RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#1 von Brownie ( gelöscht ) , 24.11.2016 10:06

Moin,

ich habe vor, meinen noch recht bescheidenen Lokfuhrpark langsam etwas zu erweitern, wobei ich gern eine gebrauchte analoge Schlepptenderlok anschaffen würde.

Eine bestimmte BR ist nicht festgelegt, da warte ich mal ab, was mir so vom Zustand in die Hände fällt bzw. welche Empfehlungen Ihr eventuell habt:

Da ich bisher noch keine Schlepptenderlok in N hatte und demnächst einige Börsen in der Umgebung anstehen, stellen sich mir einige Fragen :

- Sollte man eher ein Modell mit dem Antrieb im Tender oder im Kessel wählen ?

- Ich möchte die Lok dann auf DCC + Sound umrüsten, welche Antriebsart ist da allein schon aus Platzgründen besser (Eure eigenen Erfahrungen?) ?

- Von welchen Modellen sollte man dann eher die Finger lassen bzw. könnt Ihr besonders gut geeignete Modelle empfehlen ?


Wäre schön, wenn Ihr ein paar Tipps für mich habt.


Brownie

RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#2 von 8erberg , 24.11.2016 11:06

Hallo,

es gibt inzwischen recht kleine Sounddecoder (z.B. http://doehler-haass.de/cms/pages/produk...ystem/sd10a.php ), dennoch gibt es oft genug Probleme den Lautsprecher noch unterbringen zu müssen. Wenn der Platz begrenzt ist kann man auch einen kleineren Lokdecoder mit einem Soundmodul verbinden.
Einfacher ist es meist wenn der Motor in der Lok sitzt, da hat man dann im Tender Platz für den Decoder/Lautsprecher.

Bei Schlepptenderloks stellt sich natürlich die Frage was sie "ziehen" soll, ne BR 50 vor einem Schnellzug wirkt irgendwie unpassend, obwohl es auch sowas gab.

Peter


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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#3 von Brownie ( gelöscht ) , 24.11.2016 11:43

Zitat von 8erberg

es gibt inzwischen recht kleine Sounddecoder (z.B. http://doehler-haass.de/cms/pages/produk...ystem/sd10a.php ), dennoch gibt es oft genug Probleme den Lautsprecher noch unterbringen zu müssen. Wenn der Platz begrenzt ist kann man auch einen kleineren Lokdecoder mit einem Soundmodul verbinden.
Einfacher ist es meist wenn der Motor in der Lok sitzt, da hat man dann im Tender Platz für den Decoder/Lautsprecher.



Ich habe eine ECoS 50200 von ESU und bin daher im Moment decodermässig mental beim ESU LokSound micro V4.0
Klar, DCC sollte DCC sein, aber ESU mit ESU sollte problemlos funzen, oder denke ich da zu eng?

Zitat von 8erberg

Bei Schlepptenderloks stellt sich natürlich die Frage was sie "ziehen" soll, ne BR 50 vor einem Schnellzug wirkt irgendwie unpassend, obwohl es auch sowas gab.



In die Richtung tendiere ich auch, BR 50, BR 41, oder evtl. sogar BR 38.

Die Lok soll vorhandene "alte" (grüne) Personenwagen aus der Epoche III ziehen und hauptsächlich den Pendelverkehr zwischen HBF und NBF der beiden mittelalterlichen Stadtteile bedienen, das sollte passen.
Wobei ich sagen muss, dass ich in dieser Richtung schon eine weitgehend stimmige Anlage aufbauen möchte, es aber nicht in allen Details soooo eng sehe. So gibt es z.B. jetzt eine neue Gravita 10 BB, keine Ahnung, wie die da hingekommen ist, müssen wohl Kirk und Spock auf einer Zeitreise da vergessen haben.


Das "Hauptproblem", welches meine Frage auslöste, war aber, welche Lokmodelle eignen sich gut für mein Vorhaben und von welchen sollte man die Finger lassen, weil sie irgendwelche anderen, bekannten Probleme hatten.


Brownie

RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#4 von 8erberg , 24.11.2016 12:39

Hallo,

na ja, die DH-Decoder sind qualitativ min. mit den ESU auf Augenhöhe, eher besser...

An BR 50 und 38 gibt es gute Exemplare von Fleischmann, mit Motor im Tender, also Gefummel für Sound.
Die BR 41 von Minitrix, eine sehr gute Lokkonstruktion, hat auch den Motor im Tender.

Also wäre besser geeigent die "analogen Versionen" von BR 50 und 38 von Trix, dort ist jeweils im Tender genug Platz für ein Lautsprecher und einen Sounddecoder, Arnolds alte 41er hat auch den Motor "vorne" in der Lok, also Platz im Tender.

Die 3-pol-Motoren laufen mit den DH-Decodern tadellos. Man erkennt sie nicht wieder.

Peter


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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#5 von Brownie ( gelöscht ) , 24.11.2016 13:00

Schon mal Danke, Peter !

Auf genau solche Tipps hatte ich gehofft.


Brownie

RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#6 von 1001-digital , 24.11.2016 13:37

Hallo Dietmar,
solche Umbauten sind ein Steckenpferd von mir, man bekommt in die kleinen N-Loks erstaunlich viel rein.

So ganz pauschal kann man sagen, dass Loks mit Motor in der Lok relativ einfach umzubauen gehen, da der Tender dann normalerweise leer ist und für Decoder und LS zur Verfügung steht. Fahrzeuge mit Tenderantrieb gehen dann umzubauen, wenn der Decoder in den Kessel passt, es sollte dann also eher was größeres sein. Der Lautsprecher kommt ins Führerhaus. Bei einer 38 dürfte der Durchmesser z.B. knapp sein, da geht vielleicht nur ein Tran-Decoder rein. BR50 und 52 dagegen bieten ausreichend Platz für einen Zimo MX649 oder D&H SD10A. Momentan baue ich an einer BR23, auch da passt der Zimo. Ganz schlecht sind dagegen Loks mit Motor im Tender und Antrieb in der Lok. Dort ist nur wenig Platz für den Decoder und der Kardan verbaut das Führerhaus, so dass da kein Lautsprecher rein kann.

Decoderauswahl: Ich verbaue Zimo, wann immer es geht, da es dort erheblich mehr Auswahl an Soundprojekten gibt als bei D&H und der Sound selber einfach genial klingt. Da kommt D&H leider nicht ganz ran, zumal der Sound dort auch nicht lastabhängig ist. Dafür ist D&H deutlich günstiger und ein bisschen kleiner. Wo Zimo nicht passt verbaue ich Tran, allerdings ist das meist nur bei Tenderloks der Fall.

Ein paar Beispiele meiner Umbauten findest du hier:
https://www.1001-digital.de/pages/bastel...ndeinbauten.php

Viele Grüße
Carsten


 
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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#7 von Brownie ( gelöscht ) , 24.11.2016 15:48

@1001-digital

Ah, ja, auf Deinen Seiten habe ich schon gestöbert, dort sieht auch alles gaaanz einfach aus.
Danke für Deine Infos und natürlich noch mal für die davor.

Ich werde dann also nach einer Lok mit "leerem" Tender suchen.

@1001-digital + @eisenbahnhobby

Bei den verschiedenen Herstellern der Decoder habe ich natürlich auch schon mal etwas gesichtet, aber so lange man noch nicht genau weiß, wofür man den Decoder dann braucht, ist das noch recht theoretisch. Wenn ich dann mal eine Lok gefunden haben sollte und diese zerlegt und vermessen ist, kann ich dann genauer schauen. Jedenfalls bin ich bis jetzt auf dem (angelesenen) Stand, dass wohl ESU und Zimo zu den besseren gehören, abhängig von Einsatzort und Soundprojekt.


Brownie

RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#8 von 1001-digital , 24.11.2016 19:22

Hallo Dietmar,
um festzustellen, ob es dir eher leicht oder schwer fällt wirst du nicht drum herum kommen, es einfach mal zu testen. Wenn du eine Lok mit leerem Tender nimmst, sollte das kein größeres Problem werden. Schwierig sind dann Loks, wo Platzmangel herrscht oder das Führen der Kabel etwas heikel wird. Meist geht das noch, solange sie lang genug sind, aber man will ja keine 10 cm Strippe irgendwohin stopfen...

Viele Grüße
Carsten


 
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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#9 von 8erberg , 25.11.2016 17:24

Hallo,

na ja, es wird viel erzählt, wer mal die neuen Soundprojekte für die DH-Decoder gehört hat wird schnell leiser...

Egal. Es gibt Leute die WOLLEN sich ja auch nix anderes anguggen bzw. anhören.

Peter


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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#10 von Brownie ( gelöscht ) , 25.11.2016 19:32

Zitat von 1001-digital
Hallo Dietmar,
um festzustellen, ob es dir eher leicht oder schwer fällt wirst du nicht drum herum kommen, es einfach mal zu testen. ....

Viele Grüße
Carsten



Das werde ich tun, bin auch grundsätzlich in solchen Basteleien nicht ganz unbedarft. Vernünftiges Equipment ist dafür auch vorhanden.

Habe mir heute gerade überlegt, erst mal meine alte BR 221 umzurüsten, genau diese Umrüstung hast Du auch schon dokumentiert. Werde mich daran mal orientieren.


Brownie

RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#11 von 1001-digital , 25.11.2016 19:55

Hallo Dietmar,
meinst du die V200? Die ist aber für einen Soundumbau nicht so geeignet, der Motor steht in der Lok hochkant und verbaut den Platz für den Lautsprecher.

Übrigens gibt es für die Lok von Arnold Hübsch auch Tauschplatinen mit NEM651-Schnittstelle und LED-Licht. Das würde die Umrüstung nochmal deutlich vereinfachen.

Hallo Peter,
ich habe beinahe täglich (Sound-) Decoder beider Hersteller in der Hand und dadurch auch den direkten Vergleich. Was genau soll der Anwurf also? Ist ja schön, dass du deinen Haus- und Hoflieferanten gefunden hast und die D&H-Decoder haben zweifellos ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, dennoch können andere manche Dinge einfach besser.

Viele Grüße
Carsten

Edit: Typo


 
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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#12 von TheK , 26.11.2016 02:27

Der Einbau eines Sounddecoders in eine Dampflok ist immer mit Gefummel verbunden, weil man eigentlich nie viel Platz hat. Ein komplett leerer Tender wäre gut aber in der Praxis trifft man diese Eigenschaft aber nur bei einigen sehr alten Trix-Konstruktionen (01, 24, 52, 17) an, die dann wieder so alt sind, dass man auch besser die Finger lässt. Der Carsten bekommt indes in so gut wie alles Sound rein

Alle Loks von Fleischmann sowie einige von Trix (03, 41) haben den Antrieb im Tender. Das gibt die hübschesten Loks, aber nicht immer die perfekte Zugkraft. Vor allem die 23 von Fleischmann ist als wirklich lausig ziehend verschrieen. Im Kessel sitzt hierbei zumeist nur ein herausnehmbares Gewicht. Neue Loks von Trix haben jetzt den Antrieb wieder in der Lok, der Tender ist aber mit jeder Menge Elektronik vollgestopft. Bei Arnold hat man gerne den Motor in den Tender und den Antrieb in die Lok gesetzt. Das gibt zum einen eine hässliche und anfällige Kardanwelle zwischen den Fahrzeugen und zum anderen bleibt so kaum irgendwo Platz. Total daneben geht die Idee bei der Baureihe 36 (ironischer Weise hatte Roco in H0 genau die gleiche Schnapsidee): Der Motor im vierachsigen Tender überträgt die Kraft auf die nur zwei riesigen Treibräder der federleichten Lok... Das Ergebnis ist die perfekte Vermeidung jedweder Zugkraft.

Für deine Aufgabe fällt mir Spontan ein Foto einer 38 mit vierachsigen preußischen Abteilwagen in Hamburg ein. Selbige gibt es einmal von Minitrix als sauteures All-Inclusive-Paket mit Lokantrieb und Sound und zum anderen von Fleischmann mit Antrieb im Tender und recht viel Platz im Kessel sowie in und unter (!) dem Führerhaus.

Bei der Baureihe 50 wären die Parameter ähnlich, wobei das eher eine Lok für Güterzüge wäre. Ansonsten fallen mir im Vorortverkehr eher Tenderloks ein (64, 74, 78, 86), da die Wege ja nicht so weit waren. Hast du ein Foto der angedachten Wagen?


Gruß Kai

Güterwagen in H0 aus allen Epochen zum Angucken.
Ep.3-Anlage in N zum Fahren.


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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#13 von wurzel ( gelöscht ) , 26.11.2016 10:47

Servus, dann werfe ich mal die BR 56 von Fleischmann in den Ring. Schöne Lok mir viel Zugkraft. Was den Platz angeht für Sound kann ich Dir aber nicht weiterhelfen. Die 01 von Fleischmann ist auch schön, für Schnellzüge geeignet. Sound passt hier auch rein, hab einen Esu drinnen mit ausreichender Schallkapsel. Dafür hab ich einiges vom Gewicht geopfert. Hir ar mir der Klang wichtiger als die Zugkraft.
VG
Alex


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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#14 von 1001-digital , 26.11.2016 11:27

Hallo Alex,
die 56 hat einen ziemlich kleinen Kesseldurchmesser, da wird ein Zimo oder D&H eher nicht passen. Tran könnte gehen... Ich hab zwar keine 56 hier, nur eine 55, aber bei der könnte ich bei Bedarf gern mal prüfen wie es platzmäßig geht.

Viele Grüße
Carsten


 
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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#15 von Brownie ( gelöscht ) , 26.11.2016 13:14

Zitat von 1001-digital
Hallo Dietmar,
meinst du die V200? Die ist aber für einen Soundumbau nicht so geeignet, der Motor steht in der Lok hochkant und verbaut den Platz für den Lautsprecher.



Es ist eine V200 von Minitrix, Anfang der 90er neu gekauft. Der Motor dort liegt allerdings längs.
Im Nachbarforum ist der Umbau genau dieser Lok einmal bebildert worden.

Da die Lok innen zu 99% aus einem Druckgußblock besteht, könnte man dies auch ganz anders machen - die Betonung liegt auf KÖNNTE - : Unter der alten Hauptplatine für den Decoder frei fräsen und in dem kleinen Kästchen unter der Lok, wo die Schleiferplatine sitzt, sogar noch einen Lautsprecher unterbringen. Ich habe das mal vermessen und es ist für beides genug Luft vorhanden. Aber ob ich das wirklich so will, weiß ich noch nicht.

Gerade im Moment hadere ich sowieso etwas mit Sound :

Um mich überhaupt praktisch erst mal damit auseinander zu setzen, also selbst zu sehen (hören), wie das denn so ist und ich noch gar keine digitale Lok hatte, habe ich mir im Frühjahr beim Kauf meiner Zentrale gleich eine fertige Lok dazu gekauft. Die Wahl fiel auf die Brawa Gravita 10 BB. Die ersten beiden hatte ich zurück gesandt, die dritte lief dann sauber. Trotzdem muss ich feststellen, dass die Lok mit eingeschaltetem Sound deutlich empfindlicher auf eventuelle, kleinste Verschmutzungen reagiert als ohne. Auf Stellen, die sie ohne Sound sauber selbst in Fahrstufe 1 überkriecht, bleibt sie mit eingeschaltetem Sound nach einem kurzen krächzen manchmal stehen. Der Sound frisst wohl dem Motor den Strom weg.

Ist das ein grundsätzliches Problem beim Einsatz von Sound, oder ist speziell die Gravita da so empfindlich ?

Diesbezüglich habe ich mir da auch schon die Meinung gebildet, dass in eine Lok mit Sound grundsätzlich auch ein Power-Pack gehört.
Bei Spur N leider meist nicht machbar, da beneide ich dann die H0 Bahner.


Brownie

RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#16 von Brownie ( gelöscht ) , 26.11.2016 13:17

@Kai
@Alex
@Carsten

Danke, danke für die vielen Infos und Tipps. rost:
Muss ich mir mal in einer ruhigeren Stunde alles durchsehen und vergleichen.


Brownie

RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#17 von 1001-digital , 26.11.2016 21:52

Hallo Dietmar,
generell braucht Sound natürlich mehr Strom. Das von dir geschilderte Verhalten ist mir aber so extrem noch nicht aufgefallen. Leider kenne ich die Gravita nicht aus eigener Erfahrung, nach diversen Forenberichten soll die aber generell etwas anfällig in Sachen Stromabnahme sein. Erste Maßnahme wäre eine Radreinigung, das mache ich mit nem Glasfaserstift. Damit bekommt man auch eine evtl. vorhandene Brünierung runter.

Pufferspeicher macht bei Soundloks viel Sinn. Bei kleinen Aussetzern hat man schnell mal ein Knacksen im Ton und das trübt den Eindruck ungemein. Ich verbaue daher bei Bedarf auch Kondensatoren in den Loks, ich hab da Kerkos mit 100 µF.

Viele Grüße
Carsten


 
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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#18 von Ralf1968 , 27.11.2016 12:05

N Gude Dietmar,

ich habe mir mal deinen Tröd durch gelesen und bei mir stellt sich die Frage, ob du mittlerweile eine Lok gefunden hast?

Denn eine Alternative wollte ich dir noch aufzeigen, die so genannte Kriegslok, der legitime Nachfolger der BR 50, die BR 52 von Minitrix 12051.

Die hatte ich selbst mal, ist aber dann in die Bucht gegangen, als ich auf US-Material umgestellt habe.

Ich habe auch mal ein bischen gestöbert und dann diesen Umbau entdeckt

http://www.mtkb.de/Umbau/Tr_52Wan.htm

Die hat mächtig Platz im Tender, macht was her und war im Nachkriegsdeutschland überall daheim, egal ob vor nem Kohlenzug, oder einem Personenzug, eben ein echtes Arbeitstier

Viele Grüße & einen schönen 1. Advent aus Marburg
Ralf


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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#19 von Brownie ( gelöscht ) , 27.11.2016 18:25

Zitat von 1001-digital

Pufferspeicher macht bei Soundloks viel Sinn. Bei kleinen Aussetzern hat man schnell mal ein Knacksen im Ton und das trübt den Eindruck ungemein. Ich verbaue daher bei Bedarf auch Kondensatoren in den Loks, ich hab da Kerkos mit 100 µF.



Hallo Carsten,

genau das Knacksen ist ein häufiges Problem der Gravita, aber ich muss auch erst mal abwarten, da sie bisher erst einige Meter auf Teststrecken bewegt wurde, kann durchaus sein, dass sich das noch etwas gibt. Räder reinigen habe ich natürlich schon gemacht, eine Brünierung ist aber noch auf den Laufflächen.

An so einen Kondensator hatte ich auch schon gedacht, der würde sicherlich so 99% der ganzen Mini-Mini-Aussetzer ausbügeln. Allerdings wird es da bestimmt ein Platzproblem geben: Die Gravita war mein Favorit als Rangierlok, da ich sie speziell auch wegen der Laufgänge sehr ansprechend finde, wobei genau diese aber für das extrem kleine Innere verantwortlich sind. Man kann halt nicht alles haben.


Brownie

RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#20 von Brownie ( gelöscht ) , 27.11.2016 18:34

Zitat von Ralf1968

Denn eine Alternative wollte ich dir noch aufzeigen, die so genannte Kriegslok, der legitime Nachfolger der BR 50, die BR 52 von Minitrix 12051.
....
Ich habe auch mal ein bischen gestöbert und dann diesen Umbau entdeckt

http://www.mtkb.de/Umbau/Tr_52Wan.htm

Die hat mächtig Platz im Tender, macht was her und war im Nachkriegsdeutschland überall daheim, egal ob vor nem Kohlenzug, oder einem Personenzug, eben ein echtes Arbeitstier



Hallo Ralf,

ja, die Lok kenne ich natürlich und passt in mein Beuteschema, auch die Bilder vom Umbaubericht lassen den Schluß zu, das da noch locker ein Lautsprecher rein passt. Habe mal im Netz gestöbert und auch nicht wirklich Schlechtes über dieses Modell finden können.

Zur ersten Frage: Nein, nein, habe noch keine Lok. Bevor ich in der Bucht etc. schaue, will ich in den nächsten Wochen bis Weihnachten erst mal auf der einen oder anderen Börse hier in der Nähe schauen, die sind jedes Jahr hier und sind in der Regel diesbezüglich gut sortiert. Vor allem habe ich so etwas Filligranes gern erst mal in der Hand, bevor ich es kaufe.


Brownie

RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#21 von 1001-digital , 28.11.2016 08:29

Hallo Dietmar,
och, die Kondensatoren sind recht klein, nur 3,2 x 2,5 x 2,5 mm. Man bekommt die also auch ganz gut in kleinere Loks rein. Schau einfach mal, ob du irgendwo ein Eckchen findest.

Die Brünierung würde ich aber auf jeden Fall entfernen, die macht fast immer Probleme.

Die Trix-52 ließe sich zwar relativ einfach umbauen, aber die Lok ist nicht sehr schön. Da der Motor vorn sitzt hat Trix, wie so oft, das Ding viel zu groß und grob gebaut. Die Fleischmann sieht da sehr viel feiner aus, zieht allerdings nicht so gut. Mit etwas Reinigung und Auflastung schafft die aber auch genug. Den Umbau hab ich ja sogar schon dokumentiert, da hättest du also auch ne detaillierte Anleitung zur Verfügung.

Viele Grüße
Carsten


 
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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#22 von 8erberg , 29.11.2016 09:24

Hallo,

die Minitrix BR 52 war immerhin "Modell des Jahres".
1973...

Dennoch: sie fährt sehr gut. Viele GFN-Schlepptenderdampfer haben Probleme das im harten Alltagsbetrieb wegen Gewichtsmangel/verharztem Fett/Schmutz die Treibräder einfach stehenbleiben.
Gott sei Dank bin ich verschont davon, aber wer seine Anlage nicht abdecken kann oder eh ein Staubproblem hat sollte das im Hinterkopf haben.

Peter


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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#23 von 1001-digital , 29.11.2016 09:37

Hallo Peter,
Gewichtsmangel sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber in Bezug auf das Verharzen hast du leider Recht. Ich hatte mal eine BR78 hier, die war so fest, dass sich die Räder (mit ausgebautem Motor natürlich) nur mit roher Gewalt etwas bewegen ließen.

Das Problem lässt sich aber mit einem Bad in Waschbenzin gut lösen. Einfach die Lok in eine kleine Wanne stellen (am besten nur das Fahrwerk, wenns eine längere Behandlung werden muss) und bis über die Achsen Waschbenzin auffüllen. Ab und zu sollte man die Räder mal drehen. Wenn das Öl noch nicht oder nur leicht verharzt ist reicht es auch, wenn man nur etwas Waschbenzin (oder Feuerzeugbenzin, lässt sich besser dosieren) auf die Achsen träufelt und die Räder hin und her bewegt. Auf ein erneutes Abschmieren verzichte ich danach, lediglich die Zahnräder (falls vorhanden) bekommen etwas Fett.

Viele Grüße
Carsten


 
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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#24 von Ralf1968 , 29.11.2016 10:02

Zitat von 1001-digital

Das Problem lässt sich aber mit einem Bad in Waschbenzin gut lösen... Auf ein erneutes Abschmieren verzichte ich danach, lediglich die Zahnräder (falls vorhanden) bekommen etwas Fett.

Viele Grüße
Carsten



@ Carsten

Das mit dem Lösen ist ein gelöstes Problem, im wahrsten Sinne des Wortes, du hast scheinbar zuviel Geld
Ich hoffe, dir ist klar, dass du gerade von Benzin, ganz egal wie rein, sprichst???
Denn Benzin greift Kunststoffe massiv an, macht das Material porös, bzw. löst es an oder gar auf (siehe Wiking-Modelle)

Aus meiner Zeit als Nähmaschinenmechaniker, jede Besitzerin hatte ihr Maschine wenn se net lief munter mit NäMaÖl gefüttert, mit dem Resultat, dass irgendwann nix mehr ging. Das gleiche gilt für Loks en Miniature
In diesem Falle haben wir und auch ich privat immer Petroleum eingesetzt, das greift den Kunststoff net an, schmiert geringfügig, man kann die Maschine danach fetten und sie läuft wie "geschmiert"

Viele Grüße
Ralf


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RE: Schlepptenderlok Gebrauchtkauf : Fragen zu Antrieb, DC-Umbau, Modellempfehlung ???

#25 von 1001-digital , 29.11.2016 10:14

Hallo Ralf,
die Methode ist erprobt und ich habe auch vorher mal ein wenig mit alten, kaputten Gehäusen rumexperimentiert. Spröde geworden ist da gar nichts. Davon abgesehen lautete meine Empfehlung, möglichst nur das Fahrwerk "einzulegen". Bekanntlich besteht das aus Metall. Nur die Räder bzw. Radsterne sind dann noch aus Kunststoff, aber da konnte ich wie gesagt noch keinerlei Probleme feststellen. Du sollst das Zeug ja auch nicht tagelang in der Suppe baden, meist reichen 10 - 20 Minuten völlig aus.

Viele Grüße
Carsten


 
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