Nordhalben um 1954

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Michael K.
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Nordhalben um 1954

#1

Beitrag von Michael K. » So 22. Jul 2018, 17:02

Guten Tag allerseits,

ich möchte mein eigentlich schon langjähriges Projekt hier mal kurz vorstellen und hier eine Art öffentliches Bautagebuch anlegen - schließlich wird das Gedächntnis nicht besser, und wenn ich wieder 5 Jahre Pause mache, muss ich bestimmt irgendwo nachlesen, wie ich mir das mal gedacht habe :fool:
Ich orientiere mich mal etwas freier am Planungsfragebogen:

1. Nordhalben, Spurweite 16,5mm, H0, Gleise im Selbstbau, Material von Bahnsinn und RST-Modellbau, digital (DCC), Steuerung/Betrieb per Handregler 1:1, also eine Person, ein Zug, Schwerpunkt Rangieren, Module nach Fremo87-Norm.

2. "Heimisches" Anlagenprofil:
In meiner bescheidenen Hütte stehen mir etwa 4,90 x 3,5 m zur Verfügung, die ich mehr oder weniger ausnutze.
Die Anlage wird L-förmig aus o.g. Modulen gebaut und auf ein Regal gestellt (Ivar), weils mit der Modultiefe von 50 cm harmoniert. Die Bahnhofssegmente nehmen mit dem Einfahrmodul (mit Fremo-Kopfprofil) eine Gesamtlänge von 3,6m ein, wobei der Bahnhof selbst auf Segmentkästen von 2,8 m unterkommt. Im Anschluß daran folgt ein 80 cm Anlagenteil mit F02-Profil, daran schließen nicht Fremo87-taugliche Kurvenmodule mit 1000 mm Radius an, die Kurve kommt so auf insgesamt 1,25 x 1,25 m, am Ende ist ein Fiddleyard mit 4 festen Gleisen und einer Tauschkasette von etwa 1,3 Metern.

3. Hintergrund
Die Bahnlinie, die zum Bahnhof führt, ist eine klassische Nebenbahn, die der eine oder andere vielleicht als Rodachtalbahn kennt und die von Kronach zum Endbahnhof Nordhalben führt; Die Vorbildstrecke hat zwar Steigungen und auch Gefälle, da es sich aber um Fremo-Module handelt, werden die nicht gebaut.
Der Bahnhof soll eine maßstäbliche Interpretation des Bahnhofes Nordhalben zu Beginn der 1950er Jahre werden, wobei der Fahrzeugeinsatz den Zeitraum von etwa 1950 bis Mitte der 1960er Jahre wiederspiegelt.
Interpretation deshalb, weil der Bahnhof zu der Zeit tatsächlich noch über bayrischen Oberbau, genauer bayrische X 1:8 Weichen verfügte. Ich verwende stattdessen den sogenannten Reichsbahnoberbau K und 190 1:7,5 Weichen, die auf den ersten Blick eine ähnliche Geometrie wie die X 1:8 Weichen haben (auf den zweiten Blick komme ich gleich...) . Reichsbahnweichen wurden in Nordhalben erst mit dem Rückbau des Bahnhofes eingebaut, bei dem Rückbau wurden u.a. alle Doppelweichen entfernt (die vor dem Lokschuppen wurde durch den Verein Rodachtalbahn später wieder eingebaut)
Der Vorbild-Bahnhof liegt im Tal unterhalb der Ortschaft Nordhalben, so dass hier nur spärliche bzw. ausschließlich Bahnbauten vorkommen: Da der Bahnhof zu Beginn auch über ein eigenes kleines Betriebswerk verfügte, stehen hier neben EG, Stückgutschuppen und Abort auch ein zweiständiger Lokschuppen und eine recht große Bekohlungsanlage, die um 1950 auch mit einem recht eigentümlichen Kran versehen war. Das Auffüllen der Wassertanks erfolgte über einen Pulsometer direkt im Lokschuppen.
Prägend sind die beiden großen Holzladeplätze, einer direkt am Bahnhof, ein zweiter angebunden über eine Weiche in der Schräge (o.g. Modul, dass nur auf Treffen zum Einsatz kommt.
Nordhalben ist 1900 in Betrieb gegangen und existiert bis heute, wenn auch jetzt als Inselbahn, die durch einen rührigen Museumsbahnverein am Leben erhalten wird. Der heutige Bahnhof sieht deutlich anders aus als der ursprünglich gebaute, auch hier hat die DB in den 1970ern reichlich rückgebaut, bis dann in den 1980ern die Stilllegung kam.

Auch in den Jahren vorher hat es offenbar Umbauten gegeben, die allerdings in keinem Gleisplan berücksichtigt wurden: Der ursprüngliche Gleisplan der K.Bay.St.EB gibt ebenso wie ein Plan der DB nicht die tatsächliche Weichenlage der 1. Doppeltweiche wieder, womit ich sozusagen zum 2. Blick bezüglich der ähnlichen Geometrie komme: Sowohl im Ursprungsplan wie auch in einer späteren DB-Fassung ist die Einfahrt-DW als rechts/links Weiche gezeichnet, auf alten Fotos kann man aber ab spätestens 1931 sehen, dass dort eine links/rechts Weiche verbaut ist, allerdings ohne den übrigen Oberbau bzw. die Lage der anderen Weichen zu ändern.
Hier liegt eine echte Tücke, vor allem im Bezug auf meine Interpretation: Bei der Geometrie der X 1:8 Weichen lässt sich die Weiche problemlos drehen, die übrigen Weichen sind davon nicht betroffen. Baut man allerdings die doch um einiges längere DW 190 1:7,5 mit dem Abzweig links/rechts ein, verschieben sich sämtliche andere Weichen im Einfahrtbereich deutlich, vor allem das Gleis an der Kopframpe wird stark verkürzt.
Zur Verdeutlichung habe ich hier eine Skizze angefertigt, die (von unten nach oben) 1. den ursprünglichen bayrischen Oberbau mit einer DW rechts/links, 2. den bayrischen Oberbau mit einer DW links/rechts, 3. den Oberbau mit einer DW 190 1:7,5 rechts/links und schließlich 4. den Einfahrtbereich mit einer DW 190 1:7,5 links/rechts zeigt:
Skizze Weichenvergleich.pdf
Anhand der Skizze kann man recht gut sehen, dass die Fassung mit der Reichsbahnweiche links/rechts die größten Verschiebungen im gesamten Arrangement ergibt. Daher habe ich mich entschieden (schließlich ist es ja eh eine Interpretation), dass beim fiktionalen Umbau auf Reichsbahnweichen der Ursprungsplan wiederhergestellt wurde. Für mein Empfinden wird so die Charakteristik des Einfahrbereiches am ehesten gewahrt, auch wenn die Einfahrweiche bezogen auf den echten Zustand zu der Zeit "falsch herum" liegt.

Der gesamte Gleisplan sieht daher jetzt so aus:
NHglp.pdf
Der Fahrzeugeinsatz wird Nebenbahntypisch sein; auf der Rodachtalbahn waren Loks der Baureihen 98.8 (erste und zweite Bauserie, hier der unvollendete Umbaubericht zu einer 98.8 der ersten Serie: viewtopic.php?f=27&t=49320&p=1820984#p1820984) und 98.11 (die leider bisher noch von keinem Hersteller berücksichtigt wurde, ich hoffe auf einen Bausatz) im Einsatz, später kamen dann VT 95 und V100.1 dazu, bei den Personenwagen liefen 2- und 3-achsige bayrische Wagen, Donnerbüchsen und 3-achsige Umbauwagen, der Güterverkehr wurde in erster Linie mit verschiedenen Rungenwagen, Drehschemelwagen, O-Wagen und Stückgutwagen bestritten. Für den späteren Fremo-Betrieb wird der Warenein- und Ausgang noch genauer bezeichnet, belegen lässt sich aber in jedem Fall, dass Schiefertafeln und Griffel, geklöppelte Spitze und Holz zu den "Nordhalbener Exportschlagern" gehörten.
Ausser den genannten Fahrzeugen werden noch Loks der Baureihe 64 in verschiedenen Varianten, BR 86, V80, VT98, ein Vorserien VT95 und eine 98.10 zum Einsatz kommen.

4. Derzeitiger Stand
Die Bahnhofssegmentkästen sind im Rohbau fertig, 2 der insgesamt 7 Weichen sind zu etwa 80% fertiggestellt; die restlichen 20% sind Feinarbeiten, die am Schluß gesammelt bei allen Weichen eingebaut werden, also solche Dinge wie Verschraubungen, Klammerspitzenverschlüsse und ähnliches. Über den Fortschritt werden ich immer mal wieder berichten....

Bis denn
Michael
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Fremo:87, Bahnhof im Bau: Nordhalben


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Re: Nordhalben um 1954

#2

Beitrag von JoachimW » Mo 23. Jul 2018, 07:54

:gfm:


Gruß
Joachim

P.S. Die bay. Weichen von Paul kamen nicht in Betracht?


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Re: Nordhalben um 1954

#3

Beitrag von Michael K. » Mo 23. Jul 2018, 10:28

Hallo Joachim,

das ist gerade durch die Zeichnungen ein wenig in die Betrachtung gerückt :wink:
Allerdings hatte ich vor Jahren, als ich damit angefangen hatte, mit Willy und Paul die Umsetzung mit den 1:7,5er Weichen recht intensiv besprochen und in Neuhaus dann einen Großeinkauf mit entssprechendem Material getätigt. Deshalb hadere ich gerade etwas mit dem Gedanken, dass wieder alles umzuwerfen und komplett von vorne zu beginnen.
Als Gedankenspiel ist das aber noch nicht ganz abgeschlossen :roll:

Bis denn
Michael
Fremo:87, Bahnhof im Bau: Nordhalben


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Re: Nordhalben um 1954

#4

Beitrag von Michael K. » Di 24. Jul 2018, 09:59

Tag zusammen,

allzuviel zu sehen ist noch nicht; hier einmal die Modulgruppe zum Bahnhof:

Bild

....und die Lageproben der Weichen bszw. Weichenroste zur etwas abstrakten Erklärung oben am real existierenden Modul, einmal mit einer DW 190 1:7,5 links/rechts als Einfahrweiche:

Bild

...und einmal mit der Version, die auch im Gleisplan gezeichnet ist, also einer DW 190 1:7,5 rechts/links:

Bild

Fotografiert im Garten, leider ohne den Kunstlichtfilter auf Sonnenschein umzuschalten, deshalb der leichte Blaustich. Der Weichenbau wird sich vermutlich vorläufig etwas hinziehen, das ist einfach kein Wetter für die dunkle Bastelhöhle - und die Kleinteile sind definitiv gartenuntauglich :fool:

Bis denn
Michael

Edit: Bildlinks geändert
Zuletzt geändert von Michael K. am Mo 27. Aug 2018, 09:59, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Nordhalben um 1954

#5

Beitrag von Michael K. » Mo 6. Aug 2018, 11:08

Hallo Zusammen,

ein bisschen ist es weitergegangen; vornehmlich wurde Holzbau betrieben bzw. die schönen glatten Modulflächen erst mal wieder mit Löchern für die zukünftige Stellmechanik versehen und damit auch die endgültige Position der Weichen festgelegt; aus 2mm Sperrholz entstanden die Trassenbretter für fast sämtliche Gleise im Bahnhof, die Weichenroste wurden aufgeklebt.
Ich habe mich dafür entschieden, innerhalb des Bahnhofes nur Holzschwellen zu verbauen, weil es mir vom Gesamteindruck her doch stimmiger erscheint als zwischen den Weichen Stahlschwellengleis zu legen; Stahlschwelle wird also nur im Einfahrbereich bis zur ersten Weiche liegen.
Hier ein kleiner Eindruck, was es am Ende werden soll:

Bild

Bild

Bild

Die Fotoqualität im schattigen Garten aus freier Hand ist ein bisschen fragwürding, allerdings möchte ich angesichts der allgemeinen Wetterlage im Moment auf meine "Bastelkammer in Südlage" verzichten, da riskiere ich lieber verlorene Rippenplatten auf der Wiese ;)
Derzeit ist der Plan, die Weichen in "Serienfertigung" anzugehen statt - wie bisher - jede Weiche einzeln zu bauen. Also habe ich zunächst für alle Weichen oben genannte Trassenbrettchen gesägt, Anpassungen für die jeweilige Lage vorgenommen und die Schwellenroste aufgeklebt. Die Brettchen haben auch sofort den Ausschnitt für die Stellmechanik bekommen, dabei verwende ich die Teile, die Michael Weinert mal vor Jahren angeboten hat, weil dort die korrekte Bewegung der Zungen bereits in der Mechanik eingebaut ist. Damit kann also der Klammerspitzenverschluss funktionslos bleiben, die Zungen bewegen sich dann trotzdem "richtig". Die Mechanik ist ausserdem recht klein, so dass man das bequem in ein schmales Brettchen einsägen kann:

Bild

Bild

Bei den ersten Weichen habe ich das natürlich vergessen - hier wurde mit einer Minibohrmaschine und einem 12 mm Kreissägeblatt nachträglich unter den Schwellen der entsprechende Ausschnitt gemacht.
Zwei der Einfachweichen haben eine leichte Verschachtelung - nachdem die Weichen dann auch mal mit den richtigen Absteckmaßen aufgezeichnet waren, hat sich diese Stelle doch erheblich entspannt. Zunächst bin ich davon ausgegangen, dass die Zunge der zweiten Weiche zwischen dem Herzstück und der letzten Doppelschwelle der ersten Weiche beginnt, aber nach der Korrektur hat sich dass sehr vereinfacht: Weichenende 1 liegt an Weichenanfang 2:

Bild

Etwas trickreich fand ich das Ausrichten der Bahnsinns-Schwellenroste: Bei den EW ist der Steg, der die einzelnen Schwellen verbindet, leider nicht identisch mit der Geraden oder dem Abzweig der Weiche, sondern knickt nach ungefähr 8,5 cm ab und verläuft dann mittig zwischen der Linie für den Abzweig und der Geraden. Zunächst habe ich versucht, einzelne Rippenplatten einzustecken und dann die Teile des Rostes mit einem Schienenprofil "aufzufädeln" und den Rost dann am Stück aufzukleben. Das hat letzten Endes auch funktioniert, führte aber zu etlichen Brüchen des Verbindungssteges und damit zum Aufkleben vieler einzelner Schwellen, weil sich das Schienenprofil eben nicht ganz leicht in die Rippenplatten einfädeln lässt und man einfach nicht genug Finger hat, um alle Schwellen beim Einfädeln zu fixieren.
Bei der zweiten EW habe ich es mir dann einfacher gemacht, ich habe schlicht eine Hilfslinie gezeichnet, auf der die Bohrungen des geraden Stranges liegen müssen, das scheint mir eine praktikablere Möglichkeit; die Hilfslinie ist nur undeutlich zu sehen, ungefähr 14 mm vom unteren Rand des Brettchens:

Bild

Weiter gehts dann beim Gleisbau mit dem Einkleben der Rippenplatten; das wird, wie oben schon erwähnt, diesmal in Serie in allen Weichen und Gleisen passieren. Damit ich die Trassen dann auch mal befestigen kann, muss als nächstes die Topographie mal in Angriff genommen werden: Der Verlauf der Rodach entlang der Gleise muss ebenso wie der kleine Bewässerungsgraben vor dem Erdwall noch aus den Modulkisten geschnitten bzw. gefräst werden, dann werden die Deckel eingeklebt und die Trasse kann zumindest teilweise schon mal fest aufgeklebt werden.

Bis denn
Michael
Zuletzt geändert von Michael K. am Mo 27. Aug 2018, 11:18, insgesamt 1-mal geändert.
Fremo:87, Bahnhof im Bau: Nordhalben


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Re: Nordhalben um 1954

#6

Beitrag von Michael K. » Mo 20. Aug 2018, 11:18

Tag auch,

nur ein Kurzupdate:
Die Holzarbeiten nähern sich dem Ende, die grobe Geländekontur ist geschnitten. Hilfreich waren dabei auch die Fotos von Thomas hier aus dem Forum, die er unter viewtopic.php?f=111&t=149382&hilit=nordhalben veröffentlicht hat.
Noch ist nocht viel zu sehen, aber langsam nähert sich der Bauzustand dem Gleisbau, die Trassenbretter sind verklebt, die Rodach ist ausgeschnitten, der Entwässerungsgraben eingefräst, die Holzladeplätze haben ihre Umrandung:

Bild

Die letzten 40 cm fehlen, die waren frisch gestrichen ;) Jetzt wird noch mal gespachtelt, geschliffen und alles lackiert, dann gehts mit dem Gleisbau los.

Bis denn
Michael
Zuletzt geändert von Michael K. am Mo 27. Aug 2018, 11:21, insgesamt 1-mal geändert.
Fremo:87, Bahnhof im Bau: Nordhalben


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Re: Nordhalben um 1954

#7

Beitrag von Flo_85 » Di 21. Aug 2018, 07:49

Guten Morgen,

es wäre toll wenn du die Bilder bei einem Hoster hochladen würdest bei dem man nicht registriert sein muss um die Bilder auch in größerer Ansicht sehen zu können. Danke!
Mfg aus Österreich, Flo

Mein Anlagen Tagebuch: viewtopic.php?f=15&t=148671


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Re: Nordhalben um 1954

#8

Beitrag von Michael K. » Di 21. Aug 2018, 08:49

Hi Flo,

Danke für den Hinweis, das war mir nicht klar! Dann muss ich mal Bilder verschieben....

Bis denn
Michael
Fremo:87, Bahnhof im Bau: Nordhalben


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Re: Nordhalben um 1954

#9

Beitrag von Michael K. » So 26. Aug 2018, 19:07

Tag auch,

nur ein Bildtest; da es bei Picload nicht mit den Exif-Dateien klappt, ein Test mit Abload:
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild

Es ist etwas weitergegangen...

Bis denn
Michael
Fremo:87, Bahnhof im Bau: Nordhalben


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Re: Nordhalben um 1954

#10

Beitrag von Flo_85 » Mo 27. Aug 2018, 08:46

Die Weichen gefallen mir, aber der Bahnhof wirkt sehr stark gestaucht und die Gleise sehr kurz, bleibt das so?
Mfg aus Österreich, Flo

Mein Anlagen Tagebuch: viewtopic.php?f=15&t=148671


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Re: Nordhalben um 1954

#11

Beitrag von Michael K. » Mo 27. Aug 2018, 09:57

Hi Flo,

das liegt an der Perspektive; tatsächlich sind die Weichen und die Gleislängen maßstäblich. Ich tausche mal Stück für Stück die Fotos am Anfang aus, da kann man das auf einigen besser sehen: Die Einfachweichen sind etwa 35 cm lang, die Doppelweichen um die 46 cm. Das mittlere Gleis hat zwischen den Weichen eine Länge von 109 cm, das ist aus dem Blickwinkel kaum zu erkennen. Der Bahnhof hat im Original etwa 240 m Länge, das macht insgesamt etwas mehr als 270cm in H0.
Hier mal ein Bild aus Googlemaps vom heutigen Zustand:
https://www.google.com/maps/search/bahn ... !1e3?hl=de

bis denn
Michael
Fremo:87, Bahnhof im Bau: Nordhalben


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Re: Nordhalben um 1954

#12

Beitrag von Michael K. » Fr 28. Sep 2018, 14:36

Guten Tag zusammen,

an den Modulen ist es nur ein wenig am Gleisbau weitergegangen, die letzten 2 Wochen habe ich nur mit Treffenvorbereitungen verbracht, ein Modul und etliche Wagen mussten noch treffentauglich gemacht werden.
Dafür sind meine Bahnhofsgebäude von MBZ eingetroffen und zumindest am Abortgebäude musste ich dann doch mal üben, wie das mit dem gelaserten Karton so klappt. Ursprünglich hatte ich die Gebäude alle mal aus Gips hergestellt, die letzten 2 Umzüge hat aber nur der Güterschuppen überlebt, den ich auch so weiterhin verwenden werde.
Die größte Schwierigkeit habe ich bei der Farbgebung befürchtet, dass ich die neuen Gebäude nicht mehr so hinbekomme - die Farben von damals habe ich natürlich nicht mehr, die Mischungsverhältnisse nirgends aufgeschrieben; zudem war ich mir nicht sicher, ob ich die gleichen Techniken auf den Kartongebäuden anwenden konnte wie auf Gips.
Zunächst mal habe ich alle Teile mit dem Primer von MBZ vorbehandelt, um keine Probleme mit den zum Teil doch stark verdünnten Acrylfarben zu bekommen, Wasser und Karton mögen sich bekanntlich nicht so, dann wurden die Wände mit Uhu-Hart verklebt, an sich trivial, weil die Bausätze auch extrem passgenau sind. Dennoch gibt es ein paar Kleinigkeiten, die man beachten muss: So sind bspw. die Ecksteine zum Teil "durchgeschnitten", daducrh gab es stärkere Fugen als vermutet, auch, weil ich beim verkleben diese Stellen nicht sonderlich beachtet habe:

Bild

Bild

Die Wände wurden hier schon farblich vorbehandelt, bis auf das Holz, das entspricht der ursprünglichen Farbe der Wände; die Fugen der durchschnittenen Ecksteine habe ich mit einem Acrylspachtel aus dem Kunstbedarf geschlossen, aufgetragen mit Zahnstocher und Finger - mit einem Minispachtel ließ sich das deutlich schlechter verarbeiten. Auf der linken Seite sind die Fugen geschlossen, rechts noch nicht:

Bild

Nach der Spachtelaktion ging es ans bemalen; Zuerst wurden die Wände in grau gestrichen, die Ecksteine und Fenstereinfassungen in einem hellen beige-grau, dass dann als Washing auch für die Fugen zum Einsatz kam. Den Grauton des Mauerwerks habe ich im ersten Anlauf allerdings viel zu hell angesetzt, nach dem Washing hellte dass dann so stark auf, dass kaum mehr ein Unterschied zu den eigentlich viel helleren Ecksteinen, Fenster und Türeinfassungen zu sehen war. Also musste da mit einem sehr dunklen Grau noch mal im Drybrush-Verfahren nachgeholfen werden. Verglichen wurde zwischendurch immer wieder mit Fotos vom Original und mit dem bereits fertigen Güterschuppen. Nach einigen Farbkorrekturen passte es dann:

Bild

Bild

Bis denn
Michael

Edit: Manchmal hilft auch 10x aufs Foto gucken nicht - die Steine an den Ecken sind nicht in dem hellgrau, sondern haben die gleiche Farbe wie das restliche Mauerwerk. Beim GS ist es richtig.... :roll:
Fremo:87, Bahnhof im Bau: Nordhalben

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