Hallo, ich suche eine einigermaßen erschwingliche Abisolierzange für Kabelquerschnitte ab 0,14mm². Ein Knipexmodell wird für über 100.- € angeboten. Geht´s auch kleiner? Bisher arbeite ich mit einer Schere, viel Gefühl und vielen kleinen Kabelschnipseln... Gruß, Hajo König
Hans Joachim König, der seine Bahn im Frühjahr aufbaut und im Herbst wieder in die Kisten packt.
eine klassische Abisolierzange mit Rad für die Tiefeneinstellung, wie z.B. hier in der Bucht angeboten: https://www.ebay.de/itm/Abisolierzange-1...VEAAOSwcvdXPGWH kostet unter 20 Euro. Wenn du eine "automatische" Abisolierzange suchst, so wird es generell etwas teurer, aber selbst von Knipex gibt es solche Modelle für unter 50,- Euro - z.B. Knipex Abisolierzange 180mm
Schau doch einfach mal in der Bucht oder auch im Baumarkt.
ich habe gute Erfahrung mit der Jokari-Abisolierzange gemacht. Laut Daten kann sie wohl ab 0,2mm² - ich weiß nicht wie das bei deinen 0,14mm² aussieht. Ich habe bisher alle Kabel für die Modellbahn abisoliert bekommen.
Ich kann die guten Erfahrungen von Daniel mit der Jokari-Zange bestätigen, sie frisst alles, und das z. T. besser als eine vergleichbare Knipex die ich auf der Arbeit nutze.
Ich benutze seit einiger Zeit diese Zange von Knipex: https://www.knipex.de/index.php?id=1216&...=1381&artID=904 Die Ist selbsteinstellend und kann von dünner Decoderlitze bis hin zum dicken Kabel für die Ringleitung alles. Funktioniert bei mir einwandfrei. Und preislich bewegt man sich da im Mittelfeld aber deutlich unter 100€.
Hallo Hajo, ab 0,5qmm benutze ich eine Abisolierzange mit Rändelschraube ( z.B. Knipex KN1106160). Feinere Litzen werden mit einem Präzisionsabisolierer (z.B. CK 330009) bearbeitet. Volker
Zitat Ich kann die guten Erfahrungen von Daniel mit der Jokari-Zange bestätigen, sie frisst alles, und das z. T. besser als eine vergleichbare Knipex die ich auf der Arbeit nutze.
kann ich unterschreiben, denn ich habe auch beide (eine im Club, eine Zuhause) 0,14 können beide "mittelprächtig" gut. Da kommt es sehr darauf an wie fest die Isolierung ist.
normalerweise halte ich - gerade bei Werkzeugen - überhaupt nichts von Billigheimern. Meine Werkzeuge sind von Bosch, Proxxon ... - in aller Regel Markenfabrikate. Aber meine Abisolierzange, die ich seit vielen Jahren verwende (und die auch 0,14 qmm problemlos schafft), gibt's für 2,99 € . Und zwar hier - in der Bucht. Meine hat sogar dieselben Farben ...
Gruß, Rainer
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, war es noch nicht das Ende ..
Hallo, ich benutze auch die von Johannes empfohlene Knipex und kann bestätigen, dass die auch dünnste Decoderlitzen sauber abisoliert. Einziger Nachteil: das Kabel muss so 15mm lang sein sonst greift das Teil nicht. Habe seinerzeit auch so um die 60 € bezahlt ist mir aber jeden Cent wert. Auch können die Messer nachbestellt werden.
es geht erschwinglicher: mit 7,00 Euro bist Du dabei. Die Zange links:
ZitatAber meine Abisolierzange, die ich seit vielen Jahren verwende (und die auch 0,14 qmm problemlos schafft), gibt's für 2,99 € . Und zwar hier - in der Bucht. Meine hat sogar dieselben Farben ...
Ich habe das gleiche Ding irgendwann mal vor Jahr(hundert)en bei Conrad mitbestellt (im Bild rechts). Sie hat auch eine Weile funktioniert, aber dann fing sie an, immer schwergängiger zu werden. Einige Blechteile in der Mechanik haben auch Flugrost angesetzt. Schon längst geht sie dermaßen schwer, daß ich nur noch Installationsleitungen damit abisolieren kann - und auch die nur noch mit Gewalt - dünnere Kabel zerreißt sie. Insgesamt ist sie auch mäßig verarbeitet und "labberig", läßt sich schlecht greifen. Eine geraume Zeit lang habe ich dünne Modellbahnlitzen dann wieder "klassisch" abisoliert: mit den Zähnen .
Von dieser Billigst-Zange rate ich entschieden ab.
Letztes Jahr brauchte ich zwei Tage vor Weihnachten eigentlich nur neue Knopfzellen für Schlüsselanhänger. Beim Vorbeigehen kam der PENG!-Effekt. Für sagenhafte 7,00 Euro hing sie am Blisterregal - ich griff zu, denn schlechter als die olle Krücke konnte sie definitiv nicht sein - und bin seitdem begeistert . Die Zange ist stabil, liegt sehr gut in der Hand und arbeitet präzise, leichtgängig, weich genug bei kleinen Litzen und schnell - ein Traum. Auf dem Kassenbon der erste Posten.
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Der heutzutage unvermeidliche Disclaimer: Das ist ein ehrlicher Erfahrungsbericht eines wirklich existierenden Menschen, völlig unabhängig von Hersteller und Handelsfirma. Ich bin einfach zufrieden mit dem Artikel, empfehle ihn deshalb guten Gewissens weiter und bekomme KEINE Werbeprämie.
Von dieser Billigst-Zange rate ich entschieden ab.
Nun halt mal schön den Ball flach, Reiner. Meine Erfahrung ist völlig anders. Meine Zange - wohl auch von Conrad - funktioniert bis heute einwandfrei und leichtgängig. Vielleicht hast Du ja ein Montagsexemplar erwischt. Oder die Zange falsch behandelt (Flugrost kommt nicht von allein). Oder Dein Sohn hat sie mal als Hammer benutzt .
Bei einem finanziellen Risiko von 3 € find ich Deine dramatische Warnung jedenfalls leicht übertrieben ...
Gruß, Rainer
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, war es noch nicht das Ende ..
Ich weiß nicht, ob meine Zange das gleiche Modell ist wie die von Rainer und Reiner. Die sehen sich ja alle ähnlich... Der Preis dürfte bei 6 DM gelegen haben. Aber sie taugt nicht viel: entweder bleibt die Isolierung zusammen (nur gequetscht), oder die Litze reißt ab. Mit Klingeldraht kann man sie aber gut verwenden. Das muss jetzt auch Rainer nicht widersprechen - ich gehe davon aus, dass bei dieser Billigwerkzeugklasse eine ziemlich breite Streuung auftritt.
Die Zähne nehme ich nicht, als "Kronenberger" mag ich das Risiko nicht eingehen. Ich habe einen alten, schartigen Seitenschneider. Da lege ich die Litze ein, drücke ein wenig, drehe sie um 90 Grad und drücke noch mal. Wenn die Isolierung jetzt nicht nachgibt, helfen Fingernägel und notfalls die Abbrechklinge. Nicht professionell, aber mir reicht es.
Freundliche Grüße Erich
„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“ Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.
Für dickere Leitungen eine von den automatischen Jokaris.
Viele Grüße, Stadtbahner
Meine kleine Parkettbahn "Bärlin", neu: Gleisplan #024 mit BR 023, 80 und 218 . Dieser Beitrag endet hier. Sie können noch bis zum nächsten Beitrag mitlesen.
[quote="Erich Müller" post_id=1951672 time=1552467018 user_id=26147] Die Zähne nehme ich nicht, als "Kronenberger" mag ich das Risiko nicht eingehen. Ich habe einen alten, schartigen Seitenschneider. D [/quote] Ein Tip: Wenn man zu viele Seitenschneider hat. Man nehme ein dickes Kabel, das gerade Netzspannung führt und schneide dieses mit einem Seitenschneider durch. Dann kriegt man eine Abisolierzange. Einzige Kosten: eine neue Sicherung.
so eine Sicherungs-Fernauslöse-Zange habe ich auch... Ansonsten nutze ich für größere Querschnitte eine automatische Zange von Knipex bzw für kleine Adern einen guten kleinen Seitenschneider - das klappt mit ausreichend Übung auch ziemlich zuverlässig.
Zum Abisolieren habe ich auch zwei der oben abgebildeten 3-5€ Dinger: 1) für 0,14qmm und ähnliche Litzen im Bereich Modellbahn / Elektronik eine 2) für größere Querschnitte im Haushalt noch eine Warum zwei? Erstens an getrennten Orten, zweitens um die für H0 nicht mit dicken Leitungen zu quälen. Die Fertigungstoleranzen dieser Zangen sollte man beachten! Wichtig sind die Plastiklippen zum Festhalten des Kabels ganz vorne. Hier gibt es Unterschiede beim Schließen und Abisolieren von Zehntel Millimetern. Bei den dünnen Litzen macht das schon was aus. Ich habe bei meiner H0-Zange da 1-2 Streifen Bronzefederblech untergeschoben (ausprobieren), so dass die Kupferdrähtchen nicht mehr beschädigt werden. Klappt prima!
Bei Dekoderlitze erhitze ich die Isolierung kurz mit dem Feuerzeug und streifen sie schnell mit den Fingernägeln ab. Andere machen das manchmal mit dem Lötkolben, aber dann ist der gerne versaut, und das stinkt.
Da ich nicht beruflich tausende von Kabeln abisolieren muss, reicht mir diese Lösung. In besonderen Fällen (z.B. Innenleiter bei Koax) kann ich noch auf eine ältere Zange mit Einstellschraube zurückgreifen.
| : | ~ analog
Gruß von klein.uhu Es ist keine Schande, etwas nicht zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen. (Sokrates) Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Fantasie ist unbegrenzt. (Einstein)