ich habe einen alten Anschlußmast auf einer Börse erstanden. An dem Mast ist die Immitation eines Spannwerks angesteckt. Ich habe den Mast in einem alten Katalog (1973) gefunden, er hat die Art.Nr. 7010, wie wohl andere Anschlußmasten später auch.
Wurde der Mast einfach dort eingesetzt, wo es sinnvoll erschien oder wurden zusätzlich Fahrtdrähte oder Fäden verwendet? Im Katalog ist die Rede von einer "Oberleitungsgebrauchsanweisung", die dem Mast beilag. Vielleicht würde diese Anleitung nähere Infos liefern.
Mir geht es nicht um die elektrische Funktion, nur um dieses Spannwerk.
Das Spannwerk hat rein dekorativen Charakter und keine technische Funktion. Die Kombination des Spannwerks mit weiteren Elementen ist nicht vorgesehen.
Ich dachte, dass das kleine Loch im Spannwerk nicht ohne Grund drin ist. Das wurde doch vermutlich extra gebohrt, während der Rest gestanzt ist. Wozu der zusätzliche Arbeitsschritt?
Die Bohrung ist in der Tat erstaunlich. Es ist durchaus denkbar, das Märklin ursprünglich plante das Spannwerk beispielsweise zu einem Endmast zu ergänzen, so wie es im Märklin-Magazin 4/1969 als Bauvorschlag dargestellt wird:
die Anfrage ist ja schon etwas älter, ich möchte Euch aber zeigen, was daraus geworden ist:
An dem linken Streckmast befindet sich zunächst die normale Oberleitung. Zusätzlich hängt an dem Mast ein weiterer Draht, der Richtung Abspannwerk verläuft. Die normalen Ösen zum Einhängen zwickte ich hab und lötete jeweils ein Stück Draht an die Enden. Die Lötstellen kaschierte ich mit Isolatoren von Sommerfeldt. Der untere Draht hängt in einem bereits vorhandenen Loch des Abspannwerks, der obere Draht „verschwindet“ im Gitter des Masten.
Nun musst Du den Mast nur noch abspannen. Da zieht ne Tonne dran, jeder Flachmast würde sofort umkippen. Warum nimmt mal wohl turmmastähnliche Abspannmasten