RE: Erfahrungsbericht: Märklin 212 und Alzheimer??!!!

#1 von ergsterbaer ( gelöscht ) , 30.10.2005 11:37

Hallo zusammen,
wie ich schon öfter geschrieben habe, hatte ich bis jetzt noch nie Probleme bei den neuen Mfx-Dekodern in Punkto Alzheimer. Gestern habe ich dann gedacht, jetzt hat es mich doch erwischt. Allerdings, ich hatte diese 212 schon vor längerer Zeit umgebaut, und sie lief doch immer mit super Fahreigenschaften. Aber jetzt, Stoppen, wieder Beschleunigen, stoppen, mit voller Geschwindigkeit weiter, langsamer werden, wieder volle Geschwindigkeit usw.
Also was konnte es sein. Also noch mal den Schienenreinigungszug fahren lassen und... Das gleiche Ergebnis. Jetzt habe ich mir die Lok angeschaut. Alles in Ordnung. Trotzdem neue Kohlen rein und zwar nach einer Reinigung. Auch hier kein Resultat. Allerdings.. vor drei Tagen beim Fachhändler habe ich mit der Maschine die MS-Strecke benutzt. Da lief sie nicht auf den Weichen. Mein Fachhändler war mit dem Schleifer hängengeblieben. Nach dem geradebiegen fuhr sie wieder.
Also nochmal den Schleifer angeschaut. Dieser war eigentlich in Ordnung. Nur schräg zur Mittelachse gab es leichte Schmutzablagerungen. Das sah aus, als wäre der Schleifer in sich leicht verdreht. Allerdings so minimal, dass man es mit bloßem Auge nicht sehen kann.
Also habe ich die letzte Möglichkeit vor dem Dekodertausch genutzt und einen neuen Schleifer eingebaut. Ergebnis: Eine hundertprozentig laufende Lok. Und zwar ohne Alzheimer!
Ich hoffe ich konnte einigen Mithobbyisten ein wenig mit dem Bericht helfen. Weiterhin ist das der Beweis, dass (wenigstens in einigen Fällen) Alzheimer doch heilbar ist.

schönen Sonntag
Euer
Peter



ergsterbaer

RE: Erfahrungsbericht: Märklin 212 und Alzheimer??!!!

#2 von Dampf Junkie ( gelöscht ) , 30.10.2005 11:56

Alzheimer heilbar???????

Wenn man die Krankheit nicht ausbrechen lässt, hat man das gleiche Ergebnis.



Dampf Junkie

RE: Erfahrungsbericht: Märklin 212 und Alzheimer??!!!

#3 von Christian Lütgens ( gelöscht ) , 30.10.2005 12:20

Hallo Peter,

würdest Du Ölverlust beim Auto reparieren, indem Du regelmäßig in gleicher Menge Öl nachfüllst? Die Warnleuchte leuchtet nicht mehr, der Wagen fährt nicht trocken - also eindeutig repariert. Oder doch nicht?


Bye,
Christian



Christian Lütgens

RE: Erfahrungsbericht: Märklin 212 und Alzheimer??!!!

#4 von ergsterbaer ( gelöscht ) , 30.10.2005 12:43

Hallo Walter, hallo Christian,
ja Ihr habt beide recht. Nur der Dekoder hat ja nun mal kein Alzheimer. Und der Vergleich mit dem Öl hinkt. Der Schleifer ist nun mal ein Verschleißteil. Aber damit auch eine Fehlerquelle, an die viele evt. nicht denken.
Also für mich bleibt es im Moment dabei , dass ich Mfx einbaue.
Aber das System ist ja eine reine Geschmacksache, da es überall Vor- und NAchteile gibt.
Gruß
Peter



ergsterbaer

RE: Erfahrungsbericht: Märklin 212 und Alzheimer??!!!

#5 von Steppenpferd ( gelöscht ) , 30.10.2005 13:16

Hallo Peter,
ich kann dich nur bestätigen da ich vor kurem ein ähnliches Problem mit meiner S 3/6 hatte!Hast du eigentlich irgendwelche Erfahrungswerte mit Flüsterschleifern ala´ Roco? Würde mich mal interessieren.
Viel Grüße
Jörg



Steppenpferd

RE: Erfahrungsbericht: Märklin 212 und Alzheimer??!!!

#6 von ergsterbaer ( gelöscht ) , 30.10.2005 13:42

Hallo Jörg,
nein in Punkto Flüsterschleifer kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Allerdings habe ich in der letzten Woche eine 74 mit fauli laufen gehabt. Da kam natürlich die Frage wieder auf.
Bis denn
Peter



ergsterbaer

RE: Erfahrungsbericht: Märklin 212 und Alzheimer??!!!

#7 von Der Krümel , 31.10.2005 09:22

Hallo zusammen,

auch ich kann bestätigen, dass nicht nur schlechter Massekontakt zum Alzheimer-Phänomen führen kann.

Ich habe einige Roco-Loks mit LoPis.
Bei den meisten der Loks ist Alzheimer fast nie aufgetreten. Eigentlich immer nur dann, wenn ich mal meine (Märklin)-18.4 richtig habe qualmen lassen und die GLeise anschließend hier und da etwas ölig waren .

Zum ersten Mal stellte ich dann Alzheimer unter anderen Vorzeichen fest, als bei einer der LoPi-Loks der Schleifer durch etwas unvorsichtiges Herausnehmen aus der Verpackung verbogen wurde.
Natürlich habe ich den Schleifer vorsichtig wieder hingebogen, aber auf einigen Abschnitten war wohl die Stromaufnahme nicht optimal ... Wahrscheinlich fehlte einfach durch das Verbiegen etwas der notwendige Anpressdruck.

Mit neuem Schleifer waren dann die Alzheimer-Probleme wieder gegessen.



 
Der Krümel
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RE: Erfahrungsbericht: Märklin 212 und Alzheimer??!!!

#8 von Christian Lütgens ( gelöscht ) , 31.10.2005 09:53

Hallo.

Zitat von Hendrik
Wahrscheinlich fehlte einfach durch das Verbiegen etwas der notwendige Anpressdruck.



Du weißt aber schon, daß man den Anpreßdruck des Schleifers justieren kann...? Früher stand das sogar in der Bedienungsanleitung.

Übrigens habe ich die Erfahrung gemacht, daß selbst fabrikneue Schleifer manchmal nicht ganz plan sind, also sollte man das auf jeden Fall vor dem ersten Einsatz mit irgendwas geradem überprüfen. Sonst sind Kontaktprobleme und erhöhter Verschleiß programmiert.


Bye,
Christian



Christian Lütgens

RE: Erfahrungsbericht: Märklin 212 und Alzheimer??!!!

#9 von märklibahner ( gelöscht ) , 31.10.2005 09:54

Zitat von ergsterbaer
Hallo zusammen,
1. Ich hoffe ich konnte einigen Mithobbyisten ein wenig mit dem Bericht helfen.

2. Weiterhin ist das der Beweis, dass (wenigstens in einigen Fällen) Alzheimer doch heilbar ist.



Hallo Peter,

1. ganz sicher - DANKE!

2. Alzheimer ist leider -noch- nicht heilbar. Allerdings hat(te) dieses Problem überhaupt nichts mit Alzheimer zu tun, denn es wäre mit diesem Schleifer höchstwahrscheinlich auch bei anderen Decodern aufgetreten.
Durch den testweisen Einbau eines anderen Decoders wäre dies sicher auch nachprüfbar.

Leider wird es immer Leute geben die Ursache und Wirkung verwechseln und selbst bei einem Autounfall dem Motor oder gar dem Fabrikat die Schuld geben auch wenn "nur" die Reifen abgefahren waren.

Dass Märklin die Problematik längst erkannt hat und auch aktiv etwas für verbesserten Schleiferkontakt tut sieht man an vielen neuen Modellen, die inzwischen nicht mehr mit den bisher bekannten Schleifern mit Mittenvertiefung sondern mit Klipsschleifern und glatter Kontaktfläche geliefert werden.

Speziell bei C-Gleis DKW's tritt das Problem bevorzugt auf. Z.B. hat man dies auch beim ICE geändert obwohl gerade der ja nicht unbedingt zu den am langsamsten laufenden Modellen gehört. Dies war u.a. bei meinen ICE-1 (3770) auch so, was aber ebenso problemlos korrigiert werden kann. Zum Glück gibt es ja auch bei Märklin Flüsterschleifer.

Die Schleifer zu kontrollieren gehört halt mit zu den Standardübungen eines jeden Mittelleiterfahrers; genauso wie eine regelmässige Überprüfung des Reifenprofils beim Auto.

Grüezi,
Märklibahner



märklibahner

   


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