#1 von
ElektronikNerd
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gelöscht
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, 08.08.2014 17:34
Ich habe hier 5 Lokomotiven die alle Jahre lang nicht gefahren sind: 2x Märklin BR 03 (noch nie gefahren) 1x Märklin BR 50 (Vor ~8 Jahren vielleicht 2-3h in Betrieb, danach nur herumgestanden) 1x Märklin V 160 (Wie BR 50) Alle 4 mit 5poligem Trommelkollektor, von Märklin "5poliger Hochleistungsmotor" genannt.
1x Trix 22212 V90 (als Ladenhüter gekauft, vermutlich im Geschäft ein paar Runden ab und an gedreht zur Vorführung)
Was mache ich mit denen am besten? Ich möchte ungern etwas durch ungewarteten Betrieb beschädigen.
Ich habe mir im Sammelthread diesen Link durchgelesen:
Und - wenn ja - habe ich das wirklich richtig verstanden? Motor raus und dann das ganze Drehgestell samt Getriebe in ein Ultraschallbad mit Wasser/Spülmittel? Und bei großen Dampfloks kommt das ganze Fahrwerk rein?
Wird dadurch dann altes Fett/Öl entfernt, so dass man nur noch das Getriebe neu schmieren und den Motor wieder einbauen muss?
Du hast die Wartungsempfehlung von einem Modellbahner gelesen -nicht alle würden das so machen.... Lackierte Teile lege ich z.B. nicht ins Ultraschallbad. Bei verharztem Getriebe reicht Ultraschallreinigung nach meiner Erfahrung nicht aus. Nach 5 Jahren Stillstand würde ich zumindest mal vorsichtig nachölen bevor die Lok aufs Gleis geht.
Versuche anhand der ModellNummer bzw. Art.Nr. die Betriebsanleitung Ersatzteileliste zu bekommen . Da wird meist die neuralgischen Stellen gezeigt wo geölt geschmiert werden soll . Wo es ENG wird benutze ich eine abgezwickte Stecknadel.
bevor du irgendwelche Ölereien beginnst, solltest du die Loks auf die Gleise stellen und vorsichtig überprüfen ob sei sich freiwillig in Bewegung setzen. 1. Die das nicht oder widerwillig tun, brauchen eine Wartung wahrscheinlich mit Entharzung. 2. Prüfung mit höherer Fahrstufe; dabei auf das Fahrgeräusch achten. 3. Ist das laut, knarzig und ruppig folgt Punkt 1 4. Entharzung ist nur dann ordentlich zu machen, wenn der Motor und das Getriebe total zerlegt werden und jeses Teil gründlich gereinigt wird. Ich benutze dazu Zahnbürste und Waschbenzin, die Lagerbohrungen werden mit Benzin getränkten Pfeifenreinigern sauber gemacht. Alles gut lüften und Trocknen lassen, bevor es wieder zusammengebaut wird. 5. Alle Modelle warten , wie im Wartungsplan von Märklin vorgesehen.
#6 von
ElektronikNerd
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gelöscht
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, 08.08.2014 19:42
Die fahren alle ganz gut, das Geräusch ist auch recht normal. Bei der BR50 hört man das Getriebe wenn man genau hinhört, aber da sind auch sehr viele Zahnräder verbaut (2-3 vom Motor zur ersten Achse, dann je eines zwischen den Achsen) aber ich glaube mich zu erinnern dass das immer schon so war.
Allerdings riecht es bei hohen Fahrstufen ein wenig streng, nicht direkt verbrannt aber in diese Richtung.
Zitat von ElektronikNerd...Was mache ich mit denen am besten?...
Hier wird sich doch kein wirklicher Modelleisenbahner konkret äußern, wenn er die Loks nicht selber zwischen den Finger hat. Antworten von nichts bis Generalreparatur sind möglich. Nur eins ist sicher, wenn es stinkt, ist der Kollektor u. die Kohlen verölt.
Vor 2-3 Jahren hat sich mein Sohn auf einer Modellbahnbörse in eine alte Märklin 01 197 (Art.-Nr. 304 verliebt. Auf dem Probegleis fuhr sie sofort ruckfrei an, machte dabei aber einen Höllenlärm. Das Umschalten klappte wie es soll, optisch ohne Makel - also habe ich ihm erlaubt, sie für 95,- EUR zu kaufen.
Zuhause angekommen, habe ich sie als erstes aufgeschraubt und näher inspiziert. Die Lok war richtig schön sauber und matt, aber absolut öl- und fettfrei... Die hatte bestimmt vorher schon jemand im Ultraschall grundgereinigt (und hat dann wohl zwischnzeitlich selbst ins Gras gebissen), und kam nicht mehr dazu, sie abzuölen. Da der Anker ebenfalls völlig ungelaufen aussah, nehme ich an, dass die Lok ihr bisheriges Dasein als Schachtel-Queen hinter sich gebracht hat.
#10 von
ElektronikNerd
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gelöscht
)
, 09.08.2014 18:55
Zitat von rolfuweNur eins ist sicher, wenn es stinkt, ist der Kollektor u. die Kohlen verölt.
Wie ist das möglich? Ich habe die Loks alle neu/OVP gekauft, Märklin wird doch wohl kaum ihre Kollektoren ölen, oder? Und ich habe das natürlich auch nie getan
OK, evtl. würde meine Nase etwas anderes reichen. Wie beschreibt man Geruch? Aber den Geruch von verbranntem Öl auf dem Kollektor erkennt man eigentlich. Evtl. sieht man auch die Funkenbahn. Und gerade bei Loks die nagelneu lange in der Verpackung auf der Seite lagen, ist nicht selten das Öl auf der unteren Seite. Die Fertigungsqualität ist doch auch nicht mehr, wie in den guten alten Zeiten.
Zitat von ElektronikNerd… 2x Märklin BR 03 (noch nie gefahren) 1x Märklin BR 50 (Vor ~8 Jahren vielleicht 2-3h in Betrieb, danach nur herumgestanden) 1x Märklin V 160 (Wie BR 50) 1x Trix 22212 V90 (als Ladenhüter gekauft, vermutlich im Geschäft ein paar Runden ab und an gedreht zur Vorführung)…
#14 von
ElektronikNerd
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gelöscht
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, 09.08.2014 19:35
Zitat von Alfred RMoin,
neu und in OVP von wem?
BR50 und V160 waren in einer Startpackung (29820), vor ~8 Jahren in einem Fachgeschäft gekauft. Die 2xBR03 waren eine Doppelpackung (37955), gekauft von einem Verwandten. Die Trix habe ich nur im Geschäft getestet, weil ich die erst auf 3L umbauen muss. Bei der war aber auch kein Geruch wahrnehmbar.
Außer der Trix V90 haben alle einen Dekoder - die beiden aus der Startpackung einen MFX-Sounddecoder, die 2xBR03 einen normalen Digitaldecoder.
Ich habe sie jetzt nochmal getestet und konnte keinen solchen Geruch mehr wahrnehmen, merkwürdig... Könnte das Staub am Kollektor gewesen sein, der bei der 1. Fahrt nach langem Zustand solchen Geruch verursachte?
Zitat von ElektronikNerdDie Trix habe ich nur im Geschäft getestet, weil ich die erst auf 3L umbauen muss. Bei der war aber auch kein Geruch wahrnehmbar.
Klar, ihren V90 sind mit Glockenankermotor und Allradantrieb. Ein super Konstruktion......und braucht (fast) keine Wartung.
der seltsame Geruch stammt vom Öl, das während der langen Liegezeit auch an den Kollektor gekommen ist. Die Funken , die beim Lauf des Motors dort entstehen verbrennen das Öl, es stinkt. Wenn das Öl alles weggebrannt ist, ist auch der Geruch weg. Wenn nicht, ist ein Bürstenwechsel angesagt; danach darf dann allerdings nichts mehr stinken!
der seltsame Geruch stammt vom Öl, das während der langen Liegezeit auch an den Kollektor gekommen ist. Die Funken , die beim Lauf des Motors dort entstehen verbrennen das Öl, es stinkt. Wenn das Öl alles weggebrannt ist, ist auch der Geruch weg. Wenn nicht, ist ein Bürstenwechsel angesagt; danach darf dann allerdings nichts mehr stinken!
Dieser "seltsame Geruch" gehörte doch früher zum normalen Bahnbetrieb dazu. In den alten Wechselstromzeiten mit Umschalterelais haben wir als Kinder die Loks mit Vollgas über die Anlage gejagt. Anschließend roch das ganze Zimmer nach "Strom". Im Zeitalter der Digitalisierung und Veränderung der Antriebe kennen nur noch wenige dieses Phänomen.
Wie schon an anderer Stelle erwähnt wurde: Die Loks auf das Gleis stellen und fahren lassen. Wenn es dann quietscht und eiert, kann man ja immer noch eingreifen. Ich weiß nicht, was Märklin aktuell an Material verbaut. Aber im Vergleich dazu sind die alten Antriebe nahezu "unkaputtbar".