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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#1 von Waldbart , 27.12.2016 23:22

Hallo, liebe Forumsgemeinde!

Diese kleine H0-Anlage (180 x 80 cm) ist meine Jugendanlage, welche erst kürzlich wieder ihren Weg zu mir gefunden hat.
Da meine Oma aus gesundheitlichen Gründen ihre Wohnung aufgeben musste, musste auch ein Platz für die, seit vielen Jahren in ihrem Keller eingelagerte, Modellbahn-Anlage gefunden werden. Jetzt steht sie bei mir im Hobbyraum.

Ich habe die Anlage in den 1990er Jahren (genaues Datum muss ich erst noch recherchieren), im Alter von 15-18 Jahren, zusammen mit meinem Vater, als Ausstellungsanlage für unseren damaligen Werneuchener Modelleisenbahnclub gebaut.

Zur Orientierung, hier zunächst mal der Gleisplan:



Zwei Blicke aus der Vogelperspektive sollen einen ersten Eindruck vermitteln (Lagerungsschäden inclusive):




Ja, ich weiß, der Raum ist für Fotos nicht sehr geeignet. Es ist auch nur ein "Teilzeit-Hobbyraum", welcher im Hauptberuf Abstellkammer ist.
Auch mangelt es mir an geeigneter Beleuchtung, aber die "Wiedersehensfreude" war einfach zu groß, und so mussten schnell ein paar Fotos her.

Der herbstliche Eindruck war nicht ursprünglich beabsichtigt. Während der langen Einlagerungszeit sind die vielen "Naturbäume" zwar aufgrund der Konservierung (tauchen in Latex-Bindemittel) recht gut erhalten geblieben, haben aber ihr Chlorophyll, nach und nach abgegeben. Auch die "Windflüchter-Haltung" ist durch die aufrecht stehende Lagerung entstanden. Vor den Fotos war erstmal eine grobe "Profilfreistellung" erforderlich.

Das Grundkonzept ist einfach: Es gibt 2 Gleisovale. Die "Betrachterseite" ist im Gleisplan unten, im folgenden Foto links. Hier befindet sich mit der "Doppelausfahrt" die Minimalausgabe einer Paradestrecke.
Das innere Gleisoval (Gleisradien ca. 25cm) steigt an, während das äußere Oval bis auf Montageplattenhöhe abfällt.



Das angedeutete "Übergabegleis" (im Gleisplan links oben) diente zur Verbindung mit anderen Anlagen im Ausstellungsbetrieb. Der Schattenbahnhof liegt wiederum in einer Steigung, Das kurze Gleisstück zwischen den durchgehenden Gleisen diente zum Abstellen von Wechselwagen. Es passten 1 Triebwagen+ 1 Donnerbüchse auf das Gleis, oder 3 kurze Güterwagen (G10 o.ä.).
Der obere Ausgang des Schattenbahnhofes wird durch eine, im Tunnelmund gelegene Doppelkreuzweiche gebildet (ja, ist im Gleisplan falsch eingezeichnet).

Durch die Verlegung des eigentlichen Bahnhofes in den Bogen (rechts), können die Züge auf dem Aussengleis sogar eine (für diese 180 x 80 cm kleine Anlage) recht beachtliche Länge haben:



In dem oben gezeigten Beispiel hat die BR24 einen Pw und 3 Donnerbüchsen am Haken. Selbst mit einem Einheitspackwagen passt der Zug noch an den Bahnsteig (allerdings nicht mehr grenzzeichenfrei auf das längere Schattenbahnhofsgleis)

Der äußere Gleisbogen hat einen Radius von 380mm, der innere von etwa 250mm (Flexgleis). Den Radius des Ladegleises ... keine Ahnung, zum rangieren geht es noch gerade so. ops:



Zum Abschluss noch ein paar Anblicke und Impressionen der Anlage. Ich bitte die schlechte Fotoqualität zu entschuldigen. Ich bin kein Fotograf und habe nur mit der einfachen Handykamera geknippst. Auch die magere Beleuchtung tut ein übriges.



Das Empfangsgebäude ist ein kompletter Eigenbau aus Karton. Der Güterschuppen ist ein alter Auhagen-, oder Temos-Karton-Bausatz, den mein Vater (laut Aufschrift am Boden) in der 4.Klasse im Werkunterricht (ja, damals lernte man in der Schule noch Dinge für das spätere Leben ) zusammengebaut hat. Die anderen Gebäude auf der Anlage (eine Fernsprechbude, ein Wohnhaus und die namensgebende Kirche) sind Industriemodelle aus Kunststoff.



Bei den abgebildeten Fahrzeugen habe ich für diese Fotos einige "Stars" meiner Kindheit mal wieder aus der Kiste geholt, abgestaubt und zum ersten mal auf ein elektronisches Foto gebannt. Meine H0-Fahrzeuge haben die letzten (mindestens) 15 Jahre in einer Kiste zugebracht ... aber das kennt ja der eine oder andere von Euch auch.




Viele Grüße,

Tobias, der Waldbart


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#2 von Erich Müller , 02.05.2017 13:36

Huch, bin ich der erste?

Ich bin begeistert von diesem kleinen Schmuckstück. Klar, es ist im Keller nicht besser geworden, und die kleinen Radien sind ... nun ja, sie sind, was sie sind. Aber damit hast du sicher viel Spaß gehabt, und die Ausgestaltung ist mit viel Liebe und Einsatz gemacht worden. Noch dazu ein Vater-und-Sohn-Projekt...


Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#3 von steve1964 , 03.05.2017 10:01

Moin Tobias,
netter Fund ... jetzt stellt sich die Frage: Was tun damit ?
So lassen wie´s is - oder auffrisieren ?
Frischer Glanz, frische Farben, frische Vegetation, frischer Schotter etc. ?
Viel Aufwand wäre es sicher nicht, mit 2-3 Wochenenden Einsatz
hättest du einen echten Gewinn...
Wenn das Wetter endlich wieder mal besser wird, im Garten fotografieren..
VG
Steve
-


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#4 von Waldbart , 04.06.2017 15:46

Hallo!

Danke für's herein schauen.
Da ich in letzter Zeit wieder eher im Garten unterwegs bin, weiß ich, ehrlich gesagt, bisher noch nicht so recht, wohin die Reise mit dieser Anlage gehen wird.

Mein erster Gedanke war :
-fotografieren/dokumentierten,
-einzelne Teile ausbauen (EG, GS) und sichern
-Rest abbauen.

Aber nachdem ich für die Fotos etwas Fahrbetrieb gemacht hatte... Und die vielen kleinen Details wieder gesehen hatte... Hach, da steckt einfach zu viel drinnen, um es einfach weg zu werfen.

Insofern werden ich mal sehen, was mir so für Ideen kommen. Erstmal steht die Anlage trocken und gut abgestellt.

Grüße, Tobias

p.s.: Die Idee, draußen Fotos zu machen ist gut. Werde ich mal ins Auge fassen.


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#5 von Hartman , 08.06.2019 14:47

Hallo,

und Dankeschön für die Verlinkung auf diese entzückende Mini-Modellbahn.

Na gut, für meinen zur Verfügung stehenden Platz sind 1,80x80cm schon ziemlich riesig. Da ist fast schon die lange Wand unseres Kellerabteils komplett dicht.

Allerdings finde ich das Konzept "Bahnhof in der Kurve" irgendwie gar nicht mehr so verstörend wie damals.. Eher genial, wenn man sich ersteinmal auf Kurze Wagen und Lokomotiven eingeschossen hat. Die Baureihe 24 mit Donnerbüchsen und Packwagen ist ebenfalls genau mein Geschmack. Als Freund der "Museumsbahnausrede" würden bestimmt auch Langenschwalbacher gehen - meine aktuell bevorzugten Personenwagen. Die wirken irgendwie so "Wild West".

Ob man die Naturbäume wohl mit grüner Sprühfarbe wieder hübsch bekommt? Und gibt es schon Pläne für eine Verkleinerung? Ich arbeite gerade an einem Entwurf mit den kompakten Abmessungen von 1,30x90cm. Das ist bei anderen Kollegen so etwas wie ein kleiner Haltepunkt. Mit dem obligatorischen Faller Fliegenpilz Kiosk auf dem Vorplatz...


Bei mir steht das erste Grundkonzept und der Rohbau schon, ich bin aber nicht abgeneigt, das Konzept teilweise über den Haufen zu werfen.

lg

Marc


#makemodelleisenbahngreatagain


 
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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#6 von Waldbart , 09.06.2019 06:11

Hallo Marc!

Es reifen so langsam Pläne in mir, welche in die Richtung gehen, die Anlage zum "Weihnachtskringel" zu verkleinern (1m x 0,8m)...Aber das ist alles noch recht vage. Ein wenig will ich mich dabei an Gerhard Trost's Buch "Kleine Eisenbahn ganz einfach" anlehnen, welches ich als Kind schon geliebt habe (dadurch kam ich damals auch zum Bahnhof in der Kurve).
Die Bäume werde ich wohl in der Herbstfärbung lassen, wenn es geht. Sommer- und Winteranlagen gibt es ja schon, aber Herbst ist selten, finde ich.

Viele Grüße
Tobias


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#7 von Waldbart , 31.08.2020 22:05

Hallo, liebe Leser!

Ich habe mich am letzten Wochenende spontan hingesetzt und meine Umbauidee zum Weihnachtskringel mal "zu Papier" gebracht.

Das wären (ganz grob) die angedachten Veränderungen. Ich habe mir gedacht, die Trassenteile auszuschneiden und neu zu kombinieren. Ob das so klappen wird, muss ich dann sehen.





So etwa könnte dann das Ergebnis aussehen, wobei ich die Abzweigweiche links oben vergessen habe mit herüber zu ziehen. Das kleine "Bw" unten rechts würde komplett neu dazu kommen.



Gleichzeitig würde ich die Anlage motivisch vom Mittelgebirge ins Norddeutsche Flachland verlegen. Es soll nach keinem konkreten Vorbild gestaltet werden, sondern lediglich meinen H0-Fahrzeugen nach langer Zeit in der Kiste mal etwas Auslauf ermöglichen.

Grüße, Tobias.


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#8 von Bluffi , 01.09.2020 22:00

Gruß Tobias

Interessante und knuffige Anlage und dazu noch ein genauso interessantes Umbauprojekt!

Gestalterisch finde ich die Anlage für die "damaligen DDR-Verhältnisse" sogar fast schon 'hochwertig'.
Soweit sind mein Papa und ich seinerzeit gar nicht gekommen - da gab's nur eingefärbtes Sägemehl, die lustigen runden Birken mit bemalten Strohhalm-Stamm und Fliegenpilz auf dem Stecksockel und dann noch die "berühmten" Plastefichten...
Pilz-Schienenmaterial hatten wir allerdings auch schon.

Der Umbauplan ist sicherlich durch die Platzprobleme so am sinnvollsten.
Zudem bleibt damit auch jede Menge Grundsubstanz erhalten, sodaß die Erinnerungen an die "gute alte Zeit" nicht verloren gehen. 😉

Schwer tue ich mich nur mit dem zusätzlichen Lokschuppen - das wird an der Stelle sicher arschknapp... Es sei denn, es wird ein kleiner Köf-Schuppen (mit ner BN 150 von Gützold drin 😁👍).

Plan B wäre, den Lokschuppen anstelle des unteren Ladegleises zu verlegen und das Freiladegleis oben gegen den Betriebsanschluß zu tauschen. Dann wäre oben die Güterabfertigung konzentriert und unten auch etwas mehr Platz für die Lok-Behandlungsanlagen.

Sind aber nur Vorschläge - schließlich muß es ja dir selber gefallen. 😉

Das mit dem 250'er Radius kenne ich noch sehr gut - ich habe Anfang der 90'er eine kleine "Mikro-Winter-Anlage" gebaut (Landschaft aus Gips und Schneeglimmer).
Die hatte eine Abmessung von 80x60cm und das Oval war 70x50cm - eben gebaut für die "Ofenecke", wo einst der Kachelofen stand und ausgelegt für BR 80, den "Sebnitzer Triebwagen" und eben die BN 150.
Als Wagen kamen, genau wie bei dir, kurze 2-Achser zum Einsatz.
Funktioniert hat alles soweit prima, selbst die 80'er kam dank ihrer "Pizza-Schneider" auch durch die Kurven.

Ich hab gleich mal ein Lesezeichen gesetzt und bin gespannt wie's bei dir weitergeht...😊


Gruß Ulf



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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#9 von Waldbart , 02.09.2020 18:54

Hallo Ulf!

Ich freue mich, dass Dir die Anlage gefällt und auch, dass Sie bei Dir schöne Erinnerungen an Früher weckt.
Ja, die auch bei uns vorhandenen, "berühmten" Plastefichten hatte ich damals mal in der Kiste gelassen und dafür Naturmaterial den Vorzug gegeben (unter einigen Modelleisenbahnern damals eine recht billige, wenngleich arbeitsintensive Alternative zur "sozialistischen Einheitsware").
Tatsächlich ist die Anlage aber in der frühen Nachwendezeit entstanden.

Mir geht es beim Umbau, wie Du richtig erkannt hast, um den Erhalt der "guten, alten, erinnerungswürdigen Substanz".
Das neue "Bw-chen" soll nur ein Relikt aus der Kleinbahnzeit der Strecke sein. Es wird, wenn es um die Darstellung der "guten alten Zeit" geht, mal von einer T2, T3 oder maximal der T9 (BR 91) genutzt. Vielleicht verirrt sich auch mal eine 80er dorthin.
Die Nutzlänge des Gleises beträgt etwa 25cm, der Schuppen wäre dann mit etwa 10cm zugegeben winzig, aber das reicht mir. Ich hatte in H0 noch nie einen Lokschuppen auf der Anlage, insofern hat der "Willson-Effekt" gegen die Vernunft gewonnen.

Ich habe in den letzten Jahren immer wieder mal an verschiedenen Varianten herumüberlegt und bin momentan von der oben Gezeigten sehr angetan und zum baldigen Loslegen (möglichst in diesem Herbst) motiviert.

Aber an Gedanken dazu bin ich trotzdem immer interessiert, auch wenn ich genug eigene habe.

Insofern viele Grüße,
Tobias.


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#10 von Bluffi , 02.09.2020 21:03

Gruß Tobias

Wenn du den Platz beibehälst und ca. 25cm zur Verfügung hast - davon abgezogen 10cm für den kleinen Lokschuppen, dann solltest du mal Ausschau nach der alten TeMos Kleinbekohlung aus DDR-Zeiten halten (war glaube TeMos...). Das ist Die auf dem schmalen Pappstreifen, wo noch der Tonnendach-Wagenkasten mit drauf stand.
Den Pappstreifen vor dem Wagenkasten weggeschnitten, dann paßt Die noch vor den Lokschuppen und ist auch noch im passenden 80'er-Jahre-Stil...
Es gab aber auch eine von Hause aus kurze Version mit Kohlebühne, die war nur geringfügig breiter - könnte aber auch noch passen.
Schau einfach immer mal in die "Bucht" rein, da ist öfters mal was für'n schmalen Taler drin.


Gruß Ulf



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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#11 von Waldbart , 06.09.2020 15:40

Hallo Ulf!

Ja, auf solche schönen TeMos-Sachen habe ich auch schon ein Auge geworfen. Es ist sogar möglich, das der Güterschuppen auf der Anlage gar nicht von Auhagen ist, sondern ursprünglich auch von TeMos stammt. Vor eineinhalb Jahren ist mir auf einer Tauschbörse ein schöner kleiner Wasserturm (ebenfalls TeMos) in die Hände gefallen, der mir zuvor nie irgendwo aufgefallen war und dessen Erwerb den Ausschlag zur "Planfeststellung" der Bw-Idee gab.
Aufgrund des geringen Platzes favorisiere ich momentan für den Kohlenbansen einen Eigenbau, den kann man an die Platzverhältnisse am besten anpassen.
Aber das werde ich wahrscheinlich spontan entscheiden.

Dieses Wochenende war die H0-Lust groß genug, das ich mir eine Lok vorgenommen habe (die hatte ich als "defekt" aus der Bucht gefischt... Getriebe gereinigt, Stromabnahme nachgearbeitet, etwas Öl... Läuft wieder). Jetzt ergänze und verändere ich noch ein paar Sachen und dann habe ich meine "Gründerzeit-T2" aus der Anfangszeit der Kleinbahn.

Viele Grüße, Tobias.


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#12 von Mornsgrans , 06.09.2020 20:22

Tobias,
ich bin gerade über diesen Thread gestoplert und muss sagen, dass ich fasziniert von der Einfachheit und Schönheit dieser Anlage nach so langer Lagerung bin.

Drei Dinge möchte ich besonders hervorheben:
1. Der Bahnhof in der Kurve: Klein, schnuckelig und Platz für Landschaft und Strecke schaffend.
2. Im Gegenteil zu den meisten Anlagen aus jener Zeit ist diese nicht überladen und bietet viel Landschaft
3. Mein absolutes Lieblingsbild:

Zitat


Dieser Gleisverlauf im Einschnitt ist einfach toll. Dass Ihr damals auch Telegraphenleitungen "verlegt" habt, ist das Sahnehäubchen!

Schade, dass Dein Platz nicht für die gesamte Platte ausreicht.

Grüße aus Idar-Oberstein

Erich


Meine Moba-Vergangenheit
"Eisenbahner mit der Venus am Bande h.c."


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#13 von Djian , 06.09.2020 20:34

Moin Tobias,

du hattest ja schon einmal "beim ersten Blick" ein Bild dieser Anlage gepostet, deshalb habe ich sie sofort wieder erkannt. Schade, dass deine Platzverhältnisse dafür nicht hinreichend sind. Ich finde es ist eine sehr schöne stimmungsvolle Anlage, gerade wegen der Herbstfärbung.
Erhalte möglich viel von diesem Charakter.

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias


Bautagebuch: Sagau in Segmenten https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=73059

Sagau: Ländliches an der Magistrale https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=139007


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#14 von Hartman , 08.09.2020 12:39

Hallo,

und Huihuihui... Ich würde mal sagen, das ist radikal, innovativ und inspirierend. Das ist wesentlich mehr geworden als der Weihnachtskringel und mit reichlich Spielspaß und Abwechslung ausgestattet. Ich denke mal, die Vielzahl der Möglichkeiten dürfe auch dem Industrieradius zu verdanken sein.

Überaus interessant. Oh, sicherlich ist da auch noch Platz für eine Brücke um die Klischee-Kreisbahn zu komplettieren, wenn an der "Westkante" ohnehin Erdarbeiten statt finden. Ich habe auf meiner Minianlage aktuell keine Brücke eingeplant, was mich ein wenig traurig macht.



Mal schauen, ob ich den Gleisplan mal klaue und auf meine "Noppenbahn" mit C-Gleis übertrage. Nach dem zweiten Bier greift meine Hand doch irgendwie jedesmal zu den 30cm langen, verbotenen N-Wagen von Piko ganz hinten im Regal. Da sind kleine Radien was gefährlich.

Liebe Grüße

Marc


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#15 von Waldbart , 11.09.2020 21:14

Hallo Erich, Matthias und Marc!

Vielen Dank für Euren Besuch und die Post. Der positive Zuspruch freut mich sehr.
Natürlich will ich versuchen, den Charakter zu erhalten und trotzdem etwas Neues daraus machen... Der Spagat ist tatsächlich schon jetzt, wo ich ja bisher nur die Idee im Kopf wälze, schon schwierig.
Dabei ist es noch nicht mal das technische "Wie", was mir Sorgen bereitet, sondern die vielen schönen Stellen (wie etwa der Einschnitt) die verschwinden könnten, werden oder gar müssen.
Aber in der momentanen Form passt die Anlage eben leider wirklich nicht in den Hobbyraum. Zum Aufstellen zu groß, zum Wegstellen zu schwer und um in der Transportverpackung rumzustehen eigentlich auch zu schade.

Es wird noch etwas Anlauf brauchen, aber der Stein rollt langsam.

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch.
Tobias


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#16 von Hartman , 12.09.2020 10:57

Guten Morgen,

Zitat


Dabei ist es noch nicht mal das technische "Wie", was mir Sorgen bereitet, sondern die vielen schönen Stellen (wie etwa der Einschnitt) die verschwinden könnten, werden oder gar müssen.



Na, vielleicht auch nicht. Wenn du keine starke Emotionale Bindung an die "Ecke unten Links" hast, würde ich den Einschnitt dort hin umziehen lassen. Ich glaube es gibt kein idyllischeres Fotomotiv auf Modellbahnanlagen dieser Grüße.





Das wäre zumindest meine herangehensweise.

1a Das Freiladegleis wird verkürzt.

1b Kommt es doch auf die Gleislänge an, bietet sich ggf. eine Kurve an, vielleicht auch keine Vollständige. Auf kleinen Anlagen sind z.B. die Ausgleichstücke 5,7°, 7,5° oder 15° auf keinen Fall zu unterschätzen. Da gibts doch auch was von Fleischmann. Ausgleichgleise sind Mittel der Wahl, möchte man Modifikation Nr. 3 weiter unten komplett mit Kirche und Tunnel durchziehen.

2 Wenn ohnehin schon Dr. Stichsäge am Werk ist, wandert in die Südwest-Ecke der Anlage das alte Tunnelportal welches auf dem Foto links des Einschnittes zu sehen war. offensichtlich befindet sich unerhalb der noch genutzten Trasse eine alte, nicht mehr benötigte Eisenbahntrasse. Hier bietet sich sicherlich Platz

3 Abschließend könnte der Einschnitt neu aufgebaut werden. Vielleicht könnte der Einschnitt sogar ein wenig mehr "aufgeschüttet" werden und wieder als Sockel für die Kirche 4 dienen. Bei entsprechender Höhe Könnte sogar wieder die Straße im Tunnel nach nirgendwo 5 verschwinden. Dann wäre es wieder "Kirchberg"

Allerdings wird es wohl auf Grund der Abmessungen der Anlage und der Höhenunterschiede die ein oder andere Stützmauer oder Felsen benötigen. Mit normalem Gefälle wird da nicht flächendeckend was zu reissen sein. Diese lassen sich aber vielleicht mit halben Bäumen oder halben Häusern hervorragend kaschieren oder sagen wir mal... nun ja... glatt bügeln.

(Oh, und ich habe vielleicht auf meiner Anlage mit Stützmauern und Felsen ein wenig übertrieben. Das liegt daran, daß für mich in der Frühphase meiner Planung auch eine Noch Fertiganlage ok gewesen wäre... )

Wo ein Wille und eine Säge ist, ist auch ein Weg.

Liebe Grüße

Marc


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#17 von Lokzug62 , 08.10.2020 11:00

Hallo Tobias,

schön Deine "Wiedergefundene", sie schreit förmlich nach Komplett-Erhaltung und Wiederaufarbeitung! Hast Du mal daran gedacht die Anlage in zwei Teile zu zerlegen und sie mit Scharnieren zu verbinden. Damit wäre sie transportabel und auch an anderer Stelle aufstellbar. Das Grünzeug würde ich versuchen in Eigenbau zu erstellen. Ich habe mal als Anregung Bilder meiner Abstellanlage hinzugefügt, sie hat die Maße 2 x 100x25 cm und kann dank 6 schraubbaren Füßen auch stehen. Alles bewusst sehr einfach gehalten.





Mein Opa hat damals für uns Enkel mal eine Tischbahn (ca. 150/160 x 80 cm) gebaut. Basis war wohl ein kleiner Tisch, denn unten waren Holztischbeine eingedreht. Einfaches eingleisiges Oval mit den Faller-WildWest-Häusern aus den 60-ern und viel zu großen Cowboy- und Indianerfiguren von TimpoToys. Dazu drehte eine Fleischmann-T3 mit kurzen 2-achsigen preußischen Oberlichtwagen ihre Runden. Eigentlich unter Modellbahnern eher ein NoGo, aber für uns Kinder im Altern von 5-8 Jahren ein Highlight. Die Anlage wurde nur zu Weihnachten aufgestellt, man musste also ein ganzes Jahr warten - da war die Freude entsprechend groß. Die WildWest-Häuser habe ich heute noch im Karton verpackt aufgehoben.

Ich hoffe, dass Deine Anlage im Ganzen überlebt und wiedererweckt wird und wünsche Dir - egal wie Du Dich entscheidest - viel Freude daran.

Grüße
Markus


meine bisherigen Projekte:

zum Abstecher nach Talhausen in H0 geht's hier lang: viewtopic.php?f=64&t=150696

oder Besuch in Katzenhausen und Umgebung in N da lang: https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=6...it=Katzenhausen


 
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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#18 von wurz florian , 08.10.2020 19:07

Hallo! Sehr schöne Anlage. Nicht zu überladen ( was meistens öfters passiert) . Es ist schwieriger eine kleine Anlage zu planen, als eine raumfüllende Anlage. Ich hatte eine 1,2×1,1 m Grosse Anlage. Leider war trotz seiner grösse mit dem pressspannplatte etwas schwer. Jetzt habe ich im Stiegenhaus eine kleine u Anlage. Lg


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#19 von Waldbart , 10.10.2020 11:12

Hallo Marc, Markus und Florian (?)!

Danke für Eure Ideen zur Weiterentwicklung der Anlage.
Ja, die Möglichkeiten sind vielfältig und ich schwanke noch immer und ständig kommen neue Ideen dazu.
Mal sehen, in welche Richtung sich die Sache verfestigen wird.

Viele Grüße,
Tobias.


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#20 von Waldbart , 13.11.2020 23:01

Hallo, liebe Leser!

Momentan gibt es nicht viel Neues von der Anlage zu berichten, aber da ich ja auch am Konzept herumüberlege, habe ich begonnen ein paar Fahrzeuge in H0 (für mich momentan eine echt fummelige Umstellung) umzugestalten, um die Bahn später zu verschiedenen Zeitepochen darstellen zu können.
Ich habe also eine Fleischmann "ANNA"-Werklok in eine Art "preußische Privatbahn T2" umgebastelt.



Hier mal der Vergleich mit einer eher wenig behandelten "ANNA".
Ich habe die Fenster viereckig gefeilt und die Laternen aufgebohrt. Den Kobelfunkenfänger habe ich begradigt (wie gesagt, für mich gerade ungewohnt fummelig und daher etwas unsauber).
Die "Druckluftanlage" wurde entfernt (Luftpumpe, Druckluftbehälter unter dem Führerhaus) und eine einfache Steuerungsattrappe aus Draht und Modelliermasse angefertigt.





Dann noch einige Details wie die Wasser- (und Kohle-) kastendeckel, Griffe und etwas Farbe. Die Beschriftung und die Bremsanlage fehlt noch, aber mit ein paar passenden Fahrzeugen habe ich nun schonmal einen hübschen Kleinbahnzug mit "falschen Preußen".



Die Lok und der Personenwagen sind in der Familie 3x vorhanden, somit sind 3 verschiedene Zeitdarstellungen möglich (und geplant):
1. Gründerzeit (die "Gute-Alte-Zeit" als preußische Privatkleinbahn)
2. Privatbahnzeit (20er-40er Jahre)
3. Reichsbahnzeit (nach 1945)

Soweit für heute.
Viele Grüße, Tobias


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#21 von Waldbart , 06.12.2020 21:18

Hallo, liebe Leser!

Momentan gibt es nicht viel Neues zu berichten. Lediglich die Lok, welche im vorherigen Beitrag zum Vergleich herhalten musste, hat inzwischen auch einige Veränderungen über sich ergehen lassen müssen (Laternen, Schornstein, Fenster und Steuerung).
Diese Lok soll später die Privatbahn-Epoche nach dem 1.Weltkrieg mit darstellen.
Demnächst gibt es davon auch einige Bilder...aber wie gesagt, momentan geht es eher langsam voran.

Die Ideen zur Anlage selbst entwickeln sich ebenfalls nur langsam. Hier geht die Überlegung momentan in Richtung einer Dreiteilung, so dass es eine kleine (Kreis-) Aufbauvariante und eine größere (Oval-) Variante geben könnte. In der kleinen Kreisform ist nämlich der Lagerhausanschluss zu kurz um sinnvoll nutzbar zu sein.
Aber das reift noch.

Viele Grüße und eine schöne Adventszeit wünscht euch
Tobias


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RE: Kirchberg - Eine (wiedergefundene) Jugenderinnerung

#22 von Hartman , 03.01.2021 00:15

Hallihallo und frohes neues Jahr!

Respekt! Die selbstgemalten Preussen schauen mal echt gut aus. Ich bin gespannt auf das fertige Resultat. Alles in allem wird die Sache wohl sehr vielversprechend.



Liebe Grüße

Marc


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