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RE: Rahlstedter Umbaufaden: neg-Generatorwagen

#1 von Hamburg-Rahlstedt-Bahner , 11.04.2020 18:44

Liebe Stummis,

nun ist es soweit: Ich starte meinen Umbaufaden!

Ich war immer schon begeistert, dass man sich die Fahrzeuge, die es nicht zu kaufen gibt, einfach selbst mittels Um- oder Eigenbau erschaffen kann. Die Doppelstockwagenumbauten im Thread von Viet haben dann den Auslöser gegeben, selbst anzufangen. In dem Thread von Viet ist lange nichts mehr passiert. Weiß da jemand, wieso man nichts mehr hört?
Für den Anfang habe ich mich nicht gleich daran getraut, einen ganzen Doppelstockwagen zu zersägen, wie Viet und auch Justin es gemacht haben. Ich bin dann auf ein regionales und aktuelles Vorbild gestoßen, wo der Spenderwagen preiswerter zu bekommen ist: Der Generatorwagen der neg auf Basis eines dreiachsigen Umbauwagens. Da ich schon gefühlt einen großen Teil aller in H0 verfügbaren Dieselloks mit elektrischer Zugheizung habe, entwickelte sich ein Haben-Wollen. Endlich sollten auch Dieselloks ohne ZEV in der Lage sein, meine Personenzüge zu ziehen und zu schieben.
Leider habe ich es bisher nicht geschafft, nach Niebüll zu fahren, um eigene Fotos zu machen. Ihr könnt sonst einfach mal bei der Suchmaschine eurer Wahl die Begriffe "Heizwagen neg" oder "Generatorwagen neg" eingeben. Hier ein beispielhafter Link mit einem Foto. Bei der neg selbst gibt es die technischen Daten.
Als Spenderwagen hat sich der Roco-Umbaugepäckwagen 54293 als geeignet erwiesen. Er stammt aus dem start-Sortiment und war mit um und bei 20€ in der richtigen Preisklasse für den Umbau.

Begonnen habe ich den Umbau schon vor mehr als zwei Jahren. Im Januar 2018 ging es los. Als erstes wurden die Beschriftungen mittels Radiergummi und Zahnpasta entfernt. Hier mal ein Foto:



Der noch weihnachtliche Hintergrund ist nicht optimal, das sollte auf den nächsten Fotos besser werden. ops:

Im nächsten Schritt musste die Säge angesetzt werden, um die Einstiegsräume zu entfernen, der Erste:



Der Zweite Einstiegsraum wurde weggesägt und ein Fenster wurde mittels einer Polystyrolplatte verschlossen:



Nun wurde es spannend. Denn ich brauche ja die Kühler, die Rolltore und die Frontteile des Originals. Glücklicherweise konnte ein Freund von mir, der sowohl des Konstruierens mächtig ist, einen 3D-Drucker besitzt als auch schon die Notrufsäulen für meine Anlage erschaffen hat, die Teile für mich drucken. Diese wurden anhand der öffentlich verfügbaren Fotos nachkonstruiert und dann gedruckt. Vielen Dank an dieser Stelle! Die Fenster des Spenderwagens wurden aufgefeilt und so die 3D-Druckteile eingepasst. Zudem wurden noch jeweils ein Gepäckraumfenster mittels Polystyrolplatte verschlossen:





Das war schon ganz schön viel Arbeit.

Parallel zu den Arbeiten am Wagenkasten wurde das Dach mit Teilen aus dem Auhagen-Baukasten und anderen Kleinteilen ergänzt, die Fenster angepasst sowie die Aufstiegsbühnen verschlossen und dann stand auch schon die erste Passprobe an:





Das Originalfahrzeug besitzt eine Farbgebung im IC-Farbschema lichtgrau/verkehrsrot. Glücklicherweise konnte ich passende Farben finden, die das gut zu den Interpretationen der Großserienhersteller passen. Es ist ein Lack von Tamiya für den Modellbau und eine Art Altweiß, Name "TS-45 Perlweiss glänzend". Ich habe einfach abgeglichen. Als Verkehrsrot muss das Revell-Feuerrot Nummer 31 herhalten.

Nach sehr vielem Spachteln, Grundieren und Lackieren, bei dem ich auch Hilfe hatte, sehen die zu lackierenden Teile dann so aus:



Aber da fehlt doch noch etwas sehr Entscheidendes an dem Wagen: die Beschriftung. Glücklicherweise waren einige Fotos im Netz so scharf, dass man die Anschriften vollständig entziffern konnte. Ich habe die Beschriftungen dann als Decals bei Andreas Nothaft bestellt. Er hat sie für mich angefertigt.

Die erste Passprobe passte noch nicht, aber die zweite:





Zwischenzeitlich konnten die Spachtel- und Lackierarbeiten beendet werden, indem die roten Streifen auflackiert wurden:



Decals aufbringen:



Die Handbremsbeschriftung nicht vergessen:



Und heute war es soweit, der erste richtige Fototermin:









Dafür wurden LED als Rückleuchten (bei dem Wagen nur als Attrappe), Griffstangen, Handbremsrad sowie Rundumleuchten ergänzt und alles montiert.

Wie man sehen kann, fehlt jetzt neben den Radsätzen, die schnell eingesetzt sind, noch die Geländern an den Fahrzeugseiten. Ich hatte gedacht, diese aus Draht herzustellen. Leider fehlt mir dort die Erfahrung. Ich hatte an Federstahldraht gedacht. Von der Materialstärke wird man es wohl dicker als vorbildgerecht nehmen müssen. Ich hatte dabei an 0,8 mm oder 1 mm gedacht. Vielleicht kann ja jemand mal etwas zu seinen Erfahrungen sagen.

Das Modell hat jetzt schon so viel Herzblut gekostet und ist so fein, dass ich es wahrscheinlich mein erstes Vitrinenmodell wird.

Vielen Dank noch einmal an allen helfenden Hände!

Viele Grüße und ein schönes Osterwochenende
Jan-Peter


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RE: Rahlstedter Umbaufaden: neg-Generatorwagen

#2 von DerDrummer , 11.04.2020 20:50

Moin Jan-Peter
Du hattest da ja schon was angedeutet und da kann ich nur mit großen Augen sitzen und gucken.
Ein sehr sauberer Umbau und sehr gelungen mit den Polystrolplatten und den Lackierarbeiten. Fehlen nur noch der T4 und die IC-Wagen.

Lg


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RE: Rahlstedter Umbaufaden: neg-Generatorwagen

#3 von acbahner2005 , 12.04.2020 10:26

Moin Jan-Peter,

ein sehr schöner Umbaubericht zeigst Du uns hier, den Wagen hast Du gut umgesetzt!


mit modellbahnerischen Grüßen

Manuel

Meine Anlage: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?...4&hilit=erlenau

Mein H0e Bahnhof: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?...lit=h0e+bahnhof


 
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RE: Rahlstedter Umbaufaden: neg-Generatorwagen

#4 von Hamburg-Rahlstedt-Bahner , 04.05.2020 17:37

Hallo liebe Stummis,

zur heutigen Fertigstellung lasse ich nur die Fotos sprechen:










Viele Grüße
Jan-Peter


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RE: Rahlstedter Umbaufaden: neg-Generatorwagen

#5 von d3lirium , 04.05.2020 18:24

Hallo Jan-Peter,

das schaut wirklich gut aus

Und jetzt bitte noch ein Bild vom kompletten Zug im Einsatz

Gruß
Sascha


 
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RE: Rahlstedter Umbaufaden: neg-Generatorwagen

#6 von DerDrummer , 04.05.2020 21:23

Moin Jan-Peter

Ein hervorragender Umbau ist dir da gelungen! Sieht fast aus wie vom Hersteller und ist zugleich ein tolles Unikat, auf das du stolz sein kannst.
Gerne mehr solcher Umbauten.


Lg


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