RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#26 von ETA150 ( gelöscht ) , 15.03.2012 08:41

Hallo Freunde der Epoche 1,

ich habe hier auch noch ein Bild aus meinem Fundus.



Es stammt aus der Zeit um 1920 und zeigt einen Bahnübergang
in unserem Ort in Schleswig-Holstein. Rechts im Hintergrund
ist das EG noch angeschnitten zu erkennen. Die Schienen sind
"eingezäunt"...

Man sieht deutlich, dass die Straße gepflastert ist.
Die Schranken erscheinen schwarz-weiss (starker Kontrast).

Gruß
Bodo


ETA150

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#27 von Der Localbahner ( gelöscht ) , 15.03.2012 09:18

Hallo Bodo,

ich hab eher den Verdacht, daß es sich um Fahnenmasten handelt.
Schau mal die Länge der Stangen an und vergleiche mit der Straßenbreite, außerdem, warum werden auf der einen Schienenseite zwei Stück davon benötigt?

Gruß,
Christian


Der Localbahner

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#28 von ETA150 ( gelöscht ) , 15.03.2012 10:40

Hallo Christian,

der einzelne Mast im Vordergrund könnte tatsächlich ein Fahnenmast sein...
Er weist als einziger auch nicht eindeutig ein "Streifenmuster" auf.

Aber, meines Wissens nach, gab es zu der Zeit keine ungesicherten Bahnübergänge
an Hauptdurchfahrtsstraßen (ist damals die Ortsdurchfahrt von Kiel kommend gewesen)
in Orten/Städten.

Gruß
Bodo


ETA150

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#29 von Georg H , 15.03.2012 11:17

Zitat von ETA150
... der einzelne Mast im Vordergrund könnte tatsächlich ein Fahnenmast sein...
Er weist als einziger auch nicht eindeutig ein "Streifenmuster" auf...



Bitte nicht vergessen, um 1920 gab es schon elektrischen Strom. Reichspost und Bahn betrieben schon ihre Telefonnetze. Die Drähte dazu hingen alle in der Luft. Man müßte das obere Mastende sehen können, um zu erkennen, um was es sich handelt.

Viele Grüße Georg


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RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#30 von Der Localbahner ( gelöscht ) , 15.03.2012 12:43

@ Georg
Bunte Telegraphenmasten sind mir nicht bekannt, auch wäre die Höhe der Masten mit einer Länge von über 11 Meter zu hoch.
Meines Erachtens handelt es sich eindeutig um Fahnenmasten wie sie damals in jedem Bahnhof üblich waren.

@ Bodo
Daß auf dem vorderen Mast das "Streifenmuster" nur schlecht erkennbar ist liegt wahrscheinlich an der Unschärfe des Fotos im Vordergrund.
Und was den ungesichterten Bahnübergang betrifft, lassen wir das Foto doch einfach mal ein paar Jahre älter als angegeben sein, dann wäre es möglich.
Wie sicher ist die Altersangabe?
Um welchen Ort, bzw. Bahnhof handelt es sich?

Viele Grüße,
Christian


Der Localbahner

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#31 von ETA150 ( gelöscht ) , 15.03.2012 13:13

@ Christian,

die Angaben sind sehr sicher.

Es handelt sich um den Bahnhof der KPL in Preetz.
(Kirchbarkau-Preetz-Lütjenburger Eisenbahn).
Diese existierte von 1908 bis 1938.

Gruß
Bodo


ETA150

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#32 von Der Localbahner ( gelöscht ) , 15.03.2012 13:31

@ Bodo

Bei den Kleinbahnen privater Betreibergesellschaften wurde durch vereinfachte Betriebsweise an allem gespart.
Deshalb ist es auch verständlich, daß der Bahnübergang ungesichert ist.

Viele Grüße,
Christian


Der Localbahner

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#33 von ETA150 ( gelöscht ) , 15.03.2012 15:54

@ Christian,

irgendwie finde ich es immer spannend, welche Diskussionen
ein Bild auslösen kann. Es gibt so viele verschiedene Ideen
und Meinungen, die da hinein interpretiert werden können.
Genau das macht dieses Forum aus.

Mir fehlt nur trotzdem immer noch die Erkenntnis wegen dem BÜ...

Fahnenmasten sind nicht mit breiten Streifen versehen.
Telegrafenmasten sehen in diesem Bereich anders aus (habe da noch Bilder gefunden).

Warum sollten es keine Schranken sein? (Bis auf den/die/das eine im Vordergrund)

Mit "beschrankten" Grüßen
Bodo


ETA150

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#34 von Der Localbahner ( gelöscht ) , 15.03.2012 16:14

@ Bodo

Schranken mit einer so enormen Länge hab ich bisher noch nie gesehen.
Es handelt sich hier um eine Kleinbahn/Privatbahn, die ja um jeden Pfennig knauserten, warum sollte auf einer Bahnhofsausfahrt die ja sowieso im Schrittempo befahren wurde eine Schranke angebracht werden? Das wären wieder hohe Ausgaben bei der Anschaffung und beim Unterhalt gewesen. Es war damals nicht unüblich bei Klein- Lokal- und Nebenbahnen in den Anfangsjahren auf Schranken zu verzichten, z.B. wurden auf der Rodachtalbahn (Oberfranken) erst nach einigen Betriebsjahren in Folge von Unfällen Bahnübergänge gesichert.

Zitat: Fahnenmasten sind nicht mit breiten Streifen versehen.
Warum nicht?

Viele Grüße,
Christian (unbeschrankt)


Der Localbahner

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#35 von ETA150 ( gelöscht ) , 15.03.2012 16:21

Bei der Argumentation muß ich mich echt geschlagen geben...

Aber gestreifte Fahnenmaste? Und warum steht dann nicht links
im Vordergrund auch noch einer? Das passt wieder von der Symetrie
her gar nicht....

Mit wehenden Fahnen
Bodo


ETA150

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#36 von UPBB4012 , 15.03.2012 16:52

Hallo Jungs!

Zunächst einmal vielen Dank für diesen äußerst interessanten Thread!!!

Ich baue zwar in Epoche 2, nichtsdesto trotz bin ich hiervon echt begeistert . . .
(und vieles was hier zur Sprache kommt, trifft ja auch noch auf einige Jahre
später zu).

Hier auch mal ein paar Funde - passend zum Thema - von mir:

1.) Ein wirklich sehr nettes Buch:

http://www.amazon.de/Deutschland-fr%C3%B...31826180&sr=1-1

2.) und eine CD-ROM:

http://www.amazon.de/Zeno-org-019-Deutsc...&sr=1-1-catcorr

Viele Grüße
Euer
Axel


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"Bevor ich mich jetzt Aufrege, isses mir lieber egal!"


 
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RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#37 von ETA150 ( gelöscht ) , 15.03.2012 18:15

Hallo Axel,

tolle Links. Bei den Preisen kann man ja nicht anders: Bestellt!

Mit umblätternden Grüßen
Bodo


ETA150

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#38 von Der Localbahner ( gelöscht ) , 15.03.2012 19:55

@ Bodo

Das mit den breiten Streifen an den Fahnenmasten kann ich Dir schon erklären.
Schuld daran ist eigentlich Lieschen, die Tochter vom Dorfschullehrer Riedel, die immer so schöne lange Zöpfe hatte.
Von der Fleischerei Hinrichsen hatte doch der Jüngste, also der Klausi, der kleine Rothaarige mit den vielen Sommersprossen, beim Flaschner Röhrich in die Lehre gehn solln. Aber der hat ja dann kurz nach der Eröffnung der Bahnline, als seine Frau mit dem Schwager von Hinrichsens Nachbarn durchgebrannt ist nach Amerika, alles versoffen. Deshalb hat dann Klausi eine Lehre beim Maler Lempl angefangen. Es wäre ja alles nicht so schlimm gewesen wenn Klausi nicht der Himbeerkuchen in den Farbeimer gefallen wäre. Die Meisterin hatte den Lehrling zu Tante Frieda geschickt um den Kuchen zu holen. Tante Frieda wohnt gleich hinter dem Bahnhof beim Schneider im Dachgeschoß, ein kleines Gärtchen das sie hegt und pflegt mit ein paar Gemüsebeete und den Himbeersträuchern ist ihr ganzer Stolz. Von ihr bekam Klausi auch immer mal einen von den leckeren Karamelbonbons. Mit Bonbon im Mund, strahlenden Gesicht und dem Hinweis, bloß gut auf den Kuchen aufzupassen weil's die letzten Himbeeren dieses Jahr waren, marschierte er durch den Hinterhof zu Frau Lempl's Küchenfenster. Mit etwas hatte er jedoch nicht gerechnet, des Meisters Spitz begrüsste ihn so stürmisch, daß er hintenüber in den Gartenteich fiel, der Himbeerkuchen landete im Eimer mit der frisch angesetzten Kalkfarbe für Bauer Hennes Stall. Auweh! Die Farbe war im Eimer, der Himbeerkuchen auch.
Klausi war vom Teich noch nicht mal herausen als der Meister brüllend um die Ecke rannte. Wutentbrannt verurteilte er den triefnassen Lehrling, der nicht nur vor Kälte zitterte, zum streichen der 3 Fahnenmasten für den Bahnhof "bis Sonntag müssen die fertig sein" grollte er noch im weggehn.
Und weil Lieschen ihm versprochen hatte am Samstag Abend mit aufs Waldfest zu gehen musste er sich was einfallen lassen. So eine Gelegenheit kam nie wieder, das durfte er sich nicht entgehen lassen. Damit konnte er noch Wochenlang auf den Putz hauen.
Schöne Streifen sollte er malen, nicht breiter als der Pinsel lang ist. Und deshalb suchte Klausi nach dem Pinsel mit dem längsten Stiel. Im Schuppen wurde er fündig, der Meister hatte doch selber den Stiel verlängert, und der war mindestens nen halben Meter lang. Glücklich über seinen Fund pinselte er wie noch nie im Leben und wurde noch rechtzeitig fertig um mit Lieschen zum Waldfest zu gehen.

Viele Grüße,
Christian von Münchhausen


Der Localbahner

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#39 von ETA150 ( gelöscht ) , 15.03.2012 20:07

verd.....

Jetzt endlich verstehe ich den Ausruf von Großtante Lieschen (die hatte ich wirklich)
an der Geburtstagstafel: "Himbeertorte? Wer möchte....?"

Mit beerigen Grüßen
Bodo

Tante Edit schreibt noch:
Wer hat andere Ideen, warum die Schranken auch gestreifte Fahnenmaste sein könnten?
Und: Haben wir noch ein anderes Thema? Wir zerstören Jürgens Thread gerade mit Anekdoten
unserer Großeltern...


ETA150

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#40 von Jürgen , 16.03.2012 12:54

Habe nix gegen Anetdoten ..

Ich find's Klasse, was hier alles zusammen kommt. Buch und CD sind schon bestellt. Ich werde mich noch mit Büchern ruinieren. Wo bleibt da die Moba ... ?

Grüße
Jürgen


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RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#41 von mb-didi , 16.03.2012 13:21

Zitat von Der Localbahner
...
Schranken mit einer so enormen Länge hab ich bisher noch nie gesehen.
...

Diese Schranken waren in den 50er Jahren üblich für eine Straße mit 2 Fahrbahnen und Fußweg, es war der Standard. Erst bei breiteren Straßen wurden Doppelschranken eingebaut.
Die Schranken waren sehr oft auch mit Gitterbehang. Der Drehpunkt der Schranke wurde fast immer auf der rechten Fahrbahnseite aufgebaut.
Erst in den 60er Jahren wurden die langen Schranken bei einem Umbau oder der Erneuerung der Schranke mit kurzen Schrankenbäumen versehen.

Didi



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Das Leben ist viel zu kurz um es mit Dingen zu belasten, die man nicht liebt.
Aufräumen ist langweilig, da findet man doch nur die eigenen Sachen ...


 
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RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#42 von Der Localbahner ( gelöscht ) , 16.03.2012 13:25

Zitat von mb-didi

Zitat von Der Localbahner
...
Schranken mit einer so enormen Länge hab ich bisher noch nie gesehen.
...

Diese Schranken waren in den 50er Jahren üblich für eine Straße mit 2 Fahrbahnen und Fußweg, es war der Standard. Erst bei breiteren Straßen wurden Doppelschranken eingebaut.
Die Schranken waren sehr oft auch mit Gitterbehang. Der Drehpunkt der Schranke wurde fast immer auf der rechten Fahrbahnseite aufgebaut.
Erst in den 60er Jahren wurden die langen Schranken bei einem Umbau oder der Erneuerung der Schranke mit kurzen Schrankenbäumen versehen.

Didi



Hallo Didi,

Schranken die über beide Fahrbahnen gehen haben eine Länge von ca. 6 Meter, die hier hätten ja die doppelte Länge.

Gruß,
Christian


Der Localbahner

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#43 von ETA150 ( gelöscht ) , 16.03.2012 14:05

Ausserdem wurden die Gleise schon 1938 abgebaut...

Gruß
Bodo


ETA150

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#44 von Jürgen , 16.03.2012 16:13

@Christian

Wir kommst Du darauf, dass die Schranken 12 m haben ? Wenn ich aus der Höhe des Zaumes auf die Länge der Farbbalken schließe, komme ich auf ca. 60 cm/Farbbalken. Somit sind ca. 12 mal 0,6 m = 7,2 m zu sehen. Das entspricht 2 Fahrbahnen und einem Fußweg. Ich halte das nicht für abwegig.

Grüße
Jürgen


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RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#45 von UPBB4012 , 16.03.2012 16:31

Hallo Jungs!

Ich hätte da noch etwas zur Materialsammlung . . .

Eine absolute "Hammer"- Buchserie und jedes Buch eine wahre Zeitreise:

http://www.frederking-thaler.de/sucherge...+Reisen&x=9&y=8

und darin natürlich auch ein Band mit Deutschland:

http://www.frederking-thaler.de/titel-00...tschland_0.html

Sind zwar nicht gerade billig - aber mit ein bißchen Suchen kann man sie schon ab gut der Hälfte finden.

Ist zwar nicht sooo superviel Eisenbahn drin, aber diese Reisen vermitteln einen absolut
authentischen und vor allem sehr guten Eindruck, wie es damals gewesen sein muß.

Ich weiß - ich glaube im Preußen Thread (aus dem dieser hier ja hervorging) wurde es schon
mal erwähnt - aber was die Länderbahnen Preußens, Bayerns und Sachsens angeht,
ist das hier echt empfehlenswert:

https://shop.vgbahn.info/eisenbahn-journ...report-_87.html

Habe die Reihen als Original-Hefte und sehe immer wieder mal gerne rein!
Vor allem auch in die Bände mit der allgemeinen Bahngeschichte, doch auch die Baureihenbeschreibungen
sind auf Grund der Unmenge an Photos zum "sich drin verlieren" geeignet.

Viele Grüße
Euer
Axel


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RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#46 von Der Localbahner ( gelöscht ) , 16.03.2012 16:42

Zitat von Jürgen
@Christian

Wir kommst Du darauf, dass die Schranken 12 m haben ? Wenn ich aus der Höhe des Zaumes auf die Länge der Farbbalken schließe, komme ich auf ca. 60 cm/Farbbalken. Somit sind ca. 12 mal 0,6 m = 7,2 m zu sehen. Das entspricht 2 Fahrbahnen und einem Fußweg. Ich halte das nicht für abwegig.

Grüße
Jürgen


Hallo Jürgen,

mit 0,6 m je Farbbalken haut das nicht so ganz hin.
Wenn ich die Spurweite von 1435 mm mit der Höhe vom Gartenzaun vergleiche (beim Mast hinten links), dann komm ich auf mindestens 1,40 m Zaunhöhe.
Das macht dann ca. 11 - 12 m "Mast".

Viele Grüße,
Christian


Der Localbahner

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#47 von Thilo , 16.03.2012 20:03

Hallo,

für Nordlichter könnte auch diese Seite interessant sein: Kiel einst und jetzt
Leider wird sie offenbar schon seit längeren nicht mehr aktualisiert.

Über 345 großformatige Bilderanregungen sind ansonsten auch im Buch "Kiel vor 100 Jahren" (Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, ISBN 978-3-941713-05-5) zu finden. Das Buch ist einfach nur toll.

Liebe Grüße

Thilo


Meine Modulanlage mit Bf. "Königsförde"


 
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RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#48 von Dirk Frielingsdorf , 17.03.2012 22:48

Gerade erst darauf gestoßen, für mich aber natürlich hochinteressant:

Historische Ansichtskarten aus Bremen von Stefan Münster.

Zeigt derzeit 12 Seiten mit teils colorierten Postkartenmotiven aus der Zeit um 1900 inklusive einer Seite noch älterer Lithografien aus Bremen.


Beste Grüße!

Der Blog zur Bahn hinterm Deich!


 
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RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#49 von ETA150 ( gelöscht ) , 20.03.2012 08:53

Hallo Epoche-I-Freunde,

ich habe gestern die CD-Rom "Deutschland in frühen Farbfotografien" erhalten.

Es sind sehr schöne Aufnahmen dabei (einige wenige auch mit Eisenbahn).

@ Dirk Frielingsdorf:

Für Dich sicher sehr interessant die Rubrik "Bremen" mit 51 Bildern...

Ansonsten ist die CD nach Bundesländern und Großstädten sortiert.
Für mich leider nur grundsätzlich interessant, da ausser Lübeck das
Gebiet Schleswig-Holstein leider nur als Randgebiet von Hamburg vorkommt...

Kennt jemand Bildquellen vom ländlichen S-H aus den Anfängen des 20. JH???

Gruß
Bodo


ETA150

RE: Was macht die Epoche 1 aus ?

#50 von Dirk Frielingsdorf , 20.03.2012 12:37

Ja, diese CD habe ich auch, ist in der Tat für mich in zweierlei Hinsicht interessant: Natürlich sämtliche historische Stadtansichten meiner alten Heimat als auch natürlich die ländlichen Ansichten für meine Länderbahnsegmente.

Ich will nochmal kurz auf die verschiedenen Möglichkeiten der frühen "Farbfotografie" eingehen, man muss deren Verfahren kennen, um sie einordnen zu können:

Da gibt es zum einen das Photochrome-Verfahren, ein vom schweizer Orell-Füssli-Verlag einst patentiertes Lithografisches Verfahren zum Farbdruck, ausgehend vom Schwarzweißnegativ. Literaturbespiel das hier schon genannte "Buch Weltreise 1900 in farbigen Bildern". Dieses Verfahren konnte Farben nur im Druck wiedergeben, da einem schwarzweiß-Negativ insgesamt von 4 bis zu 20 Farben zugeordnet wurden - teilweise an der Realität vorbei, wenn Fotograf und Lithograf nicht zusammenarbeiteten (es gibt zum Beispiel unterschiedliche Farbausführungen ein und desselben Bildes in verschiedenen Auflagen).

Das zweite ist das rein fotographische Lumière'sche Autochrome Diapositivverfahren, das echte Farbfotos auf Glasplatten produzierte. Diese konnten wiederum (damals) nicht gedruckt werden, sondern wurden in "Guckkästen" oder als Diaschau präsentiert. Literaturbeispiel das ebenfalls schon genannte Buch "Die Welt in Farbe" von Käthe Buchler.

Dritte damals gebräuchliche Art der Farbenfotografie ist das auf den Primärfarben beruhende 3-Fotosystem (3 Aufnahmen des selben Motivs jeweils in einer Grundfarbe aufgenommen ergibt das Gesamtbild: Dadurch wird es unmöglich, Bewegtes auf den Fotos festzuhalten. Wer einen kleinen Thermosublimationsdrucker für seine Digicam hat, sieht ein ähnliches Verfahren beim Druck.) Das Verfahren wurde später unter "Uvachromie" vermarktet, die Bilder der hier auch schon genannten DVD bzw. des dazugehörigen Buchs "Deutschland in frühen Farbfotografien" sind so entstanden.

Alle Verfahren sind aber natürlich geeignet, uns einen bunten Blick in die damalige Zeit zu erlauben. Wenn man die dahinterstehenden Verfahren kennt, kann man die Ergebnisse auch einordnen.


Edit: Text ergänzt.


Beste Grüße!

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