RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#51 von schmiedi , 31.08.2015 09:51

Hallo zusammen,

erstmal Danke für Eure Besuche und Kommentare, Antworten folgen bei nächster Gelegenheit noch...

Der Grund für die zwischenzeitlich ruhenden Aktivitäten war ein 2-wöchiger Urlaub auf der Insel Rügen, natürlich verbunden mit einer Tour mit dem "Rasenden Roland" von Binz nach Göhren und zurück. Hier also auf die Schnelle ein paar Impressionen:

Am Jagdschloß Granitz by *schmiedi*, auf Flickr

Halt am Jagdschloß by *schmiedi*, auf Flickr

Rasender Roland by *schmiedi*, auf Flickr

Viele Grüße,
Dieter


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#52 von schmiedi , 01.09.2015 19:26

Hallo zusammen,

da war noch eine Bringschuld... also direkt zur Post

Zitat von Difan

Die Holzstützmauer gefällt mir. Ist mal was anderes.



@Frank:
Freut mich, daß Dir die Idee gefällt. Ich habe sie aus einer meiner ältesten Modellbahn-Broschüren ("Modellbahn Betriebs-Bauwerke"). Sie hat den Charme, mit einfachen Mitteln (geritzte Balsaholzstreifen und 3mm-Buchenholzrundstäbe an einer 20mm-Styrodurplatte) umsetzbar zu sein...

Zitat von SpaceRambler

Was die Beschreibung Deines Wagen- und Frachtkarten-Systems angeht, bin ich schon recht gespannt, da ich ebenfalls in der Richtung unterwegs bin.



@Randolf:
Vielen Dank für das Lob und die Vorschußlorbeeren, schaun wir mal, was am Ende rauskommt. Im Moment ist die Motivation recht gering, die Prioritäten sind gerade etwas in Bewegung.
Deine Infos zur Feldbahn sind sehr hilfreich, ich bin ziemlich froh, daß ich nicht ganz daneben gelegen habe. Der Bulldog zum Verschub ist kein Problem, mit Traktoren bin ich reich gesegnet
Das Wagen- und Frachtkartensystem ist gegenüber FREMO stark vereinfacht, mal sehen, wie ich das ganze verständlich aufbereiten kann. Da mache ich mich in den nächsten Tagen ans Werk.

Zitat von Andy_1970
Werden auf den Feldbahngleisen später auch Fahrzeuge (Handbetrieb) zu sehen sein?



@Andy:
Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, leider habe ich nur bereits zusammengeklebte Kipploren zur Verfügung, die Idee mit den Gleisen an der Rampe kam erst später, spontan. Bei Auhagen gibt's aber wohl noch weitere Attrappen, die vielleicht als Basis für Loren dienen könnten. Da ich aber kaum mehr als 20 cm Gleis verlegt habe, dürfte sich der Handbetrieb sehr schnell erschöpfen. Es wird also eine reine Dekolösung bleiben.

Zitat von tauberspatz
Hallo Dieter
ich mache es kurz herrliche Szenen, beste Fotoqualität und amüsante Geschichten



@Karin:
Hallo Karin,
Danke sehr, das freut mich sehr! Ich hoffe, daß ich das Niveau werde halten können und Du weiterhin hier mit Freude schauen und lesen kannst

Viele Grüße an die sichtbaren und unsichtbaren Besucher, ich wünsche allen einen schönen Abend,
Dieter


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#53 von schmiedi , 02.09.2015 20:35

Hallo zusammen,

da ja schon Fragen zur Abwicklung des Güterverkehrs auf meiner Anlage gestellt wurden, möchte ich heute mal ein paar Sätze dazu loslassen. Ich hoffe, daß ich das System einigermaßen verständlich darstellen kann. Orientiert habe ich mich dabei am FREMO-System, allerdings ist die Umsetzung für den Heimgebrauch stark vereinfacht.

Vorüberlegungen
Wie bereits in einem meiner ersten Posts angedeutet, liegt mein Interesse insbesondere im Güterverkehr, Personenzüge sind mehr oder weniger schmückendes Beiwerk. Daher sind auf meiner Anlage einige Anschließer vorhanden, neben den üblichen Güterschuppen, Ladestraßen und Rampen. Auch sind einge Ladestellen so angeordnet, daß manchmal etwas komplizierter rangiert werden muß.
Wie bei der "großen" Bahn sollen auch bei mir keine Wagen sinnlos befördert werden, deshalb sollte von vornherein vorgegeben sein, welche Ladung wohin transportiert wird.
Also habe ich mir ausgedacht, welche Warenflüsse es geben könnte (welche Waren werden empfangen, welche sind zu versenden, woher und wohin usw.). Diese Warenbewegungen sind durch "Frachtzettel" definiert.

Die Spielkarten

Frachtzettel
Die Frachtzettel sind ca. 5*7cm groß, besitzen eine bedruckte Vorder- und Rückseite und sind zwecks größerer Haltbarkeit laminiert. Die Vorderseite enthält Informationen zur Hinfracht (Versandbahnhof, Versender, Ladung, Empfänger/Ladestelle, ein Bemerkungsfeld sowie eine Nummer zwecks leichterem Wiederauffinden). Die Rückseite ist analog aufgebaut, nur eben für die Rückfracht. Im Moment habe ich gut 400 Stück, Tendenz gleichbleibend.
Leider sind meine Versuche gescheitert, die Frachtzettel lesbar im Zettelhalter der Modelle unterzubringen

Wagenkarten
Für jeden Wagen wurde eine Wagenkarte (ca. 9*13cm, laminiert) erstellt, die Informationen über das Fahrzeug bereitstellt. Typ, Gattung, Bahnverwaltung usw. können links eingesehen werden, auch ist ein Foto des Wagens vorhanden. Die rechte Hälfte bietet Platz für den Frachtzettel, enthält außerdem die Information, wohin der Wagen zu transportieren ist, wenn der Frachtzettel fehlen sollte (das ist natürlich regelmäßig mein Fiddle Yard "Bielefeld").

Frachtzettel und Wagenkarten wurden mittels LibreOffice Writer erstellt, basierend auf einer Tabelle, die auch im Folgenden noch wichtig wird.

Der Würfel
In begrenztem Umfang kommt jetzt der Zufall ins Spiel. Meine Züge lasse ich von einer selbstgebastelten Software zusammenstellen, die - unter Beachtung einiger Nebenbedingungen - zufällige Frachtzettel auswählt und in eine sinnvolle Wagenfolge bringt. Die Daten basieren auf der oben angesprochenen Tabelle. Weitere Erklärungen würden hier zu weit führen, deshalb nur als Ergebnis ein möglichst einfaches Beispiel:

01 Güterzug zusammenstellen by *schmiedi*, auf Flickr

Aus meinem Frachtzettelbestand suche ich mir die entsprechenden heraus:

02 Frachtzettel by *schmiedi*, auf Flickr

Für die Ladungen suche ich mir passende Wagen aus, nehme die entsprechenden Wagenkarten und befestige die Frachtzettel mit Büroklammern daran. Im Fiddle Yard wird der Zug entsprechend zusammengestellt.

03_Wagenkarten und Frachtzettel by *schmiedi*, auf Flickr

Das Spielfeld
Die Karten werden zugweise in einem Fach am Fiddle Yard abgelegt. Insgesamt gibt es fünf Fächer, so daß ich pro "Betriebstag" entsprechend viele Züge einsetzen könnte. Im Moment sieht mein provisorischer Fahrplan aber "nur" 4 vor. Links vom Stellpult befinden sich die Fächer für die einzelnen Züge, rechts davon das Fach mit verfügbaren Wagenkarten.

Willkommen in Bielefeld! by *schmiedi*, auf Flickr

Für beide Bahnhöfe sowie die Farben AG gibt es wiederum Fächer, die mit "Eingang", "Be-/Entladung" und "Ausgang" beschriftet sind.

Der Spielablauf
Im Folgenden wollen wir einen Blick darauf werfen, was im Bahnhof Steinen passiert. Es sollen alle abgefertigten Wagen im Abstellgleis bereitgestellt und die ankommenden Wagen auf die Ladestellen verteilt werden. Im konkreten Fall heißt das, einen Kesselwagen abzuholen und einen Wagen mit Stückgütern an den Güterschuppen zu befördern.

04 Ziel: Steinen by *schmiedi*, auf Flickr

Im ersten Schritt werden die ankommenden Wagenkarten/Frachtzettel auf die entsprechenden Eingangsfächer verteilt:

05 Karte im Eingang by *schmiedi*, auf Flickr

Und schon ist der Zug eingetroffen:

06 Einfahrt Nahgüterzug by *schmiedi*, auf Flickr

Um den Betrieb interessanter zu machen, habe ich vorgegeben, daß die Verweildauer der Wagen auf der Anlage verlängert wird. Die für Bahnhöfe bestimmten Wagen werden mit dem viertnächsten Zug abgeholt, die Wagen der Farben AG mit dem drittnächsten. Diese Pufferung wird durch schwarze Trennkarten im Be-/Entladungsfach erreicht.

Die Wagenkarten angenommenermaßen abgefertigter Wagen befinden sich vorne im Fach, die entsprechenden Wagen müssen im Gleis für abgehende Wagen gesammelt werden. Diese Wagenkarten wandern danach ins Ausgangsfach. Eigentlich müßten jetzt auch die Frachtzettel gewendet werden, das passiert aber nur, wenn eine Rückfracht definiert ist - fällt also meistens aus. Die nun vorne befindliche schwarze Karte wird ganz nach hinten gesteckt.

In unserem Fall wird also der Aral-Kesselwagen abgeholt, ...

07 Abholung Aral-Kesselwagen by *schmiedi*, auf Flickr

...abgestellt und der EVA-Kesselwagen in das Anschlußgleis der Kohlenhandlung zurückgedrückt:

08 Kesselwagen abgestellt by *schmiedi*, auf Flickr

Schließlich schiebt die Lok den Stückgutwagen zum Güterschuppen (sorry, verwackelt ops:):

09 Stückgutwagen zugestellt by *schmiedi*, auf Flickr

Normalerweise sollten jetzt Wagenkarte und Frachtzettel ganz nach hinten ins Be-/Entladungsfach wandern. Da aber der Wagen schnell abgefertigt wird, soll der Rücktransport mit dem nächsten Zugpaar erfolgen. Also kommt alles nach vorne ins Fach. Entsprechend gibt es auch Frachten, die mit demübernächsten Zugpaar abgewickelt werden müssen und ein Fach weiter nach hinten gesteckt werden.

Die Lok setzt sich wieder vor den Zug und wartet auf Ausfahrt nach Friedrichshain:

10 Nahgüterzug ist abfahrbereit by *schmiedi*, auf Flickr

Uff, das war's...

Ich hoffe, die obige Darstellung hat mehr geklärt als verwirrt, im Zweifel einfach fragen...

Viele Grüße und einen schönen Abend,
Dieter


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punch hat sich bedankt!
 
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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#54 von Frucht , 02.09.2015 21:02

Hallo Dieter,

ich finde dein System mit den Wagen- und Frachtkarten sehr interessant. Vermutlich kann ich einiges davon für mein geplantes (und bisher unveröffentlichtes) Herbst-/Winterprojekt in ähnlicher Weise umsetzen. 400 Frachtzettel sind ein ziemlich großer Umfang, da ist für viel Abwechslung gesorgt. Vielleicht würde ich einzelne Schnipsel hinsichtlich Herkunft, Ziel und Fracht anfertigen, die auf der Karte angesteckt werden, damit ich nicht so viele Zettel anfertigen muss. Laminieren ist auf jeden Fall eine gute Sache, so dass man lange Freude an den Karten hat. Danke für die Präsentation deiner Umsetzung, ich finde das sehr inspirierend.


Gruß

Christian

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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#55 von Andy_1970 , 02.09.2015 21:07

Hallo Dieter,
vielen Dank für Deine tolle Ausführung zu diesem Thema!
Die Idee hat man zwar schon öfters gesehen, finde Deine Umsetzung aber sehr interessant, nachvollziehbar und nachahmenswert!
Hierdurch wird das Betriebsgeschehen vorbildnäher abgewickelt.
Solche Beiträge bereichern das Forum ungemein!
Vielleicht könnte man das Ganze noch etwas weiterspinnen, und "Ereigniskarten" sehr sparsam untermischen. Solche Ereignisse könnten z-B. Heißläufer eines Wagens, eine Weichenstörung, ein Triebfahrzeugschaden o.ä. sein, so dass man als Fahrdienstleiter umdisponieren muss und etwas in Stress kommen kann (diese Unterkategorie sollte man m.E. aber nicht überreizen).


Viele Grüße
Andy

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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#56 von Woditom , 02.09.2015 22:49

Hallo Dieter,

Zitat von schmiedi

da ja schon Fragen zur Abwicklung des Güterverkehrs auf meiner Anlage gestellt wurden, möchte ich heute mal ein paar Sätze dazu loslassen. Ich hoffe, daß ich das System einigermaßen verständlich darstellen kann. Orientiert habe ich mich dabei am FREMO-System, allerdings ist die Umsetzung für den Heimgebrauch stark vereinfacht.





So sehr vereinfacht ist das gar nicht - ich kann mir gut vorstellen, dass du viele abwechslungsreiche Stunden mit dem Rangieren verbringst!

mfg

Thomas


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#57 von schmiedi , 04.09.2015 18:11

Hallo zusammen,

freut mich, daß die Darstellung auf positive Resonanz gestoßen ist Danke sehr!

Zitat von Frucht
Vermutlich kann ich einiges davon für mein geplantes (und bisher unveröffentlichtes) Herbst-/Winterprojekt in ähnlicher Weise umsetzen.



Hallo Christian,
da bin ich ja mal auf Deine Umsetzung gespannt, es gibt ja Unmengen möglicher und realer Varianten.
Nach meinen heutigen Erlebnissen im Garten dürfte der Herbst schon da sein, also müßtest Du ja bald Dein Geheimnis lüften
Die gut 400 Karten sind nicht soo viel, in einem einzigen offenen Wagen z.B. kann man ja verschiedenste Ladegüter transportieren (Schotter, Kies, Splitt, Kohle, Koks, Eierkohlen, Holz, Kisten, komische Sachen unter Planen...), das dann noch bei 2 Bahnhöfen und einigen Gleisanschlüssen, da kommt schnell einiges zusammen.

Zitat von Andy_1970

Vielleicht könnte man das Ganze noch etwas weiterspinnen, und "Ereigniskarten" sehr sparsam untermischen. Solche Ereignisse könnten z-B. Heißläufer eines Wagens, eine Weichenstörung, ein Triebfahrzeugschaden o.ä. sein, so dass man als Fahrdienstleiter umdisponieren muss und etwas in Stress kommen kann (diese Unterkategorie sollte man m.E. aber nicht überreizen).



Hallo Andy,
so etwas ähnliches hatte ich einmal in einem US-Youtube-Video unter "Train orders" gesehen und mir ein paar Kärtchen angefertigt. Allerdings bezogen diese sich bei mir nur auf den "Normalbetrieb", was nicht wirklich mehr Abwechslung gebracht hat. Deshalb sind die Karten erstmal in der Versenkung verschwunden. Auf die Idee, Betriebsstörungen einfließen zu lassen, bin ich nicht gekommen, daher vielen Dank für die Anregung! Vielleicht liegt meine "Betriebsblindheit" daran, daß ich froh bin, im Gegensatz zu meinen beiden ersten Anlagen jetzt einigermaßen störungsfreien Betrieb machen zu können?

Zitat von Woditom
So sehr vereinfacht ist das gar nicht - ich kann mir gut vorstellen, dass du viele abwechslungsreiche Stunden mit dem Rangieren verbringst!



Hallo Thomas,
ich habe einfach alles weggelassen, was ich als Ballast bzw. unerheblich empfunden habe (Yellow Pages, farbige Markierungen auf den Karten, Fahrzeugdetails etc.). Trotzdem war die Erstellung alles in allem schon ziemlich aufwändig und teilweise lästig. Auf der anderen Seite wird auch für "unbeleckte" Besucher schnell klar, was gerade passiert, sie können recht schnell selbständig mitmachen.
Ja, das Rangieren kann schnell zum Zeitfresser werden, darüber habe ich schon so manches mal vergessen, daß ich eigentlich zum Basteln auf den Dachboden gegangen bin...

Fortschritte hat es im Übrigen nicht gegeben und wird es auch am Wochenende nicht geben, die leidigen Prioritäten...

Viele Grüße und allen ein schönes Wochenende,
Dieter


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#58 von migru , 06.09.2015 17:27

Hallo Dieter,

willkommen beim "sinnvollen Spielen". Seit ich vor 14 Jahren dieses Fremo-System kennengelernt habe, will ich nix Anderes mehr. Hauptsache "Güterwagen schubsen". Da kann man viel Zeit verbringen.

Ich selbst erachte die Frachtzettel als Verbrauchsmaterial. Deswegen sind die bei mir nicht laminiert.

Die Wagenkarten haben mich auch daz gebracht, mich mit meinem Fuhrpark eingehend zu beschäftigen. Da sind die Carstens Bände ein ewiger Quell...

Viel Spaß wünscht

Michael


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#59 von Vincent Vega ( gelöscht ) , 06.09.2015 22:01

Hallo Dieter,
Wunderschöne Anlage, hochwertige Fotos und sinnvolles Betriebskonzept, was will man mehr, top.
Bin ja rangiermässig ähnlich unterwegs aber als US-Bahner eher angelehnt an Lance Mindheim mit switching lists. Bitte weitere Bilder und würde mich freuen, wenn Du mal nach Sin City kommst...
Beste Grüße
Michael


Vincent Vega

RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#60 von schmiedi , 16.09.2015 15:00

Hallo zusammen,

in den letzten Tagen war bedingt durch häufige Abwesenheit leider kein Fortschritt zu vermelden. Im Moment ist leider noch nicht absehbar, wann es mal wieder etwas zu berichten gibt.

@MIchael (Vincent Vega):
Freut mich, daß Dir die Anlage gefällt, leider ist die Gestaltung ja leider immer noch ganz am Anfang. So ca. 30% sind noch im Rohbau.
Im Vorfeld hatte ich mir das Thema "Switching Lists" auch mal angesehen und für interessant gefunden. Da mir das System Wagenkarten/Frachtzettel transparenter erschien und leicht auch manuell umzusetzen ist, habe ich mich erstmal dafür entschieden und bin auch sehr zufrieden damit. Entscheidend ist ja auch das Ergebnis und nicht die Mittel...

@Michael (migru):
Da geht es mir wie Dir, Güterverkehr ist für mich auf Dauer abwechslungsreicher und interessanter als ein vielleicht noch automatisch gesteuerter Paradestreckenbetrieb. Die Entscheidung für das Anlagenkonzept ist auch aus heutiger Sicht richtig, auch wenn ich heute wohl eher Module bauen würde...

Viele Grüße und bis bald,
Dieter


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#61 von schmiedi , 16.09.2015 23:05

Hallo zusammen,

wegen der momentan geringen für die Modellbahn verfügbaren Zeit hat es in den letzten Wochen kaum Fortschritte gegeben, nur einige Kleinigkeiten konnten gebastelt werden. An einigen Stellen wurde das Schotterbett ausgebessert, einige Bohlenübergänge wurden gebaut.

Am Basteltisch sind drei weitere Kleinigkeiten entstanden...

- ein Ladeguteinsatz mit Kipploren für Rungenwagen
- ein Ladeguteinsatz mit undefinierbarer Ladung unter Plane für Rungenwagen
- ein Geländer am Hausbahnsteig Friedrichshain als Sicherung zum Genossenschaftsgleis

...und gleich auf einem Bild vereint:

Kleinbasteleien by *schmiedi*, auf Flickr

Soviel für den Moment, viele Grüße und einen schönen Abend,
Dieter


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#62 von Andy_1970 , 17.09.2015 12:40

Hallo Dieter,
die "kleinen" Basteleien gefallen mir sehr gut
Das Geländer hat es mir besonders angetan. Kannst Du verraten, wie Du es hergestellt hast?


Viele Grüße
Andy

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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#63 von Gleisschotter , 17.09.2015 14:42

Hallo Dieter

Deine Anlage sieht Toll aus. das neue Wiegehäusschen passt auch besser in die ganze Anlage daher Top Arbeit.
Aber dein "Spiel" mit den Güterwagen ist 1a! Toll diese Idee und sehr schön ausgeführt!

Freue mich dennoch auf weitere Detail sowie weiter arbeit Fotos deiner Anlage hehehe.

grz Marco


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#64 von schmiedi , 17.09.2015 19:59

Hallo zusammen,

zuerst die Post...

Zitat von Andy_1970

Das Geländer hat es mir besonders angetan. Kannst Du verraten, wie Du es hergestellt hast?


@Andy:
Na, das waren ja alles keine besonderen Leistungen meinerseits, nur ein paar schnelle Fingerübungen. Du kannst das definitiv besser!
Was das Geländer angeht: Die "Herstellung" bestand im Öffnen einer Verpackung (Faller 180403 - Eisengeländer) und Lackpinseln. Also auch nichts Besonderes.

@Marco:
Danke für die Blumen, leider sind die Fortschritte momentan eher klein...

Als Resteverwertung sind ein paar kleinere Projekte angelaufen, aber es ist noch alles im Rohbau, nicht mal im Ansatz vorzeigbar.

An erster Stelle wäre eine Gefahrgutrampe für den Güterschuppen in Friedrichshain zu nennen. Hier möchte ich ein kleines Gefahrgutlager einrichten sowie einen Bretterschuppen für Gabelstapler usw. bauen. Allerdings bin ich mir noch nicht ganz sicher, wie das Lager einmal aussehen soll. Jedenfalls recht einfach, mir schwebt ein vergitterter Bereich mit flachem Dach vor.

Die Genossenschaft handelt mit Landdiesel und Heizöl, hier soll ein kleines Öllager mit ein paar kleinen Tanks entstehen. Ein Auffangbecken dafür ist schon in Arbeit.

Schließlich fällt in der Farbenfabrik ja auch mal Schrott an, dieser soll in einem Bansen am Rande des Firmengeländes gesammelt werden. Auch hier steht schon mal die Grundstruktur.

Bevor ich's vergesse: der neue Flux-Kompensator (in diesem Fall das Modell "Tandem", wie man deutlich erkennen kann) wurde nach jahrelangem Warten endlich von der Firma "Colonel Electric" geliefert. Jetzt kann der Produktionsausstoß der Farben AG signifikant gesteigert werden!

Flux-Kompensator by *schmiedi*, auf Flickr

Das war das Update für heute...

Viele Grüße und einen schönen Abend,
Dieter


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#65 von schmiedi , 22.09.2015 00:38

Hallo zusammen,

nachdem ich in der letzten Zeit beim Anlagenbau doch recht faul war und deshalb nur kleine Fortschritte zu vermelden sind, hat mich heute die Lust überkommen, mal wieder meine Blitzgeräte und Stative aus dem Schrank zu holen. Bisher hatte ich ja für die Fotos fast immer nur die Anlagenbeleuchtung benutzt, aber es war einfach an der Zeit, andere Beleuchtungsvarianten auszuprobieren. Allerdings mußte ich feststellen, daß der Platz für die Ausrüstung doch sehr beschränkt ist. Mit den beiden folgenden Versuchen bin ich erstmal ganz zufrieden, auch wenn sich offensichtlich beim ersten Bild Streulicht eingeschlichen hat und die Balance noch nicht ganz stimmig ist.

Warten in Friedrichshain by *schmiedi*, auf Flickr

Warten in Steinen by *schmiedi*, auf Flickr

Jetzt ruft aber das Bett...

Wünsche allseits eine angenehme Nachtruhe!
Dieter


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#66 von SpaceRambler , 22.09.2015 09:27

Hallo Dieter, ich finde, dass Dir sehr schöne Aufnahmen gelungen sind. Mir gefällt die Atmosphäre, die sie einfangen, ausgezeichnet.

Danke übrigens für die sehr instruktive Beschreibung des Wagen- und Frachtkarten-Systems. Das ist wieder einmal bestes Denkfutter zu dem Thema

Grüße, Randolf



mein Epoche2-Trennungsbf. "Mühlfeld im Wald" (TC8 Gold) (Link: Bild klicken)
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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#67 von schaerra , 22.09.2015 12:06

Hallo Dieter,

bin absolut begeistert von Deinem Werk!
Habe bisher zwar nur die Bilder geguckt - werde mich aber nun auch durch den Text wühlen.
Das Wagenkartensystem ist ebenfalls Super gemacht!


freundliche Grüsse
Helmut Fritz

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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#68 von Bernd der Baumeister , 22.09.2015 15:52

Hallo Dieter,

bin gerade über deinen Thread gestolpert und bin begeistert von deiner Anlage.

Auch das Wagenkartenspiel finde ich sehr interessant.

Werde weiter reinschauen!

Grüße


Bernd

Meine Anlage Neustadt a.d. Sand, schaut doch mal in den 70ern vorbei (Bild klicken):



"Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und wirksam durch Beispiele"; Seneca


 
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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#69 von Andy_1970 , 22.09.2015 16:50

Hallo Dieter,
bisher hatte ich bei Deinen Anlagenbildern von der Ausstrahlung her ganz klare Favoriten: Die schwarzweißen Aufnahmen.
Wenn ich mir vor allem das erste Bild Deines "Gewitter-Beitrages" anschaue, ist dieses jetzt auch in meinen Favoriten-Kreis Deiner Anlagen-Bilder aufgenommen worden!
Hier interessieren mich natürlich auch die fototechnischen Details.


Viele Grüße
Andy

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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#70 von migru , 22.09.2015 20:32

Hallo,

die Plane über dem Flux-Kompensator finde ich sehr gelungen.

cu

Michael


migru  
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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#71 von schmiedi , 22.09.2015 21:49

Hallo zusammen,

erstmal wie üblich die Post:

Zitat von SpaceRambler

Danke übrigens für die sehr instruktive Beschreibung des Wagen- und Frachtkarten-Systems. Das ist wieder einmal bestes Denkfutter zu dem Thema



Hallo Randolf,
freut mich, wenn ich Denkanstöße geben kann und es der Entscheidungsfindung dient. Mir jedenfalls macht der Betrieb so viel mehr Spaß, da vergißt man zu leicht das Bauen. Und wenn man dann noch die Kamera in die Hand nimmt, kommt man zu rein gar nichts mehr

Hallo Helmut, hallo Fritz,
willkommen hier in Steinen und Umgebung, freut mich sehr, daß es euch hier gefällt! Vielleicht gibt es ja schon sehr bald neue Motive zu sehen

Zitat von Andy_1970
Hallo Dieter,
bisher hatte ich bei Deinen Anlagenbildern von der Ausstrahlung her ganz klare Favoriten: Die schwarzweißen Aufnahmen.
Wenn ich mir vor allem das erste Bild Deines "Gewitter-Beitrages" anschaue, ist dieses jetzt auch in meinen Favoriten-Kreis Deiner Anlagen-Bilder aufgenommen worden!
Hier interessieren mich natürlich auch die fototechnischen Details.



Hallo Andy,
neue Favoriten? Find ich gut Prima, daß ich Deinen Geschmack getroffen habe. Was die S/W-Aufnahmen angeht, ein weiteres Bild hatte ich bereits fertig, als Du geschrieben hast, dazu aber später mehr. Denn jetzt wird es erstmal (foto-) technisch zum Thema "Blitzen", ich hoffe, nicht zu sehr...

Ich muß vorausschicken, daß die Bilder komplett im manuellen Modus entstanden sind, d.h. zur Belichtungsmessung wird nur das Kameradisplay, besonders das Histogramm benutzt. Angeeignet habe ich mir das Verfahren praktisch ausschließlich aus dem Internet, mit weitem Abstand die wichtigste Informationsquelle war dabei http://www.strobist.com (englisch). Ohne "trial and error" geht hier aber nichts. Die Methode ist nur eine von vielen möglichen, letztendlich ist Licht immer Licht, gleichgültig, ob es 10 oder 1/1000s leuchtet. Dauerlicht ist natürlich einfacher handzuhaben als Blitzlicht, da die Wirkung beurteilt werden kann. Wie üblich gibt es auch bei den verschiedenen Spielarten jeweils Vor- und Nachteile. Und dies ist bestimmt nicht der richtige Platz für eine erschöpfende Diskussion.

Als Beispiel nehmen wird dieses Bild:

Warten in Steinen by *schmiedi*, auf Flickr

Benutzt habe ich drei Blitzgeräte, es handelt sich um sehr preisgünstige Aufsteckblitze aus China (Yongnuo), also keine Studioblitzgeräte mit Einstell-Licht oder ähnlichen Features. Man kann also nicht von vornherein sehen, was passiert, daher kann etwas Erfahrung nicht schaden, trotzdem erlebt man immer wieder Überraschungen.

Die Blitzgeräte werden mit Blitzhaltern und ebenfalls von Yongnuo stammenden Funk-Blitzauslösern an den Leuchtenstativen befestigt. Auf die Kamera kommt der passende Sender, darunter natürlich ein Stativ, alle Geräte werden eingeschaltet, an der Kamera wird für den ersten Test f/11, 1/160s und ISO 200 eingestellt (das ist für mich ein guter Startwert, die Anlagenbeleuchtung hat damit später keinen Einfluß auf das Licht). Manueller Weißabgleich, Bildstabilisator aus, manuelle Scharfstellung. Ganz wichtig: Streulichtblende, ggf. noch Karton o.ä. zum Abschatten des Objektivs bereithalten.

Nun kommen die "Lichtformer" ins Spiel. Ich benutze gerne Durchlichtschirme mit einem Durchmesser von 1m, sie sind recht günstig und sehr platzsparend zu transportieren. Zwei Schirme habe ich so eingerichtet, daß sie den Motivbereich einigermaßen gut abdecken, d.h. einer befindet sich etwa in Höhe des Stellwerks, der andere etwas links und hinter der Kamera. Zwischen beiden Schirmen ist ca. ein Meter Abstand. Idee ist, dabei eine weiche Grundbeleuchtung zu erzeugen, die so etwas wie leicht diffuses Sonnenlicht erzeugt, also ganz ähnlich wie eine "herkömmliche" Anlagenbeleuchtung. Die Schirme stehen dabei ca. im 45-Grad-Winkel über der Anlage, parallel zum Rand. Bei den Blitzgeräten habe ich die Weitwinkeldiffusoren benutzt, um die Schirme möglicht großflächig zu nutzen. Über die Leistungseinstellung der Blitzgeräte und den Abstand der Schirme wird die Belichtung jetzt so geregelt, daß der Bildbereich möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet, aber das Histogramm noch nicht "am Anschlag" ist - also etwas unterbelichten. Die Helligkeit der Schatten kann hier schon vorbestimmt werden. Letztendlich ist das aber eine Geschmacksfrage. Wie gesagt - keine Automatik, deshalb sind Testaufnahmen notwendig.

Schließlich kommt noch das Hauptlicht - quasi die Sonne - dazu. Hier habe ich mich für eine sogenannte Schirmsoftbox von 60cm Durchmesser entschieden. Sie befindet sich zwischen den beiden Durchlichtschirmen in einer ähnlichen Position, aber etwas in Richtung Kamera gedreht. Auch hier gilt es wieder, durch entsprechende Leistungseinstellung und den Abstand die Belichtung zu regeln. Ziel ist hierbei, das Histogramm möglichst weit nach rechts zu schieben, aber keinesfalls überzubelichten. Ggf. kann noch weiter mit Blende, Leistungseinstellung und Abstand der Blitze feingetunt werden.

Das war im Grunde genommen auch schon alles, wenn auch verkürzt und ohne Details am Rande.

Halt! Aufgrund von Kamera- und Lichtposition hatte ich mit Streulicht zu kämpfen, deshalb habe ich so gut wie möglich versucht, das Objektiv mit einem schwarzen Schaumstoff (lag gerade in der Baustelle herum) abzuschatten.

Das erste Bild meines vorherigen Posts ist übrigens mit einem "nackten" Blitz als Hauptlicht gemacht, deshalb sind die Schatten härter als bei der 2. Variante.

Hier noch zur Illustration das dazugehörige Setup-Bild:

Setup by *schmiedi*, auf Flickr

Soweit zu dem Thema...

Für alle die, die so lange durchgehalten haben, kommt noch ein Dachbodenfund, ein gewisse "Tante Frieda" hat die fragliche Postkarte geschickt, keine Ahnung, wer das sein soll. Die Schrift ist ziemlich ausgeblichen, kaum noch zu entziffern. Na jedenfalls wurde die Karte 1970 gestempelt, soviel ist noch erkennbar, das Foto selber könnte noch älter sein:

Postkarte von Tante Frieda by *schmiedi*, auf Flickr

Eigentlich wollte ich noch ein Bild posten, aber so langsam brauche ich ein wenig Entspannung vom Schreiben...

In diesem Sinne allseits einen schönen Abend!
Dieter


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#72 von trillano , 22.09.2015 22:38

Hallo Dieter,
lang lebe Tante Frieda!
Und danke für die Fototips!


Mit besten Grüßen
Alexander


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#73 von schmiedi , 24.09.2015 17:44

Hallo zusammen,

erstmal Danke an die beiden Kommentatoren Alexander und Michael. Über positives Feedback bin ich natürlich immer sehr erfreut...

Nach langem Zögern habe ich mich jetzt doch endlich dazu durchgerugen, meinen Fliegenklatschen-Begraser in Verbindung mit etwas längeren Fasern (5-6mm) auszuprobieren. Die Gleiszwischenräume in Friedrichshain waren einfach fällig, Golfplatzrasen zwischen den Gleisen geht gar nicht. Das Ergebnis könnte m.E. ganz gut in die Gegenwart passen, in meinen bevorzugten Epochen III/IV steht die Ankunft des Unkrautvernichtungszugs offenbar kurz bevor

Vorm Stellwerk:

Wildwuchs I by *schmiedi*, auf Flickr

Zwischen Ladestraße und Güterschuppen:

Wildwuchs II by *schmiedi*, auf Flickr

Und schließlich vorm Schüttbahnsteig:

Wildwuchs III by *schmiedi*, auf Flickr

In Steinen werde ich mich aber etwas beschränken, da werden wohl nur vereinzelte Büschel gepflanzt...

Viele Grüße,
Dieter


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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#74 von 280 006 , 24.09.2015 18:30

Hallo Dieter,

eine wunderschöne Anlage hast Du da! Gefällt mir sehr gut!
Besonders aufmerksam habe ich Deinen Beitrag zur Fototechnik durch gelesen. Sehr interessant.
Mit Blitzgeräten stehe ich etwas auf Kriegsfuß. Ich kann das Licht schlecht einschätzen. Deshalb arbeite ich gerne mit Fotolampen. Wie Du richtig schreibst, kann man damit die Beleuchtung schon sehen und beurteilen.
Wenn ich Deine Blitzschirme sehe, nehmen die auch viel Platz weg. Das ist auch mein Hauptproblem: Wie und wo stelle ich die Lampen hin und das Fotostativ. Viele neue Motive gäbe es da noch, aber wie platziere ich die Kamera? Ich habe auch schon über eine Stellage nachgedacht, die man über die Anlage fahren kann. Weiß aber noch nicht genau wie.

Sehr gut gefallen mir auch Deine Stimmungsaufnahmen am Abend und die Morgenaufnahme. Machst Du dieses extreme Seitenlicht auch mit Blitz?

Schöne Grüße
Peter


...mit fränkischen Grüßen
Peter

Meine Anlage: 3x Oberfranken viewtopic.php?f=64&t=127929


 
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RE: Rund um Steinen - Schwarzbuntes

#75 von schmiedi , 24.09.2015 19:54

Hallo Peter,

Dein Kommentar

Zitat von 280 006
Hallo Dieter,

eine wunderschöne Anlage hast Du da! Gefällt mir sehr gut!
Besonders aufmerksam habe ich Deinen Beitrag zur Fototechnik durch gelesen. Sehr interessant.
Mit Blitzgeräten stehe ich etwas auf Kriegsfuß. Ich kann das Licht schlecht einschätzen. Deshalb arbeite ich gerne mit Fotolampen. Wie Du richtig schreibst, kann man damit die Beleuchtung schon sehen und beurteilen.
Wenn ich Deine Blitzschirme sehe, nehmen die auch viel Platz weg. Das ist auch mein Hauptproblem: Wie und wo stelle ich die Lampen hin und das Fotostativ. Viele neue Motive gäbe es da noch, aber wie platziere ich die Kamera? Ich habe auch schon über eine Stellage nachgedacht, die man über die Anlage fahren kann. Weiß aber noch nicht genau wie.

Sehr gut gefallen mir auch Deine Stimmungsaufnahmen am Abend und die Morgenaufnahme. Machst Du dieses extreme Seitenlicht auch mit Blitz?

Schöne Grüße
Peter



erfordert wohl eine etwas längere Antwort...

Erstmal vielen Dank für das Riesen-Kompliment, das motiviert mich sehr. Allerdings sind ja nur einige Stellen vorzeigbar, viel ist noch im Rohbaustadium. Ohne die entsprechenden Bildausschnitte würde sich die Einschätzung bestimmt ändern...

Aber zu den Fotothemen:

Geblitzt wird bei mir auch nur in Ausnahmefällen. Normalerweise entstehen die Bilder mit der Anlagenbeleuchtung, vielleicht noch mit einem kleinen Aufheller für die Schatten. Fotolampen besitze ich nicht, ich weiß auch nicht, wie sie sich mit der vorhandenen Beleuchtung vertragen würden (Lichtfarbe). Deshalb werde ich mir die Anschaffung auch sparen.

Für die Positionierung der Lampen gibt es ja Galgenstative bzw. entsprechende Ausleger. Vielleicht wäre das ja eine Lösung für Dein Problem? Ähnlich funktionierende Kamerastative gibt es ja auch. Je nach Kamera kann man auch ein "Gorillapod" benutzen oder eine Klammer mit Kugelkopf. Bei einer unempfindlichen Oberfläche geht auch ein Beanbag - einfach ein mit Bohnen o.ä. gefüllter Beutel.

Sollte Dein Raum eine weiße Decke oder weiße Wände haben, kannst Du auch das Licht indirekt einsetzen. Ich habe z.B. mal eine Dialeinwand benutzt. Oder ein weißes Bettlaken, das hängt von der Raumsituation ab.

Du hast richtig vermutet, die Bilder mit "tiefstehender Sonne" sind geblitzt. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich die Grundbeleuchtung wie oben beschrieben gemacht. Die Sonne ist hier ein Blitzgerät mit einem "Grid Spot", einem Wabenvorsatz, der das Licht auf ein "Bündel" verengt. Die unterschiedlichen Lichtfarben entstehen durch Filterfolien, für die Grundbeleuchtung habe ich ein mittleres Blau benutzt und für die Sonne Orange. Bei Weißabgleich "Blitz" stellt sich der gewünschte Effekt ein.

Der große Vorteil der kleinen Blitzgeräte gegenüber Studioblitzen und auch Fotolampen besteht darin, daß das Zubehör klein und günstig zu haben ist. Der Grid Spot hat vielleicht 10 Euro gekostet, ein Satz Filterfolien für 5 Blitzgeräte (Blau, Orange, Grün, Grau in je 3 verschiedenen Dichten) war auch nicht viel teurer. Andere Lösungen gehen da mehr ins Geld...

Dummerweise gibt es aber beim Blitzen Leistungsgrenzen. Gerade im Nahbereich braucht man ja viel Licht für die notwendige Abblendung, da ist dann schnell Schluß. Blende 14 bei ISO 100 ist schon grenzwertig. Bei Dauerlicht kann man ja einfach länger belichten...

Ich hoffe, damit konnte ich Deine Fragen zumindest im Ansatz beantworten, ansonsten ist Nachbohren nicht verboten

Viele Grüße,
Dieter


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