ich habe vor 2 Monaten eine Brawa 41446 (aktuell erhältliches Modell der BR 232, 2019er Neuheit) neu gekauft, kam aber jetzt erst dazu, den Decoder einzubauen. Nach dem öffnen des Gehäuses bot sich folgendes Bild:
Sieht das für euch nach Zinkpest aus? Wenn ich vorsichtig daran kratze, bröselt der weiße "Staub" ein wenig, darunter sieht es aber weiter so aus, es kommt also aus dem Metall oder Lack selbst. Mir war bekannt, dass die Ludmilla vor 20 Jahren Probleme mit Zinkpest hatte, beim aktuellen Modell ist mir das aber neu. Ich habe bereits ein älteres Modell der Brawa-Ludmilla, da sieht das nicht so aus, normal ist das also defintiv nicht. Die Lok war sehr ölig, kann es sonst damit zusammnehängen, dass das Öl irgendwie die Oberfläche angegriffen hat? Dummerweise ist mir beim öffnen gleich mal einer der ziemlich fummeligen Puffer abgebrochen, so dass ich sie auch nicht einfach zurücksenden kann.
Zitat von X2000 im Beitrag #2Zinkpest ist das (noch) nicht, aber ein Grund weiterhin einen großen Bogen um Brawa zu machen.
Hallo Martin, danke für deine Einschätzung. Meinst du mit dem "noch" eher, wenn ich die Lok behalte zerbröselt sie mir erst in ein paar Jahren, oder dass es harmlos ist bzw. sich nicht von allein weiter ausbreitet?
Nein das ist keine Zinkpest. Aber ein typischer Schaden durch Feuchtigkeit. Dafür kann BRAWA wahrscheinlich noch nicht mal was.
mfg
D.
Hallo, danke für die Antwort. Also vermutlich beim Händler falsch gelagert, oder wie entsteht das? An der OVP sind keine Lagerspuren zu sehen. Ist das harmlos oder kann das in ein paar Jahren zu strukturellen Schäden führen?
Ich finde, dass die Bilder zu unscharf sind, um es aus der Ferne zu beurteilen. Da Zinkdruckguss normalerweise nicht oxidiert, du aber schreibst, dass es tiefer geht, denke ich unter dem genannten Vorbehalt der undeutlichen Fotos, dass es schon Zinkpest sein kann.
Das ist relativ harmlos. Abwischen und trocken lagern.
mfg
D.
also einfach mit einem trockenen Tuch abwischen geht leider nicht, das ist schon relativ hart.
Zitat von Lindilindwurm im Beitrag #6Ich finde, dass die Bilder zu unscharf sind, um es aus der Ferne zu beurteilen. Da Zinkdruckguss normalerweise nicht oxidiert, du aber schreibst, dass es tiefer geht, denke ich unter dem genannten Vorbehalt der undeutlichen Fotos, dass es schon Zinkpest sein kann.
Danke. Leider habe ich mit der Handykamera bei Kunstlicht keine besseren Bilder hinbekommen. Ich versuche mal, morgen bei Tageslicht welche zu machen, vielleicht ist es dann besser zu erkennen. Ich habe vorsichtig mit der Messerspitze ein wenig von dem weißen Zeug weggekratzt, darunter sah es aber auch noch so aus, es war also nicht auf dem Lack drauf.
Zitat von Lindilindwurm im Beitrag #6Ich finde, dass die Bilder zu unscharf sind, um es aus der Ferne zu beurteilen. Da Zinkdruckguss normalerweise nicht oxidiert, du aber schreibst, dass es tiefer geht, denke ich unter dem genannten Vorbehalt der undeutlichen Fotos, dass es schon Zinkpest sein kann.
Also für mich sind die Bilder scharf genug um nicht spekulieren zu müssen. Weiße Ausblühungen sind keine Zinkpest. Das ist auch niemals ein Anzeichen für Zinkpest. Weiße Ausblühungen auf Zinkallegierungen ist Weißrost der durch Feuchtigkeit erzeugt wird. In Sammlerkreisen wird manchmal auch von Zinkblüte gesprochen obwohl der Begriff streng genommen etwas anderes bezeichnet. Vielfach wird Ballistol empfohlen um das abzureiben. SR24 geht aber auch.
Zinkpest bildet zunächst feine Risse und gleichzeitig kommt es häufig zu Verbiegungen des Stücks.
Zinkpest in frühem Stadium sieht so aus:
Das ist nur ein Beispielbild. Es zeigt keine Ludmilla.
Zitat von Lindilindwurm im Beitrag #6Ich finde, dass die Bilder zu unscharf sind, um es aus der Ferne zu beurteilen. Da Zinkdruckguss normalerweise nicht oxidiert, du aber schreibst, dass es tiefer geht, denke ich unter dem genannten Vorbehalt der undeutlichen Fotos, dass es schon Zinkpest sein kann.
Also für mich sind die Bilder scharf genug um nicht spekulieren zu müssen. Weiße Ausblühungen sind keine Zinkpest. Das ist auch niemals ein Anzeichen für Zinkpest. Weiße Ausblühungen auf Zinkallegierungen ist Weißrost der durch Feuchtigkeit erzeugt wird. In Sammlerkreisen wird manchmal auch von Zinkblüte gesprochen obwohl der Begriff streng genommen etwas anderes bezeichnet. Vielfach wird Ballistol empfohlen um das abzureiben. SR24 geht aber auch.
Zinkpest bildet zunächst feine Risse und gleichzeitig kommt es häufig zu Verbiegungen des Stücks.
Zinkpest in frühem Stadium sieht so aus:
Das ist nur ein Beispielbild. Es zeigt keine Ludmilla.
mfg
D.
Danke, ja, wie in deinem Beispielbild sieht es nicht aus. Dann ist das wohl Entwarnung und ich kann die Lok einfach behalten.
ich kenne diese "Ausblühungen" auch....nicht von der Modellbahn. ...und mehr vom "Aluguss".... Da bin ich mit Ballistol und WD40 immer gut gefahren.....
Vielleicht traut sich ja einer das hier auch zu versuchen.....
Auch ich halte es für einen „einfachen“ Korrosionsschaden - Dölerich hat zu Entstehung was geschrieben.
Ballistol ist da als Konservierung/Korrosionsschutz gut geeignet, und bei sachgerechter Lagerung breitet sich der Schaden auch nach Konservierung nicht mehr weiter aus.
Zinkpest hat einen völlig anderen Mechanismus, und hat nichts mit dem gezeigten Schadensbild zu tun. Ob ein Modell für Zinkpest anfällig ist, zeigt sich in der Regel nach 5 bis 10 Jahren, seltenst deutlich früher. Und wenn nach 20 Jahren noch nichts auffällig ist, dann ist relativ sicher, dass auch nichts mehr kommt.