RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#1 von Spielkind , 23.03.2015 04:29

Hallo,

Der Decoder meiner Märklin 110.3 (37013) will nicht mehr und ich habe noch einen ESU Lopi 4 mit MTC Schnittstelle hier. Kann mir jemand sagen, wie ich herausfinden kann ob AUX 3/4 von der Schnittstelle der 37013 als verstärkte Ausgänge benötigt werden? Ich möchte sicher gehen den Dekoder nicht zu zerstören falls ich aus Versehen AUX 3 oder 4 anschalte. Ich denke an der Schnittstellenplatine in der Lok werde ich mit dem Lopi ja nichts zerstören?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Jochen.


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#2 von tibor98 , 23.03.2015 20:22

Hallo Jochen,
dem Lopi liegt eine Beschreibung bei in der auch die Anschlüsse nach Schnittstellen dargestellt sind.
Der passende Lokpilot V4.0 hat neben Licht vorn und Hinten, 2 Ausgänge Aux 1 und Aux 2 die sich z.B für Beleuchung eignen. Außerdem Aux 3 und Aux 4 die Logikausgänge sind, d.h. hier können keine Beleuchtungen angeschlossen werden. Dafür müßte man den Ausgang verstärken.
Ich Glaube nicht das die bei dieser Lok belegt sind. Außerdem gehört die Einrichtung und damit die Möglichkeit sie zu benutzen nicht zu den im Decoder vorhanden Einstellungen. Dazu müßte erst ein entsprechendes Funktionsmapping erfolgen.

Zerstören kannst Du nichts, obwohl Märklin bei den Kabeln andere Farben benutzt als ESU. Aber an den Standard halten sie sich schon.

Gruß

Klaus


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#3 von DipsyTeletubby , 23.03.2015 22:02

Ich bin anderer Meinung als Klaus, mit dem Lopi 4 werden nicht alle Lichtfunktionen der Lok funktionieren.
Auf der Platine vom Lopi4 würde ich nicht rumbasteln, um die Verstärker von AUX 3 und AUX 4 an der 21 pol Schnittstelle zur Verfügung zu stellen.

Wenn Du auch nicht an der Märklin Platine, die die 21 pol Schnittstell bereistellt, massiv herumbasteln möchtest
und alle Lichtfunktionen der 37013 erhalten willst (Licht Führerstand 1 aus, Licht Führerstand 2 aus, Rangierlicht Doppel A an,
würde ich auf den Ersatz durch einen Lopi 4 verzichten, da diese Lichtfunktionen Märklin
meist mit den verstärkten Ausgängen Aux 3 und Aux 4 über eine Hardwareschaltung mit dem F0 Ausgang
auf der Adapterplatine, die die 21 pol. bereistellt, UND-Verknüpft hat.
Da die Ausgänge AUX 3 und AUX 4 zwischen Adapterplatine und Decoder über die 21. pol Schnitstelle vorgegeben sind,
hilft auch kein Funktionsmapping.

Nimm lieber einen Märklin mLd Nachrüstdecoder oder einen Mä mSd Nachrüstsounddecoder, die haben die verstärkten AUX 3 und AUX4 Ausgänge.


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#4 von supermoee , 23.03.2015 22:06

Hallo Jochen,

Die Platine der Lok ist ein Misterium. Ich habe die E10.3 aus der Startpackung, die gleich aufgebaut ist. Laut Handbuch der mSD Dekoder braucht die den mSD Spezial Dekoder, also mit nicht verstärkten AUX 3 und 4 (entspricht Lopi 4).
Dann habe ich die E10.12 Trix 22836, die laut Handbuch mit normalem mSD, also mit verstärkten AUX 3 und 4 umgebaut werden kann. Wenn ich die Lok aufmache, hat sie die identische Platine wie die 10.3 aus der Startpackung drin. Die Teilenummer auf der Platine ist identisch. Was denn nun?

Eine Anfrage an Märklin blieb unbeantwortet.

Die Lokplatine geht nur kaputt, wenn der Dekoder verstärkt ist und die Platine unverstärkte Ausgänge braucht. Umgekehrt passiert einfach nichts. Also in dem Fall ausprobieren.

Fazit, ich habe in beiden Loks einen Loksound 4 mit unverstärkten AUX 3 und 4 und die Loks fahren perfekt und alle Funktionen sind abrufbar.

Gruss

Stephan


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#5 von Spielkind , 24.03.2015 02:46

Hallo,

Vielen Dank für Eure Posts.

Ich fasse mal zusammen: Klaus vermutet, dass Aux 3/4 nicht belegt. Das macht Sinn, schließlich hat die Lok ja nur Licht mit abschaltbaren Rücklicht plus Krach wozu eigentlich 2xLicht plus Aux 1/2 (und Soundausgang) ausreichen. Das passt auch mit Stephans praktischer Erfahrung, auch wenn Märklin evtl. anderes sagt. Allerdings warnt DipsyTeletubby (?), dass Aux 3/4 mit F0 verquickt sein könnten und es scheint ja Transistoren auf der Platine zu geben.

Also habe ich mir mal die Schnittstelle genauer angeschaut:

Wenn ich das so anschaue ist links nur der Lautsprecher angeschlossen, rechts aber AUX 3. (Frei scheint rechts nur der Pin 17 und 12 zu sein). Allerdings sind vielleicht Pins durch kontaktiert und auf die andere Seite der Platine sehe ich nicht. Also nicht so wirklich zielführend.

Dann habe ich hier noch den (kaputten) Dekoder.

Das ist interessanter, weil ich glaube im schwarzen Kreis müsste bei verstärkten Aux 3/4 ein Leistungstransistorpaar (?) sitzen, tut es hier aber nicht.

Danke für Eure Hilfe,

Jochen.


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#6 von tibor98 , 25.03.2015 15:24

Hallo Zusammen,

wie die Platine der Lok verdrahtet ist kann ich nicht sagen. Aber für die Schnittstelle gibt es schon länger einen Standard an den sich Märklin auch gehalten hat (soweit ich weiß)
Das bedeutet die auf Seite 13 der Decoder-Anleitung beschriebene Schnittstelle MTC 21 und die darin enthaltene Belegung ist richtig. Es sei den die Schnittstelle wurde nachträglich rein gebastelt. (Soll vorkommen das ein Bastler sich nicht an den Standard hält)

Ich vermute aber nicht sondern ich weiß das beim Lopi V4.0:
----------
Aux 3 und 4 sind belegt aber mit Logikausgängen. Man kann sie auch für Licht verwenden wenn man daran einen Verstärker anschließt. An Pin 14 und 13! Auf dem Lokdecoder wird dafüt nix gelötet! Anleitung und Schaltpläne dafür gibts hier im Forum mehrfach!
----------------
Licht Vorn und Licht Hinten (Pin 7 =hinten und Pin 8= vorne ) reichen für die Beleuchtung aus. Die werden in den Werkseinstellungen über F0 fahrtrichungsabhängig geschaltet! Das kann man über ein Funktionsmapping ändern und hat mit der Schnittstelle aber auch garnix zu tun!!
Da kann man auch die Führerstandsbeleuchtung mit dran hängen oder man hängt die an Aux 1 und Aux 2 und kann sie nach einem Funktionsmapping mit z.B. F1 und F2 schalten. (F4 ist bei den Lopi Standardmäßig mit dem Ragiergang belegt)
----------------
Wichtig ist das der Decoder richtig auf die Schnittstelle gesteckt wird! (Fehlender Stift) Falsch aufgesteckt ist der Decoder sofort im Decoderhimmel
-----------------
Es tut mir leid, aber was DipsyTeletubby schreibt ist falsch. Funktionsmapping findet nicht in auf oder an der Schnittstelle statt sondern in den CV's des Decoders. Kein Hersteller dieser Welt würde F0 mit einem Logikausgang verbinden da bei allen Moba-Herstellern F0 immer Licht schaltet.
Die Schnittstelle ist eigendlich nichts weiter als eine Steckberbindung bei der durch zwischen den Herstellern vereinbarte Standards festgelegt ist welche Leitung der Lok an welchem Pin zu sein hat. Da läßt sich nix mappen!

Bitte nicht übel nehmen, aber das mußte ich für mein Seelenheil mal los werden.

Liebe Grüß an alle

Klaus


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#7 von Jörg L. , 25.03.2015 15:25

Zitat von Spielkind
...Dann habe ich hier noch den (kaputten) Dekoder.

Das ist interessanter, weil ich glaube im schwarzen Kreis müsste bei verstärkten Aux 3/4 ein Leistungstransistorpaar (?) sitzen, tut es hier aber nicht.

Danke für Eure Hilfe,

Jochen.

Hallo Jochen,

das hast Du richtig erkannt, dieser Decoder besitzt unverstärkte AUX3+4 - Ausgänge.
Demnach funktioniert auch ein LoPi v4.


Viele Grüße Jörg

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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#8 von tibor98 , 25.03.2015 16:34

Nochmal zu dem Thema:

@DipsyTeletubby
Du hast geschrieben "da diese Lichtfunktionen Märklin meist mit den verstärkten Ausgängen Aux 3 und Aux 4 über eine Hardwareschaltung mit dem F0 Ausgang auf der Adapterplatine, die die 21 pol. bereistellt, UND-Verknüpft hat. "

Alle F-Tasten sind logische Funktionen. Da gibts keine Verdrahtung sondern z.B.
Lok fährt vorwärts? Ja
F0 gedrückt /An ja
Decoder schaltet: Licht vorne (1) = An

für Aux 1 oder Aux 2 wenn auf F1 gemappt (mit F1 verknüpft)
F1 gedrückt /an
Ergebnis: Aux 1 An

Für Logikausgänge, wie im Thema Aux 3 und Aux 4:

F 3 oder irgend eine andere mit dieser Funktion verknüpfte Taste Fx = gedrückt / An
Decoder schaltet: Aux 4 oder Aux 3 Logikpegel =1 / Ja

F 3 oder irgend eine andere mit dieser Funktion verknüpfte Taste Fx nicht gedrückt /Aus
Decoder schaltet: Aux 4 oder Aux 3 Logikpegel = 0 / Nein

Mit dem Lokpilot könnte man auch ein Funktionsmapping nach folgendem Muster machen:
Licht vorne (2) Blinken ein
Lok fährt vorwärts? Ja
F0 gedrückt /An ja
F4 gedrückt /an
Decoder schaltet: Licht vorne (2) = An (es blinkt weil Licht vorne (2) das Blinken eingeschaltet wurde.
Daneben lassen sich noch weiter Funktionen wie Dimmen, weiches Ein- / überblenden, Strobe, oder auch die Heizung eines Dampferzeugers, usw mit den Ausgängen verbinden.
Das Prinzip ist immer das Gleiche:
Bedingung 1 , Bedingung 2, Bedingung 3, .... Dazu logische Verknüpfungen wie Ja, Nein , und, oder ergeben ein Ergebnis nach dem der Decoder seine Ausgänge steuert oder schaltet
Bis dahin braucht man nirgendwo eine Draht oder sonstiges Bauteil einzulöten. Alles nur Programierung.

Nun zur Verstärkung der Logikausgänge: Das ist eine relativ einfache Transistorschaltung auf z.B. einer Lochplantine die an die Pins 13 bzw 14 der Schnittstelle angeschlossen wird. Liegt am Logikausgang 1= Ja an, schaltet der Transistor den Strom für die dahinterliegenden Verbraucher an.
Liegt am Logikausgang 0= Nein an, schaltet der Transistor den Strom für die dahinterliegenden Verbraucher aus.
Diese Schaltung gibt es auch in einigen Märklinloks auf der Lokplatine das hat aber nix mit der MTC21 Schnittstelle zu tun sondern kommt auch bei anderen Schnittstellen vor. Märklin baut aber bevorzug die MTC21 Schnittstelle in seine Loks ein.

Du siehst also es kann auf der MTC21 Schnittstelle keinen F0-Ausgange geben weil das eine logische Zuordnung einer Funktion ist die nicht verdrahtbar ist.

Also nimm's mir nicht übel.

Gruß

Klaus


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#9 von Spielkind , 26.03.2015 03:27

Jörg, danke für Deine Bestätigung. Ich werde am Wochenende mal schauen wie abschaltbares Licht pro Seite und Doppel-A-Licht zu realisieren sind.

Jochen.


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#10 von Spielkind , 26.03.2015 04:34

Klaus,

Danke für Deine detaillierten Erklärungen und natürlich nehme ich Dir da nichts übel. Entschuldige, dass ich etwas ungenau in meiner Beschreibung war. ops:

Ich denke im allgemeinen bin ich mir der von Dir angemahnten Unterscheidung zwischen den Tasten der Zentrale, meist F0, F1 usw. genannt, und den Befehlen die diese sendet, der Software des Decoder das je nach Decodertyp verschiedenes Function mapping machen kann und den physikalischen Ausgängen des Decoders und schließlich der angeschlossenen Verbraucher durchaus bewusst. Aber Du hast recht, dies sollte im Forum klar unterschieden werden.

Die Pins 8 und 7 der MTC sind nach MOROP http://www.miba.de/morop/nem660_d.pdf (und ESU Handbuch bzw. Märklin Decoderanleitung) für Licht vorne und hinten gedacht. Diese Ausgänge heißen F0f und F0r (wohl abgekürzt für F0front und F0rear) nach Morop, ich habe schlampig von F0 geredet, aber die beiden Ausgänge gemeint (und nicht die Taste F0 oder den Befehl für F0).

Meine Lok ist im Originalzustand und hat daher keine Führerstandsbeleuchtung, sondern weißes Front und rotes Rücklicht, dass sich seitenweise abschalten lässt und auch Doppel A-Licht. Damit hat man 4 (Gruppen von) Leuchtmitteln: Licht vorne weiß, Licht vorne rot, Licht hinten weiß, Licht hinten rot und es ergibt sich zwingend, dass vier Verbraucher getrennt schaltbar sein müssen. Die Verbraucher haben insgesamt 8 verschiedene Zustände. Wenn ich einen Lopi V 4 in eine beliebige Lok beim erstmaligen digitalisieren nachrüste lege ich nach der Norm daher Licht vorne weiß an den Ausgang F0f, Licht hinten weiß an den Ausgang F0r, und nach meinem Ermessen Licht vorne rot an den Ausgang Aux1 und Licht hinten rot an den Ausgang Aux2. Der Rest ist dann Function Mapping um dies mit drei Tasten und der Fahrrichtung der Lok zu verknüpfen. Die Verwendung von Aux1/2 zu diesem Zweck ist meines Wissens aber nicht genormt. Es können also stattdessen auch verschiedene andere Ausgänge benutzt werden (evtl. mit Verstärkern) , z.B., Aux 3. Zudem kann dies auch noch anders auf der Platine "verkabelt" werden. So kann z.B. ein Ausgang (auch unverstärkt) hergenommen werden um über einen Schalttransistor einen Verbraucher zu schalten, der eigentlich an einem anderen Ausgang hängt (anstatt an der
Versorgungsspannung). Darauf hat DipsyTeletubby hingewiesen.

Ich denke weder ich (noch DipsyTeletubby) haben behauptet, dass Märklin sich nicht an die MTC Schnittstellendefinition halten.

Ich hoffe damit die Missverständnisse in unserer Kommunikation etwas ausgeräumt zu haben und wünsche mir dass alle Klarheiten beseitigt sind.

Danke,

Jochen.

PS: Ich habe immer von Schalttransistor geschrieben, aber es geht natürlich auch ein entsprechenden Mosfet.


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#11 von tibor98 , 26.03.2015 11:14

Hallo Jochen,

manchmal gehts eben mit mir durch. Ich hatte mal in einem anderen Forum die Situation, das was erzählt wurde und als damals Anfänger war ich von den "Experten" begeistert. Das hat mich am Ende einen Loksound V4 gekostet, weil es, wie ich heute weiss, lauter Allgemeinplätze, Ungenauigkeit, nicht wirklich Wissen sondern Halbwissen war. Seit dem ärgern mich manchmal "Sprüche" die einfach dahingeschrieben werden.
Also wenn einer sich gekränkt fühlt, tut mir leid das war nicht meine Absicht!

Aber zurück zum Thema. Ich habe meine Loks inzwischen fast alle auf Duo-Led umgerüstet. Da es inzwischen auch warmweiß / rot und gelb / rot gibt kann man mit den Möglichkeiten der ESU-Decoder einen Lichtwechsel nach Fahrtrichtung realisieren ohne auf Aux 1 oder 2 zurückzugreifen. Wenn man dann die Führerstandbeleuchtung an die weiße bzw gelbe Seite der Duo-Led hängt hat man auch diese Beleuchtung realisiert ohne einen der beiden Aux Ausgänge benutzt zu haben. Die benutze ich in der Regel für Dampf und/oder bei den Rangierloks für ein Blinklicht das ich an den Ragiergang koppele.

Gruß
Klaus


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#12 von supermoee , 26.03.2015 11:48

Zitat von tibor98
Hallo Jochen,

Wenn man dann die Führerstandbeleuchtung an die weiße bzw gelbe Seite der Duo-Led hängt hat man auch diese Beleuchtung realisiert ohne einen der beiden Aux Ausgänge benutzt zu haben.
Gruß
Klaus



Hallo Klaus,

leuchtet bei dir die Führerstandsbeleuchtung dauernd?

Gruss

Stephan


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#13 von tibor98 , 26.03.2015 12:28

Hallo Stephan,

Nein.
Leuchte unter folgenden Bedngungen:
1. Licht an
2. Vorne nur wenn Lok vorwärts fährt, hinten nur wenn Lok rückwärts fährt.

Deswegen hängen sie an der weissen/ gelben Seite der Duo-Led. Falls Du sowas mit Duo-Led vorhast unbedingt darauf achten das es sie (die Duo-Led) eine gemeinsame
[s]Kathode[/s] Anode für beide Farben hat. Es gibt sie auch mit gemeinsamer [s]Anode[/s], Kathode bedeutet aber beim Lopi zusätzlichen Aufwand weil am gemeinsamen Rückleiter U+ anliegt.

Gruß
Klaus

Sorry da hab ich was verwechselt, peinlich, peinlich.


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#14 von supermoee , 26.03.2015 14:04

Hallo Klaus,

ja klar, das Spitzenlicht muss ja natürlich eingeschaltet sein.

Du weisst aber, dass die Züge (mit E- und Dieselloks) meistens mit ausgeschalteter Führerstandsbeleuchtung fahren? Diese stört eher die Sicht nach aussen in der Dunkelheit. Wenn du in ein beleuchtetes Haus bist, siehst du auch recht wenig nach aussen. Erst wenn du das Licht ausschaltest, kannst du besser nach aussen schauen.

Führerstandsbeleuchtung ist eher was für den Bahnhofsaufenthalt, Lokführerwechsel usw.


Gruss

Stephan


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#15 von tibor98 , 26.03.2015 14:11

Hallo Stephan,

Ja, weiß ich schon. Die Führerstandsbeleuchung ist über zusätzlichen Widerstand zusätzlich runtergedimmt. Bei Tageslicht sieht man davon nichts und in der Abend- bzw. Nachtdämmerung ist es nicht sehr hell aber zusehen. Ein bißchen wie der Widerschein der Instrumententafel.

Gruß
Klaus


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#16 von DipsyTeletubby , 26.03.2015 14:53

Zitat von tibor98
...manchmal gehts eben mit mir durch. Das hat mich am Ende einen Loksound V4 gekostet, weil es, wie ich heute weiss, lauter Allgemeinplätze, Ungenauigkeit, nicht wirklich Wissen sondern Halbwissen war. Seit dem ärgern mich manchmal "Sprüche" die einfach dahingeschrieben werden.

... schreibt einer, der laut seinem Profil eine ECOS 502000 sein Eigen nennt. - Soviel zum Thema Ungenauigkeiten.

Zitat von Spielkind
Die Pins 8 und 7 der MTC sind nach MOROP http://www.miba.de/morop/nem660_d.pdf (und ESU Handbuch bzw. Märklin Decoderanleitung) für Licht vorne und hinten gedacht. Diese Ausgänge heißen F0f und F0r (wohl abgekürzt für F0front und F0rear) nach Morop, ich habe schlampig von F0 geredet, aber die beiden Ausgänge gemeint (und nicht die Taste F0 oder den Befehl für F0).


Den Schuh ziehe ich mir auch an, auch ich habe fälschlicherweise F0 geschrieben,
aber die physikalischen Ausgänge des Decoders "Licht vorn" und "Licht hinten" gemeint,
die mit einer elektronischen Schaltung mit den Ausgängen AUX 3 und AUX 4 des Decoder verknüpft sind,
die dann erst die LEDs ansteuert, sorry.

Da die Lichtfunktionen von spielbahns BR110.3 und meiner Trix BR146 annährend gleich sind,
diese ohne großartiges Funktionsmapping im Decoder realisiert worden sind, sondern durch externe Beschaltungen,
korrigiert mich, aber mit einem normalen Mä-mSd- / mLd-Decoder ist es ohne externe Beschaltung nicht möglich
bei aktiviertem Funktionsausgang einen Verbraucher auszuschalten, was aber in beiden o.g. Loks möglich ist,
Märklins Nachrüstdecoder, egal ob mSd oder mLd immer verstärkte Ausgänge AUX 3 und AUX 4 haben,
(der Sounddecoder mSD Spezial bildet hier eine Ausnahme), bin ich fälschlicherweise davon ausgegangen,
Märklin hätte für seine BR110.3, dieselbe elektronische Schaltung verwendet, die in der Trix BR146 schon Verwendung fand.

Meine Annahme stellte sich nach der Veröffentlichung von dem Foto des defekten Sounddecoders,
der keinen verstärkten Ausgang AUX3 + AUX 4 zu haben scheint, durch "das" Spielkind als falsch heraus.

Hier mal ein Bild der Trix-Platine, die verstärkte AUX3 und AUX 4 für die Sonderlichtfunktionen von einem
Decoder mit 21 pol Schnittstelle, egal ob Sound- oder Lokdecoder benötigt, der auf die Unterseite der Platine gesteckt wurde.
Am linken und rechten Rand der Platine sieht man jeweils 5 gelbe LEDs für die Beleuchtung der Fahrtzielanzeiger.
In der Mitte befinden sich diverse Dioden und 6 Transistoren bzw. FETs, um die Abschaltung der Stirnbeleuchtung an den Führerständen,
bzw. Einschalten des Rangierlicht Doppel A bei gleichzeitiger Deaktivierung der roten Schlußbeleuchtung zu realisieren.


@Spielkind
Wie sieht denn Deine Platine in der BR110.3 aus, die mit unverstärktem AUX3 und AUX4 auskommt?


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#17 von Spielkind , 31.03.2015 06:13

Zitat
Wie sieht denn Deine Platine in der BR110.3 aus, die mit unverstärktem AUX3 und AUX4 auskommt?



Die Platine hat auf der Oberseite und Unterseite SMD Bauteile. Oben denke ich erkenne ich zwei Transistoren, unten sehe ich nichts genaues.
Ein Bild der Platine kann ich momentan nicht bieten, da ich die Unterseite nicht einsehe und ich nicht versuchen möchte die Platine abzubekommen, da die Lok noch Garantie hat.

Allerdings habe ich jetzt versucht die Lichter mit einem Lopi V4 zu schalten und es klappt problemlos. Demnach sind sowohl Licht weiß vorne und Licht rot hinten an dem Ausgang Licht vorne (oder F0f) und Licht weiß hinten und Licht rot vorne an dem Ausgang Licht hinten (oder F0r). Das Licht lässt sich mit AUX1 bzw. AUX2 seitenweise abschalten und wenn AUX1 und AUX2 an sind hat die Lok Doppel-A Licht. Die Logik dafür ist also auf der Platine realisiert. Das Default Funktionsmapping des Lopi V4 hat die Ausgänge AUX1 und AUX2 auf F1 bzw. F2, damit muss nichts umprogrammiert werden.

Als Lastregelparameter habe ich K=8 (CV 54) und I=28 (CV=55) eingestellt; automatisches Einmessen schlug fehl (starkes Ruckeln bei Langsamfahrt mit K=99 und I=18). Die Lok fährt ohne Lastregelung recht geschmeidig.

Hinweis: So war es zumindest bei meiner 37013 und dem Lopi V4 den ich hatte, aber ich weiß natürlich nicht ob dies bei allen Loks der Bestellnummer 37013 und allen Lopi V4 Decodern so ist. Ist also auf eigene Gefahr.

Jochen.


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#18 von DipsyTeletubby , 31.03.2015 12:49

Zitat von Spielkind
Demnach sind sowohl Licht weiß vorne und Licht rot hinten an dem Ausgang Licht vorne (oder F0f) und Licht weiß hinten und Licht rot vorne an dem Ausgang Licht hinten (oder F0r).

Jedenfalls nicht direkt, da muß noch eine eletronische Schaltung zwischenhängen,
sonst würde sich über AUX1 und AUX 2 die Stirnbeleuchtung nicht ausschalten lassen.

Zitat von Spielkind
Das Licht lässt sich mit AUX1 bzw. AUX2 seitenweise abschalten und wenn AUX1 und AUX2 an sind hat die Lok Doppel-A Licht. Die Logik dafür ist also auf der Platine realisiert. Das Default Funktionsmapping des Lopi V4 hat die Ausgänge AUX1 und AUX2 auf F1 bzw. F2, damit muss nichts umprogrammiert werden.

Aus Deiner Aussage schließe ich, daß es somit wohl völlig egal zu sein scheint,
ob der Decoder in Deiner Lok nun verstärkte oder TTL-Pegel Ausgänge an AUX 3 und AUX 4 hat, da diese nicht benutzt werden.
Damit sollte dann jeder Wald- und Wiesendecoder mit 21 pol Schnittstelle in der Lok verwendet werden können.

Wenn die zusätzlichen Lichtfunktionen bei Dir über, die auch beim Lopi 4 verstärkten Ausgänge, AUX 1 und AUX 2 realisiert wurden
und nicht über AUX 3 und AUX 4, dann hat sich das auch mit dem Bild der Platine erledigt.

Trotzdem danke für Deine Rückmeldung.


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#19 von cb65 , 17.10.2016 12:53

Hallo zusammen,

gestern hat nun auch meine ihren Geist aufgegeben. Welcher DEcoder eignet sich am besten für den Austauch. Garantie ist nch fast drei Jahren wohl nicht mehr. Hat einer eventuell die Decoderwerte für einen ESU Decoder zur Hand?

Gruß Claus


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RE: ESU Lopi 4 in Märklin 110.3 (37013)

#20 von Bunte-Bahn , 07.05.2017 17:17

Hallo Zusammen,

ich grabe den Thread hier nochmal aus, um eine kurze Rückmeldung zum Umbau der betreffenden Lok mit einem Decoder aus aktueller Fertigung zu geben:

Es funktioniert auch mit einem MSD/3 Decoder, genau so wie Jochen es beschrieb: Aux1 und Aux2 können die Beleuchtung schalten, so wie es der original Decoder auch tut.
Aux3 und Aux4 wurden jedoch von mir nicht tangiert, der MSD/3 ist ab Werk mit verstärkten Ausängen 3 und 4 ausgestattet (die aber auf TTL-Pegel umgeschaltet werden könnten)!
Ansonsten verhält sich die Lok wie zuvor, nur das ich jetzt über DCC ansprechen kann. Das ist für mich als IB-Nutzer komfortabler. Zudem kann ich jetzt mit dem Sound "machen was ich will". Für mich hat sich`s gelohnt. Der original Decoder verdient sich jetzt sein Gnadenbrot in einer anderen Lok.

Viele Grüße
Daniel


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