Das mit den Schraubklemmen ist eine gute Idee. Alternativ kann man die Schaltung übrigens auch direkt im Gleis unterbringen. So habe ich das bei meinem Bahnübergang gemacht.
Hier ist nun ein verbesserter Schaltplan. Ich habe darauf geachtet, mit möglichst wenigen Standardwerten für Bauelemente auszukommen.
Die Schaltung kann auf verschiedene Weise eingestellt werden.
- Blinkfrequenz: Sie ist am einfachsten über R5 einzustellen. Je kleiner R5 ist, desto höher die Frequenz.
- Flankensteilheit: Sie wird durch das Verhältnis R7/R6 bestimmt. Je größer dieses ist, desto kürzer ist der Übergang zwischen hell und dunkel. Wenn das Verhältnis kleiner als ca. 6/5 wird, werden volle Helligkeit und volle Dunkelheit nicht mehr erreicht. Man hat dann nur noch zwei dauerhafte Lichter, die abwechselnd an- und abschwellen. Wer daran Interesse hat, dem kann ich einen einfacheren Plan geben, der den gleichen Zweck erfüllt. Beim ersten Schaltplan verhielt es sich übrigens umgekehrt. Je größer R7/R6, desto sanfter der Übergang.
- Helligkeit: Wird ausschließlich durch R8 und R9 vorgegeben.
Zum Einstellen kann man R5 gegen ein Poti von 1MΩ tauschen. Ein gleiches Poti kann den Spannungsteiler R7/R6 ersetzen, da es hier auf das richtige Verhältnis der beiden Widerstände zueinander ankommt, nicht aber auf ihren absoluten Wert, solange dieser nicht zu gering wird.
Sehr schön. Bei mir sieht es ein wenig chaotischer aus. Ich habe die Schaltung auf die leitende Seite einer Platine gelötet, damit keine leitenden Teile nach unten ragen.
Auf dem oberen Foto fehlen noch die beiden Elkos mit zusammen 66uF.
da ich auch ein Andreaskreuz auf meiner Anlage plane, werde ich das mit dem Attiny45 realisieren. Mit diesem Baustein kann man so ziemlich alles ansteuern
eine gute Idee, macht aber meiner Meinung keinen Sinn:
Ich will ja nicht das der Attiny immer arbeitet, sonder ein- und ausgeschaltet werden kann. Daher werde ich ein 5V Netzteil verwenden und alle Schaltvorgänge mit einem Schaltdecoder steuern. Somit kann ich alle Andreaskreuze, Häuser, usw. einzeln schalten.
Genau das mache ich auch. Und durch den Einweggleichrichter funktioniert die Schaltung auch mit dem Diodentrick. So spare ich eine Menge Bauelemente, und über schlechten Kontakt hilft der bereits vorhandene Kondensator C2 hinweg.
#34 von
eisenbahnstube
(
gelöscht
)
, 01.06.2013 16:19
Hallo Clemens, guten Tag.
Das Feilschen um 3 oder 4 Bauteile verstehe ich bei ner Kleinstserienfertigung für den Privatbedarf nicht so recht. Aber das mag auch daran liegen dass ich weder bei Telefunken-LfG und -Senderbau noch bei der AEG-Bahntechnik an solche Restriktionen wie bei den Automobilbauern gebunden war. Bei deren Stückzahlen wurde dann schon mit 5 Stellen hinter dem Komma kalkuliert. Kompromisse sind aber nicht wirklich gut.
Noch als Hinweis: hinter der Grundschaltung mit den Blinkern kommt ja demnächst noch was ran: die Schrankensteuerung mit Servos, bin noch nicht zum Lochraster-Aufbau gekommen obwohl die Schaltung längst klar ist. Der Schrankenbaum soll ja nicht erst runterklatschen, wenn der Pkw schon an der Pufferbohle klebt ... Aber es gibt manchmal halt andere Dinge als das Modellbahnhobby ...
Und ob da nun ein OP oder ein CD 40xx werkelt ist egal, nur die "Halbwellen-Technik" ist bei mir tabu. Und mir ist die galvanische Trennung der Zubehörelektronik vom Bahnstrom mit separatem Trafo wichtig.
Schönen Bastelsonntag, das Wetter verleitet ja dazu.
#35 von
Stromstossschalter
(
gelöscht
)
, 02.06.2013 04:51
Wenn ich mir den Bauteilaufstand wie hier anschaue, ist der Einsatz eines ATtinys wirklich angesagt zum Ersatz. Da brauchts maximal eine Spannungsversorgung wie im gezeigten Bild, an Stelle der vielen weiteren Elkos, Transistoren und des Relais kommt der ATtiny. Das ersparte Kapital investiere ich in einen Optokoppler und seine Aussenbeschaltung zwecks Potentialtrennung. Bemängelt wurde die wahnsinnige Stromaufnahme des ATtiny im Dauerbetrieb:
ZitatIch will ja nicht das der Attiny immer arbeitet, sonder ein- und ausgeschaltet werden kann.
Keine Ahnung, warum man hier einen ATtiny ausschalten muss, den hole ich mit dem Optokoppler aus seinem Schlaf, blinki-blinki am Übergang, fertich, pennen gehen mit ein paar µA.
da ich ja auch ein Fan des Attiny bin, siehe hier http://www.herberts-n-projekt.de/basteleien-1/belebtes-haus/ bin ich auch der Meinung, daß er die ideale Lösung für Dinge wie Andreaskreuz, Baustellenblitzer, stehende Einsatzfahrzeuge u.s.w. ist!
Ich habe es zwar noch nicht probiert, aber sollten sich nicht auch die Servos für die Schranken mit dem Attiny ansteuern lassen? Ausgang 0 und 1 sind doch PWM Ausgänge.
wie müsste man die Schaltung verändern, wenn man bevor das Wechselblinken einsetzt, für ca. 1 Sek. alle LEDs anschalten würde. Viele BÜs in den 70er waren genau so geschaltet.
Zitat von Zimmerlewie müsste man die Schaltung verändern, wenn man bevor das Wechselblinken einsetzt, für ca. 1 Sek. alle LEDs anschalten würde. Viele BÜs in den 70er waren genau so geschaltet.
ich denke, mit der "analogen" Schaltung wird das so einfach gar nicht gehen - mit einer Schaltung auf Mikroprozessor-Basis wäre es aber natürlich kein Problem - einfach eine "alles-an-Schleife" vor die Blinkerschleife programmieren und fertig .
Viele Grüße, Bodo
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will. (Jean-Jacques Rousseau)
Zitat von Zimmerle wie müsste man die Schaltung verändern, wenn man bevor das Wechselblinken einsetzt, für ca. 1 Sek. alle LEDs anschalten würde. Viele BÜs in den 70er waren genau so geschaltet.
Microprozessor............... Siehe "belebtes Haus", mit ATtiny ist alles sehr einfach.
wie ich oben schon geschrieben habe, bin ich ganz deiner Meinung!
Wenn jemand in der Lage ist so eine diskrete Schaltung zu entwickeln, bin ich sicher, daß er auch problemlos mit dem Mikroprozessor zurechtkommt, denn das ist viel einfacher als man denkt!
danke für die Idee. Das werde ich in Kürze einmal ausprobieren. Würdest Du bitte das Schaltbild nochmal in größerer Auflösung posten. Ich kann die Werte kaum entziffern.
vergiss die obere Schaltung. Ich habe noch eine bessere Variante gefunden, die auch beim Einschalten sanft aufblendet. Allerdings muss ich noch ein paar Details optimieren. Ich poste heute abend einen verbesserten Schaltplan.
Edit: Bitteschön. Hier ist der Schaltplan.
Eigentlich handelt es sich hier um eine neue Schaltung. Leider ist sie gegen Spannungsschwankungen empfindlicher als ihre Vorgänger und benötigt daher einen Brückengleichrichter und einen größeren Elko. Die Elkos sollten auf 35V ausgelegt sein. Statt des dargestellten LT1079 kann natürlich weiterhin der LM324 eingesetzt werden. Die Diode 1N750 ist eine Zenerdiode mit 4,7V Sperrspannung.
Das Ausgangssignal ist so dargestellt, wie es beim Betrieb mit Wechselspannung aussieht. Der leicht gekrümmte Verlauf der Signalflanken ist auf die Widerstände R12 und R13 zurückzuführen. Sie sind für das Funktionieren der Schaltung nicht unbedingt erforderlich, aber sie lassen das Blinken noch etwas realistischer wirken.
Zum Abschluss noch ein Bild von der aufgebauten Schaltung:
vielen Dank für die neue Schaltung. Ist schon irre, was man mit einem LM324 so alles anstellen kann, wenn man weiß wie's geht! Ist der NPN iein ganz popliger BC108 oder ähnlich? Bei ca. 18 V vor dem Gleichrichter müsste der doch hinkommen?
/* Blinking light with fading in and out. Build from the Arduino example "Fading"
Can be used for grade crossings in model railroad. Variable timing for fade time, time output is full on and time output is off.
Created by Moppe */
// Configuration variables
int ledPin1 = 0; // LED connected to digital pin 5 int ledPin2 = 1 ; // LED connected to digital pin 6
int dt = 3; // fading time int ont = 600; // delay time, one light on int oft = 200; // delay time, both lights off
void setup() { // nothing happens in setup }
void loop() { if ((millis()<=(ont+oft))) //Both lights on when powered up { // both outputs fade in from min to max in increments of 5 points: for(int fadeValue = 0 ; fadeValue <= 255; fadeValue +=5) { // sets the value (range from 0 to 255): analogWrite(ledPin1, fadeValue); analogWrite(ledPin2, fadeValue); // wait for (dt) milliseconds to see the dimming effect delay(dt); }
delay(ont);
//Delay for (ont) milliseconds, where the light is on, on the first output // output 1 fade out from max to min in increments of 5 points: for(int fadeValue = 255 ; fadeValue >= 0; fadeValue -=5) { // sets the value (range from 0 to 255): analogWrite(ledPin1, fadeValue); analogWrite(ledPin2, fadeValue); // wait for (dt) milliseconds to see the dimming effect delay(dt); }
delay(oft); //Delay for (oft) milliseconds, where the light is off on both outputs }
else
{ // output 1 fade in from min to max in increments of 5 points: for(int fadeValue = 0 ; fadeValue <= 255; fadeValue +=5) { // sets the value (range from 0 to 255): analogWrite(ledPin1, fadeValue); // wait for (dt) milliseconds to see the dimming effect delay(dt); }
delay(ont); //Delay for (ont) milliseconds, where the light is on, on the first output
// output 1 fade out from max to min in increments of 5 points: for(int fadeValue = 255 ; fadeValue >= 0; fadeValue -=5) { // sets the value (range from 0 to 255): analogWrite(ledPin1, fadeValue); // wait for (dt) milliseconds to see the dimming effect delay(dt); }
delay(oft); //Delay for (oft) milliseconds, where the light is off on both outputs
// output 2 fade in from min to max in increments of 5 points: for(int fadeValue = 0 ; fadeValue <= 255; fadeValue +=5) { // sets the value (range from 0 to 255): analogWrite(ledPin2, fadeValue); // wait for (dt) milliseconds to see the dimming effect delay(dt); }
delay(ont); //Delay for (ont) milliseconds, where the light is on, on the second output
// output 2 fade out from max to min in increments of 5 points: for(int fadeValue = 255 ; fadeValue >= 0; fadeValue -=5) { // sets the value (range from 0 to 255): analogWrite(ledPin2, fadeValue); // wait for (dt) milliseconds to see the dimming effect delay(dt); }
delay(oft); //Delay for (oft) milliseconds, where the light is off on both outputs } }
Hallo bei meinem Ansatz geht es zwar nicht um ein Andreaskreuz, aber um eine Mischung aus klassischer Löttechnik und Microcontroller (Arduino). Dabei kann der Arduino natürlich auch blinken (aber ohne „delay“ zu nutzen). Ich nehme ihn aber, um Ereignisse eines Tages zu erzeugen. - ein Lichtprogramm läuft dauernd ab, wobei im Moment 10 Ausgänge einen 20 stufigen Zyklus durchlaufen, d.h. im Laufe „eines Tages“ gehen unterschiedliche Lichter in bis zu 10 Häusergruppen an
- über fünf Schaltereingänge werden weitere bis zu 5 Programme gestartet werden können, dazu gehört auch die Kirmes. Hier blinkt das Karussell 15 sec, dreht sich dann 15 sec, hält wieder an usw - während es sich dreht, wird das MaxiSound von TAMS angetriggert und macht Kinderkarusselmusik. - bei der Bude im Hintergrund habe ich die Augen der Bären durch 4 Leuchtdioden ersetzt, die blinken.
Dieses Blinken habe ich „zu Fuß“ erzeugt, weil ich keinen freien Ausgang am Arduino mehr hatte und weil es auch ohne den Arduino unabhängig eingeschaltet werden können soll. Die Platine dazu steckt in einer kleinen Hütte und ist damin von oben erreichbar.
Insgesamt sind "einige" LEDs in der Kirmes verbaut. Im Karusselldach verborgen habe ich zwei Ringe aus Kupferdraht gebogen und 6 LEDs als Speichen eingelötet, da sie damit parallell sind, musste ich mit einer Zenerdiode die 12 V Gleichspannung runterbringen und zwei "dicke" Widerstände in Reihe nehmen. Alle anderen LEDS konnte ich in Serie schalten und damit die Spannung pro LED sanfter gestalten.
Hier der komplette Schaltplan der Kirmes, die 12V Gleichspannung werden über ein Relais vom Arduino eingeschaltet oder über einen festen Schalter. Die 18 V Wechselspannung für den Fallermotor im Karussell werden durch die zweite Schaltebene im Relais bzw in dem Schalter geschaltet.
Den Blinkteil habe ich hier einmal herausgezogen, bei Erhöhung der Elkos auf 500 bis 1000 uF kann eine Auf- und Abblenden erreicht werden.
Gruss Wolfgang
All that the young can do for the old is to shock them and keep them up to date. George Bernhard Shaw