Hallo. ich möchte einen Schienenbieger bauen. Gebrauchtes Schienenmaterial von LGB besitze ich reichlich, nur soll der kleinste Gleisbogen entsprechend R5 oder 1800 nicht unterschreiten. Daher sollen alle anderen Gleisbögen entsprechend aufgebogen werden, nicht die einzelne lose Schiene, sondern gleich beide Schienen mit dem Gleisbett in einem Arbeitsgang parallel biegen. Ähnlich wie die "duo-trak-railbender" von Trainli oder Massoth
Mit einem 3D Drucker habe ich die Rahmenteile erstellt, die Lager und Schraube zugekauft und bereits einen erstellt. Der funktioniert, braucht aber noch einige Updates (daran arbeite ich zur Zeit).
Hat jemand Erfahrungen mit anderen Eigenbauten und kann etwas empfehlen.
Moin, Manuela Schilling aus dem Spaßbahnforum hat sich mal an so einen Eigenbau gemacht, um das Ergebnis habe ich mich nicht weiter gekümmert. Die mir bekannten Biegegeräte sind alle aus Metall, ist denn der 3-D-Druck-Kunststoff ausreichend stabil für so ein gerät?
Schöne Grüße Johannes
PS: Ich verwende seit 2002 den Gleisbieger von Train.li, er scheint mit von der Konstruktion und Bedienung der sinnvollste zu sein.
Spur G im Garten, H0m/H0 im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail auf RasPi, Manhart-Funky und RocoWLM.
Hallo Wolfgang, wenn du beide Schienen gleichzeitig begradigen willst müssten die 2 Stützrollenpaare genau parallel stehen. Die beiden Druckrollen auf der gegenüber liegenden Schienenseite müssten je nach Radius untereinander vom Abstand her angepasst werden. Nur für gerade Schienen ist der Wert fix. Da auch mit Fertigungstoleranzen der Schienen/Gleiskörper zu rechnen ist, besteht die Gefahr dass die Schienenstühle beschädigt werden. Auch dass im eingebauten Zustand der Schienen nur Druck auf Kopf und Steg, nicht aber Fuß ausgeübt wird, halte ich für kritisch. Wir haben seinerzeit im Verein die Schienen aus dem Schwellenkörper gezogen und die äußere Schiene bzgl. Radius gebogen und eingebaut. Beginnend mit dieser Einstellung wurde dann die innere Schiene gleich gebogen und dann in einem zweiten Durchlauf vom Radius um 45mm reduziert.. 3D-Druck, wenn nicht LaserSinter halte ich für zu labil. Nicht zu vergessen, begradige ich einen Bogen muss die inneree Schiene danach gekürzt werden. Bei R600 ist die Längendifferenz zwischen außen / innen 11,775mm pro 30°, bei R1800 sind es schon 23,55mm. Volker
Zitat von volkerS im Beitrag #33D-Druck, wenn nicht LaserSinter halte ich für zu labil.
Richtiges Material (PETG oder PLA spielt keine Rolle, in den jeweiligen Materialgruppen gibt es schon deutliche Unterschiede) und vor allem materialgerechte Konstruktion und Slicereinstellung vorausgesetzt können mehr als ausreichend stabile Konstruktionen auch für solche Werkzeuge erstellt werden. Benutze auf meinem Boot einen in PETG gedruckten Fockroller, der muss da Lasten von 1,5 t aushalten die auch (auf Druck) durch das PETG geleitet werden. Für so eine Gleisbiegevorrichtung würde ich zu hochwertigem PLA tendieren, das ist eher hart und steif, PETG ist eher etwas flexibler.
Hallo, ja ich habe den ersten Entwurf des 3D gedruckten Schienen- besser Gleisbiegers bereits fertig und getestet. Der braucht noch ein Update, aber funktioniert. Ehrlich ich habe dem "Heißkleber" auch nicht getraut, aber es hält bisher wieder erwartet stabil zusammen. Nach dem Update soll der nächste mal aus Nylon gefertigt werden. Dann mal schauen wie sagt man Versuch macht klug und probieren geht über studieren (die in meinem Alter sind werden das noch wissen, die jüngeren glauben leider ans Studieren).
Beim ersten Test wurde der Standardgleisbogen aufgebogen.
Hierzu müssen erst die Verbindungsstellen der Schwellen auf der Innenseite des Gleisbogens getrennt werden. Dafür habe ich einen Seitenschneider verwendet. Beim Aufbiegen stellt man fest, dass gerade die im Gleisbogen innere Schiene immer weiter in den Schwellen verschwindet (siehe Foto).
Das versuche ich zu umgehen, in dem mehre Gleise aneinander lötet werde. Interessant wird wie sich das auf das Schwellenbild auswirken wird. Genaugenommen sind die Plastikschwellen der LGB-Gleise viel zu gleichmäßig für eine Schmalspurbahn angeordnet / verlegt.
Klar so ein Gleisbieger von Train.li, oder Massoth ist schon eine feine Sache, aber deren Preise sind auch schon exklusive.
Dann hat jeder beim Modellbau so seine Schwerpunkte auf die er Wert legt. Bei mir ist es der Bau und wie ich Probleme lösen kann. Das schließt nicht aus sich Erfahrungen, Inspirationen oder Hilfe von Gleichgesinnten zu holen.
Dann wenn die vorhandenen Gleise erst einmal modifiziert sind bracht es den Gleisbieger auch nicht mehr.
Zitat von Dampfauf im Beitrag #6Wann hast Du deinen zum Letzte mal gebraucht?
Moin, ich selber letztes Jahr beim Verbessern einer Streckenführung, 2 Freunde im nahen Umkreis haben ihn sich dieses Jahr ausgeliehen, einmal für eine Streckenmodifizierung, der andere baut eine koomplette Neuanlage auf (erstmaliger Einstieg bei LGB). Als Investitionsgut ist mein Gleisbieger längst abgeschrieben, jetzt bringt er nicht-monetären Gewinn.
Schöne Grüße Johannes
PS: er diente auch mal bei einem Gartenbahnfreund als Lokbeschwerer, gegen den Sonnenschein bekam die Lok auch noch eine Sonnenbrille. Bild ist irgendwo im Spassbahnforum.
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Zitat von Dampfauf im Beitrag #8Hallo Johannes, hast du Unterlagen eine Zeichnung nach der du deinen Gleisbieger gebaut hast?
Moin, nein, ich habe doch geschrieben, dass ich meinen bei Train.li gekauft habe. Also habe ich keinen selber gebaut. Natürlich habe ich aus 20 Jahren Praxis mit meinem Gleisbieger Erfahrungen sammeln können, woraus es (meiner Meinung nach) ankommt.
Schöne Grüße Johannes
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