da mein kleiner Personen- und Güterbahnhof nun tatsächlich entsteht, soll auch das vorhandene Rollmaterial seine Aufbewahrungskisten verlassen.
Aus Kindheitstagen habe ich noch einige Märklin 2-Achs-Waggons (hauptsächlich 44xx-er Serie), die ich nun versuche, etwas realistischer aussehen zu lassen, ohne jedoch einen sklavischen Ansatz zu verfolgen. Das ginge ja ohnehin nicht, soviel Vorbildtreue wie in diesen Modellen steckt .
Ich fange mal an mit dem klassischen Niederbordwagen (4423). Er erhielt
Seilanker von Kuswa
Kreideanschriftenfelder (Nassschieber)
Rangierergriffe (oder wie heißen diese Handgriffe?) aus Draht
die Detaillierung und Alterung des Wagens ist Dir meiner Meinung nach sehr gut gelungen! Hast Du auch Bilder vom Entstehungsprozess bzw. den einzelnen Arbeitsschritten?
Zitat Bilder vom Entstehungsprozess bzw. den einzelnen Arbeitsschritten
... gibt es leider nur eines vom Ladeguteinsatz:
Um keine unschönen Schlitze zwischen Schotter und Bordwand zu haben, ist eine dünne (!) Folie geeignet, mit der ich den Wagen innen ausgelegt habe. Dann die "Bodenplatte" des Ladeguteinsatzes (passend zugeschnittenes Stück Kunststoff mit Styroduraufbau, Holzschwellen aus Streichhölzern) fixieren und wie üblich einschottern.
Für die Alterung des Waggons habe ich vorwiegend Abtönfarben, Revell Aqua-Farben und herkömmliche Wasserfarbe benutzt. Am Schluss noch ein wenig Farbpigmente für den staubigen, matten Eindruck. Das Kreideanschriftenfeld ist selbst gedruckt (Laserdrucker).
Den Zettelkasten habe ich zuerst weiß ausgelegt (natürlich nur an den Stellen, wo der Zettel sein sollte) und dann vorsichtig mit schwarz das Gitter darüber bemalt. Die Griffe "Pi mal Daumen" gebogen und die Löcher vorgebohrt, dann mit Sekundenkleber verklebt.
Deine kleinen Kunstwerke sind meinen aber um Einiges voraus . Insbesondere mit Airbrush ist halt doch noch mehr möglich - wenn man es denn beherrscht . Ich habe mich da aber wegen des Aufwands (Gerätschaften, Reinigung) noch nicht herangewagt... Flächen lackiere ich bisher draußen mit Spraydosen aus dem Baumarkt ops:.
Vielen Dank der lobenden Worte. Wenn man dieses Hobby auf Dauer betreibt, wäre vielleicht doch mal eine Anschaffung von einer Airbrush in Erwägung zu ziehen, alleine schon der tollen Effekte wegen. Eine einigermaßen gute Airbrush gibt es schon für 30,00 €, es braucht keine für 150,00€ zu sein.
Nur der Kompressor ist natürlich teuer, wenn man einen ganz leisen haben möchte , den man kaum hört, meiner hat damals 298,00€ gekostet, das war 2001, er läuft immer noch, aber es gibt auch welche für 100-150,00 die sind aber echt laut. Wo man drauf achten sollte ist, das der Kompressor einen Tank hat, so braucht das Ding dann nicht permanent laufen.
Ich wünsche dir auch weiterhin viel Spaß
Gruß Werner ------------------------------------------------------------------------------------------------------------
ja, vielleicht sollte ich tatsächlich mal über eine Airbrush-Ausrüstung nachdenken. Danke jedenfalls schonmal für Deine Tipps.
Basis für die nächste Aufhübschung war ein gedeckter Güterwagen (Märklin 4410). Die Seilanker waren in diesem Fall schon dran (wenn auch etwas grob). Ergänzt habe ich hier also nur
die Rangierergriffe (Heftklammern) und
die Kreideanschriftenfelder.
Das Dach habe ich stark abgedunkelt. Der Rest ist Alterung und Detailbemalung. Besser gelungen als beim vorigen Waggon ist in meinen Augen der Zettelhalter - er wirkt plastischer.
der nächste Versuch gilt einem dieser "unsäglichen", viel zu kurzen und wenig detaillierten, aber auf jeder Börse zigfach feilgebotenen Kühlwagen von Märklin (4415). Aber eigentlich mag ich diese Wagen ja irgendwie ... na ja, wie auch immer.
Folgende Änderungen und Umbauten hat dieser Waggon über sich ergehen lassen:
Flettnerlüfter von Kuswa haben die originalen "Knubbel" ersetzt.
Seilösen und Zettelkästen ergänzt, ebenfalls von Kuswa
Am Fahrwerk habe ich die Bremsumsteller versetzt sowie das Sprengwerk entfernt.
Den Wagenkasten habe ich komplett lackiert.
Die komplette Beschriftung entstand per Nassschieber. "Bresina" ist übrigens eine im Forum von mo87.de gemeinsam erdachte Getränkemarke.
Eine Detailbemalung, u.a. glänzendes Pufferfett, sowie eine dezente Anterung bilden den Abschluss.
Ach ja, und Kurzkupplungen haben wie bei den schon gezeigten Waggons auch die Relex-Kupplungen ersetzt.
Natürlich hat "Bresina" auch Lieferwagen für die Straße:
Und dann habe ich im Firmenarchiv von "Bresina" noch ein altes Foto gefunden. Das muss wohl vor langer Zeit irgendwo auf dem Werksgelände entstanden sein...
es gibt von Revell ein Einsteiger-Set mit Airbrush und kleinem Kompressor (Aquarien-Luftpumpe) - das kostet meiner Erinnerung nach um die 70-80 Euro. Art-Nummer 39199 Damit kann man einfach mal rumspielen um festzustellen, ob Airbrush etwas für einen ist oder nicht. Wenn man dann dabei bleiben möchte, kann man in bessere Geräte investieren und hat die Revell-Airbrush immer noch für Flächenlackierungen.
So habe ich es auf Empfehlung von Vereinskameraden gemacht, die selber genau so angefangen haben...
es gibt von Revell ein Einsteiger-Set mit Airbrush und kleinem Kompressor (Aquarien-Luftpumpe) - das kostet meiner Erinnerung nach um die 70-80 Euro. Art-Nummer 39199 Damit kann man einfach mal rumspielen um festzustellen, ob Airbrush etwas für einen ist oder nicht. Wenn man dann dabei bleiben möchte, kann man in bessere Geräte investieren und hat die Revell-Airbrush immer noch für Flächenlackierungen.
So habe ich es auf Empfehlung von Vereinskameraden gemacht, die selber genau so angefangen haben...
Gruß Railstefan
Dann besser 120,- Euro investieren und man hat ein vernünftiges Einsteigerset mit Kompressor, Doubleaction Spritzpistole sowie vernünftige Schläuche und Verbindungen. Oft gibt es bei solchen Sets gleich zwei Pistolen dazu. Wer hier billig kauft, kauft zwei Mal.
ja, ich hadere noch mit mir, ob eine Airbrushausrüstung nicht doch mal Einzug in den Bastelkeller findet . Mit Euren Infos kann ich da aber - wenn es denn soweit kommt - was anfangen, deshalb danke dafür! Auf den letzten Euro werde ich dann auch nicht schauen, denn mit besserem Material macht es erfahrungsgemäß auch mehr Spaß - und es verspricht oft mehr Erfolg.
eine kleine Fingerübung ausschließlich mit Decals für einen Kollegen, der es schade findet, dass es keinen "Aqua Römer"-Waggon von Märklin gibt - aber da lässt sich ja Abhilfe schaffen :
Grundmodell: weißer 4415er-Kühlwaggon von der letzten Börse
Interfrigo-Logo und DB-Keks entfernt
neue Decals erstellt und aufgebracht: Aqua Römer-Schriftzug, blauer Streifen unten am Wagenkasten, Heimatbahnhofsschild, Kreideanschriftenfeld, Bremsecken
Schon länger auf der Festplatte liegen Fotos meines Containertragwagens auf Basis des Märklin 4481. Dann zeig' ich sie einfach mal...
Um- und angebaut habe ich:
"Beplankung" der Sprengwerke mit Ausschnitten für die Bremshebel
Seilanker, Zettelkästen (wieder Ätzteile von Kuswa) und Aufstiegsleitern aus der Bastelkiste
Verstrebungen auf dem Dach des Containers (aus Klebefolie)
Twistlock-Löcher am Container aufgebohrt
Kurzkupplungen
Den Rest besorgen wieder Decals und Farbe.
Und hier habe ich auch noch Fotos aus der Bauphase:
Auch dieser Waggon ist jetzt nicht gerade ein vorbildentsprechendes Modell, aber vielleicht doch einigermaßen plausibel und für die kleine, kompromissbehaftete Eisenbahnanlage (die viele von uns im Keller stehen haben) ganz gut geeignet .
Hallo Markus, deinen Containerwagen finde ich gut gelungen. Aber hast du nicht vergessen die Radsätze mit Lederbraun zu bearbeiten? Sie sehen auf den Bildern wie unbehandelt aus. Noch eine andere Frage: hast du den ganzen Container erst mit Braun behandelt, um danach wieder eine grauen draus zu machen? Auf jeden Fall ist den Beitrag abonniert. Grüße Robert P.S. einen Containerwagen habe ich auch gealtert, aber bei den Containern selbst könnte ich noch deutlich mehr rausholen. Mal sehen....
endlich habe ich wieder ein wenig Platz auf meinem Basteltisch schaffen können - weil wieder mal was fertig geworden ist .
Wer kennt nicht die roten Kipploren von Märklin (4413)? In Startpackungen waren sie allgegenwärtig und eigentlich kommt man an ihnen nicht vorbei, wenn irgendwo eine Märklin-("Spiel"Anlage steht... und ich habe auch zwei davon rumstehen. Was also tun? Ein bißchen Aufwand treiben... ein paar Zurüstteile montieren... lohnt sich das? Urteilt selbst. Mir ist klar, dass mein Ergebnis keinerlei Vorbildbezug hat. Aber auf der Anlage und in der Virtine sieht man das so zumindest nicht sofort .
Das ist gemacht:
- Seilanker (Ätzteil) - Haltegriffe - Bremserbühne (wahrscheinlich nicht plausibel, aber schön anzuschauen) mit Aufstiegsleiter - Drehrad zum Abkippen - Halterung für das Kreideanschriftenfeld - Zettelkasten (Ätzteil) - Decals von Andreas Nothaft mit unterschiedlichen Wagennummern - Bremsecken- und Heimatwagen-Decals selbst erstellt - Kurzkupplungen - Beladung - Lack aus der Spraydose sowie Revell Aqua und Abtönfarbe per Pinsel und Weathering mit Pulverfarben
Hammer! Der Spielwaggon ist ja nicht wiederzuerkennen. Unglaublich, was Farbe und ein bisschen Bastelkruscht ausmachen.Hab auch noch so'n Teil. Verkaufen lohnt nicht, dann nehm ich mir gern ein Vorbild an deinen, wenn du gestattest?!
Wow da kann ich mich meinen Vorschreibern nur anschließen: subba! Das hätte im Original durchaus ein Modell für den Rübenverkehr o.ä. sein können... (oder Nuggets @hohash)
Viele Grüße Sascha
We're all stories in the end. Just make it a good one.
freut mich sehr, wenn ich es in Euren Augen geschafft habe, den 4413 zu "entspielzeugen" . Das macht mir einfach mehr Spaß, als ein tolles Modell zu kaufen und dann ob des gezahlten Preises nicht Hand anlegen zu wollen.
@Chrischi84: Natürlich gerne, bin gespannt, wie Deine Interpretation dann aussieht .
dank (Rest-)Urlaub konnte ich wieder einen Waggon etwas aufhübschen .
Nach einem Urlaub in Hamburg habe ich auf einer Messe diesen Astra Bier-Waggon von Liliput mitnehmen "müssen". Der einfache Wagenkasten und die "unglückliche" Bedruckung schrien jedoch nach Veränderung (und das schreiende rot sowieso)...
... das ist gemacht:
- Seilanker (Ätzteil) - Haltegriffe (Heftklammer) - Bremshebel (Ätzteile) - Zettelkasten (Ätzteil) - den merkwürdigen "Schirm" auf dem Dach entfernt und mit Isolierband Reparaturbleche imitiert - Sprengwerk entfernt - neue Beschriftungen per Decals - Bremsecken aufgemalt - Dach lackiert, Details farblich hervorgehoben und Weathering - verwendete Farben: Revell Aqua und Email (trocknet nicht so schnell wie Aqua und ist daher m.E. geeigneter zum Drybrushen) sowie Abtön- und Wasserfarben für's Weathering
Und ein Foto vom Basteltisch - hier sieht man die "baulichen" Veränderungen:
Da es den Waggon im Doppelpack gab, kann ich auch noch ein direktes Vergleichfoto zeigen - hier drängt sich der Eindruck auf, dass diese zwei Exemplare so nicht nebeneinander auf's Gleis kommen sollten :
Was hat es denn mit dem komischen Aufbau aufm Dach auf sich? Das hab ich ja noch nie gesehen. Schaut fast so aus, als wäre da auf der Rückseite noch ein Bierstand wo man sich direkt erfrischen kann (vielleicht für die Männers im Rangierbahnhof
Grüße Sascha
We're all stories in the end. Just make it a good one.