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RE: Ofterdingen II reloaded

#1 von Thunder111 , 22.03.2019 06:41

Ofterdingen II reloaded.

Hallo Stummi's,
nachdem ich jetzt schon seit geraumer Zeit hier in den Foren mitlese, hat es mich wieder voll und ganz erwischt. Seit dem Abbau meiner 2. Anlage war ich lange Zeit nur als "Schachtelbahner" aktiv, was mittlerweile zu einer mehr als umfangreichen Sammlung an Fahrzeugen und Gebäuden führte.
Jetzt wollte ich endlich den nächsten Schritt wagen und nach langer Zeit wieder eine Anlage aufbauen. Aber ich hatte nicht die Tücke des Objektes in Betracht gezogen. Schnell war ein 1. Plan erstellt, mit dem meine hochgesteckten Erwartungen abgebildet werden konnten. Hier im Forum vorgestellt und entsprechend korrigiert und verbessert, stand dem Beginn des Anlagenbaus eigentlich nichts mehr im Wege.
Aber dann kam das dicke Ende: irgendwo sah ich einen Bericht über eine Trippledeck-Anlage und war fasziniert . Ergebnis war, das der Baubeginn verschoben wurde und die Planung unter geänderten Gesichtspunkten neu begann . Dabei entstand sowohl ein Plan für eine Trippledeck-Anlage als auch verschiedene Varianten des ursprünglichen Anlagenplanes.
Und hier beginnt dann auch das Dilemma. Ich möchte hier zunächst einmal die Varianten vorstellen und hoffe auf eine rege Diskussion, um eine Entscheidung treffen zu können.
Der zur Verfügung stehende Raum ist mit 6,9m x 4,2m reichlich bemessen.
Entstehen soll hier ein Vorort-Bahnhof im Speckgürtel einer großen Industriestadt mit durchgehender 2-gleisiger Hauptstrecke, einer Industriebahn sowie einem (mittel)großem BW. Angesiedelt in der Epoche II, gibt mir das die Möglichkeit, die Blütezeit der Dampflok abzubilden, ausgehend vom Übergang der Länderbahnen bis zum bitteren Ende der Epoche. Zum Einsatz kommen nur Dampflokomotiven, einige Dieselloks, Akkutriebwagen sowie die bekannten VT 137 aus dieser Zeit. Die Steuerung soll digital mit der ESU Ecos-Zentrale erfolgen in Verbindung mit RocRail auf dem PC.
Die Anlage kann in einer gestreckten U-Form, als Zungenanlage oder als Trippledeck ausgeführt werden. Mit Durchgangsbahnhof (Vorstadtbahnhof), beginnender Stadt, einem (mittel)großem BW, Paradestrecke und Industriebereich ( Kokerei und angedeutete Zeche) sind also alle Zutaten enthalten, die sich ein Modellbahner nur wünschen kann.
Ob sich das realisieren lässt oder es sich bei dem zu Verfügung stehenden Raumangebot als planerische Obsession, surreal und idiotisch herausstellt, werden wir mit Eurer Hilfe dann sehen .
Es soll 2 SBH's geben, jeweils 12 Abstellgleise, nutzbare Länge im SBH jeweils mindestens 2,7m – 3,8m sowie diverse Stellgleise für Wendezüge etc. Zu erreichen sind beide SBH jeweils über eine Gleiswendel mit 3,5 bzw. 5,5 Umdrehungen, bzw. bei der Trippeldeck über 2 Wendeltürme mit Ausgängen auf die jeweiligen Ebenen bei einer Maximalhöhe der Anlage von 160 cm. Beim Tripple-Deck reduziert es sich auf einen zentralen SBH, wobei die Wendeltürme zwischen den einzelnen Ebenen ggf. auch als SBH genutzt werden.

Konzept:
Automatisierte Fahranlage mit 2 großen, separaten Rangierbereichen ( Kokerei und BW ).
Somit kann ich zumindest einen Teil meiner recht umfangreichen Sammlung im Betriebsumfeld präsentieren. Ausschließlich Epoche 2, wobei die eine oder andere Ausnahme durchaus möglich ist.

Themenbereiche
Kokerei
1.1 Die stillgelegte Schachtanlage (Faller), die nur noch der Bewetterung dient und gelegentlich für
Personal - u. Materialfahrten genutzt wird.
2. Der Sortenturm ( Eigenbau / Halbrelief), in dem die Steinkohle aufläuft und gebunkert wird. Von hier aus wird der Kohlenbunker der Kokerei befüllt. Eine zusätzliche Möglichkeit gibt die Verbindung zur Verladestelle , so dass hier sowohl Koks als auch( in Ausnahmefällen) Kohle verladen werden kann. Die entsprechenden Bandbrücken habe ich noch nicht eingezeichnet, weil ich mir bei der Materialauswahl noch nicht sicher bin. Einerseits gibt es wunderschöne Lasercut-Teile, andererseits waren aber jede Menge Bandbrücken in den Trix-Bausätzen enthalten. Aber irgendwie sehen die mir zu "amerikanisch" aus. Bleibt also bis auf weiteres offen.
3. Die 3 Koksofenbatterien (3 Trix,verbaut als 1 Batterie,
4. Kompressor - Halle (Faller),
5. der Gasometer (Eigenbau mit Auhagenteilen)
6. Luftkühler
7. Gaskühler
8. Kühlturm
9. Rohrleitungen, Rohrbrücken und Gasfackel
10. Maschinenhalle mit Inneneinrichtung
11. Verwaltung, Magazin, Waschkaue ( Faller)
12.Verladung
13. Anschluss an die Werksbahn, Personenverkehr, überwiegend mit 858 sowie mit Wittfeld Akku-Triebwagen bzw. Nachverkehrszügen bedient.
Bahnbetriebswerk
Bei der Trippledeck-Anlage als großes BW mit 2 Drehscheiben und jeweils 12 Ständen und einer Teilung von 15° und entsprechenden Behandlungsanlagen ( Großbekohlung mit Hilfsbekohlung, Entschlackung, Löschen, Lok-Reparaturwerkstatt sowie Wagon-Reparatur, Wasserturm, Lokleitung etc.) ausgeführt; in der U-Form oder als Zungenanlage als mittleres BW mit ebenfalls 12 Ständen, geplant mit einer Teilung von 15 °, kann aber auch mit 7,5° Teilung ausgeführt werden .
Bahnhof
Ausgepägter Vorort –Durchgangsbahnhof mit seitlich gelegener Verladerampe und angegliederten mittelgroßem BW, beides erreichbar über die nördliche Bahnhofsausfahrt.
Nutzbare Gleislänge in den Bahnsteigen zwischen 275 – 303 cm beim Tripple-Deck, in der U-Form und der Zungenanlage 186 – 232 cm.
Die Streckenlänge bei der Trippledeck entspricht ungefähr 28 km ( ca. 284 m verlegtes Gleis), bei den anderen beiden Varianten ca. 24 km (256 m verlegtes Gleis)
Den aktuellen, jeweiligen Planungsstand könnt Ihr den folgenden Bildern entnehmen.
Bin mal gespannt, wohin sich die geplante Anlage entwickeln wird, dank Eurer Mithilfe.


Modellbahnzimmer 6,9m x 4,2m


Ursprungsplanung



modifizierte Ursprungsplanung


Zunge 1


Zunge 2


Schattenbahnhof Trippledeck


Bahnhof Trippledeck


Kokerei Trippledeck


BW Trippledeck

Der Arbeitsname Ofterdingen weist nicht nicht auf gleichnamige Gemeinde in der Nähe von Tübingen hin, sondern entstand aus Oftersheim und Schwetzingen, meinem Wohnort und der Nachbarstadt. Ob das der endgültige Anlagenname sein wird, steht z.Z. noch nicht fest

Viele Grüße
Eberhard


ED


 
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RE: Ofterdingen II reloaded

#2 von E-Lok-Muffel , 22.03.2019 10:58

Hallo Eberhard,

Willkommen bei den Planungs-Stummis !

6,9 x 4,2 m ist ein toller Raum für eine H0-Anlage, trotzdem ist für Dein Vorhaben, jetzt nicht übermäßig Platz vorhanden.

Du willst nämlich gleich drei Betriebsstellen unterbringen:

    1. die Kokerei
    Die liegt Dir am Herzen, das merkt man, die ist anscheinend vor Deinem geistigen Auge auch schon weit gediehen, Gebäude schon angeschafft und Verfahrens-Ablauf festgelegt. Was mich jedoch wundert, ist die völlig unterschiedliche Gleisanordnung in den Entwürfen, dabei müsste die Position der Gebäude zueinander und damit auch der Ladestellen einigermaßen fix sein : :
    Auf jeden Fall braucht sie entsprechenden Platz auf der Anlage

    2. Das BW
    O.k. auch ein ziemlich großer Brocken, wie Du auch schon bemerkt hast, in einer lang gezogenen U-Anlage geht Dir da ganz schnell der Platz aus, hier wäre eine Erweiterung zu einem G möglich. Oder Du gehst den Weg zum E...

    3. Der Bahnhof
    Der führt neben den beiden anderen Betriebsstellen bei Dir so etwas ein Stiefmütterchen-Dasein, nach dem Motto: " den brauch ich ja doch auch irgendwie..."
    Ist ja auch richtig': der Bahnhof ist das verbindende Element, aber er wird seiner Funktion - so wie geplant - in keiner Weise gerecht.


Es geht hier um Funktionen der einzelnen Betriebsstellen ( BW / Bahnhof ) und ob sie diese Funktion auch erfüllen können. Gehört das BW nun zum Personenbahnhof ( Du hast ja nur Bahnsteiggleise geplant ), sprich sind Lokwechsel geplant, ist die Sache mit dem Vorstadtbahnhof unglaubwürdig, wenn hier Regionalzüge bestückt werden sollten, fehlt die Wagenabstellgruppe...
Wenn das BW zum Industriekomplex gehört, brauchst Du viel mehr Gütergleise, der Bahnhof wird nur noch Nahverkehrs-Haltepunkt. V.a. aber liegt dann das BW falsch! Hier muss zur Bedienung der Industriebahn immer die Hauptstrecke gekreuzt werden.

Auch beim Triple-deck hast Du das Problem, dass Du jetzt Bw, Kokerei und Bahnhof auseinandergerissen hast, d.h. die Loks können gar nichts anderes tun, als sich behandeln lassen ( Lok-Wellness ) denn für andere Aufgaben müssten sie die Ebenen wechseln, was bei dichtem Betrieb auf der Hauptstrecke ( Automatik ) nicht funktioniert. Hier würde ich an Deiner Stelle versuchen, einen Double-deck-Plan zu erstellen und die Kokerei auf eine zweite Ebene auszulagern ( die Kokerei deshalb, weil sie stumpf angefahren wird und damit nur eine Wendel notwendig. die zweite Wendel in den SBF kann damit in der Bahnhofsebene überbaut werden ). BW und Bahnhof teilen sich dann die "Haupt-" Ebene, wobei hier darauf zu achte ist, dass sowohl Lokwechsel ( Zieh-bzw. Lokwartegleise an den Enden des Bahnhofs ) als auch Güterversorgung der Kokerei ( Gütergleise ) sichergestellt ist.

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn Du sowieso mit unterschiedlichen Ebenen liebäugelst, das BW in einen Schattenabhnhof zu integrieren. Du wollest zwei SBF-Ebenen, dann wäre die eine nur für Züge, die andere hätte eine Wagen-Abstellgruppe, das BW und die entsprechanden Rangiergleise zur Zugbildung. Auch damit bekämst Du "oben" mehr Platz für die Ausgestaltung...

Wenn Dir das alles gar nicht wichtig ist, weil Du im BW sowieso nur Deine vielen Loks "austellen" willst, vergiss alles , was ich geschrieben habe

Gruß
uLi


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RE: Ofterdingen II reloaded

#3 von Thunder111 , 03.05.2019 14:33

Sorry für die etwas späte Antwort, nach Ende meines Krankenhausaufenthaltes komme ich nun endlich dazu, entsprechend zu antworten.
Beginnen wir zunächst mal mit dem Trippledeck.
Hier hast Du mich überzeugt. Der Entwurf ist durchgefallen. Bleibt also nur die Grundplanung bzw. die Zungenanlage.
Hier dann zunächst zum Bahnhof: ursprünglich war er nur eine Haltestation, wurde dann aber mit dem Ausbau des Güterverkehrs zum Bahnhof mit dem entsprechenden Gebäude ausgebaut. Als Vorort-Bahnhof im unmittelbaren Umfeld einer großen Industriestadt ist er überwiegend frequentiert mit Durchgangsverkehr und Pendlerzügen auf einer Ringbahn, hier speziel Pendler zur angedeuteten Grube bzw. zur Kokererei. Gleichzeitig ist er aber Übergabestation für schwere Ganzzüge aus der Kokerei auf die Hauptbahn sowie Leerzüge zur Grube/Kokerei. Der Mittelbahnsteig entfällt dann, der Personenverkehr wird auf dem Hausbahnsteig sowie auf Gleis 4 und 5 abgewickelt.
Wie Du richtigerweise angemerkt hast, führt die Lage des BW zu Kreuzungen der Hauptstrecke. Damit muss das BW zwangsläufig zurück auf die alte, urspüngliche Lage. Hier werden sowohl die Loks für die schweren Übergaben aus der Kokerei vorgehalten, als auch die Loks für den nahegelegenen, aber nicht sichtbaren Rangier- und Zugbildungsbahnhof ( SBH 2). Somit lässt sich sowohl im Bahnhofsbereich beim Umspannen rangieren, als auch Lokzüge auf dem Weg zum Rangierbahnhof glaubhaft argumentieren.
Was ich ggf. noch ändern werde, ist die Anordnung der Kokerei, um hier eventuell mehr Abstellfläche zu erhalten.
Viele Grüße
Eberhard


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