Neuheiten 2021

Diskussionen zu den veröffentlichten Neuheiten finden sich im Forum Allgemeines (da sie in der Regel spurgrößenübergreifend sind), bzw. werden dahin verschoben. Bitte schaut zunächst hier nach, bevor ihr einen neuen Thread aufmacht, ob ihr dort nicht schon eine Diskussion zur Neuheitenveröffentlichung Eures Herstellers findet. Es macht keinen Sinn mehrere Threads zum gleichen Thema in zig Unterforen zu führen.

Die Diskussionsthreads zu den bereits veröffentlichten Neuheiten 2021 der am häufigsten diskutierten Hersteller:

Zeitreise nach und in Maulbronn-West

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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Jürgen
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Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#1

Beitrag von Jürgen »

Hallo liebe Moba-Freunde,

wie ja viele von Euch wissen, baue ich derzeit an dem kleinen Bahnhof Maulbronn, früher auch Maulbronn-Stadt genannt. Dieser Bahnhof wurde 1914 als Stichstrecke abzweigend von der s.g. "Westbahn" der K.W.St.E. gebaut. Da meine Wünsche noch darüber hinaus gehen und ich jetzt die räumliche Möglichkeit habe, geht es darum, eine Erweiterung vorzusehen. Dabei sollte wieder eine (nahezu) maßstäbliche Umsetzung erfolgen, bei der aber der Charakter einer Paradestrecke im Vordergrund steht. Die Idee ist hierbei, dass es zeitlich an Maulbronn anschließt, aber auch die Möglichkeit bietet epochenübergreifend einen größeren Zeitraum abzubilden. In logischer Folge fällt mir als erstes der Bahnhof Maulbronn-West ein, auf den es nun hinaus laufen wird. Das ist ein Bahnhof "im Wald", bei dem die Gebäude keine wesentlichen Änderungen erfahren haben, so dass der Betrieb sowohl in den 1920er Jahren als auch Anfang der 1950er Jahre spielen kann. Dazwischen liegen Fahrzeugtechnisch eine Menge Veränderungen. Ich nehme mir dann noch die Freiheit, kleine zeitliche "Ausrutscher" zu erlauben, auch wenn ich weiß, dass sich die Schienenlage in der Zwischenzeit verändert hat. So werden dann auch der Orientexpress vor 1914 und die TEEs der Nachkriegszeit zu sehen sein.

Der Bahnhof kann leicht verkürzt und in den Radien gerinfügig angepasste verwendet werden. An der Südseite begrenzt ein Tunnel den sichtbaren Bereich, im Norden dient eine Straßenüberführung zum Verstecken der Einfahrt in den Untergrund. Der Bahnhof selber hat in Keillage ein paar Nebengebäude und eine Bahnhofswirtschaft. Das war's. Der Rest ist Natur mit ein paar eingestreuten Szenen. Jahreszeitlich denke ich gerade daran, den farbenfrohen Herbst zu zeigen. Da meine beiden Maulbronns räumlich getrennt sind, ist eine jahreszeitliche Trennung möglich. Ein kleines Extra-Bonbon Clou am Rande ist der Schubbetrieb, der zwischen Bretten und Maulbronn-West bedient wurde.

Da jeder Modellbau mit einem Plan anfängt, fängt mein Strang zu dem neuen Teil auch bei mir mit einem Plan an. Ich habe ihn bereits im Fred über die Vorüberlegungen gepostet ("Schwarzwaldmotive"), aber da diese nun abgeschlossen sind, habe ich einen neuen Faden aufgelegt, der die künftige Entwicklungen in meiner dritten hier vorgestellten Anlage beinhaltet.

Hier ist der Plan in seiner Übersicht:

Bild

Oben ist der im wesentlichen sichtbare Teil von Maulbronn-West im Zustand bis in die frühen 1950er Jahre. Unten der Schattenbahnhof, der ca. 20 cm tiefer angelegt wird. Das Dampf-BW ist fiktiv, soll aber durchgestaltet werden, zumal sich darüber kein Deckel befindet. Auch die Einfahrt in den SBF ist bis zur Überführung der darüber liegenden Strecke durchgestaltet. Die Abstellgruppe besteht aus 3 jeweils knapp 12 m langen Gleisen, die im Automatikbetrieb gesichert sind. Vorgesehen sind Aufstellblöcke, wie sie in Rocrail verwendet werden. Die Nutzlänge liegt noch nicht fest, wird aber ca. 1,15 bis 1,61 m betragen. Damit ist eine möglichst optimale Ausnutzung bei unterschiedlichen Zuglängen mögich. Der SBF kann aus beiden Richtungen von Maulbronn-West angefahren werden. Deshalb hat er auch den Namen Bretten- (in nördlicher Richtung) Mühlacker (in südlicher Richtung) erhalten. Abstellmöglichkeiten ist für alle Loktypen gegeben, so dass eine Entnahme von Fahrzeugen mit dem "Finger-Kran" weitgehend begrenzt ist. Dazu kommen auch Abstellmöglichkeiten für einen Bau- und einen Hilfszug. Die Weichen konzentrieren sich an zwei Stellen, so dass die Elektrik konzentriert werden kann. Die Einfahrt in den SBF bleibt sichtbar, die Abstellgruppe ist hinter der Brücke verdeckt. Letztere wird abnehmbar werden. Hier ist die Idee, den Bietigheimer Viadukt (https://www.google.com/search?source=un ... 60&bih=860) maßstäblich zu bauen. Er hat eine ähnliche Länge wie mein Rosental-Viadukt. Über die Baumethode mache ich mir noch Gedanken.

Die gesamte Anlage hat eine Länge von 9,15m und eine Breite von ca. 1,3 m in den Wendeln. Minimalradius ist R4 (Roco Line) im verdeckten Bereich und R9 im sichtbaren (BW, Einfahrt Schattenbahnhof) und R20 im Bahnhof. Die maximale Steigung wird bei einem R4 ca. 2,5% betragen. Das ist derzeit noch die Achillesferse, da ich nicht weiß, ob die Loks das bei Zuglängen von 9 maßstäblichen D-Zugwagen (evtl. bis 15) bzw. Güterzügen bis ca. 4,5 m schaffen. Hier kommt es auf einen Versuch an. Weiterhin versuche ich, die Ablage in Modulen zu bauen, so dass sie transportabel ist. Aber da bin ich mir nicht sicher, da auf 2 Ebenen eine Menge Fallstricke lauern.

Als erstes steht also der Schattenbahnhof an, der auch als Versuchsstrecke für die PC-Steuerung dient. Hier unten will ich (möglichst) keine Unfälle. Durch eine simple Kehrschleife kann ich das bequem und ausgiebig testen. Dann stehen die Wendeln an. Aber auch "Maulbronn" wird noch weiter gebaut und noch vielen großen und kleinen Dinge am Haus und im Garten und die "Sommerhobbys und und und ...

Wer jetzt denkt, mir könnte langweilig werden, ist nicht zu retten :fool:

Viele Grüße
Jürgen
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Re: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#2

Beitrag von KaBeEs246 »

Hallo Jürgen,

nimm mich mit auf die Zeitreise! Und wenn es sich nur langsam entwickelt, um so besser. Muss ich nicht so viel lesen. :fool:

Gruß von Ruuhr und Nette nach Maulbronn
Hans
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SCPro
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Re: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#3

Beitrag von SCPro »

Hi Jürgen,

bin dabei und freue mich 'drauf! :D

Der Gleisplan sieht ja schonmal vielversprechend aus :gfm:

PS: Werde dann auch bald mal etwas von meiner Anlage vorstellen, wie versprochen... :oops:
Gruß, Sandro
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Jürgen
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Re: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#4

Beitrag von Jürgen »

Hallo Ihr Beiden,

Ihr habt Euch Euren Platz in der 1. Klasse reserviert...

Ich habe eine kleine Stellprobe gemacht, ob die Weichenstraße auf eine Standard-Sperrholzplatte (1,60 x 0,60 m²) passt. Sieht gut aus:

Bild

Somit sind hier mit einer Ausnahme, die sowieso auf ein anderes Brett kommt, alle Weichen des linken SBF-Kopfes auf einem Brett. Eine kleine Erweiterung ist im Bereich der E-Loks erforderlich und einfach möglich. Alle Weichen sind sehr gut zugänglich, da auf der oberen Ebene hier kein Brett ist bzw. ein Brett ohne Technik leicht herausnehmbar gemacht werden kann. Die E-Lok-Standplätze habe ich etwas erweitert.

Die drei rechten Anschlüsse führen in das Dampf-BW. Die vier linken gehen kreuzungsfrei auf Strecke, je 2 für die linke und die rechte BHFs-Einfahrt Maulbronn-West. Das Gleis mit dem Kranwagen steht für das Hilfs- oder Bauzug-Gleis.

Von der anderen Seite sieht das so aus:

Bild

Die dre linken Gleise führen in einem langen Bogen auf die drei rechten Gleisstutzen und bilden den langen Schattenbahnhof. DAs mittlere Gleis führt in die Abstellgruppe für Triebwagen und Dieselloks.

Für mich ist es ein großer Vorteil, dass nahezu alle Weichen des Untergrunds an einer Stelle konzentriert werden. Alle Weichendecoder finden hier ihren Platz. Die Verdrahtung wird stark vereinfacht.

Eine Frage an Euch: Ich habe für diesen Bereich Rocoline-Weichen mit Bettung und Bettungsantrieben vorgesehen. Welche praktischen Erfahrungen habt Ihr mit diesen Antrieben, vor allem bez. der Haltbarkeit gemacht ?

So das war's für heute.
Viele Grüße
Jürgen
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SCPro
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Re: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#5

Beitrag von SCPro »

Hallo Jürgen,

mußte mich - ob des ganzen modernen "Geraffels" :wink: - erstmal orientieren; ne, sieht jut aus. Bzgl. des Roco-Weichenantriebs kann ich nichts beitragen, da ich nach Trix-Express nur Conrad und Tillig (motorisch, I. und II. Gehäuseform) im Einsatz hatte und habe, dabei ist mir noch niemals ein Antrieb kaputt gegangen oder anderweitig ausgefallen.

Wie stark ist das Sperrholz/Multiplex geplant? Hier hatte ich bei meiner vorigen Anlage zu Anfang einige Probleme mit Verwindungen, da ich das Material nicht stark genug gewählt hatte.

Den "Weichen-Teil" willst Du wahrscheinlich ja eh' von vorne nach hinten klappbar bauen, wg. Anschluß und Wartung? Würde ich auch empfehlen.

Da Du/ihr ja jetzt "angekommen" seid, brauchts natürlich keine Module; dennoch würde ich zumindest Teile der Anlage von Anfang an - später kaum mehr möglich - herausnehmbar planen, z.B. um diese später - in wahrscheinlich gar nicht all zu langer Zeit - z.B. vom Staub zu befreien. Ist aber, wie Du schon richtig sagst, ein erheblicher Mehraufwand.

Wie auch immer Du dich entscheidest, viel Spaß beim Neustart und gutes Gelingen!!
Gruß, Sandro

Der Dampfer
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Re: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#6

Beitrag von Der Dampfer »

Hallo Jürgen werter Eisenbahn Epochen Springer :D

Nun ist es also endlich soweit .Das Haus ist fertig und wurde nur aus einem Grunde so groß gebaut ,dass man eine 9 Meter Anlage hinein bekommt :lol: :lol: :gfm: :gfm:
Da ja bisher erst zwei Kollegen geschrieben haben ,werde ich wohl mit meiner dritten Wortmeldung noch einen Platz im 1. Klasse Coupe bekommen, hoffe ich.
Du hast dir ganz schön was vorgenommen.
Die Beschreibung deines Bauvorhabens liest sich nicht so ganz einfach.
Man muss schon zweimal durchstöbern um alles zu begreifen.
Was ich jetzt schon sagen kann ist, dass hier eine sehr interessante Anlage entstehen wird ,die betrieblich und epochenmäßig viele schöne Schmankerl zeigen dürfte.
Bin mal gespannt wie du die Sache an gehst. Ich bleibe auf jeden Fall dabei und hoffe auch dass hin und wieder natürlich etwas Schweinkram dabei ist, :shock: :mrgreen: sonst wäre es ja langweilig .Dann können auch Epoche 1 Züge von Maulbronn nach Maulbronn West fahren und begegnen da einem schweren Erzzug mit zwei E140ern. :bigeek:
Na wenn da mal kein Wurmloch und Zeit Experimente mit am Start sind :redzwinker:
Beste Grüße ,viel Glück für den Start und gerne bis später sagt Willi 8)
Durch dieses Wurmloch gelangen Sie nach Neustadt am Wald in den 1950ern
Bild
Zeitreisen sind möglich....bitte hier klicken
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... 3#p1245573

Ebenfalls im Klub bekennender Marzibahner :redzwinker:
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Jürgen
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Re: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#7

Beitrag von Jürgen »

Hi Sandro,

ich will mit Sperrkolz bauen und bei einer Breite von 60 bis max 80 cm gehe ich mit Unterstützungen und Rahmen von 9 mm aus. Du hast Recht, ich bräuchte sie nicht modular zu bauen, aber es ist ersten bequemer mit einzelnen Modulen zu arbeiten und ich will mir die Möglichkeit offen halten, transportabel zu bleiben. Die einzelnen Module können aber auf Dauer fest mit der Tragkonstruktion verschraubt werden, damit auch mögliche Verwerfungen minimiert werden. Das Raumklima ist jedenfalls dank einer sehr guten Heizung mit Belüftungssystem sehr konstant. Alles beste Voraussetzungen.

@Willi: Du hast immer einen Platz in der Fürstenloge bei mir. Die muss ich aber erst noch bauen. Aber ich habe ja bereits einen königlichen Salonwagen. Seine Hoheit König Wilhelm II. von Württemberg (nicht zu verwechseln mit dem Kaiser Wilhelm II oder dem dem Dampfwilhelm ;-:) hat bei mir bereits Quartier bezogen (https://www.google.com/search?source=un ... 60&bih=860). Du siehst, für Dich nur die beste Gesellschaft.

Du hast es erfasst, ich habe das Haus um die Anlage herum gebaut. Aber wenn Du glaubst, es sei fertig irrst Du. Es bleiben noch Dinge übrig. ICh habe das "Projekt Haus" in einen "Prozess Haus" umgewandelt. Das nimmt mir den Druck und ich kann auch einmal etwas anderes machen. Es stimmt, es sind ein paar Spezialitäten vorgesehen. Ich denke, die untere Etage besteht aus einem "3D-Rahmen", der auf den Ikea-Regalen aufliegt. Der Schattenbahnhof wird dort hinein gelegt und die Teile untereinander verschraubt. Der Rahmen umfasst aber auch die Tragkonstruktion der oberen Etage (deswegen 3D), in die dann dort die Module oder besser gesagt Segmente, eingelegt werden. Somit ist die Anlage ohne Zwängung in seinem Traggerüst.

Soweit die Grundidee, alles weitere wird man sehen. Es ist noch nicht alles bis zuende gedacht. Was den Betrieb betrifft, habe ich nicht vor, die Zeiten durch ein Wurmloch aufeinander prallen zu lassen (hier ist alles Wurmlochfrei ...). Darüber hinaus habe ich keine zwei E 40, nur eine, dafür aber eine E 94 und noch besser zwei 44er und eine 43er. Der Erzzug (18 OOtz 42 ) steht kurz davor beladen zu werden. Er ist für den Erztransport von Duisburg nach Linz gedacht. Keine Ahnung, ob es den gab, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit dafür. Ich werde berichten.

Bleibt noch der "Schweinkram". In "Maulbronn" habe ich die Idee verfolgt, typische Zeitszenen in das Modell einzuarbeiten. Ich möchte ähnliches auch in Maulbronn-West weiter führen. Diu hast mich gerade auf die erste Idee hierfür gebracht. Ich werde einen Schweinehirt mit einer kleinen Rotte in den Eichenwald schicken und wehe er lässt die Schweine nicht in Ruhe ...! :fool:

So genug geplappert. Unten wartet ein Gläschen Wein darauf, näher betrachtet zu werden. Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend.
Jürgen
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Miraculus
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Re: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#8

Beitrag von Miraculus »

Hallo Jürgen,

jetzt war ich zu spät noch im anderen Thread zu antworten :oops: . Ich geb's zu, ich hab einige Zeit gebraucht, um hinter dein Konzept im Schattenbahnhof zu steigen.
Das ist ja ein Mordsprojekt, Respekt mein Herr, das :gfm:

Sodele, nun meine Gedanken dazu:

1. Der bisherige Bahnhof Maulbronn um 1920 schließt sich links an die Anlage an, so richtig? Hast Du da echt noch soviel Platz in deinem Raum, weil der ist ja jetzt auch nicht gerade klein.
2. Zu dem Anschluss hast Du im Plan Kulisse eingetragen. Wie soll die aussehen? So wie die Gleise liegen könnte das etwas eng werden, oder nicht?
3. Da ich ja die Örtlichkeit kenne, wie wär's mit folgendem Vorschlag? Du weitest den Raum zwischen der Stichstrecke und der Hauptstrecke ein klein wenig auf, um etwas Geländetopografie, so eine Art Wall, dazwischen platzieren zu können. Die Stichstrecke legst Du dann in eine Kuhle, so wie in der Realität auch, welche mit allerlei Bäumen und Sträuchern bewachsen ist. Wenn da dann ein Schienenbus, oder kleine Dampflok so zwischen den Bäumen dahinhuscht hat das was, finde ich.
4. Oder Du setzt die Zufahrtsstraße zwischen die beiden Strecken, genau so, wie es heute ausschaut.
5. Dann könntest Du im Bereich des EG Maulbronn-West auch schön den Bahnübergang einbauen, so wie er heute noch existiert, über welchen der Weg in den Wald/Forst führt. Hier mal ein aktuelles Bild von meinem letzten Spaziergang dort. Passend zur Epoche in schwarz-weiß :wink:

Bild

Mittig im Bild führt die Straßenzufahrt in Richtung der L 1132 und B 35-Auffahrt. Bei den Gebäuden rechts im Bild führt der Bahnübergang in den Wald, wie angesprochen.
6. Das mit der Brücke hört sich interessant an. Aber wie lang wird die denn? Es ist auf den unbemaßten Bildern etwas schwer abzuschätzen, aber ich denke, 3 Meter sind da nix, oder? Wird die dann nicht zu schwer, wenn sie herausnehmbar sein soll?
7. Das Dampf-BW gefällt mir so und an dieser Stelle gar nicht. Sieht aus wie ein etwas ungewollter Appendix. Sorry für die harschen Worte, aber Du hast's so gewollt.
8. Wäre es platzmäßig nicht machbar, dies in der oberen Ebene in nördlicher Richtung Bretten anzubinden, so wie es im Original vermutlich auch war? Im Bereich der eingezeichneten Kulisse zweigt ja schon ein Gleis ab. Da könntest Du doch ein abnehmbares Modul mit dem Dampf-BW anschließen/einsetzen, welches zudem die Wendel verdeckt.
9. Der Lokschuppen könnte sich dann schön an die abschließende Straße, bzw. Verlängerung der dort geplanten Brücke anschmiegen.
10. Allerdings fällt mir da gerade die Eingriffstiefe auf, welche bei den Wendeln jetzt schon über einem Meter liegen dürfte. Da bräuchtest Du im Havariefall wirklich lange Arme.

Das waren nun meine Gedanken zu deinem Plan, der mir wirklich gut gefällt. Ich stelle mir da jetzt die Weitläufigkeit und beruhigende Wirkung des Waldes vor, welcher hinter den Gleisen beginnt.


LG
Peter

Anlage im Bau: Baubericht! "Klostermühl 1.0 - Neuordnung im Oberstübchen"

Unter: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=165487

Frei nach F. Gump: "Die Moba ist wie eine Pralinenschachtel. Du weißt nie.. :lol: "
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Re: Zeitreise nach und in Maulbronn-West

#9

Beitrag von Jürgen »

Hi Peter,

danke für Dein Interesse. Schön, dass ich Dich ein wenig zum Nachdenken gebracht habe. :baeh:

Zu Deinen Gedanken:

1. Maulbronn ist räumlich getrennt und liegt als Zunge im Raum z.T. vor der bestehenden Anlage. Die Zufahrt geht von Maulbronn-West bei mir vor dem Fenster, evtl. mit einer Schleife über dem Schreibtisch nach Maulbronn. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Hier ist ein Übersichtsbild.

Bild

Rechts unter der Schräge liegt Maulbronn-West, links ist Maulbronn. Die Ausfahrt aus Maulbronn_West in Richtung Maulbronn geht rechts hinter der Kulisse in den verdeckten Bereich, macht einen Viertelkreis und kommt vor dem Fenster heraus. Links daneben liegt ein weiteres Fenster. Vor den Fenster ist eine Rinne aus transparentem Acryl oder sehr schmale Module vorgesehen. Dort geht es nach einiger Strecke in eine halbe Kehre und nach Mailbronn. Streckenmäßig kann das insgesamt bis zu 20 m zwischen Ausfahrt West und Maulbronn werden. Das wäre fast die Originallänge. Aber das ist in der Priorität weit hinten. Derzeit kann der Stadtbahnhof mit dem FY betrieben werden, den Du auch von der Ausstellung kennst.

zu 2. Die Kulisse wird ca. 10 cm vor der Wand installiert. Der Zug nach Maulbronn verlässt wie im Vorbild den Bahnhof, steigt etwas in der Strecke, biegt leicht nach links hinter die Kulisse. Die Kulisse hat hier einen Durchbruch, der durch Wald versteckt wird. Dann geht es hinter der Kulisse um die Ecke. Um die Zuggriffsmöglichkeit zu erhalten, denke ich daran, in diesem Teil die Kulisse abnehmbar zu machen. Die Strecke nach Bretten mit der Bahnhofszufahrt verläuft vor der Kulisse und verschwindet nach der Straßenbrücke hinter dem Aschberg.

zu 3. Die Idee ist gut und so ähnlich mache ich es mit der Kulisse. Das Problem ist die Strecke nach Bretten. Die müsste etwas weiter nach vorn was dann den Bhf Maulbronn weiter in den Raum schiebt. Das will ich aber nicht, da es mir dann im Raum zu eng wird.

zu 4. Die Zufahrtsstraße ist vorgesehen.

zu 5. so soll es werden. Die Häuser bilden dann den Abschluss mit Bäumen links und rechts. Kennst Du das Diorama von Siegfried Strobl ? Es wurde im EJ 03/2004 beschrieben. Ich habe leider kein eigenes Bild zur Hand. In diese Richtung wird es gehen, wobei er eine früheren Zustand zeigt.

zu 6. Die Brücke hat maßstäblich eine Länge von ca. 3,3 m. Wenn Du mein Modell Rosental kennst (viewtopic.php?f=64&t=83051&p=985230&hil ... al#p985230), kannst Du die Dimensionen erahnen. Bietigheim hat fast die gleiche Länge, ist aber höher. Dieser Part wird auch nur ca. 20 bis 30 cm breit. Dieses Diorama soll auf jeden Fall für Ausstellungen geeignet sein. Zuhause wird es in Form einer hängenden Schlucht gebaut( vor das Regal im Vordergrund rechts). Mein Vorteil ist der, dass ich den Schattenbahnhof vom Rosentalviadukt weiter verwenden kann. Unter der Brücke könnte ein historische Pferdemarkt aus der Epoche 1 gezeigt werden.

zu 7. bis 10. Das BW liegt eine Etage tiefer als West und ist räumlich getrennt. Die Idee ist hier eine Abstellmöglichkeit für Loks zu haben, ohne den sonst erforderlichen "Schubladenverkehr". Im Originat gab es in West kein BW, sondern nur eine Wendemöglichkeit für Schubloks. In meinen Plänen von 1948 gibt es nur ein Abstellgleis. Früher muss es einmal eine Drehscheibe gegeben haben. Das war wahrscheinlich eine eher kleine Scheibe, vielleicht sogar baugleich zur Scheibe in Bretten. So etwas habe ich vor, zu installieren, aber im Plan nicht gezeichnet. Hier käme vielleicht die kleine Scheibe von Fleischmann zum EInsatz, die motorisiert und aufgepeppt werden könnte. Wer hat schon Schubbetrieb in Epoche 1 ? Das geplante BW wird abnehmbar werden. Maulbronn kommt übrigens auf Rollen, so dass man gut an die Anlage West heran kommt.

Weitläufigkeit ist für mich das Entscheidende und die bekommt man mit der Maßstäblichkeit. West wird etwas kürzer als die maßstäbliche Umsetzung, aber ich denke, dass ist nicht tragisch. Aber ob die Anlage im Herbst wirklich beruhigend wirkt ? Rot-, Gelb und Grüntöne geben der Sache ziemlich viel Lebendigkeit. Mal sehen, so weit ist es noch lange nicht.

Viele Grüße und einen schönen Restsonntag.
Jürgen
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