Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

Bereich für alle Themen rund um die Planung von Modellbahnanlagen und Dioramen (alles, was in der Phase vor dem Rohbau an Themen anfällt).
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Lord_Nelloz
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Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#1

Beitrag von Lord_Nelloz »

Hallo Stummis,

da mein alter Planungsthread mittlerweile auf über 280 Beiträge angewachsen ist und aufgrund meiner vielen verworfenen Ideen (sowohl thematisch, technisch als auch betrieblich) zunehmend für Verwirrungen ob dessen, was ich wirklich will, führt, habe ich beschlossen, einen neuen Thread zu eröffnen. So können wir das ganze mittlerweile für den Fortgang der Planung uninteressante hinter uns zu lassen. Es sei allen, die sich im alten Thread beteiligt haben, hier nochmals ganz herzlich für ihre Zeit und Mühen gedankt. Ich hoffe, hier geht es jetzt schneller. Mit der Zeit kommt bei mir auch die Erkenntnis, was ich wirklich will ;-) Und das ist, so gelungen die Planung des letzten Endbahnhofs auch war, leider keine Drehscheibe am Bahnhofskopf mehr.

Der neue Plan für den Endbahnhof Dummelsmoos basiert auf dem Bahnhof Bräsighausen, einer Planung von Thomas Englich alias tom tofte, dessen Zeichenkünste mir immer sehr dabei helfen, das geplante auch irgendwie vor meinem inneren Auge zu visualisieren. Eure berechtigten Einwände im alten Thread zur Leistungsfähigkeit des Ursprungsbahnhofs und zur Anbindung der ASHD und des Lokschuppens habe ich übernommen, so dass der untenstehende Plan die aktuelle Diskussionsgrundlage sein soll. Ich hoffe, dass Ihr jetzt nicht völlig den Spaß an meiner Planung verloren habt, denn Hilfe kann ich weiterhin gut gebrauchen. Auch wenn es der ein oder andere nicht glauben mochte, es ist meine erste "richtige" Anlage und ich bin vor gut zwei Jahren exakt bei Null gestartet. Logistikketten waren aber schon immer interessant für mich (früher aber mehr an Wirtschaftssimulationen am PC wie Die Siedler, Railroad Tycoon, Transport Tycoon und Konsorten) und dies mittels einer Modellbahn abzubilden finde ich sehr spannend und lehrreich. Auch wenn ich jetzt mit der Logistikbranche so gar nichts am Hut habe...Und Modellbau ansich ist eine wunderbar entspannende Freizeitbeschäftigung :)


Ich fange dann am Besten nochmal mit dem Fragebogen an.

1. Titel

Point-to-Point durchs Oberallgäu - Von Sonthofen nach Dummelsmoos

2. Spurweite & Gleissystem

H0 mit Peco Code 75

3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon

Nicht mehr nötig, Plattenmaße sind fix und bereits vorhanden, es geht hier nur noch um die Feinplanung des Endbahnhofs und später dann um die Planung betrieblicher Aspekte.

3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)

An der Wand entlang mit Mittelzunge und fahrbarem Fiddleyard.

3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum

Fläche ist bereits fix.

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn

Tja, wie definiert man das? Das sorgt hier ja durchaus für Diskussionen, wie ich kürzlich in einem "Querschläger"-Thread in den Tagesthemen lesen durfte. Also, ich will spielen bzw. Betrieb machen. Mit Frachtaufträgen, entsprechendem Züge zusammenstellen und diese an die passenden Ladestellen rangieren und dort wieder abholen. Da ich das auch mit meinen Kindern (Vor- und Grundschulalter) machen möchte, erst einmal nicht zu kompliziert, also noch kein Fahren nach Fahrplan etc. Für später aber nicht ausgeschlossen. Also eine Spielbahn.

Aber auch eine Modellbahn, die einigermaßen vorbildlich ist. Also im Sinne von, das hätte es so gegeben haben können. Nicht aber, dass es das irgendwo so gegeben haben muss. Kleinere Freiheiten bei der Umsetzung möchte ich mir vorbehalten.

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn

Eine Nebenbahn.

Die letzte alte Planung orientierte sich an der KBS 975 (Sonthofen-Oberstdorf), einer nicht elektrifizierten Nebenbahn, allerdings mit Hauptbahnverkehr im Sinne von hochwertigen Reisezügen und einem guten Teil Personenverkehr.

Jetzt soll es geographisch die gleiche Strecke sein, aber insoweit abgewandelt, als dass der Tourismus in der Region noch in den Kinderschuhen steckt und Fischen jetzt Fischingen, Langenwang jetzt Bolsterthal und Oberstdorf gar nicht Oberstdorf sondern Dummelsmoos (was zumindest ein Flurstückname der Gemarkung Oberstdorf ist) heißt. An den Talkessel schließt sich noch eine kleine österreichische Exklave, die nur aus Deutschland zu erreichen ist, an, so dass sich hier und da auch mal Wagen der ÖBB nach Dummelsmoos verirren.

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)

In den Ecken und der Mittelzunge irgendwo bei 50-55cm, ansonsten je größer je lieber...

4.4 Maximale Steigung

keine nennenswerten Steigungen geplant

4.5 Maximale Zugslänge

ca. 120 cm, wenn ein Umbauwagenpärchen, ein vierachsiger Umbauwagen und eine BR 64 noch einen Kurswagen und einen oder zwei Güterwagen mitnehmen. Aber eher selten und ansonsten kürzer.

4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)

50cm Standardmaß pro Segment, Dummelsmoos 75cm, bedingt in der linken Ecke Dummelsmoos etwas um die 85cm.

4.7 Eingriffslücken / Servicegang

keine

4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene

120cm

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard

Fiddleyard mit Schiebebühne, sechsgleisig, bereits fertig.

4.10 Oberleitung ja / nein

nein

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital

Digital

5.2 Steuern analog oder digital

Züge digital mit Multimäusen, Weichen analog mit Stellstangen à la Fremo

5.3 PC-Steuerung

nein

6. Motive
6.1 Epoche

3b bis 4a

6.2 Bahnhofstyp(en)

Fischingen ist Durchgangsbahnhof mit Kreuzungsmöglichkeit, bereits fix und fertig eingeschottert, also nichts mehr zu planen, Bolsterthal ein einfacher Haltepunkt und Dummelsmoos ein Endbahnhof.

6.3 Landschaft

Flaches Tal mit steil ansteigenden Seiten (die aber nur auf der Kulisse dargestellt werden), die Topographie der Bahn selbst ist aber flach

6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)

Ländlich, viel Grünlandwirtschaft (Milchvieh, Wiesen/Weiden) und Forstwirtschaft, kleinere Industrien wie Möbelfabrik, Holzladestelle, Sägewerk und Weberei/Spinnerei, an Gewerbe evtl. der örtliche Brennstoffhändler.

6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)

Lokeinsatzstelle im Endbahnhof, einständiger Lokschuppen, nach Platz gerne noch einen Köf-Schuppen

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge

BR 64, BR 86, BR 98.8, Köf III, VT98

7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)

Gesamtplan (bis incl. der grün markierten Ausfahrtweiche in Fischingen bereits eingeschottert, danach noch nix): Ich hoffe, Ihr könnt es erkennen. Blöde Größenbegrenzung...
Bild

Detailansicht Dummelsmoos
Bild

7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt

Ich hoffe, meine Kinder dafür begeistern zu können ;-)

7.4 Budget

aufgrund wenig teurer Digitalisierung (und dem Verzicht auf Drehscheiben :fool: ) liege ich im Plan...

7.5 Zeitplan

Ende offen...

8. Anhänge

Aktueller Stand SCARM

Soviel zum Fragebogen. Nun zu meinen Gedanken (und denen vieler anderer Mitplaner und Ideengeber aus dem alten Thread):

Dummelsmoos ist der ehemals verschlafene Endbahnhof einer Nebenbahn durch das Tal der oberen Iller im Oberallgäu. Fühlt Euch geographisch in die Region um Oberstdorf versetzt. Das Leben der Leute war hart, Arbeit gab es nicht viel, Hauptarbeitgeber war und ist die örtliche "Allgäuer Spinnerei und Handweberei Dummelsmoos" (ASHD), ansonsten gab es viele Milchbauern, einen Brennstoffhändler, Handwerker, einen Nahversorger und den örtlichen Forstbetrieb, der hauptsächlich Fichtenholz aus den Wäldern des Tals holte. Bis...ja bis man nach dem Krieg auch am aufkommenden Tourismus der Region partizipieren wollte. Es war eine gute Entscheidung. Der Ort blühte auf, eine rege Bautätigkeit setzte ein, Bergbahnen wurden für die Wanderer und Wintersportler in die Hänge gebaut und der örtliche Bahnhof war aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Dementsprechend wurden die ehemals überschaubaren Gleisanlagen (ein Bahnsteiggleis, ein Umfahrgleis, Güterschuppen, Kopframpe, Ladestraße und der alte Lokschuppen), die im Krieg teilweise arg in Mitleidenschaft gezogen wurden komplett umgekrempelt. Aus dem kleinen maroden Güterschuppen ist eine größere Güterhalle auch für die zolltechnisch abzufertigenden Waren für die österreichische Exklave geworden, der neben einer zweiten Seitenrampe ein eigenes Gleis spendiert wurde und direkt daneben ein ganz modernes Wendezuggleis für die neue Generation der Personenzüge, konnte man damit doch die ehedem bestehende Problematik, dass der Bahnhof zu wenige Aufstell- und Umfahrgleise hatte, zumindest tagsüber etwas entschärfen. Und abends konnte man dieses Gleis als Abstellgleis für die immer öfter eintreffenden Kurswagen aus ganz Deutschland nutzen, die dann morgens wieder in die ersten Züge nach Sonthofen eingereiht wurden, um von dort aus den Weg retour durch die ganze Republik zu nehmen.
Im Zuge der Umbauarbeiten hat sich auch die ASHD ein eigenes Anschlussgleis legen lassen und dem mittlerweile aus allen Nähten platzenden Produktionsgebäude eine neue Halle hinzugefügt um neben den bereits deutschlandweit gefragten traditionell Allgäuer Teppichen und den hochwertigen Garnen für die Bekleidungsindustrie der Region auch noch das Geschäftsfeld der hochwertig gewebten Polsterstoffe hinzuzufügen. Spätestens dann war auch die Notwendigkeit für eine eigene Orts-Köf gegeben, der dann noch ein kleiner Lokschuppen spendiert wurde.

Und es entstand sogar ein kleiner Wirtschaftskreislauf auf der Strecke. Das im Forst von Dummelsmoos geschlagene und verfrachtete Holz wurde nach Dummelsmoos gebracht um von dort über den Fischinger Holzlagerplatz zum Sägewerk nach Bolsterthal zur Weiterverarbeitung gebracht zu werden um von dort aus unter anderem bis nach Fischingen in die Möbelfabrik versendet zu werden. Natürlich auch wieder zurück nach Dummelsmoos, da auch die örtliche Bauindustrie nach den Produkten der Bolsterthaler Säge lechzte. Die Möbelfabrik in Fischingen ist übrigens auch ein dankbarer Abnehmer der Polsterstoffe von der ASHD.

Und jetzt die Fragen zum Abschluss: Alles Kappes (Blödsinn), wie der Rheinländer sagen würde, oder hätte es so gewesen sein können? Und auch hier nochmal die Frage nach der Leistungsfähigkeit des Bahnhofs. Ein einziges Umfahrgleis ist willkommene Betriebserschwernis oder zu wenig für die Größe des Bahnhofs und die angedachten Rangieraufgaben? Rangiert werden kann dann nur, wenn kein Personenzug auf Gleis 3 steht und Gleis 4 muss dann auch zum Umfahren frei sein, wenn ein Personenzug ankommt, der kein Wendezug ist und deshalb auch auf Gleis 2 einlaufen kann. Wenn zu wenig, was könnte man evtl. ändern? Eine zusätzliche Weichenverbindung von Gleis 2 zu 3 bringt hier ja auch recht wenig, wenn auf Gleis 3 der Personenzug steht.
Viele Grüße
Christoph

Point-to-Point im Oberallgäu: Planung in Anlehnung an die Illertalbahn (KBS 975)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=143614

Der Bauthread "Point-to-Point im Oberallgäu":
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Lord_Nelloz
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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#2

Beitrag von Lord_Nelloz »

Ein bißchen weitere Umplanung:

Bild

Das Gleis der Weberei jetzt vor dem Gebäude. Dieses lange Gebäude soll nur eine flache einstöckige Halle werden, so dass der Blick auf den Lokschuppen nicht wirklich versperrt werden wird. Aber ggf. doch gut geeignet, den Einfahrradius ein wenig zu tarnen. Eine zweite Umsetzmöglichkeit oben am Güterschuppen ist jetzt mal drin. Allerdings finde ich sie irgendwie dort einigermaßen sinnfrei, da dort ja außer dem Güterschuppen kein Rangierbedarf besteht. Hätte sich die Bahn wahrscheinlich gespart, oder?

Der gerade neu eingeplante Anschließer für den Brennstoffhändler ist wohl des Guten etwas zu viel?

Dafür sind Gleis 5 und 6 jetzt m.E. etwas schöner angebunden.

Ein erster Ng erreicht auch gerade den Bahnübergang vor Fischingen. Man sieht, es ist noch viel zu tun...aber immerhin etwas "grün"...

Bild
Viele Grüße
Christoph

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Klogschieter
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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#3

Beitrag von Klogschieter »

Moin Christoph,

die Diskussion zu Dummelsmoos hat sich ja nun in das H0-Modellbahnforum (http://www.h0-modellbahnforum.de/t33739 ... oos-1.html) verlagert. Ob ich ihr dahin folge, habe ich noch nicht entschieden, zumal Du das Thema Planung für Dich anscheinend abgehakt hast.

Du schreibst dort: „...da es keinen großen Aufschrei (weder hier noch drüben bei den Stummis) zu dem Bahnhofsentwurf gegeben hat, gehe ich mal davon aus, dass man das so bauen kann.“ Ja, das kann man sicherlich so bauen. Und einen Aufschrei hast Du nicht zu erwarten: Es ist_Dein_ Plan für _Deinen_ in den Du _Deinen_ Bauaufwand steckst und an dessen Betrieb _Du_ Freude haben sollst. Andere können Dir nur Rat aufgrund _ihres_ Wissens, _ihrer_ Erfahrungen und _ihrer_ Vorlieben geben. Den kannst Du annehmen oder verwerfen – ganz wie _Du_ es für _Dich_ richtig findest.

Zwei Dinge muss ich noch loswerden: Etwas spezielles und etwas allgemeines.

1.) Dummelsmoos ist _meiner Meinung_ nach zu breit

Du könntest mich sehr beruhigen, wenn Du die Gleise 1 bis 6 auslegst, Wagen auf die Gleise 2, 3 und 5 stellst und dann probierst, zwei Wagen auf Gleis 1 zu kuppeln und zu entkuppeln. Geht das bequem? Und wie lange wird es dauern, bis Deine Kinder das können?

Zweiseitige Ladestraßen sind nicht ungewöhnlich. Du hast aber nur eine einseitige Ladestraße, auch wenn die Zeichnungen auf den ersten Blick einen anderen Eindruck erwecken. Warum sollte das Vorbild die Ladestraße zwischen die Gleise 4 und 5 klemmen, wenn es sie auch einfach „von unten“ an Gleis 5 legen könnte?


2.) Dummelsmoos erscheint _mir_ unausgewogen

Lies Dir bitte noch einmal die Posts zu Dummelsmoos durch. Ich meine wahrnehmen zu können, dass alle, die sich zutrauen, etwas zum Gleisplan beitragen zu können, ähnliche Kritik äußern: Die mangelnde Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig zu barocker Gleisausstattung. Überdenke das bitte noch einmal.

Der typische bayerische Lokalbahnhof sieht so aus wie Christians Vorschlag „Enzweihingen“ (bei Tom Tofte auf seiner Seite http://lokalbahn-reminiszenzen.de zu finden), Tom Toftes fiktiver Bahnhof „Heiligenstein“ oder der noch näher liegende Gleisplan von „Oberstorf“, den www.gleisplaene.de – vermutlich als Muster – veröffentlicht hatte (http://www.gleisplaene.de/twg/pictures/ ... rf1905.jpg). Darauf basierend würde _ich_ Dummelsmoos entwickeln, d.h. vor allem ein zweites Hauptgleis mit Bahnsteig hinzufügen.

Ich würde Dir auf jeden Fall empfehlen, mit wasserlöslichem Leim einzuschottern. Das erleichtert notfalls Korrekturen.

Es grüßt Heiko


Threadersteller
Lord_Nelloz
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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#4

Beitrag von Lord_Nelloz »

Hallo Heiko,

vielen Dank Dir für Deine Zeit und Deine Anmerkungen. Dass die Diskussion jetzt momentan ausschließlich im H0-Modellbahnforum stattfindet, war eigentlich so nicht beabsichtigt, zumal die Protagonisten dort ja andere sind als hier. Und es drehte sich m.E. da eigentlich auch nur noch um "Kleinigkeiten" wie optisch schöne Gleisführung und ob evtl. noch ein Bahnsteig mehr gut wäre oder nicht. Es gibt in dem Endbahnhof zwei Bahnsteige, einen mit ca. 135cm Länge (Gleis 3) und einen kürzeren (Gleis 2), bei dem man 70cm-Züge (evtl. noch etwas mehr, das muss ich dann sehen, wenn ich die Gleise nachher lege) umfahren kann. Für den geplanten Personenverkehr sollte das eigentlich reichen, zumal irgendwie alle Gleispläne auf lokalbahn-reminiszenzen auch maximal zwei Bahnsteige und auch keine umfangreicheren Gleisanlagen vorsehen. Ich hatte das daher jetzt so verstanden, dass das Thema eigentlich abgehakt ist. Vielleicht scheitere ich aber gerade auch an dem Begriff "Leistungsfähigkeit eines Bahnhofs" und ich sehe den offensichtlichen Knackpunkt mangels einschlägiger Betriebserfahrung nicht. Es ist wie gesagt meine erste Anlage. Zur barocken Gleisausstattung muss ich jetzt passen. Da verstehe ich nicht, was Du meinst.

Ich zitiere dann auch mal aus dem Nachbarforum zu meinen betrieblichen Überlegungen: "Der Plan ist folgender: Der Ng kommt auf Gleis 3 (oder je nach Länge reicht auch Gleis 2) an, die Streckenlok kuppelt ab und stellt erst einmal die abholbereiten Wagen auf Gleis 6 bereit. Danach wird der angekommene Ng von der Streckenlok zerlegt, sie macht sich im Bw frisch und fährt dann mit dem bereitgestellten Ng wieder ab. Bzw. wenn es weiterhin eine Köf gibt, hat die vorher die abholbereiten Wagen auf Gleis 6 bereitgestellt, die Streckenlok macht sich nur kurz im BW frisch, holt die Wagen dann ab und die Köf zerlegt den angekommenen Ng wieder an die Ladestellen. Dann bleibt immer entweder Gleis 2 oder 3 für einen ankommenden Personenzug frei. So hätte ich es gemacht. Vorbildlich oder Unsinn?"

Zur Breite des Bahnhofs: Die 75cm Tiefe sind ja schon fix und sollen natürlich auch mit Leben gefüllt werden. Das Güterschuppengleis als tiefstes Gleis ist ca. 60cm entfernt. Der Kleine mit 5 wird das noch nicht packen, aber das soll er auch noch nicht, der darf dann die Wagen (mit Ladegut oder Lego oder was auch immer) beladen und den Zug fahren und Papa kuppelt an und ab. Der Große mit 8 bekommt das aber schon ganz gut hin (und kann lesen, was für die Spielkarten ja auch von Vorteil ist). Oder aber er bekommt den Bahnhof Fischingen, dann ist die Tiefe ja wesentlich geringer.

Die Ladestraße:
Ich finde die Kombination Ladestraße und Kombirampe ganz reizvoll. Die Abfahrt der Kombirampe dann auf der linken Seite auf die Ladestraße, das müsste auch vom Radius zum Wenden für LKW passen. Vielleicht wird Gleis 5 auch ins Straßenplanum gelegt, das könnte ich mir auch gut vorstellen. Zufahrt zur Ladestraße dann von rechts.

Bevor ich da allerdings irgendwas einschottere, werde ich erst einmal ausgiebig den Rohbau bespielen. Vielleicht fällt mir das dann wie Schuppen von den Augen, was Du mit der Leistungsfähigkeit meinst. Den Gleisplan auf der Basis von Oberstdorf zu entwickeln hatte ich auch schon mal versucht, kam da aber auf keinen grünen Zweig. Oberstdorf hatte 1905 aber wohl auch nur einen Bahnsteig.
Viele Grüße
Christoph

Point-to-Point im Oberallgäu: Planung in Anlehnung an die Illertalbahn (KBS 975)
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minimax13
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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#5

Beitrag von minimax13 »

"Der Plan ist folgender: Der Ng kommt auf Gleis 3 (oder je nach Länge reicht auch Gleis 2) an, die Streckenlok kuppelt ab und stellt erst einmal die abholbereiten Wagen auf Gleis 6 bereit. Danach wird der angekommene Ng von der Streckenlok zerlegt
Lieber Christoph,

...und da haben wir schon ein Problem der eingeschränkten Leistungsfähigkeit: Der eingefahrene Ng blockiert die Umfahrmöglichkeit, die erforderlich ist, um Wagen von der Spinnerei auf Gleis 6 aufzustellen. Das müsste die Köf vor Einfahrt des Zuges schon besorgt haben. Und an die Einfahrt eines weiteren lokbespannten (Personen)Zuges ist nicht zu denken, bevor der Ng abfahrbereit aufgestellt ist.

Das Problem des Bahnhofs mit nur einer Umfahrungsmöglichkeit (Schlaufengleise) ist, dass nur 1 Zug in einem der beiden Schlaufengleise sein muss, und die Umfahrungsmöglichkeit und damit das Rangieren von Wagen aus entgegengesetzt angebundenen Gleisen ist eingeschränkt. Deshalb wurden nur 2 Schlaufengleise nur bei Bahnhöfen mit geringstem Verkehr vorgesehen.
Die sonstige Gleisausstattung des Bahnhofs (Anschlussgleise, Aufstellgleis 6) ist jedoch sehr üppig (das ist mit "barock" gemeint) und lässt auf mehr Verkehr schließen, der aber durch die 2 Schlaufengleise nur bedingt abgewickelt werden kann.
Hier mal 2 Lösungsvorschläge: 1. alle Anschlußgleise von der gleichen Richtung anbinden. 2. ein weiteres Schlaufengleis (am besten gleich mit Bahnsteig für Sonderzüge) vorsehen.
Naja, ich wiederhole es mal: Das Gleis 2 könnte als Schlaufengleis an 3 und 4 angebunden werden...

Endbahnhöfe von Sekundärbahnen benötigten i. d. R. nur ein Bahnsteiggleis, weil nur ein (Personen)Zug im Bahnhof war. Das wäre hier auch so, außer wenn Sonderzüge zu erwarten wären. Kreuzungen zweier Züge würden in Fischingen stattfinden. Bei wenig Verkehr auf untergeordneten Nebenstrecken war i. d. R. immer nur ein Zug im Endbahnhof zugegen. Deshalb reichte eine knappe Gleisausstattung mit nur einer Umfahrung und wenigen Ladegleisen (Schuppen, Ladestraße, ggf. Rampe) aus. Auf diesen untergeordneten Bahnen wurden auch GmP und PmG gefahren, wegen des äußerst geringen Verkehrsaufkommens.
Alleine aufgrund der vielen Ladestellen im Bahnhof Dummelsmoos ist hier aber von einem höheren Verkehrsaufkommen auszugehen, das natürlich gleismäßig bewältigt werden muss und entsprechende Aufstellmöglichkeiten und Umfahrmöglichkeiten benötigt, erst recht, wenn sich mehr als nur ein Zug im Bahnhof befindet.

Die neue Umfahrung an Gleis 2 ist tatsächlich etwas kurz geraten und bringt dem Rangierbetrieb zum Schuppen nichts (beim Vorbild: Zu teuer!).
Anders wäre das, wenn dort eine weitere Ladestelle (LStr., Rampe,... mit längeren Standzeiten der Wagen) vor dem Schuppen liegen würde. Und dann würde man allerdings den Schuppen (häufig frequentiert wegen Stückgutlieferungen) idealerweise so anbinden, dass er von Gleis 1 und 2 erreichbar wäre (2 Linksweichen).

Den Hinweis von Heiko zur Anbindung der Ladestraße teile ich. Die Ladestraße zwischen den Gleisen 5 und 6 würde bedeuten, dass Gleis 6 nicht nur zum Aufstellen verwendet werden kann, sondern auch Ladestraßengleis sein kann (soweit es noch gebraucht werden sollte, bei einem weiteren Schlaufengleis...).
Ein Hinweis noch zur Kombirampe: Die Abfahrt war immer so, dass direkt vom Güterwagen die Rampe herab gefahren werden konnte...Abfahrt also nach rechts.

Ich sage es nur ungern :oops: aber dein ursprünglicher Bahnhof Oberstdorf war gar nicht so schlecht...

Beste Grüße Frank


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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#6

Beitrag von Lord_Nelloz »

Hallo Frank,

ok, danke. Jetzt habe ich das mit der mangelnden Leistungsfähigkeit verstanden. Und Ihr habt (natürlich) völlig Recht, wenn gleichzeitig ein Ng im Bahnhof ist und ein Personenzug, der kein Triebwagen oder Wendezug ist, auf Gleis 3 einfahren muss.

Ich habe mir dann gestern auch noch mal ein paar Gedanken gemacht. Zum einen zum alten Plan mit der Drehscheibe. Es mag das ja vereinzelt gegeben haben (Düren, Klütz, Schliersee etc.), aber ich sehe mehrere Probleme:
1.) Vorbildnähe: Bei einem Bahnhof der "Leistungsfähigkeit" und den damit zusammenhängenden häufigen Rangierbewegungen, war die Drehscheibe wahrscheinlich äußerst ausgelastet. Eine handbediente Drehscheibe war es wohl auch nicht, da der Drehscheibenmensch sich da wahrscheinlich zu Tode gekurbelt hätte. Trotz guter Übersetzung. Und bei einem Drehscheibenschaden ist der ganze Bahnhof lahmgelegt.
2.) Kosten: Die kostengünstige Handdrehscheibe von Fleischmann fällt damit m.E. weg. Es muss also eine motorbetriebene werden. Kurz geschaut, die 18m-Drehscheiben von Fleischmann (6154c als kleinste) und HaPo liegen irgendwo bei 300 Euro aufwärts. Das bin ich nicht bereit auszugeben. Die großen 23m-Scheiben von Roco, Peco, Fleischmann passen sowieso nicht dahin und sind noch teurer.
3.) Einbau: Zum Sägen kreisrunder Löcher brauche ich neues Werkzeug, was auch wieder Geld kostet. Sei es Leihe oder Kauf. Und ich traue meinen grobmotorischen Fähigkeiten da nicht.
4.) Weberei links oben in der Ecke: Zugriffsproblem weil weit weit weg vom Bediener.

Deswegen möchte ich mich weiterhin auf einen Bahnhof ohne Drehscheibe konzentrieren.

Ich habe mal ins unreine etwas anders geplant:

Version 1, zwei umfahrgeeignete Bahnsteige:
Bild
Wenn gleichzeitig ein Ng und ein Personenzug im Bahnhof sind, bleibt da allerdings das Kapazitätsproblem.

Version 2, ein umfahrgeeigneter Bahnsteig, ein Wendezug/Triebwagengleis:
Bild
Wenn jetzt der "normale" Personenverkehr mit Triebwagen und/oder z.B. V100 mit Silberling-Wendekopf stattfindet und der Personenzug Gleis 2 benutzt, reicht die Kapazität nun mit drei umfahrgeeigneten Gleisen m.E. aus. Wenn ein längerer Personenzug kommt, der zwingend Gleis 3 nutzen muss, dann ruht eben der Güterverkehr zur Weberei solange, bis der Zug wieder weg ist. Problematisch für die Rangierbewegungen ist ja eigentlich nur der Anschluß der Weberei. Wobei selbst da evtl. über Gleis 4a ein Wagen von der Weberei abgeholt bzw. zugestellt werden kann, wenn Gleis 4a dann vorher geleert worden ist.

Wäre Version 2 unter den Voraussetzungen leistungsfähig genug?

Die Ladestraße ist jetzt auch leicht abgeändert. Gleis 5 liegt im Planum und Gleis 6 wäre auch noch als Ladestraße nutzbar. Zufahrt bleibt aber rechts. Das kann ich mir optisch so gut vorstellen.

Ich muss das mal in Echt auslegen...

Viele Grüße
Christoph
Viele Grüße
Christoph

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BernhardI
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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#7

Beitrag von BernhardI »

Hallo Christoph,

Version 2 gefällt mir sehr gut. Wesentlich leistungsfähiger speziell für das Rangieren von Güterwagen, und dabei eher weniger Weichen als der Plan vom 8.12. (barocke Ausstattung habe ich so verstanden, daß üppig Weichen für die gebotenen Betriebsmöglichkeiten drin waren).

Grüße
Bernhard


minimax13
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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#8

Beitrag von minimax13 »

Hallo Christoph,

deine neue Version hat betrieblich durch die weitere Umfahrmöglichkeit (Gl. 5) sehr gewonnen. Das Gleis kann zur Umfahrung oder als Aufstellgleis genutzt werden. Die Version ist ja nur gering verändert zu deinem letzten Entwurf und das von dir geschätzte Stumpfgleis vor dem EG (a la "Oberstdorf") ist auch noch da. Der Bahnhof ist jetzt betrieblich ausgewogen (Verhältnis Ladegleise zu Aufstellgleisen/Umfahrgleisen stimmt jetzt gut).
Und richtig, der Güterverkehr im Bahnhof kann bei Einfahrt eines Personenzuges in Gleis 3 ruhen, weil der Güterzug auf Gleis 4 steht und die Lok auf Gleis 5 den Personenzug umfahren kann... deutlich höhere Flexibilität oder Leistungsfähigkeit...

Irgendwie habe ich dauernd im Kopf, dass der Kohlenhändler weiter links seiner aktuellen Lage einen größeren Platz bekommen könnte (bis zum rechten Gebäude auf dem Gelände?) - und ggf. in Richtung der dann kleineren Spinnerei(-geländes) angebunden sein könnte, ggf. durch umdrehen der Weiche Richtung Spinnerei oder sogar von Gleis 6 ???

Beste Grüße Frank


BernhardI
Ehemaliger Benutzer

Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#9

Beitrag von BernhardI »

minimax13 hat geschrieben:Und richtig, der Güterverkehr im Bahnhof kann bei Einfahrt eines Personenzuges in Gleis 3 ruhen, weil der Güterzug auf Gleis 4 steht und die Lok auf Gleis 5 den Personenzug umfahren kann... deutlich höhere Flexibilität oder Leistungsfähigkeit...
Ich sehe den Ng nomalerweise eher auf Gleis 3 ein- und abfahren. Reisezüge werden meist aus Triebwagen bestehen und Gleis 2 nutzen. Ausnahmsweise ein längerer Personenzug auf Gleis 3, aber der tägliche Ng wird sowieso nur in den langen Fahrplanpausen zwischen dem geringen Personenverkehr kommen. Wenn nicht, dann weitere Rangieraufgabe (beispielsweise Personenzug auf Gleis 2 umrangieren um Gleis 3 für den Güterzug freizumachen) --> umso besser.

Gleis 4 ist Güterwagen-Aufstellgleis, Gleis 5 zum Umfahren, Verkehrsgleis.

Grüße
Bernhard


minimax13
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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#10

Beitrag von minimax13 »

Hallo Bernhardt,

grundsätzlich könnte man das in der Bahnhofsfahrordnung so vorsehen.
Wir befinden uns auf Christophs Anlage mitten in der Epoche III, Triebzüge wären da nicht unbedingt die Regel gewesen.
Gleis 2 verträgt keine längeren Standzeiten eines längeren (lokbespannten) Zuges. Die Weichenverbindung zur wichtigsten Ladestelle im Bahnhof - dem Güterschuppen - muss beim Rangiergeschäft frei sein. Außerdem muss die Köf von dort aus in den Bahnhof zur Übernahme des Rangiergeschäftes kommen, während die Zuglok des Ng die Vorräte auffrischt.
Insofern wäre bei längeren Aufenthalten eines langen lokbespannten Personenzuges in Gleis 3 dann doch mal Gleis 4 das Einfahrgleis für einen Ng.

Viele Grüße Frank


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Lord_Nelloz
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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#11

Beitrag von Lord_Nelloz »

Hallo Ihr Zwei (und alle anderen Mitleser),

naja, späte Epoche III oder Anfang IV, da will ich es nicht so genau nehmen. So Anfang bis Mitte der 60er würde ich die Anlage hauptsächlich verorten. Die Triebzüge (im Sinne von VT98 mit Beiwagen oder V100 mit zwei frühen Silberlingen AB4nb-59 und BD4nf-59 oder zwei Umbaudreiachsern und BD4nf-59) sollen schon den Hauptpersonenverkehr über Gleis 2 abwickeln. Deshalb auch das Wendezuggleis für die kürzeren Züge. Natürlich dürfen dann auch mal BR64-bespannte Züge mit 3yg oder 4yg-Wagen und einem oder zwei Kurswagen aus ganz Deutschland Gleis 3 anlaufen. Dass auf Gleis 2 die Weiche nicht zugestellt werden kann, ist klar.

Deine Idee, Frank, mit der umgekehrten Anbindung des Brennstoffhändlers habe ich mal eingearbeitet. Sieht gut aus, wie ich finde, es darf dann allerdings Gleis 7 nicht vollgestellt sein. Die Rangiertätigkeit vereinfacht es jedenfalls nicht. Das wäre eher der Fall, wenn anstatt zwei Weichen eine Doppelkreuzungsweiche verwendet würde. Dann hätte man die Möglichkeit je nach Platz sowohl von Gleis 6 als auch von Gleis 7 zum Brennstoffhändler auf Gleis 7a zu rangieren. Nur hätte das die Bahn gebaut? Eine solch teure DKW?

Bild

Ich merke auf jeden Fall, wir nähern uns dem Ende :D
Zuletzt geändert von Lord_Nelloz am Do 15. Dez 2016, 22:21, insgesamt 2-mal geändert.
Viele Grüße
Christoph

Point-to-Point im Oberallgäu: Planung in Anlehnung an die Illertalbahn (KBS 975)
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Der Bauthread "Point-to-Point im Oberallgäu":
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minimax13
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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#12

Beitrag von minimax13 »

wenn anstatt zwei Weichen eine Doppelkreuzungsweiche verwendet würde. Dann hätte man die Möglichkeit je nach Platz sowohl von Gleis 6 als auch von Gleis 7 zum Brennstoffhändler auf Gleis 7a zu rangieren. Nur hätte das die Bahn gebaut? Eine solch teure DKW?
Lieber Christoph,

du hast natürlich Recht, eine DKW würde das Rangieren flexibler gestalten.
Im Prinzip kannst du das halten, wie du es für dich willst.
Beim Vorbild hat es fast alles gegeben! Es gab durchaus Hosenträger mit 4 Weichen und Kreuzung zur Anbindung von Ladegleisen für nur 2 Güterwagen (Bsp.: Gräfenberg).
Zur Anbindung deiner Kopframpe hat der Planungsingenieur von Dummelsmoos auch schon eine DKW vorgesehen...
Als "Sparversion" wäre es durchaus auch möglich, den Kohlenhändler an das Gleis zur Spinnerei zu setzen, so dass hier 2 Anschließer hintereinander liegen.
Das Rangiergeschäft würde durch so etwas -wie übrigens auch durch die einfache Weiche im Plan an Gleis 7- nur dann über Gebühr behindert, wenn die Anschließer mit unterschiedlicher Frequenz bedient werden müssen. Ansonsten werden alle Anschließer 1-2 mal am Tag mit neuen Wagen aus dem Ng versorgt, also zur gleichen Zeit bedient.

Tja, und weil ich ein Fan von Drehscheiben bin, muss ich mich natürlich dazu:
Ich habe mir dann gestern auch noch mal ein paar Gedanken gemacht. Zum einen zum alten Plan mit der Drehscheibe. Es mag das ja vereinzelt gegeben haben (Düren, Klütz, Schliersee etc.), aber ich sehe mehrere Probleme:
1.) Vorbildnähe: Bei einem Bahnhof der "Leistungsfähigkeit" und den damit zusammenhängenden häufigen Rangierbewegungen, war die Drehscheibe wahrscheinlich äußerst ausgelastet. Eine handbediente Drehscheibe war es wohl auch nicht, da der Drehscheibenmensch sich da wahrscheinlich zu Tode gekurbelt hätte. Trotz guter Übersetzung. Und bei einem Drehscheibenschaden ist der ganze Bahnhof lahmgelegt.
auch nochmal äußern:

Drehscheiben wirken sich grundsätzlich für den Betrieb (Gleiswechsel) nicht anders aus als Weichen, auch was die "Leistungsfähigkeit" angeht. Die Anfälligkeit von Drehscheiben ist geringer als die von Weichen, weil sie z. B. nicht festfrieren können im Winter. Warum? Weil die gesamte Antriebsmechanik "unter dem Dach" der Drehscheibenbrücke liegt. Außerdem können sie immer noch handbedient werden. Man stelle sich mal vor, in einem großen BW mit 24 ständigem Lokschuppen wäre die Drehscheibe kaputt. 24 Maschinen wären für den Betrieb blockiert! Kann man sich so eine Situation leisten??? Wenn an den Scheiben mal was war, war das genauso schnell wieder geschweißt wie an einer Weiche...
Diese (Schein)Argumente hört man i. d. R. von Gegnern der Scheiben. Ist aber wie alles immer eine persönliche Geschmackssache. Und bei uns Modellbahnern kann es ja zum Glück jeder halten, wie er selbst es will :D

Übrigens habe ich die ganze Zeit schon nachgedacht, was an deinem neuen Plan optisch ungewöhnlich ist. Jetzt ist es mir aufgefallen. Der Gleisabstand der Hauptgleise im Bahnhof variiert und wechselt im Verlauf Gleise 3,4 und 5). Das ist eher ungewöhnlich. Meist waren die Abstände zwischen den Gleisen gleich gehalten. Würde ich nochmal drüber nachdenken... z. B. insbesondere der Verlauf in Gleis 5 ist äußerst ungewöhnlich: Das Gleis 5 läuft zunächst von der Einfahrt aus in die Parallele zu 4 und schwenkt dann im Bogen weiter aus, um dem gebogenen Strang der Weichen des halben Hosenträgers zu folgen (unnötige S-Kurve). Sehr ungewöhnliche Gleisentwicklung. Hier würde eher der gerade Strang in Gleis 5 liegen und die gebogenen Stränge würden zu den Anschlüssen abzweigen.

Viele Grüße Frank


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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#13

Beitrag von Lord_Nelloz »

Hallo Frank,

oh, da kam ja noch ein Nachschlag in Deiner Antwort.

Also, die Gleislage habe ich nur Pi mal Daumen zusammengebaut, damit es irgendwie passt. Nachher soll das alles schon ein wenig flüssiger werden und die Gleisabstände werden auch passen. Also da wird noch dran gefeilt...

Zur DKW: Naja, Gräfenberg ist aber auch das Extrembeispiel, oder? Meine DKW hat der Planungsingenieur auch nur deswegen eingeplant, weil er diese zufällig in seinem Vorgarten liegen hatte und die unbedingt weg sollte, weil sie ihn beim Rasenmähen störte. :fool:

Eine zweite DKW lasse ich mir mal durch den Kopf gehen. Ob ich jetzt eine einfache Weichenverbindung oder eine DKW einbaue macht kostentechnisch für mich den Kohl bei Peco jetzt nicht wirklich fett. Ganz im Gegensatz zu einer Drehscheibe...

Zwei Anschließer an einem Gleis ginge zwar auch und hat es ja auch beim Vorbild gegeben, aber dann ist es im unteren Bereich so leer. Andererseits, eine Weiche weniger und mehr Rangiernotwendigkeit. Muss ich auch mal drüber schlafen.

Mit der Drehscheibe hast Du vermutlich Recht. Auch wenn ich es mir nicht wirklich vorstellen kann, dass es ähnlich unkompliziert ist, für jede Rangierbewegung eine Drehscheibe in Gang zu setzen wie eine Weiche umzulegen. Und bei meinem Fuhrpark muss ja auch nichts umgedreht werden. Naja, außerdem sind mir die Dinger für den gebotenen "Mehrwert" schlicht zu teuer. Höchstens die kleine handbetriebene Fleischmannscheibe käme in Frage. Und dann hätte ich wahrscheinlich immer noch den aktuellen Plan genommen und die Weberei an den hinteren Anlagenrand an Gleis 8 gesteckt und den Lokschuppen mit Drehscheibe an Gleis 9 angebunden. So gefühlt rein platzmäßig.

EDIT am 18.12.:
Ich habe jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und zum letzten Plan die noch fehlenden Weichen bestellt. *freu*
Danke Euch allen für Eure wertvollen Tips und Hilfen. Mal sehen, wann ich zum Einbau komme 8)
Viele Grüße
Christoph

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Re: Point-to-Point durchs Oberallgäu - Der Planung zweiter Teil, Endbahnhof Dummelsmoos

#14

Beitrag von Dwimbor »

minimax13 hat geschrieben:
Mi 14. Dez 2016, 15:45
Tja, und weil ich ein Fan von Drehscheiben bin, muss ich mich natürlich dazu:
Ich habe mir dann gestern auch noch mal ein paar Gedanken gemacht. Zum einen zum alten Plan mit der Drehscheibe. Es mag das ja vereinzelt gegeben haben (Düren, Klütz, Schliersee etc.), aber ich sehe mehrere Probleme:
1.) Vorbildnähe: Bei einem Bahnhof der "Leistungsfähigkeit" und den damit zusammenhängenden häufigen Rangierbewegungen, war die Drehscheibe wahrscheinlich äußerst ausgelastet. Eine handbediente Drehscheibe war es wohl auch nicht, da der Drehscheibenmensch sich da wahrscheinlich zu Tode gekurbelt hätte. Trotz guter Übersetzung. Und bei einem Drehscheibenschaden ist der ganze Bahnhof lahmgelegt.
auch nochmal äußern:
...
Viele Grüße Frank
Und weil ich auch eine Drehscheibe an meinem Bahnhofsende habe, muss ich mich auch noch mal dazu äussern:
Das gab es selbst an manchen Hauptstrecken! Beispiele waren etwa Bad Dürkheim (gut nicht gerade eine Magistrale, aber eingleisige Hauptstrecke...), Thale Hbf (mit 22m-Drehscheibe, um auch grosse Schnellzugloks drehen zu können) und - festhalten - Heidelberg Hbf bis zum quasi-Neubau 1955. In Heidelberg wurden u.a. ganze VT95 mit Beiwagen gedreht.
Viele Grüsse, Michael

Einladung zum Gegenbesuch: Nibelheim II im Bau
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Bis bald!

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