauen, wie das Futterstück entsprechend gekürzt werden kann:

Bild

Die Zungen sind Gelenkzungen von RST, ebenso die Isolierstöße, die ich verbaut habe. Elektrisch wird die Weiche auch noch einige Herausforderungen bieten, da alle Rippenplatten aus Messing sind. Für die DW 190 1:7,5 gibt es nur Zeichnungen mit Gelenkzunge; zwar findet man etliche Fotos von DW mit Federzunge, allerdings meist 190 1:9:

Bild

Bild

Die Weiche ist erst mal nur provisorisch bestückt; etliche Rippenplatten müssen noch zusammengestückelt werden, die Spur muss überall korrekt eingestellt werden, Isolierungen und Spannungsversorgung muss ich auch noch genau festlegen - und natürlich fehlen noch etliche Feinheiten, Stützknaggen, Radlenker, Verschraubungen und viele Kleinigkeiten mehr. Zumindest sieht sie nach 20 Stunden schon mal wie eine Weiche aus:

Bild

Bis denn
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Thoralf
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Gleise: Tillig Elite
Deutschland

Re: Nordhalben um 1954

#25

Beitrag von Thoralf » So 10. Mär 2019, 22:23

So schön, das könnte man sich auch gerahmt & verglast als Kunstwerk an die Wand hängen... perfekt!
Bin gespannt wie das dann fertig, eingeschottert und patiniert aussieht!
Die Kleinbahn Erfurt - Tannenroda
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