Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

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Rolf
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Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#1

Beitrag von Rolf » Di 19. Nov 2019, 10:53

Hallo!

Da vor einer Weile in einem anderen Thread halb scherzhaft die Frage gestellt wurde, ob man Modellfiguren 3D-drucken könne, habe ich ein paar bereits gedruckte Figuren um noch fehlende Zwischenmaßstäbe ergänzt und zeige hier nun meine Ergebnisse.

Folgendes vorweg: Für die Tests habe ich die folgende Figur benutzt, die ich wie in dem Link auch angegeben im folgenden "Lucy" nenne:
https://www.thingiverse.com/thing:773549

Obwohl es sich bei Lucy um den 3D-Scan einer echten Person handelt, erlaubt die Lizenz die Herstellung abgeleiteter Werke, sofern der Urheber angegeben und die abgeleiteten Werke unter der gleichen Lizenz veröffentlicht werden.
Der Urheber ist der Benutzer thowe von Thingiverse https://www.thingiverse.com/thowe/about.
Ich betrachte die folgenden Fotos als abgeleitete Werke und stelle sie hiermit unter die gleiche Lizenz Creative Commons - Attribution - Share Alike (näheres hier: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), unter der die Originalfigur steht. Damit hoffe ich, lizenztechnisch sauber zu sein.

Folgendes haben alle Ausdrucke gemeinsam:
Slicer: Slic3r
Schichtdicke: 0,1mm
Drucker: Prusa i3MK2S (FDM-Drucker, also Würstchenleger)
Düse: 0,4mm
Material: PLA
Supportmaterial: ja (wurde vor den Fotos einfach abgebrochen)

Lucy wurde im Slicer jeweils so skaliert, dass sie mit dem Maßstab umgerechnet in echt ca 1,7m groß wäre.

Kommen wir zu den Ergebnissen:
HO:
Bild
Die Figur ist unbrauchbar. Ein Gesicht ist nicht zu erkennen. Der Rest der Figur ist auch mehr zu erahnen als zu sehen.

S:
Bild
Zwar deutlich besser, aber immer noch zu schlecht. Die Figur als solche ist nun deutlich zu erkennen. Im Gesicht taucht die Nase auf.

0:
Bild
Eine überraschend klare Figur. Lucy hat nun ein richtiges Gesicht. Das merkwürdige Ding, das auf den Bildern in HO und S rechts neben Lucys Kopf zu sehen war, entpuppt sich jetzt als die nach vorn gelegten Haare. Auch die Träger des Oberteils von Lucys Kleidung sind nun deutlich erkennbar. Die Beine wirken noch etwas merkwürdig deformiert (insbesondere im Übergangsbereich zu den Schuhen).

I:
Bild
Noch etwas besser. An den Beinen ist nun der Faltenwurf der weiten Hose deutlich zu ekennen.
Am linken Bein habe ich offenbar ein Stück des Stützmaterials beim Abbrechen übersehen (ist mir erst auf dem Foto aufgefallen).

II:
Bild
An den Händen werden Finger erkennbar. Am Übergang der Beine in die Schuhe ist der Faltenwurf jetzt richtig ausgearbeitet. In meinen Augen ein fast perfekter Druck.
Diese Figur habe ich an einem anderen Tag nachgedruckt, weil ich die Originalfigur in Spur II nicht mehr fotografieren konnte (siehe unten). Warum sie so völlig fädenfrei ist, kann ich nicht sagen - es waren die gleichen Einstellungen.

1:13,3:
Bild
Die Details kommen noch etwas schärfer heraus. Die Augen sind nun ausgearbeitet. Mehr Details gibt das 3D-Modell nicht her.

Und hier der Grund, warum ich das Modell in Spur II nachdrucken musste. Der erste Druck sieht mittlerweile so aus:
Bild
Wie von einem anderen User hier im Forum empfohlen, habe ich Lucy mit Spritzspachtel aus dem Autozubehör eingesprüht. Danach habe ich sie mit Wasserfarben (aus einem Schulmalkasten) bemalt. Augen und Mund sind mit einem dünnen Filzstift entstanden, wobei mir der Mund zu breit und zu lächelnd geraten ist.

Was ist nun das Fazit?
Ab etwa Spur 0 bis I aufwärts erscheint es möglich, Figuren mit einem FDM-3D-Drucker selbst herzustellen. Kleinere Maßstäbe erfordern wohl einen SLA-Drucker (vielleicht kann ja ein Besitzer eines solchen Druckers mal einen Test zwischen N und 0 machen - die Figur ist im Rahmen der Lizenz frei verfügbar).

Und warum sollte man Figuren selbst drucken wollen?
Nun, es gibt im Netz inzwischen auch die ersten kostenlos verfügbaren Figuren mit eingebautem Skelett. Damit müsste es theoretisch möglich sein, mit einem Programm wie Blender die Figur in praktisch jede benötigte Pose zu "biegen" (ich schreibe dies im Konjunktiv, weil ich es selbst noch nicht kann). Das heißt, man könnte sich für Szenen die Figuren mit der gerade benötigten Gestik herstellen. Da tauchen am Horizont neue Möglichkeiten zum Geschichtenerzählen auf.
Kleiner Wermutstropfen: Ich kenne derzeit keine Quelle für Figuren früherer Epochen. Es gibt also nur Figuren für die Gegenwart beziehungsweise die Epoche VI.

Viele Grüße
Rolf

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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#2

Beitrag von oligluck » Di 19. Nov 2019, 14:57

Moin Rolf,
ich habe auch mal mein Glück versucht, in Größe H0 (19,5mm), mit einem Anycubic i3 Mega.
(ebenfalls Düse 0,4mm, Schichtdicke 0,1mm)

Das Ergebnis ist etwas besser, ich würde es mit deinem Ausdruck in 0 vergleichen, aber immer noch weit entfernt von "brauchbar".
Ich denke auch nicht, dass mein Drucker besser ist als deiner, vermutlich war meine Filamentwahl zufällig glücklicher...

Insofern verstehe bitte meinen Beitrag als Untermauerung deines Tests.
Ein Ergebnis mit einem Resinharz-Drucker würde mich ebenso interessieren!

Viele Grüße,
Oliver


Edit dazu: ich hatte vor einer Weile mal versucht, Figuren für die Gartenbahn zu finden. Also im Grunde dieselbe Idee. Die Ergebnisse waren, gelinde ausgedrückt, "durchwachsen". Es waren auch Realscans dabei, und mit diesen gab es die meisten Probleme.
Ich vermute mal, das Slicing-Programm ist bei komplexen Formen, die nicht simplifiziert wurden, schlicht überfordert.

In meinem Fall war es "Cura", das dem Drucker beilag. Ein kommerzielles Slicing-Programm mag in der Hinsicht leistungsfähiger sein:
für meine "Heimanwendung", für Servohalter oder so, reicht mir die einfache Variante.
Nächster MOST Mitte Januar.


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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#3

Beitrag von all_clear » Mi 20. Nov 2019, 00:46

Hallo,

ich habe mal einen ersten Versuch unternommen mit einem Photon-S Drucker die Figur in H0 (h=19,5mm) zu drucken. Ich glaube das Ergebnis ist ganz ordentlich, leider habe ich es mit einem Resin gedruckt welches ich heute erst bekommen habe. "eSun Bio Resin" in weiß, dadurch hatte ich heute Abend auch große Probleme ein Foto davon zu machen. Ich habe keine Fotolampe und mit der künstlichen Beleuchtung oder Blitz kam das nicht so gut. Erschwerend ist auch, dass das Resin etwas glänzt, ich versuche später noch mal ein besseres Foto zu erstellen. Wenn ich mir die kleine Figur unter einer Lupe ansehen, kann man schon Nase und Gesicht erkennen, ob man das aber später durch bemalen herausarbeiten kann, da ist so eine Sache.

Ich habe die Figur durch den Slicer verkleinern lassen und berechnen lassen, alles mit den Standardeinstellungen ohne etwas zu optimieren. Gedruckt habe ich dann mit Schichtstärke 0,05mm, 3 Bottomlayer mit 50 sec. Belichtung, normale Belichtungszeit 6 sec., Druckdauer ca. 1,5 Std.. Es ist beim DLP-Druck egal ob ich eine Figur oder 20 Figuren drucke, die Druckzeit bleibt gleich. Laut der Software benötige ich für den Druck von 18 Figuren etwas 3ml Resin und der Preis für das Resin beläuft sich auf ca. 18 Cent,
Im übrigen ist das auch erst mein dritter Druck, ich hab den Drucker erst seit ein paar Tagen.
Ob sich der Druck von Figuren in H0 wirklich lohnt, muss jeder für sich selbst beantworten, ich denke in den größeren Maßstäben sicher, das sind die Figuren ja richtig teuer und da wird das Thema schon spannend.

Schönen Abend noch
Harald
(all_clear)

Bild

Ich habe heute noch einmal versucht ein besseres Foto zu erstellen, hat aber auch nicht funktioniert. Mit einem besseren Foto kann ich also nicht dienen, sorry.
Freundliche Grüße, Harald
(Alles in Ordnung, deshalb all_clear)


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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#4

Beitrag von Rolf » Do 21. Nov 2019, 21:38

@allclear/Harald: Toll dass Du das mal eben so gemacht hast. Dein Ausdruck ist klasse!
Ich denke, hier sieht man sehr schön den Qualitätsunterschied zwischen einem FDM- und einem SLA-Drucker. Dein Ausdruck ist mindestens so gut wie meiner in Spur II (eher ist Deiner noch besser). Also kann ein SLA-Drucker das gleiche mindestens 4 Baugrößen kleiner drucken als ein FDM-Drucker.
Wegen dem Bemalen: Kommerziell hergestellte Figuren gibt es in HO ja auch zum selbstbemalen; da sollte das mit dieser Figur eigentlich auch nicht schwieriger sein, oder?

@oligluck/Oliver: Ich finde es spannend, dass Du die gleichen Erfahrungen mit gescannten Figuren gemacht hast. Ich habe die Figur "Lucy" nämlich deshalb für den Vergleich ausgewählt, weil sie am schwierigsten zu drucken war.
Übrigens kann es durchaus sein, dass Dein Drucker besser ist - er ist ja schließlich auch deutlich neuer. Von meinem gibt es ja auch schon recht lange das Nachfolgemodell. Und die Leute, die hier richtig tolle Ergebnisse zeigen (wie z.B. User Altesel) verwenden meines Wissens alle Cura - da bin ich mit slic3r eher der Außenseiter, aber das ist halt der Slicer, in dem es alle Einstellungen für meinen Drucker voreingestellt gibt.

Übrigens habe ich mich sehr gefreut, wieder was von Dir zu lesen! Nachdem der PN-Wechsel im Sommer abgerissen war, hatte ich befürchtet, versehentlich etwas falsches geschrieben zu haben.

Viele Grüße
Rolf


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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#5

Beitrag von all_clear » Do 21. Nov 2019, 22:55

Hallo Rolf,
Du hast mit der Anmerkung über das Bemalen sicher recht, ich denke es auch nicht umbedingt schwieriger als bei den Preiser Figuren. Ich hatte bei dem Probedruck es übrigens auch mehrer Figuren gleichzeitig gedruckt, war auch kein Problem.
Mit meine Bemerkung "Ob der Druck von Figuren sich wirklich lohnt..." meine ich den gesamten Ablauf. Figur finden und mit dem Slicer entsprechend aufbereiten, dann mit dem Drucker drucken, aber dann hat man noch keine Figur die man bemalen kann. Erst muss die Figur in mindestens zwei Durchgängen vom überflüssigen Resin befreit werden (mittels Isoprophanol Bad) und als nächstes unter einer UV-Lampe gehärtet werden, wenn das alles gemacht wurde kann man mit dem bemalen beginnen.

Der große Unterschied entgegen über dem FDM-Druck ist die doch aufwendige Nacharbeit nach dem Drucken und auch der (unangenehme) Geruch. Der störende Geruch ist aber auch abhängig von dem verwendeten Resin. Ich hab nun mal ein Bio-Riesin gekauft, das ist schon erträglicher. Als nächstes kommt dann ein Resin welches mit Wasser abgewaschen werden kann, damit entfällt der Geruch und die Handhabung mit Isoprophanol. Du siehst, der für normal Anwender erschwingliche DLP Druck ja auch noch recht neu, wird sich das auch noch weiter entwickeln.
Ich hab mir den Drucker angeschafft um z.B. kleinere Ausstattungsteile zu drucken wie Bahnsteigzubehör, Koffer, Taschen, Bänke usw. es gibt auch schon Adapter für Kupplungen mit NEM-Schacht oder Zurüstteilen für Wagen und Loks usw. - aber ist alles noch nicht so verbreitet. Das konstruieren solcher Teile ist auch eine Wissenschaft für sich und ich bin da erst ganz am Anfang mal sehen was die Zukunft bringt.
Für die gröberen Teile benutze ich meinen FDM-Drucker, einen JGAurora A5, mit dem ich auch sehr zufrieden bin. Aber auch hier habe ich lernen müssen, das es verschiedene Materialen gibt und diese sich vollkommen unterschiedlich verhalten.
Egal welches Verfahren im 3D Druck zur Anwendung kommt, nichts geht "out of the box" manchmal ist es einfach testen.

Freundliche Grüße noch
Harald
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#6

Beitrag von oligluck » Fr 22. Nov 2019, 01:54

Hallo Harald und Rolf,

ich finde es spannend, wie viel besser der Ausdruck mit Resin ist.
Und danke auch für den Vergleich "out of the box":
vermutlich kann man bei beiden Druckerarten noch optimieren, aber das wäre dann ja weniger vergleichbar...

Ob sich das Ganze lohnt, steht auf einem anderen Blatt:
in H0 kann ich auf viele Hunderte von Figuren zugreifen, die zumeist von einem Hersteller, derart klasse sind, dass ich dort nicht auf die Idee kommen würde, sie selber zu drucken - also zumindest im Moment.

In Spur IIm jedoch ist die Auswahl so gering, dass ich gerade mal zwei Wägelchen bevölkern kann, bevor ich wiederholen müsste.

Hier interessieren mich dann weniger die Kosten, aber trotzdem mal:
ein Männchen in 85mm Größe wiegt 10,7g. Das bedeutet 22 Cent für das Filament und vielleicht 5 Cent für den Strom. Den Drucker betrachte ich als abgeschrieben, würde aber, um mich nicht dem Vorwurf des Milchmädchens auszusetzen, hier nochmal 10 Cent ansetzen.
Also ungefähr ein Zehntel von gekauften Figuren (beide unbemalt).

Ich schätze, es hängt vom Maßstab ab, ob es sich lohnt oder gut genug ist.
Und wir sind ja erst am Anfang.

Ich wollte unbedingt Starrkupplungen für H0 haben, aber trennbar (als Schachtelbahner müssen manche Modelle gelegentlich wieder in den Schrank). Es gab keine!
Die ich selber drucke, sehen zwar nicht unbedingt lecker aus, aber sie funktionieren.


Rolf: der Rolf? Dann freue ich mich! Habe ich dir nicht geantwortet oder du mir nicht, keine Ahnung. Du hast ganz gewiss nichts Falsches geschrieben und ich freue mich, dass wir hier den Faden wieder aufgreifen können!
Ist etwas off-topic, daher dann lieber über PN. Die Planungen werden nun wirklich langsam akut, bei mir sowieso.
Holz und Gleise liegen schon bereit!

LG Oliver
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#7

Beitrag von all_clear » Fr 22. Nov 2019, 10:45

Hallo Oliver,

ich bin in Bezug auf Drucken von Figuren im Maßstab H0 gleicher Meinung, bei den größeren Figuren ist die Sache schon richtig interessant. Ich hab mal die Figur in "ChiTuBox" (einem Slicer für Resin Druck) eingegeben, hier die Daten die er mir ausgespuckt hat:
3 Figuren (a 8,5cm sind gleichzeitig möglich, Bauraum von Photon-S), Resin 40 ml, Gewicht ca. 44 g, Kosten 2,38 (Grundpreis 30€/500ml Resin), Druckzeit ca. 7 Std..
Wie du siehst, liegst Du mit Deiner Rechnung vollkommen richtig. Bei Druck mit PLA oder anderen Materialien wird es vermutlich noch etwas günstiger, aber der Preis allein ist nicht entscheidend, man bekommt etwas "was es nicht von der Stange gibt".

Freundliche Grüße
Harald
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#8

Beitrag von El Lobo » Mo 25. Nov 2019, 13:26

Hallo!

Finde überhaupt die Idee Figuren selber zu Drucken toll! Danke für die Vergleiche! Interresant wird es, selbst gestaltete Figuren und das individuell zu drucken. Faszieniert hat mich das Video, wo eine Figur "relativ" schnell anscheinend mittels des Programmes MakeHuman modelliert wurde, z.B. :



LG

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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#9

Beitrag von Analogbahner » Mo 25. Nov 2019, 15:03

"Make Human" ist toll, aber die Posen und Klamotten sind eingeschränkt. Es gibt zwar jede Menge freier Angebote, aber die Auswahl ist am Ende doch minimal. Modellbahntypische Kleidung gibt es gar nicht, höchstens mal ein Blaumann oder ein Kittel. Deshalb ist eigene Modellierung angesagt. Für eigene Kleidung und Posen muss man dann doch tiefer in Blender einsteigen...

PS Und sofort druckbar sind die Figuren nicht, auch wenn sie als STL vorliegen. Das liegt daran, dass sie nicht "massiv" sind. Haare und Kleidung muss man sich eher wie ausgeschnittenes Papier vorstellen. Das ist für Games und Renderings voll in Ordnung, erfordert aber reichlich Nacharbeit, um sie 3D-druckfertig zu machen.

Aber man jede Menge Nackte für seinen 1:87-FKK-Strand leicht herstellen...
Gruß
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#10

Beitrag von oligluck » Mo 25. Nov 2019, 15:49

Hmm,
wozu benötigst du nach 16 Jahren ohne Anlage einen FKK-Strand? :fool:

Nein, Ernst beiseite: danke für den Link! :gfm:
Mein Drucker taugt zwar nicht für Figuren in 1:87 (und die im Video Gezeigten sind auch nicht so das Eigelb), aber vielleicht klappt es mit dem nächsten Drucker.
Um eine Handvoll Schnellzugwagen zu bevölkern, kann man den Leutchen ja ein T-Shirt auf den Leib malen...

Viele Grüße,
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#11

Beitrag von Analogbahner » Mo 25. Nov 2019, 17:04

Weil: ohne An....
Gruß
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#12

Beitrag von DHC500blau » Mi 4. Dez 2019, 22:59

Analogbahner hat geschrieben:
Mo 25. Nov 2019, 15:03
"Make Human" ist toll, aber die Posen und Klamotten sind eingeschränkt. Es gibt zwar jede Menge freier Angebote, aber die Auswahl ist am Ende doch minimal. Modellbahntypische Kleidung gibt es gar nicht, höchstens mal ein Blaumann oder ein Kittel. Deshalb ist eigene Modellierung angesagt. Für eigene Kleidung und Posen muss man dann doch tiefer in Blender einsteigen...
Bei den Downloads zu Make Human findest Du auch eine Schaffneruniform mit Signalstab. Damit lässt sich Bahnpersonal für den 3D-Druck im stl-Format am Fließband herstellen. Triebfahrzeugführer fehlen allerdings wirklich.

Bild

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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#13

Beitrag von Analogbahner » Do 5. Dez 2019, 02:53

Hmmm... ich glaube, die Hosen gefallen mir nicht... ;)

Ist die Uniform in einem Stück? Oder kann man eine andere Hose wählen? Manche Kleidungsstücke sind ja in Oben und Unten geteilt, hängt vom Erschaffer ab.
Gruß
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#14

Beitrag von DHC500blau » Do 5. Dez 2019, 07:48

Hallo Jochen,

ja, die Hose ist eindeutig zu eng geschnitten. Man kann das durch Anpassen der Körper noch besser hinbekommen, man kann den Figuren auch einfach eine weitere, zivile Hose anziehen. Die Farbe ist ja bei 3D-Drucken egal. Die Uniform ist mehrteilig, man könnte sonst aber auch eine zweite Hose drüber ziehen. Geht alles.

Bild

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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#15

Beitrag von oligluck » Do 5. Dez 2019, 08:19

Moin,
vielleicht war ja die Uniformhose in der Reinigung und er hat sich die Leggins seiner Frau geliehen - weiß man's?

Ich kannte MakeHuman bislang nicht, dort werde ich ganz sicher mal vorbei schauen.
Also danke für den Tipp!

Viele Grüße,
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#16

Beitrag von Analogbahner » Do 5. Dez 2019, 14:45

Man kann in "Make Human" übrigens auch eine Glättung aktivieren. Dann werden deutlich mehr Dreiecke angelegt.
Bei übereinandergelegten Kleidungsstücken kann es manchmal passieren, dass Geometrie-Teile durchdringen, die zwar im Druck nicht eindeutig sichtbar, aber geometrisch unschön sind. Und außerdem zu doppelten Vertices und Polygonen und damit zu Fehlermeldungen führen.
Da ich ohnehin alle MakeHuman-Meshs nochmal in einem anderen Programm öffne, kann ich überflüssige, doppelte Kleidung dort noch entfernen, weil jedes Kleidungsstück (und Assessoire) ein Extraobjekt ist. Dadurch gelingen eigentlich nicht vorgesehene Kombinationen, also z.B. Vorsteherjacke mit Ballettkleid... :mrgreen:

Bei vielen Posen sitzt die Kleidung ebenfalls schlecht, weil die Meshwichtung das gar nicht mitmacht. Aber ansonsten ist das freie Programm wirklich genial.

Und es bleibt die Frage, welcher Standard-Drucker die Feinheiten des Meshs überhaupt drucken kann (in H0 und in N erst recht nicht). Abgesehen davon bleiben noch die Überhänge, die kein FDM-Konsumerdrucker schafft und mit nervigen Stützstrukturen verunziert. Man muss die Figuren also zusätzlich zerschnippeln (Arme einzeln und so) und passend auf der Druckplatte anordnen. Die "Roboterarmee", wie abgebildet, wird so nicht druckbar sein... :shock:
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#17

Beitrag von DHC500blau » Do 5. Dez 2019, 18:41

Hallo Jochen,

mit meinem Anycubic Photon S kann ich problemlos Figuren aus Make Human für H0 drucken - natürlich nicht mit allen Feinheiten, das Gesicht muss man schon mit Farbe ergänzen, aber das ist ja bei den Preiser-Figuren auch nicht anders. Bei den gezeigten Schaffnern ist allerdings der Stab des Signalstabes zu dünn für den Drucker.

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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#18

Beitrag von Analogbahner » Do 5. Dez 2019, 19:16

Wie sieht es dabei mit Stützen aus?

Ja, das Schild lässt sich besser flach auf dem Boden drucken - mit einem Stab aus Blumendraht oder so... Das spirrelige Ding macht die Figur nur unnötig komplizierter und das ultradünne Plastik würde am Ende ohnehin nicht halten...
Gruß
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#19

Beitrag von DHC500blau » Do 5. Dez 2019, 21:05

Hallo Jochen,

Stützen braucht man nicht viele, weil die Figuren ja nur kleine Flächen haben, die am FEP kleben könnten. Chitubox und andere Slicer setzen den Figuren stumpf auch noch Rafts mitten ins Gesicht, die muss man natürlich dann wegnehmen. Abgewinkelte Gliedmaßen sollte man hingegen auf jeden Fall noch einmal extra stützen. Neulich habe ich mir eine Hand bei einer Figur abgerissen, kann aber nicht sagen, ob es an der Stütze lag oder daran, dass ich die Figur einfach schlecht von der Stütze getrennt habe. Direkt auf die Build Plate würde ich nicht drucken, sondern immer immer mit Plattform.

LG
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#20

Beitrag von Altesel » Di 10. Dez 2019, 11:55

Grüss euch,
habe auch mal probiert H0 Figur mit FDM Drucker zu drucken. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Nicht viel schlechter als Prei... Details kommen auch ganz gut raus, Faltenwurf, Schnauzer. Seht selbst:
Bild

Bild

Bild

NfG
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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#21

Beitrag von El Lobo » Di 10. Dez 2019, 16:46

Hallo Gerhard!

Stammt die Figur von HumanMe? Warum ich frage, weil weiter oben davon die Rede war, dass diese Figuren etwa bei den Haaren einer Nacharbeit vor dem 3D Druck zu unterziehen sind.
Die Detailierung ist echt super! Danke für deinen Bericht!

Lg

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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#22

Beitrag von Altesel » Di 10. Dez 2019, 16:54

Hallo Wolfgang,
sie stammt nicht aus "Make Human". Stammt irgendwo aus den Tiefen des Internets. Weiß aber nicht mehr woher.
MfG
Gerhard


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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#23

Beitrag von Rolf » Di 10. Dez 2019, 19:50

Hallo Gerhard,

Deine Figur sieht klasse aus. Du hast schon einen besonders guten FDM-3D-Drucker und wohl auch sehr gute Einstellungen. Ich bin immer wieder beeindruckt!

Viele Grüße
Rolf


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Re: Modellfiguren - Test über Baugrößen hinweg

#24

Beitrag von all_clear » Do 12. Dez 2019, 18:13

Hallo,

das Internet vergißt nichts, hier der Link zum Schmied:
https://grabcad.com/library/ancient-blacksmith-1

Es kann aber sein, dass man sich registrieren muss.
Freundliche Grüße, Harald
(Alles in Ordnung, deshalb all_clear)

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