welcher Abstand ist bei der Verlegung der Gleistrassen zwischen den Spanten sinnvoll ?
Als Spanten- und Trassenmaterial will ich eine 10 mm Gabun-Tischlerplatte verwenden (19 mm Gabun-Tischlerplatte für das Leistengitter).
Nach meinen jetzigen Wissensstand ist ein Abstand von 30 cm (bis max. 35 cm) am sinnvollsten, damit die Trassen zwischen den Spanten nicht durchhängen.
Es sind aber in der Literatur auch Abstände von 50 cm beschrieben, z.B im Miniatur Wunderland in Hamburg. Ein sehr erfahrener Modellbauer hat mir sogar 60 cm empfohlen ?
Aber es ist klar, je dünner das Trassematerial gewählt wird, desto kleinere Abstände der Spannten benötigt man um ein Durchhängen zu verhindern.
Muss man später von unten an das unsichtbare (unter der Landschaft verbaute) Gleissystem herankommen um entgleiste Züge wieder aufzugleisen, dann würde ich sagen, dass der Abstand sicher so gross gewählt werden muss, dass man selbst durchpasst. Aber das ist natürlich auch von der Anlagengrösse und Art abhängig.
Auf unserer Anlage haben wir sehr viel Gleis unterirdisch, deshalb müssen wir später unter der Landschaft unsere Körper durch die Spannten zwängen. Deshalb haben wir auch, glaube ich 50cm Raster, dafür glaube ich auch 13mm Spannten (querverleimte Sperrholzplatten). Alles verschraubt und verleimt. Hängt auch von der Materialfestigkeit ab. Spannten und Trassebretter sind gleicher Festigkeit und Stärke
#3 von
ergsterbaer
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, 27.07.2005 20:11
Hallo Harald, Ich habe zwei unterschiedliche Abstände einmal 32cm das andere mal 45 cm. Unter 40 cm gibt es Probleme beim verschrauben von zusätzlichen Anbauten, wenn ich mit der normalen Bohrmaschine arbeite. Gruß Peter
#4 von
Christian Lütgens
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, 27.07.2005 20:37
Hallo,
meine Anlage steht nicht auf Spanten, sondern auf Gewindestangen. Die haben einen Abstand von 50cm, als "Trassenbretter" verwende ich 10mm MDF. Da biegt sich nichts durch. Allerdings sind meine "Trassen" auch relativ breit (3 Gleise im weiten C-Gleis-Parallelabstand). Und im Bahnhof, wo ich ca. 1,50 überbrücke, nutze ich die Biegung für eine elegant geschwungene Bergkuppe.
#5 von
Walter Zöller
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, 07.08.2005 09:00
Hallo Harald,
50 cm reichen dicke, obwohl ... Vor einiger Zeit hat im EJ ein Profi (Bau einer großen Schauanlage !!!) geschrieben, der Spantenabstand dürfe nicht kleiner als 50 cm sein, weil man sonst nicht dazwischen arbeiten kann. Daneben zeigte er ein Foto. Darauf waren pro Meter 8 bis 10 Spanten zu sehen !!! (Es darf gelacht werden).
Zurück zur Realität. Ich verwende für meine Module nur 13 mm Tipla. Bei einem Modulmaß von 50 x 100 x 20 cm bleiben keine Wünsche offen. Mit einer durchgehenden Deckplatte vermeide ich Spanten und Eckwinkel usw. Die Trasse wird durch die Landschaftsgetaltung begrenzt.
Zitat von Walter Zöller50 cm reichen dicke, obwohl ... Vor einiger Zeit hat im EJ ein Profi (Bau einer großen Schauanlage !!!) geschrieben, der Spantenabstand dürfe nicht kleiner als 50 cm sein, weil man sonst nicht dazwischen arbeiten kann.
Das hängt natürlich vor allem vom Körperbau des MOBA-Bauers ab, ob 50 cm reichen .
Ich habe mir in der Zwischenzeit zu Versuchszwecken ein 10 mm Sperrholzbrett mit einer Länge von 80 cm (20 cm Breite) gekauft und auf Auflagepunkte mit verschiedenen Abständen gelegt.
Bei einem Abstand von 30 cm läßt sich auch mit viel Kraft praktisch nichts durchdrücken, bei 40 – 50 cm ist das zunehmend möglich aufgrund der Elastizität des Holzes.
Zur Zeit läuft ein Versuch mit 70 cm und einem punktuellem Gewicht von 2 kg in der Mitte des Brettes.
Dank Eurer Tips und meinen bisherigen Versuchen sind denke ich 40 - 50 cm Abstand problemlos möglich, im Miwula klappt das mit den 50 cm ja schließlich auch ohne irgendwelche Schwierigkeiten.
Bei 30 – 35 cm kann man zwischen den Spanten wirklich nur sehr schlecht arbeiten !
Zitat von Walter Zöller Du hast Dir wohl mein Foto auf unserer HP betrachtet? .
Nein, habe ich nicht, habe nur an mein Profil gedacht
Zum Thema noch dies. Ich habe einen kleinen Testkreis und dahinter auf einem zusätzlichen Tischlerplattenbrett eine gerade Einmessstrecke für TrainController (RailRoad&Co) mit einer Länge von ca. 1.40 m. Auf beiden Seiten sind die Stützen ca. 1.00 m auseinander. Da hat sich die 10mm Tischlerplatte in der Mitte ca. 3 mm gesenkt so dass jetzt in der Mitte noch eine Stütze montiert wurde (siehe Bild).
#10 von
Michel Baur
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, 07.09.2005 20:31
Hallo Harald,
den Abstand von 70 cm zwischen den Hauptspanten kannst Du schon so wählen, möglicherweise mußt Du dann unter der Trasse noch einen kleinen Hilfsspanten einplannen, sofern Dein Leistengitterrahmen dies überhaupt zuläßt. Mit 50 cm wärst Du aber bestimmt auf der sicheren Seite.
habe gerade erst den Thread entdeckt (ok, bin etwas spät ops: ), möchte aber doch noch einen Hinweis geben:
Man kann aus dünnem Sperrholz links und rechts am Trassenbrett hochkant eine Kante befestigen und das ganze wie ein umgedrehtes "U" einbauen. Es ist erstaunlich, was so ein Gebilde trägt. Dadurch braucht man wesentlich weniger Stützen und hat viel Platz zum Arbeiten. In verdeckten Bereichen kann man das "U" auch "richtig herum" verwenden. Dann ist gleich ein Schutz gegen das Herunterfallen von Fahrzeugen eingebaut.
Spanten nennt man hochkant stehende Holzplatten (müssen gar nicht dick sein), die die Geländeform abbilden. Sie erfordern sauberes Arbeiten und gute Vorplanung. Dafür erhält man einen relativ leichten aber sehr verwindungssteifen Unterbau. Man kann diese Platten auch mit Löchern versehen, um weiter Gewicht zu sparen. Wird auch gerne im Yachtbau eingesetzt.
Man kann aus dünnem Sperrholz links und rechts am Trassenbrett hochkant eine Kante befestigen und das ganze wie ein umgedrehtes "U" einbauen.
Ich finde diese Idee recht klasse und kann mir bei gerader Gleisführung das ganze auch gut vorstellen. Wie machst du es dann in Kurven und bei Weichen? Wie hoch ist deine "Kante"?