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RE: Erste Erfahrungen - Neubau K-Gleis

#1 von oliwel , 29.12.2015 21:50

Hallo Stummies,

nachdem ich mich nun seit einigen Monaten vorwiegend lesend und fragend hier bewege, möchte ich heute einen kleinen Erfahrungsbericht beitragen. So sieht der aktuelle Plan aus, ich baue in Spantenbauweise mit dem Märklin K-Gleis.



Holzart

Die Grundfläche besteht aus acht Rahmen-Segmenten, der äußere Rahmen ist aus 10cm Massivholz, die innere Lattung ist 8cm hoch. Der reguläre Spantenabstand beträgt 35 bis 45cm und jedes Element steht auf vier höhenverstellbaren Füßen (IKEA OLOV). Die Rahmenoberkante ist 95cm über Fußboden, damit passen zwei Umzugskartons unter die Anlage

Der gesamte Aufbau, also Spanten und Trassen, sind aus 10mm Pappelsperrholz (5 Lagen) - in der Diskussion war auch Birke sowie andere Stärken.

Bisher habe ich nur positive Erfahrungen mit dieser Wahl gemacht:

  • Der Durchhang der Trasse ist auch bei 45cm Spannweite mit meinem Testzug noch akzeptabel (gußeiserne alte V200 mit zwei alten Metall-Waggons)
  • Bearbeitung - auch Nachbesserungen an bereits montierten Spanten - ist sehr einfach
  • Stabil - man kann problemlos auf dem Rahmen klettern


Trassenbau

Am Anfang hatte ich versucht möglichst lange/große Trassenstücke zu bauen da ich Angst vor den Plattenstößen hatte - das hat sich in doppelter Hinsicht als schlechte Idee erwiesen. Erstens bekommt man ein großes Trassenbrett das nicht gerade verläuft nicht mehr in die vorgefertigen Ausschnitte der Spanten und mit der Größe des Bauteils steigt der Fehler beim Konstruieren. Ich bin jetzt dazu übergegangen die Teile max. über drei Spanten zu spannen und an den Stößen einfach ein Stück Holz unterzuleimen.

Nach der ersten Probefahrt musste ich leider feststellen das ich beim Lesen der NEM und meinen Berechnungen ein paar Millimeter daneben lag - ich hatte die Ausschnitte mit einer Höhe von 80mm angelegt, mit 10mm Brett, 3mm Kork und dem K-Gleis bleiben dann teils nichtmal die 65mm die laut NEM bei minimaler Fardrahtlage nötig sind. Da ich keinen Draht im Untergrund verlegen wollte, ist der Planmit fixierten Panthos zu fahren - dafür reichen die verbliebenen ca. 65mm bei weitem nicht aus, so dass ich alle schon montierten Spanten nacharbeiten musste.

Gleisbau

Ich habe mich durch Beiträge hier im Forum für Gummikork als Gleisunterbau entschieden - damit habe ich leider nicht nur gut Erfahrungen gemacht.

Ich hatte zuerst 1x1m Korkplatten in verschiedenen Stärken als Muster bestellt, das Material lies sich gut verarbeiten, macht aber mehr Arbeit wie reiner Kork. Ich habe mich dann für 3mm entschieden und eine 10m Rolle bestellt - leider ist der Kork auf der Rolle wesentlich gröber bzw. hat einen höheren Gummi-Anteil. Dadurch ist das Schneiden noch schwieriger, Versuche mit einem auf 45 Grad angewinkelten Skalpell waren ein totaler Reinfall. Mit einem Cuttermesser und einer Alu-Leiste muss man für ein 50cm Stück 3 oder 4 mal ansetzen, da man die Leiste fest auf den Kork pressen muss. Tut man das nicht, "zieht" sich der Gummi und der Schnitt wird so richtig schief.

Verklebt habe ich die Korkbettung mit Kork-Kleber (Latex-Acrylat) - wenn man wie auf der Dose angegeben einen Spachtel nimmt, ist der Verbrauch an Kleber sehr hoch und man hat eine riesige Sauerei - fast ohne Klecksen geht es mit einem 25mm Flachpinsel, dünn aufgetragen ist der Kleber in ca. 20 Minuten soweit abgetrocknet das man kleben kann, nach weiteren 20 Minuten ist alles soweit trocken das man ohne schmutzige Finger weiterarbeiten kann,

Der Gummikork ist für die auftretenden "Modellbahnlasten" druckfest, aufpassen sollte man aber beim Bau - nach dem Fixieren einer Trasse mit einer Schraubzwinge hatte ich einen ca 0.5mm tiefen Abdruck der auch nach mehreren Tagen nicht mehr verschwand.

Befestigt habe ich die Gleise mit Nägeln und dem Nagel-Werkzeug von Peter Post - klappt (mit dem Pappel-Sperrholz) auch ohne Hammer und Co mit reiner Muskelkraft.

Nachdem ich bisher nur Testfahrten auf ein paar Metern gemacht habe, kann ich zu dem "Dauerthema" Schallisolierung nichts sagen - Nägel sollen da ja Gift sein, aber ich wollte die Gleise nicht kleben.

Ich hoffe das hilft anderen Anfängern bei der Bewertung der möglichen Optionen.

Oli


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RE: Erste Erfahrungen - Neubau K-Gleis

#2 von Bahnmen ( gelöscht ) , 04.01.2016 23:51

Hallo Oli,

ja ich könnte mir vorstellen, das das festnageln ehr kontraproduktiv ist. Auch bei der besten Korkbettung. Warum klebst du die Gleise nicht? Ich denke mal, das du die K-Gleise an den sichtbaren Stellen einschottern möchtest, dann könntest du die Nägel wieder rausziehen. Solltest du einschottern, nimm anstatt Wasser/Leim/Spüli- Mischung besser elastischen Schotterkleber aus dem Fachhandel, der macht die Trasse nochmal zusätzlich leiser.
Ich hab auf meiner Anlage übrigens Selitac Trittschalldämmung mit Montagekleber verwendet, die Gleise mit Heißkleber geklebt und Wasser/Leim Mischung verwendet, allerdings bei dem C-Gleis.
So hat jeder seine Methoden

Ich bin auf deine Baufortschritte gespannt, sieht ja bisher robust aus. Bis denne


Bahnmen

RE: Erste Erfahrungen - Neubau K-Gleis

#3 von BR 182 - 2015 , 05.01.2016 06:04

Hallo,
also ich würde die Gleise Festschrauben, auch wenn es etwas Länger dauert, habe meine Gleise auch
Fest geschraubt.
Bohre immer mit einen 1,5 mm Bohrer die Löcher vor


Viel Spaß mit eure MoBa
Grüße aus Berlin
Burgi


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https://www.youtube.com/channel/UC-tanEC...3jWAd7PA/videos


 
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RE: Erste Erfahrungen - Neubau K-Gleis

#4 von oliwel , 05.01.2016 09:18

Hallo Didi,

ganz ehrlich - ich kriege schon immer die Krise wenn ich mit diesem Latex-Kleber Gemisch die Korkbettung aufkleben muss. Ich hab das Kleben der Gleise an einem Stück probiert und war auch da vom Handling nicht begeistert, v.a. bin ich gerade bei den Flexgleisen ein "iterativer" Bauer, d.h. die werden gerne nochmal korrigiert weil Sie nicht gerade lagen und das geht mit Kleber schlichtweg nicht. Und zum Schall: Ich habe mit Märklin (bzw. Primex) M-Gleisen auf Spanplatte angefangen, DAS ist laut - ich bin Spielbahner und will meine Züge fahren hören

@Burgi: Geschraubt hatte ich auf der letzten Anlage - jede zweite Schraube ist mir abgerissen oder ausgedreht, allerdings habe ich da nicht vorgebohrt. Ich seh bei einer privaten Spielanlage die ein paar Betriebsstunden im Jahr hat auch keine Vorteil beim Schrauben, soviel Vibrationen das mir die Nägel rausfallen werden es da hoffentlich nicht sein - im MiWuLa ist das sicherlich was anderes.

Oli


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