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RE: Ausfahrsignale Kopfbahnhof

#1 von histor , 30.10.2010 11:02

Hallo,
vielleicht ist das hier besser aufgehoben als bei "Meine Anlage". Es geht um die Signalisierung (mit Flügelsignalen - Epoche "3 1/2") dieses Gleisplanes eines Kopfbahnhofes an eingleisiger Hauptstrecke. Gleise mit möglichen Zugfahrten sind gelb gekennzeichnet.


Erwas größer ist dieser Plan auch zu sehen bei http://www.archiv-hhnv.de/jernmodell/sup1132.jpg

So richtig fündig wurde ich in Literatur und Netz bisher nicht. Bevor ich weiter Signale kaufe, die dann doch verkehrt oder überflässig sind, folgende konkrete Fragen an die Signalisierungsexperten:
1) bei den Ausfahrsignalen aus den Gleisen 3 bis 5 dachte ich an gekoppelte für Hp0 und Hp2. Obwohl ja eine ausfahrende Dampflok auf der Weichenstraße nun so schnell auch nicht sein würde - aber eben der nachfolgende Zug (bis zu 8 "Vierachser")

2) Ausfahrsignal aus Gleis 6: genugt ein einflügeliges Signal ? Oder auch hier Hp0 und Hp2 ?
Aus allen vier Gleisen 3 bis 6 fahren auch Wendezüge aus mit der Lok nach links am Zug, so dass sie nach 3 Meter Fahrt durch das Bahnsteiggleis auf der Weichenstraße ja schon eine gewisse Geschwindigkeit haben könnten.

3) Können die Abstellgleise 13 und 14 sowie 15 und 16 jeweils durch ein Gleissperrsignal für 2 Gleise gesichert werden oder muss für jedes Gleis einzeln eines stehen ?

4) Sind denn wirklich bei den "Wendegleisen" 18 und 28 an Ende der Abstellgleise und des Bahnbetriebswerkes auch noch Gleissperrsignale erforderlich. Gut - es beginnt formal eine Rangierfahrt - aber doch nur in Gleise, bei denen ebenfalls nur Rangierfahrten möglich sind.


Freundliche Grüße
Horst
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histor
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RE: Ausfahrsignale Kopfbahnhof

#2 von CargoServ ( gelöscht ) , 30.10.2010 12:19

Bei den Ausfahrgleisen 3 bis 7. müsste ein Hauptsignal mit Hp0 und Hp2 und eine hohes Formsperrsignal hin.
Bei den Rangiergleisen könntest du in jedes Gleis ein Wartezeichen hinsetzen und an der Weiche 15 ein Sperrsignal!


CargoServ

RE: Ausfahrsignale Kopfbahnhof

#3 von K-P ( gelöscht ) , 30.10.2010 13:46

Zitat von histor
1) bei den Ausfahrsignalen aus den Gleisen 3 bis 5 dachte ich an gekoppelte für Hp0 und Hp2.

Hallo Horst,

bis hierhin ist Deine Signalwahl schon einmal richtig.

Zitat von histor
2) Ausfahrsignal aus Gleis 6: genugt ein einflügeliges Signal ? Oder auch hier Hp0 und Hp2 ?

Aus Gleis 6 befährt ein Zug den Abzweig der Weiche, also gehört dort ein zweiflügeliges, gekoppeltes Signal hin.

Das einflügelige Hauptsignal an Gleis 7 ist soweit richtig, aber auch hier muss noch ein hohes Sperrsignal stehen, damit eine Rangierfahrt nach Gleis 17 oder ins Bw möglich ist. Schön wäre auch noch eine Geschwindigkeitstafel (z. B. "6" für 60 km/h) am Hauptsignalmast, weil ja ein recht enger Radius befahren wird.

Zitat von histor
Aus allen vier Gleisen 3 bis 6 fahren auch Wendezüge aus mit der Lok nach links am Zug, so dass sie nach 3 Meter Fahrt durch das Bahnsteiggleis auf der Weichenstraße ja schon eine gewisse Geschwindigkeit haben könnten.

Bei der Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h durch das Signal Hp2 darf der Lokführer den Zug erst beschleunigen, wenn alle Fahrzeuge den Weichenbereich verlassen haben. Dabei ist es egal, ob es ein Dampfzug mit führender Lok oder ein Wendezug mit schiebender Diesellok ist.

Zitat von histor
3) Können die Abstellgleise 13 und 14 sowie 15 und 16 jeweils durch ein Gleissperrsignal für 2 Gleise gesichert werden oder muss für jedes Gleis einzeln eines stehen ?

Du brauchst die Abstellgleise 13 bis 16 nicht unbedingt gegenseitig abzusichern. Wie Christoph schon geschrieben hat, reicht es aus, wenn Du an Weiche 15 ein Sperrsignal aufstellst, das die Bahnhofsein- und Ausfahrt absichert.

Zitat von histor
4) Sind denn wirklich bei den "Wendegleisen" 18 und 28 an Ende der Abstellgleise und des Bahnbetriebswerkes auch noch Gleissperrsignale erforderlich. Gut - es beginnt formal eine Rangierfahrt - aber doch nur in Gleise, bei denen ebenfalls nur Rangierfahrten möglich sind.

Ich glaube, Du meinst Gleis 18 und 29. Nein, hier kannst Du auf Signale verzichten.

Freundliche Grüße

K-P


K-P

RE: Ausfahrsignale Kopfbahnhof

#4 von histor , 30.10.2010 20:54

Danke an "CargoSev" und "K-P". Das sind doch mal wirklich kernige und eindeutige Vorgaben und Auskünfte.
° Also auch an Gleis 6 ein Form-Hauptsignal mit gekoppelten Flügeln für Hp2
° Gleis 7 erhält dazu ein hohes Sperrsignal, eben wenn z.B. der Postwagen wieder bereit gestellt wird oder BW-Fahrten
° Gleise 18 und 29 bleiben signallos. Wäre mir auch übertrieben vorgekommen.
° Das Sperrsignal an Weiche 15 sichert also die Gleise 13 bis 16 - aber von Gleis 17 kann man ja auch über die Weichen 19 und 2 ausfahren. Also gehe ich mal davon aus, dass das Signal da stehen bleiben sollte. Wenn nun eine Fahrt von Gleis 17 doch geradeaus über Weiche 19 geht, muss der Lokführer dann eben ein Signal bei Weiche 19 und eines bei Weiche 15 beachten.

Einfahrtsignal "A" wird übrigens eines mit ungekoppelten Flügeln, die Fahrt auf Gleis 7 kann mit Hp1 (und passender Geschwindigkeitsbegrenzung) erfolgen. Der Radius der Strecke dort ist 1,920 m (Roco-Line Radius 20). Ich würde da durchaus 80 km/h zulassen wollen. Oder wäre das unrealistisch und eben 60 km/h vorzugeben ?

Dann werde ich mal die noch fehlenden Signale besorgen.


Freundliche Grüße
Horst
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RE: Ausfahrsignale Kopfbahnhof

#5 von Dirk Ackermann , 30.10.2010 21:08

Moin Horst,

Ich habe zu deinem Gleisplan noch ein paar Fragen.

Die Gleise 8,9,10 (Gl 10 markiert als Post-Expressgut) die von Gleis 7 abzweigen , welche Aufgabe haben die Gleise 8 und 9?
Das Gleis 7 mündet auf deiner Zeichnung nicht ersichtlich in ein Industriegebiet.
Was für Züge, außer Übergaben, kommen noch aus diesem Bereich ??
So wäre anstatt des einflügligen Signals zum BW/Abstellbereich ein ungekoppeltes Signal (Hp0, Hp1, Hp2) eine denkbare Möglichkeit.

In dem Streckengleis von Kopfbahnhof vorbei an dem BW und der Abstellgruppe würde ich die Hg auf 40 Km/h begrenzen und hinter dem Stellwerk dann die Begrenzung aufheben mit z.B. HG 12 (120 Km/h).


Grüße aus Dithmarschen
Dirk

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RE: Ausfahrsignale Kopfbahnhof

#6 von K-P ( gelöscht ) , 30.10.2010 23:38

Zitat von histor
Der Radius der Strecke dort ist 1,920 m (Roco-Line Radius 20). Ich würde da durchaus 80 km/h zulassen wollen. Oder wäre das unrealistisch und eben 60 km/h vorzugeben ?

Hallo Horst,

bei dem großen Modellradius kannst Du auch 80 km/h zulassen. Hauptsache schneller als 40 (Langsamfahrt über abzweigende Weichen) und weniger als 100 (max. Streckenhöchstgeschwindigkeit für eingleisige Strecken im Bereich der DB während der Epoche IV). Auf der eingleisigen KBS 145/146 galt bis 1987 überwiegend ein Limit von 80 km/h (heute 120 km/h).

Zitat von Dirk Ackermann
Das Gleis 7 mündet auf deiner Zeichnung nicht ersichtlich in ein Industriegebiet.
Was für Züge, außer Übergaben, kommen noch aus diesem Bereich ??
So wäre anstatt des einflügligen Signals zum BW/Abstellbereich ein ungekoppeltes Signal (Hp0, Hp1, Hp2) eine denkbare Möglichkeit.

Hallo Dirk, Fahrten von Gleis 7 nach Gleis 17 oder ins Bw sind lediglich Rangierfahrten, keine Zugfahrten - also kein Hp2 nötig.

Freundliche Grüße

K-P


K-P

RE: Ausfahrsignale Kopfbahnhof

#7 von histor , 31.10.2010 00:34

Danke noch mal für die ergänzenden Informationen.

° Gleise 8, 9 und 10 sind alles drei relativ kurze Gleise für den Post- und Exprressgutbetrieb - jedes fasst einen vierachsigen Post- oder Gepäckwagen mit etwas "Luft". Ähnlich aufgefächert wie früher Hamburg-Hauptbahnhof - aber eben in sehr viel bescheidenerem Umfang.

° Die Verlängerung von Gleis 7 führt in der Tat "offiziell" zu den Übergabegleisen des Industriegebietes (auf der Zeichnung oben habe ich die Westseite der Anlage nicht mit dargestellt). Es beginnen also bei Gleis 7 beim Ausfahrsignal auch Zugfahrten mit Güterzügen. "Inoffiziell" kann man das Gleis auch mißbrauchen, um einfach mal die Züge entspannt im Kreis fahren zu lassen.

° Dann werde ich bei Signal P7 mit Hp1 die Geschwindigkeit auf 80 begrenzen. Das bedingt dann auch, dass man von Einfahrsignal A auf Gleis 7 mit 80km/h bei Hp1 fahren kann. Für die Gleise 3 bis 6 gilt logischerweise Hp2. Die Strecke führt ja nun zwischen Abstellgleisen und Bahnbetriebswerk hindurch. Trotzdem möchte ich da nicht unbedingt 40 km/h fahren - die eingleisige Strecke sollte nicht zu lange blockiert sein und im Verkehr nach Lübeck und Hamburg ist Eile geboten, da hat die LBE ja Zeichen gesetzt. Was würde man in der Realität tun ? Die Strecke einzäunen ? Würde ich glatt machen. So 1,20 m Höhe (d.h. etwa 15 mm) müssten doch genügen. Vielleicht mit Durchlass in der Mitte und so Durchlaufverhindergitter und einem schicken Unfallverhütungsplakat der Berufsgenossenschaft.


Freundliche Grüße
Horst
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RE: Ausfahrsignale Kopfbahnhof

#8 von K-P ( gelöscht ) , 31.10.2010 00:53

Zitat von histor
Gleise 8, 9 und 10 sind alles drei relativ kurze Gleise für den Post- und Exprressgutbetrieb - jedes fasst einen vierachsigen Post- oder Gepäckwagen mit etwas "Luft". Ähnlich aufgefächert wie früher Hamburg-Hauptbahnhof - aber eben in sehr viel bescheidenerem Umfang.

Aha: Statt Hühnerposten also ein "Kükenposten"?

Zitat von histor
Was würde man in der Realität tun ? Die Strecke einzäunen ?

Nix. Z. B. Kiel ist ganz ähnlich angelegt wie Hampstedt. Nur wenn Du Dienstwege (z. B. vom Bw zur Abstellgruppe) einrichtest, sollte das Streckengleis durch ein gelb/schwarz gestreiftes Drehkreuz gesichert sein:


K-P

RE: Ausfahrsignale Kopfbahnhof

#9 von histor , 31.10.2010 01:50

Zitat von K-P
Aha: Statt Hühnerposten also ein "Kükenposten"?



Freundliche Grüße
Horst
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