bei meinem Neuerwerb ist mir irgendwann aufgefallen dass die Achsen am hintere Drehgestell bei langsamer Fahrt blockieren. Also aufgemacht und gesehen, das dieses Kunststoffteil lose in der Schwungmasse sitzt. Sind die ab Werk gesteckt oder geklebt? Und was für Kleber nehme ich bei dem glatten Kunststoff? Aktuell habe ich nur diverse Kleber von Pattex und zwei verschiedene Sekundenkleber da. Spontan hätte ich zum Weicon gegriffen.
Ist zwar Neu und könnte ich auch einschicken, aber da hab ich jetzt kein Nerv dazu.
Einer der Sekundenkleber wird den Job zuverlässig machen wenn die Klebeflächen vorher sauber und vor allem fettfrei sind. Dann bricht wenn der Kleber ausgehärtet ist eher das Plastikteil. Kann bei der Form der Klebefläche etwas dauern, Cyanacrylat-Kleber härten durch Luftfeuchtigkeit. Nach spätestens einer Stunde dürfte aber alles endgültig durchgehärtet sein.
Wenn du dir die Gehäuse nicht durch (zu viel) Kleber versauen willst: klassischen Alleskleber mit Stecknadel sparsam in die Bohrungen, dann quillt nichts nach außen und man bekommt die Teile notfalls auch wieder ab bzw. abgebrochenen Noppen auch wieder raus.. Das einfache Abfallen wird so aber zuverlässig verhindert.
Danke, das hilft mir bei meiner Roco BR 44 weiter, da ist vom Tender die Kulisse mit der angedeuteten Federung abgefallen, als ich sie unvorsichtig vom Gleis gehoben habe.
Mal ne Frage an die anderen Besitzer dieser Lok. Rumoren die Getriebe bei euch auch so? Bei eher langsamer Vorwärtsfahrt rumort das Getriebe im Drehgestell, Rückwärts ist es nicht so schlimm. Hab die vorhin mal zerlegt, im Getriebe vom vorderen Drehgestell waren paar Metallspäne. Hab dann alles zerlegt, gereinigt, frisch gefettet und zusammen gebaut. Ist aber nicht besser geworden.
Prüf mal das Längsspiel der Schneckenwellen/Kardane. Die axiale Last darf nur über die Lager der Schneckenwellen aufgefangen werden und nicht irgendwie über die Kardane übertragen werden. Ggf. die Kardanmitnehmer auf den Schneckenwellen justieren.
Das habe ich als erstes geprüft, die haben ordentlich Längsspiel. Von Hand lässt sich auch alles sauber und leicht durch drehen, also es drückt und klemmt nichts.
Zu viel Längsspiel ist auch nicht gut, wenn nötig stelle ich das Axialspiel der kurzen Schneckenwellen auf ~0,5mm maximal ein. Ist das Spiel der Schneckenwellen zu groß kann je nach Fahrtrichtung das Spiel der Kardane gegen null gehen. Prüf das Getriebe mal ohne Schneckenwellen, Achsen durchdrehen und dabei das Schneckenrad leicht mit dem Finger anbremsen. Wenn sich da was hakelig anfühlt alle Zahnräder auf Schäden prüfen.
Kann das Geräusch auch vom Motor kommen? Ich hatte mal was von "rastenden" Motoren bei Piko aufgeschnappt. Oder spielt das bei analog keine Rolle?
Oder ist das schlichtweg Konstruktionsbedingt? Das Drehgestell ist ja nur Druckguss, paar Zahnrädchen und die Achsen liegen da drin ohne anständiges Lager.
Ich zerleg das Ding nochmal und prüfe die Drehgestelle einzeln. Hab ja jetzt Übung
Den Motor einfach mal solo testen, mit einer einzelnen Batterie (1,5V) sollte der schon laufen, irgendwelches Geruckel macht sich gerade bei solchen niedrigen Drehzahlen gut bemerkbar. Ist aber in diesem Fall ein Fünfpoler, der sollte butterweich laufen. Das Ruckeln durch das Rastmoment macht sich nur bei mäßig guten Dreipolern ohne Schwungmasse bemerkbar. Ein in eine Richtung knurriges Getriebe hatte ich mal bei einer Roco 93er, die Achse mit Zahnrad direkt im Zinkdruckgussrahmen gelagert. Durch Abnutzung drückte die Achse bei Fahrt vorwärts mit ihrem Zahnrad das Zahnflankenspiel auf null. Lager etwas weiter aufgefeilt und mit 0,1er Bronzeblech Lagerschalen eingeklebt. Seit dem ist die Lok fast geräuschlos unterwegs.
Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #13die Achse mit Zahnrad direkt im Zinkdruckgussrahmen gelagert.
So ist das hier auch. Mit ordentlich Spiel in alle Richtungen. Die Lok habe ich erst vor zwei Wochen gekauft. Ich hab schon zwei mal den Deutsche Post Shop angeschrieben, keine Antwort.
Mehano wird ja von Lemke vertrieben, ebenso wie Hobbytrain. Und mit den Hobbytrain Loks hatte ich auch schon mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht. Nagelneue Loks werden mit Getriebeschaden ausgeliefert. Antwort vom Kundendienst: Ja das kann mal vorkommen.
Zitat von Badenbahner im Beitrag #12Kann das Geräusch auch vom Motor kommen? Ich hatte mal was von "rastenden" Motoren bei Piko aufgeschnappt.
Wenn Du den Motor sowieso im ausgebauten Zustand an Gleichstrom testest, halt ihn auch mal an eine Holzplatte etc. um sicherzustellen das nicht Motorunwucht sprich von ihr erzeugter Körperschall die Radauursache ist.
Grüße von Markus
Man muß im Leben für seine Erfahrungen bezahlen, wenn man Glück hat bekommt man manchmal Rabatt (Oskar Kokoschka)
Zitat von Petz1 im Beitrag #15Wenn Du den Motor sowieso im ausgebauten Zustand an Gleichstrom testest, halt ihn auch mal an eine Holzplatte etc. um sicherzustellen das nicht Motorunwucht sprich von ihr erzeugter Körperschall die Radauursache ist.
Das Rumoren tritt gerade bei niedrigen Geschwindigkeiten = niedrigen Motordrehzahlen auf. Trifft man nicht zufällig eine Resonanz gerade bei den niedrigen Drehzahlen macht sich eine Unwucht da noch gar nicht bemerkbar. Klassiker diesbezüglich sind alte Roco-Motoren mit den nicht gewuchteten silbernen Schwungmassen. Bei langsamer Fahrt unhörbar, sobald etwas flotter mit dem typischen Dröhnen unterwegs.
Eine Möglichkeit wären noch die Achsen selber. Da wo das Ritzel sitzt sind die Achsen geriffelt, und die Riffelung schaut auf einer Seite etwas raus. Könnte mir vorstellen das es die Achse bei Vorwärtsfahrt gegen das Gehäuse drückt und dann die Riffelung schabt. Aber bevor ich die Feile zücke warte ich mal ob nicht doch noch Antwort vom Service kommt.