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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#1 von Viet Bui , 02.02.2018 17:09

Guten Tag Freunde der Modelleisenbahn,

einer der häufigsten Brandursachen im privaten Haushalt sind technische Defekte.
Dazu könnte man auch die heimische Modelleisenbahnanlage dazuzählen, schließlich handelt es sich hier um technische Anlagen und der Betrieb erfolgt für gewöhnlich elektrisch.

Doch habt betreibt Ihr im Rahmen des Hobbys Modelleisenbahn auch konkrete Maßnahmen zur Brandverhütung?
Habt Ihr auch Maßnahmen getroffen, falls Eure Modelleisenbahnanlage wider Erwarten anfängt zu brennen?

Man könnte meinen, dass ein Brand der Modelleisenbahn sehr unwahrscheinlich ist. Tatsächlich ist im Jahre 2005 die Modelleisenbahnanlage der Universität Stuttgart niedergebrannt. Neben dem Totalschaden der Anlage waren auch drei Verletzte zu beklagen, die 48 Feuerwehrleute konnten den Brand schnell löschen.
Seit diesem Ereignis wurden die Brandschutzmaßnahmen an der neu aufgebauten Anlage verschärft.

Hier noch ein paar Bilder nebst des Zeitungsartikels:


Stuttgarter Zeitung, 24. Mai 2005


Auch bei einem Metallgehäuse wären die Modelle ein wirtschaftlicher Totalschaden gewesen.


Der IC-Wagen ist im wahrsten Sinne des Wortes weggeschmolzen.


Anschließend wurde die Anlage grundlegend umgeplant und wieder aufgebaut.

Wenn Ihr Euch für die Modelleisenbahnanlage der Universität Stuttgart interessiert, dann merkt Euch den Tag der Wissenschaft am 30. Juni 2018 vor. An diesem Tag stellen wir Euch unsere Arbeit an der Anlage vor.

Grüße von den Fildern,
Viet


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#2 von Djian , 02.02.2018 17:25

Moin Viet,

immer den Netzstecker ziehen, oder eine abschaltbare Steckdosenleiste mit entsprechend dimensioniertem Überlastungsschutz verwenden. Ein vernünftiger FI im Haus wäre auch nicht zu verachten, dabei erlebt man die dollsten Dinge. Ich habe die Variante mit der abschaltbaren Steckdosenleiste verwendet.

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#3 von klein.uhu , 02.02.2018 17:39

Moin,

in meinem Modellbahnraum wird grundsätzlich bei Verlassen das Licht ausgeschaltet, damit gleichzeitig alle Steckdosen, auch die am Arbeitsplatz für Lötkolben und Maschinen einschließlich Radio. Die Anlage selbst kann über einen zentralen Notschalter (zweipoliger Heizungsnotschalter) abgeschaltet werden, unabhängig davon. Ein Feuerlöscher ist in greifbarer Nähe vor der Tür. Ein Rauchmelder überwacht den Raum zusätzlich. 230V-Leitungen gibt es auf der Anlage nicht, nur bis zum Schaltpult neben der Anlage.


| : | ~ analog

Gruß von klein.uhu
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Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Fantasie ist unbegrenzt. (Einstein)


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#4 von Werdenfels , 02.02.2018 17:54

Zitat von im Beitrag Brandschutz bei der Modelleisenbahn
Ein Feuerlöscher ist in greifbarer Nähe vor der Tür.



Vermutlich Pulver!?


Gruß
Michael

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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#5 von Stephan Tuerk , 02.02.2018 17:56

Hallo Viet,

(habe diesmal darauf geachtet, dass dein Name nicht zu einem Namen eines asiatischen Landes autokorregiert wurde)

Heimrauchmelder gehören zwischenzeitlich zum Standard. Auch der e-check.

Normalerweise sind Labore mit Melder überwacht zumindest schon 2005 - auch im BW.

Ich arbeite auch in einer Forschungseinrichtung und es gilt

Forschung fordert Opfer

Technische Defekte treten dann auf, wenn man Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten hat.

Und es müssen immer 2 Ereignisse zusammentreffen damit es zu einem Unfall kommt.


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#6 von DerDrummer , 02.02.2018 18:04

Moin Viet
Also bei mir gibt es nen Stecker von der Dose zur Gleisbox, sonst keine 230V-Leitungen. Der Strom bleibt manchmal an, auch wenn ich gerade nicht im Zimmer bin.
Des weiteren habe ich einen Rauchmelder und einen FI nur für mein Zimmer.
Also, ich glaube es ist wahrscheinlicher, dass mein vererbter, 20+ Jahre alter Verstärker in Flammen aufgeht als die Moba.

Außerdem habe ich nicht so viel Technik dabei wie komplette Anlagen (Rückmelder etc. gibts nicht auf der Parkettbahn ) und erst recht nicht so viel wie eure Versuchsanlage.

Lg Justus


Meine Hamburger Parkettbahn

Ich auf YouTube!

Wir geben 10 Milliarden für ‘ne schiefe Haltestelle aus, haben nicht mal 75% Pünktlichkeit und nur jeder 4. ICE fährt ohne Defekte? Scheißegal, wir kleben lieber grüne Streifen auf die Züge!


 
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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#7 von Stephan Tuerk , 02.02.2018 18:04

Hallo Michael,

ich als Brandschutzbeauftragter raten unseren Mitarbeiter einen Schaumlöscher für zu Hause.

Für Kollegen die einen neuen Rechner haben möchte rate ich einen Bürobrand mit einem Pulverlöscher zu bekämpfen, wer einen neuen hat, dann nur CO2 bzw Schaum.


Zitat von Werdenfels im Beitrag Brandschutz bei der Modelleisenbahn

Zitat von im Beitrag Brandschutz bei der Modelleisenbahn
Ein Feuerlöscher ist in greifbarer Nähe vor der Tür.



Vermutlich Pulver!?


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#8 von Viet Bui , 02.02.2018 18:16

[quote="Stephan Türk" post_id=1790260 time=1517591090 user_id=341]
Für Kollegen, die einen neuen Rechner haben möchten, rate ich, einen Bürobrand mit einem Pulverlöscher zu bekämpfen, wer einen neuen hat, dann nur CO2 bzw Schaum.
[/quote]

Hallo Stephan,

ich musste darüber schmunzeln, den solche Gedankengänge sind uns nicht fremd .

Grüße von den Fildern,
Viet


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#9 von Bpmz , 02.02.2018 18:48

Hallo Viet,

ist dir eigentlich die Ursache des Brandes bekannt? War bestimmt ein Kurzschluss, oder?

Da Brände mit elektrischer Ursache eigentlich langsam entstehen, sich aber zügig ausbreiten können, ist es generell ratsam, alles Elektrische vom Netz zu nehmen, wenn es nicht benötigt und bewacht wird. Bei der Modelleisenbahn reicht es eigentlich, Kabel sauber zu verlegen, Züge im Schattenbahnhof stromlos abzustellen und generell auf komische Gerüche zu achten. So macht sich heißes Material zuerst bemerkbar. Bei Arbeiten mit Lötkolben usw. immer auf genug Abstand zu entflammbaren Materialien halten und auch hier die Geräte sofort abschalten, wenn sie länger nicht benötigt werden. Bei mir im Hobbykeller steht ein Raumentfeuchter, also ist meistens auch etwas Wasser zum Löschen parat...

Gruß Jonathan


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#10 von Schachtelbahner , 02.02.2018 19:04

Hallo,

ihr schreibt immer über den zweite Schritt. Der erste Schritte ist der wichtiger um einen Brand erst garnicht entstehen zu lassen.

Die Verkabelung unter der Anlage ist fast immer mit zu dünnen Kabeln, meist 0,14². Hier ist angesagt Durchgängig Kabel mit 0,5² oder mehr zu nehmen, je nachdem was zu verkabeln ist.

Bei den heutigen Trafos die eingesetzt werden, mit ihren 3 - 5 A Leistung, ist im Falle eines nicht rechtzeitig entdeckten Kurzschluß, Kurzschlußsicherung spricht nicht an aus welchen Gründen auch immer, kann ein Kabelbrand entstehen und das sehr schnell.

Was ist selbst erlebt habe. Auf einem Modul, verbaut mit Weichenservo, Beleuchtung und noch anderem, kam es zum Kurzschluß und das Modul sendete sehr Intensive Rauchzeichen. Unter dem Modul fackelte schon so einiges. Nach dem Die Zuleitung gekappt war, war narürlich Schluß. Verbaut wurden nur die 0,14² Leitungen jedoch mit einem 5 A Trafo, das hält kein so dünnes Kabel aus.

Es ist auch kein Fehler eine zusätzliche Sicherung, Glasrohrsicherung Flink, einzubauen. Die schützt ein weiters mal.


Grüße von Kurt
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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#11 von JoWild , 02.02.2018 19:29

Und in den Lokomotiven und Wagen ist das mit den 0,5 mm² ja so einfach.
Die ganzen Originalkomponenten sind nicht an die heute möglichen hohen Stromstärken angepasst sowohl innerlich wie an den Anschlusskabeln. Für die Kabelstärken fehlt denen fast immer eine integrierte Sicherung.
Und das ganze wird dann noch problematischer, wenn ich mit 0,5mm² bis kurz vor die Kurzschlussstelle verdrahte und dann eine Komponente einen Fehlfunktion mit Überstrom hat, denn dann fällt nicht einmal in der dicken Zuleitung die Spannung ab. Kabelbrände kommen zumeist durch für den Querschnitt zu hohen Strom und das muss nicht unbedingt ein satter Kurzschluss sein. Magnetartikel sind da schon konstruktionsbedingt eine hervoragende Brandquelle, wenn nur die Endabschaltung defekt ist, oder gar gebrückt wie von einigen empfohlen für ältere Märklinweichenantriebe z.B. für C-Gleise.

Boosterstromkreise mit 5 A sind m.E. einfach fehl am Platz wie ähnlich starke Zubehörstromkreise.


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Joachim


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#12 von Schwedenzug , 02.02.2018 20:00

Wir haben eine hauptstrom-schalter in der Garage, mit dem alles ausgeschaltet wird. Inklusive die stecker für lötkolben, alles wird beim knopfdruck weggeschaltet. Eine brand-löscher haber wir aber nicht, und das sollte ich natürlich schnellstens eine besorgen. Ein brandmelder im dach haben wir nicht, weil die würden wir wahrscheinlich nicht gut hören - dann müssten wir eine zentral-anlage haben...

Ironisch: Ich arbeite seit 1997 mit Brandmelder anlagen, und warum ich keine system in meiner haus habe, oder in die Garage, ist nicht zu erklären... Ein freund zu mir arbeitet mit Löschanlagen, und hatte tatsächlich eine komplette sprinkler-anlage zu hause installiert. (!). Nur wochen vor der inbetriebnahme des systems hatte er ein feuer, die ganze oberstock des 2-stöckigen familienhaus war ausgebrannt!!

Eines ist sicher, wenn es tatsächlich brennt geht es schnell, und kann bald alles vorbei sein. Eine brandmelder gibt schnelle warnung, eine löscher nebenan kann eine kleine feuer schnell löschen. Verliert mann eine minute kann das feuer plötzlich grösser sein und dann ist es zu spät. Jede sekunde ist wichtig bei eine feuer zu hause oder in die anlage.


Fahre 2 und 3-Leiter, Analog und DCC/Digital in eine herrliche mischung auf kaotischer anlage in Schweden, mit meistens Deutsche vorbilder.


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#13 von JoWild , 02.02.2018 20:27

Zitat von im Beitrag Brandschutz bei der Modelleisenbahn

..... Ein brandmelder im dach haben wir nicht, weil die würden wir wahrscheinlich nicht gut hören - dann müssten wir eine zentral-anlage haben...
...

Hallo nach Schweden
Ich kenne nicht die Marktsituation in Schweden, aber bei uns in Deutschland gibt es preiswert funkvernetzte Rauchmelder. Man braucht also keine Zentralanlage.


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#14 von Modellbahn Tamm , 02.02.2018 21:06

Hallo zusammen,

Ja, die Ursache ist uns bekannt.
Es war tatsächlich ein Kurzschluss. Die Anlage war in Betrieb, die Kollegen damals sind zur Teepause gegangen. Die Anlage befindet sich in einem etwas abgelegenen Raum des Institutes. Dadurch konnte ein Fahrzeug Feuer fangen und hat die Anlage angezündet.
Der größte Schaden entstand aber, wie man auf den Bildern auch gut sieht, durch den Brandrauch, welcher durch den brennenden Kunststoff sehr reichhaltig vorhanden war.
Ich selbst war 2005 noch in der Schule, da ich heute aber für die Nachfolger Anlage verantwortlich bin, habe ich mich auch mit dem Brand beschäftig.

Wie genau die Anlage davor aufgebaut war, ist mir nicht bekannt.
Beim Neubau wurden aber ein Notschalter eingebaut und seit dem darf die Anlage nicht unbeaufsichtigt betrieben werden.
Leider ist die Technik beim Neubau auf dem Stand nach dem Brand stehen geblieben. Dadurch hat sie auch heut noch keinen Sinnvollen Kurzschlussschutz. Die Gleisspannung schaltet nicht ab, lediglich der betroffene Booster geht in einen Kurzschlussschutz, schaltet aber auch nicht voll ab. Wenn ich das mit meiner z21 vergleiche, dort steht alles bei einem Kurzschluss sofort.
Vlt weiß ja jemand , ob man im Selektrix B-Bus auch irgendwas einstellen kann, damit die Anlage komplett abschaltet beim Kurzschluss.


VG Johannes



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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#15 von katzenjogi , 02.02.2018 21:39

Hallo ,

bei meiner nicht mal 3m x1,20m Anlage habe ich keine Brandschutzmaßnahmen, außer einem Rauchmelder. Für die 10 analog geschalteten Weichen und vier Loks auf der Anlage will ich mir nicht unbedingt einen Feuerlöscher zulegen. Wenn etwas bei uns im Haus passiert, dann viel eher mit dem Wasserkocher, da kann ich meine alten Herrschaften einfach nicht dazu bewegen, den Netzstecker zu ziehen, wenn das Teil nicht benötigt wird.

Apropos Brandschutz: Gerade diese Woche habe ich bei meinem Vater am Schreibtisch die Arbeitslampe abgestöpselt, um eine Steckerleiste an der Steckdose anzuschließen. Beim Herausziehen des Steckers ist dieser in mehrere Einzelteile zerfallen, der Knickschutz am Stecker selbst war nicht mehr vorhanden und anstelle der Isolierung konnte man an einigen Stellen den blanken Kupferdraht erkennen. Die Lampe war nun schon etwas älter, die Bissspuren im Kabel stammten noch von unserer ersten Katze, die wir im Jahr 2002 einschläfern lassen mussten. Aber dass der Kunststoff des Stromsteckers derart porös geworden ist....

Die ersten Jahre hatte die Lampe hinter unserer Couch ihren Platz (als Leselampe). Dann wurde sie als Schreibtischlampe zweckentfremdet. Aber in all dieser Zeit war der Stecker nie direktem Sonnenlicht ausgesetzt, Er ist auch nie einer Heizung zu nahe gekommen. Und wenn mein Vater nicht immer besseren Wissens im Dunkeln vorm Computer gesessen hätte, hätte da wirklich etwas passieren können.....

Liebe Grüße

Jürgen


 
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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#16 von mike c , 02.02.2018 22:42

Diese Antwort kann Ich nur auf Englisch schreiben...

"When the ICE melted, should it not have put out the fire?"

Solche Erlebnisse durften niemand durchleben mussen.

MfG

Mike C


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#17 von Erich Müller , 03.02.2018 07:37

Hallo,

Verständnisfragen an Joachim:

Zitat von im Beitrag Brandschutz bei der Modelleisenbahn

Und in den Lokomotiven und Wagen ist das mit den 0,5 mm² ja so einfach.


Hast du Fahrzeuge, in denen über 1A Strom je Leitung fließt? Meine stromhungrigste Lok zieht 0,75A durchs Schleiferkabel; danach teilt es sich auf.

Zitat von im Beitrag Brandschutz bei der Modelleisenbahn

Und das ganze wird dann noch problematischer, wenn ich mit 0,5mm² bis kurz vor die Kurzschlussstelle verdrahte und dann eine Komponente einen Fehlfunktion mit Überstrom hat, denn dann fällt nicht einmal in der dicken Zuleitung die Spannung ab.



Was willst du damit aussagen? Die Spannung soll doch gar nicht in der Leitung abfallen, damit ein Kurzschluss auch wirklich als Kurzschluss erkannt wird?

Hallo Jürgen,

Zitat von im Beitrag Brandschutz bei der Modelleisenbahn

Und wenn mein Vater nicht immer besseren Wissens im Dunkeln vorm Computer gesessen hätte, hätte da wirklich etwas passieren können.....



Ich denke, nein. Gefahr bestand für dich, als du den Stecker berührt hast. Solange beide Stifte in der Steckdose steckten und nicht kräftig am Kabel gezerrt wurde, bleibt das Risiko sehr gering.
(Aus diesem Grund aber mag ich keine Schnurschalter...)
Das von der Katze angenagte Kabel hätte allerdings schon damals ersetzt werden sollen.

Wenn ich dagegen an die Nachttischlampen meiner Großeltern denke - Metallgehäuse, zweipoliges Kabel mit Textilummantelung (die inneren Isolierungen zerbröselten beim Angucken) und nachgerüstetem Schuko-Stecker - natürlich ohne Schutzleiter... Als ich die Dinger in Augenschein genommen hatte, waren sie auch schon aus dem Verkehr gezogen. Mich wundert nur, dass mein Elektroingenieur von Onkel nie was dazu gesagt hat.


Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#18 von Peter Müller , 03.02.2018 09:42

Zitat von im Beitrag Brandschutz bei der Modelleisenbahn
Magnetartikel sind da schon konstruktionsbedingt eine hervoragende Brandquelle, wenn nur die Endabschaltung defekt ist, oder gar gebrückt wie von einigen empfohlen für ältere Märklinweichenantriebe z.B. für C-Gleise.

Wenn man Antriebe brückt, sollte man *Vorsorge* treffen.



Außerdem wurde das Thema Brandverhütung schon mehrfach hier behandelt, an *diesen* Thread erinnere ich mich noch. Neue Erkenntnisse seitdem kann ich nicht entdecken.


Grüße, Peter


 
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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#19 von Domapi , 03.02.2018 11:48

Meine Frage passt ganz gut in diesen Thread:

In einem Miniaturwunderland-Video werden Sperrholzlkatten mit einem speziellen Brandschutzlack gestrichen.

Was bringt so etwas, wie funktioniert das, ist das für gewerbliche Anlagen vorgeschrieben und welche Erfahrungen gibt es hier?


Viele Grüße
Martin

Mein noch namenloser Trennungsbahnhof: viewtopic.php?f=64&t=152275


 
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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#20 von Schachtelbahner , 03.02.2018 12:29

Ein Anstrich mit Brandhemender Farbe ist bei Gewerbeanlagen Vorschrift, genau wie Imprägnierte Stoffe. Ohne gibt es keine Genehmigung.

Diese Imprägnierungen sind jedoch nur Barndhemmend, nicht Nichtbrennbar und das ist ein großer Unterschied. Für mich ist es unerheblich wie lange diese Imprägnierung einen Brand verhindert. Meine Angst ist nicht so groß, dass ich damit meine Teile behandelen würde, es gibt einfachere Schutzmaßnahmen. Im Umkehrschluss müssten ja alle Brennbare Teile einer Wohnung so behandelt werden. Hier wird weit über das Ziel geschossen. Der Weihnachtsbaum und der Atzfentzkrantz mit seinen Atzfentzkrantzkertzen (Wort mit 4 tz) und mit seiner Lichterkette stellt eine wesentlich größere Gefahr dar nur darüber macht man sich keine Gedanken.

Um einen Brand weitgehend zu verhindern kann ich nur Empfehlen, wie weiter oben geschrieben, die Anlage entsprechend zu verkabeln. Auch sollte man sich an sein Schulwissen über die Zusammehänge zwischen Strom und Spannung erinnern. Da lese ich hier leider oft die tollsten Blüten, in diesem Faden auch wieder.

Was mir nicht einfallen würde, den Feuerlöscher zu benutzen, dies nur als allerletztes Mittel wegen der Sauerei. Wer den mal benutzt hat weis warum ich das so schreibe. Bis es zu einem entsprechenden offenen Feuer kommt muss schon so einiges passieren. Leitungen Spannungsfrei machen ist der bessere Weg und wer seine Anlage Tagelang unter Spannung hält, ja der hat es nicht anders Verdient.


Grüße von Kurt
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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#21 von JoWild , 03.02.2018 13:57

[quote="Erich Müller" post_id=1790446 time=1517639877 user_id=26147]
Hallo,

Verständnisfragen an Joachim:

Zitat von im Beitrag Brandschutz bei der Modelleisenbahn

Und in den Lokomotiven und Wagen ist das mit den 0,5 mm² ja so einfach.


Hast du Fahrzeuge, in denen über 1A Strom je Leitung fließt? Meine stromhungrigste Lok zieht 0,75A durchs Schleiferkabel; danach teilt es sich auf.
....[/quote]
Hallo Erich,
das was du sagst, gilt nur solange alles richtig funktioniert. Bei einem z.B. eingeklemmten oder durch den Antrieb angeschliffenen Kabel gilt das aber nicht mehr.


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#22 von Peter Müller , 03.02.2018 14:09

Mir sind in den letzten Jahren eine Handvoll Modelleisenbahn-Brandberichte untergekommen und es waren immer Lokomotiven die Brandauslöser. Und das, obwohl mir schon viele Weichenantriebe durchgeschmort sind. Aber die haben alle nicht gebrannt.

Ein 0,14 mm² Kabel unter der Anlage trennt sich, wenn es durchschmort. Wirkt also wie eine Sicherung. Ein 0,5 mm² Kabel trennt sich nicht und lässt die Lok brennen.


Grüße, Peter


 
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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#23 von Instandsetzung , 04.02.2018 00:46

Hallo zusammen,

[quote="Peter Müller" post_id=1790596 time=1517663371 user_id=1337]
. . . und es waren immer Lokomotiven die Brandauslöser . . . .
[/quote]

Es können aber auch Wagen sein:

Der ist halt nur auf einer Weiche hängen geblieben. Er wurde halt früh genug entdeckt.

Es war aber wieder das leidige Thema Nichtabschalten des Boosters bei SX.

Bei den mir bekannten SX Boostern wird zum einen in kürzester Zeit wieder eingeschaltet
und wenn dann zum zweiten der Kurzschluss kein richtiger Kurzschluss, sondern z.B. durch verdreckte Räder nur eine irgenwie geartete Widerstandsbrücke ist, passiert eben Obiges.

MFG
Oliver


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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#24 von WolfiR , 04.02.2018 01:39

Hallo,

und ich dachte, einer der Preiserlein hätte geraucht und sei dabei eingeschlafen...

Gruß
Wolfgang


 
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RE: Brandschutz bei der Modelleisenbahn

#25 von Ulf325 , 05.02.2018 10:14

[quote="Peter Müller" post_id=1790596 time=1517663371 user_id=1337]Ein 0,14 mm² Kabel unter der Anlage trennt sich, wenn es durchschmort. Wirkt also wie eine Sicherung. Ein 0,5 mm² Kabel trennt sich nicht und lässt die Lok brennen.[/quote]

ganz übler Denkansatz

In der Elektrotechnik spricht man nicht umsonst von Leitungsschutzschaltern

Es gibt viele Möglichkeiten eine Stromkreis gegen Kurzschluß zu sichern. Und wenn es eine Kfz-Sicherung ist.


Mit freundlichen Grüßen: Ulf

2L DCC + Roco Z21 + Rocrail
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