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RE: Viessmann Oberleitung Planung –Fragen

#1 von Quox , 19.12.2018 21:22

Hallo liebe Anlagenbauer,

ich plane auf meiner Anlage die alte durch die neue Viessmann Oberleitung zu ersetzen. Gefahren werden soll dann mit Pantograph Fixer kurz unter dem Draht.
Dabei möchte ich gezielt nicht vorbildgetreu bauen, sondern, die Anzahl der Masten deutlich reduzieren und mit möglichst langen Fahrdrähten auf den langen Geraden bauen. In den Kurven Bogenabzüge verwenden und nicht in kurzen Abständen Masten setzen.
Beim kurzen Steckenmast– Abstand verläuft der Fahrdraht ja gerade und im Kontrast zum Kurven- Gleis, das ja harmonisch gebogen ist.
Ich weiß, dass der Fahrdraht in der Realität zwar auch hin und her geht, bei der Modellanlage in HO wirkt das nach meiner Meinung nicht so harmonisch.
Abspannmasten will ich am Ende von einem Abstellgleis stellen aber nicht an jeder Kreuzung wie im Vorbild. ( vielleicht ein paar Ausnahmen)

Bei einem Vorbildgetreuen Aufbau habe ich die Angst, dass die Anlage durch den wilden „Drahtverhau“ ( ist nicht negativ gemeint) vielleicht zu sehr optisch beherrscht wird.

Ich überlege auch, ob ich an meinen DKWs nicht die einfachen Kreuzung 4145 verwende und nicht die viereckigen Drahtkästen 4146 .

Was haltet Ihr von meinen Überlegungen?
Hat jemand auch schon mal sich ähnliche
Gedanken gemacht ?
Wie dann Realisierung? Video?
Freu mich über einen Tipp.
Hier im Forum oder P/ N
Peter


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RE: Viessmann Oberleitung Planung –Fragen

#2 von Meteor , 19.12.2018 22:06

Hallo Peter,

wenn Du die Pantographen schon fixierst, kannst Du den Mastabstand vergrößern. Den Zickzack des Fahrdrahtes solltest Du aber schon beibehalten. Das Tragseil verläuft in der Gerade dagegen über der Gleismitte. Daher ist das Kettenwerk insgesamt windschief und dieser Eindruck muß einfach rüberkommen, weil es eine der Voraussetzungen der Gesamtkonstruktion ist. Genauso ist die polygonale Verlegung in der Kurve typisch - Im Modell rächen sich da die viel zu kleinen Radien durch die kurzen Mastabstände. Aber bitte nicht den Fahrdraht biegen, das ist einfach ein Verbrechen gegen die Gesetze der Physik. Und ein Bogenabzug spart an eingleisigen Strecken keine Masten, weil ja das Zugseil auch aufgehängt werden muß. Bei einer zweigleisigen Strecke sparst Du maximal ein Viertel der Masten, auch nicht prickelnd.

Ich experimentiere derzeit auch mit einer modifizierten, halb selbstgebauten OL. Dabei gehe ich auch von fixierten stromabnehmern aus. Damit kommen keine mechanischen Belastungen auf den Fahrdraht, den ich daher durch einen dünnen, leicht gespannten Kupferdraht darstellen will. Das Tragseil werde ich dann ungespannt drüberhängen und mit gleichmäßigem Durchhang ausrichten, danach die Hänger einzeln einlöten. Erste Versuche sehen mittlerweile gut aus, im Moment ist aber alles weggeräumt, weil ich erst mal die Schienen richtig verlegen will. Meine Konstruktion wird schon recht empfindlich, aber das Material ist billig - der Aufwand steckt im Bau. Die filigrane Wirkung ist es mir wert - vieles ist heute schon annähernd maßstäblich, der Fahrdraht in Industrieausführung gehört leider nicht dazu.

Die Anregungen stammen übrigens aus uralten Miba- und EM-Heften aus den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Damals war dei Basisi gewöhnlich die Sommerfeldt-OL, Viessmann solte aber genauso gehen.


Mit freundlichem Gruß

Stefan

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RE: Viessmann Oberleitung Planung –Fragen

#3 von Quox , 20.12.2018 01:35

Danke das ist schon mal interessant zu lesen. Ich habe übrigens R 2. Und genau um das Gestückel in der Kurve geht es mir. Die ist eingleisig. Ich will auch nicht sparen von Masten oder teuren Viessmann Material.
Es geht mir schon um einen gefälligen Eindruck in dem die Oberleitung nicht den Gesamteindruck zu sehr stört. Es fahren ja auch Dampf und Dieselloks.
Den Anspruch der Umsetzung der Realität habe ich nicht.

Eigentlich war ich ja auch mit der alten Oberleitung zufrieden. Aber der Fahrdraht ist halt zu dick. Außerdem war nur die halbe Hauptstrecke elektrifiziert. Es soll halt der vordere Bahnhof mit drei Gleisen , Außenkreis, und Innenschleife mit Oberleitung versehen werden.

Hat noch jemand ähnliche Anforderungen ?
Peter


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RE: Viessmann Oberleitung Planung –Fragen

#4 von BernhardI ( gelöscht ) , 20.12.2018 17:50

Hallo Peter,

eine Möglichkeit, die sich auf Anlagen gar nicht so schlecht macht, ist den Fahrdraht wegzulassen. Mit den Masten und eventuell Quertragwerken alleine hat man das wesentliche, was man in der Realität sieht, vor allem wenn man die Strecken oder den Bahnhof aus einem gewissen Abstand betrachtet, wie es im Modell meistens der Fall ist. Der fehlende Fahrdraht fällt weniger unangenehm auf als die viel zu dicke Modelloberleitung, und die fixierten Pantografen brauchen keinen Draht.

Grüße
Bernhard


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RE: Viessmann Oberleitung Planung –Fragen

#5 von MoBaBramstedt , 20.12.2018 19:03

Hallo Peter,
der Draht der Oberleitung ist deutlich unauffälliger, wenn er in einem "erfrischenden Steingrau" nach Loriot gestrichen wird. Ich habe Viessmann-Masten und Sommerfeldt-Draht. Sieht meiner Meinung nach gut aus und durch die Farbe recht unauffällig. R 2 ist da natürlich ein Problem. Aber eine gute parallele Ausrichtung der Masten sieht auch gut aus. Ich würde es probieren. Hab dir eine Mail geschickt
Gruß Robert


 
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RE: Viessmann Oberleitung Planung –Fragen

#6 von Quox , 23.12.2018 01:36

Danke für die Beiträge und die Bilder.

Das Anstreichen vom Fahrdraht ist interessant und ich werde es an einem Muster testen.
Ich habe mir 500 mm Drähte besorgt und versuche so schon mal Anzahl der Masten auf den Geraden zu reduzieren.

Doppelausleger will ich so oft es geht verwenden.
Ich habe mir auch das Viessmann Oberleitungsbuch gekauft was vieles erklärt und auch eine Normal- Ausbau- Alternative zur Experten Version beschreibt.

Also Weihnachten kann kommen, es wird weiter gebaut.

Grüße
Peter


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