RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#1 von nakott , 24.04.2013 21:06

Hallo,

ich habe heute den Lopi V4 m4 in die Märklin BR 94.5 37165 eingesteckt. Mit den Default Motorparametern tat sicher der Decoder sehr schwer. Dann habe ich CV54=0 gesetzt und F1 gedrückt. Zu meiner großen Freude fährt die Lok mit den automatisch gefunden Parameters schon sehr gut. Das sind im Detail:

CV2=3
CV5=255
CV52=18
CV53=130
CV54=28
CV55=18
CV56=255

Aktuell sind alle 4 Protokolle aktiv und es gibt mit mfx, DCC bzw MM bisher keinerlei Probleme. Auch musste ich nicht wie beim mLD mfx abschalten, um gut mit DCC fahren zu können.

Dann noch eine Frage zu CV3 und CV4. Beim mLD verhält sich CV3 und CV4 unterschiedlich, wenn ich unter MM/mfx oder DCC fahre. D.h. unter DCC ist z.B. die Anfahrverzögerung bei CV3=16 deutlich länger las unter MM/mfx. Genau dieses Verhalten beobachte ich beim Lopi V4 m4 nicht. Kann mir das jemand so bestätigen oder hat die gleiche Beobachtung gemacht?

Insgesamt bin ich bisher sehr positiv von diesem Decoder überrascht. Mal schauen, wie er sich mit einem HLA schlägt.

Gruß Dirk


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RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#2 von Heinzi , 25.04.2013 15:17

Hallo
a) Was für ein motor ist in der Lok?
b) Was ist CV3 und CV4 im Klartext für jene de es nicht auswendig wissen.

Ich würde behaupten dass bei meinem Lopi V4 sich die Geschwindigkeit unter mfx und DCC anders verhällt. Wobei ich normalerweise die Geschwindigkeit mit der Regelungsreferenz einzustellen pflege.
Also CV5=255 und CV53 entsprechend der Geschwindigkeit.. Das würde vermutlich bedeuten, dass die CV53 ebenfalls unterschiedlich interpretiert wird.- :

Bei den Verzögerung und Beschleunigung ist mir das nicht explizit aufgefallen.


Gruss Heinzi
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#3 von nakott , 25.04.2013 15:41

Hallo Heinzi,

meine Frage bezog sich nur auf CV3 und CV4 und das Verhalten unter DCC vs. MM/mfx. CV3 ist Anfahrverzögerung und CV4 ist Bremsverzögerung. Nur da sehe ich unterschiedliches Verhalten zwischen mLD und Lopi V4 m4.

Die Höchstgeschwindigkeit ist beim mLD und beim Lopi V4 m4 unter DCC und MM/mfx gleich.

Gruß Dirk

P.S.: Wobei es mir durchaus recht ist, wie ich es beim Lopi beobachte. Nur wäre dass dann vermutlich nicht konform mit der Norm.


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RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#4 von Heinzi , 26.04.2013 00:03

Hallo Dirk

Zitat
meine Frage bezog sich nur auf CV3 und CV4

Ja klar, aber ich habe eben wie beschrieben bei anderen CVs (auch) unterschiedliches Verhalten festgestellt.

Noch eine kleine Unstimmigkeit habe ich noch:

Zitat
Auch musste ich nicht wie beim mLD mfx abschalten, um gut mit DCC fahren zu können.

Was meinst du damit genau? Ein mfx (oder M4) Decoder meldet sich doch selbstständig an der Zentrale an? Wenn du ihn auch mit DCC ansteuern kannst, kanns du ihn Zentralenseitig zweimal ansteuern ??


Gruss Heinzi
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#5 von psg , 26.04.2013 00:08

Zitat von nakott
Hallo,

Dann habe ich CV54=0 gesetzt und F1 gedrückt.
Gruß Dirk



Hallo Dirk

An welchem Steuergerät hast du F1 gedrückt ??

Gruss
Peter


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RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#6 von nakott , 26.04.2013 09:50

Hallo Heinzi and Peter,

Zitat von Heinzi
Noch eine kleine Unstimmigkeit habe ich noch:

Zitat
Auch musste ich nicht wie beim mLD mfx abschalten, um gut mit DCC fahren zu können.

Was meinst du damit genau? Ein mfx (oder M4) Decoder meldet sich doch selbstständig an der Zentrale an? Wenn du ihn auch mit DCC ansteuern kannst, kanns du ihn Zentralenseitig zweimal ansteuern ??



Nein. Ich habe eine CS2 und eine Tams MC. An der CS2 nutze ich m4 und an der MC eben DCC. Wenn ich den mLD mit DCC an der MC nutze, dann schalte ich im mLD mfx ab, denn sonst reagiert der mLD nicht immer zeitnah auf den DCC Befehl. Unter mfx an der CS2 gibt es mit dem mLD keine Probleme.

Nochmal zur ABV. Laut Beschreibung des mLD und mDT gibt es folgende Faktoren für CV3 und CV4. MM/mfx 3,75s und DCC 13,44s. Somit verhält sich die ABV unter DCC bzw. MM/mfx unterschiedlich und DCC hat eine größere Verzögerung. Ich vermute, dass dies entsprechend der DCC Norm ist. Beim Lopi V4 habe ich unter DCC und m4 getestet und meine, dass es bei der ABV keinen Unterschied in der Verzögerung in Abhängigkeit des Protokolls gibt. Ich mag mich aber täuschen, weswegen ich hier gefragt habe.

Zitat von psg
An welchem Steuergerät hast du F1 gedrückt ??


Das war an der MC, an der ich den Lopi unter DCC fahre. Damit der Lopi V4 die Motorparameter automatisch einstellt, kann man ja CV54=0 setzen und dann F1 drücken. Dann rast die Lok los und der Lopi ermittelt CV52 bis CV55. Das ist auch im aktuellen Lopi V4 Handbuch beschrieben.

Gruß Dirk


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RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#7 von digilox1 ( gelöscht ) , 26.04.2013 12:15

Hallo,

Zitat
Configuration Variable 3 Acceleration Rate
Determines the decoder's acceleration rate. The formula for the acceleration rate shall be equal to (the contents
of CV#3*.896)/(number of speed steps in use). For example, if the contents of CV#3 =2, then the acceleration
is 0.064 sec/step for a decoder currently using 28 speed steps. If the content of this parameter equals "0" then
there is no programmed momentum during acceleration.

Configuration Variable 4 Deceleration Rate
Determines a decoders braking rate, in the same fashion as acceleration above (CV #3).



Zitiert aus:

http://www.nmra.org/standards/sandrp/pdf/S-9.2.2_2012_10.pdf

Keine Ahnung, weshalb man auf diese Zahl (0,896) kam.
Ich habe den Eindruck, dass sich ESU (und nicht nur die) nicht immer an die Vorgaben halten.

Gruss,
Manfred


digilox1

RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#8 von Holger Piller , 26.04.2013 13:10

Hallo Dirk,

ich hab jetzt zwar nicht wirklich Ahnung, woran das liegen könnte, aber ich könnte mir vorstellen, dass es an den Werkseinstellungen der Decoder liegt.

mfx wird immer mit 128 Fahrstufen gesteuert. Nach den Betriebsanleitungen ist der Lopi v4 werksseitig auf 14 und der mLD werksseitig auf 28/128 Fahrstufen eingestellt. Dass könnte die Abweichung erklären, vielleicht. Vermutlich bekommst du bei den unterschiedlichen Protokollen nicht die gleiche Referenzgeschwindigkeit für die ABV. Das Verhalten der Decoder sollte eigentlich nur dann identisch sein, wenn alle Motorregelparameter und Kennlinien absolut identisch eingestellt sind.

Woher hast du die 3,75 bzw. 13,44 Sekunden? Das wären ja unter Umständen die Werkseinstellungen. Wenn die Verzögerungswerte für die unterschiedlichen Protokolle unterschiedlich eingestellt sind, muss sich ja eine Abweichung ergeben.

Gruß
Holger


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RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#9 von Olli , 26.04.2013 18:40

Hallo Dirk,

Danke Dir für Deinen Beitrag. Du hast mich angeregt es nochmal mit meiner 94er zu versuchen. Und Dank Deiner Anfangswerte habe ich nun auch meine Werte gefunden. MIt diesen Werten fährt Sie 65 km/h.

CV2 = 1
CV5 = 150
CV53 = 89
CV52= 18
CV51= 0
CV54= 41
CV55= 18
CV56= 60

Auch meine anderen Umbauten auf LOPI V4 mit den neuen Märklin Motoren sind nun dran. Die 37000 212er fährt nun auch schon super. Danke Dir für den Anstoß


Ciao Olli
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RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#10 von TT800 , 26.04.2013 18:43

Die NMRA Definition gilt für DCC und nicht für MM/mfx. Bei MM/mfx gilt statt 0.896 der Faktor 0,25. Die Anzahl der verwendeten Fahrstufen tut nichts zur Sache. In der NMRA Definition beschreibt man damit lediglich, dass der eingestellte CV-Wert (multipliziert mit dem genannten Faktor) die Zeit in Sekunden darstellt, die zum Erreichen von 0 bis zur Höchstgeschwindigkeit (=höchste Fahrstufe) gebraucht wird.

Warum der Unterschied?
Der Wertevorrat für die ABV war (zumindest bei ESU bis Version 3) mit 64 begrenzt. Das ergibt mit dem NMRA-Faktor gerundet etwa eine maximale Verzögerungszeit von 1 Minute.
In den Decodern der Version 4 verwendet ESU nunmehr auch wie Märklin den Wertevorrat bis 255 und (entgegen der NMRA) den Faktor 0,25 ! Das ergibt auch ungefähr eine Minute.

Zitat von nakott
Dann noch eine Frage zu CV3 und CV4. Beim mLD verhält sich CV3 und CV4 unterschiedlich, wenn ich unter MM/mfx oder DCC fahre. D.h. unter DCC ist z.B. die Anfahrverzögerung bei CV3=16 deutlich länger las unter MM/mfx. Genau dieses Verhalten beobachte ich beim Lopi V4 m4 nicht. Kann mir das jemand so bestätigen oder hat die gleiche Beobachtung gemacht?

Hallo Dirk,
Deine Beobachtung ist damit geklärt.


Viele Grüße,
Stephan
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RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#11 von nakott , 28.04.2013 21:16

Hallo Stephan,

Zitat von TT800
In den Decodern der Version 4 verwendet ESU nunmehr auch wie Märklin den Wertevorrat bis 255 und (entgegen der NMRA) den Faktor 0,25 ! Das ergibt auch ungefähr eine Minute.


Wenn ich alles korrekt verstanden habe, dann sagst Du, dass ESU Decoder der Version 4 jetzt bei DCC und MM/mfx immer den Faktor 0,25 benutzen. Also komplett unabhängig vom Protokoll und somit die ABV, egal unter welchem Protokoll, sich immer gleich verhält?

Gruß Dirk


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RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#12 von TT800 , 28.04.2013 22:53

Zitat von nakott
Hallo Stephan,

Zitat von TT800
In den Decodern der Version 4 verwendet ESU nunmehr auch wie Märklin den Wertevorrat bis 255 und (entgegen der NMRA) den Faktor 0,25 ! Das ergibt auch ungefähr eine Minute.


Wenn ich alles korrekt verstanden habe, dann sagst Du, dass ESU Decoder der Version 4 jetzt bei DCC und MM/mfx immer den Faktor 0,25 benutzen. Also komplett unabhängig vom Protokoll und somit die ABV, egal unter welchem Protokoll, sich immer gleich verhält?

Gruß Dirk



Ja, das entspricht ja auch Deiner Beobachtung.

Zitat
... unter DCC ist z.B. die Anfahrverzögerung bei CV3=16 deutlich länger las unter MM/mfx. Genau dieses Verhalten beobachte ich beim Lopi V4 m4 nicht.

Begründung:
Märklin hält sich mit dem DCC-Faktor an die NMRA, ESU aber nicht.


Viele Grüße,
Stephan
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RE: Fragen und Feststellungen ESU Lopi V4 m4 64614

#13 von Barmer Bergbahn , 16.10.2013 00:00

Hallo,

unlängst fand ich dieses Video einer mit ESU-Decoder umgebauten 37165. Entsprechen die hier genannten CV diesem Fahrverhalten?

https://www.youtube.com/watch?v=s-8ojFqMpMQ

Danke für Eure Hilfe!


Liebe Grüße
Christian



"Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben." (Tolstoi)


 
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