Hallo, liebe Forumer! Habe gerade die diesjährigen Messemodelle von Brawa gecheckt. Dabei kam auch der 47093 hoch, Revisionsdatum 1963, Eigentümer Dt. Texaco. Der Wagen hat die Betriebsnummer 580 513. Folgende Fragen an diejenigen, die sich genauer mit der Geschichte der Dt. Texaco auskennen und vielleicht noch mehr als SCs Verzeichnis der Kesselwagen von 1964 haben (geht das???): Nach SC ist zumindest mit Stand 1964 der Nummernkreis Hamburg 580 mit Lüken bis 189 und dann wieder ab 600 besetzt; die von der Texaco aufgekaufte DEA hat den Nummerkreis Hamburg 580 ab 910 besetzt. D.h. 1964 gibt es da keine denkbaren Übereinstimmungen nach SC 6. Weiß da jemand etwas anderes? Die Dt. Erdöl AG wurde nach der Wiki 1969 von Texaco übernommen und erst 1970 in Texaco umgetauft. Was mir unklar ist, ist, ob Texaco schon vorher am Markt war und eigene Kesselwagen besaß. Oder ist der Wagen, dessen Bedruckung ja insgesamt eher wie die eines hübschen Epoche IV-Wagen daherkommt (ich kenne die Kesselwagen noch aus meiner Kindheit und die war eindeutig in den 70ern), einfach nur ein Kassemacher, mit dem die Form weiter ausgelutscht wird? Ähnliche Frage zum Linde-Kesselwagen: In SC 6 findet sich Linde 1964 in München, wo die 516er-Gruppe vergeben wurde, als Einsteller nur mit den Nummern 599-620 mit deinem Eismaschinenzweig. Zumindest sind ja Kältemittel brennbare Flüssigkeiten - könnte ja sein, dass da einfach einer bei der Nummer geschlampt hat. Hat da jemand irgendetwas Weiterführendes??? Für Eure Mühen schon einmal herzlichen Dank Heiko
Man muss nicht alles können, man kann es aber lernen.
der Lenkachskesselwagen an sich ist doch sowieso im besten Falle eine Annäherung an das Vorbild. Hatten wir aber auch schon mal hier ausdiskutiert: Brawa 4-achs. Kesselwagen "Henkel". Das einzige Modell das halbwegs passt (von der Länge abgesehen) ist wohl das der Rütgerswerke, das steht aber auch im Carstens* so drin, wenn ich mich recht entsinne.
*Ergänzung: Im Beiheft zu den Mineralöl-Kesselwagen auf Seite 32 gibt es auch ein entsprechendes Bild. Insgesamt gab es nur 18 in drei Serien gebaute Wagen. Die letzten drei waren bis 1974 im Einsatz. Dies waren die einzigen 4-achsigen Lenkachs-Kesselwagen in Deutschland.
Grüße
Matthias
Niemals eine Möchtegern-Dampflok ohne funktionierende Schieberstange und Treibstangen-Fangbügel auf meiner Anlage!
Die Marke Texaco gab es in Deutschland erst ab 1970, damit ist Epoche 3 tatsächlich Käse, aber der Wagen ist eh Phantasie. Es sei allerdings gesagt, dass DEA bzw. Texaco tatsächlich bis weit in die Epoche 4 noch Drehgestellwagen mit klassischem Profiluntergestell verwendet hat. Ähnliche gab es sonst noch bei Shell (zwischen 1965 und 1980 ausgemustert) und Esso (Einzelstück). Vierachsige Lenkachswagen für Mineralöl kenne ich dagegen gar nicht.
Gruß Kai
Güterwagen in H0 aus allen Epochen zum Angucken. Ep.3-Anlage in N zum Fahren.
Ich kann mich noch an eine Caltex-Tankstelle in meinem Heimatort erinnern, die plötzlich in Texaco umbenannt wurde. Das muss so Anfang der 70er gewesen sein. Hies Texaco nicht vorher Caltex?
Wie schon zuvor erwähnt, halte auch ich alle Brawa Varianten der Lenkachs-Kesselwagen, mit Ausnahme der Rüttgers Teerkesselwagens (der allerdings müßte über eine Heizvorrichtung verfügen) für Phantasie. Aber auch hier gab es Diskussionen darüber, ob die Länge vorbildgerecht umgesetzt worden ist. Der Prototyp wurde auf der Eisenbahnausstellung 1924 in Seddin vorgestellt.
ich kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen. In der MIBA 7/2015 heißt es auf Seite 80 im Rahmen der Vorstellung des MBW Spur 0-Modells: "Die Wagen wurden ausschließlich von der Gesellschaft für Teerverwertung bzw. von der Rütgerswerke-Aktiengesellschaft genutzt. "Bunte" Kesselwagen dieser Bauart hat es nicht gegeben."
Kältemittel sind, soweit mir bekannt, keine brennbaren Flüssigkeiten, sondern unter Druck verflüssigte Gase. Sie werden deshalb auch nur in Druckgaskesselwagen mit orangener Bauchbinde transportiert.