RE: Wartung von Loks bei Brawa

#1 von Länderbahnmartin , 24.04.2012 21:51

Guten Abend,

eine Brawa-Lok von mir (0623 Länderbahn Fc) kreischte schrecklich, so daß ich sie ölen wollte; außerdem wollte ich den Tendereinsatz mit zusätz. Kohle aufwerten. Bei der Demontage ... einiger Bruch, großenteils meine Schuld - einiges konnte ich kleben, beim Tendereinsatz brach beim Herausdrehen der Schraube gleich das Gewinde beim Zusammenbau der Lichtleiter...

So schön und für Länderbahner unverzichtbar die Brawa-Sachen sind - nichts für Hände von Grobmotoriker wie mich.

Zum Thema: Bei der Ersatzteilbestellung fragte ich nach, was bei Brawa eine Wartung ohne Rep. kostet, die Antwort € 14,-- einschl. Porto. Wenn man dann noch das Hinporto berechnet, ist man bei € 20, das werde ich das nächste Mal wahrnehmen, um größeren Schaden zu vermeiden. Vielleicht gibt es hier ähnlich "Anderstbegabte" wie mich, die das auch interessiert.

Schönen Abend

Martin


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RE: Wartung von Loks bei Brawa

#2 von Nobo200 , 01.05.2012 15:04

Ich besitze von Brawa den Triebwagen ET 89 ("Rübezahl").
Technisch ist der top, optisch eine Augenweide. Aber wenn man nicht ganz sorgfältig aufpasst, hat man beim Auf-die-Schiene-Setzen oder beim Abnehmen die Einzelteile in der Hand. Puffer, Geländer, Dachaubauten, Lampen - alle diese Teile sind bei mir schon mal abgefallen, und ich hatte Mühe, das alles wieder aufzusetzen.
Ich halte mich wahrhaftig nicht für einen Grobmotoriker, aber das ist halt der Preis, den man als Anlagen-Fahrer und Nicht-Nur-Sammler für übermäßige Detailtreue in Kauf nehmen muss.

Grüße! Norbert


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RE: Wartung von Loks bei Brawa

#3 von V300fan , 01.05.2012 19:55

Ich halte mich an die beigelegten Papiere. Und bis heut kaum größere Probleme.
Die andere Frage ist was versteht (in diesem Fall) BRAWA unter Wartung...?


Mein kleiner H0 Traum, Gardelegen - Dähre - Klütz
http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=73981


Ludmilla's im Test für DC gibt es unter:

https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=2&t=98917


 
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RE: Wartung von Loks bei Brawa

#4 von patrick_0911 ( gelöscht ) , 08.05.2012 09:14

Ok Gott, ich bin froh keine mehr von diesen Brawa Loks zu haben, mein Fuhrpark war recht gross:

EG1
E77
BR57
BR13
G 4/5

Mit Ausnahme von der EG1 hatten alle Loks Probleme die z.T, unlösbar waren, die Antráge zur Garantiereparatur wurden von BRAWA unter Begründung abgeschmettert, dass ich nicht in D wohnen würde (Spanien).

E77 Kurzschluss im Digitalbetrieb, unfahrbar, selbst nach mehrfachen Einschicken und Bezahlen der Rechnungen der Kurzschluss blieb da.

BR57, ein Chuf, Chuf geräusch kam nicht etwa vom Sounddekoder sondern von den Kurzschlüssen im Digitalbetrieb, auch ein mehrfacher Dekodertausch konnte da nicht helfen, nur analog lief sie gut. Nicht reparierbar, als Analoglok verkauft.

BR13, trotz Beachtung der Anleitung brach die Deichsel zwischen Tender und Lok bei der Dekodermontage, das Teil ist simpel und einfach zu schwach, die Lok lief sonst ganz ok, Zugkraft war minimal.

G4/5, als Güterzuglok wegen mangelnder Zugkraft unbrauchbar, sonst sehr gut, aber wegen der mangelnden Einsatzfähigkeit nicht zu gebrauchen.

Mein Eindruck von der ganzen Geschichte; simpel und Einfach Murks zu Apothekerpreisen, die Loks von PROTO2000 etc. die ebenfalls von BRAWA vertrieben wurden haben bei gleicher Ausstattung den tw. 1/4 Kaufpreis, aber eben keine Probleme mit Zugkraft und sonstigen Spiränzchen. Hier wird unter dem Deckmäntelchen des Made in Germany Siegels Edelschrott angeboten.


patrick_0911

RE: Wartung von Loks bei Brawa

#5 von Mobahner ( gelöscht ) , 08.05.2012 09:26

Zitat von patrick_0911
Hier wird unter dem Deckmäntelchen des Made in Germany Siegels Edelschrott angeboten.



Hallo,

du meintest doch sicherlich 'Imported by Germany' nicht wahr?
Fertigt Brawa überhaupt noch was in Deutschland?

@Themeneröffner

Zitat
Anderstbegabte

:


Grüße


Mobahner

RE: Wartung von Loks bei Brawa

#6 von 232 U 1 , 08.05.2012 21:15

Hallo,

ich würde Brawa-Modelle nicht so hart beurteilen und als Edelschrott bezeichnen. Allerdings bin auch ich kein Fan dieser Modelle.

Ich besitze von Brawa einige Loks (württ. Fc und T3, bayer. S 2/6, BR 06) und einiges an Wagen. Man muss zugeben, dass die Modelle feinst detailliert sind, und sie halten nach meiner Erfahrung auch einen schonenden und sehr vorsichtigen Anlageneinsatz aus. Auch habe ich Brawa-Loks schon geöffnet und es gelang mir, sie ohne Schaden wieder zusammenzubauen. Danach war allerdings ich kaputt und benötigte jeweils eine Erholungspause. Und wenn man Brawa-Modelle, Loks wie Wagen, auf die Anlage setzen will, muss man sich zuvor einige Gedanken machen, wie man sie anfasst, damit nichts abbricht. Und wehe, sie entgleisen und kollidieren mit einer Weichenlaterne ....

Da ich das Modellbahn-Hobby zum Spass und zur Entspannung betreiben möchte und Brawa-Modelle sehr anspruchsvoll sind und mir Stress bereiten, kam ich irgendwann zur Erkenntnis, dass Brawa-Modelle und ich nicht zusammenpassen. Es liegt also an mir, nicht an Brawa. Ich habe aufgehört, weitere Brawa-Modelle zu kaufen, mit Ausnahme von einigen wenigen, hübschen Länderbahn-Güterwagen, die in der Vitrine stehen.

Sicherlich gibt es Modellbahner, die andere Erwartungen an Modelle haben als ich, sei es, weil sie reine Sammler sind, oder zu Gunsten einer kompromisslosen Detaillierung auf HO-pur-Niveau die damit unvermeidlich verbundenen Nachteile in Kauf nehmen. Diese werden mit Brawa-Modellen vermutlich glücklich werden.

Grüße Peter


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RE: Wartung von Loks bei Brawa

#7 von klein.uhu , 08.05.2012 21:58

Moin,

ich habe einige Modelle von Brawa, von den einfach zu demontierenden 216ern bis zur E95 und dem Rübezahl, darunter auch einige kleine Tenderloks, aber keine der großen Schlepptenderlokomotiven.

Diese Modelle sind nicht unbedingt für einen rauhen Anlageneinsatz geeignet, vor allem wenn alle Zurüstteile dran sind. Aber sie sind sehr schöne Modelle, und mit entsprechender Vorsicht kann man sie auch anfassen und auf's Gleis setzen. Dabei ist mir noch nichts kaputt- oder verloren gegangen. BraWa-Modelle sind da nicht kritischer als einige der Piko-Klassik-Reihe (E93, E63, ...) oder viele der hochdetaillierten Roco-Loks. Bei Roco hat man z.B. das gleiche Problem bei der Demontage und Wartung (wenn ich nur an die BR93 denke ...). Auch bei Liliput gibt es ähnliche Probleme. Selbst bei neueren Märklin-Modellen ist das der Fall (Demontage z.B. der BR55).

Von "Edelschrott" kann man da nicht reden, und mit solchen Ausdrücken sollte man auch sehr, sehr zurückhaltend sein.
Konstruktive Kritik ist ok, aber eine allgemeine Verunglimpfung nicht.

Fahrtechnisch hatte ich analog (AC) mit BraWa-Modellen bisher keine Probleme: keine Kurzschlüsse, keine Entgleisungen (M- und K-Gleise) - im Gegensatz zu Rivarossis BR56 und Märklins BR38. Und wenn ein Modell ohne Haftreifen angeboten wird, dann ist natürlich die Zugkraft entsprechend gering. Aber das kann man vor dem Kauf im Katalog oder der Beschreibung lesen. Solche Modelle gab / gibt es auch bei Fleischmann.

Gruß klein.uhu


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RE: Wartung von Loks bei Brawa

#8 von Länderbahnmartin , 08.05.2012 22:18

Hallo,

als Auslöser des Threads möchte ich Brawa schon auch loben. Die Modelle, auch die Loks sind optisch sehr fein und auch von der Laufkultur (bis auf die den Thread auslösende Fc) prima - auf C- wie K-Gleis. Als Länderbahner kommt man kaum um die Modelle herum, da Mätrix fast nur noch alten Aufguß in wechselnden Farben bietet (allein schon das Blau des Dreiersets ). Aus diesem Grund habe ich insb. v.a. eine große Anzahl von Brawa-Güterwagen, deren Handling noch geht - und mich optisch einfach sehr erfreuen.

Aber die Lok's - das Anfassen ist nurnach Überlegung sinnvoll, vielleicht bessert sich da etwas eines Tages konstruktiv, v.a. bei den Schlepptenderloks, die Tenderloks sind ein bißchen handsamer.

Also für Länderbahner sehe ich leider keine adäquate Alternative (wenn ich an die preuss. Abteilwagen denke ...in schöner Zug mit einer Fleischmann P10, weil von Märklin heuer nur dieses komische Ep. II im nutzlosen Schaukasten kommt...)

Schönen Abend

Martin


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RE: Wartung von Loks bei Brawa

#9 von drsell , 08.05.2012 22:51

Ich teile die Auffassung von klein-uhu. Meine 14 Loks von Brawa schätze ich sehr. Allerdings: Aufmachen möchte ich keine davon; aber ich habe auch nur 2 km bis zur Firma.


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RE: Wartung von Loks bei Brawa

#10 von 232 U 1 , 08.05.2012 23:35

Zitat
schöner Zug mit einer Fleischmann P10, weil von Märklin heuer nur dieses komische Ep. II im nutzlosen Schaukasten kommt...



Hallo Martin,

auch wenn es nicht zum Thema gehört, eine kurze Anmerkung zur Märklin P 10: Auch ich hatte mich über den ungewohnten Anstrich gewundert. Eigentlich sah der bei Auslieferung noch gültige, preußische Anstrich eine schwarze Rauchkammer vor, und nicht einen schwarzen Stehkessel. Im EK-Buch von Wenzel zur BR 39 ist allerdings ein Schwarzweiß-Foto der Lok in exakt diesem Anstrich enthalten (in der Werkshalle, kurz vor Fertigstellung). Und es ist nicht der Fotografier-Anstrich, denn es gibt von derselben Lok noch ein Foto im üblichen Fotografieranstrich, mit schwarzer Rauchkammer und sonst grauem Kessel. Auch Fleischmann hatte mal ein Modell dieser Lok im Programm, in exakt derselben Farbgebung wie von Märklin. Es handelt sich um die erste ausgelieferte P 10 mit der späteren Nummer 39 002, Fabriknummer 11.000 (Jubiläums-Lok). Die P 10 wurde erst ab April 1922 ausgeliefert, eine "echte" Epoche I-Variante gibt es überhaupt nicht. Die von Märklin umgesetzte Variante ist die älteste Variante der P 10.

Nachdem ich dies nachgeprüft hatte, habe ich die Lok bestellt, obwohl ich mich über den unförmigen Schaukasten und den durch diesen bedingten, übezogenen Preis geärgert hatte,

Grüße

Peter


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RE: Wartung von Loks bei Brawa

#11 von Länderbahnmartin , 09.05.2012 08:20

Guten Morgen Peter,

und vielen Dank für die interessanten Informationen, v.a. zur Farbgebung. Ich gebe zu, da habe ich mich zu knapp und damit mißverständlich ausgedrückt: Bei der P 10 von Märklin ärgert mich die teure Kiste drumherum und der damit einhergehende Preis, sonst hätte ich die Lok schon bestellt - trotz schon vorhandener Fleischmann P10.

Mein Ärger über die Farbvarianten bei Mätrix rührt zum einen von den Farben selbst (wie im Dreierset) und zum zweiten über das Fehlen von wirklichen Neuheiten im Länderbahnbereich). Natürlich habe ich auch Verständnis für die wirtschaftliche Sitaution, aber ab und zu ein schönes neues Schmankerl (oder endlich eine bayr. Mallet mit verkleinertem Motor, bei der man nicht die Elektronikteile im Führerstandfenster sieht) wäre schon sehr schön. Von Trix gab es doch unter Fine-Arts so wunderbare Modelle, leider nicht für AC - ich denke zB an eine wunderbare Elok mit teilweise offenem "Motor", mir fällt der Name gerade nicht ein.

Wenn 'halt da nichts kommt, schaut man immer weider auf Brawa.

Schönen Tag

Martin


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