RE: Mit dem Schienenbus nach Maulbronn — ein Reisebericht mit Bildern

#1 von Viet Bui ( gelöscht ) , 06.08.2018 00:53

Zitat
Ein Student verharrt im Zustand der Ruhe, sofern er nicht durch einwirkende Kräfte zur Änderung seines Zustands gezwungen wird.


So oder zumindest so ähnlich formulierte es Isaac Newton 1867 — warum sollte es bei mir anders sein? Und dennoch quälte ich mich sonntagmorgens aus dem Bett und verließ derart widerwillig das Haus (in Erwartung der hochsommerlichen Hitze), dass ich den Bus verpasste. Und weil der Bus sonntags leider nur alle 15 Minuten kommt, habe ich natürlich meinen Zug verpasst.

Doch worum geht es eigentlich?

Das Land Baden-Württemberg verfolgt eine besonders schienenfreundliche Verkehrspolitik. Die derzeit amtierende Landesregierung hat sich zum Ziel erklärt, die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr deutlich zu steigern. Deshalb bestellt und finanziert das Land Baden-Württemberg, das für den regionalen Schienenpersonennahverkehr verantwortlich ist, in einem besonderen Maße Freizeitverkehre; Bahn und Bus sollen nicht nur im alltäglichen Leben präsent sein, sondern auch bei Ausflügen. Zumindest für mich ist es Ironie, wenn man mit dem Auto in die Natur fahren möchte; offensichtlich sieht es das Land Baden-Württemberg ähnlich und entwickelt daher für den Nationalpark Schwarzwald ein Mobilitätskonzept, das auf die Reduzierung des Autoverkehrs abzielt. Und so starten im Sommerhalbjahr sonntags Dutzende Züge mit dem Ziel, Ausflügler bequem an ihre Ziele zu bringen, der bekannteste unter ihnen dürfte der „Murgtäler Radexpress“ sein, der die kurpfälzische Quadratestadt Mannheim mit dem größten Marktplatz Deutschlands in Freudenstadt verbindet. Und weil der Verkehrsminister das Fahrrad stärken möchte, bieten diese Ausflugszüge besonders viel Platz für Fahrräder. Aus diesem Grund findet man die letzten Gepäckwagen im Ländle!

Normalerweise pendelt sonntags zwischen dem badisch-württembergischen Grenzbahnhof Mühlacker und der Klosterstadt Maulbronn ein kleiner Triebwagen voller Ausflügler, die auf den Spuren der Maultasche wandeln. Überlieferungen zufolge fanden Mönche des Klosters Maulbronn in der Fastenzeit ein Stück Fleisch vor. Sie mischten das Fleisch in eine Füllung aus Spinat und Brot unter, in der Hoffnung, der Herrgott würde es nicht sehen, wenn die Fleischfüllung in eine Teigtasche gesteckt wird.

Doch der bundesweit grassierende Mangel an Lokführern fordert auch hier seinen Tribut und so fällt der „Klosterstadt-Express“ dieses Jahr komplett aus. Wie soll man solche Freizeitverkehre stemmen, wenn die Zahl der Lokführer noch nicht einmal für den Regelverkehr reicht?
Doch engagierte Menschen an verschiedenen Stellen, im Verkehrsministerium, bei DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB) und beim Verkehrsclub Deutschland (VCD), organisierten zumindest an einem Sonntag einen ganz besonderen Klosterstadt-Express: Denn er wird nicht, wie sonst üblich, mit einem modernen Dieseltriebwagen der Bauart „Regioshuttle“ gefahren, sondern mit einem historischen Schienenbus der Baureihe 798! Und damit das Ganze nach etwas aussieht, hängt man noch einen Steuerwagen (VS 9 an. Wo fahren denn heute noch die Retter der Nebenbahnen im Jahr 2018 im Regelbetrieb?

Als RE (!) 26380 tuckerte der Schienenbus mit seinen beiden Büssing-Motoren in der Universitätsstadt Tübingen los, um den Stuttgarter Kopfbahnhof um 8.45 Uhr zu erreichen — um wieder auf meinen Reisebericht zurückzukommen, begann hier mein Problem. Denn bereits um 9.03 Uhr würde der Zug qualmend seine Fahrt in die Schmuckstadt Pforzheim fortsetzen. Also fuhr ich mit dem regulären Regionalexpress mit Abfahrt um 9.17 Uhr hinterher. Obwohl der Schienenbus kaum schneller als 80 km/h fahren würde, hatte ich keine Chance, den Schienenbus wieder einzuholen: Im Stile eines Eilzugs hielt er nur im barocken Ludwigsburg und im württembergischen Teil des Bahnhofs Mühlacker, während der reguläre Regionalexpress satte 13 Mal hält.

Ich stieg daher in Eutingen (Baden) aus, um dort den Schienenbus abzupassen. Aber bevor ich Euch das erste Bild zeige, möchte ich Euch eindringlich warnen. Normalerweise fotografiere ich Städtelandschaften und Menschen — Letztere bewegen sich nur auf meine Anweisung vor meiner Kamera. Und so kommt es, dass ich mit allen Motiven, die sich schneller als Schrittgeschwindigkeit bewegen, überfordert bin. Ich bin also ein miserabler Eisenbahnfotograf. Dazu kommt noch, dass man schon ein Kraftfahrzeug oder zumindest ein Fahrrad benötigt, um genug Bilder zu machen: Man kann schlecht den Zug, mit dem man angekommen ist, auf freier Strecke, eingebettet in einer Landschaft, fotografieren. Genauso wenig kann man einen Zug zu Fuß verfolgen.
Aber es war auch nicht mein Anspruch, ein fotografisches Ode an die Freude zu zeigen, das überlasse ich anderen, die das besser können als ich. Mir ging es persönlich um das Mitfahren, denn wenn man als Eisenbahnfotograf auf der Jagd nach dem besten Bild nur die Strecke säumt, erfährt man nicht, wie das Reisen anno dazumal war.



Laut knatternd näherte sich der Schienenbus dem Haltepunkt Eutingen (Baden), bis er zischend zum Stehen kam. Für dieses Bild stand ich wohl einem Filmer auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig im Weg, der vermutlich den Halt und die Abfahrt filmen wollte. Aber auf einem Bahnsteig sollte man auch mit wartenden Reisenden rechnen!



Zugegeben, der Zug war voller als ich es erwartet hätte. Das ist gut für die Verantwortlichen, die das Ganze organisiert haben, aber schlecht für die Innentemperatur des Schienenbusses. Und so hielten wir noch in Enzberg und Niefern, um vor dem Bahnhof Mühlacker über die Verbindungskurve auf die württembergische Westbahn überzugehen.
Ein Vertreter des VCD klärte interessierte Fahrgäste über Besonderheiten an der Strecke auf.

Im Bahnhof Maulbronn-West kamen wieder zum Stehen. Hier beginnt die 2,35 Kilometer lange Stichstrecke zum Stadtbahnhof Maulbronn. Es blieb kurz Zeit für ein Foto. Aufgrund des Zeitdrucks habe ich vergessen, die Kamera richtig einzustellen. So machte ich dieses Bild ungewollt mit offener Blende (f/2.0):



Rußend, knatternd und pfeifend (streng genommen handelt es sich bei einem Makrofon nicht um eine Pfeife) machten wir uns mit einer Verspätung von fünf Minuten auf dem Weg zum Stadtbahnhof. Ob des schlechten Streckenzustands liegt die Streckenhöchstgeschwindigkeit bei 50 km/h; obwohl der Lokführer diese nicht ausfuhr, hoppelte der Schienenbus ordentlich über die Gleise. Und wäre das schon nicht genug, blieb ziemlich viel Grünzeug in den Klappfenstern hängen, das die Fahrgäste eigenhändig entfernten.



Im Schienenbus ist eng und die große Zahl dichtgedrängter Eisenbahnfreunde hinter dem Lokführer machten es für mich nicht einfacher, ein Bild zu machen. Und so zückte ich erstmals mein Telefon, um das obige Bild zu machen. Mit den 28 mm Brennweite konnte ich auch in dieser Situation ein halbwegs brauchbares Bild machen.

Die Strecke wurde recht bald von der Deutschen Bundesbahn eingestellt. Der Stückgutverkehr wurde 1975 eingestellt, der letzte Personenzug fuhr bereits 1973 ab. Damit endete der regelmäßige Bahnverkehr.
Leider ist eine Reaktivierung für den regelmäßigen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) trotz zahlreicher Überlegungen nicht realistisch, da die Gemeinde Maulbronn mit ihren knapp 6.500 Einwohnern und dortige Kloster keine Verkehrsnachfrage erzeugen würden, die eine Wiederaufnahme des regelmäßigen Personenverkehrs rechtfertigen würde. Es geht aber auch anders, in Laupheim West zweigt von der württembergischen Südbahn die Stichstrecke nach Laupheim Stadt ab, die ähnlich lange Strecke wird im Stundentakt bedient, dieser Verkehr lässt sich durch über 20.000 Einwohner auch rechtfertigen.
Durch die mangelnde Perspektive der Strecke sowie durch den schlechten Zustand galt die Strecke trotz des Engagements der Beteiligten nach Maulbronn Stadt als gefährdet.
Das Land Baden-Württemberg verhinderte die endgültige Stilllegung und auch der seit 2011 amtierende Verkehrsminister Winfried Hermann bekräftigte, dass das Land keine Einstellung einer baden-württembergische Strecke akzeptiere, so dass der Erhalt der Strecke trotz des schlechten Zustands mittelfristig gesichert ist. Das Land bewies bereits bei der Sauschwänzlebahn, wo der Verkehr aufgrund von Schäden bereits ruhte, mit finanziellen Hilfen zur Beseitigung der Schäden, dass sie ihre Zusicherung ernst nimmt. Durch die Bestellung des Klosterstadt-Expresses verhindert das Land auch eine Einstellung der Strecke.



Fast alle Fahrgäste saßen im Motorwagen und kamen so in den Genuss des charakteristischen Motorgeräuschs des VT 98.

Über die handbedienten Weichen rumpelt der Zug unter der Beobachtung von einem Dutzend „Fuzzys“, wie die Fotografen an Bahnstrecken genannt werden, in den Stadtbahnhof Maulbronn. Der Zustand und die Ausstattung des Stadtbahnhofs entspricht seiner verkehrlichen Bedeutung. Nutzbar ist nur der etwa 20 cm hohe Hausbahnsteig (der immerhin 120 m lang ist), die Anlagen des Stückgutverkehrs sind längst verrottet und augenscheinlich ist das Bahnhofsgebäude im privaten Besitz, aber im sehr guten Zustand. Obwohl der Bahnhof unter dem Namen „Maulbronn Stadt/Kloster“ in Fahrplänen und in der Reiseauskunft zu finden ist, muss man noch etwa einen Kilometer zum Kloster laufen.



Ich entschloss mich, in Maulbronn zu bleiben, um die Einfahrt der RB 22263 fotografieren zu können. So fuhr der Schienenbus nach kurzem Aufenthalt in Richtung Mühlacker aus. Somit hatte ich 40 Minuten Zeit, deutlich zu wenig Zeit, um das Kloster kurz von außen zu fotografieren, also blieb ich am Bahnhof und unterhielt mich mit einem anderen Eisenbahnfotograf, der offensichtlich das Gleiche vor hatte. Eigentlich war die Tageszeit für mein vorhaben überhaupt nicht geeignet, da die Sonne falsch steht. Allerdings wollte ich nicht bis in den späten Nachmittag warten und so kam dieses Bild dabei raus:



Leider ist das Bild verzerrt, da ich das Dach des Bahnhofsgebäudes unter keinen Umständen abschneiden wollte und ich kein Objektiv mit größerem Bildwinkel zur Hand hatte. Auch der große Dynamikumfang zwischen dem Bahnhofsgebäude in der Sonne und dem Schienenbus im Schatten der Bäume war sowohl für die Kamera als auch für den Rohdaten-Entwickler nicht einfach zu bewältigen.
Ich musste den Schienenbus in dieser Position fotografieren, denn nur so hat er das aufblasbare Planschbecken und ein parkendes Auto verdeckt.

Nun stiegen die fotografierenden Eisenbahnfreude aus und baten den Lokführer, etwas vorzuziehen, damit man das Bahnhofsgebäude gemeinsam mit dem Schienenbus fotografieren konnte.



Während sich die fotografierende Traube in Richtung anschließenden Weichenbereich begab, um die Ausfahrt des Zuges zu fotografieren, stieg ich nun ein, um nach Karlsruhe zu fahren. Ich wollte den Sonntag nicht nur irgendwo zwischen Maulbronn und Mühlacker verbringen. So fuhr ich über Bretten und durch das Kraichgau mit der Stadtbahn zu meinen Eltern.



Weder das Übersetzfenster noch die Vorhänge sind original. Das Übersetzfenster wurde von einem österreichischen Schienenbus (ÖBB-Baureihe 5081) gespendet, die Vorhänge stammen von den ehemaligen Interregio-Wagen.



Die Vorrichtung zum Schalten des Getriebes ist interessant ausgeführt.



Während es beim Lokführer schwül, stickig und heiß war, war es hinten Dank des Übersetzfensters deutlich angenehmer.

Die Rückfahrt plante ich so, dass ich wieder mit dem Schienenbus, dieses Mal als RE 26381, nach Stuttgart fahre. Aufgrund von Bauarbeiten (der alte Pforzheimer Tunnel muss ersetzt werden) nahm ich es in Kauf, über eine Stunde im Schienenersatzverkehr von Karlsruhe-Durlach nach Pforzheim zu sitzen. Während der reguläre Regionalexpress, gebildet aus modernen Doppelstockwagen und einer Lok der Baureihe 147, pünktlich in Richtung Stuttgart abfuhr, wurde der Schienenbus mit 15 Minuten Verspätung angekündigt — wie ich erfuhr, hatte der PZB-Fahrzeugrechner eine Störung. So fuhren wir mit 22 Minuten Verspätung ab und aufgrund dessen fiel der Halt im Stuttgarter Kopfbahnhof mit Wende aus. Als Ersatzhalt wurde Stuttgart-Untertürkheim vorgesehen, damit befuhr ich erstmalig die sogenannte Schusterbahn, eine sogenannte Güterumgehungsbahn, die den Stuttgarter Kopfbahnhof umgeht.



Hier treffen zwei Generationen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, zusammen.



Die Schusterbahn führt auch über das 855 m lange und 30 m hohe Eisenbahnviadukt in Stuttgart-Münster.

In Stuttgart-Untertürkheim, in unmittelbarer Nähe zu Mercedes-Benz, stieg ich aus und sah dem Schienenbus auf seinem Weg nach Tübingen hinterher:



Es war meine erste Fahrt mit einem Schienenbus, bedingt durch mein Alter hatte ich nie wirklich die Gelegenheit gehabt, diese Fahrzeuge, die in großer Stückzahl gebaut wurden, im Regelbetrieb zu erleben.
Durch den Schienenbus wird Eisenbahn greifbarer. Alleine die Rundumsicht samt der grandiosen Aussicht auf die Strecke ist viel wert, genauso wenn der Schienenbus hoppelnd und hüpfend anfährt, während der Lokführer das Getriebe manuell schalten muss. Zappenduster wurde es im über 1.000 m langen Nebenweg-Tunnel bei Vaihingen (Enz), der Klang der Motoren ist unverwechselbar.
Es war auch schön, viele Bekannte zu treffen und mit ihnen zu plaudern, während der Schienenbus über die Gleise klappert.
Auch die umklappbaren Sitze, um in Fahrtrichtung sitzen zu können oder um eine „Vis-à-vis“-Bestuhlung herzustellen, sind sehr interessant.
Übrigens waren die Blicke und Reaktionen der „gewöhnlichen“ Fahrgäste auch sehr amüsant anzusehen, schließlich erwartet man als Regionalexpress nicht unbedingt einen Schienenbus. Nicht selten wurde nachgefragt, ob das wirklich der Regionalexpress nach XY sei.

Anschließend trat ich mit einer wohl temperierten S-Bahn den Weg nach Hause an.

Ein Dank geht natürlich an alle Beteiligten, die diese Aktion erst möglich machten!
Ich hoffe, dass Euch der Reisebericht trotz der mäßigen Bilder gefallen hat. Über Kommentare und Meinungen freue ich mich!

Übrigens bereitet ein Modelleisenbahner das Thema Maulbronn auf, hier geht es zu Jürgens Faden:
Maulbronn, ein kleiner Bahnhof im Schwäbischen, Juni 1922

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet


Viet Bui

RE: Mit dem Schienenbus nach Maulbronn — ein Reisebericht mit Bildern

#2 von Jochen53 , 06.08.2018 08:11

Hallo,
Danke für die schönen Bilder. Da kommen Erinnerungen hoch, als ich als Wehrpflichtiger mit so einem Gefährt von Buchloe nach Füssen gefahren bin. Das Ding war ja sowas von langsam (vor allem bei der Heimfahrt am Wochenende).
Gruß, Jochen.


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RE: Mit dem Schienenbus nach Maulbronn — ein Reisebericht mit Bildern

#3 von DerDrummer , 06.08.2018 12:34

Moin Viet
Endlich mal wieder ein Bericht von dir! Und dann gleich zu so einem schönen Triebwagen, der in der deutschen Eisenbahngeschichte nicht fehlen darf!
So schlecht sind deine Bilder doch gar nicht, man kann was drauf erkennen

Lg


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RE: Mit dem Schienenbus nach Maulbronn — ein Reisebericht mit Bildern

#4 von Jürgen , 06.08.2018 13:12

Hallo Viet,

danke für den schönen Bericht, die Bilder und den Hinweis auf meine derzeitige Baustelle.

Zitat
der Herrgott würde es nicht sehen, wenn die Fleischfüllung in eine Teigtasche gesteckt wird.



Deshalb nennt man auch die Teigtasche "Hergottsbescheißerle". Aber ob sie etwas mit Maulbronn zu tun haben ? Ich glaube nicht so recht daran, aber es ist eine nette Geschichte. Kennst Du die Geschichte vom Elfinger Berg, der dort in der Nähe liegt ? Den Zisterziensermönchen war der Genuß von Wein bekannterweise erlaubt, da er seinerzeit wesentlich gesünder war als Wasser. Sie bauten in dort in der Region an. Er soll so gut gewesen sein, dass sich die Mönche auch "elf Finger" ablecken würden. Daher Elfinger Berg.

Grüße
Jürgen


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RE: Mit dem Schienenbus nach Maulbronn — ein Reisebericht mit Bildern

#5 von Jandrosch ( gelöscht ) , 06.08.2018 14:56

Hallo Viet,
ein sehr abwechslungsreicher und interessanter Bericht - danke dafür.
An den Retter der Nebenbahn kann ich mich auch noch sehr gut erinnern - es war immer irgendwie ein Erlebnis.


Jandrosch

RE: Mit dem Schienenbus nach Maulbronn — ein Reisebericht mit Bildern

#6 von Erich Müller , 06.08.2018 15:30

Hallo Viet,

vielen Dank für diesen kurzweiligen Bericht - und die Bilder sind doch gut!
Ja, es gibt wohl kaum bessere Gefährte, um eine Bahnstrecken wirklich zu er-fahren, als den Schienenbus. Vielleicht noch die dachlosen Wägelchen einzelner Ausflugs- und Museumsbahnen.

Aber eins muss ich doch sagen: deine Zitatenquellen musst du besser prüfen, denn schon Galileo Galilei schrieb um 1650 in sein (mittlerweile nicht mehr öffentliches) Blog: "ich kann gar nicht so viel widerrufen, wie mir auf verschiedenen Internetseiten an angeblichen Aussagen untergeschoben wird."


Freundliche Grüße
Erich

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Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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RE: Mit dem Schienenbus nach Maulbronn — ein Reisebericht mit Bildern

#7 von WolfiR , 07.08.2018 01:01

Hallo Viet,

sehr interessant, dass Du (vermutlich ausgelöst durch die überhöhte Umgebungstemperatur) auch Eisenbahnfahrzeuge außerhalb der Epoche 6 wahrnimmst.

Der Schienenbus (ob VT 98 oder 95 konnte ich damals noch nicht unterscheiden) war für mich vermutlich das erste Schienenfahrzeug, das ich bewußt wahrgenommen habe. Es muss so im Alter <10 gewesen sein. Vom Haus meiner Großeltern in Hessen hatte ich den Blick auf einen Bahnübergang einer Nebenbahn. Dort habe ich den Betrieb beobachtet und wurde vom Eisenbahnvirus infiziert.

Gruß
Wolfgang


 
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RE: Mit dem Schienenbus nach Maulbronn — ein Reisebericht mit Bildern

#8 von Jürgen , 07.08.2018 09:53

Die Fahrt auf der Strecke ist ein gefährliches Wagnis ...

https://www.pz-news.de/muehlacker_artike...id,1238241.html


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RE: Mit dem Schienenbus nach Maulbronn — ein Reisebericht mit Bildern

#9 von Jürgen , 08.07.2019 09:25

Moin Viet,

ich bin mal wieder in Sachen Maulbronn unterwegs und bin dabei wieder auf Deinen Beitrag gestoßen. Ich mache jetzt den "Klugsch...er" und möchte noch auf einen kleinen Fehler hinweisen, den ich früher übersehen habe.

Zitat
So oder zumindest so ähnlich formulierte es Isaac Newton 1867



Isaak Newton war ein wesentlich früherer Zeitgenosse. Er lebte 4. Januar 1643 bis 31. März 1727. Vermutlich hast Du einen Zahlendreher in Deiner Angabe. Aber das Thema "einwirkende Kräfte" trifft auch auf mich zu ...

iele Grüße
Jürgen


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